Kommentar

Wer den Rechtsstaat nicht mehr aushält

Grenzbefestigung
Grenzbefestigung

Im Januar 2025 habe ich unter dem Eindruck zunehmend faktenfreier und rechtlich entgleister Debatten zur Asyl- und Migrationspolitik an dieser Stelle den Beitrag "Migration und Flucht: Rechtsrahmen und Wirklichkeit" veröffentlicht. Darin habe ich die bestehende europarechtliche und völkerrechtliche Lage zusammengefasst – und vor einer Politik gewarnt, die das Recht zur bloßen Kulisse macht. Heute, wenige Monate später, muss ich konstatieren: Die Entwicklung war noch schneller, noch dümmer, noch skrupelloser, als ich damals für möglich hielt.

Notfall?

Politiker wie Friedrich Merz, Alexander Dobrindt oder Carsten Linnemann – aber auch andere – berufen sich auf die Notfallregelung des Artikels 78 Absatz 3 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU (AEUV), um eine "Asylwende" zu legitimieren. Sie tun es auf eine seltsame Art und Weise – offiziell bleibt der Artikel unerwähnt, taucht aber in Talkshows, Interviews und dergleichen eben doch auf. Doch diese Regelung ist für akute Notsituationen gedacht – nicht für eine strukturelle Neuausrichtung, die den individuellen Anspruch auf Asyl unterläuft. Wer das Gegenteil behauptet, stellt politische Opportunität über Rechtsbindung.

Dabei ist die Berufung auf einen "Notstand" schon auf der Tatsachenebene zweifelhaft: Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist rückläufig, während Staaten an der EU-Außengrenze, die unter weitaus größerem Druck stehen, keine Notstandsklauseln geltend machen. Eine Umfrage unter mehr als 800 deutschen Kommunen und Landkreisen ergab zudem, dass keineswegs alle Kommunen überlastet sind – entgegen der ständig wiederholten Behauptung von Herrn Linnemann.

Die Berufung auf Artikel 78 Absatz 3 AEUV soll kaschieren, dass es an politischem Willen fehlt, ein gerechtes und funktionierendes Asylsystem zu schaffen. Es ist ein Missbrauch der Notfallklausel, der das europäische Asylrecht in ein Instrument politischer Abwehr verwandelt. Und es ist juristisch fragwürdig bis rechtswidrig. Der Sachverhalt liegt bereits bei der EU, wir werden sehen – im Extremfall droht immerhin ein Vertragsverletzungsverfahren.

Das Non-Refoulement-Prinzip ist keine Option

Dass Menschen, die Schutz suchen, an europäischen Grenzen abgewiesen, interniert oder in Drittstaaten abgeschoben werden, obwohl dort kein effektiver Schutz besteht, ist nicht nur moralisch beschämend – es ist ein Bruch des Non-Refoulement-Prinzips aus Artikel 33 der Genfer Flüchtlingskonvention. Auch die EU-Grundrechtecharta und die Europäische Menschenrechtskonvention verbieten solche Praktiken eindeutig.

In diesem Zusammenhang ist die Berufung auf die Notfallregelung des Artikels 78 Absatz 3 AEUV ohnehin irrelevant: Sie stellt lediglich eine unionsrechtliche Verfahrensnorm dar, nicht aber eine Rechtsgrundlage, um völkerrechtlich oder menschenrechtlich garantierte Schutzstandards außer Kraft zu setzen. Es handelt sich hier um einen politisch motivierten Fokus auf einen isolierten Ausschnitt aus einem vielschichtigen Rechtsgefüge – und um eine grobe Verkennung der Bedeutung höherrangigen Rechts.

Dass eine neue Bundesregierung nun unter dem Banner vermeintlicher "Rückführungseffizienz" in diesen Bereich vordringt, zeigt nicht nur eine Verrohung des politischen Diskurses, sondern auch eine Erosion rechtsstaatlicher Mindeststandards.

Wer von Dysfunktionalität redet, muss vom politischen Versagen sprechen

Es ist völlig richtig: Das europäische Asylsystem ist dysfunktional. Nimmt man es wörtlich, belastet es die Staaten an den EU-Außengrenzen übermäßig, gibt dem Binnenstaat Deutschland das Privileg, nach Dublin III alle Asylsuchenden zurückzuweisen, die aus anderen EU-Ländern einreisen und wird von einigen Mitgliedstaaten ohnehin nicht akzeptiert (Polen, Ungarn). Dass durch "pragmatischen" Umgang mit dem System die Schieflage immer größer wird, ist zwangsläufig.

Der Versuch aber, diese Dysfunktion nun durch Entrechtung zu "lösen", ist ein politischer Offenbarungseid. Es ist der Moment, in dem eine demokratische Gesellschaft beschließt, sich ihrer Verantwortung zu entziehen, indem sie die Standards senkt, statt die Praxis zu verbessern.

Der humanistische Rechtsstaat ist kein Dekor

Ein Staat, der das Recht nur noch als dekorativen Rahmen nutzt, wenn es politisch passt, hat begonnen, sich selbst zu entleeren. Die aktuelle Debatte zur Migrationspolitik ist ein trauriges Beispiel dafür. Sie zeugt nicht von Werten, sondern von ihrer Verwässerung unter parteitaktischem Druck.

