Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland
Foto: Photo exhibition of the Diplomatic and Historical Archive Department, Wikimedia CC BY-SA 2.0
Die Wehrmacht hat in Griechenland gewütet wie in keinem anderen nicht-slawischen Land. Ihrem Terror fielen während der deutschen Besatzung von 1941 bis 1944 über Hunderttausend Partisanen und Zivilisten zum Opfer. Hunderttausende Griechen und Griechinnen starben einen qualvollen Hungertod oder erfroren, weil die Wehrmacht alles Lebensnotwendige beschlagnahmte. Circa 90 Prozent der griechischen Juden und Jüdinnen sind in Konzentrationslagern ermordet worden. Als die Wehrmacht sich zurückzog waren Infrastruktur, Bergwerke, Industrie- und Gewerbebetriebe, Straßen- und Eisenbahnnetze sowie die Handelsflotte weitgehend zerstört.
Über die Verbrechen der Wehrmacht und ihrer Kollaborateure in Griechenland bestehen keine Zweifel, doch darüber wurde lange geschwiegen. Und die Kompensationen, die Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten zu zahlen bereit war, sind minimal.
Die völkerrechtliche Verbindlichkeit von Reparationen kann dem Internationalen Gerichtshof zur Klärung vorgelegt werden, aber es gibt keine moralische Instanz, die für eine Positionsbestimmung in dieser Auseinandersetzung angerufen werden könnte. Von der Bundesregierung werden Reparationsforderungen schmallippig zurückgewiesen und juristisch und politisch als abgeschlossen bezeichnet. Zu groß ist die Angst vor einem Dominoeffekt. Und über 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg stoßen Reparationsforderungen aus Athen von bis zu 300 Milliarden Euro bei vielen Menschen auf Unverständnis.
Die Höhe der Reparationsforderungen entspricht ungefähr der Staatsverschuldung Griechenlands. Dies birgt die Gefahr, dass in der öffentlichen Wahrnehmung eine historische Schuld Deutschlands mit der dramatischen wirtschaftlichen Lage Griechenlands in Verbindung gebracht wird. Der Eindruck einer Instrumentalisierung der Geschichte mit wirtschaftspolitischer Zielsetzung birgt jedoch das Risiko, dass der Diskurs in eine völlig falsche Richtung gelenkt wird.
Die Rechtmäßigkeit der aufgestellten Forderungen sollte nicht ausschließlich unter völkerrechtlichen Gesichtspunkten betrachtet werden, denn es ist zu befürchten, dass es unabhängig vom Ausgang einer juristischen Auseinandersetzung dann im Sinne der Aussöhnung beider Völker nur Verlierer gäbe. Eine rein juristische Sichtweise ignoriert die Tragweite des Konflikts. Die Bundesregierung muss sich die Frage stellen, wie sie sich Griechenland gegenüber verstehen will. Als Partner, der einsieht, dass Deutschland viel Leid über dieses Land gebracht hat und nun ein positives Zeichen setzen möchte oder als Kontrahent, der unabhängig von historisch-moralischer Verantwortung seine juristische Position durchzusetzen versucht.
Um in die verhärteten Positionen Bewegung zu bringen, hat Respekt für Griechenland e. V. – ohne sich den Maximalforderungen des griechischen Parlaments anzuschließen – die Kampagne "Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland" mit drei Forderungen eröffnet, die vordringlich und zeitnah erfüllbar sind:
- Rückzahlung des Zwangskredits Griechenlands an das "Deutsche Reich",
- Rückzahlung des Lösegelds für jüdische Zwangsarbeiter in Thessaloniki und
- Einrichtung eines Fonds zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums
unter besonderer Berücksichtigung von "Märtyrerdörfern".
Als ErstunterzeichnerInnen wurden über 60 Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft gewonnen.
