Über das aktuelle Buch von Hamed Abdel-Samad "Mohamed - Eine Abrechnung"

Ja, er darf das!

Hamed Abdel-Samad
Hamed Abdel-Samad

OSNABRÜCK. (hpd/tpe) Der Autor Hamed Abdel-Samad stellt den Propheten Mohammed in seinem neuen Buch als Massenmörder und kranken Tyrannen dar. Die Kontroverse ist vorprogrammiert. Strenggläubige Muslime in Ägypten haben Samad bereits mit einer Fatwa belegt. Der Autor muss um sein Leben fürchten. Das ist ein Skandal. In Europa gilt die Meinungsfreiheit, für Hamed Abdel-Samad wie auch für seine Kritiker.

Wenn der deutsch-ägyptische Publizist Hamed Abdel-Samad ein Buch veröffentlicht, sind ihm die Schlagzeilen in den Online-Zeitungen sicher. Erst letztes Jahr attestierte er den islamischen Glaubensgruppen im Nahen und Mittleren Osten faschistoide Züge. Sein Buch "Der Islamische Faschismus" wurde daraufhin in den Medien und Talkshows kontrovers diskutiert. Jetzt ist Samad zurück mit seinem neusten Werk - eine persönliche Abrechnung mit Mohammed, dem Propheten und Glaubensbegründer des Islam. Die Kontroverse ist vorprogrammiert. Während die einen sich über Samads Tabubrüche empören, laben sich die anderen an seinen Zuspitzungen.

Samad provoziert

"Paranoid", sei Mohammed laut Samad gewesen, ein Mann, dessen Komplexe sich in Sexismus und Menschenverachtung gegenüber seinem Volk äußerten. Die Online-Zeitungen zelebrieren diese Grenzüberschreitungen in ihren Schlagzeilen. Die Welt titelt: "Mohammed war ein Massenmörder und ein kranker Tyrann". Selten liest man solche drastischen Zuspitzungen gegen den Islam und seinen Propheten. Die kritischen Reaktionen folgen auf dem Fuß. Der Publizist Daniel Bax wirft Samad vor, dass er in seiner Darstellung bewusst pauschalisiert und verkürzt. Seine Aussagen würden zudem vom rechten Rand aufgegriffen, um Stimmung gegen den Islam als Ganzes zu machen. Und Bax hat recht: Die Nähe zur Alternative für Deutschland (AfD) wirft wahrlich ein schlechtes Licht auf den umstrittenen Autor. Doch was die Öffentlichkeit viel eher beschäftigen sollte, ist die Reaktion von Teilen der strenggläubigen islamischen Gemeinschaft: Sie rufen zum Mord an Hamed Abdel-Samad auf.

Morddrohungen gegen Schriftsteller

Dafür brauchte es nicht mal die Abrechnung mit dem Propheten. Schon 2013 wurde in Ägypten im Rahmen einer Fatwa - einem islamischen Rechtsgutachten - zum Mord an Samad aufgerufen. Anlass waren seine Thesen über den islamischen Faschismus. Die Politik nimmt die Drohungen ernst. Samads Sicherheit ist seit mehreren Jahren Thema in den höchsten deutschen Regierungskreisen. Was eine Fatwa darüber hinaus für das Leben eines Menschen bedeuten kann, lässt sich am Beispiel von Salman Rushdie nachzeichnen. Im Jahre 1989 verhängte der damalige iranische Staatschef Ruholla Chomeini die Fatwa über den indisch-britischen Schriftsteller. Fast 20 Jahre musste Rushdie wegen seiner Darstellung des Propheten Mohammed in seinem Buch "Die Satanischen Verse" von der Polizei geschützt werden und lebte an geheimgehaltenen Orten.

Die islamische Kränkung

Die Vorabdrucke von "Mohamed – Eine Abrechnung" auf Zeit Online schließen mit der Forderung, dass sich die muslimische Welt von dem krankhaften Verhalten ihres Glaubensführers distanzieren müssten. Dazu zähle auch die Neigung zum Beleidigtsein. Ein Beleidigtsein, welches in der Vergangenheit in Teilen der islamischen Gemeinschaft oftmals zu Gewaltexzessen geführt hat. Die Randale zum Anlass der Mohammed-Karikaturen, die Anschläge auf Charlie Hebdo, die jüngsten Ausschreitungen in Flüchtlingsheimen aufgrund vorangegangener islamkritischer Provokation – diese Phänomene legen zumindest die Vermutung nah, dass die Analysen des umstrittenen Autors keineswegs völlig entrückt von der Realität sind. Die Fatwa ist somit doppelt zu verurteilen: Sie steht nicht nur in Widerspruch zu europäischen Grundwerten, sie bestärkt auch noch die Wahrnehmung des Islams als vermeintliche Gefahr für Europas Wertegemeinschaft.

Die Fatwa ist der eigentliche Skandal

Historiker und Islamwissenschaftler, Imame und Gläubige, sie können "Mohammed - Eine Abrechnung" nach Herzenlust auseinander nehmen. Das sollen sie auch. Die Meinungsfreiheit in Europa muss für alle gelten. Sowohl für Samad als auch für seine Kritiker. Doch wenn es um Leben und Tod geht, muss sich Europa hinter Samad stellen wie es sich hinter die Redaktion von Charlie Hebdo gestellt hat. Eine Morddrohung aufgrund von Religionskritik darf nicht als Bagatelle hingenommen werden. Wenn die Frage also lautet: "Darf der das?", so muss Europas Antwort laut und deutlich sein: "Ja, er darf das!"


Erstveröffentlichung auf treffpunkteuropa.de - Der Artikel wurde unter einer Creative Commons Attribution-NoDerivs 2.0 France Lizenz veröffentlicht.

Kommentare (28)

Jens (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 13:18

"Und Bax hat recht: Die Nähe zur Alternative für Deutschland (AfD) wirft wahrlich ein schlechtes Licht auf den umstrittenen Autor."

Und warum? Die AfD ist eine demokratisch zugelassene Partei. In einer Demokratie sollte es Meinungsfreiheit und Parteienvielfalt geben. Deutschland besteht nicht nur aus links/grünen Menschen auch wenn dieser Fakt vielen nicht gefallen mag!

Was hat die Feststellung das die AfD eine demokratisch zugelassene Partei ist, mit der von ihnen zitierten Aussage zu tun? Darf man die Nähe einer Person zu einer demokratisch zugelassene Parteien nicht schlecht finden? Darf man die Ansichten die innerhalb einer oder durch eine demokratisch zugelassene Parteien vertreten werden nicht schlecht finden? Das sie auf Meinungsfreiheit und Parteienvielfalt verweisen, macht ihre Aussage noch unverständlicher, die von ihnen zitierte Aussage, liegt doch innerhalb der Meinungsfreiheit.

Wen interessiert die Abneigung des Autors gegenüber der AfD? Aufgrund dieser eigenen politischen Einstellung den Autor in ein "schlechtes Licht" zu rücken, entwertet den ansonsten durchaus gelungenen Artikel. Das hat mit seriösem Journalismus leider an dieser Stelle nicht mehr viel zu tun. Die Kernthesen des Buches sind allesamt richtig. Provozierend und polemisierend zwar, aber immer bezogen auf reale Verfehlungen des Islam. Dass sich ein "rechter Rand" bei ihm bedient, kann man Herrn Abdel-Samad nur bedingt anlasten, da er darauf keinen direkten Einfluss hat. Wahrheiten werden eben gerne zur Argumentationsunterfütterung herangezogen. Manchmal eben auch von Leuten, die nicht dem eigenen politischen Lager angehören.

Markus Peter (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 19:06

Antwort auf von Stephan Habel (nicht überprüft)

Mein Kommentar bezieht sich auf den von Jens, in dessen Kommentar geht es gar nicht um die Frage ob der Autor des obigen Artikels seriösem Journalismus abgeliefert hat. In Jens Kommentar wird die dort zitierte Aussage mit Meinungsfreiheit und Parteienvielfalt in Verbindung gebracht, darauf nehmen sie keinerlei Bezug, wieso antworten sie mir denn?

malte (nicht überprüft)

Di. 13 Okt 2015 - 11:21

Antwort auf von Stephan Habel (nicht überprüft)

Was man Abdel-Samad aber durchaus anlasten kann, sind seine fehlenden Berührungsängste gegenüber diesem rechten Rand. Er hat keine Probleme damit, bei AfD- und FPÖ-Veranstaltungen aufzutreten. Das zu kritisieren ist vollkommen gerechtfertigt und auch notwendig.

"Was hat die Feststellung das die AfD eine demokratisch zugelassene Partei ist, mit der von ihnen zitierten Aussage zu tun?"

Nun, das war seine Frage. Warum hat Bax "recht", wenn er sagt, dass eine postulierte Nähe zur AfD Samad in "wahrlich schlechtes Licht" stellt?

"Darf man die Nähe einer Person zu einer demokratisch zugelassene Parteien nicht schlecht finden?"

Gibt es denn überhaupt eine Nähe? Und wenn ja, was hat diese mit dem Thema eines Buches zu tun? Zählt für eine Buchkritik nicht mehr der Buchinhalt sondern die Lieblingsfarbe oder Partei-Vorlieben? Erleben wir morgen Frau Merkel wieder als Feuilleton-Expertin und Buchkritikerin mit den Worten "Das Buch ist nicht hilfreich"?

Die Aufnahme der polemischen Diffamierungsversuche von dhimmi Brax sind in der Tat ein Schwachpunkt dieses Textes.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 13:51

Lieber Martin Samse,
eine sehr treffende Rezension.

Ich hatte mal mit dem Münsteraner Islamprofessor Khorchide über die Existenz Mohammeds diskutiert. Ich fragte direkt, ob der Prophet wirklich gelebt haben muss, um den Koran verstehen zu können. Er meinte, dass Mohammed von den Muslimen so sehr geliebt und verehrt würde, dass für sie der Koran ohne den Propheten nichts wert sei.

Es geht also im Islam nicht so sehr um das geschriebene Wort im Koran, sondern primär um einen Personenkult. Das macht den Islam so schwer reformierbar, weil er immer wieder auf die Sunna und die Hadithe zurückgreift, um das "rechte" Verständnis für Koran und Islam zu entwickeln.

Wer also den Propheten in einen historischen Kontext stellt und als das zeigt, was er war (falls er historisch existiert hat), nämlich ein sehr unangenehmer Zeitgenosse, der mit seinen Mitmenschen nicht wirklich klarkam und sie monotheistisch despotisch behandelte.

Allein die Lektüre des Korans bestätigt dies. Wie soll also eine Reform einer Religion gelingen, wenn so am miesen Charakter ihres Stifters festgehalten wird? Denn meiner Meinung nach wird Mohammed nicht trotz, sondern wegen seiner herrschsüchtigen Art geliebt. So ist er Vorbild für jeden "Kerl", der es allen anderen mal so richtig zeigt, wo es langgeht. Der auch seine Frauen unter Kontrolle hat und sich von niemandem auf der Nase herumtanzen lässt.

Daher wollen Muslime in der Regel ihren Propheten weder in Frage stellen, noch über ihn diskutieren. Er ist die Richtschnur im Leben und falls sich diese in historischen Betrachtungen auflöst oder gar von der westlichen Gesellschaft als nicht mehr zeitgemäß tituliert würde, dann würden viele Muslime das einzige verlieren, was ihnen "Halt" im Leben gibt.

Dies ist ein fataler Halt, der sie zwar hält - aber am Rand der westlichen Gesellschaft, während sie in muslimischen Ländern durch das identische Verhalten genau im anerkannten Zentrum stehen. Das ist der Spagat, den viele Muslime nicht aushalten und da wird lieber auf sachkundige Kritiker wie Hamed geschimpft (ist ja okay), aber (hoffentlich nie wirklich) auch geschossen, als sich mit der angebeteten Lichtgestalt auseinanderzusetzen.

Leider werden die "Details" in TV-Diskussionen regelmäßig ausgeblendet, weil davon angeblich niemand eine Ahnung hat. So bleibt die öffentliche Diskussion an der Oberfläche und es dringt (offenbar) nicht bis zu maßgeblichen Politikern durch, welch fatalem Ideal Muslime nachlaufen. Nur so lässt sich die Schwierigkeit bei der Anpassung des Islam an die Moderne erklären.

Little Louis (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 15:11

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

@ B. K. am 12.10. um 13:51 Zu:
Zitat: "Leider werden die "Details" in TV-Diskussionen regelmäßig ausgeblendet, weil davon angeblich niemand eine Ahnung hat. So bleibt die öffentliche Diskussion an der Oberfläche und es dringt (offenbar) nicht bis zu maßgeblichen Politikern durch, welch fatalem Ideal Muslime nachlaufen. Nur so lässt sich die Schwierigkeit bei der Anpassung des Islam an die Moderne erklären. (Zitatende)

Ich fürchte Sie tragen hier eine etwas zu naive Einschätzung von Politikern und eines diese hofierenden des Medienbetriebs vor. Meine Lebenserfahrung macht mich da vorsichtiger.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 22:50

Antwort auf von Little Louis (nicht überprüft)

Inwiefern ist meine Einschätzung naiv? Ich fürchte, sie ist realistisch. Ich selbst habe sehr lange für Medien gearbeitet, überwiegend das Fernsehen, und ich weiß, dass es dort andere Kriterien zur Programmgestaltung gibt, als schonungslose Aufklärung. Wobei es sicher viele Politiker und auch Medienschaffende gibt, die mehr und mehr informiert sind. Doch wo ist der Mutige, sich damit nach draußen zu wagen?

Meiner Einschätzung nach kann es einen tiefgreifenden Wandel - nicht zuletzt zugunsten der Muslime selbst - nur geben, wenn die Probleme auf den Tisch kommen und jeder, der mit Drohgebärden die Diskussion abwürgen will, in die Schranken verwiesen wird - in die Schranken eines freiheitlichen Rechtsstaates.

Nur so wird der rechte Rand der Gesellschaft keine Angriffsflächen haben für dumme Parolen.

Little Louis (nicht überprüft)

Di. 13 Okt 2015 - 12:42

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

@ B.K. am 12.10. um 22:50
Danke für die klarstellende Antwort. Vollkommene Zustimmung.
Was die Medien anbetrifft, bleibe ich aber skeptisch. Bei meiner Heimatzeitung z. B ist es so, das ein Teil meiner (online-) Blogkommentare mit dem Button "gelöscht" versehen und nicht gepostet wird, und das ohne irgendwelchen Kommentar. Ich halte mich nicht für einen wilden Polemiker, aber bei manchen Zeitungsartikeln bleibt mir nur die scharfe Ironie, weil längere argumentative Beiträge auch nicht zugelassen werden. (Vermutlich, weil sie für die "Linie" der Zeitung zu kritisch sind.) Weiche ich dann auf kurz- zugespitzte Ironie aus, fällt das unter das Ironieverbot der "Nettikette"
Und wieder: "Beitrag gelöscht"
Auf eine Beschwerdemail mit Hinweis auf mein jahrzehntelanges Abo kam bisher keine Reaktion. Ich will mich als relativ kleines Licht nicht aufspielen, habe aber Hinweise,dass ich nicht der einzige Betroffene bin.
Beim online- Auftritt der Zeitung fällt auch sofort ins Auge, dass bei eventuell strittigen Beiträgen die Kommentarfunktion "abgeschaltet" ist oder solche Beitäge gleich garnicht online gestellt werden, sondern nur in der Printausgabe erscheinen. Deren Leserbriefredaktion verfährt aber vermutlich ebenso. Die sind nunmal keine V- Theorien, sondern leider sehr reale Erfahrungen. Ich wünschte ja, es wäre anders.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mi. 14 Okt 2015 - 11:22

Antwort auf von Little Louis (nicht überprüft)

Ich wurde mal vor zwei Jahren bei ZEIT-online gesperrt, weil sich offenbar ein Leser an meiner "frechen" Behauptung gestört hat, Abraham hätte historisch nie gelebt. Das könnte die religiösen Gefühle der gläubigen Leser verletzen. Dass der Geisterunsinn der Gläubigen meine humanistischen Gefühle verletzt, ist der Redaktion egal.

Ich habe dann mit der Reaktion korrespondiert und so sehr man augenzwinkernd meine Grundposition (Abraham hat nie gelebt) teilte, wollte man damals im Sinne der Gläubigen die Blogs gestalten.

Ich habe mich dann noch mal mit der Chefredaktion ausgetauscht und so wurde ich wieder freigeschaltet. Seither beobachte ich einen wachsenden Spielraum für Religionskritik, d.h. die religiösen Gefühle treten mehr und mehr in den Hintergrund.

Ich beobachte also einen Wandel, bei dem nicht mehr allein die lange Tradition bestimmter Ansichten als ausreichender Grund für deren Schutz angesehen wird. Religion, obwohl seit ca. 200 Jahren sachlich widerlegt, scheint nun auch aus unserem schützenswerten Lebensmittelpunkt zu verschwinden.

Und den Medien folgen die Politiker, die ja auch immer eine "gute Presse" haben wollen. Deshalb ist es wichtig, die Zeitungsblogs mit Aufklärung zu bombardieren, nachzuhaken, dranzubleiben. Eine Rückkehr in die Zeiten bedingungslosen Respekts für Geisterglauben ist keine Option!

@ bernd K. ,heute um 11:22
Ihr Wort in Gottes Ohr! Es scheint aber neben der institutionalisierten oder sonstigen Religion leider auch noch weitere echte Tabuzonen zu geben. Ihre Kritik sollten Sie deswegen vielleicht nicht auf das Säkularismusproblem begrenzen, denn auch Politik (und veventuell sogar"die Wissenschaft) kann, zumindest zeitweise religionsähnlich- ideologische Formen annehmen.
Gehört zwar nicht unbedingt hierher, aber ich -

-werde eventuell heute mal versuchen, einen Kommentar zu einem Artikel meinerTageszeizung zu posten (vorausgesetzt, er wurde übehaupt onlione
gestellt).
Thema: Ein ein mehrfach als "Gemeinde" betitelter muslimischer "Verein zur Förderung der Integration und Bildung" plant Umzug in ein größeres Gebäude in unmittelbare Nachbarschaft einer Bildungseinrichtung mit Bistro, Laden, Gebetsräumen und Räumen für Nachhilfe und Gebetsunterricht.
(dies"... vor allem für muslimische Kinder und Jugendliche") Die Nähe zur Schule sei den Gemeindemitgliedern wichtig, denn sie wollten sich nicht verstecken und seien integriert. Zudem seien Arabischunterricht, Lesen im Koran sowie " Unterricht in den Wervorstellungen des Islam" vorgesehen. Mitmachen könnten aber auch Kinder anderer Religionszugehörigkeit. Kinder und Jugendliche könnten auch übernachten, da auf diese Weise ".. mehr und intensiver mit den Kindern gearbeitet werden.." könne. Der benachbarte Schulleiter bezeichnete die Nachricht als "nicht von vornherein besorgniserregend" der Elternvertreter reagiert "recht gelassen" und hofft auf weitere Informationen.Die Gemeinde habe kein Problem, denn sie "wolle(n) nicht, dass Vorurteile entstehen. Und wer Fragen habe, könne jederzeit vorbeischauen.

Das erinnert mich doch etwas an die Anwerbemethoden einer anderen, esoterischen und sich auf miserable science- fiction berufende "Religion".

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mi. 14 Okt 2015 - 13:43

Antwort auf von Little Louis (nicht überprüft)

Solange der Staat nicht regulierend einschreitet, um Kinder vor frühkindlicher Indoktrination zu schützen, ist das Ansinnen dieses Vereins durchaus rechtens. Zunächst sollte man wirklich differenzieren: WER betreibt diesen Verein mit welchen Zielen? Vor allem: Wer finanziert ihn? Die Türkei oder Saudi-Arabien?

Ich mache mal zwei krasse Gegenpositionen:

Im einen Fall lesen die Kinder im Koran und werden auf die vielen hundert wirklich menschenverachtenden Stellen HINGEWIESEN, mit der Kommentierung, dass dies - ähnlich wie im Alten Testament - Unarten einer anderen Zeit und Weltgegend sind, die heute nicht mehr beachtet werden dürfen.

Im zweiten Fall werden die gleichen Textstellen gelesen, aber mit der Information verknüpft, dass dies der unabänderliche Wille unseres Sklavenherrn Allah sei. Dies muss nicht einmal mit der Aufforderung zur Nachahmung geschehen, allein die völlig unbegründete Überlegenheitsattitüde sogenannten Kuffar gegenüber reicht, um Kinder an gelungener Integration zu hindern.

Die Wahrheit in dem von Ihnen geschilderten Fall wird vermutlich irgendwo in der Mitte liegen. Also: Gehen Sie hin und sprechen mit den Leuten, welche Einstellung sie zu ihrer Religion und zur Demokratie haben. Weisen Sie aktiv daraufhin, dass Sie ein Zentrum, in dem Kinder auf die Gefährlichkeit des Islams hingewiesen werden und darauf, dass niemand alles im Koran wörtlich nehmen darf, sehr begrüßen würden. Die Reaktion kann interessant sein.

Was definitiv falsch ist: Ständig alles Muslimische aus der eigenen Umgebung vertreiben zu wollen. Dies führt totsicher zu Trotzreaktionen - Jetzt erst recht! Wenn allerdings erkennbar ist - durch eigene Anschauung -, dass dort Kinder gehirngewaschen werden sollen, dann ist Widerstand angebracht. Aber noch immer mit zivilen Mitteln.

Diese sind leider begrenzt, weil viele Politiker ihre Hände schützend über alles, wo Religion draufsteht, halten. Dies wegen unseres GG, aber auch aus Angst vor öffentlicher Schelte (= Verlust der Wählergunst). Das Beschneidungserlaubnisgesetz §1631d ist das beste Beispiel. Obwohl hier nicht eine Sekunde ernsthaft diskutiert werden kann, dass es sich um eine GG-widrige Körperverletzung ohne medizinische Indikation handelt, wurde im Sinne des Geisterglaubens entschieden. Oder jetzt aktuell die Sterbehilfe-Debatte. Auch hier folgt die regierende Politik nicht der
Vernunft, sondern religiösen Moralvorstellungen aus der Bronzezeit.

Hier müssen wir ansetzen - und hier setzen wir an -, um mittelfristig alle Handlungen religiöser Gruppierungen auf den Prüfstand der Logik und der Menschlichkeit zu stellen. Dazu muss der bedingungslose Respekt in die Mottenkiste und die entsprechenden Vereine müssten so geprüft werden, wie jeder x-beliebige andere Verein auch. Würde man einem Briefmarkenverein gestatten, den Kinder ihrer Mitglieder die Zungen zu kürzen, damit sie Briefmarken vollflächiger anlecken können? Wohl kaum! Aber warum sollen religiöse Vereine die Penisse der Kinder ihrer Mitglieder kürzen dürfen, damit sie ... ja, was eigentlich? ... damit sie einem erfundenen Geist im Weltraum reiner erschienen? Da finde ich, dass die Leute des Briefmarkenvereins die besseren Argumente haben. Trotzdem gehört dies alles verboten.

Darunter fiele auch, ob es aus psychologischer Sicht klug ist, Kinder mit Lügenmärchen einer finsteren Vergangenheit, in der Menschenleben einen Dreck wert waren, zu konfrontieren, ja, diese sogar als vorbildlich hinzustellen. Ob dies zum Beispiel hülfe, die soziale Kompetenz von Kindern zu stärken und auszubauen. Auch die Geschlechterrolle, sowie die Eigenverantwortlichkeit von Kindern muss gestärkt werden. Hilft dabei die Art, wie der von Ihnen genannte Verein den Islam vermittelt?

Wie gesagt: Zuerst müssen unsere Politiker begreifen, dass wir die Gesellschaft modernisieren müssen, um mit einer friedlichen Globalisierung voranzukommen. Erst dann, wenn dies in Gesetze gegossen ist, kann man mit klaren Forderungen an Moscheegemeinden oder derartige Vereine herantreten.

Little Louis (nicht überprüft)

Do. 15 Okt 2015 - 15:31

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

@ bernd Kammermeier am 14.10. um 13:43
Aber- aber Herr Kammermeier,
als Jungpensionist kenn ich den Stand der säkularen Diskussionen in allen ihren Schattierungen schon seit längerer Zeit. Und ich bin Zivilist,denn meine Wehrdienstzeit liegt schon laaaaaange zurück.
Eigentlich ging es mir auch mehr um das garade jetzt wieder allenthalben diskutierte leidige Problem der öffentlichen Meinungsfreiheit.
Mit den Leuten Reden ist ja gut und schön. Da ich aber nicht mein Landtags- oder Bundestagsabgeordneter bin, werden die mich - insbesondere als Säkularist geoutet- schön anlächeln und zum Tee einladen.Zum Abschied weden sie mir versichern, alle meine Bedenken seien unbegründet den der Prophet sei für Frieden und hätte nichts gegen unsere Grundwerte. Und deswegen helfen nur "öffentliche" Diskussionen.
Nun wurde mein Kommentar beim online- Artikel leider gesperrt. Ohne Kommentar und warum auch immer.

( Ich füge ihn hiermal an. Die Administration möge selbst entscheiden, ob er es wert ist- hier zu erscheinen. Im negativen Fall wäre ich keinesfalls beleidigt. Ganz, ganz ehrlich! ;-)

Kommentar eines Lesers zu einem Zeitungsartikel:

Meiner Meinung nach ist dieser "Verein" keine "Gemeinde" von irgendwas, wie im Beitrag immer wieder explizit formuliert, sondern eben ein Verein wie jeder andere.
Da er allerdigs einem "Verband der Islamischen Kulturzentren" angehören soll, der sich noch nichtmal "verstecken" will (warum eigentlich sollte er?), ergeben sich doch einige Fragen. Weil man sich nicht verstecken wolle, habe man einezentrale Lage gesucht?
Ja aber warum nur will man sich neben der Schule exponieren? Sollte es vielleicht so sein, dass der Verein gar kein normaler Verein ist, sondern in Wahrheit ein Missionsverein? Und das zwar vor allem für Kinder muslimischer Eltern - aber wenn es denn geht auch für alle anderen Jugendlichen? Denn " (Zitat:)... mitmachen könnten aber auch Kinder anderer Religionszugehörigkeit".(Zit.-Ende).
Klar, dass bei Übernachtugen" intensiver mit Kindern gearbeitet werden kann."
Ganz im Gegensatz zu Schulleitung und Eltenrvertretung könnte ein kritischer Betrachter die Vorgänge doch als - von vorn herein - "ganz und gar besorgniserregend" betrachten.
Und zwar gerade dann, wenn er möchte, dass den (durch den Artikel erzeugten ?) Meinungen doch noch tiefere Einsichten folgen sollten.
(Ende des Kommentars)

@Little Louis
Für mich hört sich das, was Sie von dieser "Gemeinde" schreiben, verdächtig nach der Gülen-Bewegung an, siehe z.B. Wikipedia. Ich habe mal eine Dokumentation über sie gesehen, und es war erschreckend. Betroffene Jugendliche berichteten, was sie erlebt haben, und das waren die bekannten Psychomethoden von Sekten. Sicher ware das Extremfälle, aber mir schwant nichts Gutes.
Vielleicht finden Sie die Dokumentation irgendwo in einer Mediathek, ich kann sie nur wärmstens empfehlen. Besonders gegen Ende sehr entlarvend. Gülen residiert übrigens in den USA, weil er mal aus der Türkei flüchten musste.

Little Louis (nicht überprüft)

So. 18 Okt 2015 - 14:35

Antwort auf von Siegbert (nicht überprüft)

@ siegbert am 17.10 um 19:51
Danke für den Hinweis. Hab auch schon mal davon gehört. Man wird sehen.

little Louis (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 15:00

Zur Einschätzung H.A Samads durch Martin Samse:

Die Skandalträchtigkeit einer Fatwa steht für sekuläre Humanisten aller Schattierungen außer Frage.
Leider Fallen Sie aus Angst, Beifall von der falschen Seite zu bekommen, Hamad Abdel Samad selbst teilweise in den Rücken. Wie es scheint verfahren Sie wie der "Biograf der Kanzlerin in der letzten Sonntags-Talkshow, der einem Kontrahenten, der ihm in einem Punkt zustimmte
entgegenrief: "... aber von Ihnen möchte ich nicht zitiert werden."

Die Kernfrage ist:
Weshalb relativiert für Sie die angebliche oder tatsächliche Nähe eines Autors die Stringenz oder logische Gültigkeit seiner Thesen oder Theorien?

Bevor Sie mich in irgendeiner anrüchigen oder für Humanisten mit Halbtabu belegten Ecke verorten, "bekenne" ich, dass ich mich für einen humanistischen kritisch-rational- linken Brutalkapitalismuskritiker halte.

Anbei noch ein paar Tipps von einem "alten Weisen" (aus der New York Times von 1951):

Die 10 Gebote des Liberalismus

1. Fühle dich keiner Sache völlig gewiss.

2. Trachte nicht danach, Fakten zu verheimlichen,
denn eines Tages kommen die Fakten bestimmt ans Licht

3. Versuche niemals, jemanden am selbständigen Denken zu hindern;
es könnte dir gelingen.

4. Wenn dir jemand widerspricht, und sei es dein Ehegatte oder dein Kind, bemühe dich, ihm mit Argumenten zu begegnen und nicht mit der Autorität, denn ein Sieg der Autorität ist unrealistisch und illusionär.

5. Habe keinen Respekt vor der Autorität anderer,
denn es gibt in jedem Fall auch Autoritäten, die gegenteiliger Ansichten sind.

6. Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich.

7. Fürchte dich nicht davor, exzentrische Meinungen zu vertreten;
jede heutige Meinung war einmal exzentrisch.

8. Freue dich mehr über intelligenten Widerspruch als über passive Zustimmung;
denn wenn die Intelligenz so viel wert ist, wie sie dir wert sein sollte, dann liegt im Widerspruch eine tiefere Zustimmung.

9. Halte dich an die Wahrheit auch dann, wenn sie nicht ins Konzept passt;
denn es passt noch viel weniger ins Konzept, wenn du versuchst, sie zu verbergen.

10. Neide nicht denen das Glück, die in einem Narrenparadies leben;
denn nur ein Narr kann das für ein Glück halten.

(Bertrand Russell)

Jann Wübbenhorst (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 16:16

"Nähe zur AfD": Ob Hamed Abdel-Samad wirklich der AfD nahesteht, wage ich zu beweifeln. Wenn man sein Buch "Abschied vom Himmel" gelesen hat und einige der besseren (nämlich nicht auf Provokation zielenden) Interviews mit ihm kennt, dann drängt sich eher der Eindruck auf, dass Abdel-Samad abgesehen von der sehr kritischen Haltung zum Islam mit Leuten wie Frauke Petry oder Alexander Gauland sehr wenig verbindet. Dass er sich so bereitwillig zu AfD-Veranstaltungen einladen lässt, macht ihn natürlich für seine Kritiker leichter angreifbar. Für die Relevanz der vorgebrachten Argumente spielt es zwar objektiv keine Rolle, ob diese Argumente auch auf AfD-Veranstaltungen beklatscht werden. Aber es erleichtert es, den Autor in eine "Schmuddeelecke" zu stellen.
Dabei sind die wesentlichen Argumente, die Abdel-Samad in seinem Mohamed-Buch bringt, ja nichts Neues. Dass der Prophet (wenn man der "offiziellen"Biographie" folgt), ein Kriegsverbrecher war, der Gefangene köpfen ließ, Gegner ermorden ließ, Gotteslästerung und Apostasie todeswürdig fand, zum Krieg gegen die "Ungläubigen" aufrief, besiegte Völker versklavte und außerdem die Ehe mit einer 9-Jährigen "vollzog", ist für jeden, der es wissen will, leicht nachprüfbar und wird natürlich auch in anderen Mohamed-Biographien (von Islamwissenschaftlern wie z.B. Tilman Nagel und Hans Jansen) thematisiert, ohne dass dies in den Medien irgendeinen Aufruhr verursacht.
Wo Abdel-Samad sich daran macht, den Charakter und die Handlungsweise Mohameds psychologisch zu deuten, begibt er sich m.E. mit seinen Spekulationen auf zu dünnes Eis. Für die von ihm gezogene Folgerung aber, dass nämlich die Muslime sich von ihrem Propheten "emanzipieren" müssten, dass Mohamed nicht mehr als unantastbar gelten dürfe, sind diese etwas fragwürdigen psychologischen Erklärungsversuche kaum relevant.
Dem Autor Martin Samse ist jedenfalls in seiner Hauptaussage voll zuzustimmen: Nicht das, was Hamed Abdel-Samad in seinem neuen Buch schreibt, ist der Skandal, sondern, dass er dafür um sein Leben fürchten muss!

David (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 17:40

"Selten liest man solche drastischen Zuspitzungen gegen den Islam und seinen Propheten. "

Ja merkwürdig, nicht wahr? Woran das wohl liegen mag? Vielleicht daran, dass man bei diesem Thema auch bei uns in Europa inzwischen um sein Leben fürchten muss?

