Papst nennt Abtreibung "Auftragsmord"

Der Argentinier war wohl zu lange in Italien unterwegs. Ganz im Stile der Mafia bezeichnete er gestern bei einer Generalaudienz als "Auftragsmord", was für aufgeklärte Menschen das letzte Mittel ist, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden.

Herr Jorge Mario Bergoglio aka. Papst Franziskus möchte nicht über den Missbrauchsskandal reden, der die katholisch Kirche erschüttert. Er mag auch nicht darüber reden, dass die Finanzen des Vatikan noch immer nicht ganz transparent sind. Nein, lieber theaterdonnert er vom Balkon über dem Petersplatz und erklärt den Gläubigen, Abtreibung sei "wie einen Auftragsmörder zu mieten, um ein Problem zu lösen."

Es ist wie das Pfeifen im Walde. Nur mit dem "kleinen" Unterschied, dass dabei nur Vögel verärgert werden können wegen eventueller Misstöne. Der katholischen Kirche hingegen geht es langsam ans Eingemachte. Und während Franziskus über Jugendarbeit palavert oder den Teufel wegbeten möchte, bröselt seine Kirche schon an den Fundamenten.

Doch er wäre nicht der Chef eines weltumspannenden Syndikats (womit noch eine Parallele zur Mafia gefunden ist), wenn er nicht über Splitter in fremden Augen reden würde, während die Balken aus den eigenen Augen starren. Da bietet es sich doch an, auf Schwache einzuprügeln. Denn Frauen, die ungewollt schwanger wurden sind eben häufig genau das: Schwach. Aus Verzweiflung und Unsicherheit.

Es ist kaum nachvollziehbar, weshalb Frauen sich nicht in Scharen von der Männergesellschaft namens "katholische Kirche" abwenden. Weshalb sie sich als "Auftragsmörder(innen)" beschimpfen lassen von einem Mann, der Kraft seines Amtes keine Ahnung haben dürfte von Geburt und Kinderaufzucht.

Einen ähnlichen Unsinn hat er vor einem Vierteljahr schon von sich gegeben: Als er Abtreibung mit der Tötung "unwerten Lebens" im Dritten Reich verglich.

In seiner Predigt gestern soll er über das christliche Gebot "Du sollst nicht töten" gesprochen haben. Und – seltsam – ihm kamen dabei weder die Kreuzzüge noch die Scheiterhaufen in den Sinn. Auch nicht die Frauen, die wegen missglückter Abtreibungsversuche elend krepieren.

Was genau prädestiniert den Paten des Vatikan eigentlich dazu, sich ungefragt in Dinge einzumischen, von denen er qua Amt keine Ahnung hat, haben kann? Er tobt gegen Homosexuelle, die es seiner Ansicht nach nicht geben kann; er beschimpft schwangere Frauen, die das Kind nicht austragen wollen; er mischt sich in Politik und Kunst ein … Nur über eines redet er eher nicht: Über den tausendfachen Missbrauch, der im Schatten der Kanzeln geschah.

Kommentare (32)

Andreas Lichte (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 12:50

@ hpd Redaktion

engagiert doch mal jemand, der Italienisch spricht ... damit es nicht dauern diese "Missverständnisse" mit Papst Franziskus gibt, Zitat Artikel:

"Es ist kaum nachvollziehbar, weshalb Frauen sich nicht in Scharen von der Männergesellschaft namens "katholische Kirche" abwenden. Weshalb sie sich als "Auftragsmörder(innen)" beschimpfen lassen von einem Mann, der Kraft seines Amtes keine Ahnung haben dürfte von Geburt und Kinderaufzucht."

Die Frauen sind KEINE Auftragsmörderinnen, ein "Auftragsmörder" wird gemietet:

“far fuori una vita umana per risolvere un problema, è come affittare un sicario“

"ein menschliches Leben zu beseitigen, um ein Problem zu lösen, ist, wie einen Auftragsmörder zu mieten"

Quelle: https://www.ilfattoquotidiano.it/2018/10/10/aborto-papa-francesco-e-come-affittare-un-sicario-interrompere-la-gravidanza-un-modo-di-dire-per-far-fuori-qualcuno/4682396/

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 14:00

Antwort auf von Andreas Lichte (nicht überprüft)

Wenn ich das recht verstehe, geht die Stoßrichtung von Franziskus also in Richtung der Ärzte, die die Abtreibung durchführen? Und natürlich gehören die Auftragsgeberinnen wie auch die Auftragsnehmer in die Hölle. Ja ja, der allseits beliebte Papst ...

