Wegen einer gottverneinenden Postkarte ins Gefängnis? Ein Anwalt hat es in Irland ausprobiert, um Werbung für das Referendum gegen das Blasphemiegesetz zu machen. Spoiler: Er ist noch auf freiem Fuß.
Laut Bericht der niederländischen Tageszeitung NRC Handelsblad war in den letzten Jahrzehnten in den Niederlanden über die Hälfte der katholischen Bischöfe und Kardinäle an der Vertuschung von Missbrauchsfällen beteiligt.
Nach Überprüfung durch die Behörden wurde im ostindischen Bundesstaat Jharkhand sieben katholischen Kinderheimen der von Mutter Teresa gegründeten Missionarinnen der Nächstenliebe die Lizenz entzogen. Bereits im Juni dieses Jahres hatten Verhaftungen wegen des Verdachts auf Kindesverkauf in den Einrichtungen der Ordensschwestern für Aufsehen gesorgt.
Willy Toledo ist nicht nur Schauspieler und Theater-Regisseur, sondern auch Atheist – und er macht im noch immer katholisch geprägten Spanien keinen Hehl daraus. In einem Facebook-Eintrag hatte Toledo erklärt, dass er auf Gott und das Dogma von der Heiligkeit und Jungfräulichkeit Marias scheiße. Hierfür wurde er von einer Vereinigung christlicher Anwälte wegen der Verletzung religiöser Gefühle angezeigt.
Kazem Moussavi, Sprecher der Green Party of Iran und einer der prominentesten Kritiker des iranischen Mullah-Regimes in Deutschland, berichtet seit vielen Jahren über Verbindungen der Islamischen Republik zu Akteuren aus der deutschen Wirtschaft und Politik. Nun wurde er wegen seiner Berichterstattung über Aktivitäten des deutsch-iranischen Wirtschaftslobbyisten Dawood Nazirizadeh verklagt. In einem Offenen Brief wendet er sich an Politik und Medien, um über die Hintergründe zu informieren.
Zahlreiche Wunderheiler, Propheten und Scharlatane jeglicher Richtung versuchen mit angeblichen Heilungen von schweren und tödlichen Krankheiten Kasse zu machen. Nicht selten kommt es dabei zu Todesfällen, weil behandelbare Krankheiten nicht adäquat versorgt werden. In Zimbabwe bekam ein vermeintlicher Prophet, der mit dem Bild eines Kindes bei Facebook für seine Heilkräfte warb, Gegenwind von Aktivist*innen.
Im Jahre 2006 wurde unter der christlich-konservativen Regierung der Partido Popular (PP) für ganz Spanien ein neues Bildungsgesetz erlassen. Dieses umfasst eine Regelung zum Religionsunterricht. Der katholische Religionsunterricht soll von den Bildungseinrichtungen obligatorisch angeboten werden, von den Schülerinnen und Schülern aber optional belegt werden können. Um anderen Religionen Rechnung zu tragen, sollten auch diese angeboten werden können.
Was sich für Mitteleuropäer wie ein schlechter Witz anhört, ist in den USA Routine: In 19 US-Bundesstaaten ist die Prügelstrafe in Schulen noch erlaubt. Nun bittet eine Schule in Georgia die Eltern um Erlaubnis, ihre Kinder "züchtigen" zu dürfen.
Seit April 2018 beherrschen die Proteste gegen die Regierung unter Daniel Ortega die Schlagzeilen über Nicaragua. Im Zuge der Proteste soll von der Regierung ausgehende Gewalt für hunderte Tote, Folter, Entführung und Repression verantwortlich sein.
Auch in der katholischen Kirche in Paraguay gibt es mindestens einen Fall von Missbrauch eines Minderjährigen. Ein Geistlicher wurde des Missbrauchs eines minderjährigen Jungen überführt und erhielt ein mildes Urteil. Mit Erstaunen und Entsetzen reagierten die Menschen auf die Gerichtsentscheidung, nach der der Pfarrer für sein Verbrechen nur zwei Jahre Haft erhielt, die er mit einer Zahlung von fünf Millionen Guaraníes (etwa 750 Euro) an ein Krankenhaus und einigen Auflagen sogar umgehen kann.