Half Angela Merkel bei der Vertuschung des Missbrauchsskandals?

Bundeskanzlerin Merkel nach Abstimmung zum "Sterbehilfeverhinderungsgesetz"
Bundeskanzlerin Merkel nach Abstimmung zum "Sterbehilfeverhinderungsgesetz"

"Wir waren alle beteiligt!", sagte unlängst der ehemalige Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz Zollitsch im Hinblick auf die Vertuschung des katholischen Missbrauchsskandals. Meinte er damit auch Kanzlerin Angela Merkel? Das Institut für Weltanschauungsrecht – ifw verlangt nun Aufklärung über die diesbezüglichen Gespräche zwischen der katholischen Kirche und dem Bundeskanzleramt.

Fakt ist: Am 23. Februar 2010 sprach Erzbischof Zollitsch in Sachen Missbrauchsskandal mit Angela Merkel. Über das Gespräch wurde "Stillschweigen" vereinbart. Die FAZ berichtete anschließend, die Bundeskanzlerin habe sich im Streit des DBK-Vorsitzenden Erzbischof Zollitsch mit der damaligen Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger um die staatlichen Ermittlungsbemühungen "hinter Bischof Zollitsch gestellt."

Das Institut für Weltanschauungsrecht (ifw) hat nun unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz Auskunft über die Gespräche zwischen Merkel und Zollitsch sowie zwischen Merkel und Leutheusser-Schnarrenberger verlangt. Es ist zu hoffen, dass wir bis zum 22. Januar 2019 mehr darüber wissen, ob und ggf. inwieweit das Bundeskanzleramt in die Vertuschung des katholischen Missbrauchsskandals involviert war.

Kommentare (16)

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Fr. 21 Dez 2018 - 12:52

Wer jetzt noch immer nicht weiss wie der Hase läuft, dem ist nicht mehr zu helfen.
Selbstverständlich halten unsere Christlichen Parteivasallen zu den Kriminellen "Würdenträgern" und vertuschen geflissentlich tausendfachen Kindesmissbrauch mit.
Da unsere Politiker auch jede Menge Dreck am Stecken haben sind sie gezwungen zu den Gaunern im Talar zu halten, somit schließt sich der Kreis und Säkularisation wird es mit
"C" Politikern nie geben.
Wir Humanisten und Atheisten müssen mit allen uns zur Verfügung stehenden legalen Mitteln dafür Sorgen, dass endlich Zukunftsorientierte unbestechliche und für Menschenrechte einstehende Politiker, unser Land regieren und den vorhandenen Saustall
ausmisten. 100 jähre angekündigte Säkularisation und 70 Jahre Menschenrechts- Vereinbarung sollten auch in Realität umgesetzt werden. Wenn nicht jetzt wann dann?

Kay Krause (nicht überprüft)

Fr. 21 Dez 2018 - 17:23

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Ich träume Ihren Traum, Gerhard Baierlein, so, wie mehrere Millionen deutsche Staatsbürger, deren Vertreter die gut bezahltenPolitiker doch lediglich sind, nicht mehr und nicht weniger! - Haaaaaaaaaaaalllloooooo! Politiker!!! (drei Ausrufezeichen, Ja, ich rufe!), liest das hier mal irgendeine/r von Euch? Und was tut Ihr gegen diese gesetzeswidrigen Machenschaften der Kirchen? NIX, GAR NIX, Ihr laßt alles so weiterlaufen, wie es schon seit Jahrzehnten läuft! Nur ja nix anstoßen, das wichtigste ist, dass ich meinen Sessel behalte! Wo sollte ich denn sonst hinfurzen?Vielleicht bequemt sich mal eine/r der - von uns gewählten und bezahlten
Damen und Herren Politiker, sich zu diesen Fragen im hpd zu äußern? Warum immer alles im Geheimen? hinter verschlossenen Türen?? wir Wähler äußern uns doch auch öffentlich, halten mit nichts hinterm Berg! Warum immer nur in popolären, vorher abgesprochenen Interviews in Talk-Shows, in BiLD undConsorten?Kann es sein, dass Ihr alle (mehr oder weniger) ein schlechtes Gewissen (Gegenüber dem Wahlvolk) habt? Und- kann man das nicht ändern? Konkret: könnt IHR das nicht ändern?
Ein glücklicheres, von den unterschiedlichen Lobbies unabhängiges politisches Händchen wünscht Euch im neuen Jahr,
Euer deutscher Staatsbürger (worauf ich nicht stolz bin!)
Kay Krause

Klaus (nicht überprüft)

So. 30 Dez 2018 - 13:59

Antwort auf von Kay Krause (nicht überprüft)

Hallo Kai, sehr guter Bericht. Du glaubst doch nicht, dass ein Politiker aufsteht und PLAUDERT. Die halten alle zusammen, egal welche Partei das ist. Das abrollen gegenseitig ist nur Kasperltheater.

