Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde
Hinter den Kulissen einer selbsternannten islamischen Reformbewegung
Foto: George Chubini via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0
In der Presse wird von den Ahmadiyya-Muslimen oft als die "Reform-Muslime" berichtet, die den liberalen, friedlichen Islam verkörpern würden. Die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde wird nicht selten sogar als Musterbeispiel für eine gelungene Integration angeführt. Diese Beschreibungen entsprechen der Selbstdarstellung der muslimischen Gemeinde und werden häufig unreflektiert von Journalist*innen übernommen. Eine Aussteigerin schreibt für den hpd aus einer Innenperspektive der Ahmadiyya, von der in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist. Gibt es denn tatsächlich Gründe dafür, dass die Ahmadiyya sich als eine muslimische "Reformgemeinde" bezeichnen darf?
Die Ahmadiyya-Gemeinde in Deutschland besteht ungefähr aus 50.000 Anhänger*innen, wozu mehr als 200 deutsche Konvertit*innen zählen. Die Anhänger*innen sind in 225 lokalen Gemeinden organisiert. Die Ahmadiyya hat als einzige muslimische Gemeinde in Deutschland den Körperschaftsstatus in Hessen und Hamburg und ist in Hessen Ansprechpartner für den bekenntnisorientierten Religionsunterricht. Sie versteht sich im Gegensatz zu den 72 weiteren muslimischen Glaubensrichtungen als eine islamische Reformbewegung, da sie an den in Nordindien erschienenen Mirza Ghulam Ahmad als "Verheißenen Messias" glaubt, der den ursprünglichen Islam wiederbelebt habe. Seit dem Tod des Gründers wird ein Khalif als Oberhaupt der Gemeinde gewählt. Der aktuelle Khalif hat seinen Wohnsitz in London, während die vorherigen Khalifen ihren Wohnsitz nach der Unabhängigkeit Pakistans 1947 in Rabwah, Pakistan hatten. Daher stammen die meisten Mitglieder der Gemeinde aus Pakistan. Die Ahmadiyya-Muslime werden von dem Großteil der Muslime als Nicht-Muslime betrachtet, zumal die meisten Muslime Jesus als den Verheißenen Messias ansehen und noch auf seine Wiederkehr warten. Die Mehrheit der Muslime ist sich auch einig darüber, dass es nach dem Heiligen Propheten Mohammed keinen neuen Propheten geben darf. Die Ablehnung der Ahmadiyya durch andere Muslime führt zur Diskriminierung und Verfolgung ihrer Mitglieder in fast allen islamischen Ländern der Welt. In Pakistan ist die religiöse Verfolgung der Ahmadiyya sogar gesetzlich verankert. So kommt es, dass viele Ahmadiyya-Muslime Asyl in Deutschland bekommen.
In welcher Weise hat der Verheißene Messias nun den Islam reformiert, wie die Ahmadiyya es proklamiert? Er hat den Dschihad mit dem Schwert für überholt erklärt und an dieser Stelle eine wortwörtliche Interpretation des Korans abgelehnt. Allerdings erfolgte bei anderen theologischen Debatten des Islam, beispielsweise Frauenrechte oder Homosexualität, keine kritische Auseinandersetzung mit der Überlieferung des Korans. Jede Frau in der Ahmadiyya ist verpflichtet, sich zu verhüllen, ansonsten drohen Warnungen und soziale Beschämung in der Gemeinde. Eine strikte Geschlechtertrennung soll in allen Lebensbereichen außerhalb der Familie eingehalten werden. So sollen Liebesheiraten verhindert werden, denn Ehen werden innerhalb der Gemeinde stets arrangiert, sonst kann – vor allem für Frauen – ein Ausschluss aus der Gemeinde drohen.
Der Khalif propagiert weiterhin sehr traditionelle Geschlechterverhältnisse und patriarchale Rollenzuordnungen zwischen Mann und Frau. Die Frauen in der Ahmadiyya sind zwar hochgebildet, dennoch sollen sie, laut Empfehlung des Khalifen, sich vor allem bilden, um ihre Kinder gut erziehen zu können. Die höchste Priorität der Frauen sollten der Haushalt und die Kinder sein. Homosexualität ist verboten und wird tabuisiert, da sie als unnatürlich angesehen wird. Der selbstverwendete Begriff "Reformgemeinde" suggeriert dagegen eine Modernisierung des Islams, die in der Ahmadiyya in keiner Weise stattfindet. Stattdessen kann man in dem Wirken der Ahmadiyya eine Rückkehr zum ursprünglichen, konservativen Islam beobachten.
Die religiöse Indoktrination von Kindern sowie die Geschlechtertrennung beginnen früh. Mit sieben Jahren treten alle Ahmadi-Mädchen automatisch in den Mädchenverband der Ahmadiyya Nasirat-ul-Ahmadiyya und die Jungen in den Jungenverband Atfal-ul-Ahmadiyya ein. In diesem jungen Alter lernen die Kinder schon über Gottesfurcht, Gehorsamkeit gegenüber dem Khalifen und den absoluten Wahrheitsanspruch der Ahmadiyya. Suren des Korans werden von den Kindern auswendig gelernt, ohne die Übersetzung zu verstehen. Neben der Vermittlung von religiösem Wissen werden die Kinder bei diesen Veranstaltungen dazu erzogen, gemeindekonforme Ahmadi-Muslim*innen zu sein. Ansonsten drohen im Diesseits soziale Ächtung in der Gemeinde und im Jenseits Strafen in der Hölle. Kleine Mädchen sollen sich möglichst früh daran gewöhnen ein Kopftuch zu tragen, damit sie später keine Anpassungsprobleme in der Schule bekommen.
Mindestens einmal im Monat findet eine geschlechtergetrennte Veranstaltung der Ahmadiyya-Unterorganisationen (Männer, Frauen, Jungen, Mädchen) statt. Dabei versprechen die Mitglieder wieder und wieder von der Kindheit an, sich allen Anweisungen des Khalifen zu unterwerfen und für ihn alle Opfer zu erbringen. Die Stimme Gottes im Koran ist sowieso unantastbar, genauso die Überlieferungen des Propheten Mohammed und die Schriften des Verheißenen Messias. Kritik am Khalifen, an seiner Auslegung des Korans oder seinen Anweisungen sind innerhalb der Gemeinde nicht möglich, da man als abtrünnig dargestellt wird und den Ruf in der eigenen Community verlieren würde.