Andreas Lichte (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 15:07

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

@ Karl-Heinz Büchner Nehmen Sie doch nur mal den Satz, den ich übersetzt habe, und tun Sie so, als ob Sie nicht wüßten, dass es um Abtreibung geht: was lesen Sie dann? Könnte es sein, dass Sie dann zustimmen?

Ein menschliches Leben ist zu schützen, das sehen Sie doch auch so, oder? Der Unterschied zwischen der katholischen Auffassung (hier vertreten durch den Papst) und der aktuellen "Mehrheitsmeinung" ist:

– katholisch: ein Leben beginnt mit dem Akt der Zeugung

– Mehrheitsmeinung: ein Leben beginnt nach x Monaten

Da wird doch ein – universales – Problem, jenseits aller Religion, deutlich: wie groß ist das "x"? wer definiert die Grenze? Also ich möchte das nicht festlegen ...

Es gibt eine Science-Fiction-Kurzgeschichte von Philip K. Dick – "The Pre-persons" –, in der Dick die Frage auf die Spitze treibt, Zitat wikipedia: "... the United States Congress has decided that abortion is legal until the soul enters the body. The specific instant is defined by the administration, at present the moment a person has the ability to perform simple algebraic calculations (around the age of 12).

The main protester — a former Stanford mathematics major — demands to be taken to the abortion center, since he claims to have forgotten all his algebra."

Andreas Scholz (nicht überprüft)

Sa. 13 Okt 2018 - 09:01

Antwort auf von Andreas Lichte (nicht überprüft)

mit mehrheitsmeinungen ist das so eine sache. man kann auch mit einem genügend großen pr - aufwand der mehrheit beibringen, dass zwei keine primzahl sei.

und X zu definieren ist denkbar einfach. X = 0. das leben eines menschen beginnt mit der befruchtung der eizelle. das ist nicht katholisch, das ist biologisch.

ein schwangerschaftsabbruch beendet das leben eines menschen. ein X > 0 definieren zu wollen, entspringt der verlangen diese tatsache irgendwie aus dem fokus zu bekommen.

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

So. 14 Okt 2018 - 18:08

Antwort auf von Andreas Scholz (nicht überprüft)

Das ist Ihre ganz persönliche Privatmeinung und das darf sie auch bleiben.
Aber nicht Sie, sondern der gesellschaftliche Konsens legt fest, wann eine befruchtete Eizelle ein schützenswerter Mensch ist.

ich verstehe nicht.

wann das leben eines menschen beginnt und dass ein schwangerschaftsabbruch das leben eines menschen beendet, sind fakten, die keinen interpretationspielraum haben.

zu schutz und wert habe ich mich nicht geäussert, wo also genau verorten sie MEINUNG?

---

ich bin kein jurist und kein philosoph aber ich denke ( bitte gegebenenfalls um korrektur )
dass: "der gesellschaftliche Konsens legt fest, wann eine befruchtete Eizelle ein schützenswerter Mensch ist." nicht ganz korrekt ist.

das menschliche leben ist grundsätzlich und ganz ohne aussnahme schützenswert. die gesellschaft kann allerdings im konsens, da stimme ich zu, bedingungen festlegen, nach denen der schutz des menschlichen lebens anderen interessen nachrangig zu stellen ist.

das ist etwas anderes.

zum abschluss aber doch noch ein paar persönliche dinge:
1. ich würde niemals, ich betone niemals einer frau, die sich zu einem solchen schritt entschlossen hat, vorwurfsvoll, herablassend oder belehrend gegenüber auftreten.

