Medizin

Impfung

Wie die US-Impfpolitik die CDC entkernt – und warum das Europa betrifft

Man hört hierzulande gelegentlich von "neuen Impfempfehlungen" in den USA oder von politischen Debatten um den Impfkalender. Was dabei kaum vermittelt wird: Die amerikanische Impfpolitik erlebt derzeit eine der stärksten institutionellen Erschütterungen der letzten Jahrzehnte. Die CDC – lange Zeit globale Referenz für immunologische und epidemiologische Standards – wurde politisch unter Druck gesetzt, Empfehlungen aufzuheben, und steht nun im Zentrum eines juristischen und politischen Machtkampfes. Die Folgen reichen weit über die USA hinaus.

Im Gesundheitsausschuss

Versorgungssicherheit bei Schwangerschaftsabbrüchen – was tun?

Wird der Staat seinem Versorgungsauftrag mit Blick auf gesetzeskonforme Schwangerschaftsabbrüche gerecht? Wird die Lage noch dadurch verschärft, dass sich Kliniken in gemischt-konfessioneller oder katholischer Trägerschaft weigern, nicht einmal medizinisch indizierte Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen? Das war Thema bei einer Expertenanhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags.

Trägt Stress zum Long-Covid-Risiko bei?

Eine Forschungsgruppe der Medizinischen Universität Graz fand Hinweise darauf, dass chronischer Stress und Sorgen in der Zeit vor einer Corona-Erkrankung die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Long Covid zu entwickeln – ein Puzzlestein von vielen in einem multifaktoriellen Geschehen.

Blick von der Bühne auf die Demonstranten

Ein vergifteter Sieg

Chefarzt Joachim Volz darf nach dem Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm als Kassenarzt wohl wieder medizinisch indizierte Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Das grundlegende Problem ist dadurch aber nicht gelöst, denn religiöse Dogmen bestimmen weiterhin die medizinische Praxis. 

Evolution statt Revolution

Der Beschluss der Grünen, homöopathische Leistungen künftig nicht mehr zu erstatten, markiert eine bemerkenswerte Zäsur: Eine Partei verabschiedet sich von einem ihrer frühen ideologischen Erkennungsmerkmale – und nähert sich konsequent der wissenschaftlichen Evidenz. Doch jenseits parteipolitischer Symbolik berührt die Entscheidung eine größere Frage: Welche Verantwortung trägt der Staat, wenn er durch Anerkennung oder Duldung pseudowissenschaftlicher Verfahren die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaft prägt?

DGHS-Pressekonferenz

Die humanitäre Katastrophe vor unserer Haustür

Vergangenen Donnerstag machten die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) und der Betroffenenverein PIEr Schleswig-Holstein e.V. auf ein bisher öffentlich kaum wahrgenommenes Problem aufmerksam: In der jüngsten Zeit häufen sich Anfragen von jungen Menschen oder von deren Eltern auf einen begleiteten Suizid. Diese Menschen stellen nach Jahren des Leidens an der Krankheit ME/CFS entsprechende Anträge, weil sie keinen anderen Ausweg als die Suizidhilfe sehen, um ihr Leiden zu beenden.