Gleicht das schon einem Führerkult?
Neben den religiösen Veranstaltungen werden auch Freizeitprogramme wie Koch- und Bastel-Nachmittage, Ausflüge oder Sportwettbewerbe angeboten. Bei diesen internen Freizeitangeboten brauchen die Kinder und ihre Eltern keine Angst zu haben, dass sie von Andersdenkenden zu schlechten Taten oder einer westlichen Lebensweise verführt werden könnten. Durch diese Veranstaltungen werden Kinder von Anfang an an die Ahmadiyya-Gemeinde gebunden. Weiterhin existiert das Projekt Waqf-e-Nau (Die versprochenen Kinder), womit man das eigene Kind der Ahmadiyya widmen kann. Das bedeutet, dass diese Kinder in besonderem Ausmaß religiös ausgebildet werden und der Khalif später über die Berufswahl des Kindes entscheiden kann, je nachdem welche Fachkräfte der Ahmadiyya fehlen.
Die Ahmadiyya-Gemeinde bestimmt so über die Lebensweise und die Freizeit ihrer Anhänger*innen. Daher bergen die oben beschriebenen Veranstaltungen die Gefahr einer Abschottung und Abgrenzung gegenüber der deutschen Mehrheitsgesellschaft in Form einer Parallelgesellschaft. Alles Gute und Richtige findet für Ahmadis nur innerhalb der geschlossenen Ahmadiyya Community statt. Wenn Kontakt zu der deutschen Gesellschaft stattfindet, dann punktuell im Rahmen von sogenannten interreligiösen Dialogen, die vor allem als Plattform zur Missionierung dienen.
Der Khalif gibt als Oberhaupt der Gemeinde Anweisungen über alle Lebensbereiche der Gemeinde-Mitglieder, die von den Mitgliedern streng befolgt werden müssen. Ansonsten können Sanktionen drohen und im schlimmsten Fall eine Exkommunikation aus der Gemeinde erfolgen. Die Einhaltung dieser Gebote wird durch die enge Gemeinschaft in den lokalen Gemeinden sozial kontrolliert, zum Beispiel wird weitererzählt, wenn ein Mädchen ohne Kopftuch gesehen wird. Dies führt zu einem starken Konformitätsdruck und lässt keinen Raum für eine freie persönliche Entwicklung ohne Schuld und Angst.
Außerdem bestehen innerhalb der Gemeinde Gremien, die das religiöse Verhalten der Mitglieder kontrollieren und sie bei Fehltritten verwarnen sollen. Die Ahmadiyya behält sich vor, die religiösen Aktivitäten der Mitglieder abzufragen und zu überwachen. Dazu werden monatlich offizielle Berichte verfasst, in denen Fragen gestellt werden wie: Betest du fünf Mal am Tag? Rezitierst du täglich den Koran? Wie viele Freitagsansprachen des Khalifen hast du gehört? Wie viele Briefe mit der Bitte zum Gebet hast du dem Khalifen geschrieben? Wie viele Personen missionierst du zurzeit? Wie viele Bücher/Flyer hast du verteilt?
Neben den vordefinierten Fragen werden auch regelmäßig Berichte über die Einhaltung der Regeln der Ahmadiyya beziehungsweise deren Übertretung verfasst. Wird das Kopftuch getragen? Wer verpasst die regelmäßigen Veranstaltungen? Wurde die strikte Geschlechtertrennung eingehalten? Das Leben des Einzelnen wird auf die Freizeit und Freunde (beispielsweise Besuch von Kinos oder Diskotheken), Kleidung, Social-Media-Präsenz bei Facebook und Instagram, das Liebesleben (zum Beispiel keine vorehelichen Beziehungen und der Druck, rechtzeitig und innerhalb der Gemeinde zu heiraten) und sogar die Berufswahl kontrolliert. Beispielsweise sollen Frauen keine Berufe wie Juristinnen oder Politikerinnen auswählen, bei denen sie öffentlich in Kontakt mit Männern treten.
Die Struktur der Ahmadiyya-Gemeinde ähnelt der einer geschlossenen, kultischen Gruppierung. Der Einfluss auf die alltägliche Lebensgestaltung jedes Mitglieds ist grenzüberschreitend. Sogar bei persönlichen Konflikten wie Studien-, Berufswahl oder Eheproblemen wird empfohlen, dem Khalifen einen Brief zu schreiben und seinem Rat zu folgen. Seine Anweisungen werden bei den regelmäßigen Veranstaltungen vorgelesen und müssen eingehalten werden. Ist das die Aufgabe eines spirituellen Oberhauptes oder gleicht das schon einem Führerkult?
Eine überwachende, streng hierarchisch organisierte und ausbeutende Gruppenstruktur
Weiterhin weist die Ahmadiyya eine überwachende, streng hierarchisch organisierte und ausbeutende Gruppenstruktur auf. Die meisten Gruppenmitglieder müssen eine ehrenamtliche Aufgabe in der lokalen Gemeinde übernehmen, damit das Gemeindeleben funktioniert. Jede lokale Gemeinde besteht aus verschiedenen Abteilungen: Bildung, Erziehung, Kinder/Jugend, Finanzen, Missionierung und Sport. Diese sind auch auf regionaler und nationaler Ebene organisiert. Auch leisten alle Mitglieder neben dem Mitgliedsbeitrag einen finanziellen Beitrag für verschiedene Projekte der Ahmadiyya wie das 100-Moscheen-Projekt, Ausbildung von Imamen und jährliche Versammlungen der Ahmadiyya.
Die Kontakte zur Außenwelt sind vor allem durch manipulative Anwerbemethoden gekennzeichnet, ansonsten findet eine Abkapselung von der Mehrheitsgesellschaft durch eine eigene Parallelwelt statt. Falls jemand sich traut aus der Konformität dieser Parallelwelt auszubrechen, wird die Person ausgestoßen. Ausgestoßene und Aussteiger*innen werden zudem zu Unpersonen erklärt. In der Moschee wird die betreffende Person öffentlich benannt mit der Anweisung zum Kontaktabbruch. Kritiker*innen innerhalb der Gemeinde werden eingeschüchtert und diffamiert, wobei Kritiker*innen von außen mit Gerichtsprozessen mundtot gemacht werden sollen. Zum Beispiel wurde Necla Kelek 2018 zuletzt wegen der Verwendung des Begriffs "Sekte" im Kontext der Ahmadiyya auf 100.000 Euro verklagt.
