Schwangerschaftsabbruch

Aufweichen der Fristenlösung durch die Hintertür

Die von der Bischofskonferenz gesteuerte Petition "Fakten Helfen", wird heute im parlamentarischen Ausschuss behandelt. Doch diese ignoriert die jahrzehntelang gesammelten Daten zum Schwangerschaftsabbruch in Österreich und in anderen Ländern sowie die zahlreichen bereits vorhandenen Fachpublikationen in diesem Bereich.

USA: Legale Abtreibung in Gefahr

Eine Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahre 1973 ermöglicht in den Vereinigten Staaten Schwangeren eine legale Abtreibung bis zur 24. Schwangerschaftswoche. Eine Entscheidung, die von rechten und religiösen Gruppen immer wieder angegriffen wurde. Mit der Bestätigung der christlich-konservativen Richterin Amy Coney Barrett als Nachfolgerin Ruth Bader Ginsburgs am Obersten Gerichtshof könnte diese Entscheidung nun aufgeweicht werden oder gar fallen.

Das Kreuz mit den 1000 Kreuzen

Am vergangenen Samstag fand im westfälischen Münster der alljährliche 1000-Kreuze-Marsch christlicher Abtreibungsgegner*innen statt. Begleitet von zahlreichen Gegendemonstrant*innen und geschützt von Hunderten Polizisten.  

Säkulare Protestaktion vor dem Münchener Rathaus

CSU in Sorge um die weltanschauliche Neutralität

Die CSU – Sie wissen schon, diese bayerische Splitterpartei, die vor zwei Jahren in allen Behörden Kreuze aufhängen ließ – hat etwas ganz Neues für sich entdeckt: Das Neutralitätsgebot in weltanschaulichen Fragen. Aber nur dann, wenn es darum geht, die eigenen Überzeugungen zu verteidigen – und die sind ja, wie der Parteiname schon sagt, christlich.

Religiöser Mob will Zehnjährige an Abtreibung hindern

In Brasilien blockierten gewalttätige "Lebensschützer" stundenlang den Eingang eines Krankenhauses, in dem eine missbrauchte Zehnjährige eine Abtreibung durchführen lassen wollte. Versteckt im Kofferraum eines Fahrzeugs musste das Mädchen in die Klinik geschmuggelt werden, um sich diesem nach brasilianischem Gesetz völlig legalen Eingriff unterziehen zu können.

Demonstration für legale und sichere Schwangerschaftsabbrüche

Mexiko: Mehr Frauenrechte durch Möglichkeiten zur Abtreibung erforderlich

Die Gesetzgebung im Hinblick auf Schwangerschaftsabbrüche ist ein hervorragender Lackmustest, um zu überprüfen, wie ernst es ein Land mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau meint. Während einige Staaten zumindest diese Minimalhürde bereits überwunden haben, kämpfen vornehmlich Frauen in einigen Regionen noch immer dafür, wenigstens über ihren eigenen Körper entscheiden zu dürfen. In Mexiko könnte sich die Lage in den nächsten Jahren womöglich verbessern – noch gibt es dort keine einheitliche Regelung zur Abtreibung.

Kein Schwangerschaftsabbruch "dank" Corona

Im US-amerikanischen Bundesstaat Arkansas werden nicht notwendige medizinische Eingriffe aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht durchgeführt. Dass diese Regelung auch für operative Schwangerschaftsabbrüche gilt, wurde nun obergerichtlich bestätigt. Schwangere Frauen, deren Leben nicht durch die Schwangerschaft gefährdet ist, haben jetzt in Arkansas keine Möglichkeit mehr, einen operativen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen.