Bonobo Bili im Zoo Wuppertal übel zugerichtet
Vom Leiden eines kleinen Affen
Foto: © Archiv GAP
Einen Image-Supergau erlebte Ende Januar 2019 der Wuppertaler Zoo: Bilder von einem blutenden und offenkundig schwer traumatisierten Bonobo machten im Netz die Runde. Der 10-jährige Bili war wenige Wochen zuvor vom Frankfurter Zoo zu "Zuchtzwecken" nach Wuppertal verschubt worden. Wissend um die Probleme, die solcher Transfer in aller Regel mit sich bringt, wurde Bili übergangslos in die Wuppertaler Bonobogruppe gesteckt, die ihrerseits in einem viel zu beengten Betonbunker zusammengesperrt ist. Bili wurde von den anderen Bonobos heftig attackiert, letztlich wurde ihm ein halbes Ohr abgebissen.
Es erhob sich ungeahnter Protest gegen die Verantwortlichen des Zoos. Zigtausende von mails überfluteten die Mailboxen nicht nur des Zoos, sondern auch der Stadtverwaltung und des zuständigen Veterinäramtes. Eine Online-Petition, Bili in ein Primatenrefugium nach Südengland zu verbringen, zeitigte in kürzester Zeit mehr als 65.000 Unterschriften: das Wales Ape & Monkey Sanctuary (WAMS), spezialisiert auf die Rehabilitation beschlagnahmter oder abgegebener Affen aus Zirkussen, Zoos, Pharmalaboren oder privater Haltung, hatte sich anerboten, Bili sofort aufzunehmen. (Auch wenn im WAMS keine weiteren Bonobos leben, müsste Bili dort keineswegs isoliert gehalten werden: es wäre eine Vergesellschaftung mit anderen Menschenaffen, ehemaligen Zirkus- oder Laborschimpansen etwa, denkbar.)
Sämtliche Medien des Landes, von BILD und Kölner Express über Berliner Kurier, Rheinische Post und Focus hin zu Mittel-, West- und Süddeutscher Zeitung, schrieben über den Fall. Selbst im Ausland wurde darüber gesprochen, Zeitungen in England, Frankreich, Italien, Tschechien, Österreich oder der Schweiz berichteten großaufgemacht über die Leiden des kleinen Affen: eine in dieser Form noch nie dagewesene Welle des Protestes überrollte den Wuppertaler Zoo.
Irreführende Stellungnahme
In einer ersten Stellungnahme behauptete der Zoo, Bonobo Bili habe in seiner Herkunftsgruppe im Frankfurter Zoo "aus genetischen Gründen nach dem Erreichen der Geschlechtsreife leider nicht länger bleiben" können. Er sei insofern "auf Empfehlung der Spezialistengruppe der Europäischen Zoogemeinschaft und des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes" Ende 2018 in den Wuppertaler Zoo verbracht worden "mit dem Ziel, ihn in die hier existierende Gruppe zu integrieren".
Die Stellungnahme des Zoos war indes grob irreführend: Bili musste nicht "aus genetischen Gründen" aus seiner Frankfurter Bezugsgruppe herausgenommen werden: Er kam, gebürtig im britischen Twycross Zoo – seine Mutter hatte ihn nicht angenommen –, im Alter von drei Monaten in den Zoo Frankfurt, wo er mit Hilfe einer Ammenmütter aufgezogen und erfolgreich in die dortige Gruppe integriert wurde, in der er die folgenden 10 Jahre anstandslos lebte. Er kam also von einer völlig fremden Blutlinie, zudem hätte man ihn problemfrei, temporär zumindest, sterilisieren können, wenn er nicht ins Frankfurter "Zuchtprogramm" gepasst hätte. Tatsächlich aber wurde Bili aus der Frankfurter Gruppe herausgenommen, weil man in Wuppertal ein neues "Zuchtmännchen" haben wollte. Deshalb und nur deshalb wurde er dorthin verschubt, unter Inkaufnahme all der Risiken, die das für ihn bedeutete: Einen erwachsenen Bonobomann einfach in eine gemischtgeschlechtliche andere Gruppe zu stecken, ist bekanntlich mit großen Problemen behaftet, deren sich der Zoo Wuppertal ganz offenbar nicht bewusst war; oder die er billigend – und zum Nachteil Bilis – in Kauf nahm. In späteren Stellungnahmen des Zoos wurden die angeblich "genetischen Gründe" für die Herausnahme Bilis aus seiner Frankfurter Gruppe nicht mehr angeführt.
