Debatte

Ist die Pflegekammer in Rheinland-Pfalz undemokratisch?

TRIER. (hpd) Zum September diesen Jahres wird in Rheinland-Pfalz die Pflegekammer eingerichtet und gewählt. Diese soll dem gesamten Pflegepersonal Mitbestimmungsrechte garantieren und das Setzen landesweiter Standards erleichtern. Allerdings wird an manchen Stellen Kritik laut, dass gravierende Barrieren existieren, die eine effektive demokratische und emanzipierte Mitbestimmung erschweren.

Die Pflegekammer ist ein Selbstverwaltungsorgan und soll eine Mitwirkung an Gesundheitsversorgung auf allen Ebenen herstellen. Darüber hinaus soll sie bei der Festlegung und Weiterentwicklung fachlicher Standards und Qualitätskriterien mitbestimmen. Sie versteht sich als Interessenvertretung für Pflegekräfte im gesamten Bundesland. Auf den ersten Blick scheint die Einführung einer Pflegekammer eine vernünftige Maßnahme gewesen zu sein. Doch bei genauerem Hinsehen werden eklatante Defizite und Missstände deutlich.

Um sich bei den Pflegekammer-Wahlen beteiligen zu können, müssen sich Pflegekräfte registrieren lassen. Da eine Mitgliedschaft in der Pflegekammer für alle verpflichtend ist, können diese nicht über den Schutz ihrer Daten bestimmen. Dies obliegt allein dem Arbeitgeber. Sobald die Registrierung abgeschlossen ist, verfügen die Pflegekräfte zwar über ein aktives Wahlrecht, aber noch lange nicht über ein passives Wahlrecht. Um dieses zu erlangen sind 150 Unterstütztungsunterschriften notwendig. Wenn eine Pflegekraft also in die Kammer gewählt werden will, ist es von erheblichem Nachteil in einem kleinen Betrieb zu arbeiten, oder keine Führungsposition innezuhaben. Die meisten Vollzeitkräfte werden kaum Zeit haben, um genügend Unterschriften zu sammeln, weswegen sie von vorneherein benachteiligt sind.

Doch wesentlich zynischer ist die Verpflichtung zur Zahlung eines Mitgliedsbeitrages, der mit der verpflichtenden Mitgliedschaft einhergeht. Es ist kein Geheimnis, dass Pflegekräfte schlecht bezahlt werden. Eine weitere finanzielle Belastung der Belegschaften macht den Beruf noch unattraktiver und wird den gegenwärtigen Pflegenotstand noch verschärfen. Wer sich der Zwangsmitgliedschaft entziehen will, wird schlechte Chancen haben. Der Bundesverband für freie Kammern e.V. äußert sich wie folgt: „[...] Wer sich gegen dieses undemokratische Wahlrecht wehren will, kann sich auf einen langen Rechtsstreit gegen die Kammer einrichten. Die hat viel Zeit und noch mehr Geld. Denn die Beiträge der Zwangsmitglieder füllt die Kriegskasse der Kammer für Auseinandersetzungen auch mit bzw. gegen die eigenen Mitglieder.

Die Einführung einer Pflegekammer bedeutet auch die Etablierung von Parallelgesellschaften innerhalb der Pflegeberufe. Die Aufgaben, die ihr zugeteilt werden, könnten ebenso von Gewerkschaften oder staatlichen Behörden übernommen werden. Dazu die Gewerkschaft ver.di: „[...] Eine Aufwertung der Pflegeberufe ist möglich, dazu bedarf es keiner Kammern. Das Ansehen eines Berufsstandes ist eng an die Vergütungsmöglichkeiten und an die Arbeitsbedingungen geknüpft. [...].“ Letztlich kostet die Pflegekammer also nur Geld und ändert an Missständen nichts. Fassen wir zusammen: Die Mitwirkungsrechte sind an hohen Barrieren geknüpft, es gibt keinerlei Sicherheit was datenschutzrechtliche Bestimmungen betrifft, es dürfen keine Tarifverhandlungen geführt werden, Pflegekräfte müssen dieser Kammer angehören, andernfalls könnten sie unter Umständen mit Berufsverbot rechnen und Pflegekräfte müssen Mitgliedsbeiträge für eine Institution bezahlen, die im Grunde genommen überflüssig ist. Die Pflegekammer ist die reinste Farce und an Hohn und Spott gegenüber den Beschäftigten kaum zu überbieten. Die einzigen, die davon profitieren, sind die Pflegefunktionäre. 

Kommentare (36)

Martin H. (nicht überprüft)

