Offener Brief an Parlamentarier in Bund und Ländern: Staatsleistungen endlich ablösen

Ein neutraler Staat für eine freie Gesellschaft

Es kommt derzeit etwas Bewegung in die Diskussion um die Ablösung der Staatsleistungen. Wie zu lesen war, will die FDP "eine entsprechende politische Initiative entwickeln", die AfD fordert ebenso die Einstellung der Zahlungen an die Kirchen, bei Linken und Grünen scheint ein intensiveres Nachdenken einzusetzen.

hpd-Autor Ralf Rosmiarek wird einen Offenen Brief in den nächsten Tagen an die Fraktionen der verschiedenen Parlamente und an einzelne Abgeordnete versenden. Der hpd veröffentlicht den Offenen Brief vorab in voller Länge:

Sehr geehrte Damen und Herren Parlamentarier,

Staatsleistungen: In dubio pro ecclesia, so gefällt es offensichtlich der deutschen Politik, den deutschen Kirchen ohnehin. "Religion tut unserem Land, tut dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gut", so die neue CDU-Vorsitzende A. Kramp-Karrenbauer. Gefällt es aber tatsächlich auch dem deutschen Steuerzahler, gefällt es einer mündigen und aufgeklärten Öffentlichkeit des 21. Jahrhunderts, gefällt es Ihren Wählern?

Eine erste Antwort scheint das offensichtlich zu bejahen, denn gegen die ausgezahlten Staatsleistungen an die Kirchen, die von der gesamten steuerzahlenden Öffentlichkeit entrichtet – und eben nicht von Kirchensteuerzahlern erbracht – werden, regt sich nur verhaltenes Murren, von Widerstand mag da nicht zu reden sein. Die Crux aber, damit könnte eine zweite Antwort deutlich anders ausfallen, es weiß in der deutschen Bevölkerung kaum jemand von den Millionen, die sich zu stattlichen Milliarden im Laufe der letzten hundert Jahre summiert haben, die da gezahlt werden. Ohne nötige Informationen kann sich kein Problembewußtsein entwickeln, können somit gesellschaftliche Kontrollmechanismen nicht greifen. Doch mit einer Fokussierung auf die Fakten könnte die Kirchenfinanzierung zu einem Wahlkampfthema reifen, könnte sich die „kritische Masse“ an Bürgern einstellen.

Nach erhobenen Daten von infratest dimap sind 81 Prozent der Bürger dieses Landes für eine klare Trennung von Staat und Kirche und eine weitere Mehrheit der Befragten (58 Prozent) spricht sich gegen die besondere Förderung der Kirchen, in ihrer Rolle als zentrale religiöse Instanzen, aus. Das System der staatlich erhobenen Kirchensteuer lehnen zwei Drittel (64 Prozent) ab. (Für zahlreiche Parlamentarier, so etwa Sigmar Gabriel (SPD), sind diese Zahlen offenbar ohne Belang, zwar bezeichnet er das "Kernanliegen der Laizisten" als "ein völlig legitimes Interesse", kommt dann aber zur Feststellung: "Ist das die Position der SPD? Die klare Antwort darauf ist: Nein".) Ist es nicht auch interessant, wenn das Institut Insa-Consulere in einem Newsletter vom 26. Oktober 2018 mitteilt: 76 Prozent der LINKEN-Wähler und 74 Prozent der AfD-Anhänger sind für eine Abschaffung des staatlichen Einzugs der Kirchensteuer? Es folgen die Wähler der FDP (67 Prozent), der Grünen (66 Prozent) und der SPD (65 Prozent). Immerhin gibts für die Förderung selbst unter Wählern der CDU 54 prozentige Zustimmung.

Es ist an der Zeit, mit einem kritischen öffentlichen Diskurs über die Staatsleistungen und Sonderleistungen für die verfaßten Kirchen zu beginnen. Änderungen am Grundgesetz sind unumgänglich, sie werden primär das Ergebnis einer gesellschaftspolitischen Diskussion sein und nicht allein das Ergebnis von Koalitionsbeschlüssen. Das Bundesverfassungsgericht erinnerte bereits vor Jahren daran, daß gegenüber einer verfassungsrechtlichen Neuordnung die "Berufung auf die Tradition, ja sogar auf eine jahrhundertealte Überlieferung versagt".

Die Politik von Bund und Ländern hüllt sich öffentlich in Schweigen, die Presse, selten genug noch nennt sie sich unabhängig, schweigt zumeist ebenso, Funk und Fernsehen kennzeichnet eine auffallende Zurückhaltung angesichts des Themas. (Kann man angesichts der Besetzung der Rundfunkräte darüber jedoch verwundert sein?) Die Kirchen zeigen sich in Fragen der Finanzen – (da ist man evangelisch wie katholisch sehr beieinander) – sehr diskret und schweigen natürlich. Jahrtausendealte Übung in Vernebelung zahlt sich offenbar aus. Und wie sie sich für die Kirche(n) auszahlte, das sagt die Summe des Jahres 2017 von 523.912.215 Euro, die an Staatsleistungen durch die Bundesländer (mit Ausnahme der Länder Bremen und Hamburg) überwiesen wurde. Für das Jahr 2018 ist nach eben veröffentlichten Informationen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) die Rekordsumme der politischen Schenkung an die Kirchen auf 538.014.642 Euro erhöht worden. Eine Summe, die aber zugleich zeigt, wie die "tiefgreifende Entweltlichung der Kirche" vonstatten geht. Eine Summe, jedenfalls für eine Kirche, "die sich ja dabei – durch die Säkularisierungen – gleichsam ihres weltlichen Reichtums entblößte und wieder ganz ihre weltliche Armut annahm" (so in seiner Freiburger Rede am 25. September 2011 der katholische Oberhirte Joseph Ratzinger, damals unter seinem Künstlernamen Benedikt XVI.). (Die sich sogleich eröffnende Frage, wann sich die Kirche(n) je in "weltlicher Armut" befand, bedürfte ebenfalls einer eingehenderen Betrachtung.) Vielleicht darf man hier sogar ohne Übertreibung formulieren, durch die Säkularisation machte die Kirche das einträglichste Geschäft seit ihrem Bestehen. Denn die Säkularisation ist die vermeintliche Grundlage dieser fortwährenden Zahlungen.

Eingebrockt hat uns Kaiser Napoleon diese "ewige Rente" an die Kirchen, seine Eroberungen deutscher Gebiete mochten die deutschen Fürsten nicht schadlos hinnehmen und so kam es zu "Enteignungen der Kirchen", Aufhebungen von Klöstern. Von interessierter Seite wird nun daraus der Anspruch eines Ausgleiches abgeleitet. Der dabei zur Begründung immer wieder gern herangezogene Regensburger Reichsdeputationshauptschluß von 1803 weiß allerdings von dieser "Entschädigung" nichts. Bei den betroffenen Gebieten handelte es sich "um Lehen im Eigentum des Kaiserreichs", es waren also mitnichten Gebiete im Besitz der katholischen Kirche. Vereinbart wurde damals vielmehr, den Erhalt der Dome zu sichern und eine lebenslange(!) Apanage für den konkret entthronten Herrn zu gewähren. Die katholischen Fürstbischöfe und Fürstäbte vermochten es aufgrund des Zölibats auch nicht, Dynastien auszubilden, amtierten also nur auf Lebenszeit. Und daraus resultiert nunmal recht klar: Damalige befristete Ansprüche können nicht bis in die Gegenwart übertragen werden. Und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verlangt in Artikel 140, wie vormals schon die Weimarer Reichsverfassung in Artikel 138, die Einstellung der Zahlungen an die Kirchen. Es besteht somit ein sehr klarer Verfassungsauftrag. Knapp zwei Billionen Euro Staatsverschuldung (Stand Ende 2018) sollten überdies einen soliden Grund bieten, das Problem nicht weiterhin der Zukunft anzulasten.

Im Interview mit dem christlichen Philosophen Robert Spaemann äußerte sich Joseph Ratzinger hinsichtlich pekuniärer Angelegenheiten: "Wissen Sie, was das größte Problem der Kirche in Deutschland ist? Sie hat zu viel Geld" (Die Welt, 29. September 2011). Sollte hier freiwillige Mäßigung, gar Verzicht auf geldliche Zuwendungen aus dem Staatshaushalt, empfohlen werden? Weit gefehlt! "Wir sind durchaus gesprächsbereit" äußerten sich 2013 zwar die Deutsche Bischofskonferenz als auch die Evangelische Kirche in Deutschland laut Frankfurter Allgemeine (03. September 2013). Das Aber folgte auf dem Fuße: Beide Seiten sehen den Staat in der Pflicht den ersten Schritt zu tun (Verfassungsauftrag) und – die Gesprächsbereitschaft kostet (natürlich). Der Rechtsgrundlagen ist man sich sicher, da historische Tatsachen ignoriert oder rundweg verbogen werden, Verzicht also ausgeschlossen, eine einmalige Abfindung das kirchliche Liebesangebot.

