Blick in den Vortragssaal

Das Symposium Kortizes 2026 in Nürnberg

Künstliche Intelligenz: Werkzeug, Partner oder Bedrohung?

Wie funktioniert künstliche Intelligenz? Welche Auswirkungen hat ihr Einsatz auf unsere Gesellschaft? Und wie gelingt es uns, die Maschinen klug zu nutzen? Diesen Fragen widmete sich Anfang Oktober das Kortizes-Symposium im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

7 Mio für den ev. Kirchentag

Evangelischer Kirchentag in Düsseldorf 2027

Geldübergabe vor dem Altar

Nach der Zusage von 5,8 Millionen Euro durch die Stadt Düsseldorf unterstützt nun auch das Land Nordrhein-Westfalen den Evangelischen Kirchentag im Mai 2027 in Düsseldorf mit zusätzlich sieben Millionen Euro aus Steuermitteln. Die Geldübergabe wurde im Rahmen eines Pressetermins in einer evangelischen Kirche vollzogen. Die Verantwortlichen wählten dafür als schmückenden Hintergrund den Gekreuzigten und den Altar der Johanneskirche in der Düsseldorfer Innenstadt.

Jahreshauptversammlung

Nürnberg und Fürth

Zwei fränkische bfg wählten neuen Vorstand

In einer gemeinsamen Jahreshauptversammlung am vergangenen Montag in Nürnberg trafen sich Mitglieder der Bunde für Geistesfreiheit Nürnberg und Fürth, um ihre neuen Vorstände zu bestimmen und ausscheidende, verdiente Vorstandsmitglieder zu ehren.

Weihnachtsoratorium

Kommentar

Das Elend des Kulturchristentums

Morgen ist "Christi Himmelfahrt", zehn Tage später folgt "Pfingsten" – Kuriositäten des christlichen Feiertagskalenders, die noch immer gesetzliche Feiertage sind. Michael Murauers Polemik will mit ihrem Titel auf Joachim Kahls erfolgreichstes Buch "Das Elend des Christentums" anspielen und ist ihm zum 85. Geburtstag gewidmet, den er gestern gefeiert hat.

Karte der autonomen Gebiete Chinas

China

Zwangsassimilation per Gesetz

China bezeichnet sich selbst als Vielvölkerstaat. Offiziell gibt es 56 anerkannte Ethnien. Doch während Mitgliedern ethnischer Minderheiten teils gewisse Sonderrechte zustehen, betreibt die Kommunistische Partei Chinas seit Jahrzehnten eine Politik, die diese Rechte Schritt für Schritt beschneidet.

Gebäude des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg

Menschenrechtsgerichtshof unter politischem Druck

Ob Russland, die USA oder auch Israel – im weltweiten Maßstab zeigt das Handeln der Akteure die Tendenz, dass das Völkerrecht und die Menschenrechte nicht mehr ernst genommen und eklatant verletzt werden. Der verhängnisvolle Trend setzt sich auf europäischer Ebene fort, Darauf macht die Menschenrechtsorganisation Norwegian Helsinki Committee in einem eindringlichen Aufruf aufmerksam. Der Vorwurf: Die Autorität des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs werde insbesondere in Fragen des Flüchtlingsschutzes von einigen Mitgliedsstaaten des Europarats ganz offen untergraben.

Worldwide Day of Genital Autonomy 2026

"Die Welt verändert sich, wenn ihr euch Gehör verschafft"

Am Samstag hatten wieder zahlreiche Organisationen zum "Worldwide Day of Genital Autonomy" (WWDOGA) aufgerufen. Bei diesmal sommerlichen Temperaturen wurde vor dem Kölner Dom im Rahmen einer internationalen Kundgebung das Recht auf genitale Selbstbestimmung – also der Schutz vor nicht-therapeutischer Genitalbeschneidung Minderjähriger – gefordert.

ZDF berichtet über Plakatkampagne zur Vielfalt im Islam

Das ZDF berichtet über "Diversität im Islam" anhand der "Ich bin Muslim / Ich bin Muslimin"-Kampagne des Arbeitskreises Politischer Islam (AK Polis) und des Mernissi–de Gouges Bildungs- und Sozialwerks. Ausführlich kommen in dem Beitrag Seyran Ateş und Sineb El Masrar zu Wort.

Die Krise der Krankenkassen-Finanzierungsreform

Die Bundesregierung hält unbeirrt an der Erzählung fest, die Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sei ein "historischer Meilenstein". Wer sich jedoch anschaut, was das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) gerechnet hat, wie die Fachwelt reagiert und welche politische Logik hinter diesem Gesetz steht, kommt zu einem anderen Schluss: Hier wird nicht stabilisiert, sondern Substanz verzehrt – und zwar nach demselben Muster, mit dem zuvor schon die öffentliche Infrastruktur in weiten Teilen des Landes heruntergewirtschaftet wurde.