2. wäre ja vorstellbar, dass man von der gesellschaft aus, frauen in not die entscheidung FÜR das kind so leicht wie möglich macht. unterstützungsmöglichkeiten der vielfältigsten form wären denkbar. frauen in ausbildung, alleinstehende usw. usw. das problem ist, das kostet geld und das ist natürlich in den taschen von shareholdern und kriegstreibern besser aufgehoben.
übrigens auch eine super gelegenheit für kirchen selbst einmal nächstenliebe zu praktizieren.

3. finde ich die so häufig anzutreffende leichtfertigkeit, bei diskussionen zu diesem thema, mit der die tatsache, dass es letztendlich um einen mensch geht, keine rolle spielt einfach nur unerträglich.

4. kann mich mir die polemische keule nicht verkneifen, dass jede/jeder die zu thema beiträgt, das auch tun kann, weil ihre/seine mutter diesen schritt nicht gemacht hat.

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Di. 16 Okt 2018 - 14:35

Antwort auf von Andreas Scholz (nicht überprüft)

Also mein sehr verehrter Herr Scholz,
das waren jetzt die Fakten aus dem Katechismus für Erstkommunionkinder, jetzt kommen die Fakten aus der Realität.
"wann das leben eines menschen beginnt und dass ein schwangerschaftsabbruch das leben eines menschen beendet, sind fakten, die keinen interpretationspielraum haben."
Wann beginnt das Leben?
Der Katechismus sagt: Wenn Eizelle und Samenzelle fusioniert sind.
Warum sagt er das? Weil Theologen keine Ahnung von diesen Dingen haben.
Das Produkt der Fusion von Ei und Spermium ist ein Fusionsprodukt - nichts weiter. Das Spermium ist in die Eihülle eingedrungen. Punkt.
Ob es nun zur Verschmelzung von Ei und Spermium kommt, ist damit noch keineswegs gesichert.
Dazu sind noch eine ganze Reihe von Vorgängen notwendig, die alle nicht ablaufen müssen und es in erheblicher Anzahl von Fällen auch nicht tun. Sollte das aber passieren, dann bilden sich die männlichen und weiblichen Vorkerne. Jetzt kann es zu einer Verschmelzung der Genome kommen, aber was da herauskommt ist kein Mensch, sondern eine Zygote. Die fängt an, sich zu teilen und wandert dabei in die Gebärmutter, wo sie versucht, sich einzunisten. Die Betonung liegt auf Versuch. Die Wanderung dauert drei bis vier Tage - von einem Menschen ist weit und breit nichts zu sehen.
Jetzt beginnt nach überwiegender Meinung die Schwangerschaft, weil sich der weibliche Körper ab da messbar hormonell umstellt. Bis zu einer Geburt nach weiteren 39 Wochen liegt vor dem Fötus ein sehr langer und gefahrvoller Weg, denn er keineswegs garantiert erfolgreich abschließt.
Nach ca. 2-3 Monaten hat sich ein Fötus gebildet, der über die Anlage innerer Organe verfügt - das wars dann schon. Eine Großhirnrinde existiert vorher noch nicht - so wie bei allen Säugetierembryonen. Jetzt können wir von Menschen sprechen, denen wir ab einem bestimmten Zeitpunkt Rechte zusprechen können. Wo dieser Zeitpunkt liegt, ist gesellschaftliche Verhandlungssache. Und deswegen ist meine Aussage korrekt.
Und jetzt kommen wir zum Lebensende. Wann ist das Leben Ihrer Meinung nach zu Ende?
Ab dem finalen Koma? Ab dem finalen Herztod? Ab dem finalen Hirntod? Wenn die Vitalfunktionen nicht mehr autonom aufrecht erhalten werden?
Sie haben die Auswahl.
Deswegen sind die Zeitpunkte des Beginns der menschlichen Existenz und des Lebensendes des Menschen eben kein ein Fakt. Und deshalb muss über beide Themen faktenbasiert und nicht philosophisch oder religiös belastet diskutiert werden.
PS: Hätten Sie gesagt: DASS das Leben eines Menschen beginnt und dass das Leben eines Menschen irgendwann endet, sind Fakten" wäre ich bei Ihnen gewesen. Aber das ist ja auch trivial.