Im Artikel 138 der Weimarer Reichsverfassung heißt es: "Die auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften werden durch die Landesgesetzgebung abgelöst. Die Grundsätze hierfür stellt das Reich auf." 1949 wurde dieser Ablösebefehl ins Grundgesetz (Artikel 140) übernommen. Somit hat der Bundestag die Aufgabe durch ein Ablöse-Grundsätzegesetz die Regeln für die Beendigung der Staatsleistungen durch Landesgesetze aufzustellen. Die jeweiligen Landesregierungen wären jedoch auch ohne den Bund durchaus handlungsfähig. Eine parlamentarische Anfrage der LINKEN 2013 (Bundestag-Drucksache 18/45) bringt die Rechtsauffassung der Bundesregierung zu Tage: "Die Länder haben – ungeachtet der Höhe der erforderlichen Ablösebeträge – auch ohne ein solches Grundsätzegesetz die Möglichkeit, die Staatsleistungen im Wege des vertraglichen Einvernehmens mit den Kirchen umzugestalten und aufzuheben." Verkürzt heißt das doch nichts Anderes: Weder Bundesregierung noch Bundestag sind für die Landeshaushalte der Länder verantwortlich, noch für deren Staatskirchenverträge. Ein Katz- und Maus-Spiel zwischen Bund und Ländern um Verantwortlichkeiten ist wenig hilfreich. Zu Bedenken ist ferner, selbst wenn es zwingend dieses Grundsätzegesetz bräuchte, könnte die Initiative dazu über den Bundesrat auch von den Ländern ausgehen. So haben die Länder Anspruch darauf, daß der Bund seine Pflicht zum Erlaß eines Grundsätzegesetzes (nach Artikel 138 II WRV) erfüllt, der Verstoß ließe sich verfassungsgerichtlich feststellen.

Vielleicht sollten endlich laut und deutlich auch Fragen an die Kirchen gestellt werden. Fragen, die zu Antworten zwingen und darüber nachdenken lassen, auf welche Grundlagen die Glaubenskonzerne ihre Forderungen eigentlich (noch immer) stellen (wollen). Und sehr gerne dürfen Sie es sein, die Abgeordneten von Bund und Ländern, die diese Fragen auch stellen, damit die Umsetzung des Verfassungsauftrages nicht weiterhin auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird. Der Religionssoziologe Horst Herrmann fragte zudem bereits 1993: "Gilt die Millionenzahl der Konfessionslosen als staatsbürgerliche Bagatelle? Werden Kirchenfreie nur als tumbe Masse mit der Verpflichtung, unbesehen Milliarden an die Kirchen zu zahlen, betrachtet? Bleiben Nichtchristliche gegenüber Katechismus-Hörigen Bundesbürger zweiter Klasse?" Die Fragen sind leider noch immer tagesaktuell.

Die Kirchen verlieren in Deutschland jährlich zigtausende Mitglieder, der Trend ist anhaltend. Wenige Jahre noch, dann schrumpft der katholische und evangelische Bevölkerungsanteil unter 50 Prozent. Woher nehmen die Kirchen sich also das Recht, den deutschen Bürger (weiterhin) zur Kasse zu bitten? Zur Untermauerung sei auf zwei veröffentlichte Studien des Jahres 2018 verwiesen: Meinungsforscher des US-amerikanischen Pew Research Center ermittelten, daß nur 11 Prozent der Deutschen die Religion noch für eine wichtige Sache in ihrem Leben halten. Beten ist lediglich für 9 Prozent tägliche Prozedur und ganze 10 Prozent der Befragten sind absolut sicher, daß Gott existiert. Nachgerade erschreckend dürfte es für die Kirchen sein, blickt man auf die zweite Studie, die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Auftrag gegeben und von derem Sozialwissenschaftlichen Institut veröffentlicht wurde. Unter den Befragten der Altersstufe von 19 bis 27 Jahre geben lediglich noch 19 Prozent an, religiös zu sein. Besonders beachtenswert dabei, 58 Prozent der Anhänger der evangelischen Konfession und 51 Prozent der römisch-katholischen bezeichnen sich selbst als "nicht-religiös". Wird von den Verfassern einleitend festgestellt: "Alle Analysen zeigen eine lineare Abnahme kirchlicher Verbundenheit, selbst eingeschätzter Religiosität, Häufigkeit religiöser Praxis sowie religiöser Erziehung mit abnehmendem Alter der Evangelischen", heißt es unumwunden im Resümee: "Es ist eine – vielleicht die erste – wirklich postchristliche Generation. Gott ist weitgehend verschwunden."

Auch die Historie vermag den Blick zu schärfen, "wie gut Religion tut". Milliarden um Milliarden – wozu und für wen? Das ganze Abendland "geschenkt" hat – nach einem weiteren frommen Märchen – Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert unserer Zeit dem Papst Silvester I. (314–335). Die gefälschten Dokumente zu dieser "Schenkung" fügte im 8. Jahrhundert der Klerus aus Rom hinzu. Im 19. Jahrhundert mußte der Vatikan den Schwindel dann auf Druck eingestehen, doch die Ländereien und Güter behielt man. Noch ein weiterer Blick in die Kirchengeschichte: Im Jahre 1349 gab es eine Vernichtungsorgie an jüdischen Einwohnern in mehr als 350 deutschen Städten und Dörfern. So wurden in Nürnberg die Häuser der Ermordeten beschlagnahmt, wie ihr Vermögen. Der Bischof von Bamberg kassierte kräftig, in seiner eigenen Stadt übernahm er nahezu vollständig die Immobilien. Neben den Juden brannten freilich auch Hexen und Ketzer, Frauen wie Männer. Wer hält sich wohl schadlos? "Ihr Hab und Gut verfällt dem Fiskus Ihrer Fürstlichen Gnaden des hochwürdigsten Herrn Marquard Bischofs zu Augsburg und Dompropstes zu Bamberg", lautete die Beschlußformel unter den Todesurteilen. Jüdisches Vermögen löste immer klerikale Reiz- und Neidzustände aus, so hatte 1931 Oberhirte Michael Buchberger von Regensburg sein Auge auf das "übermächtige jüdische Kapital" geworfen, ein "Unrecht am Volksganzen" natürlich. Der Vertreter der deutschen Bischöfe bei der Reichsregierung, Hermann Wilhelm Berning, ließ sich im April 1933 von Adolf Hitler unterrichten: "Die katholische Kirche hat fünfzehnhundert Jahre lang die Juden als Schädlinge angesehen, sie ins Getto gewiesen … Ich gehe zurück auf die Zeit, was man fünfzehnhundert Jahre lang getan hat … und vielleicht erweise ich dem Christentum den größten Dienst". Der Preußische Staatsrat und Bischof von Osnabrück protestierte nicht, schickte Hitler vielmehr – ("als Zeichen meiner Verehrung") – sein Machwerk "Katholische Kirche und Deutsches Volkstum" und unterschrieb stets "Mit deutschem Gruß und Hitler Heil!". Die Protestanten wollten sich über die Deutschen Christen bis zum Pfarrernotbund nicht ausnehmen: "Wir sagen Ja zum Hakenkreuz!" – Grund also für moralisches Blähen und pekuniäre Forderungen seitens der Kirche?

Und schon wieder wird die Öffentlichkeit belehrt, "(d)as Kreuz ist auch ein Symbol für unsere Traditionen gerade hier in Europa. Das sind unsere Werte, für die wir uns nicht schämen müssen, im Gegenteil, für sie einzutreten und sie zu verteidigen (sic!)", so Erzbischof Peter Stefan Zurbriggen, offensichtlich grammatikalisch etwas verwirrt, am 'Tage des Dankes' in der Zisterzienserabtei Stift Heilgenkreuz (BR24). Recht behält er allerdings mit seiner Äußerung, "das ist eine Schande! Das darf man nicht annehmen". Denn sind da nicht unlängst oder gerade eben wieder Gestalten von "hoher Moral und Ethik" in den öffentlichen Fokus gerückt: Walter Mixa (Kindesmißhandlung, Verschwendung), Franz-Peter Tebartz-van Elst (Verschwendung), George Pell (Kindesmißbrauch, Verdunkelung), Francisco Errazuriz (Verdunkelung), Oscar Rodriguez Maradiaga (Verschwendung, Veruntreuung)? Zwanzig Millionen Euro mußte die Evangelische Kirche des Rheinlandes in die Hand nehmen, um 2011 die Beihilfe- und Bezüge-Zentrum GmbH vor der Pleite zu bewahren (Deutschlandfunk). Geld freilich "aus einer Rücklage". Wer mag wohl zur Kasse gebeten worden sein, auch für diese Rücklage? Die nordelbische Kirche führte von 1993 bis 2012 insgesamt 16 Disziplinarverfahren gegen 14 Pastoren durch. Ihnen wurden sexuelle Handlungen an Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen im Rahmen der Seelsorge vorgeworfen. Die Taten, die von Belästigungen bis hin zum Mißbrauch reichen, geschahen zwischen 1973 bis 2011 und sind in vielen Fällen strafrechtlich verjährt…