Die meisten der aufgeführten Informationen und Erlebnisse bleiben allerdings innerhalb der Ahmadiyya-Gemeinde. Nach außen hin propagiert die Ahmadiyya auf Diskussions-Veranstaltungen, dass es keinen Zwang im Glauben gäbe. Mit Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit wird ein der Wirklichkeit entgegengesetztes positives Bild der Gemeinde in der Öffentlichkeit gezeichnet. Diese häufig vorkommende Diskrepanz zwischen Selbstdarstellung und Realität bei bestimmten Gruppierungen beschreibt man als "esoterische Kluft" und "kognitive Dissonanz".
Bekannte Slogans der Ahmadiyya sind zum Beispiel "Liebe für alle, Hass für keinen", "Muslime für Frieden" oder "Wir alle sind Deutschland". Dadurch soll der Eindruck einer offenen, toleranten, friedliebenden und loyalen Gemeinde erweckt werden, die sich für den Austausch und Frieden zwischen Religionen einsetzt. Neben den interreligiösen Dialogen organisiert die Ahmadiyya den "Tag der offenen Moschee", Islam-Ausstellungen, Podiumsdiskussionen an Universitäten und Vieles mehr, um ständig Präsenz zu zeigen. Dabei wird behauptet, dass diese Veranstaltungen nicht der Missionierung, sondern der Aufklärung über den Islam dienen würden, obwohl das Ziel der Missionierung gleichzeitig intern klar kommuniziert wird.
Bei den Dialogabenden geht es häufig nicht um offenen Austausch oder Aushandlung von Werten, sondern leere Liebes- und Friedensbekundungen sowie schöne Slogans, die nur eingeschränkt der gelebten Realität in der Gemeinde entsprechen. Von Liebe sind alle ausgeschlossen, die nicht die Regeln der Ahmadiyya einhalten, Frieden kann es nicht bei absolutem Wahrheitsanspruch, Kontrolle und sozialem Gossip geben und Treue gegenüber dem Staat hört schon auf, wenn nicht von einer Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, sondern nur von einer Gleichwertigkeit der Geschlechter vor Gott gepredigt wird.
Während die Frauenorganisation der Ahmadiyya Lajna Imaillah bundesweite Aktionen zum Anlass des Weltfrauentages plant, um Lobesreden auf die Rolle der Frau im Ahmadiyya-Islam zu halten, fühle ich mich als Frau und Mitglied dieser Gemeinde verpflichtet, einen Artikel unter meinem Pseudonym zu schreiben, um auf die besondere Benachteiligung der Frauen in der Ahmadiyya-Gemeinde hinzuweisen.
Bei Reddit gibt es ein Aussteigerforum mit einer großen Wissenssammlung zur Ahmadiyya und weiteren Verweisen.

Kommentare (48)
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Warum erinnert mich die
Warum erinnert mich die innere Organisation dieser Religion so sehr an Scientology....?
Und Vertreter von CDU; SPD
Und Vertreter von CDU; SPD und GRÜNEN sprachen den Kalifen bei der VA in Berlin als "Eure Heiligkeit" an und die religionspolitische Sprecherin der Linken lauschte dem Geseiere auch ganz verzückt! Was ist mit unseren Politikern los?
Ganz einfach: so
Ganz einfach: so funktionieren Sekten.
Weil die Autorin versucht
Weil die Autorin versucht genau jenes Gefühl aufkommen zu lassen.
Das ist ihr sehr gut und
Das ist ihr sehr gut und treffend gelungen.
Danke an die Autorin dafür.
Der Inhalt dieser Gemeinde
Der Inhalt dieser Gemeinde entspricht einfach mal 0 von dem was diese Frau sagt, wenn sie Mitglied der Gemeinde ist, dann hat sie Privat wahrscheinlich negative Erfahrungen gemacht aber das auf die ganze Gemeinde zu übertragen ist einfach nicht richtig, von über 25000 Frauen welche Mitglied der Gemeinde sind erlebt eine so ein Erlebnis und die Welt steht Kopf, naja auch negative PR ist PR viele Menschen werden jetzt noch kritischer die Gemeinde versuchen kennenzulernen und das komplette Gegenteil verstellen, anders als bei Scientology, kann man diese Gemeinde jederzeit freiwillig verlassen und dazu hat sie Gemeinde keine versteckten Türen, jeder hier kann genau sehen was wo abläuft nicht nur der Staat sondern jede private Person hat die Möglichkeit "hinter den Kulissen" zu schauen.
Daher sind alle herzlich eingeladen sich selbst zu überzeugen.
Man möge sich doch einfach
Man möge sich doch einfach die orginalen Grundtexte dieses Vereinsdurchlesen, dann wird doch deutlich, dass es sich hierbei letztendlich um eine islamistische Organisation handelt. Sie ist zu verbieten, denn sie steht eindeutig im Widerspruch zu unserem Grundgesetz.
Hierbei handelt es sich um
Hierbei handelt es sich um einen typischen Fall von strategischer Kritikabwehr. Bei dem folgenden Beitrag wird darüber diskutiert:
https://www.reddit.com/r/islam_ahmadiyya_de/comments/afl3kc/das_ist_nur_bei_euch_so_die_typische_kritikabwehr/
Interessante Einblicke. Danke
Interessante Einblicke. Danke dafuer.
Auch dieser "Religionsverein"
Auch dieser "Religionsverein" pickt sich nur die Rosinen aus dem angeblich schmackhaften
Gebäck und wird auch nur aus Mehl gebacken.
"Ausschluss aus der Gemeinde"
"Ausschluss aus der Gemeinde" - reformiert, verstehe. Is klar.
Eine weitere religiöse Sekte, sonst nix.
Es werden die äußeren
Es werden die äußeren Befindlichkeiten, Riten im Text dargestellt.
Es interessiert mich aber z.B. die Definition des Ungläubigen : Eine Person ohne Wert, zu benutzen für Allahs Ziele, ohne personale Rechte - nur wer zu Allah gehört hat Rechte - Ab- u. Ausgrenzung : S 9 V 5u.29....
