GBS Karlsruhe stellt Informationsbroschüre als Beitrag zur Flüchtlingshilfe vor
"Sie dürfen über Ihren Körper selbst bestimmen"
BERLIN. (hpd) Die Regionalgruppe der Giordano Bruno Stiftung (GBS) aus Karlsruhe gab vor einigen Tagen eine Informationsbroschüre heraus, die es Flüchtlingen ermöglichen soll, sich in diesem Land zurecht zu finden. Die Informationsbroschüre soll einen Beitrag zur kulturellen Verständigung leisten und zu einer Gesellschaft beitragen, die es allen Menschen ermöglicht, frei über ihr eigenes Leben zu bestimmen.
Die immer größer werdende Zahl von Menschen, die in Deutschland Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, genauso wie die notwendigen Hilfsangebote für Geflüchtete sind der Karlsruher Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung seit ihrer Gründung ein wichtiges Thema, gehören doch auch ehrenamtliche Helfer verschiedener Hilfsorganisationen sowie Asylsuchende der säkularen Initiative in Karlsruhe an.
Sowohl Asylsuchende als auch Helfer waren wichtige Ideen- und Impulsgeber für eine jüngst vorgestellte aufklärerische Informationsbroschüre. Diese möchte eine grundlegende rechtliche Orientierung bieten und richtet sich an alle Flüchtlinge, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Rechte von Frauen und Kindern gelegt wird.
“Zu einer Gesellschaft beizutragen, in der Menschen frei und selbstbestimmt leben können, ist eines meiner Ziele”, sagt Sarah Ali. Die junge Frau aus Pakistan lebte fünf Jahre im arabischen Raum und kam vor knapp zwei Jahren nach Deutschland. “Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung sind nicht selbstverständlich, und wir müssen uns heute umso mehr dafür einsetzen, dass alle Menschen daran teilhaben können.”
Neben ihren Erfahrungen vom Leben in einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, die Sarah Ali in die gemeinsame Arbeit einbrachte, war sie auch als Übersetzerin beteiligt.
Die seit Mitte 2015 erarbeitete vierseitige Broschüre liegt bereits in deutscher, englischer, französischer und arabischer Sprache vor und weitere Übersetzungen (u.a. Urdu, Farsi und Paschto) werden in nächster Zeit folgen.
Ulla Bonnekoh ist ebenfalls Mitglied der GBS Karlsruhe; am Projekt war sie von Anfang an beteiligt. Über ihre persönlichen Beweggründe sagt sie: “Auch wenn gesellschaftlich noch Wünsche offen und nicht alle Ziele erreicht sind, haben Frauen in Deutschland viel für sich erreicht. Dies möchte ich sehr gerne mit den Frauen teilen, die jetzt zu uns kommen. Ich bin der festen Überzeugung, dass es auch für Männer einfacher ist, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, wenn in ihrem Umfeld Frauen stark und selbstbewusst über ihr Leben bestimmen. Das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung ist nicht vom Geschlecht abhängig, sondern steht jedem Menschen zu.”
Die deutsche Version wie auch die englische Version der Broschüre stehen auf der Webseite der GBS-Regionalgruppe bereits zum Download bereit.
Kommentare (3)
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Ja kann ich mir gut
Ja kann ich mir gut vorstellen: mit einer 4 seitigen Broschüre gegen eine langjährige Erziehung, Kultur, Religion und Vorurteile. Das Problem ist doch, das in vielen Kulturen nicht falsch gedacht wird, sondern das eigenständiges Denken völlig unerwünscht ist, und nicht gelernt wurde. In Indonesien habe ich in Moscheen mit Imanen diskutiert, was der Unterschied zwischen Menschen und Affen ist. Ihre Meinung: ein Mensch kann sich strikt an Regeln halten.
Diese Broschüre ist
Diese Broschüre ist sicherlich gut gemeint, dürfte jedoch am eigentlichen Problem vorbeigehen. Der Anteil der Asylanten, der säkular beziehungsweise humanistisch eingestellt ist, dürfte äußerst gering sein. Der mit Abstand größte Teil dürfte zutiefst islamisch geprägt sein. Und damit ist eine Einstellung verbunden, die Andersdenkenden gegenüber Null Toleranz erweist.
Eine sehr gute Initiative der
Eine sehr gute Initiative der gbs in Karlsruhe, die man nur ausdrücklich begrüßen kann. Selbstverständlich werden durch eine Flyer-Aktion nicht "automatisch" tradierte Denk- und Verhaltensweisen beseitigt, aber am Anfang von Veränderung steht Information und Kritik. In der Vergangenheit sind solche Informationen Immigranten und Flüchtlingen größtenteils vorenthalten worden, dass muss und wird sich ändern.