Hamid Nowzari und Sanaz Azimipour

Archiv der Leerstellen

Leben und Widerstand in der iranischen Diaspora in Berlin

In der Berliner Volksbühne läuft zur Zeit eine vierteilige Veranstaltungsreihe zum Iran. Der Titel der Veranstaltungsreihe "Archiv der Leerstellen: Leben und Widerstände der iranischen Diaspora in Berlin" zeigt bereits, wo der Schwerpunkt liegt. Unsere Autorin Susan Navissi hat selbst iranische Wurzeln und die ersten beiden Veranstaltungen besucht.

Mohamed Yahya Ekhou

Yahya Ekhou wird Palm-Preisträger 2026

"Stimme für säkulare Freiheit"

Der 13. Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit geht an Yahya Ekhou aus Mauretanien und Natalja Kljutscharjowa aus Russland. Beide erhalten jeweils 10.000 Euro Preisgeld. Der Zentralrat der Konfessionsfreien gratuliert im Namen der säkularen Verbände Deutschlands insbesondere Yahya Ekhou. Er ist Vorsitzender der Säkularen Flüchtlingshilfe Deutschland e.V., die Mitglied im Zentralrat der Konfessionsfreien ist. Der Palm-Preis wird ihm im November 2026 als "Stimme für säkulare Freiheit" verliehen.

"Hängemattenbischof" vor dem Kölner Dom

Protestbündnis demonstriert in Würzburg

Katholische Missionierung auf Staatskosten

Seit zwölf Jahren reist die Aktionsgruppe "11. Gebot" zu jedem Kirchen- und Katholikentag, um mit ihrer drei Meter hohen Moses-Figur an das "11. Gebot" zu erinnern: "Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!" Beim vom 13. bis 17. Mai stattfindenden Katholikentag in Würzburg wird "Moses" durch die bekannten Skulpturen des "Hängemattenbischofs" und des "Geldhamsters" unterstützt. Sie weisen auf einen "doppelten Skandal" hin: Während die katholische Kirche noch immer Millionenzuschüsse vom Staat kassiert, werden die Opfer sexueller Gewalt im Stich gelassen.

Termine

Mehr aus den Rubriken

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Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

Mitglieder des Arbeitskreises Säkularität & Humanismus

Berliner SPD-Arbeitskreis Säkularität und Humanismus wählt neuen Vorstand

Sieben Impulse für Koalitionsgespräche in Berlin

Der "Arbeitskreis Säkularität und Humanismus der SPD Berlin" hat am Mittwoch, 28. Oktober, im Willy-Brandt-Haus einen neuen Vorstand gewählt. Den Vorsitz übernimmt eine Doppelspitze aus Dr. Felicitas Tesch und Philip Schunke.

Cover

Eine interessante journalistische Monographie

„Wie die Demokratische Partei Trump großmachte“

Welchen indirekten Anteil die Demokraten selbst an Trumps Wahlsiegen hatten, wird in Berichterstattungen und Diskussionen häufig ignoriert. Dass sie sich zugunsten des großen Geldes von den kleinen Leuten abgewandt haben, ist in einem Buch zum Thema die zentrale These: „Die Undemokraten“ von Jörg Wimalasena.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Patrick Stewart

Nachruf auf Sir Patrick Stewart (13. Juli 1940 – 28. Oktober 2026)

Der Humanist auf der Brücke

Captain Jean-Luc Picard von der „USS Enterprise“ war wohl seine bekannteste Rolle: Der Schauspieler Patrick Stewart ist am 28. Oktober im Alter von 86 Jahren an einer Demenzerkrankung verstorben. Doch auch sein Engagement als Aktivist und Schirmherr der britischen Organisation Humanists UK verdient Beachtung. In der Rolle des Captain Picard brachte er einem Millionenpublikum humanistische Werte näher.

Rentner, alte Menschen

Was die amerikanische Rentendebatte mit dem New Deal zu tun hat und warum sie auch für Deutschland interessant ist

Sozialversicherung: Ein überraschender Blick in die USA

Bernie Sanders, der Senator aus Vermont, will die amerikanische Rentenversicherung, die Social Security, langfristig finanziell absichern und zugleich ihre Leistungen verbessern. Dazu schlägt er vor, ihre Finanzierungsbasis zu verbreitern und insbesondere hohe Einkommen stärker heranzuziehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

Marburg

Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

historischer Marktplatz

Der Einfluss der abrahamitischen Religionen auf das Wirtschaftswachstum

„Warum sind manche Länder reich und andere arm?“ – Das war die Ausgangsfrage, die sich drei Ökonomen gestellt haben. Zur Beantwortung der Frage wählten sie jedoch einen für die Ökonomie unüblichen Ansatz, denn sie interessierten sich dezidiert für den Einfluss der Religion auf die historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Sie kamen zum Ergebnis, dass Religion das Wachstum sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

El-Zayat wiegelt ab

Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer" berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal Farouk El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.