Bundeskanzlerin trifft den falschen Ton

"Gottlose" Terroristen?

Angela Merkel
Angela Merkel, Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Vorsitzende der CDU

BERLIN. (hpd) Anläßlich des Integrationsgipfels im Kanzleramt sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern davon, dass die Attentäter von Paris "menschenverachtende und gottlose Terroristen" sind. Damit stellte sie eine Verbindung her, die ebenso falsch wie beleidigend ist.

Die Terroristen als "gottlos" zu bezeichnen zeugt davon, dass Frau Merkel eine Wahrheit nicht verstehen will: Denn ganz im Gegenteil ist es die unbedingte Gottesunterwerfung, die Terroristen – nach deren Ansicht – dazu brachte und bringt, Unschuldige zu töten.

Schlimm genug, dass immer wieder gesagt wird, dass der islamistische Terrorismus nichts mit dem Islam zu tun hat; nun die Vollstrecker auch noch als "gottlos" zu bezeichnen zeigt, dass die Pfarrerstochter Merkel ihrem Denkmuster nicht entfliehen kann: Wer gläubig ist, muss gut sein. Wer also nicht gut ist, kann nicht gläubig sein.

Mit diesem Denken und mit ihrer Aussage diffamiert sie jedoch ein Drittel der deutschen Bevölkerung. Oder sind für Frau Merkel tatsächlich alle Konfessionsfreien und Atheisten Terroristen? So wie in Saudi-Arabien?

Kommentare (69)

itna (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 14:12

Gottlos ist hier eindeutig als Schimpfwort zu sehen.
D.h., für Merkel ist gottlos ein widerwärtiges, brutales, verachtenswertes Schimpfwort.

Was bildet sich AK ein, ca. 25 Millionen Deutsche so enorm zu diffamieren?
Gottlos wäre hier definitiv durch religiös zu ersetzen.

Die Terrorristen sind zutiefst religiös, oder was waren noch mal deren Gründe?

Schätze, da blickt die HPD-Community gerade nicht über ihren Tellerrand und verkennt, dass hier mit "gottlos" wohl eher die Demaskierung jener terroristischen Muslime gemeint ist, die ihre Greueltaten mit verqueren religiösen Betrachtungen rechtfertigen. Also bitte, liebe HPDler, jetzt werden nicht ihr auch noch paranoid.

angelika richter (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 10:55

Antwort auf von Michael Friese (nicht überprüft)

", die ihre Greueltaten mit verqueren religiösen Betrachtungen rechtfertigen."
Verquer würde ich deren religiöse Betrachtungen nicht sehen.
Eher in eine bestimmte Richtung selektiv.
Was übrigens für alle Strömungen im Islam zutrifft...
Und das mit dem nicht -über- den -Tellerrand -blicken trifft doch eher auf die Kanzlerin zu, die meint, unsere aktuelle hiesige enge Assoziation zwischen Religiosität und Friedfertigkeit sei universell.

Heidi Dettinger (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 14:56

Antwort auf von angelika richter (nicht überprüft)

Diese "aktuelle hiesige enge Assoziation zwischen Religiosität und Friedfertigkeit" kann wohl nur ideologisch gemeint sein... Friedfertig jedenfalls würde ich die Diakone, Pfarrer, Nonnen, Diakonissen, Brüder, die massenhaft Kinder vergewaltigt haben, Kinder in Heimen gefoltert und ausgebeutet haben, jedenfalls nicht gerade nennen. Religiös aber schon!

angelika richter (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 17:57

Antwort auf von Heidi Dettinger (nicht überprüft)

Wie immer ist alles relativ im Leben.
Selbstverständlich gab und zum Teil auch noch gibt es diese Formen der Gewalt in der christlichen Kirche. Aber wer Kinder sexuell missbraucht, kann sich definitiv nicht auf irgendwelche Passagen in der Bibel berufen. Und mir ist auch nicht bekannt, dass zur Zeit die bewaffnete Eliminierung Un und Andersgläubiger von Kanzeln gepredigt würde.

Jean-Claude Ki… (nicht überprüft)

Fr. 15 Jul 2016 - 22:01

Antwort auf von angelika richter (nicht überprüft)

Radikale Prediger gibt es nur innerhalb der Religionen. Und davon gibt es genug. Und sie fordern genau das, die Eliminierung der Andersgläubigen.
Fundamentale Christen in den USA predigen es und töten Ärzte die abtreiben. Fundamentale Mullahs fordern die Tötung der Ungläubigen und der Rechtsstaat schaut zu. Von Volksverhetzung nie was gehört.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 11:24

Antwort auf von Michael Friese (nicht überprüft)

Schätze, da will ein Gläubiger sein gutes Gewissen bewahren.
Was glauben Sie denn, welche Motive die Terroristen in Paris und anderswo hatten (haben)? Welche Ziel verfolgt denn jemand, wenn er sich freiwillig im Rahmen einer Terroraktion in die Luft sprengt? Das man danach tot ist, dürfte auch dem letzten Selbstmordattentäter bewusst sein.

Dass hier Menschen zu abscheulichen Taten verführt werden, ist auch klar. Aber durch was verführt? Durch Versprechungen! Und welcher Natur sind diese Versprechungen? Etwa: "Nach dem Selbstmordattentat bist du ganz reich!" oder "Nach dem Selbstmordattentat hast du viele Freunde!"

Nein, das diesseitige Leben endet durch das Attentat gewiss. Also muss es ein Versprechen geben, dass jenseits aller irdischen Existenz liegt. Und hält hier die Wissenschaft eine Lösung parat, eine Aussicht auf Besserung? Nein! Nur Religion redet ihren Anhängern seit Jahrtausenden ein, es gäbe so etwas wie ein Jenseits und da könne man irgendwie weiterleben. Ob mit oder ohne Jungfrauen.

Auf jeden Fall wird das gaaaaanz toll, wenn man immer fleißig geglaubt und alle Regeln befolgt hat, egal wie unsinnig sie erscheinen mögen. Wenn man nicht so ist, wenn man also gottlos gelebt hat, wirst man ganz gewiss in die Hölle kommen und dort für eine Ewigkeit brennen. Alles in wunderbar drastischen Bildern im Koran oder der Bibel geschildert.

Dieser GLAUBE, der jede wissenschaftliche Erkenntnis ignoriert, ist das einzig denkbare Motiv für wissentliche Selbstmordattentate. Ich meine hier dezidiert nicht den klassischen Bankräuber früherer Jahre, der eine Bank überfällt mit dem Risiko, dass ihn eventuell die Polizei erschießen könnte, oder politische Attentäter. Alle die wollen primär ihre Taten überleben und sind auch fest davon überzeugt, dass das gelingt, weil sie ja viel cleverer sind als ihre Kollegen.

Ein gottloser Mensch, also jemand, der den ganzen Unsinn der Religion vom Jenseits etc. nicht glaubt (andernfalls wäre er ja nicht gottlos), würde sich NIEMALS bei einer Tat in die Luft sprengen, von der er sich irgendeine Verbesserung verspricht. Selbst Kamikaze-Flieger (so sie freiwillig geflogen sind!) hatten dies aus einem falschen Ehrbegriff heraus zur Rettung des Heimatlandes/Kaisers getan. Auch dies trug indirekt religiöse Züge.

