Österreich
Empörung über entchristlichte Adventsfeier
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Zwei Volksschulen in Österreich hatten angekündigt, statt Adventsfeiern "ethische Rituale" mit den Schulkindern zu begehen. Im christlich-konservativen Lager entfachte das einen Sturm der Empörung.
Sie gehört inzwischen fast ebenso sehr zur winterlichen Tradition wie Tannengrün und Glühwein: Die alljährliche Aufregung konservativer Hüter von Brauchtum und Religion über die Entchristlichung der aktuellen jahreszeitlichen Folklore. Man empört sich darüber, dass der Martins-Umzug "Lichterfest" genannt wird, der Weihnachtsmarkt "Wintermarkt" und das gute deutsche Christkind vom Weihnachtsmann verdrängt wird. In diesem Jahr war diese winterliche Empörungs-Tradition wenigstens medial recht schwach ausgeprägt, aber schließlich fand sich doch noch etwas zum Aufregen.
Im steirischen Leoben hatten zwei Volksschulen beschlossen, dass es statt religiöser Adventsfeiern römisch-katholischer Tradition in der Vorweihnachtszeit an jedem Dienstag ein "ethisches Ritual" geben solle. Dies berichtet die Kleine Zeitung, an die sich offenbar empörte Eltern wandten, nachdem sie von der Schule ihrer Kinder einen Brief mit entsprechenden Informationen erhalten hatten. Man werde versuchen, den Bezug zur römisch-katholischen Religion gering zu halten und stattdessen ein ethisches Ritual aus den Feiern zu machen, hieß es laut Kleiner Zeitung in diesem Brief. Da jedoch Begriffe wie Advent, Christkind, Nikolaus und Weihnachten nicht vermieden werden könnten, sollten sich jene Eltern, die nicht wünschten, dass ihre Kinder bei den Feierlichkeiten im Raum anwesend seien, an die jeweiligen Klassenlehrer wenden.
Hintergrund der schulischen Entscheidung zur möglichst neutralen Gestaltung der Adventsfeiern ist, dass es in den Schulen Schülerinnen und Schüler vieler unterschiedlicher Glaubensrichtungen gibt, neben Muslimen auch Angehörige frei-christlicher oder evangelischer Glaubensgemeinschaften. Ja, in manchen Klassen seien katholische Schülerinnen und Schüler sogar deutlich in der Minderheit, erklärte der Leiter der für die Schulen zuständigen Bildungsdirektion, Klaus Kastner, gegenüber der Kleinen Zeitung, der die Entscheidung der Schulen zur Gestaltung neutraler "Advents"-Feiern verteidigt.
Eigentlich eine schöne Idee: Man begeht ein friedliches, möglicht neutrales Ritual, um die Gemeinschaft zu stärken, zelebriert Lichterbräuche, wie es sie in vielen Kulturen und Religionen in der dunklen Jahreszeit gibt, und falls jemand bei diesem Gemeinschaftsritual doch noch zu viel Religion enthalten sein sollte, kann er sich davon freistellen lassen.
Nicht so sehen es jedoch christlich-konservative Hardliner. Das Weihnachtsfest sei ein religiöses Hochfest, ein Fest, das die Identität des Christentums ausmache, weswegen man daraus kein ethisches Ritual machen könne, erklärte eine anonym bleiben wollende Mutter gegenüber der Kleinen Zeitung. Wie die meisten Christen sicherlich nichtsahnend, dass das christliche Weihnachtsfest mehr mit heidnischen Bräuchen zur Wintersonnenwende zu tun hat, als mit dem vermeintlichen Geburtsdatum der Zentralfigur der eigenen Religion.
Natürlich dauerte es auch nicht lang, bis die rechtspopulistische FPÖ das Thema für sich entdeckte. Der steirische Landesobmann der Partei, Mario Kunasek, erklärte, es brauche "kein von Lehrkräften selbst konstruiertes 'ethisches Ritual' an unseren heimischen Bildungsstandorten, sondern die Aufrechterhaltung gewachsener, traditioneller Feste, die eben stark vom christlichen Glauben geprägt sind". Kunasek kündigte ferner an, dass er eine Anfrage an den zuständigen Bildungslandesrat stellen werde, "ob es ähnliche Schreiben noch an anderen Schulen gab, inwieweit ihm der Brief bekannt war und wie er diese Art der Distanzierung von unserer Lebensweise und Kultur unterbinden will".