Do. 10 Sep 2015 - 14:00

Sorry, aber dieser Artikel wimmelt von Unwahrheiten! Da werden offenbar Kammergegner unreflektiert zitiert...
So wird u. a. die Zahlung eines Mitgliedsbeitrages beklagt; es ist aber Fakt, daß sich Kammern nun mal über Mitgliedsbeiträge finanzieren, eben um unabhängig zu bleiben. Und dessen Höhe wird im übrigen der Höhe des Gehaltes angepasst sein, niemand muß hier finanziell ausbluten.
Völlig unrichtig ist die Behauptung "Die Aufgaben, die ihr zugeteilt werden, könnten ebenso von Gewerkschaften oder staatlichen Behörden übernommen werden." Nein - sie können eben nicht von Gewerkschaften übernommen werden! Berufsverbände, Gewerkschaften und Kammern decken ein jeweils unterschiedliches Aufgabenspektrum ab. Und was "staatliche Behörden" betrifft: Ja, das war bisher so... und was dabei heraus kam, das können Sie ja in der derzeitigen Pflegelandschaft sehen. Es wird dringend Zeit, daß diese Aufgaben von Leuten unserer eigenen Profession übernommen werden, und nicht von Fachfremden ohne Ahnung!
Auch Verdi hat inzwischen seine Meinung geändert und arbeitet, wie zu hören ist, in der Pflegekammer RLP gut mit. So sind als Kammergegner vor allem Arbeitgeberverbände (z. B. bpa) übrig geblieben, die natürlich wenig Interesse an einer starken und selbstbewußten Pflege haben.
Ich empfehle dringend, sich einmal auf der Seite pflegekammer-jetzt.de zu informieren, bevor derart abstruse Behauptungen in den Raum gestellt werden!

Martin H. Sie leben wohl in einer Traumwelt oder sitzen selbst in der Pflegekammer. Die meisten Krankenhäuser sind Geschäftskonzerne wie Mercedes oder VW die nur Profit orientiert arbeiten. Wollen sie jetzt auch eine Montagekammer einrichten ????? Mit dieser Kammer wird den Pflegekräften das schwer verdiente Geld aus der Tasche gezogen um Bürokraten die Taschen zu füllen. Wenn es um Patienten und Pflegestandardts geht, hätten die Krankenhäuser nie in Private GmbH´s umgewandelt werden in denen nur noch Profit zählt.
Alle die in der Pflege arbeiten und zu einer Pflichtmitgliedschaft gezwungen werden sollten kündigen !!!! Das wäre es dann mit Ihrer Pflegekammer und der Geldmacherei

In der Traumwelt leben wohl eher Sie, ansonsten kann man Ihr kryptischer Geschreibsel schwer nachvollziehen. Und in "der" (bzw. einer) Pflegekammer bin ich leider nicht, da ich in Bayern lebe und arbeite.
Was hat die Tatsache, daß Krankenhäuser (leider) meist profitorientiert arbeiten (müssen) damit zu tun, ob es nun "Montagekammern" (was immer das sein mag) gibt oder nicht?!? Die Pflege zählt zu den Heilberufen, also wäre es nur folgerichtig, sie ebenso wie andere Heilberufe zu verkammern. Nix Montage, nix Mercedes.
Und welchen "Bürokraten" werden die Taschen gefüllt?? In Pflegekammern sind nur Berufsangehörige (also Pflegekräfte!) Mitglieder, nicht irgendwelche "Bürokraten"!
Und, was bei dem ewigen Herumgereite auf den ach so hohen Beiträgen gern vergessen wird: Es gibt dafür schließlich auch Gegenleistung.
Bei der Geschichte, daß man auf Teufel komm raus (auch wider die Vernunft) große Teile des Gesundheitswesens privatisieren mußte, bin ich durchaus bei Ihnen; nur: Was hat das mit einer etwaigen Verkammerung zu tun? Abgesehen davon sind die Pflegekräfte in den meisten europäischen bzw. englischsprachigen Ländern verkammert, egal ob diese eher staatlich sind (Großbritannien, Skandinavien) oder eher privatwirtschaftlich (USA). Und dort geht es den Pflegekräften nicht schlecht, eher im Gegenteil!
Ich kann Ihnen nur raten, sich auf der von mir angegebenen Seite ins Thema einzulesen!

Mate (nicht überprüft)

Do. 1 Okt 2015 - 10:42

Dieser Artikel ist so schlecht recherchiert, so tendenziös verfasst und taucht so weit oben in den Suchergebnissen auf, dass man ihn nicht unkommentiert stehen lassen kann. Wie Martin H. hier schon anmerkte strotzt er nur so vor falschen Behauptungen.
Zu den datenschutzrechtlichen Bestimmungen: Natürlich gibt es da Klarheit, das Vorgehen wurde mit dem Datenschutzbeauftragten von RLP abgeklärt.
Zu den 150 Unterstützerunterschriften: Es stimmt nicht, dass ein einzelner Kandidat(in) 150 Unterschriften sammeln muss. Die Wahl findet als Listenwahl statt und eine komplette Liste muss 150 Unterschriften beibringen. Die Größe der Einrichtungen oder was auch immer spielt dabei überhaupt keine Rolle.
Berufsverbot: Auch das ist schlicht und einfach falsch, hält sich aber hartnäckig. Die Kammer kann gar kein Berufsverbot erteilen und wird es deshalb auch nicht tun.
Und zu den Gewerkschaften (deren Arbeit ich hier keinesfalls schmälern will): Wo ist sie denn, die Aufwertung der Pflege in Form der Vergütung und der Arbeitsbedingungen, wo?? Dazu ist die Pflege gewerkschaftlich spektakulär gering organisiert. Eine Kammer, die alle Pflegenden als Mitglieder hat, muss da eigentlich eine willkommene Verbündete sein.
Ob die Kammer etwas bringt oder nicht bleibt abzuwarten. Anhand dieser "Analyse" hier kann man aber auf keinen Fall behaupten, dass die Kammer nichts bringen wird, wie es der Autor tut.
Und wenn er behauptet, die Kammer sei zynisch, eine Farce, Hohn und Spott und was nicht alles, dann ist das nicht nur seinen eklatanten Wissenslücken geschuldet, sondern schlicht und einfach eine Frechheit!