Wer sich konservativ nennt, sollte vielleicht darüber nachdenken, was er da konservieren will. Wenn es nicht mehr die Unantastbarkeit der Menschenwürde ist, nicht die Bindung an Recht und Gesetz, nicht die europäische Idee gemeinsamer Verantwortung – was bleibt dann übrig?

Deutschlands Rolle in Europa: Kurzsichtigkeit als Strategie?

Was die aktuelle deutsche Politik offenbar unterschätzt, sind die außenpolitischen Spannungen innerhalb der Europäischen Union, die aus einem zunehmend restriktiven Kurs gegenüber Geflüchteten und Migranten erwachsen.

Die Folgen sind bereits sichtbar: Die Einigkeit in der Migrationspolitik bröckelt, Misstrauen wächst, und zentrale Grundpfeiler des europäischen Wertekanons werden zur Verhandlungsmasse. Eine EU, die in Fragen des Flüchtlingsschutzes nicht geschlossen, sondern gespalten auftritt, schwächt nicht nur ihre moralische Glaubwürdigkeit, sondern auch ihre politische Handlungsfähigkeit.

Die neue deutsche Regierung riskiert damit, als treibende Kraft einer Politik wahrgenommen zu werden, die Integration durch Abgrenzung ersetzt und europäische Solidarität durch bilaterales Druckmanagement. Das könnte sich längerfristig als erhebliche Belastung für das europäische Projekt insgesamt erweisen.

Am Ende steht die Entscheidung

Man kann ein Asylsystem reformieren. Man kann Verfahren effizienter, klarer, besser machen. Man kann auch diskutieren, wie man mit begrenzten Ressourcen umgeht. Aber man kann nicht behaupten, das Recht zu achten, während man es systematisch unterläuft.

Die europäische Migrationspolitik steht an einem Scheideweg. Wer ihn rechtsstaatlich und human bewältigen will, muss sich jetzt klar positionieren. Wer stattdessen auf Entrechtung und symbolische Abschreckung setzt, wird sich nicht nur politisch und irgendwann historisch zu verantworten haben – sondern vor dem eigenen Gewissen.

Denn am Ende bleibt die Frage: Wer hält den Rechtsstaat eigentlich noch aus, wenn er unbequem wird? Und was ist das für ein Signal an die Bevölkerung, wenn eine Regierung dazu offensichtlich nicht bereit – oder nicht imstande ist?

Die Aushöhlung rechtsstaatlicher Prinzipien beginnt selten abrupt – sie beginnt mit Worten. Mit der Behauptung, es gehe "nur um Ausnahmen". Mit dem Verweis auf "Notlagen", die sich nicht klar benennen oder nachweisen lassen. Und mit der schleichenden Verschiebung im öffentlichen Diskurs, bei der Schutzrechte nicht mehr als Ausdruck humanitärer Verpflichtung erscheinen, sondern als vermeintliche Belastungen – als würde der Rechtsstaat zur Last. Solche sprachlichen Weichenstellungen bereiten den Weg für politische Maßnahmen, die das einstige Selbstverständliche zur Disposition stellen. Mit einer gesellschaftlichen Routine, die solche Umdeutungen hinnimmt – nicht aus bewusster Gleichgültigkeit, sondern weil sie als pragmatisch empfunden werden: Weil man das Gefühl hat, es müsse "endlich etwas passieren", weil Ängste politisch kanalisiert werden, und weil viele hoffen, mit einem Stück Rechtsverzicht dem rechten Rand das Wasser abzugraben.

Was bleibt: Eine Entscheidung, die nicht unausweichlich ist

Dass rechtsstaatliche Grundsätze im Namen politischer Beruhigung preisgegeben werden, ist kein Naturgesetz. Es ist eine Entscheidung. Dass die Mehrheit diese Entwicklung hinnimmt, mag erklärbar sein – verständlich ist es nicht. Und schon gar nicht zukunftsfähig.

Wer den Rechtsstaat verteidigen will, muss das nicht mit Pathos tun. Es genügt, sich daran zu erinnern, wozu er geschaffen wurde: Um das Recht gegen Stimmung, das Individuum gegen Kollektivdruck und das Prinzip gegen Opportunismus zu schützen.

Die Aushöhlung beginnt oft in kleinen Schritten – aber ihr Verlauf ist keine Einbahnstraße. Gerade in einer Zeit, in der die Sprache kippt, Begriffe verrutschen und Normen weichgeklopft werden, braucht es umso mehr jene, die sich weigern, das alles für normal zu halten.

Unterstützen Sie uns bei Steady!

Kommentare (59)

uwe hauptschueler (nicht überprüft)

Fr. 23 Mai 2025 - 12:54

"Es ist der Moment, in dem eine demokratische Gesellschaft beschließt, sich ihrer Verantwortung zu entziehen, indem sie die Standards senkt, statt die Praxis zu verbessern."
In einer demokratischen Gesellschaft könnte durch Volksabstimmung beschlossen werden, was zu geschehen hat. Ist in Deutschland aber nicht möglich. Ob eine demokratische Gesellschaft auch eine humanistische ist, würde man dann sehen.