Der Kern ist derselbe - die Verpackung aufgepeppelt : oder wie stehts mit den inneren Werten, Herr Ghaury...
Die Ungläubigen ist ein
Die Ungläubigen ist ein Begriff der in heiligen Koran an vielen Stellen für verschiedene Themen angewendet wird. Damit ist nicht zwangsläufig jeder Christ oder Ateist oder andere Religion angehörender Mensch gemeint. Die Christen werden im Heiligen Koran als das Volk der Schrift angesprochen, wegen der Bibel. Die Menschen werden angesprochen als, die, die gute Werke tun. Damit ist religionsunabhängig rein die Seele und die Taten eines Menschen gemeint. Die Religionszugehörigkeit stellt gemäß den Lehren den Islam, keine Besserstellung vor Gott. Wenn Sie Koran Verse besprechen möchten, am besten mit einem Murabbi der Ahmadiyya sprechen. Die haben das dafür nötige Theologische Studium.
Es wäre schön, wenn es so
Es wäre schön, wenn es so wäre, wie Sie es darstellen. Dann frage ich mich aber, warum so ein Aufstand gemacht wird, wer zu welcher Religion gehört und wer nicht. Wenn alles egal ist, dann sollten Frauen leben können, wie sie wollen, ohne Kopftuch, mit selbst gefundenem Partner, ohne Kontrolle durch die Familie. Dann sollte problemlos auf die Genitalverstümmelung verzichtet werden können, die früh die Kinder der eigenen Gemeinde als Zugehörige markiert. Dann wären sehr viele Suren des Korans falsch.
Ich vermute mal, Sie wollen uns hier Sand in die Augen streuen. Aber das ist zu spät. Es ist alles bereits bekannt. Daher können Sie sich jetzt ehrlich machen und zugeben, dass der Islam eine kolonialistische-imperialistische und mindestens faschistoide Ideologie ist, die das Unglück der islamischen Welt über die ganze Erde verbreiten will.
Leider (aus Ihrer Sicht) wirkt dem die Strahlkraft moderner Lebensweise in Freiheit und Selbstbestimmung entgegen. Daher wird auch der Islam, so wie das Christentum, an Bedeutung verlieren. Das ist das Schicksal jedes starren Systems...
Herr Ahmad, der Koran ist
Herr Ahmad, der Koran ist Beweis genug, wir interpretieren Texte - Ursache, Absicht u. Wirkung !
Texte im Koran sind sehr einfach gehalten, in Befehlsform verfaßt, Kinder in der Moschee- Schule sollen sie verstehen, Kinder haben auch nicht zuerst in Kairo Islam studiert. In der Moschee- Schule entsteht Islam.
Der Märtyrer wurde mit Comic in 2016 in Köln den Kleinsten unters Kleidchen gejubelt - mit den entsprechenden Leckerlie. "DiTiB-Köln-Comic" unter Goggle haben sie sofort das Comic- Original.
Kafir, Apostat, Märtyrer sind Werkzeuge des Dschihad : Ausdehnung u. Machtergreifung des Islam : Das ist die Realität - kein islam. Sing- sang von der Anstrengung morgens rechtzeitig aus dem Bett zu kommen.
Als Mitglied der Ahmadiyya
Als Mitglied der Ahmadiyya Gemeinde habe ich den Beitrag eben mit einem hohem Maß an Verwunderung lesen müssen. Klar gibt es innerhalb der Gemeinde Regeln und Strukturen, die für den ein oder anderen vllt. befremdlich erscheinen. Dennoch muss ich einigen Andeutungen und Äußerungen klar widersprechen: Ich werde weder von der Außenwelt abgekapselt, noch kontrolliert oder fragt mich irgendjemand ob ich die Gebete einhalte oder welche religiösen Aktivitäten ich "befolge".
Von den angeführten Äußerungen die an sich sicherlich auch stimmen wird vieles viel extremer und übertrieben dargestellt als es eigentlich Tatsache ist. Auch Unterscheid die Dame nicht, dass viele der von ihr aufgeführten "Probleme" nichts mit der Religion oder dem Glauben zu tun haben, sondern teils kultureller Natur sind. Sozialer Gossip, Kontrolle der Familien, von der Außenwelt abkapseln oder Liebesheiraten verbieten (die im Islam nicht verboten sind) hat kulturelle, keine religiösen Gründe.
"Ich werde weder von der
"Ich werde weder von der Außenwelt abgekapselt, noch kontrolliert oder fragt mich irgendjemand ob ich die Gebete einhalte oder welche religiösen Aktivitäten ich "befolge"."
Meinen Sie wirklich es sei ein Argument für Ahmadiyya, dass man zufrieden sein kann, wenn deren Regeln nicht befolgt werden? Ändert das etwas an den Regeln, denen Sie sich offenbar durch Ungehorsam (der in Ihrem Ideologiebuch mit Hölle bestraft wird) entzieht? Warum entziehen Sie sich durch Ungehorsam den Regeln, wenn doch die Ahmadiyya so gut sein soll?
Eine gute Organisation zeichnet sich für mich dadurch aus, dass sie keine menschenverachtenden Regeln aufstellt, um die Mitglieder gar nicht in die Notlage zu bringen gegen sie zu verstoßen wie Sie es offenbar tun.
"Auch Unterscheid die Dame nicht, dass viele der von ihr aufgeführten "Probleme" nichts mit der Religion oder dem Glauben zu tun haben, sondern teils kultureller Natur sind. Sozialer Gossip, Kontrolle der Familien, von der Außenwelt abkapseln oder Liebesheiraten verbieten (die im Islam nicht verboten sind) hat kulturelle, keine religiösen Gründe."
Religiöse Ideologien haben schon immer die vorherrschende Kultur als Basis ihrer Regeln genommen. Sie haben dadurch die Tradition dem Wandel entzogen, ihn zementiert, dogmatisiert, weil nun ein erfundener "Gott" mit furchtbarsten Höllenstrafen über sie wacht.