Beim Rest Ihrer Aussagen widersprechen Sie sich: "das menschliche leben ist grundsätzlich und ganz ohne aussnahme schützenswert. die gesellschaft kann allerdings im konsens, da stimme ich zu, bedingungen festlegen, nach denen der schutz des menschlichen lebens anderen interessen nachrangig zu stellen ist."
Entweder ist das menschliche Leben OHNE AUSNAHME schützenswert, dann darf es keinen Notwehrparagrafen, keinen assistierten Suizid und keinen finalen Rettungsschuss geben oder aber es gibt Ausnahmen und die müssen wieder Gegenstand gesellschaftlicher Verhandlung sein.
Wo ist die Rationale, dass "frauen in not die entscheidung FÜR das kind so leicht wie möglich" gemacht werden muss? Nein, es muss nicht jede Schwangerschaft ausgetragen werden, die überwiegende Mehrheit der Frauen macht sich die Entscheidung zum Abbruch nicht leicht und die Gründe für einen Abbruch sind vielfältiger als Sie sich vorstellen können.
Die polemische Keule zum Schluss hätten Sie sich sparen sollen, denn es gibt 1000 andere Gründe, warum sich jemand an diese Diskussion nicht beteiligt und nicht gelebt zu haben, ist nichts dem man nachtrauern könnte.

Andreas Lichte (nicht überprüft)

So. 14 Okt 2018 - 19:57

Antwort auf von Andreas Scholz (nicht überprüft)

@ Andreas Scholz Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich habe versucht, die beiden Positionen zu beschreiben. Ich bewerte nicht.

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 16:45

Antwort auf von Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

"wie groß ist das "x"? wer definiert die Grenze? "
Wer hat von Ihnen verlangt, das zu entscheiden? Diese Entscheidung ist ein gesellschaftlicher Konsens. Der muss nicht von allen getragen werden, aber von einer großen Mehrheit. Und die ist anderer Meinung als RKK und Papst. Und ja, Franz weiß sehr wohl, dass sowohl der Auftragskiller als auch sein Auftraggeber belangt werden.

Gondel (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 14:03

Antwort auf von Andreas Lichte (nicht überprüft)

@Andreas Lichte "Die Frauen sind KEINE Auftragsmörderinnen, ein "Auftragsmörder" wird gemietet"

Dann sind sie eben "Auftragsmörder-Mieterinnen", also Täterinnen hinter dem Täter.
Wesentlicher Unterschied bitte wo?

@ Gondel Ich habe Franziskus übersetzt, nicht zum ersten Mal ...

Für Sie könnte ich wohl 1000 Übersetzungen machen, und auch das würde nichts an Ihrer vorgefassten Meinung ändern.

@Andreas Lichte
Wird Ihnen nicht schwummerig dabei, ein solches Monstrum, welches sich immer mehr zu einer definitiven Unperson mausert, wiederholt zu übersetzen?

Im Übrigen, wenn man sich bei dem von Ihnen übersetzten Satz wie von Ihnen gewünscht wegdenkt, dass es um Abtreibung geht, verliert er sämtliche Stimmigkeit, er dürfte dann richtigerweise nur noch lauten: "ein menschliches Leben zu beseitigen, um ein Problem zu lösen, ist Mord"

Andreas Lichte (nicht überprüft)

So. 14 Okt 2018 - 19:42

Antwort auf von Gondel (nicht überprüft)

@ Gondel Ich finde Ihre Kommentare "monströs", Kommentare auch an anderer Stelle, werden Sie sehen ...

Analytiker (nicht überprüft)

Di. 16 Okt 2018 - 11:07

Antwort auf von Andreas Lichte (nicht überprüft)

Werfen Sie bitte einen Blick in § 26 StGB..... und überlegen nochmal gründlich....

Petra Pausch (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 13:19

Doch, doch... er spricht schon über den Missbrauch: Den hat der Teufel gemacht! (und selbstverständlich niemals nicht irgendwer seiner Untergebenen... weil nicht sein kann, was nicht sein darf.)

