Strafantrag und Disziplinarverfahren gegen evangelischen Pastor

Der Hassprediger von Bremen

Der "Nackte Luther" 2018 in Bremen
Der "Nackte Luther" 2018 auf dem Marktplatz in Bremen. Tritt Olaf Latzel als Hassprediger in die Fußstapfen des Reformators?

Er soll Homosexuelle als "Verbrecher" bezeichnet haben, nun wird gegen Pastor Olaf Latzel wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt. Sollten seine Äußerungen als strafrechtlich relevant eingestuft werden, steht ein kirchliches Disziplinarverfahren schon in den Startlöchern. Seine Gemeinde und seine Anhänger verteidigen den Geistlichen, während sich ein breites Bündnis anderer evangelischer Kirchen gegen ihn stellt. Es ist nicht das erste Mal, dass er mit umstrittenen Aussagen für Schlagzeilen sorgt.

Der "Nackte Luther" war 2018 schon Gast in Bremen, wo er die Einführung des Reformationstages als Feiertag jedoch nicht verhindern konnte. Eine dortige evangelische Kirche hat aber auch einen modernen Hassprediger: Pastor Olaf Latzel von der fundamentalistischen St. Martini-Gemeinde. Er hatte sich im Rahmen eines Eheseminars mit dem Titel "Biblische Fahrschule zur Ehe" im Herbst abwertend gegenüber Homosexuellen geäußert: "Überall laufen diese Verbrecher rum vom Christopher Street Day", soll er gesagt und gelebte Homosexualität gemäß der Bibel als "todeswürdiges Verbrechen" bezeichnet haben. Außerdem soll er vom Einfluss der "teuflischen Homo-Lobby" auf Kirche und Gesellschaft gesprochen haben. Der "ganze Gender-Dreck" sei "zutiefst teuflisch und satanisch".

In einer Erklärung hatte Latzel sich Ende April entschuldigt und sich damit verteidigt, dass er falsch verstanden worden sei. Er habe "militante Aggressoren, die uns als Gemeinde in den letzten Jahren immer wieder angegriffen und gotteslästerlich diffamiert haben" gemeint. Als Beispiel dafür gab er an, dass seine Kirche immer wieder mit Sprüchen wie "God is gay" beschmiert würde. Er sei jedoch selbstverständlich nicht der Ansicht, dass alle Homosexuellen Verbrecher seien. "Homosexuell empfindende Glaubensgeschwister" seien auch Teil seiner Gemeinde. Der Geistliche beklagte "Ausgrenzung und Diffamierung" durch Kirche, Politik und Medien ihm gegenüber.

Die Bremische Evangelische Kirche hatte sich Ende April "entschieden von den abwertenden Äußerungen" distanziert: "Der Kirchenausschuss verurteilt auf das Schärfste die Äußerungen, in denen Menschen herabgesetzt, beleidigt und in ihrer Würde verletzt werden. Als Kirchenleitung stehen wir klar an der Seite homosexuell lebender Menschen", heißt es in einer Presseerklärung. Die Präsidentin des Gremiums, Edda Bosse, ergänzte, man habe bereits in der Vergangenheit Äußerungen von Pastor Latzel erlebt, "die bis an die Grenze des Erträglichen gingen"; "diese Grenze ist jetzt überschritten."

Vergangene Woche hat der Kirchenausschuss nun ein Disziplinarverfahren gegen Latzel eingeleitet, wie der Weser Kurier berichtete, die Staatsanwaltschaft ermittelt derweil auf Initiative von Rat & Tat – Zentrum für queeres Leben wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Auch der Bremer Vorstand des Christopher Street Day hatte einen Strafantrag gestellt. Die Kirche will abwarten, ob die Aussagen als Straftat eingestuft werden, so lange ist das kirchliche Verfahren ausgesetzt. Es wird nur fortgeführt, sollten sich Olaf Latzels Äußerungen als strafrechtlich relevant herausstellen, denn nur bei Dienstvergehen kommt ein solches dienstrechtliches Verfahren in Betracht.