Boandlgramer (nicht überprüft)

Do. 29 Mai 2025 - 21:53

Antwort auf von uwe hauptschueler (nicht überprüft)

Man darf mir gerne Überheblichkeit unterstellen, aber in einem Land, in dem man auf Tiefkühlpizzen schreiben muss, dass die Folie vor dem Backen zu entfernen ist, löst der Gedanke an mehr "direkte Demokratie" Befremden aus. Vox Populi, Vox Rindvieh. Demokratie ist mehr als nur "Mehrheit". (dazu Empfehle ich das Interview bei [1]) Dass auch Mehrheiten an das Recht gebunden sein müssen, ist ja eine Kernthese des Artikels, wenn auch indirekt. Ich würde daher sagen, dass eine Gesellschaft, die sich dem Diktat der Mehrheit unterwirft weder demokratisch, noch humanistisch sein kann. Humanismus ist für mich ein Wert an sich, auch wenn die Mehrheit ihn ablehnen sollte.

[1] https://www.sueddeutsche.de/kultur/julian-nida-ruemelin-diktatur-der-mehrheit-interview-lux.HMXcLD7dscj7fWFgUz1ppD

Bo (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 11:21

Antwort auf von Boandlgramer (nicht überprüft)

Ich verstehe, was Sie meinen. Aber die abschätzige Bewertung des Wählers und die Überhöhung der eigenen subjektiven Position birgt Gefahren. Ein gewisser Mahler aus Österreich hat ähnlich argumentiert hinsichtlich seiner Sicht auf die Demokratie.

Roland Fakler (nicht überprüft)

Fr. 23 Mai 2025 - 13:13

Meiner Ansicht nach hat niemand ein Recht auf Asyl in Deutschland, der unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnt und hier Verbrechen begeht. An der wachsenden Kriminalität und Islamisierung in den letzten Jahren erkennt man, dass davon leider vielzuviele ins Land gekommen sind. Wir haben auch ein Recht, die staatliche Ordnung und die Sicherheit in Deutschland zu garantieren.

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Mo. 26 Mai 2025 - 13:12

Antwort auf von Roland Fakler (nicht überprüft)

Meiner Ansicht nach hat kein Rechter das Recht, gegen den Islam und das Recht auf Asyl zu hetzen.

Roland Fakler (nicht überprüft)

Di. 27 Mai 2025 - 15:23

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Ob ich rechts oder links bin spielt hier keine Rolle. Ich bin als säkularer Humanist für den Islam auf jeden Fall ein Ungläubiger, der die Hölle verdient und der im Falle, dass der Islam an die Macht käme, keinerlei Rechte mehr hätte. Sollte ich so eine Weltanschauung gut finden?

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Mi. 28 Mai 2025 - 09:37

Antwort auf von Roland Fakler (nicht überprüft)

rechts oder links spielt immer eine Rolle. Auch für den Artikel, der Grund seiner Existenz sind die Rechten, die Menschenrechte verletzen. Wenn Sie "Humanist" sind, dann möchte ich keine Humanistin mehr sein.

Roland Fakler (nicht überprüft)

Mi. 28 Mai 2025 - 12:52

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Die Menschenrechte in Deutschland verteidige ich, indem ich Leuten, die hier einen islamischen Gottesstaat einführen wollen, das Asylrecht abspreche. Wenn jemand die demokratie-, frauen- und menschenrechtsfeindliche Scharia über das Grundgesetz stellen will, sollte er nicht in Deutschland, sondern in Afghanistan, Iran, Saudi-Arabien oder in einem anderen der 65 islamischen Staaten Asyl beantragen.

Petra Pausch (nicht überprüft)

Mi. 28 Mai 2025 - 13:03

Antwort auf von Roland Fakler (nicht überprüft)

Verstehe ich Sie richtig: Menschenrechte sind für Sie an Bedingungen geknüpft und also nicht umfassend und für jeden Menschen gültig? Das wäre eine interessante Auslegung der UN-Menschenrechtskonvention und der europäischen.

Noch einmal, damit auch Sie das verstehen: Das Recht auf Asyl hat erst einmal JEDER Mensch. Ob er Asyl in Deutschland erhält ist dann eine staatliche Entscheidung. Und wenn sich bei der Prüfung eines Asylantrages zeigt, dass dem Asylbewerber/der Ayslbewerberin die Scharia wichtiger ist als das Grundgesetz, dann wird es kein Asyl geben.

Jedoch eine Entscheidung ohne Anhörung widerspricht allen demokratischen und menschenrechtlichen Gepflogenheiten.

Unser Grundgesetz sagt da etwas anderes:
Jemand hat kein Recht aus Asyl, wenn er aus einem sicheren Drittstaat kommt.

Ich finde diese Bewertung ziemlich einleuchtend. Sie nicht?

Noch eine Frage. Folgt man ihrer pauschalen Auslegung, könnte die ganze Welt, also Milliarden von Menschen, in D Asyl beantragen. Halten Sie das für eine realistische Handhabe?