Wir rühmen uns gerne einer freien Presse. Ist sie das? Berichten die Medien wirklich völlig frei über den Islam?

Der Fall Rushdi, die Vorfälle von Jyllands-Posten und Charlie Hebdo zeigen uns nur allzu deutlich, dass sich Teile der nicht-muslimischen Medienvertreter bereits der Logik der islamischen Fundantalisten ergeben haben, bewusst oder unbewusst - wie der von Ihnen so fröhlich erwähnte Dhimmi Herr Bax.

Zu Ihrem Schlussatz ist nur eines hinzuzufügen: "Ja, SELBSTVERSTÄNDLICH darf er das! Was ist das überhaupt für eine obszöne Frage?"

little Louis (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 21:35

Antwort auf von David (nicht überprüft)

@ david am12.10. um17:40
Richtig. Es gilt dann aber auch das Folgende: Wenn wir jeder Äußerung, die vermutetet oder tatsächlich von "Rechts" kommt selbst dann von vornherein als obszön- unzulässsig marginalisieren,
müssen wir uns nicht wundern, wenn von dort der Ruf "Lügenpresse" erschallt. Denn dann kann ein solcher Anwurf eventuell sogar mal berechtigt sein. Intellektuelle Redlichkeit gilt auch in Bezug zum politischen Gegner.
Oder liege ich da falsch?

David (nicht überprüft)

Di. 13 Okt 2015 - 20:29

Antwort auf von little Louis (nicht überprüft)

Die Frage ist deshalb obszön, weil sie einen elementaren Grundpfeiler unserer Gesellschaft so fröhlich unbedarft in Frage stellt. Dabei ist es fūr mich egal, ob sie aus der linken, der rechten Ecke, von Christen, Muslimen oder Atheisten, von Schwarz oder Weiß stammt.

Die Frage ist nahe dran an der so schamlos-verharmlosenden Aussage zu den Charlie Hebdo killings: " ja schlimme Sache, aber..."

valtental (nicht überprüft)

Mo. 12 Okt 2015 - 23:36

"Und Bax hat [nicht] recht." Denn Bax ist der typisch Linke, der alles nur danach bewertet, ob Rechte evtl. Beifall klatschen könnten. Herr Bax wird mit seiner Logik wahrscheinlich auch in kein Fußballstadion gehen, weil er dort evtl. in die Verlegenheit kommen würde, mit Hooligans im Takt klatschen zu müssen. Das Forum zu seinem Verriss-Artikel auf SPON wurde bereits nach drei Stunden wegen fast ausnahmslos Bax-kritischer (aber sachlicher) Kommentare geschlossen und - gelöscht!! Bis heute ist es für Leser nicht mehr auffindbar. Soviel nebenbei zum Thema Diskussionskultur sog. seriöser, linksliberaler Medien...

Man kann Abdel-Samad bzgl. Ursachenforschung gewiss einen Hang zu vereinfachendem Psychologisieren attestieren, aber eigentlich auch wieder nicht. Er macht ja nichts anderes als ein Charakterbild Mohameds aus den Schriften der Muslime nachzuzeichnen, die sich ja bei ihrem Islamverständnis auch nicht um historische Belegbarkeit oder vorislamische Kulturentwicklungen scheren. Abdel-Samad nimmt einfach das, was jeder Muslim in der Hand hält, und zeigt, was herauskommt, wenn man es kritisch statt gläubig interpretiert.

Das Verheerende ist, dass Leute wie Bax Islamkritiker die selbst Muslime sind nicht nur nicht ernst nehmen, sondern sogar als rechte Wasserträger denunzieren. Selbst das liberale Muslimische Forum Deutschland um Korchide u.a. attestiert in ihren aktuellen 17 Thesen den dt. Behörden eine falsch verstandene Toleranz im Umgang mit islamisch motivierter Gesetzesverweigerung. Die Ursache dafür ist aber schlicht die Überzahl christlicher Politiker in den Parlamenten, die lieber dem Islam Narrenfreiheit gewähren, als dass Religionen durch eine konsequente Säkularisierung generell an Einfluss verlieren.

@ valtental am12. um 23:26
"... Denn Bax ist der typisch Linke...."
Das ist eine Typisch rein pölemische Pauschalisierung, da die generalisierung durch nichts bgründet wird.
Beim Rest des Textes neige ich zur Zustimmung - falls eventuelle Spekulationen wahr sein sollten.

Picweller (nicht überprüft)

Mi. 14 Okt 2015 - 19:38

Er darf es nicht nur. Ich bin dankbar für die Biografie und die säkularkritische Sicht. Ein Stück Auklärung! Die Nähe des Verfassers zu irgendwelchen Parteien und der Zeitpunkt tun nichts zur Sache. Eine Diskussion darüber lenkt bloß vom Problem ab.

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