Internationales

Rückschläge für den Einsatz gegen Genitalverstümmelung und Kinderehen

Für das Jahr 2030 hatten die Vereinten Nationen ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung vorausgesehen. Kampagnen in 17 afrikanischen und nahöstlichen Ländern sollten für ein Ende der grausamen Tradition sorgen. Die Covid-19-Pandemie sowie schwere Dürren haben dem nun dramatische Rückschläge beschert. Die Zahl der Genitalverstümmelungen sowie der Verheiratungen Minderjähriger hat in den letzten Monaten wieder zugenommen.

Supreme Court entscheidet: Wir wollen die Welt brennen sehen

Der Supreme Court of the United States (SCOTUS) hat in einer 6-3 Entscheidung festgelegt, dass die Environmental Protection Agency (EPA) nicht die Befugnis hat, Emissionsobergrenzen für Bundesstaaten durchzusetzen. Die Richter*innen geben damit einer Klage von 20 republikanischen Bundesstaaten statt, die sich partout weigern, nicht-fossile Quellen zur Stromerzeugung zu nutzen. Ein Kommentar.

Kirche in Luxemburg-Stadt

Luxemburger räumen der Religion einen immer geringeren Stellenwert ein

Eine Umfrage im Großherzogtum Luxemburg ergab, dass sich mehr als die Hälfte aller Luxemburger als nicht religiös ansieht. Nur ein Viertel der Bevölkerung hält Religion überhaupt noch für wichtig. Die Allianz der Luxemburger Atheisten und Agnostiker (AHA), welche die Umfrage in Auftrag gegeben hat, sieht daher nun Handlungsbedarf, die staatliche Finanzierung der katholischen Kirche zu beenden.

Afghanische Moderatoren trugen aus Solidarität Masken.

#FreeHerFace: Afghanische Moderatoren solidarisieren sich

Die radikal-muslimischen Taliban fordern, dass sich alle Frauen in Afghanistan verhüllen – das betrifft selbstverständlich auch TV-Journalistinnen. Dass Moderatorinnen nun mit Burka die Nachrichten verlesen sollen, löst Empörung aus. Aus Solidarität haben die männlichen Kollegen die Kampagne #FreeHerFace gestartet und aus Protest auch ihr Gesicht maskiert. Nicht nur unter Journalist*innen unterstützen den Hashtag.

Nach Blasphemie-Vorwurf getötet und verbrannt

Nach einer hitzigen Diskussion mit einem muslimischen Geistlichen wurde in der nigerianischen Hauptstadt Abuja ein 30-jähriger Mann von einem wütenden Mob der Blasphemie bezichtigt, geschlagen und angezündet. Er ist bereits der zweite Blasphemie-Tote in Nigeria im Verlauf der letzten Wochen.

Trumps Verbrechen

Donald Trump hat den US-amerikanischen Staat und seine eigenen Wähler*innen über den Tisch gezogen. Dieses Zwischenfazit zieht das aus Abgeordneten beider Parteien zusammengesetzte Komitee zur Aufarbeitung der Ausschreitungen am 6ten Januar in Washington, D.C. nach den ersten drei Anhörungen. Mehr als 250 Millionen Dollar hat Trump nach der vergeigten Wahl von seinen Unterstützer*innen eingesammelt, angeblich, um das Ergebnis anzufechten. Doch der versprochene Fond existiert offenbar gar nicht.

Supreme Court Building in Washington, D.C.

USA: Oberster Gerichtshof hebelt Urteil zu Recht auf Abtreibung aus

Am 24. Juni 2022 kippte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika das "Roe v Wade"-Gerichtsurteil, welches seit seiner Entscheidung 1973 Schwangeren das Recht auf Abtreibung sicherte. Die religiöse Rechte feiert, während unzählige Menschen gegen die Beschneidung reproduktiver Rechte protestieren. Ein Blick in Länder mit Abtreibungsverboten zeigt, wie die Situation in den USA in Zukunft aussehen könnte. Hinzu kommt, dass ein Verbot der Abtreibung nur ein erster Punkt sein könnte, dem die Beschneidung weiterer Rechte folgen könnte.

Symbolbild

Kenia: Atheistischer Verein fordert vermeintliche Wunder-Wasserreinigerin heraus

Während einer Gebetssitzung mit Geistlichen der evangelischen Kirche behauptete die kenianische Vizepräsidenten-Gattin Rachel Ruto effekthascherisch, schmutziges Wasser mit der Kraft ihres Glaubens gereinigt zu haben. Das stimmt Menschen, die nicht von der Existenz übernatürlicher Kräfte ausgehen, skeptisch. So auch einen atheistischen Verein in Kenia, der sie prompt um eine Wiederholung ihrer Tat bittet, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Vermöge sie dies nicht, solle sie besser aufhören, die Öffentlichkeit zu täuschen, meint die Initiative.