Kommentare (26)
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In meiner Jugendzeit wählte
In meiner Jugendzeit wählte man mich einst auf der Wirtschaftsoberschule zum Klassensprecher, auch mit Religionsunterricht getrennt, katholisch und evangelisch und ich stand immer einer Stunde vor der Tür, weil ich ja kein Christ war.
Weihnachten kam und ich meldete eine Weihnachtsfeier an, die ich allein gestaltete, in Anwesenheit beider Theologen. Ich sprach nicht von Jesus oder Christkind sondern zelebrierte eine freie Weihnachtsfeier mit "Gold und Silber", der Walzer erklang im ganzen Haus, dazu Gedichte von Limpach und anderen, kein Vater unser, kein Beten.
Die Theologen waren "bedient" , der Klassenlehrer auch und das schönste, nach 60 Jahren treffe ich mal einen ehemaligen Klassenkameraden und schon erinnert er sich an die einmalige neutrale Weihnachtsfeier. Das war Weihnachten mit Klartext. Göttlich!
Religion die die Mündigkeit
Religion die die Mündigkeit der Menschen untergräbt ,politische Mandatare , dazu gehört auch der Staat,
die diese Unmündigkeit befördern begehen ein Verbrechen an der geistigen Gesundheit
unserer Nachkommen...
„Das Weihnachtsfest sei ein
„Das Weihnachtsfest sei ein religiöses Hochfest ...“
Ist es nicht offensichtlich, dass die säkulare Feier genau diese Forderungen erfüllt ? Sie versucht, ANSTATT des Weihnachtsfestes, eine säkulare Feier zu veranstalten, die die wesentlichen Inhalte des Weihnachtsfestes zu vermitteln sucht: Friede, Solidarität, Achtung der Menschenrechte … Christliche Rituale würden doch in einer säkularen öffentlichen Schule entweiht wie die Söder-Kreuze in bayerischen Amtsstuben; um einmal die Argumentation von Reinhard Kardinal Marx aufzugreifen. Ist es wirklich so schwer zu akzeptieren, dass man Andersgläubigen die Identität des Christentums nicht aufzwingen sollte ? Schon gar nicht in Schule und Kindergarten ! Und was soll der dümmliche Vorwurf, man brauche kein von Lehrkräften selbst konstruiertes „ethisches Ritual“ ? Als seien die anscheinend bisher üblichen Adventsfeiern in den betreffenden Schulen kein von den Lehrkräften selbst konstruiertes Ritual. Was möchte H. Kunasek in den Schulen vermittelt wissen, wenn nicht ethisches Verhalten ? Christlichen Fundamentalsimus und Traditionalismus, die er offenbar unverzichtbar für östereichische Lebensweise und Kultur hält.
Das Problem wird sich früher
Das Problem wird sich früher oder später von selbst lösen, die ewig gestrigen werden immer weniger und die Jugend durchschaut den Schwindel immer früher.
Ich kann die Kritik gut
Ich kann die Kritik gut nachvollziehen.
Es geht hier weniger um Religion als vielmehr um Tradition. Die Aufgabe von Lehren ist es nicht, die hiesigen Traditionen zu zerstören.
Wenn ich, grade auch im Ausland, als Atheist zu einem jüdischen, muslimischen oder buddhistischen Fest eingeladen bin, hätte ich überhaupt kein Problem damit. Ich wäre interessiert an den festlichen Details und dem traditionellen Hintergrund.
Anstatt die Freude an der DIVERSITÄT zu begrüssen und sich an den unterschiedlichen, DIVERSEN Traditionen gemeinsam zu erfreuen, zeigt sich hier mal wieder ein freudloser, moraltriefender, anti-christlicher Bekehrungswille. Zum Leidwesen der Kinder. Denn ich weiss aus erster Hand, wie sehr sich auch die Kinder aus den aufgeklärten, formal-muslimischen Familien meines Bekanntenkreises auf christliche Feiertage freuen.