Unterstützer haben währenddessen eine Online-Petition für den umstrittenen Geistlichen und gegen eine mögliche Suspendierung gestartet, die mittlerweile fast 16.800 Menschen unterschrieben haben. Auf der anderen Seite hat sich aus Gemeinden und Einrichtungen der Bremischen Evangelischen Kirche ein "Bündnis für Demokratie, Respekt und Verständigung" gebildet, das sich von Latzels Auslassungen distanziert und "den Schaden [beklagt], den seine Äußerungen für das friedliche Zusammenleben im demokratischen Gemeinwesen anrichten".

Der Vorstand der St. Martini-Gemeinde wehrte sich in einer Stellungnahme ebenfalls gegen das Disziplinarverfahren. Sie steht hinter den Positionen ihres Pastors und bedauert die der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), denn: "Die Ablehnung gelebter Homosexualität im Alten wie im Neuen Testament wird mit einer Eindeutigkeit vorgetragen, die eigentlich jede Diskussion darüber überflüssig erscheinen lässt. (…) Über tausende von Jahren wurde die biblische Beurteilung der Homosexualität nicht infrage gestellt, weder vom alttestamentlichen Gottesvolk noch von der neutestamentlichen Gemeinde." Die Position der Gemeinde in Fragen der gleichgeschlechtlichen Sexualität sei "mit Blick auf die weltweite Christenheit keine Minderheitsposition". Lediglich große Teile der westeuropäischen Kirche hätten sich "in einem Prozess geistlicher Auflösung von den noch vor zwanzig Jahren geltenden Glaubensgrundlagen abgewandt". "Wenn nun Pastor Latzel in einem Eheseminar die biblische Beurteilung zur Homosexualität darstellt und mit seinen Worten die relevanten Bibeltexte wiedergibt, dann hat dies nichts mit Herabwürdigung von homosexuell empfindenden Menschen oder gar Hetze gegen sie zu tun", kann man dort lesen. Später ist dann auch noch von der "gottlosen Genderideologie" die Rede.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD), der darüber hinaus Senator für Angelegenheiten der Religionsgemeinschaften ist, fand klare Worte zu dem Vorwurf gegen den Geistlichen: "Für Hetze gegen Schwule und Lesben fehlt mir jedes Verständnis und ich verurteile sie ganz entschieden. Da bin ich mir übrigens mit den allermeisten Mitgliedern der Bremischen Evangelischen Kirche sehr einig", zitiert ihn Buten un Binnen. Ob die Grenze der Religionsfreiheit überschritten werde, müsse durch die Strafverfolgungsbehörden geklärt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Olaf Latzel negativ auffällt: 2008 hatte er einer Pastorin Kanzel und Talar verweigert, 2015 hatte er mit fanatischen Äußerungen gegen Andersgläubige gehetzt, als er von der "Reinigung von fremden Göttern" und gemeinsamen Gottesdiensten verschiedener Glaubensrichtungen als Sünde sprach. Damals wurde das Verfahren mit Verweis auf die Religions- und Meinungsfreiheit eingestellt.

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Kommentare (25)

Wolfgang (nicht überprüft)

Di. 19 Mai 2020 - 11:35

Latzel sich Ende April entschuldigt und sich damit verteidigt, dass er falsch verstanden worden sei.

Immer die gleiche Ausrede. Einen Pfarrer kann man nie falsch verstehen, er ist selbst die Falschheit in Person. Wie kann man denn einen vernunftbegabten Menschen eintrichtern,
es gäbe ein Leben nach dem Tode?