Atheist Steinbrenner (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 13:21

Ich frage mich ob sich Herr Bergoglio nicht selbst durch das Festhalten am Verhütungs- und Abtreibungsverbot Millionen- bzw. Milliardenfach schuldig macht. In diesem Verbot ist die Tötung von Menschen doppelt aufgehoben. Oberflächlich pro Leben führt doch die Hörigkeit der Gläubigen dazu, dass die starke Vermehrung zu einem Bevölkerungswachstum führt, dass für die nachkommende Generation nicht genügend Lebenschancen bietet und irgendeine Art Lösung fordert:

Das hatte schon Malthus erkannt und in den Begriff der "positiv checks" gefasst - also Hunger, Seuchen, Kriege - die die Bevölkerungszahl wieder ins Lot bringen.

Oder nehmen wir Gunnar Heinsohn der mit dem Kriegsindex einen Indikator definierte für den Ausbruch von Konflikten bei zu starkem Bevölkerungswachstum.

Nun hat die Entwicklungshilfe der Industrienationen dazu geführt, dass die Kindersterblichkeit und damit das Leid bereits geborener Menschen merkbar abgenommen hat, ohne dass aufgeklärtes Denken mitvermittelt wurde. Dadurch schlagen nun die religiösen Verhütungs- und Abtreibungsverbote die selbst kein Leid vermeiden - denn nicht leben heisst nicht leiden - aber durch extremes Bevölkerungswachstum Konflikte und damit Leid durch Armut, Hunger und Krieg hervorbringen - voll durch.

---

Tragisch, dass ob der stetig wachsenden Weltbevölkerung es noch nicht erreicht ist, dass Geburtenkontrolle durch Verhütung bis hin zur selbstbestimmtem Sterilisation nicht ohne religiöse Hürden im Kopf oder materielle Hürden im Geldbeutel zur Verfügung stehen --- man bedenke, dass selbst in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Übernahme der Kosten für eine Sterilisation als auch das Folgekostenrisiko NICHT MEHR wie zuvor von der Solidargemeinschaft getragen wird, sondern von jedem Menschen selbst zu tragen ist.

Schon der Bericht des Club of Rome zu den Grenzen des Wachstums 1972 und 1992 zeigte, dass ein weiter so einige Jahrzehnte später zu viel Leid führen wird... aber vielleicht ist es ja das was der Herr Bergoglio und seine Kirche will... denn wie steht es so schön an einem Kreuz im Garten des Klinikums in Eichstätt: Leid ist Gnade

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 13:26

Sind solche Ausfälle, wie die wiederholten des Obermafiosi, nicht Ausdruck tiefster Verzweiflung, weil man - so meine Meinung - längst erkannt hat, dass der Kampf um des "Seelenheil der Welt" (urbi et orbi) verloren ist? Solche unerträglich menschenverachtenden Sätze, wie die aktuellen, können nur Ausdruck sein dafür, dass man maximal noch die Hardliner in der Kirche ansprechen will, die "Lebensschützer" und Evangelikalen, Opus Dei und andere Extremisten, die Homosexuelle abgrundtief hassen, die Frauen jede Eigenverantwortung absprechen, Kinder als Objekte ihrer ideologischen Umformung sehen und am liebsten einen "Gottesstaat" etabliert sehen würden.

Nur diese Personengruppen können von dem Geschwafel des reichsten Herrschers der Welt beeindruckt sein und ihm ein frenetisches Halleluja entgegenschleudern.

Ob sich westliche Politiker, die ja Recht und Gesetz ihrer Länder vertreten müssten, auch mal Gedanken über ihr Verhältnis zu diesem Hassprediger in Rom machen? Ich fürchte, irgendwann wird er wieder aufkreuzen und sich lobpreisen lassen...

Ihrem Kommentar und dem Artikel habe ich nur wenig hinzuzufügen:
Ein unfassbar schäbiges Ablenkungsmanöver. Auf verzweifelte Mädchen und Frauen, sowie auf Ärzte zeigt B mit hocherhobenem moralischem Finger, um dem Missbrauchskandal mediale Konkurrenz zu machen. Da fehlt nur noch der unsägliche Kampfbegriff vom „Babycaust“ , an dem gelegentlich auch der Erzbischof von Berlin, Koch, in seinen Grußbotschaften zum „Marsch für‘s Leben“ nur knapp vorbeischrammt.
Mit Auftragskillern kennen sich Jesuiten ja aus, gehörte das doch Jahrhunderte lang zu ihrer Kernkompetenz, der sie gewöhnlich mit dem berüchtigten „Jesuitengift“ nachkamen, um „Probleme zu lösen“. Nicht umsonst wurde der Orden in vielen europäischen Ländern schon mal verboten.