Roland Fakler (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 12:27

Antwort auf von Petra Pausch (nicht überprüft)

Ein Mensch, der die Scharia über das Grundgesetz stellen will, sollte hier kein Recht auf Asyl haben, weil Scharia Abschaffung der Menschenrechte bedeutet. Grenzenlose Toleranz gegen Intolerante führt zur Abschaffung der Toleranz. Siehe auch: Was ist Scharia: rolandfakler.de/scharia

Roland Fakler (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 12:35

Antwort auf von Petra Pausch (nicht überprüft)

Natürlich sollen die Leute angehört werden. Leider war das Ergebnis aber oft so, dass Leute Asyl erhielten, die heute für das Kalifat demonstrieren.
Im Übrigen schätze ich Herrn Endruscheidt und seine Texte, aber in diesem Punkt sind wir halt mal anderer Meinung, ....wenn sie erlauben oder nicht erlauben.

Roland Fakler (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 15:12

Antwort auf von Petra Pausch (nicht überprüft)

Hab ich sie richtig verstanden, dass sie möglichst schnell möglichst viele Dschihadisten ins Land lassen wollen, um Deutschland möglichst schnell unter Schariarecht zu bringen?

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Mi. 28 Mai 2025 - 15:00

Antwort auf von Roland Fakler (nicht überprüft)

Ihre Kommentare sind eine Respektlosigkeit gegenüber Udo Endruscheit: Wozu schreibt er seinen Artikel? Damit Leute wie Sie eine Litanei rechter Floskeln runterbeten? Verzichten Sie wenigstens auf die Selbstbezeichnung "Humanist", das ist so cringy.

Bo (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 12:40

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Was genau ist daran "respektlos", wenn jemand die Meinung von Herrn Endruscheit nicht teilt?
Warum bezeichnen Sie die sehr konkreten Sachgedanken von Herrn Faklner als "rechte Floskeln"?
Warum sollte Herr Faklner sich nicht als Humanist bezeichnen dürfen?

Herr Fakler äußert oben einen legitimen Gedanken, der in der Rechtsprechung regelmäßig diskutiert wird. Nämlich den, dass es weder eine ethische noch eine rechtliche Verpflichtung zur Selbstschädigung gibt - auch nicht im Asylrecht.

Wie immer bei Rechtsfragen müssen beide Rechtsansprüche abgewogen werden. Und bei Schwerverbrechern oder Systemfeinden kann es gute Gründe geben, diese des Landes zu verweisen.

Petra Pausch (nicht überprüft)

Mi. 28 Mai 2025 - 13:10

Antwort auf von Roland Fakler (nicht überprüft)

"An der wachsenden Kriminalität und Islamisierung in den letzten Jahren..." an welcher wachsenden Islamisierung? Können Sie Beispiele - die nicht der Springer-Presse entstammen - nennen? Und welche wachsende Kriminalität?

Sie können sich gern informieren: ZUm Beispiel hier: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2024/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2024/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2024_node.html

Darin findet sich dieses bemerkenswerte Zitat: "Während die deutsche Wohnbevölkerung sich in ihrer Größe kaum verändert hat, ist die nichtdeutsche Bevölkerung merklich angewachsen. Demzufolge ist zu erwarten, dass die Anzahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen stärker steigt als die Anzahl der deutschen Tatverdächtigen. Neben diesem rein zahlenmäßigen Effekt, der auch Auswirkungen auf die erfasste Kriminalität hat, ist davon auszugehen, dass vor allem Schutzsuchende multiple Risikofaktoren für (Gewalt)-Kriminalität, wie beispielsweise unsichere Zukunftsperspektiven und Armut, aufweisen."

Bo (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 11:44

Antwort auf von Petra Pausch (nicht überprüft)

Liebe Frau Pausch,
es ist ohne Frage Fakt und aus den BKA Statistiken deutlich erkennbar, dass die Gewaltkriminalität in den letzten Jahren zugenommen hat und gewisse Personengruppen gravierend überproportional vertreten sind.

Sexualdelikte, Messerangriffe auf Polizisten bzw Kinder, das Verprügeln von Homosexuellen oder Juden haben übrigens recht wenig mit "unsicheren Zukunftsperspektiven und Armut" zu tun.

Ja, Islamisierung ist ein weiter Begriff. Aber zu glauben, dass der Zuzug von Millionen von Menschen aus muslimischen Gesellschaften keine verändernde Auswirkung auf unsere Gesellschaft hätte, ist in etwa so merkwürdig, wie ein Haus am Vulkanhang zu bauen und sich dann zu wundern, warum da Lava durchs Wohnsimmer fließt. Beispiele für Islamisierung: Diskussionen über Minarette, Ramadan, Kopftuch, Religionskonflikte an Schulen/Unis/Behörden, Islamismus, Ghettoisierung, Antisemitismus, Homophobie uvm.

Wir können gerne unterschiedlicher Meinung sein, wie wir ein Problem lösen wollen. Aber um ein Problem lösen zu können, muss man als allererstes die Realität anerkennen.