Es ist also eindeutig so, dass der IS und seine Schergen exakt der politisch-juristischen Seite des Islams folgen, die im Koran implementiert ist. Der politische Auftrag dieser Religion verleitet sie zu ihren Taten und die spirituelle Seite dieser Religion lässt sie zu Selbstmordattentätern werden. Alles andere ergibt keinen Sinn. Diese Menschen sind im Moment, wo sie auf den fatalen Knopf drücken, ihrer Wahnvorstellung "Gott" sehr nah.

Warum etliche Gläubige hier dies von sich weisen, hängt genau mit den Konsequenzen zusammen, die man ehrlicherweise daraus ableiten müsste: Religion in den Händen von Menschen kann hin und wieder tragische Züge annehmen. Und wer will damit schon etwas zu tun haben?

annen nerede (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 18:04

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

liebe Journalistinnen und Journalisten,
Sie berichten
aus traurigem Anlass derzeit häufig, dass Muslime und Christen
„für die Opfer beten“ oder „ein stilles Gebet“ sprechen. Da viele
Ihrer Leser und Abonnenten nicht religiös sind und keine
genaue Vorstellung davon haben, welche Worte in solchen Gebeten
gesprochen werden, wäre es sehr verdienstvoll, wenn Sie
dies einmal ermitteln und darstellen könnten. Meine Vorstellungen
gehen vielleicht in eine völlig falsche Richtung: „Mache, oh Allah/Gott
die Opfer wieder lebendig und gib sie ihren Angehörigen zurück!“ Oder:
„Verzeihe den Opfern ihre Sünden und verschone sie vor dem Höllenfeuer“.
Aber, da Sie nie genau berichten, wass denn nun konkret gebetet wird, sind meiner
Phantasie Grenzen gesetzt. Besten Dank im voraus für Ihre Hilfe.

Mirko Pfretzschner (nicht überprüft)

Sa. 16 Jul 2016 - 14:26

Antwort auf von Michael Friese (nicht überprüft)

- „Als die schlimmsten Tiere gelten bei Allah diejenigen, die ungläubig sind und nicht glauben werden.“ (Koran, Sure 8,55)

- „Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Ungläubigen, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf !“ (Koran, Sure 9,5)

- „Diejenigen aber, die ungläubig sind, - nieder mit ihnen!“ Koran, Sure 47,8)

so könnte ich noch ein Weilchen weiter machen. Sie sehen: diese Attentäter handeln streng nach dem Koran. Nichts mit "verquere Ansichten". Diese Leute tun genau genommen nur das, was ihr Prophet angeblich befielt: Den Koran wörtlich nehmen und nicht irgendwie auslegen. Genaugenommen sind es die friedlichen Moslems, deren religiösen Betrachtungen nicht dem Koran entsprechen.

Rainer Buchheim (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 14:13

"Gottlose"? Das ist doch so etwas wie "Ungläubige", oder? Frau Kanzlerin begibt sich auf das geistige Niveau von Islamisten.

itna (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 14:15

"Wer gläubig ist, muss gut sein. Wer also nicht gut ist, kann nicht gläubig sein."

Oder eben noch krasser: Wer nicht gläubig ist, ist nicht gut.

Die wird ja mannigfaltig von Politikern und Klerikern aus höchsten Kreisen postuliert!

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 14:46

Was erwartet man von einer Regierung, die um Gottes Hilfe fleht, wenn sie ein Amt annimmt, anstatt sich auf die eigenen Fähigkeiten (?) zu besinnen? Wer für Gottesbezüge in Verfassungen ist, wer Gesetze gegen grundgesetzliche Interessen einzelner Bürger, aber zum Wohl einzelner Religion erlässt, wer kirchliches Arbeitsrecht nicht infrage stellt, wer homophoben Einstellungen Vorschub leistet, wer Sterbehilfe verweigert, wer fast 100-jährige Verfassungsaufträge nicht erfüllt, wer für Kirchen die Vereinsbeiträge einzieht und jede dumpfbackige Großveranstaltung subventioniert, solange nur ein dummer Bibelspruch draufsteht, wer den Juden- und Menschenhasser Luther mit dreistelligen Millionenbeträgen feiert, als sei er der Heiland persönlich, von dem ist kein vernunftgesteuerter Umgang mit Gott und Gottlosigkeit zu erwarten.

Für diese Verblendeten ist Gott die höchste Instanz, der Schöpfer, die Hilfe in der täglichen politischen Arbeit. "So wahr mir Gott helfe!" Also ist natürlich alles Göttliche gut und der böse Rest der Erde ist teuflisch, also von Gott verlassen.

"Gottlos" ist ein anderes Wort für "sündig", was theologisch "gottesfern" bedeutet. Weil Adam und Eva im Paradies Obst naschten, haben ihnen Christen in den ersten Jahrhunderten n.u.Z. die Erbsünde angehext, die maximal möglich Gottesferne - die Gottlosigkeit. Dieser sündige Mensch, der Gott zurückweist, ist das personifizierte Böse. Folglich ist jeder, der etwas Böses tut, gottlos! Das ist theologische Logik!

Und solche Menschen, die derartig verquer denken (wenn auch nicht reflektiert, sondern dummdreist nachplappernd), regieren uns. Man sollte Frau Merkel den kompletten Deschner schicken, damit sie erfährt, wer wirklich Leid und Schmerz in die Welt gebracht hat...

Simon Schmelcher (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 15:01

Sicher kann man über die Wortwahl streiten, aber den letzten Schritt in der Argumentationskette gehen Sie in Ihrem Kopf

"Wer gläubig ist muss gut sein . Wer also nicht gut ist, kann nicht gläubig sein...."

Soweit so gut, und für Atheisten auch kein Problem denke ich. Auch wenn man über den Einleitungssatz streiten kann. Nun machen SIE aber die nächste Dimension auf

"Wer nicht gläubig ist, kann nicht gut sein". Das hat sie allerdings nirgendwo behauptet. Das unterstellen Sie ihr lediglich...

Eckhard Kehrein (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 22:10

Antwort auf von Simon Schmelcher (nicht überprüft)

Das ist nur ein einfacher Umkehrschluss. Das muss in der Zuspitzung einer Diskussion erlaubt sein. Theologische Argumentationen sind da oft viel robuster im Verdrehen von Aussagen.

Guido W. Reichert (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 08:48

Antwort auf von Simon Schmelcher (nicht überprüft)

Wie sonst, als mit eindeutig negativer Konnotation soll es den. Zu verstehen sein? Die Terroristen berufen sich nachweislich auf einen "Gott"; sie haben also einen? -- Ist das also Neusprech und mit Altsprech schlicht unverständlich?

Little Louis (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 16:16

Unsere verehrte Kanzlerin vertritt vermutlich fast eines zu eins die gegenwärtige Mainstreamposition der "Evangelischen Kirche Deutschlands"
Man konnte diese neulich in einer Talkschow aus dem Munde von .(ehemals?)Bischof Huber vernehmen.