Den Kindern ist es egal, ob ein Fest von A oder B kommt. Solange es gemeinsam Freude verbreitet und nicht die unter Erwachsenen üblichen Differenzen beinhaltet, also verbindet anstatt zu trennen und vernünftige Ideen transportiert werden ( bei St. Martin zB Nächstenliebe bzw Mitleid und Hilfsbereitschaft) dann ist daran nicht das geringste auszusetzen. Vielmehr halte ich dieses anti-traditionelle Getue von Personen mit Macht, egal ob Lehrer, Politiker oder Medienmensch, höchst bedenklich: wer nicht weiss, woher er kommt, weiss auch nicht, wohin er geht.
Da gebe ich dir völlig Recht.
Da gebe ich dir völlig Recht.
Ich weiß auch, wie wir das Problem mit dem unterschiedlichen Glauben geschickt lösen können: Wir verzichten einfach ganz auf den.
Macht die Kirchen zu Traditions- und Trachtenvereinen!
Die Christen selbst fanden Traditionen übrigens keinesfalls schützenswert, ganz im Gegenteil. Frag mal die Kelten, die Römer, die Germanen und andere, deren Tempel geschliffen und Kirchen darauf errichtet wurden und deren Feiertage mit christlichen überlagert.
Ich hätte mit dieser
Ich hätte mit dieser Entwicklung kein Problem. Sie kann aber nur aus den jeweiligen Gruppen selbst kommen, wie zB beim unseren zwei Kirchen, die ja immer mehr Mitglieder verlieren bzw deren aktive Mitglieder sich wandeln in Personen, die Religion bestenfalls als Tradition erachten oder gar nur noch zu Karteinummern werden.
Es stimmt, die Entwicklung in
Es stimmt, die Entwicklung in diese Richtung ist bereits in vollem Gange.
Allerdings kam das nicht von allein. Es sind die gesellschaftlichen Umstände, die sich geändert haben und auch auf die Christen und ihre Kirchen selbst wirken.
Bis die Kirchen allerdings so weit sind, das selbst zu erkennen und auch zu akzeptieren, bis sie ihre Privilegien von selbst ablegen, ist es noch ein weiter Weg. Ohne weiteren gesellschaftlichen Druck wird der ewig Dauern.
Also drücken wir.
Ich würde hier differenzieren
Ich würde hier differenzieren. Man kann Menschen nicht zwingen, "anders" zu denken. Der Wandel muss von der Person selbst kommen. Gesellschaftlicher Druck ist folglich weder notwendig noch hilfreich auf dieser Ebene. Hilfreich ist hier vielmehr Bildung, Aufklärung, die Aussicht auf eine Alternative und Überzeugung.
Auf der Ebene der Kirchen selbst ist der gesellschaftliche Druck hingegen durchaus angemessen, denn hier geht es um handfeste Privilegien, die uns alle betreffen - direkt oder indirekt.
Mir war es als Kind nicht
Mir war es als Kind nicht egal, dass es ausschließlich christliche Feste und Traditionen gab. Ich war nämlich nicht im Ausland zu Besuch, sondern ich war Zuhause und es war meine eigene Schule, in der es nichts anderes als das Christentum gab und "Heidenkinder" gnädigerweise dabei sein durften. Immer mit dem Gefühl, anders zu sein und nicht dazu zu gehören. Wenn inzwischen in manchen Klassen nur mehr eine Minderheit überhaupt katholisch ist, warum soll dann alles katholisch ablaufen? Das wäre eigentlich nur dann ok, wenn es die traditionellen Feiern anderer zusätzlich auch noch gibt. Das würde aber wieder dazu führen, dass die Kinder getrennte Veranstaltungen besuchen, und das ist nicht der Sinn von Schule. Das macht jede Familie privat sowieso schon so, wie sie es für richtig hält. Eine gemeinsame Feier für alle, wo dann niemand Außenseiter sein muss, ist eine richtig schöne Idee. Und hindert die katholischen Hardliner nicht daran, in ihrer Gemeinde ihre Traditionen auszuleben. (Die Unterscheidung zwischen Religion und Tradition macht im Übrigen auch gar keinen Sinn, denn wenn ich als Nicht-Katholik in der Schule ständig vorgeführt bekomme, dass normale Menschen nunmal katholisch sind und katholische Rituale kennen und pflegen, dann hat das eine bestimmte Wirkung, egal welchen Namen man dem gibt. Als Kind kann man da nicht einfach "drüber stehen", da tut das noch echt weh.)
