Interview

"Eine Wiederkehr des abrahamitischen Patriarchats ist absolut inakzeptabel"

Der Frauen- und Menschenrechtsverein TERRE DES FEMMES hat im März ein Positionspapier veröffentlicht, in dem der Verein Stellung gegen die Vollverschleierung bezieht. Geschrieben wurde das Papier, um politisch Arbeitenden Argumente gegen die religiöse Rechte an die Hand zu geben. Angegriffen wird der Verein dafür jedoch aus der Linken. Florian Chefai und Martin Bauer führten hierzu ein Interview mit der Religionswissenschaftlerin Vera Muth, die bei TERRE DES FEMMES aktiv ist.

"Ein Humanist ungewöhnlich weiten Horizonts"

Am 8. April jährte sich der Todestag des Streitschriftstellers Karlheinz Deschner. Nachdem er sich zunächst als Literaturkritiker profiliert hatte, erreichten später vor allem seine Werke zur Geschichte des Christentums ein größeres Publikum. Über Deschners weltanschauliche Auffassung sprach der hpd mit dem Philosophen Hermann Josef Schmidt.

Gita Neumann und Dr. Christoph Turowski im Gespräch

"Weil ich dem erklärten Patientenwillen gemäß gehandelt habe"

Der spektakuläre Suizidhilfeprozess gegen den Berliner Hausarzt Dr. Turowski endete mit einem Freispruch. Bisher eher öffentlichkeitsscheu, erläutert der Arzt im sehr persönlichen Gespräch gegenüber dem hpd, warum er seinen Fall jetzt als Kampfansage gegen § 217 StGB versteht und wie leicht jeder human gesinnte Arzt völlig unschuldig in die Falle hoher Prozesskosten geraten kann.

Abdel-Hakim Ourghi

Integration ist kein Diktat "von oben"

Der islamische Theologe Abdel-Hakim Ourghi fordert im Interview die Trennung von Politik und Religion auch im Islam. Er fordert die in Deutschland lebenden Muslime auf, sich als Bürgerinnen und Bürger Deutschlands zu verstehen und aufzuhören, sich nur über ihre Religion zu definieren.

"Islamisten betrachten Frauen als Ware"

Warum ist der Weltfrauentag, der jährlich am 8. März begangen wird, heute noch wichtig? Und was bedeutet er insbesondere für Frauen in islamisch geprägten Ländern? Über diese und andere Fragen sprach der hpd mit der Islamkritikerin und Menschenrechtlerin Mina Ahadi.

MdB Ulle Schauws (Bündnis 90/Die Grünen)

"Es braucht einen Paradigmenwechsel"

Die Abgeordnete Ulle Schauws (Bündnis 90/Die Grünen) sieht in der Debatte um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche die Politik in der Pflicht, Mediziner zu stärken, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. "Die Stimmung hat sich tatsächlich verändert, viele Ärztinnen und Ärzte werden angefeindet, sie stehen quasi unter Generalverdacht." Dieser Entwicklung müsse entgegengetreten werden, forderte die Sprecherin der Grünen-Fraktion für Frauenpolitik im Interview. Dazu gehöre auch die Streichung des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch (StGB).

Philip Sager

"Über kurz oder lang werden wir die Anerkennung bekommen"

Seit 2014 kämpft die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters in Österreich um das Recht, staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft zu werden. Seit Januar 2018 wird vor dem österreichischen Bundesverwaltungsgericht über dieses Anliegen der Spaghettimonster-Anhänger – kurz: Pastafari – verhandelt. Für morgen wird das Urteil erwartet. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg sprach mit Philip Sager, dem Oberhaupt der österreichischen Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters, über das Verfahren.

"Was hält uns jung?"

Für den hpd sprach Brynja Adam-Radmanic mit den Veranstaltern Helmut Fink und Rainer Rosenzweig über das Nürnberger Symposium zur Frage "Was hält uns jung? - Neuronale Perspektiven für den Umgang mit Neuem". Sie fragte nach den Hintergründen, Zielen und dem angesprochenen Publikum des populärwissenschaftlichen Wochenendes im April.

Dr. Lale Akgün

"Das Kopftuch ist kein unveränderliches körperliches Zeichen"

Als das Berliner Neutralitätsgesetz in Kraft gesetzt wurde, galt es gerade in säkularen Kreisen als wegweisend. Denn es verteidigte die Neutralität des Staates im weltanschaulichen Bereich und behandelte alle Religionen gleich. Damit unterschied es sich grundlegend von ähnlichen Gesetzen anderer Bundesländer, die sich einseitig auf den Islam bezogen und christliche Symbole unberücksichtigt gelassen hatten.