Kommentar

Papst: Kirchenkritiker sind Freunde des Teufels

Heute beginnt im Vatikan eine Konferenz, die sich mit dem Missbrauch in der katholischen Kirche beschäftigt. Ein Ende des Schweigens soll sie nach dem Willen von Kirchenfunktionären bringen. Wie ernst es der Kirche damit wirklich ist, wird sich zeigen. Am Tag vor Beginn der Konferenz hatte Papst Franziskus allzu scharfe Kritik an der Kirche jedenfalls verurteilt und jene, die sie ausüben, als Freunde und Verwandte des Teufels bezeichnet.

Papst Franziskus wird in den Medien oft als Reformer der katholischen Kirche dargestellt und gilt vielen als liberal. Wie rückständig und theologisch konservativ seine Ansichten jedoch in Wahrheit sind, zeigen viele seiner Äußerungen. Vor allem – aber nicht nur – jene, die seinen Teufels-Wahn belegen.  

Für seine jüngste Äußerung dieser Art hätte sich Franziskus keinen schlechteren Zeitpunkt aussuchen können. Gestern, einen Tag vor Beginn der Missbrauchskonferenz im Vatikan, traf Franziskus vor seiner Generalaudienz im Petersdom eine Gruppe süditalienischer Rom-Pilger. Nach übereinstimmenden Medienberichten sprach der Pontifex mit ihnen über Kritik an der Kirche. Die Schwächen der Kirche müssten angeprangert werden, damit man sie korrigieren könne, so der Papst. Aber jene, die die Kirche ein ganzes Leben lang und "ohne Liebe" verdammten, seien "die Freunde, Cousins und Verwandten des Teufels", sagte das Kirchenoberhaupt laut der britischen Zeitung The Guardian.

Das Licht, das diese Äußerung auf die heute beginnende Missbrauchskonferenz wirft, ist kein Gutes. Dabei sollte die Konferenz der – angesichts der Tragweite des Missbrauchsskandals –  fassungslosen Weltöffentlichkeit doch eigentlich zeigen, dass die Kirche nun endlich in die Offensive geht. Eine andere Zeit sollte nach dem offiziell geäußerten Willen von Papst Franziskus nun in der Kirche anbrechen. Eine Zeit, in der man den Missbrauch bekämpft, in der nicht mehr weggeschaut und vertuscht wird.

Doch was soll eine Missbrauchskonferenz bringen, bei der die schärfsten Kritiker des kirchlichen Missbrauchs bereits von vornherein als "Freunde des Teufels" diskreditiert werden? All jene, die der Kirche den Rücken kehrten, nachdem sie dort Missbrauch und dessen Vertuschung erleiden mussten? Jene, die die Kirche nach den gemachten Erfahrungen sicherlich "ohne Liebe" kritisieren werden? Denn sie, die Traumatisierten, die Missbrauchsopfer, die die Kirche ein Leben lang für das dort wuchernde System des Missbrauchs anklagen werden, sind nach der Logik der Papst-Worte Freunde und Verwandte des Teufels.

Insofern ist die aktuelle Äußerung des Papstes nicht nur eine erneute Dokumentation seines teuflischen Verfolgungswahns und eine Unverschämtheit gegenüber Kirchenkritikern im Allgemeinen. Kurz vor der bevorstehenden Missbrauchskonferenz getätigt, stellt sie eine Verhöhnung der Missbrauchsopfer dar, die an gedanklicher Perversion kaum zu überbieten ist.

Kommentare (60)

A.S. (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 14:07

Das Problem, dass die Religionen/Religionsgemeinschaften mit sich selber haben, ist ihre Macht. Sie streben unentwegt nach Macht. Wenn sie die Macht haben, missbrauchen sie sie. Das gilt für die beteiligten Individuen genau so wie für die religiösen Organisationen insgesamt.
Nur: die eigene Machtgier will sich keine Religion eingestehen. Man muss sie von außen mit der Nase drauf stoßen.

Macht ist "Teufelszeug". (Die Anführungszeichen setze ich als Atheist.)
Wo Machstreben ist, ist der "Teufel drin".

Das "Teufelszeug Macht" gehört eingefangen, kleinst geteilt und sorgfältig verteilt.

HuGo (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 14:08

Das System ist einschlägig böse, bis hin in allerhöchste Kreise. Es ging und geht weiter nur um Schadensbegrenzung und da sind alle Mittel und Möglichkeiten recht, weil es ausschliesslich auch um Machterhalt und und Überdauern geht. Im dritten Reich nach der Devise, der Feind meines Feindes, des Kommunismus ist mein Freund, dem wurden dann Millionen Opfer untergeordnet.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 14:16

"Tragweise" hatte bereits des Popen Äußerung in der ersten Messe nach seiner Wahl: "Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel."
Pfui Deibel.

"Freunde und Verwandte des Teufels" möchten die Kirchenkritiker nicht genannt werden! Und wer nicht zu Gott betet, der muss deshalb wohl auch nicht automatisch zum Teufel beten. Wer die Kirche kritisiert, muß kein Anhänger des Bösen sein und kann sich durchaus das Gute suchen und von Herzen anstreben. Schwarz-Weis-Malerei hilft hier weiter - sondern sachlicher Dialog.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Mi. 8 Mai 2019 - 23:48

Antwort auf von Axel Schört (nicht überprüft)

Sry, war falsch zitiert; nicht Tragweise, sondern Tragweite war gemeint. Und Letztere hatte die "Schwarz-Weis-Malerei" (statt Dialog) des Popen ja nun allerdings...

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 14:26

Wer jetzt immer noch glaubt, die RKK würde sich irgendwie ändern oder ihre Verfehlungen
eingestehen, geschweige denn bereuen, der wurde mit den Fakten in diesem Artikel eines besseren belehrt.
Alles was von den Kirchen kommt ist scheinheiliges Geschwätz ohne Background.
Man (die Kirchen) muss nur lange genug warten und auf andere Ereignisse ablenken, dann wird das ganze schon wieder in Vergessenheit geraten.

Ralf Rosmiarek (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 14:43

Es ist vor allem eine grandiose Untermauerung für die Behauptung einer Frau Kramp-Karrenbauer: „Religion tut unserem Land, tut dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gut“ ... braucht’s immer noch de Worte mehr?

Resnikschek Karin (nicht überprüft)

So. 24 Feb 2019 - 09:04

Antwort auf von Ralf Rosmiarek (nicht überprüft)

danke für Ihre Artikel! Weiter so, damit man nicht verzweifelt an der Übermacht des in der Tradition der Klero-Faschisten stehenden KKK. Aber etwas Verständnis und Mitleid trotz allem mit den verführten Christen, die das Gute wollen und das in der Kirchen zu finden glauben. Karin Resnikschek, Tübingen

Ursula Klatzek (nicht überprüft)

Fr. 1 Mär 2019 - 17:31

Antwort auf von Ralf Rosmiarek (nicht überprüft)

Ja, da hat sie 100 %recht.
Sie spricht von Religion und nicht von den falschen Priestern und Imamen, nicht von der reichen katholischen Kirche und ihren Bischöfen, nicht von den Islamisten und Salafisten.

Thomas Göring (nicht überprüft)

Sa. 2 Mär 2019 - 18:09

Antwort auf von Ursula Klatzek (nicht überprüft)

So so, AKK hat "100 % recht". Recht haben reicht Ihnen also nicht, es müssen schon 100% sein. - Warum diese rhetorische Verstärkung bzw. Aufblähung? Wohl sicher, weil Ihr Einwand schwach ist.

Denn wie & womit wollen Sie die gute Religion von den böschen falschen Priestern & Imamen & Bischöfen & Salafisten sowie all den staatlich fettgepäppelten Kirchen unterscheiden? Wie wollen Sie denn bitteschön die Schafe & Böcke voneinander trennen?

Ihr Einwand erinnert mich an gewisse Redensarten, die Sozialismus & Parteidiktatur voneinander trennen wollen.

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 14:53

Man lispelt mit dem Mündchen, da war der Teufel im Spiel und schon sind sie aus der Scheiße heraus. So geht Vatikan heute.
Meine katholische Verwandschaft hat gestern verkündet, sie werden alle aus der RKK austreten. Freude schöner Götterfunken.....

Vielen Dank für diese schöne Antwort auf meine Frage vier Kommentare weiter unten. Ich verneige mich vor Ihrer Verwandtschaft. Ja, das ist ein Tag, wo ich mal wieder die 9. auflege...

Deine bei diesem Thema ja nach Deinen Worten recht "giftig" (re)agierende Frau auch? Wenn ja, dann wirklich: Herzlichen Glühstrumpf!

Bist Du getauft, dann bist du drin,
kommt Austritt dir nicht in den Sinn.
Bist mit W-Punkt Schaefer du verwandt,
hast du nach Jahren schon erkannt:
Diesen Club, dem du viel Obolus gezollt,
hat der Herrgott wahrlich nicht gewollt;
's ist Höllenwerk mit Satansbrut.
Dafür ist mir doch mein Geld zu gut!
Nun hast du dich endlich aufgerafft,
atme auf, du hast's geschafft;
Hast ihn verlassen, den bigotten Verein,
wirst nun kirchenfreier Bürger sein.
Ich wünsch' Euch allen mutige Verwandtschaft,
für noch mehr kirchenfreie Bürger,
in uns'rer säkularen Landschaft!

Ich wurde als Atheist geboren und blieb es bis heute. Habe keine Kirchensteuer gezahlt, bin aber mit einer Katholikin verheiratet. Ich habe keine Angst vor der Hölle! ...

Sorry,lieber W. Schaefer, hier muß ich eingreifen:Man wird weder als Atheist , noch als Angehöriger einer Religion geboren. Außer der Wärme des Mutterleibes, der Stimme und der Launen der Mutter hat ein Neugeborenes keinerlei Kenntnisse. Um Atheist zu sein, muß ich von der Existenz einer Religion erst einmal Kenntnis haben! Das ist ja genau der Sinn der Zwangstaufe( geistige Vergewaltigung): Kleinstkinder zu Kirchen-Vasallen zu machen, die sich nicht dagegen wehren können, bevor sie anfangen, selbst zu lernen, zu denken.Kein gebildeter Mensch würde doch sonst auf die Idee kommen und diesem bigotten Verein sein sauer verdientes Geld in den Rachen zu schmeißen!

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Di. 26 Feb 2019 - 07:12

Antwort auf von Kay Krause (nicht überprüft)

Stimmt teilweise, aber ich bin der Meinung, bei Geburt ist man eher noch ein Atheist, man hat keine Kenntnisse von einer Religion und ein Glaube ist auch nicht vorhanden. Erst bei der Taufe wird man zu einem Christen degradiert und das Gehirn mit christlichen Sprüchen vernebelt. Wer von Anfang an nicht auf den Kreuzweg gebracht wird, hat das Glück, sich als Atheist auszuzeichnen. Eine spätere "Umwandlung" von C nach A wird schwierig, aber nicht hoffnungslos.
Ich töte nicht, ich stehle nicht und ich glaube nicht.
"Lieber Gott" ich mag dich nicht!

Emmerich Lakatha (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 15:10

Ich bin zu Tode betrübt, dass ich meinen Freund, den Teufel, noch nie gesehen habe. Meine große Chance dazu ist, dass ich einmal schizophren werde.

Könnte es aber sein, dass der Papst die nur die Ultrakonservativen beschwichtigen will? Dies könnte ich als diplomatischen Akt verstehen. Die Hoffnung stirbt eben zuletzt. Der Zweifel aber auch.

W. Klosterhalfen (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 15:15

Jedenfalls versteht der "Heilige Vater" - wie schon seine beiden Vorgänger - viel von Missbrauchsvertuschung: www.reimbibel.de/Missbrauch.htm . Wie er immer wieder den Entrüsteten spielt, ist schon teuflisch gut.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 15:40

Wie kann man Mitglied in der katholischen Kirche bleiben, ohne sich fremdzuschämen oder sich wenigstens den ganzen Tag mies zu fühlen...?

@ Bernd Kammermeier Wenn ich all die peinlichen Kommentare der Atheisten lese, frage ich mich, wie ich zu einem Gläubigen werden kann.

"Wenn ich all die peinlichen Kommentare der Atheisten lese, frage ich mich, wie ich zu einem Gläubigen werden kann."

Und, wie lautet die Antwort...?

@ Bernd Kammermeier Wenn ich wüßte, wie man gläubig wird, wäre ich es schon längst.

(allein schon, um mich von der gruseligen atheistischen Kommentaren abzugrenzen=

Andreas, Wie soll man gruseliges Geistergeschehen anders kommentieren als gruselig?
auf "Denglisch" könnten Gläubige von sich sagen: "I'm beghosted"

Andreas (nicht überprüft)

Mo. 25 Feb 2019 - 13:27

Antwort auf von Kay Krause (nicht überprüft)

@ Kay Krause Say in "broken English", Marianne Faithfull, nach ewigen Zeiten wiedergehört – Ihr Verdienst. Können Sie es trotzdem mal auf Deutsch versuchen?

Thanks for your commend, dear Andreas/Andy), "beghosted" is not broken english. It's my creation of "denglish". I've a lot of words like that. Do you remember "die englischen Filserbriefe", eine Sketchreihe in den 70ern im Radio. Aber sorry, Mit Marianne Faithfull kann ich nix anfangen. Bitte um Aufklärung, wenn die Redaktion es gestattet!
Gruß von Kay, dem krausen!

Atheistenkommentare sind nicht peinlich; eher für einen Gott, der sich gegen solche Kommentare nicht wehren kann, wegen peinlicher Unfähigkeit.

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 15:56

Es ist einfach unverschämt, Kritik „in Liebe“ einzufordern. Selbst über unsachliche Kritik darf sich die r.k.K. angesichts ihres ungeheuer scheinheiligen Umgangs mit dem Problem nicht beklagen. Mangels schonungsloser Aufklärung, die eigentlich in der Verantwortung der Staatsanwaltschaften liegt, ist man schließlich auf Vermutungen über die Dunkelziffer angewiesen; und wenn man dann noch den moralischen Anspruch dieser Edelkleriker, die „Salz der Erde, was sage ich, das Fleur de Sel der Erde sein wollen, dann braucht es keinen Teufel, um Abscheu zu empfinden. Als ein „Problem unserer Zeit“ wird es da zu beschönigen versucht, dabei kann man mit Fug und Recht annehmen, dass es zu Zeiten als noch „Hochwürden“ in den Gemeinden herrschten, ein noch viel größeres Problem darstellte. Nur war es damals noch viel viel leichter zu vertuschen. Als ein „Problem der Gesellschaft“ wird versucht, die Schuld zu säkularisieren. Kleines Suchrätsel: welches Wort fehlt hier ? Richtig, das Wort „christlich“, das sonst reflexhaft mit den europäischen Gesellschaften verknüpft wird. Und das war das Schlußwort der Rede, mit der der Stellvertreter Gottes die Konferenz eröffnete:
„Schließlich bitte ich den Heiligen Geist, uns in diesen Tagen zu unterstützen und uns zu helfen, dieses Übel zu einer Chance des Bewusstwerdens und der Reinigung werden zu lassen. Die selige Jungfrau Maria schenke uns Licht, um die schweren Wunden heilen zu können, die der Pädophilieskandal bei den Kleinen wie auch unter den Gläubigen hervorgerufen hat. Danke.”
Wie immer fällt weder ihm noch vielen Gläubigen die naheliegende Frage ein: Was haben denn der Heilige Geist und die Jungfrau Maria die ganze Zeit nur gemacht ? Den Opfern haben sie jedenfalls nicht geholfen !

Holger Wieborg (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 19:01

naja, er meint schon uns atheisten, denke ich.
:)
die opfer haben zumindest eine zeitlang die kirche geliebt und für sie geschwiegen.

Heribert Werkes (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 19:48

Wenn der Satz des Papstes "Aber jene, die die Kirche ein ganzes Leben lang und "ohne Liebe" verdammten, seien "die Freunde, Cousins und Verwandten des Teufels" so richtig wieder gegeben wurde, dann fällt es schwer daran zu glauben, das die Kirche ernsthaft mit den Mißbräuchen umgehen will. Denn gerade die Mißbrauchten werden sich schwer damit tun den Mißbrauchern zu vertrauen oder sie gar zu lieben. Somit ist dieser Satz eine Fortsetzung des Kirchenmißbrauchs auf der psychischen Ebene, indem der Papst den Schmerz, den die Mißbrauchten durch Priester und den Umgang der Kirche damit, erlebt haben und sicher immer noch durchleben als Ausdruck von Freunden, Cousins und Verwandte des Teufels bezeichnet.
Dies entlarvt die Kirchenkonferenz zum Thema Missbrauch als reine PR-Aktion. Dieser Satz zeugt nicht von einer neuen Offenheit und Ernsthaftigkeit, den Opfern der Kirche Gerechtigkeit und den Mißbrauchern Einhalt zu gebieten und einer angemessenen Bestrafung zuzuführen.

Ute O. (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 20:20

Ich vermisse keine Offensive der Kirche. Gerade die Aussage, bei den KRITIKERN handele es sich um Freunde und Verwandte des Teufels, ist doch Ausdruck einer äußerst offensiven Haltung gegenüber denen, welche die unglaublichen kirchlichen Verbrechen anprangern.

Was anderes habt ihr denn ernsthaft erwartet?

Roland Fakler (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 20:20

Wo sind wir eigentlich, wenn man sich in einer Diskussion sagen lassen muss: Wenn du das oder das kritisierst, bist du „ein Freund des Teufels“? Wir sind im Kindergarten ….oder in der katholischen Kirche! Man sieht daran am besten, dass sie nie gelernt haben vernünftig zu denken oder zu argumentieren. Sie hatten es nicht nötig. Ihre Machtstellung erlaubte es ihnen, alle Kritik mit Höllen- und Teufelsdrohungen zu ersticken.

Kindergarten oder Kirche? Die ganzen gruseligen Fantasiegeschichten aus der alten Märchenschwarte sollte die Frage beantworten...

Kay Krause (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 20:22

Offener Brief an Herrn Papst:
Guten Tag, Herr Papst! Das "sehr geehrter" erspare ich mir, da es erstens heute nicht mehr aktuell ist, und ich Sie zweitens nicht so sehr verehre, dass ich dieses extra in meiner Anrede betonen müßte. Zu der Anrede "Lieber Herr Papst!" kann ich mich auch nicht überwinden, da ich nicht der Meinung bin, dass Sie ein lieber - also liebenswerter -Mensch sind. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Ihr "lieber Gott" das auch so sieht. Aber gut: der Aufsichtsrat eines Groß-Konzerns muß für seine Untergebenen kein ausgesprochen "lieber" Mensch sein. Er muß den Konzern zusammen mit seinen Managern erfolgreich führen. Und so ist es Ihre Aufgabe, Herr Papst, den traditionsreichen, 1.700 Jahre alten, mafiös geprägten Konzern "Kirche" am Leben zu erhalten, und erfolgreich weiter zu führen. Wahrlich keine leichte Aufgabe, was ich gerne zugebe! Mit all den Betrügereien, Mauscheleien Vertuschungen von schwersten Straftaten, Lügen und Verdrehungen der Wahrheit,
möchte ich wirklich nicht an Ihrer Stelle sitzen! Mit Ihrem Gewissen möchte ich nicht abends in's Bett gehen müssen, um auf einen ruhigen Schlaf, frei von Albträumenzu hoffen. Soweit das Vorgeplänkel, nicht sehr geehrter Herr Papst, um für das Kommende dieses offenen Briefes ein gewisses Vertrauensverhältnis aufzubauen. Doch nun zum Thema meines offenen Briefes an Sie: Sie elender alter Kleriker, der Sie sich von mir und weltweit anderen Steuerzahlern jährlich mit Milliardenbeträgen die bereits bis zum Überlaufen gefüllten Kassen füllen lassen, Sie Nassauer, Sie Parasit! Sie wagen es, mich als Kritiker Ihrer bigotten Firma, als Freund, als Verwandten des Teufels zu bezeichnen?!
Ungeachtet der Tatsache, dass es weder die eine Ihrer Phantasiegestalten (Gott) noch die andere (Teufel) gibt, sollten Sie nicht Ihre stets offene Hand von dem Zehnten meines mühsam (durch produktive Arbeit!) erworbenen Einkommens schamhaft zurückziehen?
Wie verdorben muß ein Charakter sein, der sich unbesehen der o.g. Tatsachen am geringen Einkommen Von Millionen von Mitläufern bereichert, und dann diesen auch noch seine seine Lebensform aufzwingen will?
Herr Papst, es ist sicher nicht in Ihrer Absicht, Atheisten, Heiden, Kirchengegner wie mich, zu beleidigen. Ihre Absicht ist, dem immer geringer werdenden Rest Ihrer Mitläufer die Schlechtigkeitvon uns Ungläubigen darzustellen, um damit den Wert Ihrer Aktien und damit die Zufriedenheit Ihrer Aktionäre zu erhöhen. Ein durchaus normaler Vorgang in der kapitalistischen Wirtschaft.
Sie bedrohen Menschen wie mich mit dem Teufel! Genau so gut könnten sie mich damit schrecken, dass in Deutschland in Zukunft alle Gewinde links herum funktionieren, oder dass in Pretoria ein Mülltonne wackelt. Einen Teufel gibt es nur in Ihrer und in Ihrer Gleichgesinnten phantastischen Vorstellung. Und ich bin ganz gewiß (ohne es beweisen zu können), ein ganzes Stück Teufel steckt auch in Ihnen!
Ohne besondere Hochachtung,
aber mit freundlichem Gruß!
Kay Kay Krause

Sehr geehrter Herr Krause, mir scheint, Sie verkennen das Wesen des Heiligen Vaters. Ich habe es ja schon lange geahnt, jetzt aber bin ich mir sicher: Franziskus ist der größte lebende Kabarettist. Üblicherweise werden Kabarettisten nicht kritisiert. Sie werden mit Beifall bedacht. Und man lacht über ihre Vorstellungen bis das Zwerchfell weh tut.

Kay Krause (nicht überprüft)

Mo. 25 Feb 2019 - 09:33

Antwort auf von Roland Schütze (nicht überprüft)

Moin Roland Schütze! Ich liebe Kabarett! Aber, ganz ehrlich gesagt: beim Komiker Papst bleibt mir das Lachen im Halse stecken, mich überläuft ein eiskalter Schauer!
Ich kann es auch -trotz genossener Kinderstube - deutlicher sagen: Ich kann gar nicht soviel kotzen, wie mir übel ist beim Betrachten dieses von Ihnen "Kabarett" genannten Theater-Vereins! Übrigens: Kleine Probepäckchen des "Heiligen Stuhls" sind gegen eine geringe Gebühr erhältlich bei unserem Bruder im Glauben Wolfgang Sellinger/ 85072 Eichstätt <Galerie der Kirchenkritik>
Unbegöttert grüßt Kay Krause

Dieter Bauer (nicht überprüft)

Do. 21 Feb 2019 - 23:00

Wenn Kirchenkritiker als Freunde des Teufels benannt werden, ist es an der Zeit, dass ein Kirchenfürst für die Existenz eines solchen Fabelwesens, Teufel genannt, erstmal einen belastbaren/beweisbaren Nachweis erbringt. Kann er das nicht, was höchst wahrscheinlich ist, so möge er seine Lästerzunge tunlichst besser im Zaume halten. Wen wundert es, dass rational Denkende einer solchen Märchen in die Welt setzenden Organisation in Scharen den Rücken zuwendet? Gemessen an den ersten Reaktionen der laufenden Konferenz kann nur von Scheinheiligkeit größten Ausmaßes gesprochen werden.

Marek Nowakowski (nicht überprüft)

Fr. 22 Feb 2019 - 00:28

"Aber jene, die die Kirche ein ganzes Leben lang und "ohne Liebe" verdammten, seien "die Freunde, Cousins und Verwandten des Teufels", sagte das Kirchenoberhaupt laut der britischen Zeitung The Guardian."

Um seine Widersacher zu diskreditieren und a priori als schlecht, unwert und verachtungswert zu erklären, dehumanisiert man sie zuerst, man nimmt ihnen ihre Würde und Wert weg. Es ist eine für Diktaturen und totalitäre Systeme charakteristisch.

Es bleibt nur abzuwarten, wann ein Film "Der ewige Atheist" in Auftrag gegeben wird.

Kathrin Santo… (nicht überprüft)

Fr. 22 Feb 2019 - 01:26

Erstens gibt es keinen Teufel, doch Kriminelle und Scheinheilige dort genug vorzufinden. Hier ist der Vertreter im Vatikan mit seiner Doppelmoral eindeutig führend. Für mich gehört dieser Mann dringend in psychologische Behandlung. Nicht kritikfähig, jede Mege irreale Vorstellungen, Verfolgungswahn. Hinzu würde ich ihm auch noch einen Schnellkurs in Ethik und Strafrecht hinzubuchen. Nach meinem Verständnis sind sexueller Missbrauch, Vergewaltigung von Minderjährigen etc Straftaten und die Vertuschung dieser eine Mittäterschaft.
Eine Kritik gegenüber Unmoral und Verstoss gegen geltendes Recht zu äußern, ist für mich jedoch keine verwerfliche Aktion. Der Papst hat ein merkwürdiges Rechts und Unrechtsbewusstsein. Wenn man bei ihm überhaupt von einem Gewissen reden kann. Ebenso sein Umgang mit den Finanzen. Man denke an den Limburger Bischof und dessen " Karriere". Von Ethik, Moral und Anstand ist in diesem religiösen Unternehmen nichts zu finden. Er verhöhnt Opfer, schützt Täter.

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Fr. 22 Feb 2019 - 11:09

Antwort auf von Kathrin Santo… (nicht überprüft)

Ich verweise auf den Pfaffenspiegel, das Handbuch des Inquisitors, Von der Verwüstung westindischer Länder, den Hexenhammer, Cautio Criminalis, Die Hexe von Wolfgang Lohmeyer. Dazu Hexenwahn, Gotteswahn, Jesuswahn . Stellen Sie einem Theologen eine einzige kritische Frage und Sie werden von der gepredigten Liebe des Christentum die Wahrheit des Glaubens erfahren. Wenn Sie noch mehr Erfahrungen sammeln möchten, empfehle ich die Bibel mit allen Lügen, Unwahrheiten und unmenschlichen Drohungen. Tretet aus, tretet aus, tretet aus. Kurt Tucholsky

Rüdiger Pagel (nicht überprüft)

Fr. 22 Feb 2019 - 09:31

Fragt sich nur ? Wer ist hier der Teufel ?

Allein diese Aussage des obersten Missbrauchs-Hüters sagt doch alles.

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Fr. 22 Feb 2019 - 13:55

Des Papstes liebster Freund ist doch der Teufel: alles unliebsame kann er auf ihn abkippen und schon herrscht wieder Schein-Heilig-keit. Schizophrenie in vatikanischer Vollendung.

Eckhardt Fritsche (nicht überprüft)

Fr. 22 Feb 2019 - 15:37

Wie naiv müssen Menschen sein, die (immer noch) zu diesem Gott beten und ihn verherrlichen, der dies zulässt.

Falsch! Ein gott kann gar nichts zulassen, der nicht existiert. Ich habe gott absichtlich klein geschrieben, denn so groß ist der gar nicht, gelle?

vjtuwin (nicht überprüft)

Sa. 23 Feb 2019 - 22:17

Ich freue mich ueber die Unterstuetzung durch die Geisterwelt.

Resnikschek Karin (nicht überprüft)

So. 24 Feb 2019 - 08:59

Juhu, wieder ein Eigentor des Katholizismus! Es geht voran! Kirchenkritiker sind das Salz in der Suppe und hoffentlich werden es mehr. Kritik ist unabdinglich für die Demokratie. Wer sie nicht verträgt, ist kein Demokrat. Auch wenn er das stets von sich behauptet. Zu hoffen ist, dass die Amtskirchen an den eigenen Widersprüchen scheitern, je länger je mehr. Aber gleichzeitig müssen wir Alternativen aufbauen: säkularen Humanismus in der klerikalisierten BRD! Karin Resnikschek, Tübingen

Moin, Karin R.! genau das hat ja nun erstmal wieder erfolgreich das Schleswig-Holsteinische Landesparlament verhindert (siehe hpd-Bericht)!

Resnikschek Karin (nicht überprüft)

So. 24 Feb 2019 - 09:36

Wer anständige Menschen verteufelt ist kein Humanist - und das wär der Papst doch so gern!? Karin Resnikschek, Tübingen

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

So. 24 Feb 2019 - 14:52

Wo steht die größte Kloake?
Im Vatikan! Kindesmissbrauch sind heidnische Rituale und der Teufel war mit im Spiel!
Ich warte auf eine Tsunami des Austritts. Wer jetzt immer noch nicht die Praktiken des Papstes und seinem knienden Mitläufern erkannt hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Uli (nicht überprüft)

So. 24 Feb 2019 - 23:53

Noch nicht einmal die niedersten Tiere penetrieren wehrlose Kinder wie Religionsfaschisten der kath. Christen und Musels. Und die meisten Kommentatoren hier und die Damen und Herren "Ethiker", die die Politik in unserem Land zum größten Teil mitbestimmen, finden das wahrscheinlich sogar gut bzw. tolerieren dieses menschenvarachtende Tun derer, die die Würde und Unversehrtheit der Kinder eigentlich schützen sollten. Wann stellt man diese Kreaturen endlich vor Gericht und bestraft diese macht- und sexgeilen mit aller Härte, die möglich ist (Idee dazu: sie in den Knast stecken und den Gefangenen mitteilen, dass sie Kinderschänder sind; dann spüren sie auch mal, was Gewalt ist.....).

Uwe Wiedemeyer (nicht überprüft)

Di. 26 Feb 2019 - 23:50

Papst Franziskus trifft doch eine Unterscheidung zwischen Kritikern und Kritikern. Diejenigen, die die Kirche und die gesamte Religion insgesamt verteufeln, bringt er mit demselben in Zusammenhang. Die Total-Rundum-und-Pauschal-Kritiker. Vielleicht hätte er das an dieser Stelle lassen und eine andere Umschreibung wählen sollen. Andererseits ist msbräuchliches Verhalten innerhalb von Religion und Kirche ja wirklich so schlimm, daß Gut und Böse dabei vertauscht werden.

Ich habe auch einige Erfahrungen radikalen Klerizismus und erzieherischer Machtdemonstrationen hinter mir.

Diese vor allem außerhalb meiner eigenen Familie und Verwandtschaft erlebten Erfahrungen sind nich nicht abschließend berichtet und von den Kommissionen einschließlich außerkirchlicher Kriminaldienste verwertet und entdeckt worden. Zur Zeit beschäftigt man sich damit, zu verhindern, daß meine darüber gemachten Aussagen und Berichte eine klare personelle Zuordnung erhalten.

Auf düse Weuse hält sich ‚der Feind‘ die Geister, die er selbst entsandte, vom seinem eigenen Leib und Leben auf Distanz, um nicht überführt zu werden.

Er wird aber überführt werden !

#preussische #Konkordanz #Ordensleitung #Johanniter und #Malteser

#Potsdam

Resnikschek Karin (nicht überprüft)

Do. 7 Mär 2019 - 11:08

Daniela Wakonigg: bitte das ifw einschalten Mit dem Teufel ist nicht zu spaßen! Rechtsmittel einlegen: gegen Diskriminierung). Uns kommt man mit § 166 u.a. Der Papst ist beleidigt, wenn wir das Menschenrecht auf Freiheit von Religion einfordern. Auf Joh.8.44 gehen die Judenprogrome zurück (Teufel zum Vater). Auch wenn wir nicht an den Teufel glauben: solche Worte haben Wirkung bei vielen Christen. Sie verunsichern sie zumindest. Gruß Karin Resnikschek, Tübingen
Sorry, diesmal habe ich mehrere Kommentare verfaßt, den wichtigsten am Schluß!

Daniela Wakonigg

Die Autorin ist studierte Philosophin, Theologin und Germanistin. Sie lebt in Münster (Westf.) und arbeitet als freie Autorin und Journalistin für Hörfunk- und Print-Medien. Sie ist u. a. Redakteurin der Zeitschrift MIZ und war von 2016 bis Anfang 2024 stellvertretende Chefredakteurin des hpd.

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