Richard Dawkins und Michael Shermer diskutieren über Vernunft, Wissenschaft und Moral

Atheisten aus Leidenschaft

Vergangenen Sonntag diskutierten Richard Dawkins und Michael Shermer in der Berliner Urania vor begeistertem Publikum über Vernunft, Wissenschaft und Moral. Die Diskussion bildete die Auftaktveranstaltung der Säkularen Woche der Menschenrechte, die derzeit in Berlin stattfindet.

Eine Bühne mit zwei roten Sesseln. Dazwischen ein Tisch mit Büchern. Dass eine solch spartanische Bühnendekoration am vergangenen Sonntag rund 800 Menschen aus ganz Deutschland anzog, lag an den beiden Männern, die unter tosendem Applaus in jenen Sesseln Platz nahmen: Richard Dawkins und Michael Shermer.

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Richard Dawkins (© Florian Chefai)

Der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins gehört mit seinen wissenschaftlichen und religionskritischen Büchern bereits seit Jahrzehnten zu den großen Verfechtern von Atheismus und wissenschaftlichem Denken. Der US-amerikanische Psychologe und Wissenschaftshistoriker Michael Shermer lehrt an Universitäten und in Fernsehsendungen skeptisches Denken und ist Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "Skeptic".

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Michael Shermer (© Daniela Wakonigg)

Am Sonntagnachmittag waren Dawkins und Shermer auf Einladung der Richard Dawkins Foundation Deutschland im großen Saal der Berliner Urania zusammengekommen. Auf Grundlage ihrer in Deutschland gerade neu erschienenen Bücher "Forscher aus Leidenschaft" (Dawkins) sowie "Der moralische Fortschritt" (Shermer) diskutierten die beiden leidenschaftlich über den Zusammenhang von Vernunft, Wissenschaft und Moral sowie die Absurdität von Religionen.

Ohne Gesprächsleitung warfen sich Dawkins und Shermer dabei gegenseitig gekonnt die Bälle zu. Wäre nicht die Bühne und ein Saal voller Menschen gewesen, so hätte man meinen können, die beiden säßen im heimischen Wohnzimmer. Und die Wohnzimmeratmosphäre übertrug sich aufs Publikum. Vor allem das gemeinsame Scherzen über absurde religiöse Vorstellungen fand bei den Menschen im Saal großen Anklang.

Der humorvolle Ton blieb auch bei schweren Themen erhalten. Was man als Atheist einem Sterbenden sagen solle, fragte Shermer Dawkins. Auf jeden Fall besuche er keine Krankenhäuser, um sich in die Zimmer von Sterbenden zu schleichen und ihnen zu sagen "Das war's!", antwortete Dawkins.

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Hatten sichtlich Spaß an der Veranstaltung: Richard Dawkins und Michael Shermer. (© Daniela Wakonigg)

Nach Seitenhieben auf Trump und nationalistische Ideen, Diskussionen über Abtreibungen und Außerirdische, Vernunft, Wissenschaft und Moral war das Publikum an der Reihe und stellte Dawkins und Shermer Fragen. Zum Beispiel über Hochphilosophisches wie der Existenz des freien Willens (Dawkins: "Der freie Wille mag eine Illusion sein, aber er ist eine tolle Illusion!") oder ob die Säkularen sich eine stärkere eigene Identität geben müssten, um besser wahrgenommen zu werden. Dawkins gab diesbezüglich seiner Hoffnung Ausdruck, dass so etwas nicht notwendig sei und dass sich vernünftiges Denken als solches durchsetze. "Wenn ich als Atheist einen komischen Hut tragen müsste, wäre ich nicht mehr Teil der Bewegung", sagte er.

Das gemeinschaftliche Lachen über absurde religiöse Vorstellungen ebenso wie über gemeinsam empfundene Probleme schien für das Publikum zutiefst befreiend. Vor allem für jene im Publikum, in deren Heimatländern das Lachen über Religion lebensgefährlich ist. Wie real und nah diese Gefahr auch in Deutschland ist, zeigten nicht zuletzt jene Gäste im Publikum, deren Leben derzeit wegen religionskritischer Äußerungen unmittelbar bedroht ist: Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad, der die Veranstaltung nur in Begleitung von mehreren Personenschützern des LKA besuchen konnte, sowie die Menschenrechtsaktivistin und Gründerin des Zentralrats der Ex-Muslime Mina Ahadi, die derzeit an oberster Stelle der Todesliste des islamischen Regimes im Iran steht.

