Wie Gott Rechtgläubige schon auf der Erde belohnen soll

"Jesus heilt alle deine Leiden"

Viele Freikirchen sind überzeugt, dass Gott die Gläubigen beschützt und von Krankheiten befreit. Oder dass er sie schon zu Lebzeiten mit Wohlstand segnet.

Zentrale Fragen der christlichen Religion und Theologie lauten: Wie müssen wir uns das Wesen und die Funktionen von Gott vorstellen? Was sind seine Absichten, wie sollen wir sein Wirken interpretieren?

Die Bibel gibt zwar klare Antworten, doch diese wirken in manchen Belangen nicht sehr plausibel. So lässt etwa die Theodizee Zweifel an der Wahrhaftigkeit Gottes aufkommen. Dabei geht es um die nüchterne Erkenntnis, dass der angeblich barmherzige Vater im Himmel die Erde für viele Menschen zur Hölle verkommen lässt. Leid und Elend passen schlecht zum Bild des gütigen Gottes.

Seit dem Holocaust ist Gott für viele Menschen gestorben. Sie argumentieren: Wie konnte Gott es zulassen, dass im Dritten Reich ein Großteil seines auserwählten Volkes gequält und bestialisch ermordet wurde?

Ein weiterer Streitpunkt betrifft die Frage, ob Gott Einfluss auf den Weltenlauf nimmt, sich den Gläubigen manifestiert und sie schon im irdischen Leben begleitet oder beschützt. Zu diesem Aspekt sind die biblischen Aussagen großmehrheitlich eindeutig.

So wird die Gnade Gottes den Christen angeblich schon zu Lebzeiten zuteil. Auch der Heilige Geist und Jesus sind laut Bibel aktiv und wirken in der Welt. Wie sich Strenggläubige dieses Wirken vorstellen, zeigt sich vor allem bei freikirchlichen Denominationen ausgeprägt.

Für viele besteht kein Zweifel, dass Jesus und Gott permanent an ihrer Seite weilen und sie durch den Alltag begleiten. Und dass sie ihnen besonders in schweren Zeiten zur Seite stehen.

Joyce Meyer, die erfolgreiche amerikanische Predigerin und Autorin christlicher Bücher, machte beispielsweise folgende "sehr wichtige Erkenntnis": "Jesus heilt alle deine Leiden – an Geist, Seele und Körper. Gott kann deine körperlichen Schmerzen und deine Krankheiten heilen. Es gibt nichts, das er nicht tun kann, und niemanden, den er nicht heilen will!"

Konkrete Erfahrungen lassen erhebliche Zweifel an diesen "Erkenntnissen" aufkommen. Man darf getrost die Aussage wagen, dass wohl ähnlich viele Gläubige an Krebs oder einem Unfall sterben wie Ungläubige.

Der Glaube an Heilungen durch Jesus ist weit verbreitet

Ich kenne das Beispiel des Sohnes eines bekannten Predigers, der in jungen Jahren an einem Tumor gestorben ist. Unzählige Pastoren und Gläubige hatten für ihn gebetet. Vergeblich.

Es ist nicht etwa eine Minderheit von freikirchlich Gläubigen, die an konkrete Heilungen durch Jesus oder Gott glauben, sondern die große Mehrheit. Joyce Meyer zum Beispiel elektrisiert Millionen mit ihrem Glauben an Wunderheilungen. Sie hat von ihren 125 Büchern, die laut eigener Aussage in 150 Sprachen übersetzt wurden, 37 Millionen Exemplare verkauft.

Ihre christliche Organisation beschäftigt weltweit 600 Angestellte. Sie behauptet, von Gott beauftragt worden zu sein, den Nöten dieser Welt zu begegnen.

Segnet Gott die Gläubigen mit irdischem Wohlstand?

Auch die Anhänger des Wohlstandsevangeliums sind überzeugt, dass Gott direkt in die Welt und in ihr Leben wirkt. Und dies in einem sehr weltlichen Sinn. Sie behaupten, Gott belohne die Rechtgläubigen mit irdischem Wohlstand.

Auf der Plattform jesus.ch wird das Wohlstandsevangelium so erklärt: "Die Vorstellung, dass wir als Königskinder Anrecht auf Wohlstand haben, ist inzwischen weit verbreitet. Einige vertreten sogar die Ansicht, dass Gottes Königskinder erste Klasse fliegen und ein teures Auto fahren sollten."

