Weihnachten

Blasphemische Geschenke

Auch Atheisten können sich dem jährlichen Weihnachtstrubel nur schwer entziehen. Für alle ungläubigen Spätaufsteher, die noch dringend Geschenke besorgen müssen, hat der hpd ein paar Tipps zusammengestellt.

  

Gottloses Glück unterm Weihnachtsbaum

Sie wollen dem ganzen christlichen Klamauk etwas Nüchternheit und Aufklärung entgegenhalten? Dann greifen Sie doch zu dem Buch "Gottlos glücklich – Warum wir ohne Religion besser dran wären". Der neue Bestseller von Philipp Möller ist ein leidenschaftliches und unterhaltsames Plädoyer für ein erfülltes Leben ohne Gott, das unter keinem Weihnachtsbaum fehlen darf. Der Physiker und Kabarettist Vince Ebert meint: "Bei Philipp Möller wäre selbst Jesus zum Atheisten geworden."


 

Nudeliges Fest

Das fliegende Spaghettimonster ist eine in den USA gegründete Religionsparodie auf den christlichen Fundamentalismus. Wenn auch Sie der Meinung sind, dass der Kreationismus nicht gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie in Schulen gelehrt werden sollte, dann empfehlen wir Ihnen das unwiderstehliche Spaghettimonster-Plüschtier. Die kuschelige Nudeligkeit wird nicht nur Kinderaugen zum Strahlen bringen! 


 

Sentimentaler Atheismus auf die Ohren

Neben Religion und Kommerz gibt es zweifellos auch schöne Aspekte am Weihnachtsfest: das Beisammensein mit den Liebsten, leckeres Essen und die winterliche Gemütlichkeit. Der Musiker Tim Minchin hat sein ambivalentes Verhältnis zu Weihnachten in dem Song "White Wine In The Sun" feinsinnig verarbeitet. Für alle, die etwas von rationaler Sentimentalität verstehen, ist eine CD mit den besten Minchin-Songs sicher eine gute Wahl.


 

Ketzerische Pflanze

Sie fanden kitschig geschmückte Weihnachtsbäume schon immer unästhetisch und langweilig? Keine Sorge! Es gibt eine originelle Alternative, die sich auch als Geschenk sehen lassen kann: Die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula). Als fleischfressendes Gewächs bringt sie die göttliche Ordnung, nach der Pflanzen Tiere zur Speise dienen sollen, aber eben nicht umgekehrt, ganz schön ins Wanken. Selbst der Naturforscher Carl von Linné wies die Existenz fleischfressender Pflanzen als Blasphemie zurück – unter Verweis auf den biblischen Schöpfungsmythos.

  

Biblische Notizen

Ihr Geschenk soll praktisch und zugleich stilvoll sein? Dann ist ein Bibel-Notizbuch vielleicht genau das, wonach Sie suchen. In diesem Buch findet nämlich jeder kritische Gedanke und jede gotteslästerliche Idee einen würdigen Platz. Das zeitlose Design ist in drei Cover-Varianten erhältlich: "Oh my God", "Holy Shit" und "Hell Yeah". 

Kommentare (8)

Wolfgang (nicht überprüft)

Do. 21 Dez 2017 - 12:04

Da gibt es aber noch viel mehr Anregungen: Der Hexenhammer, der Pfaffenspiegel, der Gotteswahn, der Hexenwahn, der Dogmenwahn, der Jesuswahn, Dr. Joachim Kahl, Prof. Gerd Lüdemann, Theo Löbsack, Prof. Horst Herrmann, Karlheinz Deschner, Josephus Flavius, Giordano da Bruno, ach ich kann gar nicht mehr aufhören, alles lesenswerte Bücher zu dem erlogenen Weihnachtsfest. Möge vielen noch ein Licht aufgehen!

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Do. 21 Dez 2017 - 14:25

Nun denn - der Redaktion und der gesamten Leserschaft des hpdes ein paar holy shit Freitage.

Ulrich Bock (nicht überprüft)

Fr. 22 Dez 2017 - 12:11

Meine Lieblingsweihnachts-CD heißt Crazy Chrismas. CACD 513

Roland Weber (nicht überprüft)

Fr. 22 Dez 2017 - 16:13

Einfach mal bei Amazon "Christentumskritik" eingeben ... (Andere Suchmaschinen ggf. selbst durchtesten; kaufen kann man schließlich immer, wo man will!) Da sollte doch für jeden Interessierten etwas dabei sein. Es ist noch lange nicht alles bekannt, was dem Christentum das (Weih-) Wasser abgräbt. Auch der "Blick ins Buch" hilft dabei, das richtige Buch und ggf. eine Entscheidungshilfe zu finden!

Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

Fr. 22 Dez 2017 - 16:25

Herr Chefai, der gesamte Humanistische Pressedienst sollte sich schämen, das Weihnachtswunder hier lächerlich zu machen! Immerhin feiern wir die genialste Ausrede für eine außereheliche Schwangerschaft seit Menschengedenken. Auf eine solche Idee muss man erst mal kommen! Ich bin mir sicher, dass die Fantasie des Herrn Chefai samt aller Mitglieder des Pressedienstes bei Weitem nicht ausreicht, sich eine solche Geschichte auszudenken. Das allerdings ist vielleicht noch der kleinere Anteil des Weihnachtswunders. Immerhin wird diese wunderbare Ausrede derartig überzeugend vorgebracht, dass gut 2 Milliarden Menschen sie glauben (oder zumindest durch ihre Religionszugehörigkeit selbiges vorgeben). Das ist angesichts der Ungeheuerlichkeit der über 2.000 Jahre alten offensichtlichen Lüge das wirkliche Wunder. Von einer solchen Leistung kann das Autorenteam nur träumen. Diese Herrschaften verbreiten Tatsachen statt haarsträubender Phantastereien, erzielen aber trotzdem nicht annähernd diese Resonanz. Noch einmal: Schämen Sie sich! Angesichts der Weihnachtszeit (und, das sei zugegeben: aus ureigenem Antrieb) wünsche ich dem Team künftig eine größere, eine riesengroße Resonanz und eine fröhliche Weihnacht.

Hubert Gossens (nicht überprüft)

So. 24 Dez 2017 - 11:22

Antwort auf von Dr. Jochen Lengerke (nicht überprüft)

Hi,
Ich verweise auf den kurzen, aber aufschlussreichen Bericht vom 23.12.17 in der FAZ , Titel: Vater, Mutter, Kindgott.
Wie zu erkennen , hat es die Spinnerei vom Sohn Gottes schon tausende Jahre vorher gegeben. Allerdings waren die Pharonen und andere nicht so unverschämt in der Lügengestaltung wie diese Christen und haben wenigstens die Kindzeugung noch "normal " verlaufen lassen

Florian Chefai

Hier sollte eine kurze Beschreibung des Autors bzw. der Autorin stehen. Die Autoren sind noch nicht angelegt, weil im Rahmen der Migration diese Daten nicht zuverlässig aus dem Freitext-Inhalt zu extrahieren sind.

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