Dana (nicht überprüft)

Sa. 3 Okt 2015 - 08:12

Antwort auf von Mate (nicht überprüft)

Eine Pflegekammer ist total überflüssig. Wer sich für diese so stark einsetzt bereichert sich persönlich, nicht aber die Pflegekräfte, die in diese Kammer genötigt werden.

Ich bereichere mich keineswegs persönlich durch die Pflegekammer. Ich bin einfaches, zahlendes Mitglied, wie alle anderen Pflegekräfte. Wenn Sie aus der Pflege kommen, wissen Sie genauso gut wie ich, dass bereits seit Jahrzehnten eine eigene berufliche Selbstverwaltung der Pflege gefordert wird, und das aus gutem Grund. Jetzt bekommen wir sie und deshalb unterstütze ich die Pflegekammer. Und überflüssig ist die Kammer keineswegs. Wenn sie überflüssig wäre, würden wir uns heute nicht über schlechte Arbeitsbedingungen usw. beklagen müssen.

Martin H. (nicht überprüft)

Sa. 10 Okt 2015 - 13:23

Antwort auf von Mate (nicht überprüft)

Danke für Ihre sachliche Stellungnahme, Mate.
Ich bin froh, daß sich Leute aus der Pflege - wie Sie und ich - für die Pflegekammern einsetzen und nicht von z. T. gezielter Desinformation von außerhalb beirren lassen.

Heike keser (nicht überprüft)

Di. 1 Mär 2016 - 23:22

Antwort auf von Martin H. (nicht überprüft)

Ich habe mich noch nicht angemeldet und werde mich weiterhin versuchen gegen eine Zwangsmitgliedschaft zu wehren.
Ansonsten hab ich den Gaube an usere Demokratie verlorn .....was kommt als nächstes tragen von Minirock im Dienst?

Paula Johannson (nicht überprüft)

Do. 8 Okt 2015 - 10:56

Auf paulasschulgedanken.wordpress.com habe ich gestern einen neuen Beitrag zum Thema "Widerstand gegen die Pflegekammer" veröffentlicht. Hierin sind aktuelle Recherchen nachzulesen. Der Gegenwind nimmt zu, eine Pflegekammer ist unnötig. Aber lesen Sie selbst, besuchen Sie meinen Blog dazu. Pflegerische Grüße, Paula

Martin H. (nicht überprüft)

Sa. 10 Okt 2015 - 13:17

Antwort auf von Paula Johannson (nicht überprüft)

Den Artikel von Prof. Weidner hatte ich bereits die Tage in "Die Schwester/der Pfleger" gelesen und mir nun Ihren Beitrag in Ihrem Blog, der sich ja z. T. darauf bezieht... und kann nur sagen, ich finde es empörend, in welcher Art und vor allem welchem Ton Sie diesen Mann herabwürdigen ("motziger und bockiger kleiner Junge").
Als trotziges, wütendes Aufstampfen erscheint eher Ihr Artikel (ebenso wie viele in ähnlicher Weise geschriebene Beiträge von Kammergegnern); wie ein verzweifeltes Nicht-wahr-haben-wollen von Umfrageergebnissen, Zahlen, ja schlicht und ergreifend der Realität; und wo man mit der Wahrheit nicht mehr weiterkommt, wird diese passend hingebogen: So hat z. B. Prof. Weidner keineswegs behauptet, daß in RLP 76% der Pflegekräfte des Landes RLP mit "ja" gestimmt hätten, sondern daß es rund 76 % Zustimmung zur Befragung gegeben habe - Sie haben ihm also das Wort im Mund herum gedreht.
Weiter unten wird sich über die Teilnahme von Azubis an der Umfrage beschwert - nun, in anderen Bundesländern hatte man diese bei der Befragung ausgeklammert, da wurde wiederum hinterher genau dies von den Kammergegnern kritisiert.
Ich will gar nicht auf jede abstruse Einzelheit in Ihrem Artikel eingehen, nur eins noch, wo sich mir - als in Bayern lebender Pflegekraft - die Nackenhaare aufstellen ob solch dreister Lügen: Sie behaupten
- "Unter Bayerns ausgesuchten befragten Pflegekräften haben sich nur 0,44 % für eine Errichtung einer Pflegekammer entschieden." Fakt ist, daß sich von den Befragten in Bayern 50% für die Kammer und nur ca. 34% dagegen entschieden haben - nachzulesen in der Befragung der Hochschule München.
- Der sog. "Pflegering" (der Gegenvorschlag von Ministerin Huml, mit dem sie die Pflegekammer aushebeln will) würde "bisher gut angenommen". Fakt ist, daß dieser Vorschlag in Bayern auf ziemliches Desinteresse bis völlige Ablehnung stößt. Ausgenommen natürlich Arbeitgeberverbände, die den Regierungsvorschlag klasse finden (weil die Machtlosigkeit der Pflegenden dadurch weiter fortgeschrieben wird).
Als Fazit bleibt die Feststellung, daß der "Gegenwind" keineswegs zunimmt, siehe das Beispiel Verdi in RLP. Dies weiterhin immer wieder in Artikeln zu behaupten, ist einfach nur ein verzweifelter Versuch der Aufbäumung gegen die Realität durch die Kammergegner.