Die Proteste ebbten nicht ab. Das zuständige Veterinäramt wurde aufgefordert, im Rahmen seiner gesetzlichen Beschützergarantenstellung umgehend zu intervenieren, um Leib und Leben des Tieres zu schützen. Zudem wurden Strafanzeigen gegen den Zoo, die Stadt (als Trägerin des Zoos) und das Veterinäramt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Die Zahl der Unterzeichner der online-Petition bewegte sich auf 150.000 zu. Am 27. Januar 2019 organisierten Tierfreunde vor Ort eine eigene Mahnwache vor dem Zoo, über die in verschiedenen Radio- und TV-Sendungen ausführlich berichtet wurde (unter anderem Brisant, SternTV, hr-Fernsehen, n-tv).
Normale Rangordnungskämpfe?
Letztlich sah der Zoo sich zu einer Pressekonferenz gezwungen, auf der Direktor Dr. Arne Lawrenz betonte, die nicht abstreitbaren Verletzungen Bilis seien Ausdruck ganz normaler und natürlicher Rangordnungskämpfe. Es sei mit solchen Anpassungsschwierigkeiten zu rechnen gewesen, Bilis Eingewöhnung verlaufe insofern genauso wie erwartet. Im Übrigen sehe er "Anzeichen dafür, dass sich Bilis Stellung in der Gruppe verbessert". Zudem wiederholte Lawrenz, was er von Anfang an gesagt hatte: Bili bleibe unter allen Umständen in Wuppertal, er, Lawrenz, wolle ihn eher euthanasieren (=töten), als ihn in das Waliser Primatenrefugium abzugeben.
Kurz nach der Pressekonferenz wurde jener Teil des Wuppertaler Menschenaffenhauses, in dem die Bonobos untergebracht sind, für Besucher gesperrt. Niemand sollte die zwangsweise "Integration" Bilis in die Bonobogruppe mehr von außen beobachten können, so dass keine "unschönen" Bilder mehr in die Öffentlichkeit gelangen würden. Die Einrichtung einer Webcam lehnte der Zoo ab. Zugleich begannen selbsternannte Zoolobbyisten auf Facebook- und Instagram, das Engagement der sich um Bilis sorgenden Tierfreunde systematisch zu diffamieren: Da war die Rede von "Hass, Hetze, Beleidigungen und Drohungen gegen den Zoo Wuppertal" (prozoo) oder vom Verbreiten von "Fake-News" und "Lügen", die den Sachverhalt vorsätzlich falsch bzw. heillos übertrieben darstellten. Die Fotos des übel zugerichteten Bonobo seien von Tierrechtlern manipuliert worden, damit die Medien darauf ansprängen. Der Zoo Wuppertal habe nichts falsch gemacht und habe sich keinerlei Vorwürfe gefallen zu lassen (zoos.media). Auch Zoodirektor Lawrenz sprach von Bedrohungen, gar Morddrohungen, denen er ausgesetzt sei, wobei er sich als Beleg auf diesen Facebookeintrag einer erbosten Tierfreundin bezog: "Sperrt doch den asozialen Zoodirektor mit in diesen Käfig, dass die Affen an dem Richtigen ihre Wut auslassen!"
Am 3. Februar fand eine weitere Mahnwache vor dem Zoo statt (der am Sonntag, dem 10. Februar eine nächste folgen soll). Die Zahl der Unterzeichner der Online-Petition überschritt mittlerweile die 250.000er-Grenze.
Eskalierende Übergriffe
Obgleich der Zugang zu dem Wuppertaler Bonobo-Gehege für Besucher gesperrt wurde, entstanden am 6. Februar 2019 neue und noch weitaus erschreckendere Bilder (Hinweis der Redaktion: Das bei Facebook veröffentlichte Video zeigt explizite Gewaltszenen!) als sie zwei Wochen davor durch die Medien gegangen waren: Bonobo Bili wurde erneut von der eingesessenen Bonobo-Gruppe heftigst attackiert, dem Vernehmen nach verlor er dabei einen Finger (bzw. einen Zeh) und wurde auch im Genitalbereich schwer verletzt.
Und wieder wusste der Wuppertaler Zoo nichts anderes zu vermelden, als dass "in der vergangenen Woche zahlreiche positive Sozialkontakte zwischen Bili und anderen Gruppenmitgliedern beobachtet werden" konnten. Daneben seien jedoch auch immer wieder die "arttypischen innerartlichen Aggressionen" aufgetreten, die sich vor allem gegen Bili richteten. An der Einschätzung des Zoos habe sich auch nach der neuerlichen Attacke nichts geändert: "Die Bemühungen zur Integration von Bili werden in Verbindung mit Maßnahmen, die eine Abschwächung der Aggressionen zum Ziel haben, weiter fortgesetzt." Koste es, was es wolle.