Und übrigens: Man sollte gerade auch angesichts der gegenwärtigen Situation einen Satz von Bernd Kammermeier aus einem anderen Kommentarbereich hammerartig hier verbreiten.
Er stellt quasi die Theodizee des "harcore- Islamismus" dar :

Warum sind Extremisten einer friedlichen Religion nicht extrem friedlich?
Warum sind Extremisten einer friedlichen Religion nicht extrem friedlich?
Warum sind Extremisten einer friedlichen Religion nicht extrem friedlich?
Warum sind Extremisten einer friedlichen Religion nicht extrem friedlich?…
...

David (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 19:24

Antwort auf von Little Louis (nicht überprüft)

In der Tat scheint sich unsere Kanzkerin in einem Anfall religiösen Wahns zu befinden. Gab sie nicht letztens zu Protokoll, die Deutschen sollten mehr beten und in die Kirche gehen, um den Gefahren des Islamismus zu begegnen?

Es gibt nur eines, was schlimmer ist als Unvernunft. Religiöse Unvernunft. Man darf sich Sorgen nachen.

Lassen Sie mich versuchen, die rhetorische Frage zu beantworten:

Wenn religöse Fundamentalisten ein Problem darstellen, dann gibt es ein Problem mit den Fundamenten dieser Religion.

Manni (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 19:42

Antwort auf von David (nicht überprüft)

"Wenn religöse Fundamentalisten ein Problem darstellen, dann gibt es ein Problem mit den Fundamenten dieser Religion." - den muß ich mir merken!!
Ein rhetorisches Bonbon!!

Eberhard Wetzig (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 17:20

Leider ist die Kritik völlig ahistorisch. Wer den Begriff gottlos in der Bibel sucht, wird nicht selten feststellen, dass damit nicht nur Nichtgläubige bezeichnet werden, sondern diejenigen, die sich gegen "göttliche" Regeln vergehen. Wir können dort feststellen, dass auch Gläubige "gottlos" sein können - wenn sie gegen Regeln ihrer Religion handeln. Die Schlussfolgerung, dass Merkel ausgerechnet und nur Atheisten gemeint haben könne, ist unterirdisch und unqualifiziert. Empfehle dringend kritisches Bibelstudium.

Jetzt soll ich auch noch in der Bibel nachlesen, wie wir Merkels Vokabular zu verstehen haben? Hat Ihnen Gott befohlen, alles so zu verstehen, wie es in der Bibel steht? Mir nicht.

Wir beide müssen nicht nachlesen. Aber der Richter, der über die eventuelle Entgleisung von Merkel entscheiden müsste, käme ohne eine Bezugnahme zur Genealogie des Wortes "Gottlos" nicht aus.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 19:42

Antwort auf von Eberhard Wetzig (nicht überprüft)

"..., dass damit nicht nur Nichtgläubige bezeichnet werden, sondern diejenigen, die sich gegen "göttliche" Regeln vergehen."

Sie verstehen nicht ganz die Kritik an der (bewusst?) falschen Verwendung des Begriffes "gottlos". Wer ist denn derjenige, der sich gegen "Gottes" Regeln verhält? Z.B. wer den Sabbat bricht, wer seinen Sohn nicht vorhautamputiert, wer nicht "moralisch" lebt, wer das "heilige Sakrament" der Ehe nicht ehrt, nicht in den Gottesdienst geht etc. Dies ist theologisch der Abschaum der (religiösen) Gesellschaft, weil er sündig (= gottesfern) lebt. Und gottesfern ist gottlos, weil man die Nähe "Gottes" bewusst verweigert.

Ich würde sagen, das bezeichnet ziemlich exakt einen Atheisten. Denn ich z.B. schere mich einen feuchten Kehricht um "göttliche" Regeln. Ich genieße meine Gottesferne, weil ich mit dieser Horrorgestalt der Bibel nichts zu tun haben will - ob er existiert oder nicht.

Wen also sonst könnte Frau Merkel gemeint haben? Ach? Sie hat die Terroristen gemeint? Die, die im Namen Gottes Menschen niedermetzelten, wie es in allen "heiligen" Schriften steht und geboten wird? Weil derjenige - wie z.B. König Jehu - der die "Atheisten" (in diesem Fall götzenanbetende Ba'al-Priester) in einer hinterhältigen Aktion niedermacht und umbringt, als besonders gottesnah gilt, also sündenfrei lebt! Warum nur beauftragt Gott immer wieder "seine Menschen" in Bibel und Koran, die Vernichtungsweihe über alle Abtrünnigen, alle Gottesfernen, alle Sünder, also alle Atheisten zu bringen?

Frau Merkel könnte man empfehlen, mal einen Blick in die Bibel zu werfen, damit sie begreift, dass die Terroristen in Paris genauso gottesnah waren, wie eben König Jehu. Gottesfern sind die Ungläubigen. Also ich! Ich bin gottlos, ich bekenne mich dazu und ich bin stolz darauf, diesen Erkenntnisprozess eigenständig vollzogen zu haben!

Thomas Halbeck (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 16:11

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Die Bibel wird dafür nicht benötigt:
Koran
9:5 Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf (wa-q`uduu lahum kulla marsadin)! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet (salaat) verrichten und die Almosensteuer (zakaat) geben, dann laßt sie ihres Weges ziehen! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.

Wo das her kommt gibt es viel mehr nachzulesen was dieser Bedeutung ähnlich ist oder nahe kommt.

Ich habe auch schon mehrfach versucht die Bibel zu lesen, aber da wird mir schon dauernd schlecht von dem Mist was da drin steht, das kann man sich wirklich nur in kleinen Häppchen antun. Aber der Koran übertrifft die Bibel noch bei Weitem. In einer Tour wird man nur mit ewiger Verdammnis und Fegefeuer bedroht, wenn man nicht Das tut oder Jenes tut und glaubt.

Wenn Frau Merkel davon fantasiert das wären Gottlose gewesen, dann hat Sie definitiv den Blick für jedwede Realität verloren. Diese Hirnverbrannten machen nichts anderes als im Glauben für "Ihren" Gott zu agieren - sie sehen sich als das Gegenteil von "gottlos".

Also JA. Frau Merkel beleidigt alle Atheisten und Agnostiker. Diese Gruppe hat erst den Fortschritt bei den Menschenrechten voran gebracht. Wenn es die Aufklärung nicht gegeben hätte, wären wir immer noch im dunklen Zeitalter.

Eberhard Wetzig (nicht überprüft)

Sa. 21 Nov 2015 - 14:42

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Jain! Ihre Aufzählung ist eben nicht abschließend. Insbesondere bei den Propheten wird immer wieder Wucher und Ausbeutung verurteilt. Es wird zu diesem Gott gebetet, dass er das Tun dieser Ausbeuter beendet. Wenn aber von einem Gott erwartet wird, dass er gegen gläubige Mitmenschen vorgehen möge, nur weil sie Ausbeuter sind, dann waren Ausbeuter in den Augen der Propheten eben Gottlose.