Ich bin auch als "Heidenkind"
Ich bin auch als "Heidenkind" aufgewachsen und hatte als atheistischer Heide keinerlei Probleme. Mir wurde freigestellt, entweder am EV, dem Kath. Religionsunterricht oder gar nicht teilzunehmen.
Ich habe mich für die Teilnahme entschieden und fand den Unterricht interessant bis witzig. Eine indoktrinierende oder feindselige Stimmung habe ich jedenfalls nie erlebt. Ich kann mich sogar noch an mein freundschaftliches "Streitgespräch" mit der Lehrerin erinnern, da muss ich so zw 10 und 14 gewesen sein, bei dem ich auf die üblen Stellen im AT hingewiesen habe und es die Lehrerin mit dem üblichen Trick "das NT ist ja ganz anders und so" versuchte. :)
Kurzum: eine trennende Dimension ist nicht notwendigerweise die Konsequenz, erst recht nicht, wenn es lediglich um Feste wie Weihnachten etc geht. Ich kann auch nicht dem Gedanken folgen, dass alteingesessene Gruppen, die schleichend zur Minderheit werden, auf ihre Traditionen zu verzichten haben.
Bei uns gab es leider nicht
Bei uns gab es leider nicht die Wahl, am Religionsunterricht nicht teilzunehmen. Es war ein versetzungsrelevantes Fach und ich musste dort Gebete sprechen und verpflichtend einmal die Woche am Gottesdienst teilnehmen. Als Atheist. Nicht mitzumachen hätte sich auf die Note ausgewirkt.
Je nach Wohnort war das sicherlich unterschiedlich, aber bei uns war "man" katholisch. Ab Klasse 11 konnte ich Philosophie wählen und war Religion endlich los.
Wenn die Tradition einer alteingesessenen Gruppe darin besteht, Nicht-Mitglieder zum Mitmachen ihrer Rituale zu zwingen (z.B. durch Druck über Benotung), dann ist das nie in Ordnung, egal wie die Mehrheitsverhältnisse sind. Wenn es sich aber sogar umdreht, so dass diese Gruppe zur Minderheit wird, dann ist es allerhöchste Zeit, dass die Duldung ihres Verhaltens aufhört. Die können ihre Traditionen privat ausleben. Aber Nicht-Mitglieder haben das Recht, ihr eigenes Ding machen zu dürfen. Gleiche Rechte für alle. Der Zwang geht immer nur von den Religionsgemeinschaften aus, die anderen ihre Regeln aufdrücken. Andersrum passiert das ja gar nicht.
Da bin ich voll bei Ihnen.
Da bin ich voll bei Ihnen. Sobald Zwang dabei ist, hört in diesem Kontext der Spaß auf, egal ob Schüler, Minderheit, Mehrheit oder sonst wer.
Wenn ich von Ihrer Schulerfahrung in Sachen Religionsunterricht lese, muss ich meiner Religionslehrerin wohl im nachhinein durchaus positiv anrechnen, dass sie mich lediglich nach meinem philosophischen Verständnis der christlichen Religion bewertet hat. Ich bin daher durchaus froh, dass ich mich damals für die Teilnahme entschieden habe, denn wie will man etwas verstehen oder sogar kritisieren, wenn man es nicht kennen gelernt hat? Gleichzeitig kann ich die Aversion in Ihrem Fall voll und ganz nachvollziehen.
Schöne Feiertage wünsche ich.