So können grauenvolle Traditionen wie arrangierte Ehen, Zwangsheiraten etc. nicht aussterben, obwohl Menschen heute anders leben wollen. Durch diese Entmündigung werden Gemeindemitglieder in tiefe Gewissensnöte gestürzt: Folgen die den Anweisungen eines "Gottes" oder ihren eigenen Wünschen? Aus Angst vor Hölle und Ausgrenzung in der Gemeinde wird man sich selbst kasteien und dem "traditionellen" Diktat unterordnen. Das ist menschenverachtender Zwang, der im 21. Jh. nichts mehr zu suchen hat.
Ich habe oft genug Khola Maryam Hübsch zu den Themen sprechen hören. Trotz ihrer süßlichen Gesichtsverrenkungen dabei wurde mir jedes Mal schlecht davon angesichts der ganzen Heuchelei...
FGM hat kulturelle Gründe,
FGM hat kulturelle Gründe, seit wann hat der Islam Kenntnis dieser Praxis - von Anfang an !
Hat der Islam dafür gesorgt, daß es aufhört - nein !
Der Islam will die Frau unter Kontrolle haben, sie ist Werkzeug für Ausdehnung u. Machtergreifung !
Das sind die "heiligen Worte" der politischen Ideologie, bei einzelnen Muslimen kann alles anders sein.
Gibt es gute Bücher zu
Gibt es gute Bücher zu "Religion und Gehorsam"?
Auffällig ist in allen Religionen, dass von den Gläubigen Gehorsam verlangt wird. Wo Gehorsam verlangt wird, geht es um Herrschaft. Und wo es um Herrschaft geht, geht es i.d.R. um Ausbeutung.
Sehr guter Beitrag.
Sehr guter Beitrag.
Der Emir der Ahmadiyya in
Der Emir der Ahmadiyya in Deutschland, Abdullah Uwe Wagishauser, propagiert die Polygamie in Deutschland:
https://de.qantara.de/content/muslimische-kontroverse-ueber-polygamie
Gegen Polygamie ist nichts zu
Gegen Polygamie ist nichts zu sagen, sofern sie nicht geschlechterdiskriminierend gehandhabt wird. Frauen und Männer sollten gleiches Recht auf mehrere Partner/innen haben, wenn sie dies wünschen. Gerade für Bisexuelle ist es derzeit ärgerlich, daß sie sich nur einmal verheiraten können. Mann und Frau zu heiraten, wäre die Lösung!
Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde
Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde hat genauso wie viele kirchliche Institutionen Unterorganisationen, die zahlreiche Angebote für Groß und Klein anbieten. In der Kirche wird das dann Jungschar genannt und bei uns heißt das „Nasirat-ul-Ahmadiyya“. Mit einer Sekte hat das recht wenig zu tun, da alles transparent abläuft, wie ich es von keiner anderen Gemeinde kenne. Sogar die Unterorganisationen haben ihre Inhalte öffentlich auf ihrer Webseite platziert, die für jeden zugänglich ist. Die jüngeren Mädchen erlernen neben religiösem Wissen genauso andere kreative Fertigkeiten. Als kleines Mädchen war ich öfter mal mit Freunden in einer kirchlichen Jugendgruppe. Auch dort gab es Leitsätze. Verstehe nicht was der Unterschied sein soll?
Tut mir leid aber auf diesen
Tut mir leid aber auf diesen nach Außen getragenen Unsinn fällt halt nur jemand rein, der die Orginalrexte der Gemeinschaft nicht gelesen hat. Wer es tat wird leider zur Kenntniss nehmen müssen: grundgesetzwidrig daher ist ein Verbot folgerichtig.
Grundgesetzwidrig? Verbot?
Grundgesetzwidrig? Verbot?
Glücklicherweise leben wir in einem demokratischen Rechtsstaat, mit einem funktionierenden Staat, in dem nach gründlicher Sachverhaltsklärung und fundierter, wissenschaftlicher Analyse Entscheidungen getroffen werden.
So z.B. die Entscheidung über die Verleihung der Körperschaftsstatus an die Ahmadiyya Muslim Jamaat, sodass diese zur "guten öffentlichen Ordnung" gehört.
Freuen wir uns gemeinsam dieser glücklichen Lage, Herr Porip :-)
Die AMJ erklärt auf vielen
Die AMJ erklärt auf vielen Seiten, dass sie voll und ganz auf dem GG steht. Die verlaurbarungen ihres Kalifen sprechen jedoch eine ganz andere Sprache. Vergleich: auch die AfD , incl. ihres Herren Höcke treten auf als Retter der Demokratie, zu Recht wird der Flügel nun vom Verfassungsschutz beobachtet. Diese klare Haltung gegenüber den Rechtsradikalen ist richtig und notwendig. Ebenso notwendig erachte ich jedoch auch die Beobachtung der AMJ, denn sie steht in ihren Grundsätzen den deutschen Rechtsradikalen keineswegs nach. Ziel ist z.B. das Kalifat --- mit dem GG nicht vereinbar.
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat steht für Transparenz innerhalb der Strukturen, die auch für die Öffentlichkeit sichtbar sind. Zahlreiche Angebote die im obigen Beitrag genannt werden, stärken meines Erachtens den Zusammenhalt von dem ich schon immer profitiert habe. Auch heute als Studentin der Medien- und Kommunikationswissenschaften, werde ich vollumfänglich innerhalb der Lajna Imaillah gefördert und kann mein Erlerntes ohne Einschränkungen in die Praxis umsetzen. Leitlinien und Normen gehören in jeder etablierten Gesellschaftsschicht dazu, damit sie funktionieren kann. Um es zu veranschaulichen: Zu den Wertvorstellungen einer christlichen Gesellschaft gehören z. B. die Zehn Gebote oder Jeder Arbeitgeber schreibt seinem Arbeitnehmer bestimmte Grundsätze vor, damit der Arbeitsablauf und die Geschäftsroutine gewährleistet ist und nicht darunter leidet. Sehe hierin nichts verwerfliches, im Gegenteil wäre es fatal ohne Grundsätze zu verfahren —> Wo würde das hinführen?
"Jeder Arbeitgeber schreibt
"Jeder Arbeitgeber schreibt seinem Arbeitnehmer bestimmte Grundsätze vor, damit der Arbeitsablauf und die Geschäftsroutine gewährleistet ist und nicht darunter leidet. Sehe hierin nichts verwerfliches, im Gegenteil wäre es fatal ohne Grundsätze zu verfahren —> Wo würde das hinführen?"
