Coronavirus

Gottesdienste als Machtdemonstration

Religiöse Versammlungen waren aufgrund der Corona-Pandemie bislang verboten. Doch die Religionsgemeinschaften haben nun erfolgreich ein Ende dieses Verbots durchgesetzt. Eine Machtdemonstration, die an Fahrlässigkeit kaum zu überbieten ist. Ein Kommentar von hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg.

Steven Vertovec

Covid-19 und ein Stigma, das bleibt

In der Pandemie schüren Populisten und Stimmungsmacher derzeit Vorurteile gegen Migranten und machen sie für die Ausbreitung des Virus verantwortlich. Die Bewegungsfreiheit von Flüchtlingen oder bestimmten ethnischen Gruppen wird drastischer eingeschränkt als die der einheimischen Bevölkerung, um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern - wie es offiziell heißt -, was jedoch die Betroffenen ebenfalls stigmatisiert.

5G angeblich Schuld an Corona

Die Corona-Pandemie ist ein gefundenes Fressen für Verschwörungsideologen: Mal soll es sich bei dem Virus um eine Biowaffe handeln, mal soll sich Bill Gates den Erreger patentieren haben lassen, um an einem Impfstoff verdienen zu können und die jüdische Weltverschwörung ist auch nicht weit. Eine andere Variante ist der neue Mobilfunkstandard 5G: Er soll wahlweise ebenfalls für die Verbreitung der Krankheit Covid-19 verantwortlich sein. Nun gibt es Vorfälle in Großbritannien, bei denen Verschwörungsgläubige Anschläge auf 5G-Funkmasten verüben – um das Corona-Virus zu bekämpfen.

Kein Schwangerschaftsabbruch "dank" Corona

Im US-amerikanischen Bundesstaat Arkansas werden nicht notwendige medizinische Eingriffe aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht durchgeführt. Dass diese Regelung auch für operative Schwangerschaftsabbrüche gilt, wurde nun obergerichtlich bestätigt. Schwangere Frauen, deren Leben nicht durch die Schwangerschaft gefährdet ist, haben jetzt in Arkansas keine Möglichkeit mehr, einen operativen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen.

Bruno mit Maske

Aufklärung in Corona-Zeiten

Die Einschätzungen darüber, wie gefährlich das neue Corona-Virus ist, gehen innerhalb der Giordano-Bruno-Stiftung weit auseinander. Fest steht jedoch, dass die gbs – wie die allermeisten Non-Profit-Organisationen – im Rahmen der Corona-Pandemie neue Wege beschreiten muss. Die Voraussetzungen dafür hat ein Treffen des Kuratoriums und des Vorstands geschaffen, das in Form einer Videokonferenz stattfand.

geschlossener Eingang des Berliner Zoos

Covid-19: Infektionsherd Zoo?

Zoos zählen zu den meistbesuchten Freizeiteinrichtungen hierzulande: Wie in Freibädern oder Fußballstadien kommen hier an Spitzentagen zehntausende Menschen auf relativ beengtem Raum zusammen. Sehr zu Recht wurden deshalb Zoos und zooähnliche Einrichtungen Mitte März 2020 auf behördliche Anordnung für den Publikumsverkehr geschlossen. Zugleich drängten sie vom ersten Tage an auf schnellstmögliche Wiedereröffnung. Und natürlich auf staatliche Hilfen.