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Organisiert wurde die Auftaktveranstaltung der "Säkularen Woche der Menschenrechte" von Jörg Elbe von der Richard Dawkins Foundation Deutschland. (© Evelin Frerk)

So war die Diskussionsveranstaltung mit Richard Dawkins und Michael Shermer in jeglicher Hinsicht eine gelungene Auftaktveranstaltung der Säkularen Woche der Menschenrechte, die aktuell in Berlin stattfindet. Die Veranstaltungsreihe, die von der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) in Kooperation mit verschiedenen säkularen Organisationen wie der Richard Dawkins Foundation (RDF), den Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg e. V. (ehbb), der Säkularen Flüchtlingshilfe sowie dem Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO) durchgeführt wird, möchte darauf aufmerksam machen, dass die universellen Menschenrechte derzeit massiv bedroht sind. Zum einen durch Fundamentalisten, die ihre Religion über jedes weltliche Gesetz stellen, zum anderen durch Nationalisten, denen es ausschließlich um den Vorteil des eigenen Landes geht.

Welche Position Dawkins und Shermer gegenüber religiösen Fundamentalisten jeglicher Konfession vertreten, darüber lassen ihre Bücher keinen Zweifel zu. Auch hinsichtlich ihrer Einstellungen zum Thema "Nationalismus" ließen die beiden am Sonntag keine Fragen offen. "Ich hasse die Vorstellung, dass es so etwas wie Nationen gibt", sagte Dawkins: "We want to make the world great again!"

Kommentare (34)

Thomas B. Reichert (nicht überprüft)

Mi. 14 Nov 2018 - 19:24

Religionen basieren nicht auf Glauben oder Aberglauben - sie sind logisch konstruierte Irrlehren. Tora, Bibel, Koran sind mehrdeutige Märchen, welche man abstrakt, symbolisch, allegorisch, metaphorisch .... auslegen muss. In Religionen ging und geht es darum Menschen zu ködern, zu führen, formen, trösten, programmieren, nutzen ....

Wir Menschen suchen unseren Vorteil, deswegen schliessen wir uns Gruppen an von denen wir profitieren können. Selbstverständlich glaubt kein halbwegs intelligenter Priester die biblischen Märchen - er legt diese abstrakt, symbolisch, allegorisch, metaphorisch ... aus.
Hier zur Aufklärung:
- Götter sind Personifikationen von Dinge (Sonne, Mond, Erde, Weisheit ...)
- Monogötter (YHWH, Gott, Allah ...) sind Personifikationen der Lichtenergie und damit kann der Theologe natürlich alles sagen und dem gutgläubigen Volk einen kollektiven Wahn einreden - das Volk geistig töten.

Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Do. 15 Nov 2018 - 02:41

Einerseits bedauere ich, nicht dabei gewesen sein zu können; andereseits ist es auch egal, da wir heute lebenden Menschen auch aus der Ferne teilnehmen können.
Mir gefällt, daß Daniela Wakonigg als Schluß-Äußerung ihres Artikels die Worte von Richard Dawkins (das hätte auch von anderen Menschen geäußert/zitiert werden können) gewählt hat:
"we want to make the World great again".
Ich hoffe, daß möglichst vielen Menschen bewußt ist/wird, daß "World" ALLes bedeutet/beinhaltet.
Menschen, die sich als "Nationalisten" empfinden, denken und sich so äußern und verhalten, scheint DAS nicht bewußt zu sein.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Do. 15 Nov 2018 - 08:18

Ein, zwei Beispiele über "absurde religiöse Vorstellungen" hätte ich mir gewünscht - aber wer weiß, vllt. sind die in UK / US gar nicht so viel absurder als hier...

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Do. 15 Nov 2018 - 10:55

Atheismus ist kein Leiden und auch keine Leiden-Schaft.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 15 Nov 2018 - 13:45

Ist denn noch niemanden aufgefallen, dass der Blasphemie-Paragraph gegen das Grundgesetz verstößt, da er einseitig explizit die Rechte von Gläubigen schützt und es dazu kein gleichwertiges Gesetz zum Schütz von Nichtgläubigen, Atheisten und Humanisten gibt. Artikel 3 (1) lautet Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
Dem widerspricht die Realität, mit der Bevorzugung von Christen und deren Amtsvertretern, welche auf Kosten aller Menschen in der BRD ein sorgenfreies Leben führen können. Die Kirchen schämen sich nicht dafür auch von Atheisten über die Jährlichen Subventionen von ca. 19 000 000 000 Euro mit-finanziert zu werden. Das diese
von ihren Mitgliedern zusätzlich noch ca. 10 000 000 000 Euro an Kirchensteuer einnehmen und davon lediglich 1,8% für Caritas und Diakonie ausgeben können sie mit
ihren Lügen wie die Made im Speck der Unwissenheit ihrer Gläubigen leben.