Ahnungslos oder wider besseres Wissen?
Seit der unverantwortlichen Herausnahme aus seiner Bezugsgruppe im Zoo Frankfurt, in die der 10 Jahre alte Bonobo völlig problemfrei integriert war, und dem Transfer nach Wuppertal, ist Bili massivem Mobbing seitens der anderen Wuppertaler Bonobos ausgesetzt, das zu erheblichen Verletzungen des Tieren geführt hat. Das Mobbing stellt keineswegs, wie der Zoo Wuppertal – ahnungslos oder wider besseres Wissen – behauptet, "gänzlich normale und natürliche Rangordnungskämpfe oder Anpassungsschwierigkeiten" dar, vielmehr handelt es sich dabei um ein rein zoospezifisches Problem: Es tritt in dieser Form nur in Zoos, sprich: bei auf engstem Raum zusammengesperrten Bonobos auf, im Freiland, wo die Tiere einander ausweichen können, wurde dergleichen noch nie beobachtet. Ganz im Gegenteil verfügen Bonobos im Freiland über artspezifische Beschwichtigungs- und Konfliktlösungsmöglichkeiten (i.e. sexuelle Interaktionen), die ihnen in Gefangenschaftshaltung weitgehend verloren gehen. Deshalb kann es in Zoos zu derart eskalierenden Gewaltübergriffen kommen.
Bili müsste zu seinem Schutz sofort aus der Wuppertaler Gruppe herausgenommen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass er dort "integriert" werden kann, wird immer geringer, hingegen steigt das Risiko, dass er in der dortigen Gruppe zu Tode kommt.
Kommentare (34)
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Ich weiß nicht, Colin Goldner
Ich weiß nicht, Colin Goldner meint die Geschichte wäre eine Erfolgsstory weil so viel Aufmerksamkeit einem Tier zuteil käme. Abgesehen davon dass es hinlänglich bekannt ist, dass Tierschutzorganisationen weltweit problemlos viel mehr Geld aquirieren können als Menschrechtsorganisationen ist die Entfesselung eines Mobs nun tatsächlich keine ehrenvolle Angelegenheit, nicht dass durch eine Hetze weiterer Schaden entsteht. Und wie man deutlich sieht hilft so ein hoher Druck auf Institutionen dem Tier nicht weiter, sondern verschlechtert nur die Situation. Daher könnte diese "Erfolgsberichterstattung" einen anderen Sinn verfolgen. Nämlich dass die moralische Verurteilung und nicht die Hilfe im Vordergrund steht. Mir kommt auch noch der Gedanke, dass hier vergessen wird die Affen im Gehege zur Verantwortung zu ziehen für ihr asoziales Verhalten, ist doch nach Auffassung von radikalen Tierrechtlern das Tier dem Menschen so ähnlich, dass es praktisch unerheblich sei. Klaus Alfs schreibt dazu in seinem Artikel "Der Mensch ist immer der Böse" dazu: "Einen Affen, der einen Artgenossen tötet, wird niemand moralisch oder juristisch zur Rechenschaft ziehen. Warum nicht? Tierrechtler betonen doch stets, dass Tiere gar nicht unflexibel in ihrem Verhalten seien, sondern ein breites Spektrum zur Verfügung hätten. Wie überaus wundersam jedoch, dass selbst die flexibelsten Exemplare exakt so konstruiert zu sein scheinen, dass die Tierrechtler sie für ihre guten Taten in den Himmel heben können, ohne sie für ihre Bosheiten in die Hölle schicken zu müssen!" und weiter "Laut tierrechtlichem Credo dürfe der Mensch keine Privilegien beanspruchen, bloß weil er kognitiv überlegen ist. Er dürfte der Gleichheitslogik zufolge aber auch nicht benachteiligt werden, weil er kognitiv überlegen ist. Wer den Menschen benachteiligt, weil dieser moral- und rechtsfähig ist, diskriminiert ihn aufgrund einer spezifisch menschlichen Eigenschaft, das heißt, weil er Mensch ist. Das paradoxe Resultat lautet, dass der Mensch durch das Diskriminierungsverbot diskriminiert wird.
