Forschung

Männlicher naturfarbener Zebrafink (Taeniopygia guttata)

Zebrafinken sind Minimalisten

Was haben ein Computer, ein Kleinkind und ein junger Zebrafink miteinander gemeinsam? Sie analysieren auf ähnliche Weise Wort- beziehungsweise Tonfolgen, fand Richard Hahnloser vom Institut für Neuroinformatik der Universität Zürich zusammen mit seinem Team heraus. Zebrafinken lernen das Singen ähnlich wie Kinder das Sprechen. Kein Wunder, sie verfügen über dasselbe FOXP2-Sprachgen.

Grundlegende Kenntnisse: Nur wer Deutsch lernt, kann hier Fuß fassen. Solange sich Asylverfahren hinziehen, kriegen die Betroffenen jedoch keinen Sprachkurs – teils monatelang.

Jedes Zimmer eine Kultur für sich

Seit dem Jahr 2015 kamen etwa 1,2 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland. Sie möchten hierzulande Zuflucht oder eine neue Heimat finden. Wie gut der Start ins neue Leben klappt, hängt von vielen Bedingungen ab. Wissenschaftlerinnen vom Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersuchen genauer, welche Bedürfnisse und Ziele die Flüchtlinge haben – und ob sich diese erfüllen.

Wie religiöses Denken in die Forschung eingreift

Die Kritik der fünf Schweizer Selbstbestimmungs-Organisationen am Nationalen Forschungsprogramm "Lebensende" (NFP 67) hat sich bewahrheitet. Die Ergebnisse des am 21. November 2017 vorgelegten "Syntheseberichts" und die von der Leitungsgruppe daraus gezogenen "Schlüsselbotschaften für die Politik und Interessensvertreterinnen und -vertreter" zeigen, dass das mit konservativen und religiösen Leitungspersonen besetzte Forschungsprogramm die Wahlfreiheit, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung im Lebensendebereich einschränken und somit den Schweizer Volkswillen unterwandern will – und dies nota bene mit 15 Millionen Franken des Schweizer Steuerzahlers.

Das räuberische Wimperntierchen Tetrahymena thermophila ernährt sich von Bakterien.

Verteidigung um fast jeden Preis

Auch Bakterien haben Feinde – im Wasser ernähren sich zum Beispiel einzellige Wimperntierchen, die sogenannten Ciliaten, mit Vorliebe von den Mikroben. Diese schützen sich mit diversen Tricks vor den Räubern, welche die Ciliaten wiederum auszuhebeln versuchen. So entsteht ein evolutionärer Wettlauf um die besten Verteidigungs- und Angriffswaffen.

Spielt sie Verstecken oder schmückt sie sich - heranwachsende Orang-Dame Zoo Berlin

Können Tiere eitel sein?

Was wir an Tieren schön finden, abgesehen von ihrer Anmut, die Muster ihrer Felle und Gefieder, entstanden zur Abschreckung, zur Arterkennung und sollen den potentiellen Partner beeindrucken. Aber schmücken sich Tiere auch? Nein, meint Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard in ihrem jüngsten Essay. Doch, meinte ein Leser unserer Rezension. Videos mit Papageien, die sich lange Papierstreifen ins Gefieder stecken, kursieren auf YouTube.

Eine Zoologie der Zierde

Nur der Mensch ist eitel und bedient sich der Schönheit anderer Tiere, ihrer Federn und Felle, um sich zu schmücken. Alle anderen Tiere spricht nur die arteigene Schönheit an. Nur der Mensch kann ein bewunderndes Interesse für die Schönheit von Lebewesen jenseits der eigenen Artgrenze entwickeln. Wie und warum die "Schönheit der Tiere" entstand, beleuchtet die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard in einem jüngst erschienen Essay.

Manche der in Mitteleuropa lebenden Amseln ziehen im Winter in den Süden. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass sie so die kalte Jahreszeit eher überleben als ihre Artgenossen, die vor Ort bleiben.

Zugvogel sein lohnt sich

Schätzungen zufolge leben allein in Europa mehr als anderthalb Milliarden Singvögel. Etwa die Hälfte davon bricht im Herbst in nicht einmal einem Dutzend Nächten in Richtung Süden auf. Dort ist es zwar wärmer, und es gibt ausreichend Nahrung. Der Flug dorthin ist jedoch entbehrungsreich und gefährlich. Lohnt sich der Aufwand für Zugvögel also überhaupt? 

rousettus egyptiacus

Wolkengesänge der Flughunde

Es braucht einen ganzen Flughundschwarm, um dem Nachwuchs beizubringen, sich zu artikulieren, das fanden Yossi Yovel und sein Team von der Tel Aviv University heraus. Es sind nur wenige Säugetiere außer dem Menschen bekannt, welche die Kommunikation mit den Artgenossen erst lernen müssen, darunter Robben und Wale – und Fledermäuse, zu denen die Flughunde gehören.