Wären die Grundsätze so menschenverachtend wie z.B. bei der Ahmadiyya, dann würde die Belegschaft in jeder Firma Sturm laufen dagegen. Nur weil ein angeblicher "Gott" das Ganze zusammengeschwurbelt haben soll, kuscht man wie ein dressiertes Hündchen und befolgt brav die Regeln? Unselbstständiger und Dümmer geht es kaum noch. Wie man sich dabei wohl fühlen kann? Da sind Psychologen gefragt...
Danke für den Bericht !
Danke für den Bericht !
Zitat: „Die religiöse
Zitat: „Die religiöse Indoktrination von Kindern sowie die Geschlechtertrennung beginnen früh.“
Wird Intellekt u. Gefühlsw. v. Kindern u. Jugendl. durch „religiöse Ideologien“ „vergewaltigt" ?:
https://www.youtube.com/watch?v=Nd7F_mtVyj8
Gruß von
Klarsicht(ig)
Es ist interessant, dass man
Es ist interessant, dass man sich aufgrund eines Artikels in der Position sieht, eine ganze Gemeinde be- und verurteilen zu können. Ich will der Dame nicht absprechen, dass sie das alles erlebt hat, jedoch fehlt mir hier die Differenzierung. Wenn es Missbrauchsfälle in der Kirche gibt, dann führen die Täter diese Schandtaten nicht aus religiöser Überzeugung aus. Ihre Schandtaten sind nicht in der christlichen Religion verankert. Wenn wir nun hingehen und die gesamte christliche Religion defarmieren und behaupten alle Christen seien Kinderschänder, dann ist dies genauso verwerflich, wie die Behauptungen und Mutmaßungen dieser Dame und den Kommentaren unter dem Artikel. Wenn sie sich aufgrund des Artikels eine bestimmte Meinung über die Gemeinde gebildet haben, dann sprechen Sie mit den Menschen, die dieser Gemeinde anhören und fragen Sie nach. Wenn Sie sich für die Lehre interessieren, lesen Sie den Koran. So lernen sie nicht nur dazu, sondern können auch abwägen, ob ihre Meinung nun richtig ist oder nicht. Interaktiver Dialog mit den Menschen führt dazu, dass man Dinge ansprechen und ausdiskutieren kann. Sich eine eigene Meinung zu bilden ohne mit den Menschen gesprochen zu haben und ohne das gelesen zu haben, worauf sich die Menschen berufen, kennen wir auch von Extremisten: Bild dir eine Meinung und setze diese absolut. Alles was dieser Meinung entspricht, ist richtig, alles Andere ist falsch. Zu was Extremismus führen kann, können wir als Deutsche besser verstehen, als andere Nationen. Für die Dame tut es mir leid, dass sie das alles erleben musste. Doch kann ich sagen, dass diese nichts mit dem Islam zu tun hat.
"Wenn es Missbrauchsfälle in
"Wenn es Missbrauchsfälle in der Kirche gibt, dann führen die Täter diese Schandtaten nicht aus religiöser Überzeugung aus. Ihre Schandtaten sind nicht in der christlichen Religion verankert."
Missbrauchsfälle finden nicht flächendeckend statt und trotzdem befördert das Christentum durch seine ideologische Struktur und die Abschottung von der Zivilgesellschaft (Stichwort: Parallelgesellschaft) die Attraktivität für Menschen, die mit ihrer Sexualität Probleme haben. Z. B. durch den Zölibat.
"Wenn Sie sich für die Lehre interessieren, lesen Sie den Koran. So lernen sie nicht nur dazu, sondern können auch abwägen, ob ihre Meinung nun richtig ist oder nicht."
Ganz genau. Ich habe den Koran gelesen und habe ihn auch verstanden. Das mit dem Lesen klappt bei Angehörigen muslimischer Gemeinden schon ganz gut, nur mit dem Verstehen hege ich meine Zweifel.
"Für die Dame tut es mir leid, dass sie das alles erleben musste. Doch kann ich sagen, dass diese nichts mit dem Islam zu tun hat."
Ich kenne einige Interne islamischer Gemeinden. Ich habe in Ägypten eine Firma betrieben und habe auch bei mir muslimische Menschen beschäftigt. Man kann mit diesen freundlichen Menschen über alles reden, nur nicht über Religion. Da brennen die Sicherungen durch. Und ich meine nicht Extremisten oder Fundamentalisten...
Sie unterstellen eine ganze
Sie unterstellen eine ganze Menge ohne irgendwelche Beweise! Es sind sehr viele Lügen in Ihrem Artikel. Am schlimmsten finde ich die Behauptung, dass der Verheißene Messias seine Lehren fern von den Koran Lehren Predigt. Die Unterstellungen gegenüber der Frauen sind geradezu unverschämt. Offensichtlich haben Sie keine ehrliche Absicht gehabt als Sie beigetreten sind oder Sie haben die Lehren nicht verstanden. Ich würde jeden empfehlen sich selbst über die Ahmadiyya Muslimen zu informieren. Wir haben genügend Bücher die frei lesbar sind. So einen von Lügen geprägten Artikel würde ich nicht als Bare Münze nehmen.
"Die Unterstellungen
"Die Unterstellungen gegenüber der Frauen sind geradezu unverschämt. "
Dann finden Sie sicher auch Khola Maryam Hübsch unverschämt, wenn sie diese "Unterstellungen gegenüber der Frauen" genauso in Fernsehinterviews zum Besten gibt...
Jedes Segment der
Jedes Segment der Gesellschaft entwickelt wie üblich Regeln und Vorschriften, um seine Anhänger zu pflegen. So ist es auch mit Ahmadiyya. Nehmen wir das Beispiel der Bensheimer Gemeinde, in der der Jugendleiter ein deutscher Konvertit ist und alle Kooperationen erhält und sich glücklich und wohl fühlt, Ahmadi zu sein. Gleiches gilt für Frauen, die als Lajna erwähnt wurden. Auch auf regionaler Ebene ist Frauenkopf eine deutsche Konvertitin. Alle verdeckten Ahmdies genießen die volle Unterstützung der Community-Mitglieder und hatten nie Probleme. Durch diesen Artikel wurde lediglich versucht, Missverständnisse und Alarme zu beseitigen, die tatsächlich nicht existieren. Jeder, der Interesse hat, kann der Community beitreten und sich selbst testen.