Der Vorwurf der Ungleichbehandlung ergibt jedoch nur unter Symmetriebedingungen Sinn. Menschen können Tiere daher gar nicht diskriminieren, denn beide sind in moralischer Hinsicht fundamental ungleich. Ungleichbehandlung von in relevanter Hinsicht Ungleichen ist gerecht. Man kann dem Menschen nicht sinnvoll vorwerfen: „Du glaubst wohl, du hättest Sonderrechte, bloß weil du allein alle Pflichten hast, was?“ Das ist so ähnlich, wie wenn man sagte: „Du glaubst wohl, du bist der Stärkste, bloß weil du mehr Kraft als alle anderen hast. Schwächere sind genauso stark wie du, also lass dich gefälligst von ihnen verprügeln!“
Paradoxe Botschaften wie die der Tierrechtler dienen tyrannischen Herrschaftsinteressen. Wer versucht, jemandem den Pelz zu waschen, ohne ihn nass zu machen, reibt sich bei diesem Versuch auf. Tierrechts-Gurus können je nach Gusto bestimmen, wer bei diesem Versuch erfolgreicher ist und wer nicht. "
...ein Schelm, wer Böses
...ein Schelm, wer Böses dabei denkt... . Danke Colin Goldner für Ihren Beitrag, da kommt dieser Kommentar leider nicht mit. Macht aber schon was her... .
Der Unterschied zur
Der Unterschied zur natürlichen Situation ist, dass
1. BILI eine Handaufzucht ist
2. Er aus seiner funktionierenden Gruppe von Menschen heraus genommen wurde, und nicht verstoßen wurde.
Das sind völlig andere Voraussetzungen, als in freier Wildbahn. Einen Zoo kann man niemals mit den natürlichen Lebensumständen gleich setzen.
Ich habe selten so einen
Ich habe selten so einen ellenlang gequirlten Blödsinn gelesen.
`Erzwungene Integration´ funktioniert weder im Tierreich noch bei uns.
… und schon gar nicht in geschlossenen Räumlichkeiten ohne Fluchtmöglichkeit …
… und das hat weder etwas mit Geld, Hetze, Entfesselung eines Mobs oder sonst irgendeiner links-grün verblendeten Ideologie zu tun …
Bitte verzichten Sie auf eine Antwort, ich werde Sie eh nicht lesen.
Artgerecht ist nur die
Artgerecht ist nur die Freiheit. Alles andere nur Theorie. Und darunter müssen von uns Menschen festgehaltenen Lebewesen leiden. Unfassbar!
Wer denkt der Mensch wer er
Wer denkt der Mensch wer er sei? Was doch grundsätzlich für eine merkwürdige Idee Tiere einzusperren, um sie zur Schau zu stellen. Weil wir die Möglichkeit dazu haben dürfen wir so etwas? Zeichnet uns das als eine besondere Spezies aus? Wie traurig. Und dann darüber urteilen, wie "asozial" sie sich in Gefangenschaft verhalten? Absurd! Sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wie mehr oder weniger brutal oder blutig sich alles in der Natur abspielen würde. Für wen halten wir uns darüber entscheiden zu dürfen? Es geht nicht um böse, gut oder schlecht, besser...Wertigkeiten. Lieber Mensch, lass die Finger dort aus dem Spiel, wo du einfach nichts verloren hast!
Das höhere Wesen" (?) Mensch
Das höhere Wesen" (?) Mensch in seinem Wahn!
Ein wirklich brillant
Ein wirklich brillant geschriebener Artikel, der zudem noch absolut den Tatsachen entspricht. Herzlichen Dank dafür!
Ich kann leider nicht
Ich kann leider nicht einschätzen, wer nun den größeren Sachverstand besitzt, der Zoodirektor und sein Team an Spezialisten oder die Initiatoren der Protestbewegung.
Ich halte jedoch die Möglichkeit ganz normaler Rangkämpfe für nicht völlig abwegig.
Wenn er in freier Wildbahn von seiner Gruppe verstossen worden wäre wegen eines neuen dominanten Männchens und sich dann einer anderen Gruppe anzuschließen versuchte - wäre es da nicht wahrscheinlich zu vergleichbaren Rangkämpfen gekommen? Kann dies jemand hier mit Sicherheit verneinen?
So viel weiß ich: Aggressionsabbau durch Koplutation funktioniert zwar bei Bonobos innerhalb der Gruppe. Aber ob dies auch mit Neuankömmlingen funktioniert halte ich eher für zweifelhaft, da geht es dann über Rangkämpfe. Und Bonobos sind eben wilde Tiere, welche auch nicht ohne Grund Reisszähne tragen. Ich warne daher vor zu viel Vermenschlichung, wie sie zB der Autor dieses Artikels an den Tag legt.