Klaus, da hast Du zwar 100% recht, aber das ist kein Grund für mich, die Klappe zu halten, und NICHT (Immer und immer wieder!) den Finger auf die Wunde zu legen! Zugegeben: Ich bin nur ein kleines Licht. Aber wir kleinen Lichter alle zusammen können schon diesen kirchlich-politischen Dunstkreis recht gut ausleuchten! Nur aufgeben dürfen wir nicht!

Roland Weber (nicht überprüft)

Fr. 21 Dez 2018 - 16:06

Warum sieht es denn so aus, als ob für Staatsanwaltschaften direkt ein Ermittlungsverbot besteht - obwohl es sich um "Offizialdelikte" handelt, denen jeder Staatsanwalt von sich aus nachgehen müsste? Dass die Kirche im eigenen Bereich die komplette Hoheitsbefugnis hat, ist die Doktrin des Mittelalters, dass sich aber klammheimlich bis heute erhalten hat. Und dann gibt es eben im Bereich der Staatsanwaltschaften die Weisungsbefugnis vorgesetzter Stellen ...

Ob nun Frau Merkel, oder wer auch immer, da die Hände im Spiel hatte, mag man aufklären wollen. Wichtig wäre es allerdings auch einmal nach konkreten "Verfolgungshindernissen" vor Ort zu fragen. An "Anfangsverdachten" dürfte es oft gerade nicht fehlen ...

Claus Gras (nicht überprüft)

Fr. 21 Dez 2018 - 17:04

Mit namhaften Personen, wie dem früheren DBK-Vorsitzenden ist natürlich viel besser kungeln als mit der Vielzahl, die von Missbräuchen betroffen sind. Auch dann wenn sich vieltausendmal im Namen der in dem Fall nicht fassbaren Kirche entschuldigt wird. Das hilft keinem Menschen, der missbraucht worden ist. Wenn dann auch noch die Kanzlerin zur verschwiegenen Skatrunde eingeladen wird, fällt es geradezu leicht, sich an das ehemals so tragische Bündnis von Thron und Altar zu erinnern. Zurück bleibt ein ausgelutschtes Geschmäckle...!

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Fr. 21 Dez 2018 - 17:58

"Stillschweigen" - ein Schelm, wer Schlimmes dabei denkt?

Stillschweigen war und ist Standard zwischen Kreuz und Krone.

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Fr. 21 Dez 2018 - 19:50

Möglich ist es, denn sie sagte den verräterischen Satz "Wir schaffen das!"

Angelika Oetken (nicht überprüft)

Fr. 21 Dez 2018 - 20:43

Angela Merkels Vater war in der DDR ein wichtiger Funktionär der evangelischen Kirche. Der Hamburger Bischof schickte ihn Anfang der 50er Jahre nach Brandenburg. Welchen Einfluss die Evangelische Kirche Deutschlands auf das, was politisch Verantwortliche als "Aufklärung" bezeichnen nahm, davon handelt diese Stellungnahme: http://der-ahrensburger-fall.de/wp-content/uploads/2018/07/180628-e-Stellungnahe-MiA-zu-3.-Hearing.pdf.

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

So. 23 Dez 2018 - 08:36

Antwort auf von Angelika Oetken (nicht überprüft)

Und das schöne an Brandenburg: 80% der Bevölkerung gehören keiner Religion an. Und ihnen geht es auch nicht besser oder schlechter, als den knienden Gläubigen mit ihren dauernden Kreuzschmerzen.

Manfred Gilberg (nicht überprüft)

So. 23 Dez 2018 - 17:42

Antwort auf von Angelika Oetken (nicht überprüft)

Hallo Frau Angelika Oetken,

ich stimme ihnen völlig zu. Aber wie verschaffen wir uns in der Öffentlichkeit Gehör?
Vorschlag:
Wir verschaffen uns das Buch von Lobby Control und demonstrieren vor den Lobbybüros der Kirchen in der Nähe Landtage in allen Bundesländern.

vielleicht hilft eine solche Aktion für dieses Thema Sensibilität zu erreichen.
Ist dieses Land noch eine Demokratie und noch zu retten oder doch schon ein reiner Kirchenstaat?