A.S. (nicht überprüft)

Do. 15 Nov 2018 - 20:28

(War selbst dabei) Interessant fand ich die Fragen aus dem Publikum, die sich mit dem Stammes-Verhalten der Menschen beschäftigten. Offenbar denken nochmehr Menschen als ich in die Richtung, Nationen, Religionsgemeinschaften, etc. als "Stämme" zu interpretieren, die typisches Stammes-Verhalten an den Tag legen: Solidarität nach Innen, Gewalt nach Außen, Gruppen-Egoismus.

David Z (nicht überprüft)

Do. 15 Nov 2018 - 22:10

"Ich hasse die Vorstellung, dass es so etwas wie Nationen gibt", sagte Dawkins: "We want to make the world great again!"

Warum sollte man Nationen hassen? Und warum sollte man annehmen, dass es ohne Nationen der Welt besser gehen würde? Die gesamte Geschichte unserer Spezies zeigt uns doch, dass die Auflösung von Nationen zu Chaos, Gewalt und Leid führt. Und ganz sicher setzt Dawkins Nationen nicht mit Nationalismus gleich.

Der Abschnitt erscheint mir etwas unglücklich übersetzt. Wie war der Kontext?

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Mi. 21 Nov 2018 - 13:11

Antwort auf von David Z (nicht überprüft)

"Warum sollte man Nationen hassen?"
Wer hat außer Dir davon gesprochen, dass man Nationen hassen soll?
Dawkins sprach davon dass er die VORSTELLUNG davon, es müsse so etwas wie Nationen geben, hasst. Das ist etwas völlig anderes.
" ...dass die Auflösung von Nationen zu Chaos, Gewalt und Leid führt."
Auch das ist nicht richtig. Was zu Gewalt und Leid führt, ist die gewaltsame Auflösung staatlicher Ordnung. Wenn sich Menschen nicht mehr als Nation fühlen, können sie sich friedlich trennen (Beispiel: Tschechoslowakei) oder auch blutig (Beispiel: Jugoslawien). Der Unterschied war, im ehemaligen Jugoslawien wollten die Serben das Staatsgebiet unter ihrer Herrschaft zusammenhalten, in der Tschechoslowakei haben die Tschechen und Slowaken das Land einfach und friedlich aufgeteilt.

David Zahn (nicht überprüft)

Di. 27 Nov 2018 - 14:02

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

"Das ist etwas völlig anderes"

Warum?

"Was zu Gewalt und Leid führt, ist die gewaltsame Auflösung staatlicher Ordnung."

Nein. Die Auflösung staatlicher Ordnung kreiert genau das Vakuum, was Gewalt begünstigt.

"Beispiel: Tschechoslowakei "

Sehr schlechtes Beispiel. Denn hier lag keine Auflösung der staatlichen Ordnung vor, nur ein Übergang von der einen zu anderen.

"Warum?"
Oh Du meine Güte, Herr Zahn versteht kein Deutsch. Wer den Unterschied zwischen dem "Hassen von Nationen" und dem Hassen "der VORSTELLUNG davon, es müsse so etwas wie Nationen geben" nicht begreift, sollte hier nur still mitlesen.
Das Beispiel Tschechoslowakei trifft haargenau, denn hier wurde eine Nation ohne Zerstörung der öffentlichen Ordnung und ohne Blutvergießen aufgelöst. Es geht also .

David Zahn (nicht überprüft)

Mo. 3 Dez 2018 - 17:03

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Warum weichen Sie aus? Wenn Sie hier einen sachlichen Unterschied sehen, können Sie als großer Germanist, der Sie offensichtlich sind, diesen ja sicher schnell erleutern. Bis dahin bleibt die Frage bestehen: Warum sollte man die Vorstellung, dass es Nationen gibt, hassen? Kurzum: Warum sollte man Nationen hassen?

"Das Beispiel Tschechoslowakei trifft haargenau, denn hier wurde eine Nation ohne Zerstörung der öffentlichen Ordnung und ohne Blutvergießen aufgelöst."