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 12:11

Antwort auf von Bo (nicht überprüft)

"... wie ein Haus am Vulkanhang zu bauen und sich dann zu wundern, warum da Lava durchs Wohnsimmer fließt." Ich habe keine Angst, dass Lava durch mein Wohnzimmer fließt. Typisch für Alarmismus. Ihre Beispiele für "Islamisierung" sind, suchen Sie selber aus: "rassistisch" oder "einfach nur peinlich".

Bo (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 15:42

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Ob Sie Angst vor Lava haben oder nicht, ist völlig unerheblich. Relevant sind zwei Dinge:
1. Die Feststellung der Tatsache, dass sich unsere Gesellschaft durch die Massenzuwanderung verändert
2. Die Feststellung der Tatsache, dass sich unsere Gesellschaft durch bestimmte Aspekte der Massenzuwanderung nicht zum Guten verändert.

Ein Blick nach UK, FR, BE, NL, DK, IT, SWE, DK, AU, reicht aus, um zu erkennen, dass wir hier alle das gleiche Problem haben. Daran ändert auch Ihr Diffamierungsversuch nichts.

Soll ich Ihnen eine Lava-Lampe schicken? Lava-Lampen beruhigen. Sie träumen dann auch anderes. Nicht immer nur von "Massenzuwanderung" und Islamisierung.

Roland Fakler (nicht überprüft)

Mo. 2 Jun 2025 - 13:02

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Ich würde Ihnen einfach mal seriöse Information über die Zuwanderung empfehlen. Zum Beispiel diese, dass 20% der eingewanderten Muslime zur Radikalisieung neigen. Das sind 1 Million. https://www.welt.de/256194570

Zitat Welt: "... Studie der Forschungsstelle Islam und Politik der Universität Münster unter der Leitung des islamischen Theologen Mouhanad Khorchide" Khorchide ist der Inbegriff von "unseriös", siehe den wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Mouhanad_Khorchide Da gibt’s richtig viel zu lesen, nur mal ein Beispiel, Zitat wikipedia: "Ähnlich wie Thomas Bauer äußert sich auch der Politikwissenschaftler Imad Mustafa zu Khorchides Aussagen über den „Politischen Islam“. Diese bezeichnet er als Verschwörungstheorien, deren Struktur ihn an antisemitische Narrative über das „Weltjudentum“ erinnere, das als betrügerisch, täuschend und illoyal dargestellt werde."

Mit ad hominem Angriffen zu versuchen, Studien zu diskreditieren, ist keine überzeugende Argumentation.

Wir wissen aus diversen Studien, übrigens nicht nur in D sondern europaweit, ja sogar weltweit, dass die vorgestellten Befunde sich decken bzw. mindestens ähnlich sind.

Prof. Stefan Hopmann kenne ich persönlich, Zitat wikipedia: "Kritik an dieser Doktorarbeit [Mouhanad Khorchides] kam auch vom Bildungsforscher Stefan Hopmann, Professor für Bildungswissenschaft an der Universität Wien, der meinte, er hätte die Arbeit nicht angenommen, und die Feststellungen von Khorchide seien „wissenschaftlich gesehen schlichter Unfug“." Der Rest des wikipedia Artikels über Khorchides ist nicht weniger "eindrucksvoll", aber Sie nennen das dann einfach "ad hominem" und ignorieren es. Ausserdem wissen "wir" [sic] ja schon alles, Zitat Bo: "Wir wissen aus diversen Studien, übrigens nicht nur in D sondern europaweit, ja sogar weltweit ..."

Ja, es ist ad hominem. Der Angriff auf die Person anstelle der Sache.

Ob Sie einen "Prof. Hopmann" kennen oder nicht ist unerheblich. Ebenso die Aussagen: "...hätte ich nicht angenommen" oder "ist wissenschaftlich gesehen schlichter Unfug".

Ja, wir wissen tatsächlich ziemlich viel über dieses Phänomen. Die Befunde sind da, mit oder ohne Herrn Khorchide.

Udo Endruscheit (nicht überprüft)

Di. 3 Jun 2025 - 15:43

Antwort auf von Roland Fakler (nicht überprüft)

Nicht zwei Dinge zusammenwerfen, die getrennt bleiben müssen.

Das Gestatten der Einreise zum Zwecke der Beantragung der Durchführung eines Asylverfahrens (so heißt das korrekt) kann man niemand verwehren und darin, dass dies inzwischen sehr wohl geschieht, liegt rechtsuntreues Handeln.

Ob der Bewerber zu einem späteren Zeitpunkt Verbrechen begeht, ist kein Gegenstand einer wilden Prognose im Moment der Antragstellung, sondern eine zeitlich danach liegende Tatsachenbetrachtung. Und selbst die Genfer Flüchtlingskonvention sieht Konsequenzen für den Fall vor, dass sich ein Asylbewerber nicht mit der Rechtsordnung des Gastlandes anfreunden kann.

Und um den letzten Einwand vorwegzunehmen: Natürlich ist es nicht möglich (sagen wir: völlig unzulässig) von vornherein bestimmte ethnische oder religiöse Gruppenangehörige an der Beantragung eines Asylverfahrens zu hindern.