Unabhängig von einer juristischen Bewertung werden Bundestag und Bundesregierung aufgefordert, ein Zeichen zu setzen, dass Deutschland bereit ist, seiner historisch-moralischen Verantwortung gerecht zu werden und einen Beitrag zur Aussöhnung und Völkerverständigung zwischen Deutschen und Griechen zu leisten. Der französische Staatsmann Vincent Auriol brachte es nach dem Zweiten Weltkrieg auf die tiefgründige Formel: "Wenn ihr euch erinnert, können wir vergessen".
Kommentare (25)
Netiquette für Kommentare
Ein typisches Beispiel dafür
Ein typisches Beispiel dafür was Machtgier anrichtet und wie die Folgen auch nach über 70
Jahren noch auf die Bevölkerung einwirken.
Krieg war und ist NIE ein Mittel um die Zustände positiv zu verändern, da die Folgen unabsehbar sind, er ist immer ein Bumerang welcher die Verursacher trifft.
Wo anfangen und wo aufhören?
Wo anfangen und wo aufhören? Meine Oma erzählte mir vor Jahren, wie sie als junges Mädchen von 14 Jahren den Einmarsch der russischen Soldaten in ihren Heimatort erlebte. Wie ihre Eltern, mit Schusswaffen bedroht, sie vor der Vergewaltigung nicht bewahren konnten. Sie war und ist Deutsche. Trug sie Verantwortung? Nein. War sie ein Opfer? Ja. Hat sie Wiedergutmachung verdient? Nach dem Völkerrecht gehört sie zu den Tätern und muss Wiedergutmachung leisten. Kann man ein Unrecht durch ein anderes ausgleichen? Ich weiß nicht. Es gibt bei so etwas ausschließlich Verlierer.
Im Zweifelsfall immer
Im Zweifelsfall immer derjenige der angefangen hat, jeder Mensch ist im Prinzip zu Gräueltaten fähig und auf Aggression folgt immer Gegenaggression, so ist der Mensch eben.
Das Prinzip Verzeihen steht leider meist hintan.
Lieber Gerhard Baierlein, so
Lieber Gerhard Baierlein, so korrekt ihre Aussage auch ist, möchte ich sie doch nicht so stehen lassen: denn damit wäre imgrunde jegliche menschliche Gräueltat zu begründen und zu rechtfertigen!
Der Mensch hat immerhin die Möglichkeit, diese Gräueltaten NICHT zu begehen!
Auch wenn die Veranlagung zu solchen Taten in ihm vorhanden ist, so ist es doch seine jeweilige individuelle Entscheidung, dabei mitzuwirken!
Ich denke, es ist auch die menschliche Feigheit, die Manche dazu veranlaßt, z.B. bei Massen-Vergewaltigungen mitzutun, in dem Bewußtsein, dass sie dafür niemals zur Veranzwortung gezogen werden!
Aber mit dem resignierenden Satz:"So ist der Mensch eben", kann man das nicht einfach abtun!
lieber Kay, ich habe nicht
lieber Kay, ich habe nicht geschrieben, dass dies ein Naturgesetz ist, sondern nur im Prinzip so ist.
Rechtfertigen muss sich letztlich jeder einzelne für seine Taten. Das der Mensch von Naturaus
kein Heiliger ist, steht fest, aber jeder hat ein Gehirn welches er auch benutzen kann und auch Emotionen auf die er hören kann, wenn er diese nicht schon abgeschaltet hat.
In diesem Zusammenhang wäre
In diesem Zusammenhang wäre auch die Kriegsscjuld Italiens zu erörtern und zu bewerten dessen Faschist Mussolini, der den "Feldzug in GR erst began, die Wehrmacht erst zu Hilde kommen musste. Zuvor hatte das italienische Militär bereits in Äthiopien barbarisch gewütet, weswegen von dort Wiedergutmachung nicht mehr als Recht wäre. Jedoch, Italien hatte sich schnell wieder fein 'raus gemacht und sogar von Deutschland moralische und monetäre Wiedergutmachung eingefordert, was in FR, in Äthiopien und auch in Italien von den Betroffenen einfachen Menschen mehr als verständlich ist. Jedoch, darum geht es nicht in erster Linie, weder in GR, noch in Italien oder sonstwo!