Das mit dem Kennenlernen ist
Das mit dem Kennenlernen ist so eine Sache. Im Religionsunterricht wurde nicht die katholische Religion gelehrt, sondern sie wurde vorausgesetzt. Alle katholischen Kinder hatten das entsprechende Vorwissen. Sie kannten zig Gebete und Lieder und wussten im Gottesdienst immer, wann man aufstehen oder knien musste und was man dem Pfarrer im Chor zu antworten hatte. Ich natürlich nicht. Also stand ich doof da. Zu Aschermittwoch kamen die alle mit einem Kreuz auf der Stirn in die Schule. Da musste ich Mitschüler fragen, was das denn nun zu bedeuten hatte.
Als Unterrichtsstoff gelehrt wurde Wissen über andere Religionen, besonders den Islam.
Zitat (vorletzter Absatz):
Zitat (vorletzter Absatz):
„Wie die meisten Christen sicherlich nichtsahnend, dass das christliche Weihnachtsfest mehr mit heidnischen Bräuchen zur Wintersonnenwende zu tun hat, als mit dem vermeintlichen Geburtsdatum der Zentralfigur der eigenen Religion.“
Hier wurden schon einige gute Beiträge zu „Weihnachten“ und Christentum veröffentlicht:
https://hpd.de/artikel/viel-christentum-steckt-im-weihnachtsfest-17542 ;
https://hpd.de/artikel/weihnachten-oder-wunsch-nach-licht-dunklen-jahreszeit-19982
Aber der Aspekt ist dabei – und auch kaum an andern Stellen - noch nicht aufgetaucht, den ich für den allerwichtigsten halte: Die Verbindung zwischen „Rom“ und „Christentum“.
Diese Sicht möchte ich erweitern. Der (eher zufällige) Zusammenhang zwischen Licht, Mithras und germanischer Sonnenwend-Feier ist sicherlich auch gegeben, aber wohl entscheidender ist der direkte Zusammenhang zwischen „Rom“ und den „Saturnalien“.
Dass wir da einen bunten Mischsalat vor uns haben ist deutlich. Doch die maßgebliche Quelle ist auch hier „Rom“.
Da Jesus eine literarische Figur ist, ist es natürlich auch der Bericht über seine Geburt. Abgesehen vom (bewusst gesetzten!) Datumswirrwarr sprechen auch „Lämmer auf den Feldern“ (Lukas) gegen eine Geburt im Dezember.
Die wohl überzeugendste Quelle für „Weihnachten“ sind die „römischen Saturnalien“. Sie wurden an einigen Tagen im Dezember gefeiert. Sie hatten allergrößte Bedeutung – wie eben auch Weihnachten. Die Saturnalien waren so etwas wie Gottesdienst (Gott Saturn), Ernte- und Familienfest mit Geschenken, Feiertage, aber auch so eine Art Karneval. Die Ursprünge sind m.W. nicht ganz geklärt, aber die verschiedenen Aspekte wurden später ganz „christlich“ und somit auch scharf getrennt!
Da mein eigener Text kaum informativer wäre, erlaube ich mir, hier einfach ein Zitat aus dem Internet vorzustellen - https://imperium-romanum.info/wiki/index.php/Saturnalia :
„In der Kaiserzeit waren die Saturnalien ein regelrechtes Volksfest, welches von der breiten Masse beinahe hemmungslos gefeiert wurde. Die Feierlichkeiten begannen am ersten Tag vor dem Tempel des Saturn auf dem Forum mit einer öffentlichen Kulthandlung (sacrificium publicum) und einem öffentlichen Mahl auf Staatskosten (convivium publicum), bei dem auch Arme und Heimatlose bewirtet wurden. Das Opfer an Saturnus fand dabei Graeco ritu statt, d.h. mit unbedecktem Haupt. Die Wollbinden, welche durch das Jahr hindurch um die Beine der Tempelstatue gebunden waren und die Ketten des Saturnus symbolisierten, wurden am Festtag gelöst. Nach dem öffentlichen Mahl begrüßte man sich mit "Io Saturnalia!" (Hurrah, Saturnalia!) oder " Bona Saturnalia!" (Gute Saturnalien!).