Der Bonobo hatte seine Gruppe
Der Bonobo hatte seine Gruppe, wo er gut integriert war, gehabt. Wozu dann diese Quälerei? Und zu dem Begriff Integration - es war seine Familie mit festen Beziehungen von welcher er rausgerissen wurde! Würden sie freiwillig ihre Familie verlassen? Glauben sie, dass nur der Mensch Gefühle hat? Wenn sie sich mit dem Thema soziales Verhalten der Affen mehr beschäftigen würden, werden sie auch diese Kampagne verstehen.
In freier Natur werden die
In freier Natur werden die Tiere aber nicht einfach in die Gruppe geworfen.
In freier Natur nähern sich Tiere an. Erstmal in Sichtweite. Gucken, was passiert.
Dann noch näher usw.
Eventuell erhebt sich das Leittier und nähert sich, aber selbst WENN es zu einem Angriff kommt, hat das angegriffene Tier die Chance zu flüchten.
Bonobos im speziellen reagieren sich durch Sex ab. Dh ein dominantes Weibchen hätte ihn vermutlich Mal Ran gelassen und er wäre irgendwann darüber integriert gewesen.
Von welchen Spezialisten
Von welchen Spezialisten sprichst du hier? Von denen Pro oder Contra. Die ,die für einen Abbruch der Integrationsbemühungen stehen, werden einfach unterschlagen, ignoriert oder zu Nichtspezialisten erklärt.Schon dass es 2 Typen von angeblichen Spezialisten gibt, stellt sie alle in Frage.
Verneinen kann man es
Verneinen kann man es natürlich nicht, dass es in der freien Wildbahn zu vergleichbaren Rangkämpfen kommen kann, aber in der FREIEN Wildbahn KANN das TIER FLIEHEN, im ZOO hat das Tier KEINE AUSWEICHMÖGLICHKEIT im eingezäunten engen Gehege! Soviel sollte glaube ich jeder begreifen.
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Wie wäre es, wenn Sie als
Wie wäre es, wenn Sie als möglicherweise christlicher Mensche ungewollt zu den IS Milizen verfrachtet werden. Wenn die sie dann mißhandeln würden und schlußendlich umbrächten, würden sie das dann auch noch als Interaktion zwischenmenschlicher Normalität bezeichnen, oder hätten Sie sich dann nicht eher gewünscht, aus diesem Schlamassel wiedee rauszukommen, bevor es tödlich geendet hätte? Denken Sie mal darüber nach! Ein Zoo ist kein Urwald. Da kann man nicht einfach mal abhauen...
Ja das kann man nahezu
Ja das kann man nahezu ausschließen denn Bonobos sind sehr gut erforscht. Kein Tier dass so attackiert wird und es überlebt bleibt dort. Auch für die Gruppe bedeuten diese Vorfälle enormen Stress so dass es nicht auszuschließen ist dass es weiter eskaliert. Bedingungen in Gefangenschaft sind kaum übertragbar und noch dazu wird das Gehege schon unter normalen Umständen als zu klein beschrieben!
Sie können nicht einschätzen,
Sie können nicht einschätzen, warnen aber vor Vermenschlichung – oh man …
Anscheinend haben Sie den Artikel weder richtig gelesen noch verstanden.
Siehe oben.
Wenn ein Bonobo in freier
Wenn ein Bonobo in freier Wildbahn von einer Gruppe verstossen wird, hat er die Möglichkeit sich zurückzuziehen bzw. zu flüchten, was ihm in einem Zookäfig nicht möglich ist. Desweiteren halte ich den Ausdruck "Vermenschlichung" für arrogant und herablassend. Der Mensch braucht sich sicher nicht als etwas Besseres auf Erden ansehen. Menschen sind biologisch auch Tiere. Sie führen heute zwar dank der "Zivilisation" keine Rang- und Revierkämpfe mehr, stattdessen jedoch sinnlose Glaubens-, Wirtschafts- und andere Kriege (z. B. gegen Natur und Mitgeschöpfe), bei denen es immer um Macht geht. Dabei werden teils abscheuliche Methoden und Waffen eingesetzt. Ausserdem gibt es in der menschlichen Gesellschaft und in der Geschäftswelt zahlreiche Arten von Mobbing und Diskriminierung.
Zu Rangordnungskämpfen
Zu Rangordnungskämpfen gehören, zumindest meines Wissens nach, immer mindestens zwei Individuen.