Aus Ps10 (Menge-Bibel)
1Warum, o HERR, stehst du so fern, verhüllst dir (das Auge) in Zeiten der Not?
2Beim Hochmut der Gottlosen wird dem Bedrückten bange:
möchten sie selbst sich fangen in den Anschlägen, die sie ersinnen!
3Denn der Frevler rühmt sich jubelnd seiner frechen Gelüste,
und der Wucherer gibt dem HERRN den Abschied, lästert ihn.
4Der Frevler wähnt in seinem Stolz: »Gott fragt nicht danach!«
»Es gibt keinen Gott!« – dahin geht all sein Denken.
5Allezeit hat er ja Glück in seinem Tun, deine Strafgerichte bleiben himmelweit fern von ihm, alle seine Gegner – er bietet ihnen Hohn.
6Er denkt im Herzen: »Nie komm’ ich zu Fall; nun und nimmer wird Unglück mich treffen!«
7Sein Mund ist voll Fluchens, voll Täuschung und Gewalttat;
unter seiner Zunge birgt sich Unheil und Frevel.
8In (abgelegnen) Gehöften liegt er im Hinterhalt,
ermordet den Schuldlosen insgeheim (oder: im Versteck), nach dem Hilflosen spähen seine Augen.
9Er lauert im Versteck wie der Löwe in seinem Dickicht,
er lauert, den Elenden zu haschen; er hascht den Elenden, indem er ihn in sein Netz zieht;
10er duckt sich, kauert nieder, und die Hilflosen (oder: Unglückseligen) fallen ihm in die Klauen.
11Er denkt in seinem Herzen: »Gott hat’s vergessen, hat sein Antlitz verhüllt: er sieht es nimmer!«
12Steh auf, o HERR, erhebe, o Gott, deinen Arm, vergiß die Elenden nicht!
13Warum darf der Frevler Gott lästern (= schmähen),
darf denken in seinem Herzen: »Du fragst nicht danach«?
14Du hast es wohl gesehn, denn auf Unheil und Herzeleid
achtest du wohl, in deine Hand es zu nehmen; du bist’s, dem der Schwache es anheimstellt, der Waise bist du ein Helfer.
15Zerschmettre den Arm des Frevlers
und suche des Bösewichts gottloses Wesen heim, bis nichts mehr von ihm zu finden!

Sie sind ja lustig. Mūssen wir jetzt schon Bibelexegese betreiben, wenn wir unsere Kanzlerin verstehen wollen?

Wenn sie nicht "gottlos" meint, warum sagt sie es dann?

Davon abgesehen, sie hat nicht "ausgerechnet und nur" Atheisten gemeint, nein, viel schlimmer. Erstens kann sie gar nicht wissen, ob die Attentäter "gottlos" waren. Sie versucht sich hier folglich als pseudo-religiöser Scharlatan. Ganz ūble Nummer fūr das Oberhaupt eines sekularen Staates. Zweitens verleugnet sie mit dieser Aussage den direkten Zusammenhang mit der islamischen Religion, was inzwischen an Fahrlässigkeit kaum noch zu ūberbieten ist.Und schliesslich drittens läßt sie die Implikation zu, Gottlosigkeit als negativ und Makel zu werten, was an die hetzende Rhetorik des 19. Jhd. erinnert und bestenfalls eine Unverschämtheit ist.

Ich empfehle dringend kritisches Denken.

Das Problem ist nicht, "dass [in der Bibel] damit nicht nur Nichtgläubige bezeichnet werden, sondern diejenigen, die sich gegen "göttliche" Regeln vergehen." Man sollte das Wort "gottlos" heute bei uns (in einem säkularen Rechtsstaat!) deshalb nicht verwenden, weil es (eben auch) areligiöse Menschen diffamiert. Darüber hinaus gilt für die fraglichen Terroristen ja überhaupt nicht, dass sie sich (ihrem Verständnis nach) "gegen göttliche Regeln vergehen". Gottlosigkeit könnte man ja überhaupt nur denjenigen vorwerfen, die dies absichtlich täten. Also ist die Verwendung des Adjektives "gottlos" doppelt falsch und durch den Vorwurf angeblicher Ahistorizität seinen Kritikern gegenüber nicht zur rechtfertigen.

Leider ist ihr Beitrag völlig unlogisch.
Denn die Terroristen verstießen nicht gegen göttliche Regeln, eher das Gegenteil.
Sowohl im Koran wie auch in der Bibel steht genau beschrieben, wie mit ungläubigen, dekadenten (oder einfach nur lebensfrohen) Menschen umzugehen ist.
Und als Pfarrerstochter sollte Frau Merkel doch genau wissen, was in diesen religiösen Büchern steht.
Ich bleibe bei meiner Meinung: Frau Merkel setzt gottlos mit nicht gläubig gleich.

Witzig! Mein Verständnis von gottlos geht vom Wort aus. Dazu gucke ich doch nicht erst in der jahrtausende alten Bibel, zu deren Verständnis ohnehin Verstand erforderlich ist, weil so viel Unmenschliches, zT. Lächerliches drinsteht.

Sie suchen historische Wahrheiten in der Bibel? Selbst wenn da was dran wäre, die Merkel hat den Begriff *heute* benutzt, zu einer Zeit in der keine dieser »historischen« Konnotationen, die Sie da behaupten, dranhängen…

spoddig (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 23:34

Mir fehlen die Worte, ich bin Gläubiger Christ, der dennoch oder gerade deswegen, ein Problem mit allen Kirchen hat. Aber das nur am Rande. Ich kann leider nichts daran ändern das Sie Atheist sind, auch wenn ich persönlich der Meinung bin, das man wenn man eh an nichts glaubt, sich in keinster Weise über das Wort Gottlos echauffieren darf. Zudem darf ich noch anmerken das ich und auch meine Tochter laut Statistik Konfession frei sind, also zu den von Ihnen genannten 25 Mio gehören. Lassen Sie sich versichern, das ich trotzdem gläubig bin. Für Ihrer persönliche Meinungsbildung, empfehle ich Ihnen eine Umfrage in einem Altersheim. Merkwürdigerweise geht da die Zahl derer die behaupten nicht an Gott zu glauben gegen Null. Also behaupten Sie bitte nicht so unsinnige Dinge wie es gäbe in Deutschland 25 Mio. Atheisten nur weil es 25 Mio. gibt die nicht Offizielle einer Sekte angehören. Aber von Atheisten ist man ja gewohnt das sie sich alles so hinbiegen wie Sie es brauchen.

Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie hier eine unzulässige Schlussfolgerung anbringen: "wenn man eh an nichts glaubt" ist für Sie als Christen offenbar eine andere Beschreibung für "gottlos". Das ist eindeutig falsch. Ich als Atheist werde sicher auch als gottlos betrachtet. Möchte aber behaupten, dass ich einen festen Glauben habe. Den festen Glauben daran, dass Religionen großer Unfug sind. Dass sie die Gesellschaft spalten, dass Sie zu Terror und Gewalt führen. So, wie es in ihren "heiligen Schriften" steht. Daran glaube ich ganz fest.

Es ist immer wieder amüsant sich mit den Aussagen sogenannter "Gläubiger" auseinanderzusetzen. Wie Sie das mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, an was auch immer zu glauben (vermutlich an einen der vielen Götter, die uns die Weltgeschichte zur Auswahl lässt) und sich gleichzeitig vom Erfinder dieser Märchenfigur zu distanzieren, ist Ihre Sache.

Bedenklicher finde ich, dass Sie falsch interpretieren (ist das eine Folge Ihres Bibelstudiums oder lehnen Sie die schriftliche Grundlage der Kirche auch ab und haben Privatinformationen - gar Offenbarungen - von einem der Götter persönlich?) und dem Autor des Berichts unterstellen, er ginge von 25 Mio. Atheisten in Deutschland aus. Er schrieb von Konfessionsfreien und Atheisten.