"Der französische Staatsmann
"Der französische Staatsmann Vincent Auriol brachte es nach dem Zweiten Weltkrieg auf die tiefgründige Formel: "Wenn ihr euch erinnert, können wir vergessen"."
Da bin ich dabei. Die Formel lautet allerdings nicht: "Wenn ihr zahlt, können wir vergessen".
Wer die Täter sind, ist
Wer die Täter sind, ist bekannt. Wer soll zahlen? Gerecht wäre es: die Generationen der Täter. Von denen leben nur noch sehr wenige hochbetagte Pensionäre und Rentner. Ich gehöre zur ersten Nachkriegsgeneration. Diejenigen, die zahlen sollen, sind Kinder, Enkel und Urenkel der Mörder und auch Opfer(z.B.deutsche KZ-Häftlinge). Eine große Zahl der seit 1.Mai 1945 geborenen haben italienische, spanische, türkische, afrikanische Vorfahren. Viele Deutsche sind nach dem Krieg ausgewandert. Sind die etwas besseres?
Wir müssen Griechenland helfen, weil es dem Land wirtschaftlich schlecht geht. Die Schwachen stützen, dass verstehe ich unter einem solidarischem Europa.
Ich finde, dass ist ein so
Ich finde, dass ist ein so spezielles Thema, bei dem ich die Beziehung zum HP gar nicht sehe. Ich befürchte, er soll vom Autor / grüner Seite instrumentalisiert werden.
Schwere Entscheidung: Kann
Schwere Entscheidung: Kann man mit Geld Wiedergutmachung leisten?? Ich sage nein!
Miteinander friedlich leben und leben lassen wäre wertvoller.
Die Perser sollten sich
Die Perser sollten sich endlich an den Raubzug Alexanders des Großen erinnern und von der Griechen Wiedergutmachung fordern…für das Niederbrennen von Persepolis und für die Ermordung unschuldiger Männer: „Zum Trost für sein Leid stürzte sich Alexander in den Krieg, er zog gleichsam zu einer Menschenjagd aus und unterwarf das Volk der Kossaier, wobei er alle kriegstüchtigen Männer abschlachten ließ. Das nannte er das Totenopfer für Hephaistion.“ Plutarch
Sehr geehrter Herr Fakler,
Sehr geehrter Herr Fakler,
wenn Sie schon derart weit in die Geschichtskiste greifen müssen um den Griechen einen Angriffskrieg vorwerfen zu können, so wären Sie gut beraten auch ein wenig darüber zu recherchieren.
Denn der Zug Alexanders gen Asien war als Rachefeldzug für die Angriffe und Invasionsversuche der Perser ca. 150 Jahre zuvor angedacht.
Persepolis wurde explizit als Vergeltung für die Verwüstung von Athen zerstört.
Selbstverständlich trifft die heutigen Deutschen keinerlei Schuld an den Verbrechen der Wehrmacht vor über 70 Jahren. Aber die BRD ist nun mal Rechtsnachfolger des Dritten Reichs und versucht sich seit Jahrzehnten aus der Verantwortung zu stehlen.
Das ganze Thema wäre von griechischer Seite nach so langer Zeit und nach Jahren der guten Beziehung zwischen den beiden Staaten überhaupt nicht aufgegriffen worden, wenn die deutsche Seite sich in der Schuldenkriese sich nicht so unerbittlich verhalten hätte. Das können Sie mir glauben...
Lieber Grieche, danke für
Lieber Grieche, danke für Ihren Hinweis! Ich kenne diese Geschichte und mein Kommentar war natürlich nicht ganz ernst gemeint. Er sollte einfach darauf hinweisen, wie viel unnötiges Leid sich die Völker im Laufe der Geschichte gegenseitig angetan haben. Ich hoffe, dass wir etwas daraus lernen können und alles anders und besser machen. Viele Grüße R.F.
