Philosophie

Thomas Nagel an der New York University

Lässt sich die Welt ohne Bewusstsein denken?

BERLIN. (hpd) In weniger als drei Jahren zum Klassiker geworden: "Geist und Kosmos. Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist” gibt es nun bei Suhrkamp in der Taschenbuch-Wissenschaft-Reihe wie gemacht fürs Proseminar. In der Tat gibt es Bücher, um die man schwer herumkommt. Redlichkeit kann ein guter Grund dafür sein. Darin ist dieses Buch bestimmt beispielhaft. Doch hat es auch recht?

Kampf der Ideen

BONN. (hpd) Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn will in seinem Buch "Kampf der Ideen. Die Geschichte politischer Theorien im Kontext" entsprechend des Untertitels politische Theorien im Kontext politischer Rahmenbedingungen darstellen und erörtern. Sein Ansatz überzeugt, da er die Abgehobenheit mancher Theoriedebatten von der Realität kritisiert, hätte aber auch selbst bei der Darstellung der einzelnen Ansätze noch stärker umgesetzt werden können.

Eine problemorientierte Einführung in die Demokratietheorien

BONN. (hpd) Der Schweizer Politikwissenschaftler Francis Cheneval liefert in seinem Buch "Demokratietheorien zur Einführung" eine problemorientierte Gesamtdarstellung zum Thema. Im Unterschied zu anderen Bänden beschreibt er nicht Systeme oder Theoretiker, sondern erörtert Ambivalenzen und Legitimationsprobleme, allerdings nicht immer in einer Art und Weise, die zu einer Einführung passt.

Erich Satter: "Wer Wissenschaft und Kunst besitzt..."

ODERNHEIM. (hpd) Dieses gar nicht voluminöse, gerade mal 120 Seiten umfassende Buch des Kulturphilosophen und Ethikers Erich Satter enthält eine erstaunliche Vielzahl und Vielfalt von Denkanstößen im weiten Problemfeld der Beziehungen zwischen Kultur und Kunst, Moral und Ethik, Philosophie und Religion und von Fragen und Teilantworten bezüglich eines synthetischen oder – wie der Autor es ausdrückt – synästhetischen Zusammenhangs zwischen all diesen Disziplinen.

Die Tyrannenliebe der Intellektuellen

BONN. (hpd) Mark Lilla, Professor für Geistswissenschaften an der Columiba University, will in seinem Buch "Der hemmungslose Geist. Die Tyannophilie der Intellektuellen" den Opportunismus von Denkern gegenüber Diktaturen anhand von Fallbeispielen aus dem 20. Jahrhundert erörtern. Da die einzelnen Beiträge zu Benjamin, Derrida, Foucault, Heidegger und Schmitt eher essayistisch gehalten sind, liegt mit dem nicht ganz so gelungenen Buch nur eine fragmentarische Erörterung zum Thema vor.

"Kristina und Descartes" am Rhein

OBERWESEL. (hpd) Ob die beiden nun tatsächlich ein Liebespaar waren, weiß man nicht. Bekannt ist lediglich, dass der Philosoph und Mathematiker René Descartes 1650 in Stockholm am Hofe der Königin Kristina Wasa von Schweden starb, an dem er weilte, um sie in seiner Philosophie zu unterweisen; und dass die beiden schon vorher längeren Briefkontakt gepflegt hatten. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass sich zwischen den beiden mehr als nur das historisch Verbürgte abgespielt hat.

Der Preisträger Peter Singer

Peter Singer in der Urania

BERLIN. (hpd) Geschätzt 250 Protestierende standen am gestrigen Nachmittag vor der Urania. Drinnen im Kleistsaal sprach Peter Singer bereits mit Journalisten des ZDF. Die Preisverleihung hatte bereits im Vorfeld für kontroverse Debatten gesorgt, die sich auf die problematischen Äußerungen Singers bezogen.