Können alle machen was sie wollen. Nur wenn ich irgendwo gegen meinen Willen Mitglied werden muss, da frag ich mich schon warum. Sie können ja auch ohne mich die Kammer betreiben. Aber sicherlich hat man auch hierfür eine Erklärung.

Ich amüsiere mich köstlich über Ihren Kommentar, Herr Martin H. Scheinbar scheint es Ihnen an Lesekompetenz zu mangeln, denn ansonsten hätten Sie es mit den 76 Prozent verstanden, wie auch alles weitere, was Sie missverstanden hier beschmutzen. Andererseits möchte ich Ihnen hiermit zurück melden, dass ich es ziemlich unpassend finde, dass Sie sich auf dieser Plattform über meinen (im Übrigen sehr erfolgreichen!) Blog negativ äußern. Besuchen Sie ihn und hinterlassen bitte dort Ihre Kommentare bzgl. der Beiträge an Ort und Stelle. Oder haben Sie etwa Angst? Freundliche Grüße Paula Johannson (meine Kinderstube lehrte mich, Vor - und Zunamen zu benennen...)

Zitat: "Ich amüsiere mich köstlich über Ihren Kommentar, Herr Martin H."
So, so... warum regen Sie sich dann derart darüber auf?
Zitat: "Scheinbar scheint es Ihnen an Lesekompetenz zu mangeln, denn ansonsten hätten Sie es mit den 76 Prozent verstanden..."
Da scheint es bei Ihnen noch an ganz anderem zu mangeln; denn es IST ein Unterschied, ob 76% aller Pflegekräfte des Landes RLP für die Kammer gestimmt haben, oder ob 76% der BEFRAGTEN Pflegekräfte dafür gestimmt haben. Prof. Weidner hat nicht behauptet, daß 76% aller Pflegekräfte dafür gestimmt hätten; aber Sie stellen dies in Ihrem Blog so hin. Also haben Sie entweder einfache Grundsätze der Statistik nicht verstanden (Unterschied zwischen Teil- und Vollerhebung), oder Sie lügen bewußt.
Zitat: "Andererseits möchte ich Ihnen hiermit zurück melden, dass ich es ziemlich unpassend finde, dass Sie sich auf dieser Plattform über meinen (im Übrigen sehr erfolgreichen!) Blog negativ äußern. Besuchen Sie ihn und hinterlassen bitte dort Ihre Kommentare bzgl. der Beiträge an Ort und Stelle."
Das ist mir ehrlich gesagt relativ egal, ob Sie das unpassend finden oder nicht... Sie haben HIER den Hinweis auf Ihren Blog gegeben, also antworte ich Ihnen auch hier (auf neutralem Boden) und nicht in Ihrem Blog, wo Sie ja nach Gutdünken zensieren etc. können. Und daß Sie SELBST Ihren EIGENEN Blog als "sehr erfolgreich" bezeichnen... nun ja. Wie war das mit Eigenlob?
Zitat: "Freundliche Grüße Paula Johannson (meine Kinderstube lehrte mich, Vor - und Zunamen zu benennen...)"
Höhöhö. Das Wort "Kinderstube" sollten Sie lieber nicht in den Mund nehmen, so unsachlich wie Sie und andere Prof. Weidner und Dr. Mai in Ihrem Blog angegangen haben. Wobei diese anderen unter den Kürzeln "I. D." und "F. E." lästern. Und was Sie selbst betrifft, liebe "Paula Johannson":
Zitat: "Dazu möchte ich auf meinen neuen Blog hinweisen, der seit gestern im Netz zu finden ist unter:
https://paulasschulgedanken.wordpress.com
Auch Paula ist ein Synonym, ich kann es leider nicht ändern."
Quelle:
http://www.lehrerfreund.de/schule/1s/lehrerblog-anonym/4263 [26. 02. 2015]
Also Sie und die anderen, die Ihre Meinung teilen, dürfen im Schutze der Anonymität stänkern, aber ich dummer Tropf soll meinen vollen Namen hier preisgeben?

Mike Borger (nicht überprüft)

Do. 26 Nov 2015 - 14:46

Liebe Mitglieder,
Zwangsmitgliedschaft klingt in meinen Ohren so gar nicht nach Demokratie !
Mit freundlichen Grüßen mikeborger.de

Chritoph (nicht überprüft)

Mi. 24 Feb 2016 - 17:43

Bis dato habe ich noch kein mit konkretem Inhalt und Fakten gefülltes Argument pro Pflegekammer finden können. Auch nicht auf der Kammerseite selbst. Nur Scheinargumente und hohle Phrasen. Durch die Zwangsmitgliedschaft werden die Pflegenden versklavt! UN Charta der Menschenrechte: Artikel 20 (2):" Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören."
Was sagen denn die Pflegekammer(pseudo)demokraten dazu???
Geht seit neuestem Pflege ohne Menschenrechtsverletzung nicht mehr???
Ach so, ich bin Fachrankenpfleger und brauche keine Kammer, die mir zur Befriedigung des Narzissmus einiger das Geld aus der Tasche zieht und mich bevormundet.
Pflegekammer und freiwillige Mitgliedschaft wäre kein Problem für mich.

Nur Scheinargumente und hohle Phrasen finde ich bei Ihnen und den anderen Kammergegnern: Da werden Pflegende "versklavt", die UN-Charta ausgepackt und "Menschenrechtsverletzungen" begangen. Weiter unten packt Ihr Kollege sogar die Nazi-Keule aus, hui!!!
Fest steht, dass es Kammern in Deutschland schon seit Jahrzehnten gibt, ebenso Pflegekammern im Ausland... da wurde niemand versklavt und auch keine Menschenrechte verletzt, im Gegenteil ist die Situation der Pflegenden fast überall in den Industrieländern besser, als in Deutschland!