Manfred Gilberg

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mo. 24 Dez 2018 - 14:50

Antwort auf von Manfred Gilberg (nicht überprüft)

Hallo Manfred Gilberg.
Es ist und war schon immer ein Kirchenstaat, auch im" dritten Reich" haben die Kirchen ihr Fähnlein in denWind gehängt und die rechte Hand zum Gruß erhoben.
Da unsere beiden Kirchen in Ihrer Geschichte millionenfachen Mord begangen haben, kann man sich ausmalen wie skrupellos diese auch noch heute gegenüber den Menschen sind und
wie wenig es diese berührt tausendfachen Kindesmissbrauch begangen zu haben.
Passieren kann Ihnen ja doch nichts, da sie von der Justiz unbehelligt bleiben auf Geheiß
unserer Politiker.
Sie können sich vielleicht vorstellen, wie die Pfaffia über unsere Demokratie lacht und in aller Ruhe weiterhin Ihren perversen Neigungen huldigt, denn Gewissen ist diesen Leuten ein Fremdwort.

Manfred Gilberg (nicht überprüft)

Di. 1 Jan 2019 - 13:19

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Hallo Gerhard Baierlein,
ich bin dank eines linken Lehreres in Geschichte weiter gekommen mit dem Unterricht in Geschichte als mach anderer Abiturient. Die steckten oft schon fest im 1. WK.
Was will ich sagen, bei mir ist einiges an Wissen vorhanden, vielleicht nicht in aller Tiefe um die rkk und die evk. Die Verstrickungen im glücklicher Weise doch nur 12 Jahre währenden tausend jährigen Reiches verschlagen einem ja förmlich den Atem – zumindest jeder neuen Generation – rauben doch diesen „Wertevertretern“ jede Grundlage immer noch so weitermachen zu können. „Halt du sie dumm – ich halt sie arm“ funktioniert immer noch.
Noch.
Jedoch die Austrittswelle rollt weiter – ganz ähnlich im Verlauf wie die Stille Revolution damals in der DDR. Darauf sollten wir uns vorbereiten, denke ich. Denn wie soll ich ihre Antwort sonst interpretieren, keinesfalls resignierend. Irgendwann wird die Bevölkerung aufstehen gegen diese Mißbrauchshandhabe.
Was können wir künftig anders, besser machen um gegen diese „Denkschwere“ anzukommen?
Kraftvoll, deutlich – ohne den Gauben inhaltlich anzugreifen – das wird schwierig, sollte uns aber nicht unmöglich sein. Können wir da eine „moralische Keule“ schwingen?

Die Industrie hat sich die Machenschaften der Kirche erfolgreich angeschaut und nachgemacht in punkto Lobbyismus. Kein Wunder, diese versiffte Politik gegen die Bevölkerung. Das ruft doch nach Revolution – nicht im Saale – des Wetters wegen, wie damals. Die Lobby der Bevölkerung, das Parlament, ist ja schon lange „Eingekauft“.
Naja, wir werden noch etwas Geduld brauchen, schließlich sind wir (leider) keine Franzosen.

Solidairsch

Manfred Gilberg

Hans Hoff (nicht überprüft)

Mo. 31 Dez 2018 - 19:28

Was für eine krude Verschwörungstheorie über unsere geliebte Kanzlerin. Hier ist offenbar jemand mit der Komplexität der Welt überfordert und sucht nun nach einfachen Lösungen und Sündenböcken.

Kay Krause (nicht überprüft)

Fr. 25 Jan 2019 - 12:41

Antwort auf von Hans Hoff (nicht überprüft)

Herr Hoff! Wenn sie schreiben " unsere" geliebte Kanzlerin, wer bitte ist das: "unsere"?
Oder sollte mir entgangen sein, dass das satirisch gemeint ist?

Michael Schmidt-Salomon

Der Autor ist freischaffender Philosoph und Schriftsteller, Musiker und Sozialwissenschaftler, außerdem Mitbegründer und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung. Er veröffentlichte u.a. philosophische Werke, Romane und Kinderbücher. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er durch die Leitung öffentlichkeitswirksamer Aktionen bekannt. Als naturalistisch denkender Philosoph ist er häufig in Presse, Funk und Fernsehen vertreten.

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