Jürgen (nicht überprüft)

Do. 21 Mai 2020 - 18:23

Antwort auf von Wolfgang (nicht überprüft)

Lieber Wolfgang,

als Mensch, als Ingenieur, als Vater, in all diesen Rollen bin ich vernunftbegabt. Gerade deswegen glaube ich an Gott und ein Leben nach dem Tod. Alles andere kann ich mit der Vernunft nicht in Einklang bringen. Viele große der Wissenschaft, auch Nobelpreisträger sind bekennende Christen. 5 min nach dem Tod gibt es keine Atheisten mehr. Liebe Grüße, Jürgen

David Krause (nicht überprüft)

So. 24 Mai 2020 - 17:48

Antwort auf von Jürgen (nicht überprüft)

Weder als Mensch, noch als Vater ist man automatisch "vernunftbegabt". Als Ingenieur auch nur solange sie Ihren Job gut machen. Ich meine die Brücke hält nicht, weil sie Vater sind oder weil sie ein Mensch sind, sondern weil sie Ihre Berechnungen und was man als Ingenieur so macht richtig durchgeführt haben. Nicht mal der Titel als Ingenieur garantiert, dass die Brücke hält, wenn sie sich verrechnet haben.

Jetzt erklären Sie mir doch nochmal bitte, woher Sie als Mensch, Vater und Ingenieur wissen, dass es einen Gott und ein Leben nach dem Tod gibt. Bitte vernünftig hergeleitet und nicht einfach nur als Mensch, Vater und Ingenieur behauptet.

Stefan Dewald (nicht überprüft)

Di. 19 Mai 2020 - 12:47

Olaf Latzel ist ein ehrlicher, aufrichtiger, bibeltreuer Christ. Das wird man ja wohl mal noch sagen dürfen. *g*

Roland Fakler (nicht überprüft)

Di. 19 Mai 2020 - 13:42

Auch Gott und Paulus sollten mit auf die Anklagebank, denn auf sie kann er sich berufen:
Solange man sich auf göttlich inspirierte Bibel beruft, kann es keinen Fortschritt geben
3 Mos. 20:13 Wenn jemand beim Knaben schläft wie beim Weibe, die haben einen Gräuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
1 Kor. 6:9 Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasset euch nicht verführen! Weder die Hurer noch die Abgöttischen noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschänder 10 noch die Diebe noch die Geizigen noch die Trunkenbolde noch die Lästerer noch die Räuber werden das Reich Gottes ererben.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mi. 20 Mai 2020 - 11:29

Antwort auf von Roland Fakler (nicht überprüft)

Da dürfte dann die überwiegende Zahl der Priester das Himmelreich Gottes nicht erlangen.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Di. 19 Mai 2020 - 13:44

Irgendwann werden auch die letzten gestrigen aussterben und dann kann man sich einer friedlichen Zukunft widmen, ohne Hetze und Diffamierung Andersdenkender.
Wäre schön, aber leider wachsen immer wieder Dumme Menschen nach, siehe AfD, Reichsbürger, Verschwöhrungsteoretiker u.s.w.

Waldi (nicht überprüft)

So. 24 Mai 2020 - 23:02

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Irgendwann stirbt der eine und der andere, aber das Wort Gottes stirbt nicht!
Nur die Gnade Gottes wird einmal von Erde genommen dann werden keine Pastoren/Prediger mehr sagen können, du musst deine Sünden bekennen. Aber dann wird es schlimm/schrecklich hier auf Erden werden.
Und ich möchte dann nicht dabei sein. Der eine und der andere hat dann zwar Ruhe von diesen Dingen haben aber es wird ein Gericht über die Erde ergehen, dass es noch nie gegeben hat.

Daher hört das Wort Gottes solange es Wirkung hat!

O Land Land Land, höre des HERRN Wort!
Nach Jesaja

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Di. 19 Mai 2020 - 13:52

Zitat: "Die Ablehnung gelebter Homosexualität im Alten wie im Neuen Testament wird mit einer Eindeutigkeit vorgetragen, die eigentlich jede Diskussion darüber überflüssig erscheinen lässt. (…) Über tausende von Jahren wurde die biblische Beurteilung der Homosexualität nicht infrage gestellt, weder vom alttestamentlichen Gottesvolk noch von der neutestamentlichen Gemeinde."

