Internationales

Symbolbild

Georgien: Orthodoxe Hetzer gegen die Pride-Parade

Wegen gewaltsamer Ausschreitungen haben die Organisatoren der Pride Parade in Tiflis am vergangenen Montag ihre Demonstration kurzfristig abgesagt. Zuvor war es in der georgischen Hauptstadt zu schweren Übergriffen gekommen, als ein gewalttätiger Mob in der Innenstadt randalierte, JournalistInnen angriff und das Büro der Initiative für LGBTQI-Rechte stürmte – von der Polizei relativ unbehelligt. Die Vorfälle werfen ein bezeichnendes Licht auf ein Land, das die EU-Mitgliedschaft anstrebt, obwohl es noch immer von christlich-orthodoxen und ultrakonservativen Mächten dominiert wird.

Kirche in Manhattan

USA: Mehr protestantische Kirchenschließungen

Noch immer sind religiöse Vorstellungen in der amerikanischen Bevölkerung weit verbreitet. Mehr als die Hälfte konnte 2019 allein dem Christentum zugerechnet werden. Doch nun zeichnet sich zumindest bei den Protestant:innen ein Trend ab, wonach mehr Kirchen aufgrund von Mitgliederschwund zumachen, als dass diese Zahl durch Neueröffnungen ausgeglichen werden könnte. Auch weitere Faktoren könnten dazu beitragen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt.

Der Zeitgeist ruft

Die Moralvorstellungen der US-Amerikaner:innen sind so liberal wie nie. Zu diesem Ergebnis kommt eine seit 2001 jährlich durchgeführte Umfrage der Analytikfirma Gallup. Auch die jährlich durchgeführte Befragung "American Worldview Inventory" der Arizona Christian University zeigt, dass besonders jüngere Menschen sich immer weniger mit biblischen Moralvorstellungen  identifizieren. Die stärkste Polarisierung lässt sich bei den Themen Abtreibung und Transgeschlechtlichkeit beobachten.

Den Faschismus stoppen!

In den letzten Tagen wurden die Ergebnisse des Wettbewerbs um Zuschüsse aus dem Patriotischen Fonds (Fundusz Patriotyczny) bekannt gegeben. Dabei zeigte sich, dass nationalistische und profaschistische Organisationen bevorzugt werden. Dagegen protestiert die polnische Bürgerrechtsorganisation "Frauen von der Brücke" mit einem Offenen Brief.

Nordirland: Zahl der Religionsfreien stark angestiegen

Die Zahl der Religionsfreien in Nordirland ist auch im Jahr 2020 weiter gestiegen. Dies ergab eine Umfrage des "Northern Ireland Life and Times"-Instituts. Danach gaben insgesamt 41 Prozent der Befragten an, protestantisch zu sein, 28 Prozent katholisch und 27 Prozent erklärten, keiner Religion anzugehören. Ein Zuwachs bei den Religionsfreien um 7 Prozent innerhalb nur eines Jahres. 2019 hatten bei der jährlich durchgeführten Umfrage nur 20 Prozent angegeben, keiner Religion anzugehören.

USA: Mehrheit der Atheisten und Agnostiker gegen die Todesstrafe

Es war ein bedeutender Schritt in Richtung Menschenrechte, als US-Justizminister Merrick Garland am Freitag das Moratorium für die Todesstrafe auf Bundesebene verkündete. Eine Mehrheit der US-Amerikaner befürwortet die Todesstrafe. Allerdings zeigte sich in einer aktuellen Umfrage, dass Atheist*innen und Agnostiker*innen sich mehrheitlich dagegen aussprechen.