Die Kriegsschuld Deutschlands
Die Kriegsschuld Deutschlands Griechenland und anderen gegenüber sollte unabhängig von heutigen wirtschaftlichen Gegebenheiten diskutiert werden. Wenn aber ausgerechnet Deutschland durch seinen damaliger Finanzminister, der heute den Bundestag präsidiert, Griechenland durch gnadenlose Austeritätspolitik in Not und Elend stürzt - anstelle eines Schuldenschnitts, der nicht die deutschen Steuerzahler (wie fälschlicherweise stets behauptet wurde), sondern einflussreiche kapitalstarke Personen und Gesellschaften belastet hätte - wird verständlich, dass in Griechenland die Forderung nach Reparationszahlungen sehr populär wird (und übrigens nicht nur dort).
Sehr geehrter Herr Zaug,
Sehr geehrter Herr Zaug,
Sie beachten nicht, dass bereits im Jahr 2012 ein Schuldenschnitt zu Lasten von privaten Gläubigern von rd. 100 Milliarden EUR stattgefunden hat. Auch wurde Griechenland nicht durch den ehemaligen Finanzminister Schäuble in Not und Elend gestürzt, sondern der griechische Staat hat über lange Jahre über seine Verhältnisse gelebt und sich in der EUR gelogen. Nun war die Zeche zu zahlen. Leider von den falschen Leuten. Wenn der griechische Staat konsequent die Steuerschulden bei den reichen Griechen eintreiben würde, sähe die griechische Welt sicher auch positiver aus. Hierzu bedarf es aber des politischen Willens, eine nicht korrupte Verwaltung aufzubauen. In diesem Bereich sehe ich wenig Bemühungen
der griechischen Politik.
Mit freundlichen Grüßen
Bergmann
Sehr geehrter Herr Bergmann
Sehr geehrter Herr Bergmann
Sie haben recht mit der Aussage, dass der griechische Staat zu wenig konsequent gegen die reichen Griechen vorging. Nur, das ist das Problem praktisch jeder nationalen Regierung, mehr oder weniger ausgeprägt. Das kommt daher, dass sich die Reichen keinen Deut um nationale Grenzen kümmern, sie verschieben ihr Kapital dahin, wo es am meisten Profit abwirft, ohne Rücksicht auf politische, soziale oder umweltrelevante Belange, während die nationalen Regierungen machtlos den globalen wirtschaftlichen Sachzwängen ausgeliefert sind. Beispiel Steuern: Angeblich darf man die Reichen nicht stärker besteuern, weil sie sonst in steuergünstigere Länder investieren. Das einfache griechische Volk konnte nichts gegen das unsolidarische Verhalten seiner Finanzelite tun, muss die Folgen aber ausbaden. Ihre hundert Milliarden scheinen viel Geld zu sein, die Zockereinsätze gegen ein vor dreißig und mehr Jahren fast schuldenfreies Griechenland - aus der Zeit danach stammen die griechischen "Schulden" - sind um ein Vielfaches höher. Ihr erwähnter Schuldenschnitt müsste weitaus größer sein. Auch die Schuldfrage ist nicht so klar wie am Stammtisch behauptet: Unfassbar große Kapitalien wollen ständig irgendwo gewinnbringend eingesetzt sein. Die auserwählten Glücklichen sind am Ende immer die großen Verlierer. Haben Sie dieses neoliberale Prozedere noch nicht durchschaut?
Es gibt zumindest eine
Es gibt zumindest eine moralische Wiedergutmachungspflicht wg. des Wütens der Wehrmacht.
Als ich 1963 in Kandanos-zur Zeit der Aktion Sühnezeichen-von den Gräueltaten
der Wehrmacht erfuhr, war ich fassungslos. Zumal auch in Distomo Ähnliches geschah, wie
der kürzlich verstorbene Jürgen Rompf mir berichtete.
Nun ist eine finanzielle Wiedergutmachung von 300 Milliarden € im Euroraum nicht mehr möglich, denn die Niederländer z.B. würden per Inflation mitbezahlen. Aber es gibt ja andrer Möglichkeiten:
Könnte man nicht den vielen arbeitslosen, intelligenten jungen Griechen eine
kostenlose Ausbildung im dualen Bildungssystem hier bei uns anbieten?