@daniel
Bitte benennen sie doch mal konkret meine "Scheinargumente und Phrasen".
Wie aus ihrem Kommentar ersichtlich, sind für sie wohl Menschenrechte nicht zu beachten. Eine solche Einstellung Menschen gegenüber gibt mir besonders bei Pflegenden zu denken, da mit der Ausübung der Pflegeberufe automatisch ein gewisses Maß an Macht den Pflegebedürftigen gegenüber verbunden ist. Wertschätzung nein danke? Und um eines mal ganz klar zu stellen: Ich habe absolut nichts gegen Pflegekammern, aber alles gegen die Zwangsmitgliedschaft. Wären die "Pflegekammerpropheten" in der Lage vernünftige konkrete inhaltsgefüllte Argumente für einen Pflegekammer zu benennen, wäre die Zwangsverkammerung unnötig. ich bin der festen Überzeugung, dass in diesem Fall nahezu alle Pflegenden freiwillig der Kammer beitreten würden. Aber, lieber Daniel, anstatt mich mit Argumenten zu widerlegen, schießen sie lieber mit der Polemikkanone dagegen. Das es Zwang NUR bei den Nazis gab, kann ich auch nicht unterschreiben. Ja Zwangsverkammerung gibt es auch in anderen Bereichen. Wird etwas Falsches dadurch richtig, dass es auch andere falsch machen? Wenn Menschen gegen ihren Willen unter Androhung von Strafe zu Leistungen jedlicher Art gezwungen werden, weil sie einer bestimmten Gruppe (Hautfarbe, Religion, Beruf, o.ä.) angehören, wie wennt man das, wenn nicht Sklaverei?

Daniel (nicht überprüft)

Fr. 4 Mär 2016 - 10:07

Antwort auf von Christoph (nicht überprüft)

Ihre Scheinargumente und Phrasen hatte ich bereits sehr deutlich genannt:
"Versklavung von Pflegenden" sowie "Menschenrechtsverletzung"; den Nazivergleich hatte ihr Kollege Manfred gestellt, blödsinnig bleibt er dennoch.
Konkrete vernünftige Argumente? Wurden bereits genannt, z. B. im ersten Kommentar; dort steht auch ein Link, wo man sich informieren kann.
Zur Pflichtmitgliedschaft ist zu sagen, dass u. a. eine Kammer keine Legitimation hätte, für die Berufsgruppe zu sprechen, wenn diese ihr nicht alle angehören.
Des weiteren sind (Pflege)Kammern bzw. Pflichtmitgliedschaft schon mehrfach juristisch für rechtens erklärt worden, siehe z. B. http://www.dgf-online.de/wp-content/uploads/Pflegekammern-in-Deutschland-DGF.pdf oder
https://www.htwsaar.de/sowi/fakultaet/personen/professoren/prof-dr-robert-rossbruch/veroffentlichungen/pflegekammer oder
http://www.pflegekammer-niedersachsen.de/index.php/en/fragen-des-tages/290-10-verstoesst-die-pflichtmitgliedschaft-gegen-das-grundgesetz-die-koalitionsfreiheit.html
Also von wegen "Menschenrechtsverletzung", "Sklaverei" etc.
Wer schießt denn nun mit der Polemikkanone?

Christoph (nicht überprüft)

Fr. 4 Mär 2016 - 16:58

Antwort auf von Daniel (nicht überprüft)

Mir ist bekannt, das es deutsche und auch EU-Gerichte gibt,die der Meinung sind Menschenrechte für ungültig erklären zu können. Welche Arroganz!
Ihre links zu sogenannten Argumenten kenne ich. Was dort als Argument bezeichnet wird, sind unbewiesene Behauptungen.
Zwang als Legitimation für andere zu sprechen? Na wenn das nicht die ganz hohe Schule der Demokratie und Meinungsfreiheit ist!
Ich bin ein erwachsener mündiger Mensch. Ich brauche niemanden der für mich spricht!!! Bei freiwilliger Mitgliedschaft könnte man von einer wirklichen Legitimation sprechen, Vertretung und Sprachrohr der Mitglieder zu sein. Ich wüßte wirklich gerne nur einen konkreten Vorteil für mich, der mit der Zwangsverkammerung einhergeht. Habe ich mehr Geld zur Verfügung? Habe ich bessere Arbeitsbedingungen (z.B. kürzere Arbeitszeiten, vorgeplante Pausen, feste langfristigvorgeplante und auch definitiv einzuhaltende Dienstzeiten und Schichtfolgen? Früherer Rentenbezug? Weniger Arbeitsverdichtung? Weniger Administration und Bürokratieanteil in der Arbeit? Oder sonst einen Vorteil? Lieber Daniel,bitte helfen sie mir und nennen sie mir nur einen Vorteil. Ich hätte ja ger nichts gegen eine Pflegekammer, wenn sie wirklich sinnvoll wäre.