Das genau ist der Grund, warum die veralteten Lebensentwürfe und Gesellschaftsmodelle aus Bibel und Co. aus tiefstem Herzen abgelehnt werden müssen. Eine Ideologie, die den geistigen Nährboden für Ausgrenzung und Diskriminierung bietet - und dies, wie heute noch, unter staatlichem Schutz -, muss entschärft werden.

Verweigert sie diese Entschärfung - wie der aktuelle Fall belegt -, dann muss sie juristisch reglementiert werden. Auf Religionsfreiheit kann sich niemand berufen, der gegen die verfasste Ordnung agitiert. Und wer Gedanken hegt, die Menschen diskriminieren, sollte sich einer Nachschulung in Sachen Menschlichkeit unterziehen...

Kathi (nicht überprüft)

Di. 19 Mai 2020 - 23:17

Warum wird es wieder ein kircheninternes Verfahren geben? Strafrechtlich relevante Dinge, wie Volksverhetzung, Diskriminierung, Hasstiraden gehören ausschließlich vor ein Zivilgericht. Wann hören hier endlich diese Privilegien von geisteskranken religiösen Leuten auf? Auf Volksverhetzung steht Freiheitsstrafe. Warum also setzt man diesen Prediger nicht endlich einmal nach einem ordentlichen Verfahren in den Knast oder besser noch in die Forensik? Und warum tun sich die Andersgeschlechtlichen und die Pro LGBT Organisationen nicht endlich einmal zusammen und erwirken eine Petition gegen solche kranken und gewaltverherrlichenden Gestalten? Homophobe, diskriminierende Äußerungen haben in einer Demokratie in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Das gehört auch nicht zur freien Meinungsäußerung, wie manche vielleicht meinen. Auch nicht, wenn es von "Theologen" geäußert wird. Den Anhängern dieses Predigers kann man nur wünschen, dass der Verstand irgendwann wiederkommt. Eines weiß ich, ohne Religion hätten wir hier einen weitaus friedlicheren Planeten.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mi. 20 Mai 2020 - 11:34

Antwort auf von Kathi (nicht überprüft)

"ohne Religionen hätten wir hier einen weitaus friedlicheren Planeten", das "predige ich seit vielen Jahren, deshalb wird demnächst mein zweites Buch, mit dem Titel "Religionen die Sackgasse der Menschheit erscheinen".

Thomas R. (nicht überprüft)

Mi. 20 Mai 2020 - 08:28

Tja, leider kann man der Stellungnahme der St. Martini-Gemeinde nur zustimmen. Dank der Religionsfreiheit darf jedermann und jedefrau unkorrigierbar auf irrationalen Überzeugungen beharren sowie sein/ihr Verhalten aus ihnen ableiten. Juristen sind schon aus logischen Gründen dazu verurteilt, sich lächerlich zu machen, wenn sie das "regulieren" wollen, denn Religioten bleiben OFFENSICHTLICH im Recht, auch wenn man sie für die Wahrnehmung ihrer ganz speziellen Freiheit punktuell rügt oder gar bestraft. Wer Autofahrern ausdrücklich gestattet, sich mit verbundenen Augen ans Steuer zu setzen, muß halt "Unfälle" in Kauf nehmen - und sich für seine Dummheit wahlweise auslachen oder beschimpfen lassen.