Hier stellt sich jedoch eine ganze Gruppe gegen eines, welches körperlich wie mental überhaupt nicht in der Lage ist, sich zu wehren.
Somit wird offensichtlich gemobbt.
Menschen reißen ihn aus
Menschen reißen ihn aus seiner vertrauten Gruppe, liefern ihn aus und berauben ihn dabei der Möglichkeit der Flucht.
Und in der unnatürlichen Umgebung und Situation mit natürlichem Verhalten zu argumentieren halte ich für sehr ignorant.
Meine Meinung dazu ist das
Meine Meinung dazu ist das hier grobfahrlässig gehandelt wird,mir ist bewusst das Tiere allgemein bei zusammenführungen nicht immer für uns Menschen schön handeln, aber es ist auch so das jeder Tierbesitzer weiss das es nicht immer möglich ist Tiere zu vergesellschaften, manchmal soll es einfach nicht so sein!
Und ich als Mensch trage ab dem Moment wo ich einTier in meine Obhut nehme die Verantwortung dafür, und so erwarte ich auch vom Wuppertaler Zoo endlich Verantwortung für Bili zu übernehmen und sich einzugestehen das die zusammenführungen nicht funktioniert, oder soll der weitere Verlauf so enden das der Preis für diese Ignoranz Bilis leben kostet? Ehrlich... Lassen Sie zb einen neuen Hund weiter in einem bestehenden Rudel das ihn nicht akzeptiert und böswillig angreift, und blutig beisst??Und das immer wieder??? Nein manchmal passt es einfach nicht!
Und ich hoffe vom tiefsten Herzen das Bili endlich den Wuppertaler Zoo verlassen darf, in ein neues Leben ohne Angst und Gewalt, denn er hat es so verdient!!
Ich wüsste gerne den
Ich wüsste gerne den derzeitigen Stand. Es ist ein Horror und wo überall tobt der Mensch noch und kuckt das veterinärämter weg.
Danke für diesen Artikel.
Danke für diesen Artikel. Auch meine Recherchen ergaben, dass derartiges in freier Wildbahn nicht passiert, nur in Zoos bei zu kleinen Gehegen. (Eigentlich sind alle Gehege zu klein) Auch ich glaube nicht, dass nach der abgelaufenen Zeit die Integration noch klappen wird und befürchte, dass am Ende der Tod steht, wenn dieser bornierte Zoodirektor nicht zur Einsicht kommt.
Man kann es nicht ertragen,
Man kann es nicht ertragen, was da im Wuppertaler Zoo geschieht. Warum können verantwortliche Menschen wie z. B der Zoodirektor u.a. es geschehen lassen, dass ein Lebewesen so leidet? Wenn in einer Kita oder Schule Kinder sich bei Streit verletzen würden und die Aufsichtspersonen das als normal bezeichnen und nichts unternehmen würden, würden sie zu Recht heftige Probleme bekommen. Tieren aber glaubt man immer, Gewalt und Schmerz zumuten zu können. Es müsste doch eigentlich langsam bekannt sein, dass Tiere genauso leiden wie Menschen. Dazu braucht man keine Studien, man braucht nur die Augen dieses Tieres zu sehen. Es gibt ein Tierschutzgesetz. Darf sich ein Zoodirektor einfach darüber hinwegsetzen? Wer greift endlich ein und beendet dieses Leiden,indem das Tier in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wird - und nicht etwa auch noch, wie es Zoodirektor vorschlägt, nach all diesen schlimmen Erfahrungen eingeschläfert wird. Es ist eine Schande, was da passiert!
Armer Bili,ich wünsche Dir
Armer Bili,ich wünsche Dir und Mato, daß ihr bald aus diesem Zoo befreit werdet.daß ist unerträglich.Warum ist dieser Zoodirektor so uneinsichtig und will dich mit aller Macht behalten.Einfach unvorstellbar.Mein Herz blutet und ich weine um Dich
Vielen Dank für diesen
Vielen Dank für diesen Artikel! Endlich sagt jemand, wie es wirklich ist! Vier Pfoten ist auch eingeschaltet.
Stellungnahme von Prof.