Daniel (nicht überprüft)

So. 6 Mär 2016 - 11:16

Antwort auf von Christoph (nicht überprüft)

Wenn Sie die von mir verlinkten Seiten gelesen hätten, dann wüssten Sie auch, dass dies nicht nur "Meinungen" sind, sondern dass hier auf die gängige Rechtssprechung hingewiesen wird (inkl. Gerichtsurteile usw). Insbesondere Professor Rossbruch stellt dies im 2. Link von mir sehr deutlich heraus, indem er immer wieder aufs Bundesverfassungsgericht u. ä. verweist. Im übrigen gibt es auch, wie nun schon mehrfach erwähnt, im Ausland und insbesondere auch ausserhalb von Europa Pflegekammern. Hier haben "deutsche und auch EU-Gerichte" nichts zu melden.
Als arrogant muss man eher Leute bezeichnen, die sich mit Ihrer Meinung hier über die Gesetze stellen.
Auch aus Ihren weiteren Ausführungen liest man heraus, dass Sie sich nicht wirklich damit beschäftigt haben, sonst würden Sie z. B. gar nicht die Frage stellen, ob Sie durch die Kammer "mehr Geld zur Verfügung" hätten - für Ihr Gehalt sind Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften zuständig!
Aber, um ein Beispiel zu geben: Stichwort Arbeitsverdichtung. Hier könnte durch mehr Personal (fester Mindestpersonalschlüssel) oder aber klar umrissene Tätigkeiten (Vorbehaltsaufgaben) gegengesteuert werden. Dies könnte durch ein Gesetz erfolgen - und genau da kommt die Pflegekammer ins Spiel, die Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen kann.
Wie bereits geschrieben, lassen sich die Aufgaben einer Pflegekammer allesamt in verschiedenen Quellen nachlesen, eine wurde ganz zu Anfang schon genannt (www.pflegekammer-jetzt.de).

Christoph (nicht überprüft)

Mo. 7 Mär 2016 - 11:30

Antwort auf von Daniel (nicht überprüft)

@ Daniel: Ironie ist ein Fremdwort für sie? Mir ist bewußt, dass die Pflegekammer nichts bewirken kann, da sie NUR beratende Funktion hat.Glauben sie allen ernstes, dass die Politik Gesetze zur Verbesserung der Pflege erläßt, die Geld kosten, nur weil es auf einmal eine Kammer ohne tatsächliche macht gibt? Die Politik will die Kammer nur, damit sie sich bei Mißständen die Hände in Unschuld waschen und in die Wähler auf die Kammer verweisen kann.

Andreas Schmit… (nicht überprüft)

So. 6 Mär 2016 - 19:48

Antwort auf von Chritoph (nicht überprüft)

Werter Herr Kollege, etwas mehr Dufferenzierung stünde auch Ihnen gut zu Gesicht. Vor der Hand mögen Ihre Argumente verfangen, aber der Kampf um die Pflegekammer ist ja schon mehrere Jahrzehnte alt. Für Kammern jedweder Couleur gilt, dass die in Frage kommenden Mitglieder immer Zwangsmitglieder sind und insoweit auch einen Zwangsbeutrag leisten müssen. Das ist das Wesen einer berufsständischen Vertretung. Deshalb gibt es auch keine Ausnahmen. Im Ausland rings um Deutschland ist die Verkammerung seit Jahrzehnten Gang und Gäbe, nur die deutsche Pflege hinkt wir in allen anderen hinterher.
Was das nun alles mit Menschenrechtsverletzungen oder gar Sklaventum zu tun haben soll, leuchtet mir nicht ein. Woanders ist das völlig normal und anerkannt, nur wir kennen das nicht und lehnen es erst einmal ab. Die Vorteile überwiegen glasklar und helfen mit, die Pflege zu einer Profession zu machen, statt ständig Diener mindestens zweier Herren (oder Damen) zu sein.

Christoph (nicht überprüft)

Mo. 7 Mär 2016 - 11:24

Antwort auf von Andreas Schmit… (nicht überprüft)

Werter Kollege,
das konkrete Benennen der wirklichen Vorteile und der Verzicht auf gebetsmühlenartiges Wiederholen von Behauptungen stünde aich ihnen gut zu Gesicht. Doch genug der Polemik.
Warum Zwangsmitgliedschaft Menschenrechtsverletzung ist habe ich klar benannt. Warum muss etwas unabdingbar richtig sein, wenn es in anderen Ländern geschieht? Wieso bin ich diener zweier Herren? Ich bin Vetragspartner meines Arbeitgebers. Beide Partner haben Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag. Glauben sie ernsthaft durch eine Zwangsverkammerung wird das Ansehen der Pflege in der Bevölkerung das gleiche sein, das die Ärzte genießen?

Andreas Schmit… (nicht überprüft)

Mo. 7 Mär 2016 - 11:55

Antwort auf von Christoph (nicht überprüft)