Wieviel Wiedergutmachung
Wieviel Wiedergutmachung haben die Griechen denn den Spartanern gewährt?
DIE Griechen gab es in der
DIE Griechen gab es in der Antike noch nicht, nur Stadtstaaten, Athen, Korinth etc.
Alexander d. Große war z.B auch kein Grieche, sondern Makedone.
Mona, da bist Du etwas falsch
Mona, da bist Du etwas falsch informiert. Wer durfte an Olympischen Spielen teilnehmen?
Ganz korrekt, nur Griechen! Steht das nicht in jeder Menge antiker Texte geschrieben? Ja, so ist es...
Der Bayer ist Bayer und der Hesse Hesse, aber sie sind trotzdem Deutsche ;)
Wir haben keinerlei
Wir haben keinerlei Verpflichtungen gegenüber Griechenland. Deuwtchland hat bereits so viele Milliarden in dieses Land verschwendet, von denen wir nie wieder etwas sehen werden.
Bischen spät kommen die
Bischen spät kommen die Forderungen. Man kann keinem Land ewig geld abknüpfen und vertäufeln wegen etwas, was Menschen die garnicht mehr leben getan haben. Dann müsste Rom ja immer noch bezahlen. Oder die Amerikaner bei den Japanern. Damals hätte ich gesagt ja muss Deutschland zahlen heute kommt es irgendwie bischen spät. Und ob Griechenlands Verschuldung was mit dem 2WK zutun hat lass Mal dahin gestellt. Kann ja jeder nach fast 100 Jahren kommen und Forderungen an ein Land stellen. Irgendwann muss man Mal ein schlusstrich ziehen und nach vorn gucken. Ich finde nur man kann nicht auf Ewigkeit jemanden die Schuld an etwas geben.
Es ist ja nicht nur
Es ist ja nicht nur Griechenland alleine.....jetzt kommt plötzlich wie ein Düvel aus der Kiste auch Polen mit Reparationsforderungen um die Ecke!
Als Deutscher, egal welche
Als Deutscher, egal welche Generation habe ich auf jeden Fall eine Verantwortung gegenüber der Geschichte meines Landes. Die Folgen des Zweiten Weltkrieges haben nicht nur die die deutsche Kultur tiefgreifend verändert, sondern auch die vieler anderer Völker. ja, es ist richtig die Deutschen haben in Griechenland gewütet, wie in kaum einem anderen Land. Hier war weniger Krieg und mehr wüten, wenn man das so sagen kann.
Die Generation die das betrifft ist weitgehend ausgestorben. Eine Wiedergutmachung für menschliches Leid ist mit Sicherheit kaum möglich. Bei den oben genannten ersten zwei Punkten geht es aber nicht um die Wiedergutmachung von Leid sondern um eine Rückzahlung von Krediten und Lösegeldern. ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie man sich dagegen verwehren kann. Ich glaube, dass jeder, den so etwas privat betrifft, sich nicht einfach mit der Antwort "endgültig geregelt" zufrieden geben würde.
Deutschland täte gut daran diese Dinge von eigener Seite und aus eigener Initiative von einer internationalen Stelle wie z.b. vom Internationalen Gerichtshof klären zu lassen. Als Täter, der auch historisch zu seiner Schuld steht, sehe ich Deutschland in der Verantwortung selbst für eine Abklärung dieser Fragen zu sorgen.
Ein zurückweisen auf die Art, wie es die letzten Jahre geschieht, zeigt kein Land, dass sich seiner Schuld und den Folgen aus dem Zweiten Weltkrieg bewusst ist.
Setisxili hat recht
Setisxili hat recht geschrieben - gesprochen. Ihr Kommentar dürfte Lehr-Lernmaterial für Geschichtsunterricht in diesem unserem Täter/Opferkinder-land sein dürfen - müssen - sollen.