Der Autor distanziert sich von dieser Interpretation und schreibt: "Es ist eine Ehre, für Jesus zu leiden." Auch diese Glaubensvariante ist problematisch: Wer zum Beispiel zu wenig Geld hat, um seine Kinder zu ernähren, hat wenigstens die Befriedigung, für Jesus zu leiden.

Leiden für Jesus

Und die unschuldigen hungernden Kinder sind gezwungen, das Leiden mit den Eltern zu teilen. Es ist schwierig, hinter solchen religiösen Dogmen einen Sinn zu finden.

Keine Abstriche beim Wohlstandsevangelium macht die weltweit operierende freikirchliche Bewegung gracelife.org. Sie würdigt die Freude Gottes am Belohnen der Gläubigen. "Sollten wir Gott das Vergnügen verweigern?", fragt ein Vertreter auf der Homepage.

Es sei ein normales und löbliches menschliches Bedürfnis, gutes Verhalten unserer Kinder zu würdigen oder zu belohnen, heißt es weiter. Schließlich stellt er die Frage: "Sollten wir von unserem himmlischen Vater weniger erwarten?" Dabei verweist der Autor auf Matthäus 6:6, 18; 25:21.

Sowohl die Verfechter als auch die Kritiker des Wohlstandsevangeliums berufen sich auf die Bibel. In diesem Buch finden sich befürwortende wie ablehnende Zitate. Deshalb wäre man gut beraten bei der Frage, ob Gott direkt auf das irdische Leben einwirkt, die Bibel auf die Seite zu legen. Und den eigenen Beobachtungen und Erfahrungen zu vertrauen.

Übernahme mit freundlicher Genehmigung von watson.ch.

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Kommentare (102)

Evil Ernie (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 11:22

Die Theodizee, die offensichtliche Sackgasse des Glaubens.
"... Es gibt nichts, das er nicht tun kann, und niemanden, den er nicht heilen will!""
"Er" könnte z.B. verhindern, dass seine Schäflein überhaupt erkranken, bevor er sie wieder "heilt". Aber das wäre natürlich viel zu einfach. ;)

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 13:46

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Ganz recht. Wird oft auch von Kritikern dieser Heilslehren übersehen ! Oder wie ein Kommentator kurz und treffend bemerkt: Warum sollte er heilen/lindern was er selbst krank/kaputt gemacht hat ?

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 11:32

Solange es noch Menschen gibt die an derartige Versprechen glauben und die nicht in der Lage sind die Realitäten auf der Erde zu erkennen, solange werden wir Humanisten uns
als Aufklärer betätigen müssen.

Alles was geschieht, geschieht ob mit Glaube an einen Gott oder nicht Glaube, darauf haben wir keinen Einfluß.

Es ist einzig die Natur, welche bestimmt was geschieht, siehe z.B. das Erdbeben in der Türkei, da hilft kein Beten und flehen, es geschieht einfach aus Geologischen Gründen.

Die Menschheit muss sich endlich darüber klar werden, dass Sie auf einen kleinen blauen Planeten, irgendwo im Kosmos lebt und dessen Naturgesetzen unterworfen ist.

Das ausdenken irgendeiner Göttlichen Macht bewirkt absolut nichts, es kommt wie es kommt, alles andere ist Realitätsverleugnung, im Gegenteil, es macht alles nur noch
unnötig Kompliziert und sorgt dafür, dass sich die Menschen gegenseitig bekämpfen,
anstatt zusammen zu halten und das Leben auf der Erde für alle erträglich zu gestalten.

wolfgang (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 12:03

Bei jeder Katastrophe die gleiche Leier: "Lasset uns beten!" Für wen? Warum noch? Nur weil einer irgendwo im Nirgendwo aus lauter Lust und Freude mal wieder die Menschen
"vermöbelt" hat und egal ob Jude, Moslem, Christ oder Atheist? Sollte es so ein Scheusal tatsächlich geben, dann Gute Nacht! Aber wir haben das Glück dank unseres "heiligen Geistes" selbst zu entscheiden, ob ich bete oder nicht. Bekannt ist mir nur bis heute, kein Gebet hat bislang geholfen und bei Arm ab bist du halt arm dran.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 15:41

Antwort auf von wolfgang (nicht überprüft)

Beten ist nichts anderes als innbrünstiger Wunschgedanke in Zusammenarbeit mit dem Ignorieren der bösen Realität.