Thomas (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 15:34

"In seiner Predigt gestern soll er über das christliche Gebot "Du sollst nicht töten" gesprochen haben. Und – seltsam – ihm kamen dabei weder die Kreuzzüge noch die Scheiterhaufen in den Sinn."
-
Das ist keineswegs "seltsam", denn das 5. Gebot macht weder Aussagen über seine Bezugsobjekte, noch wird es in irgendeiner Weise begründet. Entsprechend willkürlich läßt es sich interpretieren.
-
"Auch nicht die Frauen, die wegen missglückter Abtreibungsversuche elend krepieren."
-
<zyn>Daran sind sie doch wohl selbst schuld, diese gottlosen HUREN!</zyn>

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 19:54

Im Vatikan fällt ein Sack Reis der Mafia um.
Und kaum noch jemand hört zu...

Arno Gebauer (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 19:56

Moin,

wieder einmal verdeutlicht der Gottesvertreter, dass er die deutsche Gesetzgebung
nicht akzeptiert und kein deutscher Politiker haut ihm auf Maul!

Er spricht nicht für seine abhängig gehaltenen Gläubigen, sondern stets als meinungsbildendes Oberhaupt
ohne politisches Mandat immer für alle deutschen Bürger!

Was bildet dieser Typ sich eigentlich ein?

Er hält sich für den Primus der deutschen und aller weltlichen Gerichtsbarkeit!
Die Beschlüsse des Bundestages missachtet er und unsere Politiker lassen sich das gefallen!!

Er kriminalisiert Frauen, die per Gesetz abtreiben dürfen als Auftragsmörderinnen
und alle Ärzte, die diesen armen Frauen letztlich beistehen!

Dieser scheinheilige Patron aus dem Vatikan heißt es gut, dass sein Chef als
Auftragsmörder sein Kind hat kreuzigen (töten) lassen, weil dieser als Allmächtiger
seinen Gläubigen nicht verkünden wollte oder konnte, dass er diese liebt.

Dieser göttliche Mißbrauch oder die Gott gewollte Todesstrafe verteidigt
der Vatikanchef, weil er sonst im Nachhinein die von Gott gewollte Kreuzigung
diskreditieren würde.
Seinen Chef kriminalisiert dieser Vatikanchef nicht, aber alle deutschen Frauen und Ärzte!
Der Vatikanchef macht in der Tat einen denkbar schlechten Job!

Ich werde mich mal bei seinem Chef beschweren und diesen bitten,
ihn endlich zum Schweigen zu bringen!

Viele Grüße
Arno Gebauer

Willie Stenzel (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 21:04

".... und erklärt den Gläubigen, Abtreibung sei "wie einen Auftragsmörder zu mieten, um ein Problem zu lösen.""

Das Problem bei einem Auftragsmord, ob nun selbst durchgefúhrt oder angemietet, ist doch, dass dies bezogen auf die Christenreligion von diesem allwissenden, allmächtigen Gott ja mitgeplant und eingebaut sein muss. Das bezieht sich nicht nur auf Abtreibung, die dann diese göttiche Herlichkeit ja mit rund 50% (?) bereit eingeschöpft hat, sondern generell das Religionskonstrukt. Auch "seine" Engel (neben dem Teufel) sind Schöpfungen dieser allwissenden Gottheit und deren Aufgabe, kann man im AT nachlesen, war es eben auch solche göttlichen Auftragsmorde durchzuführen, nur weil man nicht unterwúrfig sein wollte/konnte oder seine unsichbare Herrlichkeit sehen kann - ja sehen darf.