Diese Person hat leider in
Diese Person hat leider in der Gemeinde viele Sachen wahrgenommen, die so nicht vorhanden sind. Wenn wenige Menschen Religion und Kultur vermischen dann entsteht diese Atmosphäre, die von der Gemeinde immer wieder versucht wird abzubauen. Hatte die Autorin sich doch mal mit der wahren Lehre des Islams auseinandergesetzt und nicht negative Menschen, die in jeder Gemeinde vorhanden sind, beobachtet, dann wäre es bestimmt nicht so weit gekommen, dass dieser von Vorurteilen geprägter Text verfasst worden wäre.
Dieser Text ist bedauerlicherweise ein Resultat von Fehlbildungen. Leider nicht unüblich in unserer heutigen Gesellschaft.
"Diese Person hat leider in
"Diese Person hat leider in der Gemeinde viele Sachen wahrgenommen, die so nicht vorhanden sind."
Ist das nicht normal in einer religiösen Gemeinde? Wie viele bilden sich ein, sie würden dort einen Gott wahrnehmen...
Einer der Gott noch nie
Einer der Gott noch nie wahrgenommen hat, von dem kann sowas ja nur kommen. Versuchen sie es doch mal anstatt zu behaupten es gäbe keinen.
Die Kritik an der
Die Kritik an der Gemeinschaft ist ebenso nachvollziehbar wie sie nicht überraschen kann.
Es gibt im Text einen inhaltlichen Widerspruch, der Fragen aufwirft.
Die Autorin wird anfangs als Aussteigerin bezeichnet. Im letzten Absatz jedoch schreibt die Autorin: "fühle ich mich als Frau und Mitglied dieser Gemeinde verpflichtet, einen Artikel unter meinem Pseudonym zu schreiben".
Warum fällt das niemandem beim hpd auf?
Lieber Herr Schneider,
Lieber Herr Schneider,
Sie haben recht, dieser Widerspruch wird im Artikel nicht aufgelöst. Ich bin informelle Aussteigerin, d.h. ich bin offiziell noch nicht aus der Ahmadiyya ausgestiegen. So geht es auch den meisten Menschen im oben genannten Aussteigerforum. Das liegt daran, dass die Ahmadiyya es durch die soziale Ächtung einem sehr schwer macht, formell auszusteigen. Falls man noch Familie in der Ahmadiyya hat, verzichtet man oft wegen der öffentlichen Ankündigung des Ausstiegs in der Moschee darauf korrekt auszutreten. Allerdings bin ich mental und sozial seit einigen Jahren aus der Gemeinde ausgetreten.
Und wie fühlen Sie sich nach
Und wie fühlen Sie sich nach diesem informellen Ausstieg?
Guter Frage! Oft wird
Guter Frage! Oft wird unterstellt, dass es Menschen nach dem Ausstieg total schlecht gehen würde, weil ihnen die Gemeinschaft und die Segnungen der Gemeinde fehlen. Ich muss sagen, ich fühle mich super nach dem informellen Ausstieg. Zumal ich auch räumliche Distanz zu den lokalen Gemeindemitgliedern erlangen konnte, entfiel die ständige soziale Kontrolle und Diffamierung. Ich hatte außerdem das Glück, dass meine Familie und eine Freundin aus der Gemeinde meine Entscheidung akzeptiert haben. Dennoch habe ich bei Familienmitgliedern oft bemerkt, wie sie versuchen ihre Kinder von mir fernzuhalten. Ich habe das Gefühl, dass ich endlich selbstständig denken und handeln kann, ohne Angst vor den Konsequenzen zu haben. Aber auch diese Freiheit hat Grenzen - sobald ich heiraten will und eine eigene Familie gründen will, werden meine Eltern erneut stark darunter leiden, da ich dann offiziell aus der Gemeinde ausgestoßen werde. Wenn sie meine Hochzeit besuchen würden und damit die Regeln der Gemeinde nicht höher halten als die Liebe zu mir, würden sie auch ausgeschlossen werden.
Ich nehme an, dass Sie eine
Ich nehme an, dass Sie eine erwachsene Frau sind, die ihre Entscheidung in vollkommener Bewusstheit getroffen hat. Wenn Ihre Eltern das nicht verkraften können, scheint es eine familiäre Schieflage zu geben. In Deutschland können Sie heiraten wen Sie möchten, ohne Konsequenzen von irgendwem zu befürchten. In meiner Familie wurde auch außerhalb und ohne Konversion geheiratet. Dennoch besuchen die Verwandten, sofern sie es dann als sinnvoll erachten (Verehelichung, Todesgebet, Hohe Feiertage) die Moscheen.
Das Problem sehe ich weniger in der Gemeinde als in den Vorstellungen der (Ihrer) Eltern. Wenn Sie wirklich glauben, dass Ihre Eltern die Hochzeit ihrer Tochter ausfallen lassen würden, weil diese "außerhalb" heiratet, sollten Sie ernsthaft mit Ihren Eltern sprechen und für Klartext sorgen.
Es ist unglaubwürdig, alle
Es ist unglaubwürdig, alle Kritikpunkte auf die Familien bzw. Kultur abzuschieben, um strukturelle Probleme zu verharmlosen. Ich kenne viele Familien (falls Sie eine größere Stichprobe brauchen, können Sie über das Problem in den Aussteiger-Foren auf englisch und deutsch nachlesen), die das Problem mit der Regelung der Gemeinde hatten und habe es sogar innerhalb meiner Familie erlebt, dass die Eltern von der Gemeinde aus nicht auf die Hochzeit ihrer Tochter gehen durften. Da scheint Ihre Familie eher die Ausnahme zu sein oder ein Mann hat ohne Konversion geheiratet, was erlaubt ist. So lange eine solche Hochzeit nicht versteckt stattfindet, gibt es keine Möglichkeit für die Mitglieder ein normales Verhältnis zur Gemeinde aufrechtzuerhalten, worunter viele Familien leiden. Ich finde es respektlos, das Leid so vieler Menschen zu verleugnen, nur um die Ahmadiyya zu verteidigen.
"In Deutschland können Sie heiraten wen Sie möchten, ohne Konsequenzen von irgendwem zu befürchten."