Dazu mein Buchtip: von Hamed Abdel Samad sein Buch < ISLAM >

Werner Runde (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 12:33

Warum sollte Gott Krankheiten heilen, die er selbst erschaffen hat?

Anderherum: Warum schafft Gott den Krankheiten? Etwa, damit er was zu heilen hat?
Das wäre dann wie der Feuerwehrmann, der Brände legt damit er was zu löschen hat.

Klaus Bernd (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 13:40

"Es ist schwierig, hinter solchen religiösen Dogmen einen Sinn zu finden."
So schwierig ist das doch gar nicht. Ganz leicht findet man den UN-Sinn.

Roland Weber (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 17:35

Am deprimierendsten und absurdesten, und aus meiner Sicht am verlogensten sind doch die ökumenischen Trauergottesdienste nachdem aufgrund von Katastrophen zahlreiche Menschen umgekommen sind! Ob die Opfer sich auch gerne in der Rolle als kirchliche Trauerobjekte sehen, wage ich denn doch zu bezweifeln, gerade wegen ihres Glaubens. Gewiss waren auch die letzten Gebete nachweislich „umsonst!

Die ersten Aufklärer begannen doch nachdenklich zu werden, als ein Tsunami in Lissabon ausgerechnet zu Allerheiligen in einer Kirche hunderte Toten forderte. Seitdem hat das Denken offensichtlich keine Fortschritte gemacht.

Aber wem beten in seiner Weltsicht hilft, bitte – im stillen Kämmerlein mag jeder tun, was ihm gefällt. Nicht die persönliche Trauer ist das Problem, sondern die kirchliche Vereinnahmung, gerade so, als könne ausgerechnet sie noch etwas zum Besseren richten.

wolfgang (nicht überprüft)

Fr. 10 Feb 2023 - 12:24

Antwort auf von Roland Weber (nicht überprüft)

Immer wieder die gleiche Leier, nach Katastrophen, "Lasset uns beten!" Genauso sinnlos,
wenn die Menschen auf den Balkonen stehen und für das Pflegepersonal klatschen. Sie haben eine Klatsche, das ist wahr!

A.S. (nicht überprüft)

Di. 14 Feb 2023 - 18:37

Antwort auf von Roland Weber (nicht überprüft)

Es geht um die Wahrnehmungssteuerung: Von den zigtausend Erdbebentoten wird abgelenkt, die Aufmerksamkeit auf die "Wunderrettungen" hingelenkt. Das ist der selbe Trick, mit dem Eltern ein kleines Kind trösten, das sich weh getan hat: "Schau mal da, der Vogel, ist der nicht schön?"

Mit den Dankgottesdiensten für die Geretteten (die in der Regel nur dank mutiger und engagierter menschlicher Helfer gerettet wurden) wird von den Gottesermordeten abgelenkt.

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 9 Feb 2023 - 18:00

So einfach und platt wie hier dargestellt ist es mit der Leidensfrage nicht.
Dazu muss man zunächst bedenken, dass Gott die Menschen in das Leid dieser Welt dahingegeben hat, nicht in einen Rosengarten. Andere Erwartungen sind nicht im Einklang mit der Bibel.

Das drückt sich auch in der Vater-Unser-Bitte „Dein Wille geschehe“ aus. Sie bedeutet das wir anerkennen, dass nicht immer alles nach unseren Wünschen und Vorstellungen laufen muss.

Auf Grund welcher Annahmen "muss man zunächst bedenken..."?
Nein, "muss" man tatsächlich überhaupt nicht.
Und welcher allmächtige, gütige Vater übergibt seine geliebten Kinder in eine solch grausame Welt. Btw: die Bibel ist ist mit sich selbst nicht im Einklang.
Selbstverständlich läuft nicht alles nach unseren Wünschen und Vorstellungen, es gibt Krankheiten, Naturgewalten, "falsche" Zufälle und Feinde in der eigenen Spezies. Da kann man wohl nur sagen, danke "Vater" - für nichts!

Ja, wenn man das nicht bedenken will, d.h. die Bibel nicht richtig verstehen will, dann sind ihre Schlüsse vielleicht richtig.
Frei nach Pippi Langstrumpf "Ich mach' mir die Welt wie sie mir gefällt". - Punkt.

Und sie glauben offensichtlich ohne nachzudenken alles was andere Menschen so von sich geben.
Haben sie schon mal was vom Gebot der Nächstenliebe gehört? Wenn ja, wie passt das dann zusammen?

