Die Stichwahl zur polnischen Präsidentschaft hat Amtsinhaber Andrzej Duda knapp gewonnen mit 51 zu 49. Von den rund 30 Millionen Wahlberechtigten gingen fast 70 Prozent wählen. Und das trotz Corona-Epidemie.
Schwule und Lesben in Gabun müssen nicht mehr mit dem Gefängnis rechnen. Das Parlament in dem westafrikanischen Staat votierten Ende Juni für eine Abschaffung des Homosexualität-Verbots. Doch bis zuletzt hatte eine Gruppe von Priestern versucht, die Legalisierung zu kippen.
Die Hagia Sophia wird wieder zur Moschee. Das oberste türkische Verwaltungsgericht hat ein populistisches Vorhaben abgesegnet, das viel internationales Porzellan zerschlägt, wie schon die ersten Reaktionen offenbaren. Ein hoher Preis für ein Ablenkungsmanöver von innenpolitischen Problemen.
Im US-Bundesstaat Montana haben Eltern mit geringem Einkommen erfolgreich für eine staatliche Finanzierung religiöser Erziehung geklagt. Der Oberste Gerichtshof entschied nun, dass ein staatliches Programm, welches finanzielle Mittel an private Schulen ausschüttet, religiöse Schulen nicht ausschließen darf. Konservative und religiöse Gruppen feiern das Urteil. Säkulare Gruppen sind entsetzt.
Der chinesische Kongress hat im Eiltempo ein neues Sicherheitsgesetz für die Verwaltungszone Hongkong beschlossen. Das Gesetz sei eine Reaktion auf die seit anderthalb Jahren andauernden Proteste, die die Zusammenarbeit mit China unterminieren sollen, so Peking. Es sei ein Versuch, die justizielle Autonomie und die Bürgerrechte im Gebiet zu untergraben, so die Protestierenden.
Die Kleinstadt Somerville in Massachusetts hat im Zuge einer Formulierungsfrage Geschichte geschrieben: Sie brach mit dem monogamen Beziehungsschema und weitete offiziell anerkennbare Lebensgemeinschaften auf solche aus, die aus mehr als zwei Partner*innen bestehen. Auslöser dafür war die Corona-Krise.
Humanists International hat ihren jährlichen Bericht über die Situation von Humanisten in verschiedenen Ländern der Welt veröffentlicht. Demnach nimmt die Bedrohung nichtgläubiger Menschen weltweit zu. Die Organisation fordert unter anderem ein Ende der Blasphemie-Gesetzgebung.
Die Corona-Pandemie hat die USA fest im Griff und der Staat Florida gehört zu den Hotspots. 169.098 bekannte Akutfälle und 3.616 Todesopfer zählt die Statistik am 3. Juli. Um die Infektionswelle einzudämmen, haben die Behörden im Bezirk Palm Beach County Ende Juni die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit beschlossen. Das Votum war einstimmig, doch in der vorangegangenen öffentlichen Anhörung sahen sich die Entscheider*innen mit wütenden Protesten aus der Bevölkerung und kruden Verschwörungsmythen konfrontiert.
Sie war einmal die größte Kirche des Christentums, dann wurde sie zur Moschee und schließlich profanisiert: Die fast 1.500 Jahre alte Hagia Sophia in Istanbul. Seit geraumer Zeit arbeitet Staatspräsident Erdoğan daran, sie wieder in ein islamisches Gotteshaus zurückzuverwandeln. Jetzt soll ein Gericht entscheiden – und verweist auf ihn.
Seit 2005 sind humanistische Hochzeitszeremonien in Schottland legal, in Nordirland seit 2018. Seitdem erfreuen sie sich steigender Beliebtheit und haben in Schottland in ihrer Anzahl bereits die christlichen Trauungen überholt. In England und Wales erhofft man sich nun ebenfalls eine Legalisierung der humanistischen Hochzeitszeremonien.