Stellungnahme von Prof. Volker Sommer zur Situation des Bonobomannes Bili im Wuppertaler Zoo:
Unsere stammesgeschichtlich nächsten Verwandten sind die Mitglieder der Gattung Pan: Schimpansen und Bonobos. Die Entwicklungswege der beiden afrikanischen Menschenaffenformen teilten sich vor etwa einer Million Jahre. Die Grundzüge ihres Verhaltens innerhalb der eigenen Gruppe lassen sich für Schimpansen unter dem Stichwort "Patriarchat" zusammenfassen (Männchen dominieren Weibchen, bis hin zur Gewaltanwendung), während umgekehrt für Bonobos das Stichwort "Matriarchat" zutrifft (Weibchen dominieren Männchen, bis hin zur Gewaltanwendung). Diese Asymmetrien reflektieren vermutlich Konkurrenzstile, die durch unterschiedliche Ernährung hervorgerufen werden.
Im Freiland ist es durchaus nicht unüblich, dass Bonobo-Männchen von Weibchen angegriffen werden, speziell von weiblichen Koalitionen. Schlimme Verletzungen kommen vor, sehr vermutlich bis hin zum Töten von Männchen. Das gleiche trifft auf die Haltung in Gefangenschaft zu, wo Männchen regelmässig Opfer weiblicher Aggressionen werden [was in Wuppertal aber nicht der Fall ist: Bili wird in erster Linie von zwei halbwüchsigen männlichen Bonobos attackiert, d.Red.]; typische Verletzungen sind Verstümmelungen der Finger oder Zehen und Genitalien.
In Gefangenschaft wird die Verletzungsgefahr allerdings durch drei Faktoren verschärft.
– Erstens ist es im Unterschied zum Freiland nicht selten, dass gefangen gehaltene Männchen in eine andere Gruppe umgesetzt werden. Das ist aber das genaue Gegenteil der natürlichen Situation. Denn im Freiland sind Männchen "philopatrisch", d.h., sie bleiben mit ihren Geschlechtsgenossen in ihrer Geburtsgruppe, während die Weibchen auswandern.
– Zweitens wird oft ein einzelnes Männchen mit einer Gruppe von Weibchen eingesperrt; das ist ebenfalls das Gegenteil der Freilandsituation, denn hier werden sogenannte Viel-Männchen-Viel-Weibchen Gesellschaften gebildet. Dass Tiergartenbiologen und -biologinnen dieses lange bekannte Faktum ignorieren, spiegelt eine patriarchal gepolte mentale Einstellung wider – Zooleute denken eben gerne im traditionellen Schema vom "Alphaaffen", der der Chef mehrerer Weibchen ist, und sich schon irgendwie durchbeissen wird...
– Drittens können, im Unterschied zum Freiland, die eingesperrten Tiere nicht einfach vor den Angreifern fliehen – sondern sind ohne eine Möglichkeit des Entkommens auf Gedeih und Verderb mit den Aggressoren konfrontiert.
Diese Umstände reflektieren die grausame Wirklichkeit des Zooalltags, bei dem hochsensible Kreaturen lebenslang hinter Gittern gehalten werden, nur damit wir uns an ihnen ergötzen können. Mit Natur- oder Artenschutz hat dies übrigens nichts zu tun; niemals wurde oder wird ein Bonobo aus einem deutschen Zoo in die Wildnis entlassen werden. Das wäre schon deshalb Unsinn, weil Hunderte von entwurzelten Bonobos, die ihrer Waldheimat beraubt wurden, in Afrika in Auffangstationen sitzen. Wenn also "Auswilderung" in Frage kommt, dann wären dies die ersten Kandidaten. Und nicht die Gefangenen von Wuppertal.
Der Zoo Wuppertal hat bereits in der Vergangenheit bezüglich der Menschenaffenhaltung negative Schlagzeilen gemacht. Das Management war weder damals noch heute dazu bereit, auf Kritik einzugehen – man ist sich seiner "guten Sache" eben sicher.
Dem Bonobomann Bili hilft das nicht. Der flüchtet sich, wie es Menschen auch tun würden, angesicht seiner aussichtlosen und verzweifelten Situation in Depression und Selbstaufgabe.
Volker Sommer ist Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London und erforscht seit Jahrzehnten die Ökologie und das Verhalten wilder Affen und Menschenaffen in Asien und Afrika.
Danke für den konstruktiven
Danke für den konstruktiven Beitrag!
Der abgebene Zoo Frankfurt
Der abgebene Zoo Frankfurt fühlt sich nicht mitverantwortlich?
Warum wird er nicht zur Rücknahme aufgefordert?