Roland Fakler (nicht überprüft)

Di. 3 Jun 2025 - 17:52

Antwort auf von Udo Endruscheit (nicht überprüft)

Bei dem Asylverfahren, deswegen heißt es ja wohl Verfahren, muss zumindest geprüft werden, ob er die Gesetze und die Staatsform dieses Landes anerkennt und achtet....höher achtet als die Schariagesetze, die eben in vieler Beziehung unseren Gesetzen widersprechen. Dies könnte aus seiner vergangen Lebengeschichte auch erkennbar werden.

adam sedgwick (nicht überprüft)

Fr. 23 Mai 2025 - 17:21

Nun rächt sich die Trägheit der Verantwortlichen in der Politik. Ja, da hat der Autor Udo Endruscheit vollkommen recht, es ist beängstigend, dass wichtiges Recht, wie das im GG verankerte Asylrecht, aus Opportunismus Gründen ausgehölt wird. Man hat die Probleme von Flucht und Asyl immer nur den Rechten und Rechtsextremen überlassen. Vor allem übertrug und überträgt man die Suche nach Lösungen immer nur dem Innenministerium, bis zum heutigen Tag, obwohl das Problem vor allen von außen auf uns einwirkt. Warum hört man nichts zu diesem Thema vom Auswärtigen Amt (Bundesaußenministerium)? Dieses Ministerium müsste doch eng mit dem Innenministerium zusammenarbeiten! Es kommen aus beiden Häusern seit den vergangenen mindestens zehn Jahren keinerlei konstruktive Vorschläge, solche, die vor allem auch den Geist der Humanität unseres Grundgesetzes ernsthaft berücksichtigen.
Wie sieht die Situation denn aus? Es leben 8 Milliarden Menschen auf der Erde, davon hat mindestens ein Drittel einen vergleichsweise hohen bis sehr hohen Lebensstandard, wie z.B. Europa (ca 500 Mio Menschen), USA (327 Mio Menschen), weite Teile Asiens (ca 1 Mrd Menschen). Diese vielen Menschen ziehen einen hohen Bedarf wertvoller Rohstoffe als auch landwirtschaftlicher Produkte nach sich, und dass in den Geberländern alles auf sehr begrenztem Raume. Das führt zu vielen gewaltsamen Konflikten, die verständlicherweise große Flüchtlingsströme nach sich ziehen. Hierzu hätte ich auch Konzepte und Vorschläge für Lösungen anzubieten, die ich gerne auf Nachfrage besprechen würde.
Also, es gibt für die Politik was Wichtigeres zu tun, als sich nur um kriegerische Aufrüstung und Zerstörung von Lebensräumen zu engagieren. Kriege sind immer nur eine Angelegenheit der Politiker! Also dann löst gefälligst die von Euch ausgelösten kriegerischen Konflikte, dann verringern sich auf jeden Fall die mit der Migration zusammenhängenden Probleme und Belastungen!

H. Lambert (nicht überprüft)

Sa. 24 Mai 2025 - 17:29

Völlig einseitige Sicht. Als 1949 das Asylrecht ins GG kam, hat niemand daran gedacht, dass aus weitentfernten, dysfunktionalen Staaten in Massen und durch Schleuser organisiert Migranten illegal in unser Land strömen würden. Hinzu kommen ganz andere kulturelle Prägungen der Mehrzahl, die eine Integration erschweren, oder gar unmöglich machen.
Die Absolutierung einer Rechtsposition, wie des Asylrechts incl. seiner Überdehnung, ist ist ein Verstoss gegen die gesetzesübergreifende Forderung einer gerechten Abwägung der Folgen. Da hilft der Verweis auf noch so viele Landes- und Europagesetze nichts, die sind alle von Parlamenten gemacht und können geändert werden.
Der Amtseid verpflichtet die Politiker, "...dem Wohl des deutschen Volkes zu dienen...", nicht dem anderer Völker und auch nicht dem von NGOs oder Lobbygruppen.

wenn ich mit Ihrer "kulturellen Prägung" nicht anfangen kann, habe ich dann das Recht, Sie auszuweisen?

Bo (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 12:52

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Was genau wollen Sie mit Ihrer Frage insinuieren?

Kulturelle Prägung ist zunächst einmal eine völlig wertneutrale Tatsache. Ein Mensch, der in Zentral-Afrika, in Japan, China oder im Mittelern Osten sozialisiert wurde, hat eine andere Werte- und Verhaltensprägung als jemand, der seine Sozialisation im "Westen" erfahren hat.

Darüber hinaus stellen wir ganz sachlich fest, dass sich bestimmte Sozialisationen gut und andere weniger gut für die Integration in die westlichen Gesellschaften eigenen.

War es nicht Helmut Schmidt, der auf die Problematik von tendenziell schwer integrierbaren und dadurch den inneren Frieden gefährdenden Kollektiven hingewiesen hat?

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 15:11

Antwort auf von Bo (nicht überprüft)

Ihre "kulturelle Prägung" passt sicher nicht zu meiner. Zum Glück. Wo wurden Sie denn "sozialisiert"?

