Wissenschaft

Aubergerinen

Neue Gentechnik in Europa: Ein überfälliger Schritt – und Deutschlands Ausweichen

Die Europäische Union hat sich bewegt. Nach jahrelanger Blockade hat sie neue Regeln für sogenannte neue genomische Techniken (NGT) beschlossen und damit begonnen, ein zentrales Dogma ihrer Technologiepolitik zu korrigieren. Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Und doch ist es noch ein langer Weg bis zu einer evidenzbasierten Politik in Deutschland und Europa.

Foto: © Bertha von Suttner-Studienwerk

Hochbegabte sprechen sich für humanistisches Förderwerk aus

Im Unterschied zu den religiösen Förderwerken wird das humanistische Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) bislang nicht staatlich gefördert, weil es hierfür angeblich "keinen Bedarf" gebe. Dies sehen die eigentlichen Adressaten solcher Studienwerke, nämlich hochbegabte Menschen, offenbar anders, wie eine Studie zeigt, deren Ergebnisse vorab von der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) veröffentlicht wurden.

Die Skepkon 2026

Bedrohte Diskursräume und die Freiheit der Wissenschaft

Eine Diskussion unter Polizeischutz: Die SkepKon 2026 in Regensburg demonstrierte eindringlich, wie stark die freie Debatte mittlerweile unter Druck steht. Unter dem Motto "Fakten – Mythen – Kontroversen" versammelte die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) fast 300 Besucher. Viel Raum für angeregte Debatten über fragwürdige Homöopathie-Studien, Cancel Culture und die Gefahren einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung.

Wissenschaftler beim Einfangen von Fledermäusen zu Forschungszwecken

Wenn die Warner zu Sündenböcken werden

In seiner neuen Dokumentation "Blame" widmet sich der Schweizer Regisseur Christian Frei der gefährlichen Erosion des Vertrauens in die Wissenschaft. Der Kinofilm begleitet führende Forscher, die vor der Pandemie warnten und schließlich selbst zur Zielscheibe von Desinformation und Verschwörungsmythen wurden. Entstanden ist eine Reflexion über menschliche Psychologie, politisches Kalkül und das verzweifelte Bedürfnis nach einfachen Erklärungen in einer komplexen Welt.

Wie Journalismus im KI-Zeitalter überleben kann

Josef Drexl, Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb in München, betont, dass KI auf menschliche Kreativität angewiesen ist und dass menschliches Denken für die Demokratie unerlässlich ist. Journalistinnen und Journalisten spielen eine zentrale Rolle, die KI nicht ersetzen kann. Der Wissenschaftler schlägt vor, dass KI-Anbieter eine Abgabe zahlen, die an Urheberinnen und Urheber verteilt wird, unabhängig von der Nutzung ihrer Werke.

Wissenschaft ohne Ethik

Mit dem Versagen von Wissenschaft beschäftigt sich der Schwerpunkt der soeben erschienenen MIZ 4/25. Anhand von Beispielen wird veranschaulicht, was schiefgehen kann, wenn Wissenschaft ohne ethischen Rahmen betrieben wird oder die systemimmanenten Kontrollmechanismen nicht funktionieren. Außerdem wird eine groß angelegte Studie über europäischen Atheismus vorgestellt.

Donald Trump

Wenn Politik sich von Wirklichkeit entbindet

Das Verhältnis von Politik und Wissenschaft war nie spannungsfrei. Wissenschaft operiert mit methodischer Unsicherheit und revisiblen Befunden; Politik mit Mehrheiten, Interessen und Entscheidungsmacht. Konflikte sind daher strukturell angelegt – und nicht per se problematisch. Problematisch wird es erst, wenn sich der Charakter dieses Konflikts ändert, wie es derzeit in den USA zu beobachten ist.

Gitta Connemann

Wenn politische Sprache Wissenschaft delegitimiert

Politik lebt von Vereinfachung, Wissenschaft von Präzision. Wo beide Sphären aufeinandertreffen, ist sprachliche Sorgfalt keine Stilfrage, sondern eine Voraussetzung rationaler Öffentlichkeit. Umso problematischer wird es, wenn politische Begriffe unreflektiert auf wissenschaftliche Praxis übertragen werden.

Ein Jubiläum im leisen Raum

Zehn Jahre Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) – das ist kein lauter Jahrestag. Eher ein stiller, aber gewichtiger Moment. Ein Moment, der weniger nach Feier ruft als nach Reflexion: Was hat sich verändert? Was ist geblieben? Und warum braucht es dieses Netzwerk heute noch – vielleicht sogar mehr denn je? Das INH versucht eine Antwort.