Stefan Dewald (nicht überprüft)

Do. 11 Okt 2018 - 22:26

Hier gibt es (noch) einen Kommentar aus dem öffentlich-entrechteten Rundfunk: https://www.facebook.com/tagesschau/videos/2200423626898916/

Und dazu lautet mein, gerne öffentlich zitierbarer Kommentar: »Ich [Stefan Dewald, klafuenf.de] bin von diesem Vorstandsvorsitzenden der Papst AG in keinster Weise enttäuscht. Ich hatte – wie immer – nichts Anderes erwartet von einem Unternehmen, dass auf ewigen Wahrheiten basiert.«

Gondel (nicht überprüft)

Fr. 12 Okt 2018 - 02:44

Klingt das alles nicht eher wie das Jaulen eines getroffenen Hundes, sich jetzt der teuflischen Aufgabe stellen zu müssen, eine Unzahl seiner Nachgeordneten dazu zu bewegen, nicht mehr ungehindert drauflos zu pädophilieren, da der bisher gewährte Schutz vor einer Aufdeckung von außen sich möglicherweise nicht mehr in jedem Fall aufrechterhalten lässt und dieses entwickelte religiöse System der fast weltweit zentralgesteuerten Vertuschung und des Missbrauchs immer transparenter zu werden droht?

Der den Erdball überlastenden Wachset-und-mehret-euch-Ideologie mit "Auftragsmord"-Vorwürfen einen Turbo hinzuzufügen deutet eher darauf, dass man am Ende seines Lateins angekommen zu sein scheint.

Zeitenzeuge (nicht überprüft)

Fr. 12 Okt 2018 - 09:01

Der Chef der lächerlichen Märchenwelt
Hat sich in puncto Menschenrecht
Erneut sehr weit ins Abseits heut' gestellt.
Homosexualität und Abtreibung fand er schon immer schlecht,
Doch hat er dem die Krone aufgesetzt,
Indem er gegen Abortionen mit neuem Hass grad hetzt:
Es sei,
Bemerkt er nebenbei,
Als ob man einen Auftragsmörder würd' berufen.
Empörung das verdient in höchsten Stufen.

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Di. 16 Okt 2018 - 17:20

Antwort auf von Zeitenzeuge (nicht überprüft)

Berücksichtige doch das enorme Alter des noch amtierenden Papstes. Er redete schon immer wirr und das, weil er nie seinen Gott um Rat gefragt hat. War net möööglich! Aber auch ein Papst ist sterblich, wir warten noch auf das "Wunder".

Edgar Schwer (nicht überprüft)

Fr. 12 Okt 2018 - 10:03

Spricht so ein Kirchenoberhaupt, ein angeblich leuchtendes Vorbild für Millionen von Katholiken? Die Äußerung ist von ungewohnter Brutalität. Vor allem tritt Jorge Mario Bergoglio SJ damit ein Recht der Frauen mit Füßen, das sie sich im Namen der Freiheit hart erkämpfen mussten. Die Worte Bergoglios sind nicht nur inakzeptabel, sondern sie stellen einen Skandal dar, sie sind ein Affront gegen alle Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben und sie verhöhnen alle Angehörigen, die um das Opfer eines wirklichen Auftragskillers trauern. Mit diesem unsäglichen und zugleich ungeheuerlichen Vergleich inkriminiert Bergoglio alle Frauen auf der Welt. Eine solche Wortwahl kann nur ein Mann innerhalb der männerbündischen Amtskirche treffen, dem es versagt bleibt, sich hinein zu fühlen in das Innerste eine Frau, die vielleicht geschlagen, misshandelt und anschließend vergewaltigt worden ist – vielleicht sogar vom eigenen Ehemann. Was waren die Schwertmission durch Karl den Großen, die Zwangsmissionierung in Südamerika -und die Hexenprozesse? - Nichts anderes, als Auftragsmorde der katholischen Kirche. Gerade der Jesuitenorden dem Bergoglio angehört hat ja mit dunklen Machenschaften Erfahrung genug gesammelt. Erst vor drei Jahren hatte Bergoglio seinen Priestern die Befugnis eingeräumt, all jenen die Absolution für die Abtreibung zu erteilen, die für diese Sünde um Verzeihung baten – ganz im Einklang mit der Doktrin der Kirche „Du darfst nicht töten“. Der angebliche Fortschritt von Franziskus ist nichts anderes als die Fortführung der menschenverachtenden Hardliner Tradition der KK.

