Internationales

Wo Farben gefährlich sind, weil sie schwul machen

In Saudi-Arabien dürfen weder Spielsachen noch Kleidung in Regenbogenfarben verkauft werden – das verstoße gegen die öffentliche Moral. Deshalb sind Beamte durch die Läden gelaufen und haben sämtliche Produkte in Regenbogenfarben konfisziert. Die Farben des Regenbogens, die ein Symbol der Toleranz verkörpern, würden eine "vergiftete Botschaft" an die Kinder schicken. Saudi-Arabien steht mit dieser Weltsicht nicht alleine da.

University College, Western University

Lesbische Muslimas beleidigen religiöse Gefühle

Die Western University im kanadischen London feierte den Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie mit einem Post auf Instagram. Auf dem Bild waren auch zwei Muslimas zu sehen, die sich küssen möchten. Das sorgte für Proteste der islamischen Community. Die Universität löschte das Bild – was queeren Mitarbeiter*innen missfiel. Ein Fall aus Kanada, der einen Konflikt offenbart zwischen Toleranz gegenüber Religion und Toleranz an sich.

Humanisten für den Klimaschutz

Klimaschutz ist kein Thema, bei dem sich die humanistischen Organisationen des deutschsprachigen Raums speziell engagieren. Anders in Großbritannien. Dort gibt es mit der "Humanist Climate Action" ein eigenes Netzwerk der "Humanists UK", das sich dem Thema widmet.

Wo steht Italiens katholische Kirche?

Während es weltweit zig Skandale um Missbrauchsfälle um die katholische Kirche gab war es ausgerechnet in Italien die letzten Jahre still. Betroffene beklagen die fehlende Sensibilität und fordern Aufarbeitung. Ein Betroffenenverband hat gemeinsam mit einer Zeitung ein Onlinearchiv aufgesetzt.

Megan Rapinoe

Präsident Biden ehrt Fußballstar für Einsatz für Gleichberechtigung

Am 1. Juli veröffentlichte das Weiße Haus die Liste der 17 Personen, die die diesjährige "Presidential Medal of Freedom" erhalten sollten. Unter ihnen nicht nur ein berühmter Schauspieler, eine Mitarbeiterin im Gesundheitsdienst und ein posthum geehrter Begründer eines Technikunternehmens, sondern auch Fußballerin Megan Rapinoe. Sie erhielt die Medaille für ihren Einsatz unter anderem für gleiche Bezahlung im Männer- und Frauenfußball.

Parade der hindu-nationalistischen RSS

Kurz vor 19:33 Uhr: Braut sich in Indien ein faschistischer Genozid zusammen?

Indien steht kurz vor der gewaltsamen Eruption eines religiösen Konflikts. Gegenüber stehen sich Jahrzehnte der Säkularisierung und ökonomischen Entfaltung, die das Kastensystem herausgefordert haben, und die radikale politische Ideologie "Hindutva", die sich rapide steigenden Zuspruchs erfreut. Der hpd hat hierüber mit Susanna McIntyre, CEO von Atheist Republic, gesprochen.

Kostenlose Drinks für Maria und Mohammed

Wohl um mehr Publikum in ihre Filiale der Holywings Bar- und Restaurantkette in Indonesiens Hauptstadt Jakarta zu locken, hatten sechs Barkeeper kostenlosen Gin für Frauen namens Maria und Männer namens Mohammed versprochen. Nach einer Anzeige religiöser Gruppen schlossen Behörden die Bar. Die Barkeeper sehen sich nun mit dem Vorwurf der Blasphemie konfrontiert. Holywings hat sich für die Promo-Aktion entschuldigt. Human Rights Watch stuft die Reaktion auf die harmlose Aktion als gefährlich ein.

Australien: Anzahl religiöser Personen nimmt ab

Am 10. August 2021 wurde der Zensus vom Australischen Statistikbüro durchgeführt. Neben Themen wie Wohnort, Haushalt und Familie, Einkommen, unbezahlte Arbeit und kulturelle Diversität wurde auch die Religionszugehörigkeit abgefragt. In der vergangenen Woche wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass die Anzahl christlicher Personen im Vergleich zum Zensus 2016 abgenommen hat: Über eine Million Menschen weniger gab an, christlich zu sein – damit rutschte der Wert erstmals unter die 50-Prozent-Marke. Auch die Zahl Religiöser im Allgemeinen schrumpfte.