Nein. Eine völlig unsinnige Behauptung. Selbstverständlich wurde die Nation nicht aufgelöst, sondern geteilt. Die staatliche Ordnung war in keiner Sekunde faktisch ausgesetzt geschweige denn wurde sie zukunftgerichtet aufgehoben.

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Mo. 3 Dez 2018 - 21:10

Antwort auf von David Zahn (nicht überprüft)

"Bis dahin bleibt die Frage bestehen: Warum sollte man die Vorstellung, dass es Nationen gibt, hassen? Kurzum: Warum sollte man Nationen hassen?" Hab ich doch geschrieben: Wer kein Deutsch kann, solte hier nur still mitlesen und üben.

"Selbstverständlich wurde die Nation nicht aufgelöst, sondern geteilt."
Aha, dann gibts jetzt also eine tschechische Halbnation und eine slowakische Halbnation.
War mir so gar nicht klar. Üb weiter!

David Zahn (nicht überprüft)

Mi. 5 Dez 2018 - 15:05

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Sie weichen schon wieder aus. Es gibt hier nur zwei Optionen: Entweder Sie können den Unterschied nicht erleutern oder Sie wollen nicht. Aber wenn Sie nicht wollen und an einem qualifizierten Austausch nicht interessiert sind, warum posten Sie dann überhaupt?

"Aha, dann gibts jetzt also eine tschechische Halbnation und eine slowakische Halbnation."

Nein. Da liegen Sie leider wieder falsch. Selbstverständlich sind die Tschechei und die Slowakei jeweils Nationen und keine "Halbnationen".

"Selbstverständlich wurde die Nation nicht aufgelöst, sondern geteilt"
Aha, und wenn man eine Nation geteilt hat, sind das nicht zwei Halbnationen, sondern wieder zwei komplette, wie damals in Galiläa, als fünf Brote und zwei Fische geteilt wurden und hunderte von Leuten trotzdem ganze Brote und Fische bekamen. War das auch ein Wunder oder was?
Selbstverständlich wurde die tschechoslowakische Nation AUFGELÖST und es sind zwei neue entstanden, eine tschechische, eine slowakische - ohne jedes Blutvergießen.
Wie ich sagte - geht doch.

Jetzt korrigiere ich dich, Karl-Heinz Büchner:

Tschechien und Slowakien sind keine NEUEN Nationen. Es gab sie bereits vor dem "zwangsweisen" Zusammenschluß zu "Tschechoslowakei".

Ach übrigens: hast du schon mal die Biographie von Thomas Garrigue Masaryk gelesen?

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

So. 9 Dez 2018 - 19:02

Antwort auf von Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Es gab sie bereits vor dem "zwangsweisen" Zusammenschluß zu "Tschechoslowakei"
Ach ja?
Da weißt Du mehr als ich. Ich habe in der Schule gelernt, dass das Gebiet der heutigen Republiken Tschechien und Slowakei (nicht Slowakien!!!) im 30-jährigen Krieg zur Habsburger Monarchie kam und erst mit deren Zerfall nach WK1 ein souveräner Staat wurde mit dem Namen TSCHECHOSLOWAKEI. Es gab nie zwei getrennte völkerrechtlich anerkannte Nationen Tschechei und Slowakei. Also sind das seit dem 1.1.1993 zwei NEUE Nationen mit den Namen "Tschechische Republik" und "Slowakische Republik". Hast Du andere Informationen?
Wenn Du Masaryks Biografie gelesen hättest, wüßtetst Du, dass er erster Staatspräsident der TSCHECHOSLOWAKEI war.

"Selbstverständlich wurde die tschechoslowakische Nation AUFGELÖST und es sind zwei neue entstanden, eine tschechische, eine slowakische - ohne jedes Blutvergießen."

Völlig unerheblich. Der entscheidende Punkt ist, dass die staatliche Ordnung nicht aufgelöst wurde und ihr Beispiel somit das Thema verfehlt.

Die tschechoslowakische Nation wurde aufgelöst und dafür entstand eine tschechische und eine slowakische und zwar unblutig und ohne Bürgerkrieg. Geht also, ich hab keine Ahnung, worauf Du ständig herumreitest. Was du da noch hinein geheimnissen willst, bleibt Deine Sache.

David Z (nicht überprüft)

Mo. 17 Dez 2018 - 12:06

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

"Geht also..."

Sicher geht das. Ist aber mal wieder völlig unerheblich und am Thema vorbei.

"ich hab keine Ahnung"

Ja, das sehe ich.

