Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz hat eine Plakataktion gestartet. Saudische Gäste werden darauf gebeten, sich in ihrem Heimatland für den saudischen Dissidenten Raif Badawi einzusetzen. Der Gemeinderat der Stadt Interlaken stellt sich jedoch quer. Die Freidenker haben gegen die städtische Zensur rechtliche Schritte angekündigt.
Am 21. Juli war Nicolai Sprekels, Experte für Menschenrechte in Nordkorea und Vorstandssprecher der Stiftung SARAM, für einen Vortrag im Marmorsaal des Presseclubs Nürnberg zu Gast. Die Veranstaltung fand als Kooperation des Bund für Geistesfreiheit (bfg) Nürnberg, dem Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes sowie SARAM – Stiftung für Menschenrechte in Nordkorea statt.
Seit 2013 findet es jährlich statt, das Sommerlager "Camp Quest", bei dem Kinder und Jugendliche von 9 bis 15 Jahren die Welt als kleine "Forschende" entdecken können. Dieses Jahr dreht sich fast alles ums Thema Energie – und das mehrsprachig. Als kleinen Beitrag zur Integration boten die Freidenker ukrainischen Flüchtlingsfamilien an, dass ihre Kinder unentgeltlich am "Camp Quest" teilnehmen können. Die Nachfrage war so groß, dass das Camp erstmals über zwei Wochen stattfindet.
Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!) will verhindern, dass die Stadt Düsseldorf den Evangelischen Kirchentag 2027 mit mindestens 5,8 Millionen Euro aus Steuergeldern fördert. Eben dies hatte der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 23. Juni nach kurzer kontroverser Diskussion, 48 Ja-Stimmen, 17 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen beschlossen. Gegen diesen Ratsbeschluss initiiert der DA! e. V. jetzt ein Bürgerbegehren. Das Ziel: Nicht der Kirchentag als solcher soll verhindert werden, wohl aber die Co-Finanzierung aus öffentlichen Mitteln der hochverschuldeten Stadt.
Am Samstag fand in Berlin der Christopher Street Day (CSD) statt: Mit einem Kundgebungszug durch die Straßen wurde gefeiert, dass man sich als nicht-heteronormativer Mensch in den allermeisten Ländern der westlichen Welt heutzutage nicht mehr verstecken muss, sondern stolz auf die eigene Identität und sexuelle Orientierung sein und das auch zeigen kann. Zeitgleich fand ein kleinerer Protest mit wesentlich ernsterem Charakter gegenüber der saudischen Botschaft statt. Denn in Saudi-Arabien wird Homosexualität nach wie vor hart bestraft. So geschehen im Fall von Suhail Alyahya.
Überall in Deutschland werden Evolutionswege gebaut und eröffnet. Überall? Nein, in einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen wehren sich CDU und FDP erfolgreich dagegen, einen Evolutionspfad zu errichten.
Es gibt sie wieder: Sommerfeste, Konzerte, Konferenzen und Festivals. Auch die Säkularen und Humanisten feiern. Am kommenden Wochenende findet in Mannheim der "Humanistische Sommer" statt. Er versteht sich als Hybridveranstaltung aus Sommerfest und Konferenz. Zwei Tage lang soll für Begegnung der säkularen, humanistischen und konfessionsfreien Art gesorgt sein.
Pünktlich und passend zum Welthumanistentag wurde gestern in Berlin-Schöneberg das "Haus des Humanismus" eröffnet. Zur Einstimmung in das, was zukünftig an diesem "Ort der Begegnung" passieren wird, begann nach den offiziellen Eröffnungsreden das ganztägige Festival "Liebe Stadt Revolte".
Am vergangenen Sonntag fand die 136. Jugendfeier des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD) Niedersachsen in Hannover statt. 50 Junge Humanistinnen und Humanisten (JuHus) aus Hannover und der Region feierten mit rund 600 Gästen im Theater am Aegi ihren Einstieg ins Erwachsenwerden.
Auf Antrag der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt Nord sollte die Verwaltung die Einrichtung eines Evolutionsweges am Naturmuseum prüfen. Auf der Sitzung am 27. April wurde dieser Antrag mehrheitlich mit einer Gegenstimme aus der Fraktion der Linken beschlossen.
Die Piraten im Wittener Stadtrat beantragen einen Evolutionsweg für Witten. Auf zwanzig Schautafeln soll entlang eines Fußwegs die Evolution in ihrem zeitlichen Ablauf dargestellt und erklärt werden. Der Clou: für die Stadt Witten würden für diese neue Attraktion keine Kosten entstehen. Die Motive der Schautafeln sind bereits auf sechs anderen Evolutionswegen in Deutschland im Einsatz, unter anderem am Aquazoo in Düsseldorf. Sie stammen von einer Regionalgruppe der gemeinnützigen Giordano-Bruno-Stiftung.
Seit gestern überziehen die Bremer Evangelikalen die Stadt mit einer Großkampagne. Neben tausenden Plakaten und Flyern bis hin zu Bierdeckeln wollen sie riesige Mengen an Material verteilen. In zahlreichen der bibeltreuen Gemeinden wurden "Evangelisten" ausgebildet und motiviert. Sie klingeln an Türen, organisieren Infostände und werben mit zahlreichen Veranstaltungen und öffentlichen "Lobpreisungen" für ihre Sache.
Der Bund für Geistesfreiheit München lädt am 1. Juni 2022 um 19.00 Uhr zu einer Diskussionsrunde zum Thema Sterbehilfe in die Münchner Seidlvilla ein. Dort soll das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2020 kommentiert und seine Auswirkungen besprochen werden. Die Richter*innen in Karlsruhe hatten das strafrechtliche Verbot der Sterbehilfe gekippt und jedem Menschen zu jeder Zeit das Recht auf selbstbestimmtes Sterben zugestanden.
Die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) kritisiert die öffentlichen Zuschüsse von Stadt, Land und Bund für den 102. Katholikentag in Stuttgart, die auf ein neues Rekordniveau gestiegen sind.
Mit einer religionskritischen Figurenparade demonstriert die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) vom 25.–29. Mai in der Stuttgarter Innenstadt anlässlich des Katholikentags gegen die zahlreichen Missstände im Verhältnis des Staates zu den Kirchen. Vergleiche mit anderen öffentlichen Subventionen zeigen, dass dieses Glaubensfest massiv bevorzugt wird. Die Frage, wo genau die Versammlung stattfinden darf, muss jedoch erst noch im Klageweg vor dem Verwaltungsgericht geklärt werden.