Ex-Fundichrist (nicht überprüft)

Mi. 20 Mai 2020 - 10:03

Danke für den Link zur Online-Petition. Ich habe da so einige bekannte Namen aus meinem früheren Leben gefunden. Die Ansichten von Olaf Latzel sind auch nicht neu. Neu ist nur das Sprechen darüber im Internet.... Als es früher kein Internet gab, also in meiner Kindheit, hat sich noch keiner so richtig darüber aufgeregt. Außer vielleicht ein paar Lehrer in der Schule, die es blöd fanden, ein Kind aus so einer Familie in der Klasse zu haben. Aber dann wurde man eben mal ausgegrenzt, was auch nicht so toll und wenig hilfreich ist, wobei man sich allerdings auch so toll in der Märtyrerrolle fühlen konnte (guck mal, Jesus, was ich für Dich leiden muß). Also ich finde es gut, wenn man heutzutage öffentlich Paroli bietet und den fundichristlichen Leuten so etwas nicht mehr durchgehen läßt. In meiner Kindheit ließ man sie alle noch frei gewähren bis hin zur Mitmischung im Unterricht (ja ja, da wurden von den Eltern noch die im Deutschunterricht zu lesenden Bücher zensiert!).

Andreas Bitzer (nicht überprüft)

Mi. 20 Mai 2020 - 10:39

Ich bin erschüttert, dass die Kirche einen Prediger wie Olaf Latzel absetzen will.
Er ist der beste Pastor, den die Kirche hat.
"Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen! - genau das tut er, nichts anderes.
Hut ab vor Herrn Latzel.
„Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr folgen ...“ (5. Mose 13, 5 - und auf Webseiten der EKD zu finden - ) und Pastor Latzel absägen, das passt nicht zusammen.

Bir Go (nicht überprüft)

Mi. 20 Mai 2020 - 11:15

Leider wieder ein Artikel, der es nicht richtig wieder gibt. Herr Pastor Latzel hat von Sünde gesprochen auf einem Eheseminar.
Wenn man glaubt, gibt es nur einen Gott.
Jesus ist der Weg. Daher kann man nicht alle Relionen vereinen, da nicht alle an Jesus glauben.

Arvid (nicht überprüft)

Do. 21 Mai 2020 - 01:02

Latzel hat Recht. Er lehrt, was die Bibel sagt. Die Predigt von 2015 kenne ich. Latzel bekennt klar die Abgrenzung von Sünde. Nicht aber von Andersdenkenden. Da sagt er explizit, die sollen wir lieben. Muß man mal reinhören.Wer Klar und deutlich das Evangelium predigt, macht sich in einer sekularen Kirche, zumindest unbeliebt. Die Aufgabe der Kirche ist, das Evangelium zu predigen, nicht mit Grünen, Linken und Co geistliche Hurerei zu betreiben. Wenn Leute vom CSD mit Kirchenaustrittsformularen kommen, dann ist das O.K. Eine Kirche, die sich der Welt anpasst und opportun mit der Welt mitgeht, hat ihre Daseinsberechtigung verloren. Da würde ich auch einen Gang zu einem Steuerberater empfehlen. Bei Letzels Predigt wär ich mit dabei. Will ja keiner mehr hören, daß man ohne Jesus verloren geht. Es geht aber um die Ewigkeit. Christus nur als Helfer für das Diesseits ist zu wenig. Das muß man wissen. Es geht um Ewiges Leben und Ewigen Tod. Nichts Anderes bezeugt Latzel. Er steht damit auf biblischem Fundament.

Mark (nicht überprüft)

Do. 21 Mai 2020 - 13:31

Wäre Martin Luther am Leben, würde er auf der Anklagebank sitzen. Im Grunde predigte er nur das, was in der Bibel. Er ist ein echter Christ und kein Wischiwaschi-Christ.

Kathi (nicht überprüft)