Bzw. um auf Ihr anderes Verständnisproblem einzugehen:
es gibt einen Unterschied, ob man Nationen hasst, oder irgendwelche Vorstellungen im Zusammenhang damit. Aber das ist natürlich eine unüberwindliche Hürde für Leute, die sich über Märchenfiguren mindestens so ereifern können, wie andere über historische.

David Zahn (nicht überprüft)

Mo. 10 Dez 2018 - 16:47

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Warum weichen Sie immer noch aus? Die Wiederholung einer Behauptung ist keine Erklärung.

Dawkins Aussage war nicht, "irgendwelche Vorstellungen" zu hassen im Zusammenhang mit Nationen" sondern eine ganz spezifische Vorstellung, nämlich "...die Vorstellung, dass es so etwas wie Nationen gibt."

David Z (nicht überprüft)

Mo. 17 Dez 2018 - 12:31

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Nichts weiter. Mein Kommentar war eine Klarstellung der von dir falsch wiedergegebenen Textstelle.

Weiter geht's, wenn du deine Behauptung "Das ist etwas völlig anderes" erklärst.

"wenn du deine Behauptung "Das ist etwas völlig anderes" erklärst."
Ist keine Behauptung, sondern eine Feststellung.

David Zahn (nicht überprüft)

Do. 27 Dez 2018 - 11:10

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Auch die Behauptung, es sein eine Feststellung, ist eine Behauptung.

Ziemlich enttäuschend - ich hatte tatsächlich gehofft, du könntest deine Behauptung auch begründen.

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Do. 15 Nov 2018 - 22:47

"We want to make the world great again!"
Das ist der einzige Satz, der mich wundert. War die Welt jemals groß?
Und wenn ja, wann war das? Also mir fällt da nichts ein ...

Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Mi. 21 Nov 2018 - 05:53

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Es hängt wohl davon ab, wie wir z.Zt. lebenden menschlichen Tieren dieses GROSSE Leben empfinden, denken, erleben - und benennen.
Ich verstehe Richard Dawkins Äußerung so: wir (z.Zt. lebenden) menschlichen Tiere sind NICHT "Krone der Schöpfung", sondern ein kleiner Teil des Ganzen/Großen/Alles.
Wir menschlichen Tiere sollen/sollten uns immer wieder bewußt machen/sein, daß das "universum /world" größer, weiter, stärker etc. ist als wir als zur Zeit vorhandene irdische menschliche Lebenssorte/art "GLAUBEN".

Mache du, menschliches tier, dir in deinem Hirn bewußt, daß du nur ein kleiner Teil des Ganzen ("world") bist.

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Mi. 21 Nov 2018 - 12:56

Antwort auf von Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Hallo Andrea,
offensichtlich sind Deine Englischkenntnisse etwas begrenzt, ich helfe Dir deshalb gerne nach.
Richard Dawkins Satz, über den ich mich gewundert hatte, heißt in deutscher Übersetzung:
"Wir wollen (oder möchten) die Welt WIEDER groß machen". Und da wollte ich wissen, wann sie denn jemals GROß war und wieso sie in der Zwischenzeit klein geworden ist? Denn sonst könnte sie ja nicht WIEDER groß werden. Es ging nicht ums Universum und nicht darum, was wir glauben. Und vor allem hat Dawkins ganz sicher nicht angenommen, wir Menschen könnten irgendwas an der Größe des Universums ändern.

Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Di. 27 Nov 2018 - 05:06

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Hallo Karl-Heinz,
deine persönliche/individuelle Meinung über meine Kenntnisse der menschlichen englischen Sprache lasse ich jetzt hier unwidersprochen (damit du dich zwischendurch GROSSartig fühlen kannst). Ebenso wie ich deine Kenntnisse der (z.B.) schwedischen, norwegischen und dänischen Sprache hier nicht weiter erwähnen werde (damit ich mich zwischendurch GROSSartig fühlen kann).
Wir Menschen/menschlichen Tiere interpretieren/diffinieren Sprache(n) generell und einzelne Begriffe/Worte insbesondere unterschiedlich.
Und das gilt dann selbstverständlich auch für Übersetzungen.

Möchtest du, werter Karl-Heinz Büchner, von mir einige, kleine Exempel in schwedischer, norwegischer, dänischer Sprache im Verhältnis/Vergleich zur deutschen Sprache haben?
Ich kann ansonsten auch noch französisch und spanisch anbieten.
Würde dir das genügen?
Solltest nun du, Karl-Heinz BÜCHNER, sämtlicher z.Zt. auf diesem Planeten vorhandenen menschlichen Sprachen "mächtig" sein, dann nehme ich mein bescheidenes, kleines Angebot zurück.