Doch nicht nur öffentlich, sondern auch in den Familien feierte man das Fest. Der erste Tag der Saturnalien begann mit einem Bad, anschließend folgte die Opferung eines Ferkels. Man besuchte Verwandte und Freunde und überreichte sich Geschenke: Strenae (Zweige, an welche Kekse und Süßigkeitgen befestigt waren), cerei (Kerzen) und sigillaria (kleine Tonfiguren, welche auf einem gleichnahmigen Markt erworben werden konnten). Es folgte ein großes Festmahl, meist mit exzessivem Trink- und Essgelage und dem Vortragt von Spottgedichten und Rätseln. Vor allem in aristokratischen Häusern kam es zu sogenannten 'Verfeinerungen', indem man die Feiertage zu einem gelehrten Gespräch über Dichtung und besonders über den Ursprung und die Bedeutung von Kulten und anderen Institutionen nutzte.
In den bürgerlichen Häusern wurde der Nachmittag und Abend mit Würfelspiel um hohe Einsätze verbracht, was normalerweise verboten war. Die Jugendlichen erwählten unter sich einen saturnalicius princeps, ein Saturnalienfürst, unter dessen Leitung sie Streiche ausführten. Auch die Familie wählte sich oft solch einen Festkönig, der teilweise auch rex bibendi (König der Trinkenden) genannt wurde. Dieser Name deutet auch auf den stark gesteigerten Weinkonsum während der Festtage hin. Die Moral lockerte sich während der Feiertage ohnehin erheblich, was bisweilen als Reflex des Goldenen, saturnischen Zeitalters gedeutet wurde.
Das Christentum hat später einige der Bräuche der Saturnalien für sein Weihnachtsfest übernommen.“
Was nur wenige verstehen mögen: Wenn man richtig hinschaut, wird sogar „Religion“ erklärbar und verständlich. Religion ist nämlich etwas absolut Weltliches und gewiss nichts Göttliches!
Als vierjähriger wurde ich
Als vierjähriger wurde ich aus dem städtischen Kindergarten verwiesen, weil ich beim Mittagessen nicht mitgebetet habe.
Auf dem evangelischen Gymnasium wurde ich von Mitschülern aus der Klasse geprügelt, weil ich mal am Relgionsunterricht aus Interesse teilnehmen wollte. Der mich geschlagen hatte, (Zwei angebrochene Rippen) verdankte ich dem Sohn des Religionslehrers. Und weil ich ihm noch eine Ohrfeige verpasste, bekam ich auch noch eine Ohrfeige von meinem Vater (Oberstudienrat an jener Schule) weil ich es gewagt hatte, mich zu wehren. Danach habe ich dieses Gymnasium verlassen und machte meinen Abschluss auf dem Wirtschaftsgymnasium. Tja, und so gab ich der Kirche mit seinem verlogenen Christentum keine Chancen mehr.
Ohne das christliche
Ohne das christliche Weihnachten gäbe es den Advent und all diecdamit verknüpften traditionen in dieser Form nicht. Ebenso wie Ostern. Es gäbe irgenwelche nichtssagenden Lichtveranstaltungen. Kann man machen oder auch lassen. Wer diesen christlichen Hintergrund nicht hat, greift hier ins Leere , da er das Fest nicht versteht.
Das es um mehr geht als nur die Geburt eines Kindes, ist den Menschen weithin verloren gegangen.
Mfg
Ziegelmayer
Wir feiern hier mit der
Wir feiern hier mit der Familie, dass die Tage endlich wieder länger werden. Es gibt einen geschmückten Baum und für die Kinder Geschenke, gutes Essen für alle. Das ist ganz ohne christlichen Anstrich schön. Der Advent und Ostern haben für uns keine Bedeutung und wir feiern erst recht nicht die Geburt eines Kindes (das sowieso nicht im Dezember zur Welt kam).
Wenn Ihnen der Advent und Osterbräuche besonders wichtig sind, dann verpassen Sie eben besondere Feste, die andere Menschen mit anderem Hintergrund feiern. Das Christentum ist nicht so wichtig wie Sie glauben. Nicht-Christen schauen nicht voller Neid auf tolle Traditionen und Feste, sie haben ihre eigenen.
Und das alles ohne
Und das alles ohne irgendeinen geistigen Hintergrund. So ist er der Zeitgeist. Nichts mehr hinterfragen, kein Interesse an irgendetwas. Machen wir es uns gemütlich und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein. Ist ja sowieso weit weg und hat mit uns nix zu tun.
So sind sie die Menschen - kurzlebig.
"Nichts mehr hinterfragen,
"Nichts mehr hinterfragen, kein Interesse an irgendetwas." Wie kommen Sie denn darauf, ausgerechnet gläubige Christen würden irgendwas hinterfragen und alle anderen nicht? Das ist eine sehr gewagte These. Ebenso, man hätte kein Interesse an irgendetwas. Ich habe eine Menge Interessen und wüsste nicht, was das mit Glauben zu tun hätte.
Und was den Zeitgeist betrifft, da muss ich ebenfalls widersprechen. Bereits meine Eltern gehörten keiner Kirche an. Meine Großeltern haben nach außen noch so getan, als seien sie katholisch, aber nur, um Diskriminierung im katholischen Wohnort zu vermeiden.
Insofern: natürlich hat der christliche Gott nichts mit mir zu tun. So wie mit den Angehörigen aller anderen Religionen auch nicht (die ihre Religion, genau wie Sie, für die einzig wahre halten, obwohl sie nur eine von vielen ist).
Ihre Antwort ist doch
Ihre Antwort ist doch eindeutig. Der Zeitgeist ist nicht die Frage einer Generation. Er beeinflußt die Menschen schon seit jeher. Doch mit einer Religion, einem Glauben an etwas, was mehr ist als nur der flüchtige Zeitgeist kann man ihm etwas entgegen setzen. Warum feiern sie denn in der Zeit von Weihnachten mit Geschenken. So ohne jeden Hinter-Grund? Ohne sich dabei was zu denken. Weihnachten und Ostern gibt es erst durch die Christen. Natürlich gab es schon immer Jahreszeiten-bedingte Feiern und manches fällt mit den christlichen zusammen. Aber ihre Art, wie sie Gott ablehnen ist so typisch für unsere Zeit. Was soll ich mit Gott. Mir geht es doch aus so gut. Sicher haben sie Interessen. Aber wenn sie weder an Gott glauben oder Ähnliches, so sind sie anscheinend ganz und gar auf "diese Welt" und ihren Geist ausgerichtet. Und das ist ein doch sehr begrenzter und vor allem kurzlebiger Zeitraum. Sie betrügen sich und Ihre Kinder um Gott, um die Möglichkeit, die Dinge hinter den Dingen kennenzulernen. Denn es gibt so Vieles, was wir Menschen garnicht erklären können, wenn wir keinen Glauben haben. Sie reduzieren sich und ihre Mitmenschen auf das irdische Dasein und das ist doch wirklich nur ein sehr kurzer und sehr begrenzter Raum in Raum und Zeit. Aber leider sind Sie da schon durch ihre Eltern und Großeltern vorbelastet und sozialisiert. Das macht es nicht leichter. Denn eins kann ich Ihnen sagen. Es gibt einen Gott, der auch Sie und Ihre Familie ins Leben gerufen hat und der auch irgendwann dieses Leben zurückfordert, denn die Reise geht noch weiter nur anders und woanders. Sie können es glauben oder nicht. Den Gegenbeweis hat noch keiner erbracht. Lediglich die Leugnung dieser Tatsache funktioniert. mfg Ziegelmayer
Hallo Herr Ziegelmayer,
Hallo Herr Ziegelmayer,
Ich gönne Ihnen Ihren Gottesglauben, fände es aber schön, wenn Sie ihn nicht zur allgemeingültigen Tatsache erheben würden. Die Dinge hinter den Dingen erforschen wir heute mit der Wissenschaft, die Stück für Stück Licht ins Dunkel bringt, in dem man sich früher mit der jeweils vorherrschenden Glaubensvorstellung behalf. Ich kann Ihren Glauben und Ihre Hoffnung auf ein Jenseits verstehen, da es schwer ist, zu akzeptieren, dass unser Dasein endlich ist und unser Gehirn darüber hinaus auch gar nicht dazu in der Lage ist, sich eine Nichtexistenz vorzustellen.