Da irren Sie sich. Nur weil wir in einer Sachfrage anderer Meinung sind, besteht nicht notwendigerweise eine Differenz in der kulturellen Prägung.

A.S. (nicht überprüft)

Mi. 28 Mai 2025 - 14:24

Nochmal, allgemeiner formuliert:

Überdehnung und Missbrauch eines Rechts bringen dieses Recht in Misskredit.
Werden Überdehnung und Missbrauch nicht gestoppt, steigt der Unmut in der Bevölkerung und am Ende wird besagtes Recht eingestampft.

An diesem Recht unter allen Umständen fest zu halten ist billige Gesinnungsethik.

Verantwortungsethisch richtig ist, Überdehnung und Missbrauch konsequent zu unterbinden. Dann bleibt besagtes Recht gut beleumundet und für die Zukunft erhalten.

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 09:46

Antwort auf von A.S. (nicht überprüft)

Der hpd hat ein Problem mit rechten Kommentatoren. Unfassbar, was diese Rechten schreiben, hätte ich nicht für möglich gehalten. Siehe auch die Kommentare oben.

Es gibt hier kein Problem. "rechts" ist in einer funktionierenden Demokratie ein völlig legitimer Teil des politischen Spektrums. Er ist im Grunde sogar sogar essentiell, wie sonst sollte "links" ihre Positionen gegenprüfen können? Das gleiche gilt für jegliche Art von Diskussion, auch hier beim HPD.

Der Kommentar von AS ist berechtigt. Er weist darauf hin, dass sich Rechtsbestimmungen als dysfunktional herausstellen und eine Anpassung an die Realität benötigen können.

Genau dafür gibt es die Demokratie. Nur diese gewährt die gesellschaftsadequate Möglichkeit zur Kurskorrektur.

Sehen Sie das anders?

""rechts" ist in einer funktionierenden Demokratie ein völlig legitimer Teil des politischen Spektrums." Schön für Sie.

Bo (nicht überprüft)

Di. 3 Jun 2025 - 11:49

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Nicht nur für mich. Auch für Sie. Denn ohne die Abbildung des vollständigen Politspektrums würden wir uns im Totalitarismus wiederfinden. Ich hoffe, das ist nicht das, was Sie wollen.

Bo (nicht überprüft)

Mi. 11 Jun 2025 - 12:58

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Halten Sie die Mission, gegen Totalitarismus zu sein, für falsch? Hoffentlich nicht.

Ich halte es für bizarr, RECHTS ZU SEIN gegen Totalitarismus.

Welche Verständnisschwierigkeiten hatten Sie bei meinem Kommentar https://hpd.de/artikel/den-rechtsstaat-nicht-mehr-aushaelt-23116#comment-96514 ?

A.S. (nicht überprüft)

Do. 12 Jun 2025 - 11:41

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Um linken Totalitarismus zu bekämpfen, muss man "rechts" sein.
Um rechten Totalitarismus zu bekämpfen, muss man "links" sein.
Um religiösen Totalitarismus zu bekämpfen, muss man säkular sein.

Wirklich komisch ist's, wenn sich "Linke" und "Islamisten" zusammen tun. Der resultierende "Islamogauchisme" ist doppelt totalitär, wie man in Frankreich sehen kann.

Wer politisch in der "Mitte" steht, wird damit leben müssen, von "Rechten" als "links", von "Linken" als "rechts" und von "Religiösen" als "ungläubig" geschmäht zu werden.

Sie, Frau Becker, schmähen mich und andere als "rechts", weil Sie selbst erkennbar links außen stehen. Ich nehme das mit demokratischer Gelassenheit und kämpfe weiter gegen jeden Extremismus.

"Um linken Totalitarismus zu bekämpfen, muss man "rechts" sein": Benutzen Sie einen Schminkspiegel, um sich Ihre rechte Welt schön zu machen?

"Sie, Frau Becker, schmähen mich und andere als "rechts", weil Sie selbst erkennbar links außen stehen." Erklären Sie mir bitte, woran Sie erkennen wollen, daß ich, Zitat A.S., "links außen stehe"? Woran machen Sie das fest?

Ich mache das daran fest, dass Sie nicht inhaltlich-sachlich argumentieren. Sie schwingen nur die Nazi-Keule.
"Rechts" und "links" sind relativ, gesehen von sich selber aus. Und damit sind diese Begriffe sinnentleert.

Für mich gibt es nur "autoritär" und "liberal".
Liberale lassen andere Ansichten zu ohne sie zu diffamieren. Das heißt nicht, dass sich Liberale alle anderen Ansichten zu eigen machen.
Autoritäre lassen keine anderen Ansichten zu sondern verbieten diese vorzugsweise mit Staatsgewalt.

Und zum Thema Religion: Nichts ist autoritärer und intoleranter als Religion. Das zeigt uns die Geschichte.