Guten Tag,

die Pflege war Zeit ihrer Existenz schon immer Diener zweier Herren, nämlich der Pflege (-dienstleitung) auf der einen Seite und der ärztlichen Seite am anderen Ende. Das hat sich in Deutschland nie geändert. In Amerika und in Kananda gibt es klare Vorbehaltsaufgaben, innerhalb derer die Pflege (be-)handelt, entscheidet und verantwortlich ist. Dafür wurde sie entsprechend ausgebildet und wird auch entsprechend bezahlt. Wir haben im Moment keinerlei Vorbehaltsaufgaben. Pflegen darf buchstäblich jeder und das Einzige, was momentan an unserem Berufsstand geschützt ist, ist der Titel und sonst nichts. Alle anerkannten Professionen zeichnen sich durch eine akademische Ausbildung mit entpsrechendem Abschluss aus und eben auch in der Verkammerung. Warum glauben wir Deutschen eigentlich immer, wir könnten am Mainstream vorbei? Nachgewiesenermaßen hinken wir gerade in der Medizin und Pflege im Schnitt um ca. 8 Jahre hinter der Spitzenentwicklung hinterher. Dieser Rückstand führt noch nicht einmal dazu, dass wir von anderen gemachte Fehler so vermeiden, sondern auch die machen wir allen anderen nach - außer bei der Professionalisierung der Pflege - ausgerechnet da gibt es seit Jahrzehnten einen deutschen Sonderweg, der uns inhaltlich definitiv nichts eingebracht hat. Malu Dreyer, seinerzeit noch Ministerin unter Kurt Beck, hatte sich mal offen darüber gewundert, dass wenn die Pflege etwas von ihr als Ministerin will, sie immer die Ärzte vorschickt. Das ist arm. Wir können sehr gut für unsere eigene Sache einstehen, aber dann müssen wir aufhören, auf dem Schoss von Ärzten herum zu hopsen und darauf zu hoffen, dass schon bei passender Gelegenheit etwas für uns abfallen wird. Wir müssen aufhören, deren Job ohne Legitimation, Entscheidungsspielraum, Verantwortung und Bezahlung zu machen. Wenn wir ihn machen wollen, dann mit der entsprechenden Ausbildung, Kompetenz und Verantwortung und dann wird daraus ein Schuh. Dafür braucht es die Kammer und dann kann es endlich weiter gehen in die richtige Richtung. Das ist eine erste richtige Chance für uns alle und so sollten wir es auch mal betrachten, statt immer nur zu jammern. Im Übrigen übernimmt in Rheinland-Pfalz ver.di die Kammergebühren. Also: rein in die Gewerkschaft und alles kann gut werden.

Christoph (nicht überprüft)

Mo. 7 Mär 2016 - 20:43

Antwort auf von Andreas Schmit… (nicht überprüft)

Na das liest sich schon mal besser als alles bisher.
Jedoch: Ich habe eine entsprechende Ausbildung, habe Kompetenz und trage und habe Verantwortung. Ohne Kammer. Wie konnte das nur passieren?? (Vorsicht Ironie)

Andreas Schmit… (nicht überprüft)

Di. 8 Mär 2016 - 09:44

Antwort auf von Christoph (nicht überprüft)

Gut gebrüllt, Löwe.
Jetzt schauen wir uns mal den Haftungsfall bei einem Fehler in Deinem Verantwortungsbereich an und stellen erstaunt fest: Es gibt gar keinen. Das, was Du verantworten musst, geht mit kleinen Ausnahmen nicht über das hinaus, was ein Normalbürger auch verantworten müsste, es sei denn, Du hast ärztliche Dinge übernommen und dann siehst Du ganz alt aus. Ich kenne keinen Arzt, der sich dann vor Dich stellt und sagt, das wäre sein Fehler gewesen. Deshalb brauchen wir Vorbehaltsaufgaben, die wir alleine regeln und dann stehen wir auch dafür gerade und werden auch entsprechend bezahlt. Bekommen werden wir das nicht ohne Kammer...

Manfred (nicht überprüft)

Do. 25 Feb 2016 - 21:23

Zwangsmitgliedschaften in berufsständischen Kammern sind per SE undemokratisch.So etwas gab es meines Wissens in der Geschichte des modernen Deutschland nur im nastionalsozialistischen Unrecvhtsstaat, um die Angehörigen der Berufsgruppen zu erfassen und gleichzuschalten. Ein Asusschluss aus der Kammer kommt ja einem Berufsverbot gleich. Hier scheint es aus zu reichen, seine Beiträge nicht zu bezahlen -> Berufsverbot. Laut Satzung können die Berufsgferichte bis zu 200 000 € Strafe verhängen! Die einzige Regel dabei scheint zu sein: es muss eine Verletzung der Berufspflichten vorliegen. Fragt sich, was da geahndet werden soll, dass nicht sowieso durch normale Gerichte geregelt wird. Können Sie sich irgendetwas vorstellen, das ein normales Gericht NICHT verurteilen wurde, dass Berufdsgericht aber mit 200 000 € bestraft? Nein? Der Gesetzgeber aber anscheinend schon - denn berufsgerichtliche Verfahren sind nach Satzung ausgeschlossen, wenn eine normale Strafverfolgung erfolgt!

Komisch, Kammern gibt es schon seit Jahrzehnten in Deutschland; und Pflegekammern in fast allen westlichen Ländern. Aber Hauptsache, die Nazi-Keule ausgepackt, oder wie?!?
Und woher haben Sie die 200t €, in der Satzung finde ich nichts dazu:
http://www.100prozent-pflegekammer.de/?file=files/pflegekammer/PDF/Staatsanzeiger%20Hauptsatzung.pdf

Hans (nicht überprüft)

Mo. 29 Feb 2016 - 21:13

Da ich meiner Meldepflicht bisher nicht nachgekommen bin,habe ich jetzt Post von der Pflegekammer bekommen, mit der Androhung von 500 € Ordnungsgeld. Ich könnte ko...... Da sitzen in Mainz irgendwelche Leute auf irgendwelchen Sesseln um sich selbst zu verwalten, und das mit dem Geld von Schwestern und Pflegern die dafür hart arbeiten müssen. Warum lassen wir uns das gefallen?