Noch kurz zum Thema Weihnachten und Ostern: Da muss ich Sie leider enttäuschen - dem haben die Christen (wie so vielem anderen) einfach ihren Stempel aufgedrückt, erfunden haben sie es nicht (genausowenig wie die Nächstenliebe). Wenn Sie sich damit beschäftigen möchten, hier ein Artikel dazu: https://hpd.de/artikel/viel-christentum-steckt-im-weihnachtsfest-17542
Schon Erich Kästner hat
Schon Erich Kästner hat einmal im "Fliegenden Klassenzimmer" gesagt: "Forscht wo ihr was zu forschen findet. Das Unerforschliche lasst unergründet. Die Wissenschaft ist so begrenzt, wie der der sie ausübt. Wie soll der Mensch sich selbst ergründen, da er sich nicht selbst geschaffen hat. Jeder der etwas eigenes kreiert hat, kennnt das in und auswendig. Aber haben wir uns selbst gemacht, die Blumen auf dem Feld, den Fels in der Brandung, das Wasser im Meer ..... und doch meinen, wir könnten und kennen alles. Wir vermessen der Mensch doch manchmal ist.
Erzählen Sie so etwas auch
Erzählen Sie so etwas auch Angehörigen anderer Religionen, die sehr viel älter sind als das Christentum? Oder ist ihr Horizont so beschränkt, dass sie sich gar nicht der Tatsache bewusst sind, dass die 2000 Jahre Christentum weltgeschichtlich die Bedeutung eines Wimpernschlags haben? Es gibt so viele unterschiedliche Geschichten über die Entstehung der Welt und über die Ursachen von noch nicht verstandenen Phänomenen (zu denen auch mal Blitz und Donner und andere uns inzwischen gut erklärbare Naturereignisse gehörten). Jede davon erhebt den Anspruch, die einzig richtige zu sein. Als Atheist betrachte ich sie alle gleich, und ich sehe keinerlei Grund, eine davon einer anderen vorzuziehen oder eine davon für wahrscheinlicher zu halten. Das Christentum hat keine besondere Bedeutung, es ist nur lokal besonders stark vertreten. Das macht es aber nicht sinniger, daran zu glauben.
Ich erzähle das jedem mit dem
Ich erzähle das jedem mit dem im Gespräch bin, falls es notwendig ist. Allerdings mehr muss ich nicht tun. Es ist Ihre Entscheidung, was Sie glauben wollen oder nicht, nicht meine. Ich habe mich bereits entschieden. Als Christ ist es meine Aufgaben den Menschen von Gott zu erzählen - nicht mehr und nicht weniger. Den Rest macht sowieso ER. Ich muß Sie nicht überzeugen. Ich wollte nur auf etwas hinweisen. mfg Ziegelmayer
Es ist ganz sicher nicht Ihre
Es ist ganz sicher nicht Ihre Aufgabe, zu missionieren. Das ist etwas, was einfach nur gehörig nervt, denn es versuchen viele Menschen. Ganz besonders bei jenen, die nicht offen eine Religionszugehörigkeit zeigen, sie also privat ausüben oder keiner angehören. Die sind wie Freiwild. Während andere aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Ruhe gelassen werden. Oder werben Sie auch unter Moslems für Ihren Gott? Oder fallen die grundsätzlich nicht unter "falls es notwendig ist"? Bei mir ist es jedenfalls auch nicht notwendig und vermutlich auch bei niemand anderem, der hier liest. Sie dürfen allgemein davon ausgehen, dass jeder in Europa vom Christentum schonmal gehört hat. Und abfällige Kommentare sind ohnehin nicht geeignet, für etwas zu werben.