Das rufe man sich immer wieder in Erinnerung und schiebe die Abwiegelungs- und Reuerhetorik(en) der christlichen Kirchen, der freilich nie oder selten Taten der Wiedergutmachung, der Entschädigung folgten, in den Orkus. "daß Religion für die Demokratie unerläßlich sei" schallt es uns klerikal immerfort entgegen. "Pluralistisch" ist man neuerdings, will "lebensnotwendig" im demokratischen Umfeld sein, zeitgemäß somit und immer im Verbund mit diesem, von zahlreichen Politikern beschworenen, ominösen "Mehrwert" für die Gesellschaft. Sollte es Sie, werte Volksvertreter, nicht endlich zu Reaktionen veranlassen, wenn Sie auf der Internetseite des Paderborner Priesterkreises Communio veritatis (14. Januar 2019) lesen müssen: "Wir erinnern daran, dass die Kardinalsfarbe Rot nicht die Flagge eines Neo-Marxismus meint, sondern die Verteidigung des katholischen Glaubens bis zum Blutvergießen?" Weiß und lernt man endlich, wessen Geistes Kind die Religionen sind? Vergessen Sie auch nicht, daß sich die Demokratie ohne Zutun des Christentums entwickelte, die Griechen hatten schlicht keine Ahnung von Jesus. Die politischen Zeichen, die Sie hingegen senden, stehen derzeit eher dafür, das "historisch gewachsene kooperative Modell" zwischen Staat und Kirche weiterzuentwickeln, als dem Verfassungsgebot und dem Willen der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Historisch wachsen konnte diese "Kooperation" freilich allein durch die politische Untätigkeit. Da jedoch mit dem Grundirrtum des Jesus: "Ich sage euch aber wahrlich, daß etliche sind von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis daß sie das Reich Gottes sehen" (Lukas 9,27) – ein fundamentaler Irrtum, eine fundamentale Lüge. Religionskritik ist hier unumgänglich –, das Fundament verdorben ist, kann es auch keinen solchen "Mehrwert" für eine (aufgeklärte) Gesellschaft geben.

Diesen Grundirrtum fortlaufend durch die Allgemeinheit zu finanzieren, ist vollkommen inakzeptabel. Das Verhältnis von Staat und Kirche als weiterhin nebengeordnet zu betrachten, ist angesichts der sich rasch wandelnden gesellschaftlichen Strukturen ebenso unangebracht. Eine Volkskirche besteht nicht (mehr), vorbei ist somit das Regiment von Unfehlbarkeit, Autorität, Dogma und absoluter Gewißheit. (Allzu deutlich zeigt sich etwa in der Mißbrauchsdebatte, was es heißt, wenn die Kirchen selbst darüber bestimmen können, was ihr "eigener Bereich" ist.) Als die Paulskirchenverfassung 1850 festhielt: "Die Religionsgesellschaften ordnen und verwalten ihre Angelegenheiten selbständig im Rahmen der für alle geltenden Gesetze", war an die Themen von Verfassung und Verwaltung der Religionsgemeinschaften gedacht, an Glaubenslehre und Liturgie. Das sind die Gegenstände, deren sich die religiösen Organisationen selbst widmen können, "ohne andere zu brauchen, oder anderen zu begegnen, oder sich in deren Leben einzumischen".

Der ehemalige niedersächsische Landtagsabgeordnete Michael Hans Höntsch betonte: "Der Staat hat kein Problem mit den unterschiedlichen Religionen. Sie dürfen in ihrer Ausprägung sogar antiemanzipatorisch sein. Frauenfeindlich allemal. Er hat eher ein Problem mit säkularen Lebensentwürfen. Du wirst als Humanist, der sich an den Werten der Aufklärung orientiert, zwar respektiert, eine angemessene Teilhabe allerdings bleibt einem verwehrt. Siehe: weltanschaulicher Unterricht, Mitgliedschaft in Fernsehbeiräten, etc. Dem Staat ist der Vorwurf zu machen, dass er ungleich behandelt". Die Privilegien der verfaßten Kirchen in Deutschland haben ein für Europa unbekanntes Ausmaß erreicht.

Trotz aller innerer und äußerer Krisen der Kirchen verfügen sie über einzigartige Einflußmöglichkeiten und Machtpositionen, so

  • bei den Mitwirkungsrechten der Kirchen im staatlichen Bereich,
  • bei den indirekten finanziellen und sonstigen Förderungen des Staates (Steuervergünstigungen, Befreiungen usw.)
  • bei den Staatsleistungen an die Kirchen einschließlich deren großen Wohlfahrtsverbänden.

Religion ist Privatsache und sie ist nur Privatsache. Schrieb doch selbst der damalige Professor der Theologie und spätere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Karl Lehmann: Wenn der Staat "sich auf eines der verschiedenen Bekenntnisse festlegte, würde er ungerecht. Der Staat verweist die Religion in den Bereich der freien Gesellschaft. Die Religion wird zu einer Angelegenheit des Interesses einzelner Bürger. Sie ist kein Bestandteil der staatlichen Ordnung". Warum nicht endlich in dieser Frage einen Blick auf unsere Nachbarn in Frankreich werfen?

Die Religionsfreiheit impliziert das im Grundgesetz festgeschriebene Grundrecht auf Meinungsfreiheit in Wort und Schrift, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit und auf Gründung von Vereinen, ebenso das Grundrecht auf Entfaltung der Persönlichkeit hinsichtlich religiöser oder weltanschaulicher Bedürfnisse. Sich wandelnde soziale Gegebenheiten bedingen konsequenterweise verfassungsrechtliche Überprüfungen (Kirchenfinanzierung, "dritter Weg" im Arbeitsrecht, Paralleljustiz, Religionsunterricht etc.). So gehört nicht zuletzt auch der Status der Kirchen – als einer Körperschaft des öffentlichen Rechts – auf den Prüfstand. (Juristisch wird die Körperschaft des öffentlichen Rechts verstanden als "ein mitgliedschaftlich organisierter Verband, der staatliche Aufgaben mit hoheitlichen Mitteln unter staatlicher Aufsicht wahrnimmt" (E. Fischer – Trennung von Staat und Kirche), eine Konstruktion also, die niemals für Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften zutreffen kann.) Religiös-weltanschauliche Überzeugungen einzelner Gruppierungen dürfen nicht länger für alle anderen Bürgern verpflichtend werden. Es ist unbedingt Abschied zu nehmen von der Vorstellung, daß bekenntnisfreie und nichtreligiöse Menschen nur dann auch faktisch gleichberechtigt sind, wenn sie sich ebenfalls millionenfach in Organisationen zusammenfinden. Die Orientierung an der Rechtsform der Körperschaft ist nicht allein unter finanziellen Aspekten verfehlt. Demokratie bedeutet das Zulassen des Meinungspluralismus wie den sich stetig fortsetzenden Diskurs, erlaubt sich das Korrektiv, schon deshalb ist die Infragestellung der Privilegien der Religionsgesellschaften gegeben.

Die Komfortzone – des freien Denkens, einer freien Kunst und einer freien Wissenschaft – jedenfalls ist schutzwürdig und bedarf öffentlicher Aufmerksamkeit, nicht zuletzt in Deutschland. Ergo: Auch im Zweifel nicht für die Kirche. Vielmehr: Ein neutraler Staat für eine freie Gesellschaft. Sorgen Sie somit in Ihrer Verantwortung dafür, das unrühmliche 100jährige Jubiläum der Missachtung des Verfassungsauftrages zur Ablösung der Staatsleistungen im Jahre 2019 zu vermeiden. Tragen Sie dem Widerspruch zwischen der tradierten Rechtslage und der gesellschaftlichen Realität Rechnung. 100 Jahre Staatskirchenleistungen jedenfalls sind genug!

Kommentare (50)

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 11:48

Wer den Wind sät : Gestern in Arte 20:15 hoffentlich von vielen gesehen.

Genau deshalb MUSS die Trennung von Staat und Kirche Realität werden.

Es MUSS allerdings eine Alternative geben. Ich finde es töricht den sozialen Bereich einfach freizugeben.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Fr. 22 Feb 2019 - 14:12

Antwort auf von Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

Was hat der soziale Bereich mit den Kirchen zu tun. Alle sozialen Einrichtungen wie Caritas,
Diakonie u.s.w. werden mit Steuermitteln finanziert die Kirchen tragen dazu mit max. 2,5%
bei aber bestimmen die Inhalte.

Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

So. 24 Feb 2019 - 14:42

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Dass sie die Inhalte bestimmen, finde ich ebenso unverständlich. Wer alles glaubt, wird selig. Ha, ha. Dennoch gibt es einen Kümmerer. Es braucht eine Ersatz-Instanz oder gar Zusammenarbeit, um eine weitere Führung zu gewährleisten.

G.B. (nicht überprüft)

Mo. 25 Feb 2019 - 14:34

Antwort auf von Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

Entschuldigung Herr Wehhofer, aber mit Ihrer Antwort kann ich leider nichts anfangen.
Es erschliesst sich mir nicht, was diese mit meinem Kommentar zu tun hat.

Trennung von Kirche und Staat unter Berücksichtigung, dass die Betreuer Menschen mit kirchlicher Ausrichtung sind. Ihr Kommentar war bestens.

