Gesellschaft

Die Hälfte des Planeten als Naturschutzgebiet

Der berühmte Biologe Edward O Wilson legt in seinem Buch "Die Hälfte der Erde. Ein Planet kämpft um sein Leben" eine Problemskizze zum Aussterben der Arten vor und leitet daraus ein Plädoyer für die Hälfte des Planeten als Naturschutzgebiet ab. Das Alterswerk macht berechtigt auf Gefahren für die Biosphäre des Menschen aufmerksam, was allerdings ein wenig sprunghaft und unsystematisch geschieht.

Diskriminierungsrisiko: Weltanschauung

Ein Bekenntnis zum Humanismus ist nicht karrierefördend. Eine solche steile These ergibt sich zwar nicht zwingend als das Ergebnis einer Studie des Rechtsanwaltes und Philosophen Dr. Thomas Heinrichs für die "Antidiskriminierungsstelle des Bundes". Sie wäre aber ein gutes anschließendes Diskussionsthema. Die Studienergebnisse von Heinrichs wurden jetzt veröffentlicht. Der Kulturwissenschaftler Dr. Horst Groschopp interviewte den Autor.

Fragmentarische Darstellung zum NS-Chefideologen

Der Journalist und Publizist Volker Koop legt mit "Alfred Rosenberg. Der Wegbereiter des Holocaust. Eine Biographie" eine Darstellung zu dem früheren NS-Chefideologen vor. Er liefert einige neuere Erkenntnis auch auf Basis der Tagebücher, gleichwohl wirkt sein Buch etwas fragmentarisch und bezogen auf die Bedeutung Rosenbergs für Ideologie und Politik auch ein wenig widersprüchlich.

Titelseite des Reports (Ausschnitt)

Bürgerstiftungen sind aus Flüchtlingsarbeit nicht wegzudenken

Mehr als jede zweite Bürgerstiftung in Deutschland engagiert sich für geflüchtete Menschen. Jede fünfte Bürgerstiftung hat innerhalb der letzten zwei Jahre sogar ihren Schwerpunkt auf diesen Bereich gelegt. Die 400 Bürgerstiftungen, in denen bundesweit bald 50.000 Bürger aktiv sind, haben eines gemeinsam: sie unterstützen das lokale Gemeinwesen in einer bestimmten Stadt oder Region.

Ostdeutschland als Blaupause für den Westen

Blaupause ist ein Modewort. Es meint Vorbild, Grundlage, Idee, Modell, Muster. Blaupause klingt geheimnisvoll. Es passt zum Thema "die Konfessionsfreien". Diese sind noch immer ein gesellschaftswissenschaftliches Geheimnis. Ihre Zahl scheint aber inzwischen groß genug, dass Kirchen und ihre Theologen diese Großgruppe nicht mehr ignorieren oder deren Existenz als allein ostdeutsches Phänomen, gar als Produkt der DDR, denunzieren können. Was bleibt davon? Niemand kann an dem Thema vorbei, ohne über das weitgehend religionsfreie Ostdeutschland zu reden – als "Blaupause" für ganz Deutschland, gar Europa? 

Tomate

Tomaten – von unten betrachtet

Im bayerischen Neuburg an der Donau hat eine junge Frau auf dem Grab ihrer Großeltern Tomaten angepflanzt, weil diese zu Lebzeiten Tomaten liebten. Eine CSU-Stadträtin ist darüber so empört, dass sie nun jeglichen Anbau von Gemüse auf den städtischen Friedhöfen untersagen lassen will.