Tatsächlich ist der Geisterglaube in Deutschland sogar noch geringer, weil wir heute sehr viele Folklorechristen haben, die zwar aus Bequemlichkeit noch in der Kirche sind, aber ansonsten außer Christmette, die eine oder andere Hochzeit oder Beerdigung heute keinerlei kirchliche Dienste mehr in Anspruch nehmen. Die glauben dann logischer Weise auch nicht mehr an den Geist im Weltraum - weder in kirchlicher, biblischer oder privater Version.

"Aber von Atheisten ist man ja gewohnt das sie sich alles so hinbiegen wie Sie es brauchen."

Das ist jetzt aber böse! Wer die Wirklichkeit auf seiner Seite hat, muss nichts hinbiegen. Doch jemand, der daran glaubt, ein Geist aus dem wassergefüllten Weltall habe die Erde und alles Leben geschaffen und allerlei Blödsinn auf der Erde veranstaltet, nur um seine Geschöpfe in zwei Kategorien einteilen zu können, der hat erhebliche Probleme damit, die Realität anzuerkennen. Dabei interessiert mich überhaupt nicht, welche Privatversion Sie für sich aus dem Unsinn gebastelt haben.

Zu "spottigs" Äußerung:
" sind, auch wenn ich persönlich der Meinung bin, das man wenn man eh an nichts glaubt, sich in keinster Weise über das Wort Gottlos echauffieren dar."
(Zitatende)

Auf dieses merkwürdige Argument bin ich früher häufiger gestoßen und hab es bis heute nicht verstanden. Ich glaube, es stammt aus der katholischen "Vulgärtheologie".
Auch gab es schon immer "freikirchliche " evangelikale Anarchochristen, die die Mainstreamkirchen hassen , wie den Teufel. Das fing ja schon mit Luther an. Bei der endlosen Exegeterei kann man das ja selbst als Atheist fast schon verstehen.

Leider geht das zur Zeit bezüglich der "Bürgerlichen Grunfreiheiten" auch schon so los.

Reinhard Knodt (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 23:39

Ich halte das Zitat für geschickt gewählt und zutreffend. Gottlos ist ein sehr gut verständliches Wort für Menschen, denen nichts heilig ist. Der Rückkehrschluß, Nichtreligiöse würden deswegen Terroristen sein, ist ein klassischer Fehlschluß!

Mustafa (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 09:50

Antwort auf von Reinhard Knodt (nicht überprüft)

"Gottlos" ist ein Kampfbegriff, der von Christen wie unserer derzeitigen Regierung nat. gezielt eingesetzt wird. Er polarisiert. Während er für Atheisten inhaltlich-logisch wenig zu bieten hat (etwas wie einen Gott, den es offensichtlich nicht gibt, nicht zu "haben", ist intellektuell uninteressant), bedeutet es für christlich-religiöse Menschen den Inbegriff für Außenseiter, schlechte, böse Menschen. Hier versucht Merkel, die Mehrheit der Christlich-Konfessionsgebundenen in Deutschland anzusprechen und für sich zu gewinnen, zulasten einer Distanzierung zu Atheisten, die hier nat. nur zwischen den Zeilen mitschwingt. Letzteres wirft Atheisten und Terroristen allerdings in einen Topf, wofür ich Merkel zutiefst verachte.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 10:23

Antwort auf von Reinhard Knodt (nicht überprüft)

Lieber Herr Knodt,

was ist bitte schön "heilig"? Und was charakterisiert eine Person, der alles "heilig" ist und was eine Person, der nichts "heilig" ist?

Ist die "heilige" Schrift "heilig"? Zumindest wird sie so von ihren Anhängern genannt. Wenn dieses Buch die Definition von "heilig" liefert, dann ist alles positive Verhalten in diesem Buch "heilig", somit "gottnah", auf keinen Fall "gottfern", "sündig" oder eben "gottlos". Also alle Gräueltaten, die im Namen Gottes getan wurden - ob historisch oder halluziniert spielt hier nur am Rande eine Rolle.

Wir wissen beiden, was in diesem dicken Buch alles drinsteht. Gleiches gilt für den Koran. Wenn also das Abschlachten von Menschen als "gottnah" gilt, also religiös erstrebenswert, dann möchte ich bitteschön als "gottlos" bezeichnet werden.

Es ist nämlich genau umgekehrt: Im Sinne der Monotheismen gilt der Verweigerer des Terrorismus im Namen "Gottes" als gottlos, während der Ausführer dieses "göttlich" beauftragten Terrorismus als Märtyrer direkt ins Paradies kommt.

So gesehen hat Frau Merkel den Terroristen etwas unterstellt, was diese gar nicht sind, nämlich Verweigerer von "Gottes" Befehlen, die üblicherweise als "gottlos" oder "Atheisten" bezeichnet werden. Im Gegenteil: die Terroristen fühlten sich in ihrem Wahn "Gott" besonders nahe, als sie ihre Taten begingen. Warum sonst sollte sich ein junger Mensch wissentlich in die Luft sprengen, wenn er nicht absolut sicher davon ausgeht, eine Sekunde später im Paradies seine 72 Weintauben in Empfang nehmen zu können?

Nein, "gottlos" ist nur der, der mit dem ganzen religiösen Lügengebäude nichts zu tun haben will. Und wenn Frau Merkel Terroristen für "gottlos" hält, fühle ich mich mindestens genauso beleidigt, wie ein Moslem, der mal von einer Zeichnung von Mohamed gehört hat. Mit dem Unterschied, dass ich mich rein verbal darüber auseinandersetze. Aber ich bin ja auch "gottlos".

Reinhard Knodt (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 15:33

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Lieber BK
das ist ein seltsames Verständnis von Gottlos. Gottlos ist nach normalem Sprachgebrauch, an den man sich wenn möglich halten soll, derjenige, dessen Handlungen von einem Mitglied einer Religion als zutiefst verabscheuenswert bezeichnet werden. Da Juden, Muslime und Christen denselben Gott anbeten, was die Äußerung sehr geschickt gewählt. Sie bezeichnete das Verhalten der Terroristen als verabscheungswürdig von Angehörigen dieser drei Religionen. Ihre persönliche Definition von "Gottlos" als atheistisch ist völlig ungebräuchlich. Das dürfen Sie zwar gern so sehen aber ich würde mich einer solchen Definition nicht anschließen. Selbst als Attheist würde ich mich von dem Angehörgen einer Religion nicht gern als "gottlos" bezeichnen lassen, denn die darin ausgedrückte Verachtung würde ich nicht akzeptieren. also ist Ihr Vorschlag "Gottlos" und "attheistisch" bzw nicht glaubend gleichzusetzen, schwach, bzw kaum argumentativ haltbar ..... damit bewegen Sie sich am Rand allgemeiner VErständigung... ;-)) mfg

Heide (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 08:19

Antwort auf von Reinhard Knodt (nicht überprüft)

Salafisten und die Rädelsführer des IS bezeichnen unsere Gesellschaft aber auch als gottlos. Wer hat denn nun recht?
Letztendlich kann das nur einer beantworten - und ob es den gibt, selbst da sind wir nicht sicher. ..
Solche Anschuldigungen erinnern mich irgendwie an Monty Python und Frau Merkel begibt sich auf das gleiche Niveau wie die Brandstifter. So wird das nix!