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Di. 27 Nov 2018 - 12:32

Antwort auf von Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Ach liebe Andrea,
wie schön für Dich dass Du so viele Sprachen beherrschst, Englisch scheint trotzdem nicht dazuzugehören, sonst hättest Du Dich nicht in exegetischen Ergüssen ergangen, was denn der gute Richard Dawkins mit dem schicksalsschwangeren Satz "We want to make the world great AGAIN!" gemeint haben könnte. Du weißt es genauso wenig wie ich, ich habe deshalb nachgefragt, Du schwadronierst darüber ob er vielleicht hätte ausdrücken wollen, ob der Mensch doch nicht die "Krone der Schöpfung", sondern ein kleiner Teil des Ganzen/Großen/Alles sei. Nichts von alledem hat er gesagt. Hätte er es sagen wollen, dann hätte er auch genau das gesagt. Überlass die Exegese den Pfaffen, die beherrschen das aus dem FF und haben damit aus einemr jähzornigen rachsüchtigen Allmacht das liebe Jesulein und seinen gütigen Vater nebst Vogel gemacht.

Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Sa. 8 Dez 2018 - 04:08

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Richtig, Charles-Henry, das hat er (Richard Dawkins) nicht gesagt.
N.a. fasse ich ich die zur Zeit beliebten Worte in englischer Sprache "great again" von einem z.Zt. lebenden Mann (Mensch) wie Donald Trump als menschlichen/männlichen Größenwahn auf, während ich ich dasselbe englische Wort "great" von einem ebenfall z.Zt. lebenden Menschen (Mann) in diesem Kontext als das Gegenteil von menschlichem/männlichen Gößenwahn auffasse.

Ich ergehe mich nun mal ab und zu gern in "exegetischen Ergüssen" - wie du Charles-Henry es bezeichnest und auf deine Weise tust - so wie es ja auch viele andere Menschen tun ohne daß sie irgendwelche religiösen Lebens-/Weltbilder in sich tragen.

Siehst/erkennst du, Charles-Henry,: du bist einer der von dir selbst genannten "groben Klötze" und ich einer der von dir genannten "groben Keile".
Und das ergänzt sich doch ganz "wunder"bar.
Oder etwa nicht?

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Sa. 8 Dez 2018 - 16:15

Antwort auf von Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Ich habe zwar keine Ahnung, liebe Andrea,
was Du mit Deinem Geschwurbel auszudrücken beabsichtigst, aber Hauptsache ist doch, dass Du es weißt. Wenn Du weiter schwurbeln willst, dann ist das Dein gutes Recht, aber erwarte nicht, dafür ernst genommen zu werden. Dass Du ein grober Keil bist, war mir neu, davon dass ich ein grober Klotz wäre, müsste ich was wissen, ist aber nicht so.

Robert Heinrich (nicht überprüft)

Di. 8 Jan 2019 - 09:56

Antwort auf von Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Hallo Andrea, ich möchte mich eigentlich nicht mit meinen einfachen Worten in euer großes Gespräch einmischen, aber ich finde, dass deine Glaubwürdigkeit bröckelt, was die Gleichstellung aller Lebewesen, von dir ausgedrückt durch die mehrfache Definition/Erwähnung "menschliches Tier", angeht. So differenzierst du selbst, in der von mir nun kommentierten Antwort, zwischen Menschlichkeit und Männlichkeit.

Bist du also doch nur eine Feministin, gefangen in einer pseudohumanistischen Gedankenwelt, oder kannst du erklären, weshalb du der Meinung bist Tier=Mensch○=Mann?

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Do. 22 Nov 2018 - 14:35

Atheismus wäre die einzige menschliche Lebensform, wenn nicht die etablierten Religionen immer wieder dagegen ankämpfen würden, jeweils mit staatlicher Unterstützung: Denken verboten!

Daniela Wakonigg

Die Autorin ist studierte Philosophin, Theologin und Germanistin. Sie lebt in Münster (Westf.) und arbeitet als freie Autorin und Journalistin für Hörfunk- und Print-Medien. Sie ist u. a. Redakteurin der Zeitschrift MIZ und war von 2016 bis Anfang 2024 stellvertretende Chefredakteurin des hpd.

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