Herr Wehhofer, es ist mir immer noch nicht klar was Sie sagen wollen. Sind Sie jetzt pro oder kontra Kirche. Ich bin der Meinung, dass die Menschen in der BRD auch ohne Kirchen in der Lage sind ein funktionierendes, soziales Gemeinwesen zu bilden. In den beiden Kirchen verschwinden nur Milliardenbeträge an Steuergeldern, welch für dringend nötige soziale Einrichtungen gebraucht würden. Ohne diese Verschwendung wäre es ein leichtes die Missstände z.B. im Wohnungsbau, in der Rentenkasse, im Schulwesen, im Gesundheitswesen,
sprich, bezahlbaren Wohnraum, leistungsgerechte Gehälter für Pflegepersonal, Rentnerarmut
abschaffen, marode Schulen und Krankenhäuser renovieren, zu realisieren.

G.B.

Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

Mi. 27 Feb 2019 - 18:17

Antwort auf von G.B. (nicht überprüft)

Guten Tag, ich bin Kontra Kirche, sehe aber die vielen gläubigen Menschen, die zwar irregeleitet sind, aber dennoch -oder gerade deswegen- in Charitas und Diakonie funktionieren. Ob es ein Leichtes ist, durch Trennung von Kirche und Staat die anstehenden Aufgaben zu erfüllen, bezweifle ich.
Aus dieser Mühle kommt man durch Trennung von Staat und Kirche nicht so einfach heraus. Es braucht eine vorübergehend zähneknirschende, kommunikative Zusammenarbeit von Kirche und ehemaligen Kirchgegnern. Den ersten Schritt muss sicher die Kirche machen, indem sie rein-säkulare Gruppen fördert (Sich selbst als historisch gewachsene Institution sieht, die die alten Schäfchen und die Neuen beherbergt). Dann gewinnen Viele.
Selbst der Staat im Staat möchte leben.
Pfeil und Bogen waren bisher gut, doch damit kommen wir jetzt nicht mehr weiter. J.W.

G.B. (nicht überprüft)

Do. 28 Feb 2019 - 10:22

Antwort auf von Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

Hallo Herr Wehhofer, zunächst vielen Dank für Ihre aufklärenden Worte. Was den Inhalt betrifft, so muss ich Ihnen leider sagen, dass Sie da ein zu blauäugiges Bild zeichnen.
Was Caritas und Diakonie betrifft, so sehe ich, der ich in Diakonie City wohne, das etwas anders. Meines Erachtens werden die Menschen dort von den Betreibern (Chefs) der Häuser ausgebeutet und die Angestellten sind die brauchbaren Idioten für das scheffeln von Reichtum vor Ort. Die Kirchen steuern zum Unterhalt der Heime so gut wie nichts bei, aber geben den Ton an und bestimmen wie die Angestellten zu leben haben.Ihre Terminologie sagt auch viel aus, über Ihre, mit Verlaub, etwas naive Sichtweise, wenn Sie die Menschen als Schäfchen bezeichnen und somit die Terminologie der Kirchen übernehmen.
Sicher meinen Sie es gut, aber die Realität spricht leider eine andere Sprache.
Wenn Sie z.B. die Artikel in hpd für ca. 1 Jahr rückwirkend lesen werden Ihnen vielleicht die Augen geöffnet.
Es wäre natürlich im Prinzip schön wenn es so laufen könnte, wie Sie es vorschlagen, aber leider sehe ich dazu nicht einmal Ansatzweise einen Silberstreifen am klerikalen Horizont.
Lesen Sie doch nur einmal die Reden von dem Stellvertreter Gottes auf Erden zum Thema
Jahrhunderte langen organisierten Kindesmissbrauch und wie mit den Opfern umgegangen wird, dann haben Sie einen kleinen Einblick in das Wesen der Kirche.

G.B.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 11:53

Siehe auch meinen Kommentar zu dem Artikel : Staatsleistungen auf ewig?
Offener Brief an Frau Merkel.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 12:51

"Verkauft eure Habe und gebt den Erlös den Armen!" (Lk 12,33)

Das fordert Jesus von seinen Anhängern. Da müssen die Kirchenfunktionäre und Glaubenskonzernvorsitzenden etwas gründlich missverstanden haben. "Rafft eure Habe und presst was geht aus den Armen" wäre passender.

Damit haben die Kirchen, die sich vom Steuerzahler (dem "kleinen Mann") zwangsalimentieren lassen, jeden legitimen Bezug zur "Lehre Jesu" (ohne diese hier näher beleuchten zu wollen) verwirkt. Aber genau das zeigt die gesamte Kriminalgeschichte des Christentums: Selbstbedienung, Betrug und Klüngelei mit den Mächtigen.

Wie Politiker heute noch dieses historisch bestens aufgearbeitete Konstrukt verteidigen oder gar als wichtig für die Gesellschaft bezeichnen können, bleibt deren sahniges Geheimnis. Rational ist das nicht. Es ist dumm und staatsschädlich, weil die Bürger den Staat bilden und durch die politisch durchgewinkten Staatleistungen Schaden nehmen.

Außerdem ist es grundgesetzwidrig - genauso wie alle Konkordate und anderen Staatskirchenverträge, die nach 1949 geschlossen wurden. Wenn die Väter und Mütter des GG die Ablösung aller bisherigen Staatsleistungen als Verfassungsauftrag formulieren, dann darf selbstverständlich auch kein neuer Vertrag dieser Art geschlossen werden.

Wenn wir schon nicht die Politik zur umgehenden Beendigung der Staatsleistungen bewegen können, dann sollten sich wenigstens die Bürger mit den Füßen rühren: Austreten - so noch möglich -, seinen Nächsten zum Austritt auffordern, Petitionen unterschrieben, auf die Straße gehen und den Glaubenskonzernen und ihren politischen Kumpanen die Rote Karte zeigen...

Thomas B. Reichert (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 15:57

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

@Bernd
Hast Du es noch immer nicht verstanden? Jesus ist eine fiktionale Figur - eine Personifikation des Lebens / der Natur / der Menschheit - eine Handpuppe der Theologen. Mit dieser fiktionalen Identifikationsfigur hat man Deine Ahnen programmiert.

Die religiöse Elite spielt den Aberglauben nur vor. Alles was der Machthaber bzw. der Knecht (Theologe) möchte sagte die Jesushandpuppe. Und so gibt es in der Kirche verschiedene Wissens- und Interessensstufen, je nach sozialem Status wird dem Kirchenteilnehmer anderes Wissen zu teil. Der einfache Mensch wird verdummt, dann gibt es noch viele Mitläufer, welche Feste feiern und Ritale möchten, ein paar teilwissende Mitläufer und dann noch die Erschaffer und Aufrechterhalter, die Profiteure.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Di. 12 Feb 2019 - 10:25

Antwort auf von Thomas B. Reichert (nicht überprüft)

"Hast Du es noch immer nicht verstanden? Jesus ist eine fiktionale Figur - eine Personifikation des Lebens / der Natur / der Menschheit - eine Handpuppe der Theologen. Mit dieser fiktionalen Identifikationsfigur hat man Deine Ahnen programmiert."

Ich habe verstanden, dass die Figur "Jesus" völlig irrelevant ist. Deshalb ist für mich die Frage, ob sie einen historischen Kern hat oder nicht, ebenso irrelevant. Für mich zählt zur Beurteilung des Christentums ausschließlich was geschrieben steht und was daraus gemacht wurde.

Und wenn sich eine Kirche auf Jesus beruft, dann müsste sie die angeblichen Jesus-Worte auch ernst nehmen. Gerade der feststellbare Kontrast zwischen Lehre und Realität (das real existierende Christentum) zeigt, dass es letztlich nicht um Glaube, sondern um die ganz normalen Interessen eines wirtschaftlichen Globalplayers geht: Anbiederung/Erpressung an/der weltlichen Herrscher, Einflussnahme in allen Bereichen der Gesellschaft, Macht- und Kapitalkonzentration, Sondergesetzgebung, Privilegien, mediale Einflussnahme etc.

Darin unterscheidet sich die Kirche von keinem skrupellosen Weltkonzern, dem es nur um Gewinnmaximierung geht. Mit einem Unterschied: Die weltlichen Weltkonzerne bieten wenigstens eine diesseitige Leistung an, während die Kirchen überwiegend einen ressourcenschonenden jenseitigen Service im Angebot haben...

Thomas B. Reichert (nicht überprüft)

Di. 12 Feb 2019 - 15:12

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

In den abrahamitischen Religionen geht es schlussendlich um den Aufbau und Erhalt von Sozialordnungen.

Hier mal ein kleiner Auszug aus meinem neuen Manuskript "Handbuch zur rationalen Bibelauslegung".

Warum schreibt man eigentlich solche mehrdeutigen Geschichten?

Ich denke, dass weißt Du jetzt schon selbst.

In religiösen Geschichten wird Wissen verdeckt weitergeben, da die meisten Philosophien nicht gerade menschenfreundlich sind. In religiösen Texten wird erklärt, wie man seine Mitmenschen ködern, führen, formen, trösten und nutzen kann, wie man Menschen verdummt und programmiert (Vorschriften gibt), wie man Sozialstrukturen aufbauen und von diesen profitieren kann.

Der einfache Mensch darf Glauben, er darf in einem kollektiven Wahn* leben, er wird desinformiert, desorientiert, manipuliert und geistig getötet.

In religiösen Schriften findet man meist eine äußere Philosophie z. B.: „Liebe deinen Nächsten.“; „Hilfe deinen Mitmenschen …“, für das einfache Volk. Jedoch haben diese mehrdeutigen Texte noch diverse weitere, innere, versteckte Philosophien wie z. B. Der Hirte führt seine Schafe. Oder: Der intelligente Mensch darf den gutgläubigen Menschen beherrschen und benutzen. Und diese Philosophien sind für diejenigen, die Macht haben, für Machthaber. Solange sich die Dummen (das einfache Volk) verdummen lassen, werden sie belogen und betrogen.
Je nach sozialem Status (Schaf, Mitläufer, teilwissender Mitläufer, Hirte, Machthaber …) bekommt das Mitglied des Sozialkonstrukt Kirche eine andere Lehre gelehrt.

Doch irgendwann kommt die weise Menschheit und bringt das Ende der alten Welt. Und sogar damit wird den Aufklärern Angst eingeredet.

Welche Philosophie (Denkweise) steckt hinter der Ideologie des Christentums bzw. hinter den abrahamitischen Religionen?

Hinter dem Christentum verbirgt sich die Naturrechtsphilosophie bzw. das „böse Naturrecht“! Kurz zusammengefasst: Es gibt intelligente Menschen (Priester) und dumme Menschen (Schafe). Der intelligente Mensch führt den dummen Menschen und profitiert selbstverständlich von ihm.

Das Naturrecht ist ein nicht gesetzlich festgelegtes Recht, es ist im Naturgeschehen und der Naturbeobachtung begründet. Alles was man aus der Natur herauslesen kann oder will, projiziert man als Recht gegenüber seinen Mitmenschen. So wurde selbst bis ins 19. Jahrhundert die Sklaverei naturrechtlich begründet. Frisst in der Natur nicht das schnellere Tier das langsamere Opfer? Frisst das größere Tier in der Natur nicht das kleinere Tier? Gibt es nicht Jäger und Opfer? So ist die Natur: Das größere, schnellere, stärkere Tier profitiert von dem bzw. dominiert das kleinere, langsamere, schwächere Tier. Warum sollte man diese Erkenntnis nicht auch auf den geistigen Menschen übertragen können? Wenn sich der dumme Mensch führen lassen möchte, hat dann nicht der intelligentere Mensch das Recht, den dummen Menschen zu führen und hat dieser dann nicht auch das Recht, von den Dummen etwas verlangen zu dürfen? Hinter dem „bösen Naturrecht“ steht demzufolge auch das „Recht des Stärkeren“, es ist nur sehr viel schöner verpackt, mit Geschenkpapier und Schleife drumherum, damit man es auf Anhieb nicht erkennen kann.

Im Christentum bzw. in den abrahamitischen Religionen wurde und wird der gutgläubige Mensch als Kind bewusst desorientiert und desinformiert, er bekommt einen Wahn eingeredet, ihm wird Angst eingejagt und mit der Zuckerbrot-und-Peitsche-Methode (Belohnung und Strafe) beherrscht, er wurde und wird ja ganz bewusst geistig getötet. Und als Ausrede der Theologen wird vorgeschoben, dass der Mensch doch einen freien Willen hat, er kann sich doch Wissen aneignen, aufstehen und seine Meinung sagen. Solange er dies aber nicht tut, darf das Opferlamm in einem kollektiven Wahn leben oder als Mitläufer agieren. Solange sich der Mensch belügen und betrügen lässt, wird er belogen, betrogen und ausgenommen.

Was bedeutet eigentlich der nachfolgende Satz: „Schmeiße die Perle nicht vor die Säue?“

In der Bibel heißt es: „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue* werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.“ Matthäus 7,6

Perlen sind etwas Wertvolles. Perlen findet man versteckt in Muscheln und so stehen Perlen für versteckte, wertvolle Weisheiten. Säue sind dreckig, dumm („Du dumme Sau!“) und könnten für den Saubesitzer, also für den Bauern stehen, das niedere Volk.

Gemeint ist also folgendes: Schmeiße deine wertvolle, versteckte Weisheiten nicht vor dem einfachen Menschen (Bauern) hin, damit dieser sich nicht gegen euch, die Theologen, wenden und euch, die Theologen“ auseinandernehmen.

All dieses Wissen, das ich Dir mitgeteilt habe, soll natürlich nicht dem einfachen Menschen in die Hand fallen. Denn nur Menschen, die nicht wissen, glauben und somit denken sie nicht und sind damit leicht beherrschbar.

Und selbstverständlich sollte man den Heuchlern, also den Mitläufern (Buckelt wie ein Hund!), nicht die Besonderheiten (Heilige) der Ideologie erklären.

Der [ehrliche bzw. bereuende] Priester wird also aufgefordert, sein Wissen nicht weiterzugeben. Ihm wird Angst vor der Wahrheit eingeredet.

Kay Krause (nicht überprüft)

Mi. 13 Feb 2019 - 09:09

Antwort auf von Thomas B. Reichert (nicht überprüft)

Lieber Th.B. Reichert, Was Sie hier über "Naturrecht" schreiben, ist unstrittig, doch ich möchte Ihrer Aussage entgegenhalten, dass der Mensch sich aufgrund seines Denkvermögens nicht grundsätzlich und ständig diesem Naturrecht unterwerfen muß. So, wie der Mensch mit seiner Intelligenz und Erfindungsgabe zur Zeit dabei ist, diese unsere schöne Welt zu zerstören, so könnte er sie - bei rechtzeitigem Erkennen der Problematik und Zurückstecken seiner Profitgier - , genau so gut pflegen und erhalten, was wiederum zu seinem eigenen Nutzen wäre!
Wird ein Mensch bereits als Kleinstkind getauft, beschnitten, oder sonstigen Ritualen unterzogen, nützt ihm seine Intelligenz momentan nichts: Er wird von seiner Umgebung vergewaltigt, kann sich nicht dagegen wehren und befindet sich bereits in einer geistigen Schublade. Die menschliche Bequemlichkeit mag ihn im späteren Leben dazu veranlassen, in dieser Schublade zu verbleiben und sich womöglich darin wohl zu fühlen. So werden Schafe, Sklaven, Vasallen und Mitläufer produziert. Aber die Tatsache, Dass Sie, Herr Reichert, dass ich, so wie etliche andere Kommentatoren, die ich hier im hpd in der Vergangenheit ein wenig kennen (und schätzen !) lernen durfte, offensichtlich nicht zu den bequemen, gleichgültigen Schafen gehören, beweist doch, dass der Mensch in der Lage ist, sich aus dieser Schublade, aus diesem einst übergestülpten Topf zu befreien, dass er in der Lage ist, seine Lebensart selbst zu bestimmen, dass er gegen diese geistige und körperliche Versklavung mit Worten und Taten kämpfen kann!
Und so ist es letztlich auch die Entscheidung des Einzelnen, ob er achtzig Jahre lang brav seine Kirchensteuer zahlt und dem heuchlerischen Bischof den Ring küßt, anstatt diesem bigotten Verein den Rücken zu kehren und statt dessen für sein Alter vorzusorgen!
Herr Reichert, ich wehre mich seit über 50 Jahren gegen Begriffe wie: "der einfache Mensch", "das einfache Volk"! Das ist auch schon wieder so ein Schubladen-Denken, ein Klassifizieren von gleichwertigen Menschen.Was wäre der Architekt z.B., würden der Maurer, der Zimmermann, der Glaser, der Elektriker, der Installateur, der Dachdecker, der Pflasterleger und tausend andere Handwerker und Techniker nicht das Projekt realisieren, welches der Archtekt zu Papier gebracht hat; was wären wir alle ohne den Bäcker, den Bauern, den Schneider, den Schuster, den Industriearbeiter, den Straßenkehrer, den Müllmann, u.s.w.-u.s.w, die Liste ist unendlich fortsetzbar. Und das sind alles "einfache" Menschen, alles Mitglieder einer Kette, in der jedes Glied benötigt wird, um zusammenzuhalten, um zu funktionieren.
Und so, wie man nicht zwangsläufig ein Sozialist sein muß,wenn man gegen den über Leichen gehenden "Brutal-Kapitalismus" kämpft, wenn man Gedanken wie diese zu Papier bringt, so muß man auch nicht zwangsläufig ein Ungläubiger, ein Gottloser sein, wenn man ein Mitkämpfer gegen die mafiösen und ausbeuterischen Machenschaften der Kirchen kämpft!
Soviel zum "einfachen Mann auf der Straße" (Menschen wie Du und ich!)
Mit freigeistigem Gruß,
Kay Krause

Jobst Echterling (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 12:58

Gut gewollt ist noch lange nicht gut gemacht! Das Schreiben ist deutlich zu lang, geht auf viel zu viele Nebenkriegsschauplätze ein und wirkt auf mich "geifernd", obwohl ich das Ziel zu 100% teile. So provoziert man nichts als Ablehnung. Besser wäre eine kurze, knappe Argumentation auf Grundlage der aktuell relevanten Fakten. Dazu gehört für mich auch nicht das Thema Kirchensteuer, den (1) dafür zahlen die Kirchen und (2) hat das jeder Bürger selbst in der Hand.

Roland Weber (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 16:40

Antwort auf von Jobst Echterling (nicht überprüft)

Da geht deutlich viel zu vieles durcheinander! Das Thema sollte "Staatsleistungen abschaffen" und eine sachliche Begründung dafür sein - dieses Zuviel ist eindeutig kontraproduktiv!

Kay Krause (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 17:06

Antwort auf von Jobst Echterling (nicht überprüft)

Hallo Jobst! genau darum habe ich es zweimal gelesen. Die meisten hier angeführten Staats-und Kirchen-Untaten sind uns hpd-Lesern, Humanisten und Atheisten bekannt, hier aber sehr gut verständlich zusammengefaßt, und zwar so gut, dass ich mir alle meine kirchenkritischen Kommentare der vergangenen Monate im hpd hätte sparen können! Passend hierzu wäre eine kleine Anfrage der Linken(z.B.9 an das Parlamaent, wer von den Parlamentariern diesen offenen Brief letztlich gelesen hat? Würde dieser Brief in der BILD erscheinen, hätten ihn sicherlich alle gelesen!

Thomas B. Reichert (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 13:42

Wie bitte??? Der Staat soll Ablöse an eine kriminelle Vereinigung zahlen?
Ja, die beiden Grosskrichen (röm.kath. Kirche + evang. Kirche) sind kriminelle Vereinigungen - es sind ja immer noch die gleichen Organisationen, welche Menschen verdummten, Geschichte fälschten, Wissen zensierten, Reliquienschwindel betrieben, Menschen nötigten, Dokumente fälschten, Erbschleicherei betrieben, Menschen in Gruppen spalteten und gegeneinander hetzten, Menschen ermordeten und sich dann das Eigentum nahmen (Ketzer, Hexen ...) Der ganze Reichtum der beiden Grosskirchen (etwa 450.000.000.000 Euro) kam aus dem Volk - woher sonst? Der Reichtum der Kirchen entstand aus Straftaten. Warum sollte man eigentlich den beiden Kirchen noch mehr Geld in den Rachen werfen? Ganz im Gegenteil. Jeder ex-Kirchenteilnehmer sollte das Blutgeld seiner Ahnen zurückfordern: Schmerzensgeld, Entschädigung, Schadenersatz ... Täter-Opfer-Ausgleich. Sobald die Kirche kein Geld mehr hat zerfällt das Lügenkonstrukt, denn eigentlich möchte doch jeder nur von dem Sozialkonstrukt (Kirche) profitieren und so gibt es Schauspieler, Menschen die man verdummte, Mitläufer und teilwissende Mitläufer ... sie alle belügen und betrügen sich und singen dann gemeinsam "Halleluja".

Der Brief an das Bistum geht in den nächsten Tagen raus ... Jeder ist eingeladen das gleiche zu tun.

Kay Krause (nicht überprüft)

Di. 12 Feb 2019 - 08:05

Antwort auf von Thomas B. Reichert (nicht überprüft)

Der Staat, also du und ich, wir alle, wir Steuerzahler, hat diese von der kriminellen Vereinigung geforderte ablöse bereits in vielfacher Form bezahlt! JETZT IST ES GENUG!

Karl-Heinz Büchner (nicht überprüft)

Di. 5 Mär 2019 - 22:38

Antwort auf von Kay Krause (nicht überprüft)

Hallo zusammen,
Ablösung ist ein juristischer Begriff, mit dem die Beseitigung einer rechtlichen Verpflichtung auf Grund gesetzlicher Bestimmung bezeichnet wird. Der Begriff beinhaltet keineswegs automatisch eine "Ablösezahlung".
So etwas kann zwar vereinbart werden, aber der Staat könnte genauso gut sagen:
Jetzt ist Schluss, Ende der Zahlungen!
Das müsste nur in einem Grundsätzegesetz für die Ablösung festgeschrieben werden.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 13:56

Völlig richtig! In Summa mit meinen Worten - entschädigungslose Streichung der Staatsleistungen, höchste Eisenbahn nach 100 Jahren Weimar!

Nur ist der Adressat für diese feine Polemik unser religionitisch fast komplett durchseuchtes Parlament, das demzufolge die Lektüre spätestens beim "Künstlernamen" ( B. des XVI.; wie geil ist das denn!?) beenden wird. Der afd-Applaus irritiert aber noch ein wenig.

Es bleibt zu hoffen, dass das Thema (mit einer neuen Verfassung ohne Gottesbezug etc.) ein für alle mal vom Tisch gewischt wird, wenn die Konfessionsfreien hienieden 50 % überschreiten - was abzusehen ist.

Welch großes Glück, auch das noch erleben zu dürfen!

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Di. 12 Feb 2019 - 14:57

Antwort auf von Hans Trutnau (nicht überprüft)

Wieso denn das? ich schreibe doch seit Monaten nichts anderes als über die Abschaffung
der Staatsleistungen an die Kirchen. ( siehe meinen offenen Brief an Frau Merkel )

David See (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 14:35

ich habe mir eben mal unseren 10 und 20 euro schein angeschaut. dort sind brücken und Kirchenfenster zu sehen, irgendwie seltsam. ein sehr guter Artikel.

was haben die Prägung der europäischen Kultur und die Ablösung der ungerechtfertigten Zahlungen des Staates an die Kirchen miteinander zu tun?
Der Kölner Dom gehört sowieso dem Staat und er muss für seine Erhaltung sorgen. Die Kirchen dürfen ihn nutr kostenlos nutzen, wann und wie sie wollen. Das ist ebenso nicht in Ordnung wie vieles andere.

Markus Schiele (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 15:25

Bleibt zu hoffen, dass sich unsere Damen und Herren Volksvertreter, die Zeit nehmen, sich diesen langen offen Brief zu lesen und ihn sich dann auch zu Herzen nehmen.

Bevor der Brief rausgeht, sollte folgender Satz nochmals überarbeitet werden:
"Immerhin gibts für die Förderung selbst unter Wählern der CDU 54 prozentige Zustimmung." Statt "Förderung" müsste hier eigentlich "Forderung" stehen und das "gibts" ist auch nicht optimal. Ansonsten: vielen Dank für das Engagement, lieber Ralf Rosmiarek!

Johannes Gerdes (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 16:19

Sehr geehrter Herr Rosmiarek, selbstverständlich kann ich Ihre Initiative nur begrüßen und unterstützen. Um der Sache willen aber kann ich nur hoffen, dass kritische Stimmen Sie im letzten Moment zurückhalten werden. In dieser Form (extreme Überlänge, Vielzahl angesprochener Sachverhalte, Ironie bis Aggressivität) kann der Brief unserem Anliegen nur schaden. Jeder Parlamentarier (auch ein unserm Anliegen gewogener!) wird ein solches Pamphlet im hohen Bogen entsorgen und künftig für dieses Thema überhaupt nicht mehr ansprechbar sein. Das wäre ein herber Rückschlag! Bitte halten Sie diesen Text zurück und formulieren Sie mit im Parlamentarischen Erfahrenen zusammen einen kurzen, prägnanten Brief ohne Ironie oder Vorwurf. Herzliche Grüße von Johannes Gerdes, der schon einmal das Gespräch mit Ihnen gesucht hat.

Roland Fakler (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 19:39

Wieder ein sehr informativer Artikel von Ralf Rosmiarek
Als Brief an die Abgeordneten würde ich ihn allerdings etwas kürzer fassen…
und um die Thesen von Thomas B. Reichert ergänzen.
„Religion ist Privatsache“ würde ich klarer definieren: Religion sollte keine besonderen Privilegien erhalten und nicht in das Leben von Säkularen eingreifen.
Jeder Mensch, ob religiös oder nicht, hat aber das Recht im Gemeinschaftsleben mitzuwirken.
„Wir erinnern daran, dass die Kardinalsfarbe Rot nicht die Flagge eines Neo-Marxismus meint, sondern die Verteidigung des katholischen Glaubens bis zum Blutvergießen?"
Und ich möchte hier ein immer noch gültiges Dogma 382 ergänzen:
„Die Kirche hat kraft ihrer göttlichen Einsetzung die Pflicht, auf das gewissenhafteste das Gut des göttlichen Glaubens unversehrt und vollkommen zu bewahren und beständig mit größtem Eifer über das Heil der Seelen zu wachen. Deshalb muss sie mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil irgendwie schaden könnte. Somit kommt der Kirche aus der ihr vom göttlichen Urheber übertragenen Machtvollkommenheit nicht nur das Recht zu, sondern sogar die Pflicht, gleich welche Irrlehren nicht nur nicht zu dulden, sondern vielmehr zu verbieten und zu verurteilen, wenn das die Unversehrtheit des Glaubens und das Heil der Seelen fordern.“
Welche Überheblichkeit! Sie erklärt die fortwährende Intoleranz dieser Kirche!

A.S. (nicht überprüft)

Mo. 11 Feb 2019 - 21:18

Der Artikel ist inhaltlich richtig, aber viel zu lang. Ist nicht die entscheidende Frage, WARUM das alles so funktioniert wie es funktioniert?

Ich sehe ein System, welches als zentrales Element eine Gehirnwäsche im Kindes- und Jugendalter hat. Den Opfern der Gehirnwäsche ist nicht bewusst, was ihnen angetan wurde (andernfalls hätte die Gehirnwäsche nicht funktioniert). Die Gehirnwäsche wird durch vorgeschriebene Rituale wie Beten und Kirchgang regelmäßig aufgefrischt. Die Opfer werden im Laufe ihres Lebens, spätestens an ihren Kindern, zu Tätern, ohne dass dies ihnen bewusst ist. Das erübrigt die Schuldfrage. Die Täter unterziehen ihre Kinder der gleichen Gehirnwäsche bzw. überlassen ihre Kinder zur professionelleren Gehirnwäsche Priestern oder Lehrern an konfessionellen Schulen. Damit pflanzt sich das System in die nächste Generation fort - eine Kette vieler Generationen gehirngewaschener und Gehirn waschender Menschen.

Der einzige Weg die Kette zu unterbrechen ist, die Meschen über ihr Opfer-Dasein aufzuklären, in der Hoffnung, dass die aufgeklärten Menschen ihren Kindern/Enkeln die traditionelle Gehirnwäsche ersparen.

Politisch gilt es zu verstehen, dass Religionsfunktionäre immer danach streben, Möglichkeiten zur Gehirnwäsche an Kindern und Jugendlichen zu erhalten: konfessinonell möglichst reine Kindergärten, Schulen, Hochschulen, natürlich unter Leitung der jeweiligen Religionsgemeinschaft.
Und zur regelmäßigen Auffrischung der Gehirnwäsche im Erwachsenenalter braucht es regelmäßige Indoktrination in Gottesdiensten und Massenmedien.

Vor diesem Hintergrund schauen Sie, liebe Kommentar-Leser, doch mal, was der Staat den Kirchen alles bereitstellt: Kitas, Kindergärten, Schulen mit Religionsunterricht durch staatlich bezahlte Lehrer, Priesterausbildung auf Staatskosten an öffentlichen Universitäten, arbeitsfreie "kirchliche Feiertage" inkl. Sonntag, kostenloser Zugang zu den öffentlich-rechtlichen Medien.

Und warum ist das alles in einem "demokratischen" Land möglich? Wegen der vielen gehirngewaschenen Abgeordneten im Bundestag. Vorneweg: eine sorgfältig gehirngewaschene Pfarrerstochter.
Wie schon gesagt: Niemand kann etwas dafür, wenn er/sie im Kindesalter gehirngewaschen wird. Kein Platz für Hass, nur für Aufklärung. Die ist für die Betroffenen schlimm genug.

Machen wir Schluss mit der Gehirnwäsche im Kindesalter.

N.B.1. Wer das mit dem Opfer, dass nicht weiss, dass es Opfer ist und dann zum Täter wrid, ohne zu wissen, dass er/sie Täter ist, nicht versteht, der überlege sich bitte folgende, der Realität entlehnte Situation:
Vor der Finanzkriese 2007 wurden Geldanlagen verkauft (z.B. ABS), die kaum einer verstand. Ein gewähnlicher Finanzberater bei einer Bank bekommt von seinen Chefs die Anweisung, möglichst viele ABS an seinen Kundenkreis zu verkaufen.
Dieser Finanzberater ist Opfer ohne sich dessen bewusst zu sein (er macht nur seinen Job um seine Hypothek und andere Rechnungen bezahlen zu können) und ist Täter (er dreht seinen Kunden Schrott-Papiere an) ohne dass er das erkennt (wobei ich unterstelle, dass er die ABS auch nicht verstanden hat).

Dem Finanzberater wird man auch nicht die Schuld an dem folgenden Desaster (Finanzkriese 2007) geben können.

N.B.2.: Gehirnwäsche wird auch in anderen Bereichen betrieben, nicht nur in den Religionen.

Moin A.S.! Ich habe sicherlich nicht den Stein des Weisen gefunden, glaube aber doch eine einfache Antwort auf Ihre berechtigte Frage geben zu können: Weil die gesamte Politik (und damit sind alle Politiker in verantwortlichen Stellungen in Regierung,Parlament und Parteien gemeint)
äußerst geschickt seit erdenklichen Zeiten kirchlich unterwandert sind. Somit wäre ein erster Schritt zur Beendigung der Staatsgeschenke an die Kirchen: Raus mit der Kirchenlobby aus Bundestag und Landtagen!

A.S. (nicht überprüft)

Di. 12 Feb 2019 - 15:36

Antwort auf von Kay Krause (nicht überprüft)

In der Forderung stimme ich mit Ihnen überein, Herr Krause, die Ursache sehe ich ein wenig anders: "Unterwanderung" ist ein bewusster und gesteuerter Prozess. Ich bin mir nicht sicher, ob den kirchentreuen Politikern ein solches Bewusstsein vorzuwerfen ist. Einigen vermutlich schon. Eher vermute ich unterbewusstes manipuliert-Sein, auf seiten der Gewählten wie auch der Wähler. Immerhin werden die Politiker gewählt. Ich unterstelle unserem Staat keine systematische Wahlfälschung. Allerdings systematische Bewusstseins-Verfälschung mittels Religion und durch die Massenmedien.

Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

Do. 28 Feb 2019 - 08:44

Antwort auf von Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

Der Text "Leider nicht umsetzbar" war eine Antwort auf H. Krause

Werner Koch (nicht überprüft)

Di. 12 Feb 2019 - 12:40

Eine Zusammenfassung mit den Details als Anlage wäre hilfreich, damit von dem offenen Brief Notiz genommen wird.

Die FAZ veröffentlicht eine beispielhafte prägnante kurze Meldung:
„Staat und Kirche - ALTRECHTLICHE LEISTUNGEN“

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/viel-glueck-bei-der-abschaffung-von-leistungen-an-die-kirchen-16031632.html

Diana Siebert (nicht überprüft)

Di. 12 Feb 2019 - 13:01

Es hat sich ein Bündnis Altrechtliche Staatsleistungen (BAStA) mit entsprechender Bündniserklärung (eine A-4-Seite) gebildet.
https://staatsleistungen-beenden.de/buendnis/buendniserklaerung/
Wir gehen am Freitag an die breite Öffentlichkeit.
Lasst uns alle zusammen arbeiten.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Di. 12 Feb 2019 - 16:31

Antwort auf von Diana Siebert (nicht überprüft)

Kurz und prägnant!
Nur ist das Bündnis mit 22 Unterstützer(inne)n (einschl. mir) noch nicht so breit wie die Öffentlichkeit...

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Do. 14 Feb 2019 - 12:01

Antwort auf von Diana Siebert (nicht überprüft)

Ach so, Diana Siebert - ich erfuhr vom Dewald Stefan, dass das Bündnis noch gar nicht öffentlich beworben, d.h. an die große Glocke gehängt wurde.
Dann kann bzw. wird die Anzahl der Unterstützungsunterschriften ja noch locker steigen. Die Kürze & Würze der BAStA-Erklärung passt schon Mal.
Viel Erfolg weiterhin!
Und an die ganz große Glocke hängen bzw. die 'Dicke Berta' auffahren.
Auch an einen Artikel hier im hpd und anderswo denken...

Resnikschek Karin (nicht überprüft)

Di. 12 Feb 2019 - 14:21

Ergänzungen zum großartigen Brief des Herrn Rosmiarek:
1. Herr Haupt aus NS (Niedersachsen) hat zusammen mit den Linken - vergeblich - eine sehr gute und klare Stellungnahme 1918 ins Parlament gebracht. Darauf kann man sich beziehen. Also weiter so!
2. Der Staat hat soviel gezahlt - die Kirchen sind längst entschädigt - falls die Säkularisationsentschädigung je berechtigt war. Das Geld brauchen wir für säkulare Ethik bzw. Werteerziehung, paritätische oder säkulare Kitas, Pflegeheime, Jugendzentren. Nichts wurde dafür aufgebaut. Ich möchte im Alter nicht in die Diakonie müssen (Dorf!) und dort zum Tischgebet gezwungen werden. So ist die Praxis, ich hab dort einige Zeit gearbeitet.
3. Bitte das Wort Laizismus vermeiden. Die Kirchen können Partner des Staates sein, wir aber auch!!! Aber die Trennung muss vollzogen werden, bzw. der Staat muss sich endlich neutral verhalten.
4. Das Finanzamt darf nicht länger nach der Konfession fragen. Sonst können alle Arbeitgeber (der größte sind die Großkirchen) sofort Konfessionsfreie diskriminieren, von Jobs ausgrenzen usw. Unerträglich das kirchliche Dienstrecht. Ver.di, GEW und Säkularenverbände monieren das seit es fälschlich ins Grundgesetz gekommen ist, weil es damals kaum Säkulare gab und wir uns wegen der allgemein, auch staatlich, praktizierten Auschließerits von Konfessionsfreien nie wehren konnten und auch heute wegen unseres geringen Organisationsgrads, den die Kirhen zu Unrecht und trotz 90% Karteileichen zum Ausschlusskriterium machen. In einem freien Land, in einer Demokratie absurd! Kompromiss: bis da was für uns aufgebaut ist, lassen die Kirchl. Institutionen Konfessionsfreie ohne Wenn und Aber zu. Wir können Pflege; christliche Pflege ist nicht besser, als säkulare. Never! Und vor allem das auch wegen der bis zu 95%igen staatlichen Finanzierung von Kitas, Diakonie etc. und entsprechender Immobilien - während die Kirchen 100% Oberherrschaft beanspruchen. Absurdistan BRD!
5. Religion ist Privatsache - wer soll denn das heute verstehen? Ich selbst denke immer: soll man jetzt ins stille Kämmerlein? Die Kirchen haben sich nach den 70ern derart politisiert, dass man kaum noch zwischen Staat und Kirche z.B. in der Gesetzgebung (§ 219, 218, Sterbehilfe, § 166 etc.), bei Staatsfeiern, bei Schaltstellenbesetzungen unterscheiden kann. Bitte konkrete Forderungen - keine Dogmen!
6. Wenn Art.7 im GG bleibt, muss säkulare ETHIK o. dgl. hinein. Das BVerfG meint ja auch, den Islam nach Art. 7 integrieren und gleichbehandeln zu müssen. Das müsste für loyale, staatstragende Säkulare längst auch gelten. Alles andere ist staatlich beförderte Diskriminierung unserer Weltanschauung. usw. usf. Gruß Karin Resnikschek, Tübingen