Do. 21 Mai 2020 - 15:12

Die Äußerungen einiger Fundamentalisten, die dem Hassprediger zustimmen, zeigen mir erst einmal nur eines:
Von "Nächstenliebe", geschweige denn Ethik haben diese Leute nicht viel verstanden und zeigen einmal mehr, dass Ethik, "Nächstenliebe" im Christentum bei vielen offenbar nur auf dem Papier existieren. Abgesehen davon ist Diskriminierung, Hass und Gewalt ein Verstoss gegen unsere Menschenrechte und auch gegen unsere Demokratie. Mit Religions- und Meinungsfreiheit hat dies auch nichts zu tun. Das Recht des einen begrenzt sich am Recht des anderen. Und wer die Rechte eines anderen verletzt und mit Füßen tritt, dem gehören von unserer Gesellschaft und auch von Seiten unseres Staates Grenzen gesetzt. Dies gebietet schon die Würde und das Recht des einzelnen auf Schutz. Ich persönlich finde es erschreckend, wenn Menschen, ohne Sinn und Verstand, irgendwelchen Obrigkeiten blind folgen und sich dann auch noch auf höhere Mächte berufen.
Menschen, die ihr Verhalten mit " höheren, imaginären Personen" rechtfertigen müssen, lehnen jegliche Eigenverantwortung ab. Wer sagt, dass er einem "Gott" gehorcht, zeigt nur, dass er nicht in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen und ohne Nachzudenken irgendwelchen Obrigkeiten folgt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dies sogar gefährlich werden kann. Es wird Zeit, dass diesen Menschen wieder Eigenverantwortung und kritisches Denken beigebracht wird. Dazu braucht es andere, die sich öffentlich gegen Gewalt aussprechen, Aufklärung betreiben und dies auch begründen. Und ich bin überaus froh, dass es auch noch Menschen in der Politik gibt, die klare Worte finden, wenn es um Hass und Ausgrenzung gegen Andersdenkende gibt. Unser Land ist bunt und sollte es auch bleiben. Die Vielfalt der Menschen und die Toleranz in Bezug auf die Vielfalt führt zum Fortschritt und zum Frieden, denn wir können letzten Endes alle voneinander lernen, wenn wir die nötige Offenheit füreinander haben und jeden Lebensentwurf und Wert schätzen, den einer mitbringt. Enges, ausgrenzendes Denken, moralische Verurteilungen blockieren diese Offenheit und Toleranz und führen nur zu Gewalt und bedeuten Rückschritt. Gewaltprävention bedeutet auch Aufklärung.

Walter Matthias (nicht überprüft)

Do. 21 Mai 2020 - 21:24

Die Form der Aussagen von Herrn Latzel sind auch aus christlicher Sicht nicht zu akzeptieren. Das ist beleidigend und entwürdigend. Mir ein Rätsel, dass ein Pastor so reden kann. Ich frage mich allerdings auch, warum Äußerungen vom Herbst 2019 erst jetzt diskutiert werden.

Wolfgang (nicht überprüft)

Fr. 22 Mai 2020 - 12:52

Wenn Dummheit Schmerzen verursachen würden, müssten alle Christen schreien ...

Sehr geehrter Kommentator. Wegen Ihrer häufig beleidigenden und unsachlichen Kommentare werden Sie für mindestens 3 Monate gesperrt.
Sie haben offenbar den Hinweis nicht verstanden, dass wir in den vergangenen Wochen etwa 90 Prozent Ihrer Kommentare nicht veröffentlicht haben.
Die Redaktion

Quo vadis (nicht überprüft)

Fr. 22 Mai 2020 - 17:23

Hasspredigern müssen Grenzen aufgezeigt werden. Bis zu einem gewissen Grad muss, kann und sollte eine plurale Gesellschaft mit ihnen leben können, sich kritisch auseinandersetzen, klar distanzieren und positionieren.
Das Problem hier ist aber, dass es ja nicht irgendeine kleine aber lautstarke Religioten-Freikirche ist, sondern die Gemeinde Teil der größeren BEK ist. Die sich von ihrem Hassprediger im eigenen Hause nicht so recht trennen mag, sondern im Grunde nur den ihr entstandenen Schaden mit Krokodilstränen beklagt.
Für wen aber die Gleichberechtigung von Mann und Frau konstitutiv ist, wer keinen Hass gepredigt haben will, schon gar nicht in seinem Namen, kann nicht mit einem Latzel unter einer Decke stecken bzw. unter dieser verbleiben. Für solche Heuchelei ist kein Platz mehr!