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Fr. 13 Jun 2025 - 09:07

Antwort auf von A.S. (nicht überprüft)

Sie machen also gar nichts fest. Ausser rechten Sprüchen kommt von Ihnen nichts. Aber das Problem sind nicht Sie, oder Kommentatoren wie "Bo", oder "...", welche Pseudonyme auch immer sie benutzen, sondern die Frage: was macht den hpd für Rechte so anziehend?

H. Lambert (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 16:04

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Frau Becker, eher liegt das Problem bei linken Lesern/ Autoren, die ohne inhaltliche Argumentation meinen, mit der Diffamierung des Verfassers als rechts, sei das Problem gelöst. Billiges, unter ernsthaften Menschen verbotenes argumentum ad personam.

Bo (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 11:11

Dass die Massenmigration Europa inkl. Deutschland in allen politischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen in kritische Bedrängnis bringt, ist für jeden zu sehen, der die Fakten zur Kenntnis nimmt. Der inneren Frieden wird zunehmend erheblich erodiert. Ebenso ist feststellbar, dass die EU-Rechstlage erkennbar dysfunktional ist und diametral unserem Grundgesetz (!) steht. Ebenso dysfunktional ist die ideologische Ebene: Suizidale Empathie und kultureller Schuldkomplex sind kein Weg, die Welt zu verbessern. Im Gegenteil. Dies läuft auf eine Loss-Loss Situation hinaus.

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 12:16

Antwort auf von Bo (nicht überprüft)

"Suizidale Empathie und kultureller Schuldkomplex" Wow! Dass Sie die Psychobabble-Schublade so weit aufgemacht haben, wird auch den Autor des Artikels freuen ... mich natürlich sowieso, der - "selbstmörderisch" - für die Einhaltung der Menschenrechte ist.

Bo (nicht überprüft)

Fr. 30 Mai 2025 - 15:26

Antwort auf von Brigitte Becker (nicht überprüft)

Ob ein Argument jemanden freut oder nicht, ist völlig unerheblich. Relevant ist der Inhalt.
Was genau verstehen Sie nicht? Vielleicht kann ich Ihnen mit weiteren Ausführungen helfen.

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Mo. 2 Jun 2025 - 17:32

"Warum die Zurückweisungen rechtswidrig sind

Tagesschau 02.06.2025

Vor knapp vier Wochen hat Innenminister Dobrindt verschärfte Grenzkontrollen und die Zurückweisung Asylsuchender angeordnet. Doch die Maßnahme ist laut Verwaltungsgericht Berlin rechtswidrig.

Für Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und die neue Bundesregierung ist es eine herbe Schlappe: Das Verwaltungsgericht Berlin hat in gleich mehreren Eilverfahren entschieden, dass Zurückweisungen von Asylsuchenden an der Grenze rechtswidrig sind. Die Beschlüsse "sind unanfechtbar", teilt das Gericht mit und stellt zudem klar, die rechtliche Begründung des Bundesinnenministeriums für die verschärften Maßnahmen sei nicht ausreichend. Die Entscheidung ist rechtskräftig (…)“

Weiter: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/zurueckweisung-grenze-rechtswidrig-102.html

Bitte beachten:
1. Das Urteil bezieht sich auf einen spezifischen Einzelfall.
2. Es gibt auch andere Rechtsauffassungen
3. Wenn etwas rechtswidrig ist, besteht in einer Demokratie die Möglichkeit, Recht zu ändern.

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Di. 3 Jun 2025 - 15:31

Antwort auf von Bo (nicht überprüft)

Ich habe das aktuelle Urteil als Ergänzung zu Udo Endruscheits Artikel gepostet, es bestätigt ihn.

Bo: "3. Wenn etwas rechtswidrig ist, besteht in einer Demokratie die Möglichkeit, Recht zu ändern." Indem man gegen das geltende Recht verstößt? Das ist abenteuerlich.

Der Beschluss des Gerichts ist die Klärung eines Einzelfalls und kann daher nichts weiter "bestätigen".

Zu Ihrer Frage: Nein, indem man auf demokratische Weise eine Rechtsänderung herbeiführt, die eine andere, im besten Falle klare, Rechtslage zulässt. Daran ist nichts abenteuerlich. Es ist der normale Vorgang im Rechtssystem einer Demokratie.

In der Zwischenzeit gab es gefühlt eine Million juristische Kommentare zur Gerichtsentscheidung, haben Sie davon echt nichts mitbekommen?

Die Kommentare, die ich gelesen habe, bestätigen - einmal mehr - den Artikel von Udo Endruscheit.

Dann haben Sie sich nur einseitig informiert. Es gibt durchaus fundierte Auslegungen, die in eine andere Richtung gehen.

Brigitte Becker (nicht überprüft)

Do. 12 Jun 2025 - 09:57

Antwort auf von Bo (nicht überprüft)

erklären Sie das doch bitte Udo Endruscheit. Das würde ja bedeuten, dass Sie seinen Artikel für falsch halten! Aber zum Artikel haben Sie bisher ja noch gar nichts gesagt. Stattdessen kamen von Ihnen nur rechte Allgemeinplätze. Natürlich "gegen Totalitarismus", siehe Ihre Kommentare oben.

Unterstützen Sie uns auf Steady!

Mehr lesen über:

Verwandte Artikel