Lieber Hans,
das frage ich mich auch. Ich frage mich mich auch, wieviele der natürlich unverzichtbaren Funktionäre der Pflegekammer aus der Pflegebasis kommen und wieviele aus basisfernen Bereichen, wie z.B. Pflegedienstleitungen, Pflegedirektionen oder irgenwelche Doktoren aus der Theorie.
Ich glaube der "Spaß" wird uns auf Dauer wesentlich mehr kosten als die angeblichen ca. 10 Euro pro Monat. Eine Psychologin aus unserem Team sagte mir, sie zahle jährlich über 500 € an Kammerbeitrag, dazu kämen dann noch die Kosten für die Pflichtfortbildungen. Na dann, Prost Mahlzeit! Pflegende verdienen ja so gut, die können's verkraften.

Daniel (nicht überprüft)

Fr. 4 Mär 2016 - 10:22

Antwort auf von Christoph (nicht überprüft)

Auch an dieser Stelle wieder nur Polemik - sonst nichts.
Zu "basisfernen Bereichen" mag man stehen wie man will, Fakt ist dass Pflegedienstleitungen oder Pflegewissenschaftler alle aus der Pflege stammen und von daher sehr wohl ein Recht haben, mitzureden... jedenfalls um einiges mehr als berufsfremde Hetzer, die überwiegend von Arbeitgeber- oder auch Gewerkschaftsseite dagegen wettern, teilweise aus ganz massivem Eigeninteresse heraus. Leute, seid doch nicht so blöd und geht denen auf den Leim!
Und völlig daneben ist auch der Vergleich mit der Psychologin:
Also zum einen ist der Kammerbeitrag immer ans Gehalt angepasst, es zahlt auch nicht jede Pflegekraft das Gleiche. Und zweitens vergleichen Sie mal die Berufsgruppen der Pflegekräfte mit der der Psychologen zahlenmäßig: Um gleich viel Geld einzunehmen, muss die Pflegekammer nur einen Bruchteil der Beiträge der Psychologen von jedem Einzelnen verlangen; trotz des höheren Gehaltes der Psychologen.
Also auch wieder nur heisse Luft von wegen "500 Euro Jahresbeitrag"...

@Daniel: Welche berufsfremden Hetzer? Ich bin Fachkrankenpfleger mit staatlicher Anerkennung.
Und Sie????
Ja ich handle aus Eigennutz. Ich arbeite, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mir ist nicht daran gelegen, dass irgendwelche Fanatiker nach belieben gegen meinen Willen über mein sauer verdientes Geld verfügen können. Den Vergleich mit dem Kammerbeitrag der Psychologen bezieht sich auf (nicht nur meine) Meinung, dass der Beitrag in den nächsten Jahren deutlich über 120€pro Jahr steigen wird.
Hm und danke für ihren völlig sachlichen und polemikfreien Beitrag.

@Christoph, Sie lesen aber auch nur das, was Sie lesen wollen??? Sonst hätten Sie mitgekriegt, dass ich mit den "berufsfremden Hetzern" nicht SIE gemeint habe, sondern von Arbeitgebern bzw. Gewerkschaftsfunktionären schrieb - von denen zwar die allerwenigsten aus der Pflege kommen, die aber alle meinen, uns sagen zu müssen, wo es lang geht! Schlimm finde ich dann, dass Leute aus der Pflege auf die Scheinargumente und Parolen dieser Leute hereinfallen! Nichts anderes hatte ich geschrieben.
Mir ist schon klar, was Sie mit dem Kammerbeitrag der Psychologen sagen wollten, und es ist auch völlig klar, dass so ein Beitrag (egal wo) nie für alle Zeiten fest sein kann (allein schon wegen Inflation); aber 500 Euro Jahresbeitrag in einer Pflegekammer sind völlig utopisch und gehören zu den üblichen Horrormeldungen, mit denen Kammergegner Pflegende verunsichern wollen.
Nicht verkneifen kann ich mir an dieser Stelle den Hinweis, dass Ihr eigener Berufsverband (Sie sind ja Fachkrankenpfleger) eindeutig pro Pflegekammer Stellung bezieht:
http://www.dgf-online.de/zweite-pflegekammer-in-deutschland-beschlossen/ und
http://www.dgf-online.de/wp-content/uploads/Pflegekammern-in-Deutschland-Pressemitteilung-bpa.pdf
Alles Fanatiker? Das bezweifle ich.

Oh meine Güte... "Ihr" Berufsverband schrieb ich lediglich deshalb, weil Sie ständig darauf herumreiten, dass Sie ja FACHkrankenpfleger sind... und die DGF wäre dann nun mal theoretisch "Ihr" Berufsverband.
Naja... nicht Mitglied in irgendeinem Berufsverband... Kammern taugen ja angeblich eh nix... bleibt nur zu hoffen, dass Sie sich dann wenigstens in einer Gewerkschaft engagieren.

Paul Hilger

Der Autor studiert Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Trier. Er ist Mitglied des Rates der Stadt Trier für die Partei DIE LINKE. 
Des Weiteren ist er Mitglied der "Bundesarbeitsgemeinschaft Laizismus" in der LINKEN und beschäftigt sich mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen.

Weitere Artikel des Autoren
Unterstützen Sie uns auf Steady!

Mehr lesen über:

Verwandte Artikel