Friedhelm Mandt (nicht überprüft)

Fr. 12 Okt 2018 - 10:49

Der Papst hat die Abtreibung mit Auftragsmord verglichen:
Nun werden in der Regel der Auftragsgeber und der Auftragsausführer
mit „lebenslänglich“ bestraft, nicht gerade ein barmherziges Strafmaß.
Wenn der Papst jetzt auch noch behauptet, dass ihm Gott persönlich-nachts im Traum-diese Botschaft überbracht hätte, dann ist die Nichtexistenz eines derartigen grausamen Gottes
bewiesen. Meine Botschaft:
Hört auf mit diesem Schwindel und werdet säkulare Humanisten.
Friedhelm Mandt gbs fred.mandt@gmx.net

Rene Goeckel (nicht überprüft)

Fr. 12 Okt 2018 - 11:19

Hat der Capofamiglia Franz schon jemals ein Wort zu dem Genozid an den indogenen Völkern in seinem Heimatland gesagt? Oder war dafür auch der Teufel zuständig?

Arno Gebauer (nicht überprüft)

Do. 18 Okt 2018 - 06:39

Moin,

wer die Verhütung und die Abtreibung verbietet, degradiert die Frauen dieser Welt zu
Gebärmaschinen!

Der Islam reduziert die Frauen auf ihre Scheide.

Beide Viehzüchterreligionen aus dem vorderen Orient bevormunden und behandeln seit mehr als 2000 Jahren
alle Frauen wie ihr Vieh!

Man kann nur hoffen, dass sich alle Frauen auf dieser Welt von den Viehzüchterreligionen aus dem vorderen Orient abwenden, um selbstbestimmt und gleichberechtigt ihr Leben zu gestalten. Allerdings ist dazu auch die
Unterstützung der Männer notwendig.

Die Viehzüchterreligionen haben genug Unheil angerichtet!
Sie sollen endlich verschwinden!

Viele Grüße
Arno Gebauer

Brunhild Krüger (nicht überprüft)

Do. 25 Okt 2018 - 21:57

Abort, ungewollter
Es ist wenig bekannt, dass - die Zahl habe ich es vor Jahren einmal gelesen - mehr als 80 Prozent der befruchteten Eizellen noch vor der Nidation(das Sich-Einbetten in der Gebärmutterschleimhaut) bzw. in der danach folgenden Entwicklungsphase (die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft) abgestoßen werden. Über diese ungewollten "Aborte" bzw. Fehlgeburten erfährt man wenig.
Auf der einen Seite kann man das sicher damit erklären, dass der Körper dies tut, weil es bei der befruchteten Eizelle bzw. dem sich entwickelnde Lebewesen Störungen der Entwicklung gibt.
Auf der anderen Seite - wenn man das religiös betrachtet - ist so ein Abort bzw. so eine Fehlgeburt wohl als "gottgewollt" anzusehen.
Das will ich jetzt lieber nicht weiterdenken.

Krongold (nicht überprüft)

Sa. 3 Nov 2018 - 07:34

Mit Interesse lese ich die verschiedenen auch gegensätzlichen Kommentare zu diesem Artikel. Bloß: Wo sind eigentlich die weiblichen Kommentatoren zu diesem Thema? Die würde es doch wohl vorrangig betreffen?

(Zum Beitrag: Mal abgesehen vom Tenor des Artirkels, den ich grundsätzlich teile, stimme ich den Kommentatoren zu, die Beginn und Ende des menschlichen Lebens als Definitionssache betrachten. Ich würde sogar noch weiter gehen. Anstatt sich hinter Vokabeln wie "Abtreibung" zu verstecken, wollen wir offen über Kindstötung reden und die Tatsache vergegenwärtigen, dass im gesellschaftlichen Alltag das menschliche Leben keinen Pfifferling wert ist, wenn es nicht gerade im Fokus moraltrunkener "Lautsprecher" ist.

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