Artur Eberhard… (nicht überprüft)

So. 24 Mai 2020 - 01:09

Liebe Leser,
Pastor Olaf Latzel ist kein Hassprediger.
Er sagt die Wahrheit wie es in der Bibel steht. Nur keiner will sie hören. Ich stelle mich ganz hinter die Aussagen von Herr Latzel und bestätige, das nach der Bibel, Homosexuell, Sünde ist. Und die Aussagen der Bibel sind wahr und lügen nicht.
Wir beten für Herrn Latzel, das er die Kraft erhält, trotz dieser Anschuldigungen treu zu seinem Herrn zu stehen und die Botschaft in rechter Weise zu verkündigen.
Wer Herrn Latzel dieses Verfahren anhängt, sollte sich schämen.
In eigener Sache:
Ich werde beim Verfassungsgericht in Karlsruhe die Aussetzung der Kirchensteuer für ev. und kath. beantragen.
Ich plädiere dafür das diese Organisationen nur noch über Spenden finanziert werden, wie auch die vielen anderen freien und ev. Gemeinschaften.
Wenn ich die Einschaltquoten sehe hat in dieser Sicht die St. Martini Gemeinde keine Schwierigkeiten.
Die kath. Kirche sollte sich aus dieser Sache heraushalten, da sie durch Fegefeuer und Beichte genug Unheil angerichtet haben. Errettet ist nur der, der sein ganzes Leben Jesus übergeben hat und ihm nachfolgt.
Liebe Grüße
Artur Eberhard Kühnel

Paul München (nicht überprüft)

Mo. 25 Mai 2020 - 21:55

Antwort auf von Artur Eberhard… (nicht überprüft)

Und das Sammeln von Holz am Sabbat ist ebenfalls Sünde - sagt die Bibel - und Autofahren am Sabbat auch (obwohl es damals noch keine Autos gab, jedoch so interpretiert wird). Muß das dann gebeichtet werden?

Achso, ist ja eine andere Religion, also doch keine Sünde. - Obwohl es in der Bibel steht. Schon etwas verwirrend.

Wann meldet sich "Gott" denn mal um unmissverständlich kundzutun, welche Religion die einzig wahre ist? Scheint "ihm" ja ziemlich egal zu sein, welchen Ritus die Gläubigen befolgen.

Warum schlagen sich die Anhänger verschiedener Religionen dann gegenseitig die Köpfe ein? Und "Gott" sieht tatenlos zu. Ist "er" ein Sadist? Oder, was plausibler erscheint, er existiert überhaupt nicht.

Thomas R. (nicht überprüft)

Di. 26 Mai 2020 - 08:25

Antwort auf von Artur Eberhard… (nicht überprüft)

"Ich stelle mich ganz hinter die Aussagen von Herr Latzel und bestätige, das nach der Bibel, Homosexuell, Sünde ist."
-
Wie schön, daß mir - einem ex-religiotischen Hinterlader - schon seit 35 Jahren SCH....EGAL ist, was in diesem abartigen Drecksbuch steht. Der Bibelgott ist DER ULTIMATIVE VERBRECHER und als solcher nicht im Entferntesten dazu berechtigt, irgendwelche Vorschriften zu machen, zu urteilen oder Rechenschaft zu fordern. Zum Glück ist er eh nur eine Wahnvorstellung ignoranter Menschen. Leider richten diese Menschen ungeheure Schäden an, weshalb man sich ihnen und ihrem verabscheuenswerten Treiben mit aller Entschlossenheit in den Weg stellen muß - auch wenn die absurde Gesetzeslage das unnötig erschwert.

Gisa Bodenstein

Die Autorin studierte Kulturgeographie mit den Wahlfächern Politische Wissenschaft, English and American Studies und Physische Geographie in Erlangen. Danach war sie für die Erlanger Nachrichten und die Berliner Morgenpost tätig. Seit 2017 arbeitet sie für den hpd und hat im April 2025 den Posten der Chefredakteurin übernommen.

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