Würden wir in einer Gruppe
Würden wir in einer Gruppe bleiben, die uns 3 Monate schickaniert. Ein halbes Ohr abbeisst. Und jetzt noch den Finger und den Genitalbereich scheinbar verletzten. Von Bonobos ist, wie Herr Goldner beschreibt, bekannt, dass sie Beschwichtigungsverhalten haben. Und dieses ist weit höher als bei Chimpansen. Hier zeigen sich aber Zeichen, die aus Chimpansen beobachtungen bekannt sind. Angriff auf Genitalien und Geschicht ist mehr als nur eine hierachische kleine Auseinandersetzung. Er wird in diese Gruppe nicht mehr integriert werden können. Also ins WAMS.
Ich frage mich mit was für einen Zoo haben wir es zu tun, der einen Affen lieber tötet als ihn in die Hände anderer zu geben, bei denen er noch eine Chance auf ein friedliches Leben hat.
Wenn man das Verhalten des Zoos auf unser menschliches Verhalten projeziert, muss ich mich schon fragen, mit wem wir es hier zu tun haben. Rücksichtlos, empathielos, egoistisch.....
Das passt wohl auch zum Thema
Das passt wohl auch zum Thema: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/tiger-toetet-artgenossin-bei-erster-begegnung-in-londoner-zoo-a-1252456.html
Der Wuppertaler Zoo gerät
Der Wuppertaler Zoo gerät wiederholt in Verruf wegen Tierquälerei. Hier wird bewusst mit dem Leben eines Tieres gespielt um mehr Aufmerksamkeit zuerlangen. Der verantwortliche Zoodirektor sollte sofort seines Amtes erhoben werden und Anzeige wegen Tierquälerei erstattet werden. Sollte Bili eingeschläfert werden, ist das vorsätzlicher Mord!!!!!!!
Zoos geben zwar einen
Zoos geben zwar einen geringen Bruchteil ihres jährlichen Budgets für Naturschutzprojekte aus. Gleichzeitig erhalten jedoch fast alle Zoos in Deutschland insgesamt mehrere Dutzend Millionen Euro an Subventionen aus städtischen Kassen. Würden diese Steuergelder unmittelbar in den Erhalt der natürlichen Lebensräume bedrohter Tierarten fließen, wären viele Tiere heute nicht vom Aussterben bedroht. Stattdessen geben die Zoos das Geld für kostspielige Zuchtprogramme aus – für Tierarten, die niemals ausgewildert werden können.
Nach den eigenwilligen
Nach den eigenwilligen Aussagen des Zoodirketors zum Thema Bonobo Billi habe ich mal nachgeschaut, was im Schulfach Biologie über die friedlichen Bonobos geschrieben wird. Das hört sich ganz anders an, als die Worte des Zooduirektors:http://www.biologie-schule.de/bonobo-steckbrief.php
Ich bin entsetzt! Wie lange
Ich bin entsetzt! Wie lange muss das arme Tier denn noch leiden?! Die Verantwortlichen, die keinerlei Verantwortung zeigen!, behaupten, dass auch in freier Wildbahn solche Kämpfe stattfinden. Mag sein, ABER: In freier Wildbahn hat ein Tier die Möglichkeit auszuweichen! Nicht aber in einer Gemeinschaftsunterkunft ohne Rückzugsmöglichkeiten! Warum zieht denn niemand die Verantwortlichen zur Verantwortung??? Hat die Stadt Wuppertal kein Interesse oder keine Möglichkeit; immerhin handelt es sich um Tierquälerei und die ist verboten!!! Einfach die Besucher auszusperren zeigt überdeutlich, dass hier Dinge vor sich gehen, die kriminell sind!
Seit Wochen leidet dieses Tier und es ist kein Ende absehbar. Warum will man den Bonobo nicht in das bereite Affenrefugium gehen lassen?! Hat man Angst davor, dass noch mehr Schreckliches zu Tage tritt?! Was ist mit den anderen Zoos in Deutschland, hört man von denen was? Es wäre gut wenn diese den Mut aufbrächten, den Wuppertaler Zoo öffentlich ächten und verurteilen würden. Stattdessen wird Euthanasie angeboten! Auch um zu vertuschen, dass alles noch viel schlimmer ist, als bekannt.
Ihr Menschen, die so handeln können, kotzt mich an!!! Ihr, die ihr zuschaut wie ein den Menschen verwandtes Lebewesen zu Tode gequält wird erinnert mich an überwunden geglaubte Zeiten in Deutschland! Weiter so, denn wer so grausam Tieren gegenüber Tieren sein kann, der überwindet bald auch die Scheu Menschen gegenüber.
Nehmt endlich den Tier aus dieser Gruppe, denn es leidet unsäglich! Und auch für den Rest der Gruppe bedeutet es Stress pur! Schämt euch, da zuzuschauen!!!