Roland Fakler (nicht überprüft)

Do. 14 Feb 2019 - 20:16

Am 11. Februar 2019 gab Prof. Jürgen Zimmerer Hamburg dem Schwäbischen Tagblatt ein Interview, in dem es um die Rückgabe von Kulturgütern aus kolonialer Zeit ging. Dabei vertritt er eine Position, die auch für die Ablösung der Staatsleistungen sehr interessant sein könnte.
„Es ist eine völlig absurde Position, sich auf Kolonialrecht zu berufen und damit koloniale Aneignungsprozesse zu bestätigen. Es ist das Recht der Eroberer und Besatzer.“
Genauso kann die Kirche keinen Anspruch auf Besitz haben, den sie sich während ihrer totalitären Herrschaft unter den Nagel gerissen hat.

awmrkl (nicht überprüft)

Fr. 15 Feb 2019 - 01:23

zum öfters gelesenen Vorwurf, dieser Text sei zu lang, zu kompliziert, ...:
Ich denke, es ist sinnvoll, (nicht nur) unsere Abgeordneten aller Art (MDB, MDL, MDirgendwas) aus allen Richtungen mit Texten aller eben für sinnvoll gehaltenen Art zu "bombardieren" - je mehr, desto besser.
Ich denke, (auch) so können wir diese Entscheidungsträger davon überzeugen, a) daß es uns wichtig ist und b) daß wir zahlreicher sind als es wohl bislang angenommen wird und c) daß sich die div. Forderungen häufig wiederholen (ob kurz oder lang formuliert).
Also los, zumindest ab an die Tasten!

Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

Fr. 22 Feb 2019 - 08:35

Da lese ich u.v.a. Religion ist Privatsache. Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Da bin ich anderer Meinung. Religion ist keine Privatsache, denn Glaube an Gott hat viele menschenverachtende Züge und ist insofern unakzeptabel. Es sei denn kriegerische Auseinandersetzungen sind hoffähig.

Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

Fr. 22 Feb 2019 - 08:49

Die zurecht oft angekreidete Raffgier der Kirchen ist leider auch in unserem System oft zu finden. Daraus entwickelt sich ein Streit. Weil man hier bei Zank den mächtigen Bruder, nämlich unsere Justiz, heran holen kann. Doch Justiz ist nicht mehr zeitgemäß. Es gibt viele Nebenwirkungen, die erst nach langer Zeit sichtbar werden. Ich schlage vor, jedes Gesetz braucht ein Ablaufdatum.

Sehr geehrter Herr Wehhofer, ich antworte gesammelt auf mehrere Ihrer Kommentare:
- Der Einfluss der Kirchen auf unseren Staat lässt sich begrenzen, wenn man versteht wie er funktioniert (außerhalb der Verfassung!): Über die Köpfe der Parlamentarier und Richter.
- Die Raffgier der Kirchen ist das geringere Problem, viel problematischer ist die Machtgier.
- Religion Privatsache? Gott ist ein Bluff, mit dem sich die Kleriker Einfluss und Macht verschaffen. Religion ist kriminell. Sie stiehlt/raubt Menschen den Verstand.

Danke für die Antworten. Die erste Antwort hab ich nicht verstanden. Die Zweite:
Machtgier? Gibt es übertriebenes Streben nach Macht? Macht ist per se nichts Schlechtes. Individuen missbrauchen sie. Besonders in Führungspositionen. Doch bis dorthin muss man erstmal dackeln und Zustimmung gewinnen. Dabei holt man sich manche Schramme, um endlich Gehör zu finden. Jedes Volk (auch unseres) hat die Regierung und die Kirchenlandschaft, die es hat, verdient. Die Dritte: Da stimme ich vollkommen zu, denn im Jenseits ist vieles denkbar, doch dabei leidet der Verstand.

Hallo Herr Wehhofer, Erläuterung zu meiner ersten Antwort:
Wenn man sich die religiöse Orientierung unseres politischen Spitzenpersonals und der Verfassungsrichter anschaut fällt auf, dass diese erheblich stärker religiös gebunden ist als der Bevölkerungsdurchschnitt. Gleiches gilt für Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU, SPD und Grüne, also den Machtzentren im Parlament. Die Frage ist, wie es zu dieser Disproportionalität kommt. Eine Erklärung aus meiner eigenen Erfahrungswelt könnte sein, dass es an der gezielten Förderung politischer Karrieren durch kirchliche Netzwerke liegt. Eine andere, dass Politkarrieristen gezielt die Unterstützung frommer Netzwerke suchen. In höheren politischen Ämtern angekommen, machen diese Leute dann Politik für die Interessen der Kirchen, gegen die Interessen des Volkes. Das Ganze läuft dann unter "Gewissensfreiheit der Abgeordneten". Als Hintergrund muss mann verstehen, was eigentlich unter "Die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen verpflichtet" eigentlich zu verstehen ist. Die sachlich richtige Lesart wäre: "Die Parlamentarier sind nur ihrem PROFESSIONELLEN Gewissen in ihrer Abgeordnetentätigkeit verpflichtet - und nicht ihren Parteien oder Wählern." Die Lesart der Kirchen hingegen ist: "Die Abgeordneten sind ihrem RELIGIÖSEN Gewissen verpflichtet, was im Zweifel über sachlich-juristischen Erwägungen zu stehen habe." Das ist ein prägnantes Beispiel, wie die Kirchen es verstehen, das Framing bestimmter verfassungsrechtlicher Formulierungen in ihrem Sinne zu verändern.
Gesetze, die durch die Kombination von vielen religiös gebundenen Parlamentariern und besagtem kirchlichem Verständnis von Gewissensfreiheit zustande gekommen sind, sind z.B. das Beschneidungsgesetz und aktuell die sehr bescheidene Veränderung des §219a - Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche.
Ein hartes Beispiel für Minister, die sich eher ihrem religiösen Gewissen als der Rechtsordnung der BRD verpflichtet fühlen liefert Jens Spahn, der entgegen anderslautender Gerichtsurteile die Herausgabe lebensbeendender Medikamente an sterbewillige, unheilbar Schwerstkranke durch das Bundesamt für Arzneimittel untersagt.
Weitere Beispiele für den langen Arm der Kirchen in die Politik liefert das mit überwiegend religiös gebundenen Richtern besetzte Bundesverfassungsgericht mit seine unsäglichen Urteilen zum kirchlichen Arbeitsrecht, die glücklicherweise meistens von EuGH oder dem EuGH für Menschenrechte kassiert werden.
Zu Ihrer Antwort auf meine zweite: Wo Macht ist, ist Machtmissbrauch nicht weit. Deshalb haben wir in der Politik ja Gewaltenteilung. In den monotheistischen Religionen gibt es keine Gewaltenteilung. Alle Rechte und Pflichten kommen von Gott, Diskussion zwecklos. Allenfalls kleine Interpretationsunterschiede darf es geben.
Ihre Aussage "Jedes Volk (auch unseres) hat die Regierung und die Kirchenlandschaft, die es hat, verdient" hinterfrage ich. Richtig wäre sie, wenn tatsächlich unidirektional alle macht vom Volke ausginge. Es gibt aber Rückkopplungsmechianismen über die Massenmedien, die ja nach ihrem Selbstverständnis die Aufgabe haben, dem Volk die Politik der Regierung "zu erklären". Die Regierung hat so Einfluss auf das Volk, von dem sie gewählt wird, und natürlich über die gemachte Politik und die Gesetze. Einen sehr großen Einfluss auf Volkes Meinung haben die Kirchen, heute weniger über die Kanzeln, aber immer noch über den Religionsunterricht und ihre allgegenwärtige Präsenz in den öffentlich-rechtlichen Medien.

Wehhofer, Josef (nicht überprüft)

Mo. 4 Mär 2019 - 16:07

Ich finde auch, dass der Brief in voller Länge eine Auflockerung braucht. Eine bildliche Satire zu Beginn?

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