Siegbert (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 12:25

Antwort auf von Reinhard Knodt (nicht überprüft)

@Reinhard Knodt

Zitat: "Gottlos ist nach normalem Sprachgebrauch, an den man sich wenn möglich halten soll, derjenige, dessen Handlungen von einem Mitglied einer Religion als zutiefst verabscheuenswert bezeichnet werden."

Sie haben recht: Wenn Frau Merkel das Wort "Gottlos" verwendet, dann meint Sie offenbar genau das, was Sie schreiben, nämlich zutiefste Verabscheuungswürdigkeit. Demnach wären brave Atheisten und Agnostiker, Humanisten und Vertreter der Menschenrechte also auf keinen Fall gemeint, und wir können beruhigt aufatmen.
Es bleibt aber die Frage der Definition: Warum sollte Gottlos = Verabscheuungswürdig gelten? Betrachtet man unseren Lebensstil aus der Sicht der isalmistischen Fundamentalisten, dann sind wir alle die Verabscheuungswürdigen, solange wir nicht ihren bestimmten strikten Glauben teilen und entsprechend handeln.

Zitat: "Da Juden, Muslime und Christen denselben Gott anbeten"

Ist das denn so? Das bezweifle ich stark, denn es wird oft genug auch betont, dass es eben nicht der selbe Gott sei. Wie sollte Gott auch einmal nach christlicher Auffassung als sein Sohn auf die Welt gekommen sein, dann aber nach jüdischer Auffassung noch nicht, und nach islamischer Auffassung auf keinen Fall?

Dieter Bach (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 18:55

Antwort auf von Siegbert (nicht überprüft)

Dummereise glauben sie daran, dass jede Gruppe einen anderen Gott anbetet, sonst müssten sie doch gut miteinander auskommen. Aber die von den Religionsführer, Kriegsherren, Sehern und Propheten in den unheiligen Büchern festgelegten Verhaltensgebote unterscheiden sich ein bisschen und das reicht seit Jahrhunderten, dass sie sich gegenseitig massakrieren.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 13:51

Antwort auf von Reinhard Knodt (nicht überprüft)

Lieber Herr Knodt,

vielleicht ist es Ihnen entgangen, aber ich bezog mich auf den Begriff "heilig", den Sie ins Spiel brachten. Außerdem habe ich theologisch völlig korrekt die "Gottlosigkeit" oder "Gottesferne" mit dem Begriff "Sünde" in Verbindung gebracht, denn nur so macht das Sinn. Und Sünde ist ein rein theologischer Kunstbegriff, der in der Realität nicht vorkommt, da es keine Sünde(r) gibt.

Insofern könnte sich Frau Merkel nicht damit herausreden, sie hielte die Terroristen lediglich für Sünder, weil sie ja gottlos wären. Oder sie hielte die Terroristen für gottlos, weil sie ja Sünder wären.

Faktisch - und da beißt die Maus keinen Faden ab - haben die Terroristen aus religiösen Gründen, also um dem abrahamitischen Gott zu gefallen und um dessen Siegelpropheten zu ehren, ihre Attentate begangen. Oder sind Sie der Meinung, weil die beteiligten Franzosen nicht genügend Teilhabe an der französischen Gesellschaft erlebten, hätten sie sich in die Luft gesprengt? Haben Sie jetzt mehr Teilhabe, mehr Chancen im Leben? IM LEBEN? Und warum sprengen sich nicht Muslime in vielen islamischen Ländern in die Luft, weil sie fast überall in bitterster Armut leben müssen, während sich die Großmuftis und Könige die Taschen voll machen?

Auf diesen zentralen Punkt meiner Antwort gehen Sie nämlich geflissentlich nicht ein. Hier kommen Verfechter des Geisterglaubens arg ins Schwimmen, da helfen alle Wortklaubereien, die Sie hier versuchen, nicht weiter.

Ich bin der Meinung, dass Frau Merkel sehr genau wusste, was sie da sagte und dass dies mit voller Absicht geschah: Sie wollte ausdrücken, dass wahrhaft gläubige Muslime, die also Gott nah sind, niemals solche Abscheulichkeiten begehen würden.

Wie bei Christen: Im Mittelalter gab es nur gottlose Christen, die ihre Religion gar nicht richtig kannten. Die haben deshalb Hexen und Bücher verbrannt. Heute, wo doch fast alle Deutschen wackere Christen sind und alle ganz feste an den lieben Gott glauben, da passieren solche schlimmen Dinge nicht mehr...

Das Wolkenkuckucksheim muss irgendwann wegen Überfüllung geschlossen werden... Liebes Spaghetti-Monster, lass Hirn regnen!

Reinhard Knodt (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 14:24

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

"Ich bin der Meinung, dass Frau Merkel sehr genau wusste, was sie da sagte und dass dies mit voller Absicht geschah: Sie wollte ausdrücken, dass wahrhaft gläubige Muslime, die also Gott nah sind, niemals solche Abscheulichkeiten begehen würden. "

Genau! Dieser Ansicht bin ich auch und so stimmen wir doch überein! Den Rest können wir vergessen... ;-))

Thomas Friedrich (nicht überprüft)

Mi. 18 Nov 2015 - 23:43

Erinnert mich an Martin Hohmann, der in seiner Rede seitenlang auf den Juden rumgehackt hat. Am Ende gab es einen Turn, in dem anstelle der Juden die "Gottlosen" als das wahre "Tätervolk" gebranntmarkt wurden. Seinerzeit hat man sich (zu Recht) über den Antisemitismus von Hohmann empört, nicht aber über seine Diffamierung von ungläubigen Mitmenschen.

Keck (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 01:59

Das heist also nach eurer Meinung Gott wollte Tod und verderben über die Menschheit bringen?! Frau Merkel weiß sehr wohl von was Sie spricht! Menschen die einen Glauben vertreten und unsere Art zu Leben unsere Art zu Glauben oder seinen eigenen Glauben zu entwickeln oder auch nicht zu Glauben zu Schlachten hat ein Recht dazu? Sie verwundern mich hier sehr!!!

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 03:57

Infam.

Arno Gebauer, … (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 09:12

Guten Tag,

Merkel und Gauck blasen in das selbe Horn.
Obwohl beiden jeden Tag mit dem Thema Terrorismus
zutun haben, verdrehen sie Tatsachen.

Unter der Internetadresse:
http://www.rationalgalerie.de/home/der-luegen-prediger-gauck.html
wurde diesbezüglich ein interessanter Artikel mit dem Thema:
"Der Lügen-Prediger Gauck
Wie Täter zu Opfern gemacht werden"

Viele Grüße
Arno Gebauer

Erich Satter (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 09:57

Atheisten werden nicht zu Selbstmordattentäter. Wenn Frau Merkel dann Selbstmordattentäter als "gottlose" Terroristen bezeichnet, offenbart sie ein erkenntnistheoretisches Defizit. Hier werden, bei einem sehr ernsten Thema, kindlich-poetische theologische Sprachspiele aus einer Zeit, die längst hinter uns liegt, zu einer Immunisierungsstrategie missbraucht. Man kann sich dabei leicht dem Vorwurf aussetzen, das Problem noch zu verstärken, weil man die Motivation, die hinter einem Selbstmordattentat steckt, nämlich die Existenz eines persönlichen Gottes, nicht metaphorisch, sondern real darstellt. Der Philosoph Ernst Topitsch hätte hier wahrscheinlich gesagt, das ist, "als wenn man eine emeritierte Tempelnutte, mit der Jungfrau Maria verwechseln würde".

Michael Fischer (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 10:04

Ich glaube, Frau Merkel fühlt sich bezüglich Europa zu höherem berufen.
Das ist ihre Mission. Sie will eine Kanzlerin Europas sein, nicht nur
der Bundesrepublik.
Ich denke, schon dieses "Wir schaffen das" war nur zum Teil an die
eigene Bevölkerung gerichtet. Es war vor allem auch eine Botschaft an
die europäischen Nationen, vor denen sie sich profilieren wollte.

Und auch die Botschaft von den "gottlosen Terroristen" soll vor allem
europaweit gehört werden. Und Europa ist in weiten Teilen stark religiös
orientiert. Vermutlich will sie damit vor allem in den osteuropäischen
Ländern, welche zuletzt nicht wie gewünscht mitzogen, Punkte sammeln.

Ich glaube, Erich Satter hat recht. Wenn es nicht unsere "Oberste " mit sehr großer Sendeweite wäre, könnten wir ihre Botschaft einfach in den "spam "-Ordner verschieben.

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 12:54

Man darf gespannt sein auf die sicher lobenden Worte der "Faust Gottes" im Vatikan. Würde mich auch nicht wundern, wenn demnächst der Gottesbezug ins GG der BRD aufgenommen werden soll. Textvorlagen gibt es ja z.B. im bayerischen GG:
"Angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des zweiten
Weltkrieges geführt hat, in dem festen Entschlusse, den kommenden deutschen Geschlechtern die Segnungen des Friedens, der Menschlichkeit und des Rechtes dauernd zu sichern, gibt sich das Bayerische Volk, eingedenk seiner mehr als tausendjährigen Geschichte, nachstehende
demokratische Verfassung"

Walter Guggemos (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 13:39

Unsere gottgläubige Bundeskanzlerin und Pfarrestochter liegt mit Ihrer Bezeichnung "gottlose Terroristen" falsch und diffamiert damit einen Großteil der deutschen Bevölkerung, der nicht mehr gottgläubig ist. Die Attentäter von Paris riefen "Allahu akbar" Gott ist groß, beteten 5 x am Tag zu ihrem Gott, wollten einen Gottesstaat errichten und handelten vielfach so wie Mohamed es auch tat: sie nahmen Sklavinnen und töteten Menschen anderen Glaubens. Sie waren also religöse Fundamentalisten und eben nicht "gottlos".In 2014 gab es weltweit über 35.000 Opfer von Terroranschlägen. Die allermeisten davon waren Opfer von religiösen Fundamentalisten und was man auch sagen muss, die allermeisten Opfer waren muslimsch

Hermann Heinrich (nicht überprüft)

Do. 19 Nov 2015 - 16:30

Lieber Herr Weber,
die aufklärerische Absicht dieser Website in allen Ehren, aber in Folge der Anschläge der Fremdenangst mit allen Mitteln entgegenzutreten ist erlaubt, sogar geboten.
Dabei ist der Zweck der Aussage doch ziemlich offensichtlich, und zwar: "Es gibt einen falschen/fehlgeleiteten Glauben, diesem folgen die Attentäter" (der Rest der [anders-/nicht-]Gläubigen ist ungefährlich, also sorgt euch nicht und hetzt nicht gegen sie). Ihren Umkehrschluss am Ende des Artikels kann ich nicht mitgehen und er führt in eine (letztendlich) falsche Richtung - er ist im übrigen auch nicht schlüssig.
Frau Merkel zu beweisen, "gottlos" in anderen Zusammenhängen despektierlich zu nutzen, würde Ihrem Artikel gut tun, sonst kann ich nur noch einmal auf den engen Zusammenhang hinweisen: den extremistischen Tätern die Gottes-Rede so unmöglich zu machen (legitimes Anliegen!).
Ich plädiere im Übrigen für mehr Unaufgeregtheit, auch wenn Worte schwer wiegen und schnell verletzend wirken können - manchmal sind sie unbedachter gewählt als erwartet.
Beste Grüße
Hermann H.

Guido W. Reichert (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 09:45

Antwort auf von Hermann Heinrich (nicht überprüft)

Lieber Herr Heinrich,

wer so langsam und bedacht spricht, wie unsere Kanzlerin, dem nehme ich kein "unbedachtes" Wort ab. Zumal Sie selbst hier ja das Kalkül liefern: gottlos ist nur wer göttliche Regeln verletzt und die verlangen natürlich keine Menschenopfer.

Wenn es etwas gibt, dass mich wirklich etwas "aufregt", dann die intellektuelle Unredlichkeit "aufgeklärter" Christen: Wer meint, Gottes Regeln seien gegen Völkermord und Tötung, der erkläre mir das Alte Testament. Wer meint, Gott fordere Nächstenliebe und Barmherzigkeit, der erkläre mir die Hölle, Frauen- und Heidenfeindlichkeit sowie Sklaverei im Neuen Testament.

Ihr Kommentar zeigt einmal mehr, dass intellektuelle Redlichkeit leider nicht "göttlich", sondern "gottlos" im besten Sinne ist.

Unaufgeregte Grüße
Ihr Guido Wolf Reichert

Und

Hermann Heinrich (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 18:39

Antwort auf von Guido W. Reichert (nicht überprüft)

Lieber Herr Reichert,
danke für Ihre ernstgemeinte Antwort.
Ich habe, wie Sie richtig darstellen, versucht das Argument einer "innertheologischen Rechtfertigung" einzubringen (im Zusammenhang mit der Aussage "gottlos", siehe Ihr Kommentar).
Ich meine schon dass heute, statt einer fundamentalistischen Auslegung der Bibel (bzw. des Korans), durch die historisch-kritische Methode eine aktuelle und sachgerechte Beschäftigung mit den Texten möglich ist. (Diese Methode ist, so meine ich, auch herrschend - dazu müsste man natürlich Experten befragen).
Gerade das Christentum ist (zugegebenermaßen nicht freiwillig) historisch "durch die Aufklärung" gegangen und man findet sicherlich, wenn man denn sucht, Theologen, die genau Ihre Fragen versuchen human zu klären bzw. zu entkräften.
Man kann natürlich das ganze "Projekt" einer innertheologischen Auseinandersetzung ablehnen, aus guten Gründen.
Dass man es aber als Erklärungsversuch heranzieht, finde ich gerade in diesem Kontext, allerdings genauso redlich.
Beste Grüße
Hermann Heinrich

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Sa. 21 Nov 2015 - 14:06

Antwort auf von Hermann Heinrich (nicht überprüft)

"Ich meine schon dass heute, statt einer fundamentalistischen Auslegung der Bibel (bzw. des Korans), durch die historisch-kritische Methode eine aktuelle und sachgerechte Beschäftigung mit den Texten möglich ist."