Leider nicht und eben das ist das Problem, dass die freiheitlichen Rechte der Bürger*innen in einer religiösen Gemeinde mit anti-demokratischen Strukturen außer Kraft gesetzt werden.
Sie sprechen von
Sie sprechen von versprochenen Kindern, die dem Glauben gewidmet werden, sprechen aber nicht davon, dass eben diese Kinder im Alter von 15, in welchem sie in der Lage sind, ihre eigenen Entscheidungen treffen zu können, vor die Wahl gestellt werden, ob sie ein versprochenes Kind bleiben wollen oder nicht.
Sie sprechen von Abschottung, Fernhaltung von Andersdenkenden und sozialer Überwachungen. Dabei stellen sie es da, als hätte jedes Mitglied eine 24-Stunden Überwachung und keinen Kontakt zur Außenwelt, was der Wahrheit auf allen Ebenen wiederspricht. Die Freizeitprogramme, von denen Sie sprechen, dienen der Stärkung der Freundschaft und Bindung unter den Mitgliedern, jedoch ist der Zweck keineswegs, Freundschaften außerhalb der Gemeinde zu verhindern.
Der Fakt ist, dass im Quran geschrieben steht, dass Häuser, in denen Gottes Name oft genannt wird, zu beschützen sind(22:41). Zu welchen natürlich auch Kirchen, Synagogen, etc. gehören. Sie haben selbst richtig dargestellt, dass für Ahmadiy der Quran das oberste Gebot ist, wie ist es uns also möglich, Andersgläubige als "Unmenschen" zu betrachten, wenn wir gleichzeitig ihre Gotteshäuser beschützen sollen?
"Die meisten
"Die meisten Gruppenmitglieder müssen eine ehrenamtliche Aufgabe in der lokalen Gemeinde übernehmen, damit das Gemeindeleben funktioniert."
Ich als Ahmadi Muslim bin sehr oft ehrenamtlich in der Gemeinde tätig. Ein Muss war es jedoch noch nie, noch wurde ich irgendwann dazu gezwungen. Vielmehr sind wir aus Überzeugung und Leidenschaft tätig, welche kein Entgelt bedürfen. Seien es interne Dienste oder Dienste für die Mitbürger und Gesellschaft wie Neujahrsputze, Blutspenden, Altenheimbesuche, Baumpflanzaktionen, Obdachlosenhilfen, Wohltätigkeitsläufe uvm. All diese zeigen, dass wir zu unseren Worten wie Liebe, Mitgefühl und Toleranz stehen und diese in Tat umsetzen. Es sind keine "leere Liebes- und Friedensbekundungen sowie schöne Slogans, die nur eingeschränkt der gelebten Realität in der Gemeinde entsprechen."
"Außerdem bestehen innerhalb
"Außerdem bestehen innerhalb der Gemeinde Gremien, die das religiöse Verhalten der Mitglieder kontrollieren und sie bei Fehltritten verwarnen sollen. Die Ahmadiyya behält sich vor, die religiösen Aktivitäten der Mitglieder abzufragen und zu überwachen. Dazu werden monatlich offizielle Berichte verfasst, in denen Fragen gestellt werden."
Kontrollieren, verwarnen und überwachen- Worte, die den Leser ein falsches Bild vermitteln und einige sogar an die NS Zeit erinnern lassen!
Diese Berichte dienen nicht der Überwachung, sondern sind für die Selbstreflexion der Mitglieder gedacht. Kein Tag soll so sein wie ein anderer. An jedem neuen Tag soll der Mensch sich entwickeln, sei es spirituell oder körperlich (es wird auch nach Blutspende, Sport gefragt!). Die Gemeinde hat nichts von den Berichten, aber die Mitglieder haben davon sehr viel. Diese helfen den Mitgliedern und erinnern ihn immer wieder, dass er sich fünf Mal am Tag zu Gott wenden soll und für sein Verhalten (gut oder schlecht) verantwortlich ist. Das führt dazu, dass der Mensch sich Gott nähert, ihn um Vergebung bittet und seine Liebe empfängt, wenn er seine Zeit in Gedenken an ihm verbringt. Er liest dann von sich aus den Koran, um mehr über Gott und seiner Barmherzigkeit zu erfahren. Die Freitagsansprachen des Khalifen sind auch sehr wichtig und informativ, denn in ihnen werden die Mitglieder immer wieder daran erinnert, gut zu den Mitmenschen zu sein, ihnen zu helfen, sich vor Sünden zu schützen und ähnliches. Es ist nicht falsch einer Person Briefe zu schreiben mit der Bitte um Gebete, wenn diese Person zum Guten aufruft und wenn diese Person ein Mann Gottes ist. Wenn man selbst weiß, dass das der richtige Weg ist, dann ist es etwas Natürliches andere Leute auch zu diesem Weg zu führen, damit diese auch die Kostbarkeiten von diesem Weg kosten können.
Es wird nicht kontrolliert, es wird erinnert den Sinn des Lebens zu verstehen und zu Gott zu finden!
Salam,
Salam,
Es gibt sehr sehr viele schlechte Dinge die ich in der Gemeinde erlebt habe. Rassismus, Zwang auch wenn man Menschen von ganz oben kontaktiert hat gab es keine Hilfe. 2013 wurde ich aus der Gemeinde geworfen und meine Eltern wurden behandelt wie dreck 2015 kanmm ich wieder rein und werde bis heute nicht mehr akzeptiert. Man setzt mich wegen den chands spenden unrer Druck reden über mich und meine Familie schlecht und distanziert sich sehr stark.
Als Kind dachte ich wirklich es ist das wahre. Aber es kamen immer mehr und mehr Sachen auf wo ich mir dachte nein da stimmt etwas nicht. Eltern können sich halb tot schlagen und man bekommt gesagt lassen sie sich nicht scheiden. Ich habe mich scheiden lassen und bekomme mein Mahr mein bon Allah gegebenes techt nicht, da es heißt mit der standesamtlichen Ehe ist auch islamische Ehe beendet, wer entscheidet so etwas ? Man setzt sich für uns Frauen leider nicht ein. Ich habe einige Gemeinden besicht, einige Hilfen gesucht und mir ist nur eins klar geworden. Macht man nicht genau das was verlangt wird wird man echt sehr sehr schlecht behandelt. Als wäre man etwas niedriges.