Wie Sie wissen, sind Koran und Bibel allgemein frei käufliche Bücher. Also dürfen sie auch Personen erwerben, die sich nicht sachgerecht damit beschäftigen können. Warum wohl wird Hitlers "Mein Kampf" unter Verschluss gehalten und erscheint demnächst nur kommentiert? Eine kommentierte Fassung von Bibel und Koran wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung, doch den scheuen die Religionsgemeinschaften, weil sie dann einen Verlust an "göttlicher Strahlkraft" befürchten.

Ein Experte mag über die furchtbaren Stellen hinwegblättern können - was einem Fundamentalisten nicht gelingen mag - doch frage ich allen Ernstes: Was hat irgendjemand von diesen Passagen, die ca. 80% der Bibel und ähnlich viel im Koran ausmachen? Warum müssen dort grauenhafte Geschichten stehen, die primitivsten ethischen Grundsätzen zuwiderlaufen?

Man täte sich leichter, die wenigen "guten" Stellen (also die, in denen nicht Unschuldige im Namen "Gottes" hingemetzelt oder bedroht, beschimpft, beleidigt oder sonst wie misshandelt werden) in einer Broschüre zu veröffentlichen.

Wer indes behauptet, mit der historisch-kritischen Methode könne man ALLE Bibel- oder Koranverse "entschärfen", der hat weder das eine, noch das andere Buch je gelesen. Ich denke beispielhaft für hunderte Verse an die Geschichte zwischen Abraham und Isaak oder Lot und seinen Töchtern. Aber natürlich kann auch die Definition, wer z.B. gottesfürchtig oder gottlos ist, anhand der Bewertungen einzelner Könige Israels und Judas sehr einfach als unethisch und einfach nur grauenhaft ungerecht beurteilt werden. Da hilft keine Wortakrobatik nach Art des Hauses...

Gregor Gerland (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 06:20

"Gottlose Terroristen", die sich im Namen ihres Gottes selbst in die Luft sprengen. Aha! Auf die Bezeichnung muss man erst einmal kommen. Allmählich verstehe ich den Ausdruck "Religioten".

Igo Kirchlechner (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 07:27

Frau Merkel, die ihre "Menschwerdung" trotz Pfarrhaus-Herkunft in einem atheistischen DDR-System durchmachte und dort auch Erfolge verzeichnete, benutzt religöse Argumente ganz beliebig. Und hier unterscheidet sich sich dann kaum noch von den sogenannten "IS-Terroristen" die aber in Wirklichkeit muslimisch-abartige Fundamentalisten sind. Wie wenig Wissen sie über den Islam und sein Dogma, den Koran hat, zeigte sie bereis vor kurzem bei einem Interview in der Schweiz, als Sie nach "Islamisierung" befragt wurde. Ihre Antwort war auch damals eine religös begründete, zweckdienliche Lüge, und total herablassend für Menschen, die weder christlich noch muslimisch sind: Abhilfe könne schaffen ...ofters in die Kirche gehen, ...mehr Bibel lesen. Macht- und Tugendheldinnen-Streben rechtfertigt nicht alle Mittel, und schon gar keine religös abgefälschten Argumente.

Markus Schiele (nicht überprüft)

Fr. 20 Nov 2015 - 14:35

Da ich nie wirklich an irgendwelche Götter geglaubt habe und mir selbige auch nie gefehlt haben, betrachtete ich mich bisher eher als "gottfrei" denn "gottlos". Trotzdem werde ich in nächster Zeit wohl wieder öfter mein hübsches "GOTTLOS GLÜCKLICH" T-Shirt auftragen. Zeichen setzen, Leute!

Hanno Herzler (nicht überprüft)

So. 22 Nov 2015 - 12:08

Wollen Sie Angela Merkel gezielt missverstehen? Es ist doch klar, dass Merkel mit ihrer Aussage - selbstverständlich und mit Recht - davon ausgeht, dass Gott gut ist und das Gute für alle Menschen will (der das Gegenteil will, heißt traditionell "Satan"). Wer Terror über andere bringt, handelt daher eindeutig gegen Gott, also Gott-los. Der Fehler liegt bei Ihnen, da Sie den guten "Gott" mit den verqueren Gottesvorstellungen oder fixen Ideen der Terroristen verwechseln.

Petra Pausch (nicht überprüft)

So. 22 Nov 2015 - 13:28

Antwort auf von Hanno Herzler (nicht überprüft)

Ach, wie niedlich: "Es ist doch klar, dass Merkel mit ihrer Aussage - selbstverständlich und mit Recht - davon ausgeht, dass Gott gut ist und das Gute für alle Menschen will..."
Ja, das zeigt sich besonders im AT ganz deutlich, wie gut "Gott" ist.

Erich Satter (nicht überprüft)

Mo. 23 Nov 2015 - 10:56

Antwort auf von Hanno Herzler (nicht überprüft)

Der Showmaster Peter Frankenfeld hätte hier gesagt: "Ein Glück dass der Mann seinen Hut wieder bekommt".

Manni (nicht überprüft)

Mo. 23 Nov 2015 - 18:43

Antwort auf von Hanno Herzler (nicht überprüft)

Ist ja gut, lieber Hanno, aber Frau Merkel muß doch wirklich nicht dauernd Märchenstunde halten.

Bernd Kockrick (nicht überprüft)

Do. 10 Dez 2015 - 17:07

Die Islamisten belegen die Gefährlichkeit der Religion, weil man über Glauben (wie über Geschmack) nicht streiten kann und ein Gläubiger nicht gezwungen ist, über seinen Glauben Rechenschaft abzulegen, und sei er noch so unvernünftig oder gar menschenfeindlich.

Uwe Schnepf (nicht überprüft)

Sa. 16 Jul 2016 - 12:57

Jetzt schlägts aber 13!
Falsch, Frau Merkel!
Das sind ""menschenverachtende und Gott verehrende Terroristen"!
Gottlos? Nein, Gottergeben sind diese abartigen Individuen!
Denn genau das, ist ja das Problem vor dem alle Religionsbefürworter die Augen verschließen.
Kein Gottloser, würde vor so einer abscheulichen Tat "Gott ist größer" rufen. Das ist absoluter Schwachsinn!
Die wollen ihrem Gott damit einen Dienst erweisen und in ein suggeriertes Paradies eingehen.
Es von der Religion abzulenken, ist schon ein großer Fail.
Aber es nun auf Atheisten schieben zu wollen, ist ein absulutes No Go! Steht endlich auch mal zu der Sch…ße, welche eure ach so "heiligen" Schriften vermitteln und macht die Augen auf, dass dort doch nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen vermittelt wird.
Denn sonst hätten diese hardcore-religiösen Vollpfosten keinen Grund einen religiösen Staat mit Gewalt aufrichen zu wollen!
Die meisten Atheisten (Gottlosen) zählen sich zu den Humanisten und verabscheuen inhumanität!
Ohne diese Freidenker, Querdenker und Gottlosen, hätten wir wahrscheinlich immer noch mittelalterliche Verhältnisse, welche sich unter anderem, nach genau solchen religiösen Schriften ausgerichtet haben!
Das Wort "Gottlos" mit "böse" oder "inhuman" zu gebrauchen, ist im 21. Jahrhundert nicht mehr zu akzeptieren.
Das wurde evtl. im Mittelalter so gebraucht, doch dieses sollte eigentlich längst verabschiedet sein!

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