Evil Ernie (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 14:33

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Ja, wie passt die Nächstenliebe zu Ihrem zornigen Gott (s.u.).
Und wie passt "Gottes Liebe" zu all dem Leid und Elend, vor dem er uns nicht bewahrt?

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 21:34

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Da verwechseln sie wieder etwas. Der Zorn Gottes betrifft Gott und die Nächstenliebe ist ein Gebot an die Menschen.
Und zu "Gottes Liebe" die uns nicht von Leid und Elend bewahrt: Ich sagte doch schon, dass Gott uns dahingegeben hat in eine Welt, in der wir spätestens im Tod erkennen, dass sie nicht das Paradies ist. Woher haben sie das, dass uns Gott vor Leid und Elend bewahrt?
Ich kenne das nicht, im Gegenteil: Jesus hat auch da Klartext gesprochen "Wer mir nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf sich...". Da ist nix von Bewahrung.

Lieber Herr Edler, "Gott" ist ein Märchen, dass uns die Priester aufbinden. Der Gott der Bibel ist, wie die Götter der Ilias, nur ein erzählerisches Hilfmittel, welches von wichtigtuerischen Priestern gezielt missverstanden wird.
"Gott" estistiert wie schon Millionen früherer Götter nur in unserer Fantasie.

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich an den Gott der Bibel glaube aber nicht an Priester?
Und dieser Gott ist lebendig, auch heute.

Lebendig? Dafür hört und sieht man herzlich wenig von ihm, wie von tausenden anderen Göttern übrigens auch nicht. Früher hat er noch ganze Städte verwüstet oder wenigstens ein paar Neu-, Erstgeborene massakriert. Wirkliche Wunder gibt´s in diesen aufgeklärten Zeiten auch nicht mehr wirklich. Da war in Ihren alten Geschichten schon mehr los.

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 16 Feb 2023 - 13:32

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Für sie ist er (noch) nicht lebendig. Für mich schon.
Und wenn ich mich so umsehe ist eigentlich genug los.

Meiner Ansicht nach glauben Sie Priestern, die Ihnen von Gott erzählen. Nicht unbedingt den heute lebenden Preistern, sondern jenen antiken Priestern, die die Bibel geschrieben haben.

Wer "heiligen Büchern" glaubt, glaubt deren Verfassern und das waren bei näherem Hinschauen immer Menschen.

Das ist ihre Ansicht, meine ist eine andere.
Ich glaube Jesus Christus, wie er sich in der Bibel offenbart und bin dankbar für kundige bibeltreue Pastoren, die manche schwere verständlichen Abschnitte schlüssig auslegen können.

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 16 Feb 2023 - 13:33

Antwort auf von Paul München (nicht überprüft)

Weil ich ihn als lebendig erlebe.
Sorry, das kann ich ihnen so nicht vermitteln. Das müssen sie mir glauben.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Do. 16 Feb 2023 - 17:50

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Da haben wir es wieder, wir MÜSSEN Glauben, Glauben ist noch immer das Gegenteil von Wissen und wird auch NIE mehr als Glauben sein, eine niemals verifizierbare
Behauptung.

wolfgang (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 16:13

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Das Christentum beruth auf verschiedenen Geboten- das Gebot der Nächstenliebe, der Feindesliebe, dem Gebot nicht zu stehlen, nicht zu töten und auf der Klugheit, keines dieser
Gebote zu halten. Karlheinz Deschner

Ich setze noch hinzu "Wir können ja beichten!"

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Di. 14 Feb 2023 - 11:34

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Wie passt diese Nächstenliebe mit dem Zorn Gottes zusammen???
Die Bibel ist von Menschen geschrieben, genau so wie auch der Koran und die Tora, allein diese Tatsachen sollten doch zu Denken geben.
Alle jemals "existierende" Götter, und das sind tausende, haben sich Menschen ausgedacht
und sind auch wieder in der Versenkung verschwunden, genau so wird es in den nächsten
Jahrtausenden Jahren auch den momentan geglaubten Göttern gehen.
Dies zeigt uns die Geschichte der Menschheit eindeutig, Götter sind ein vorübergehendes Phänomen.
Erst wenn die Menschheit frei von Göttern ist, ist Sie erwachsen und wirklich frei.

Es wird sie nicht überraschen, diese Sicht teile ich nicht. Daher zum Abschluss nochmal meine Sicht:
Die Bibel wurde von mehr als 40 verschiedenen menschlichen Autoren unter Anleitung des Heiligen Geistes über einen Zeitraum von ca. 1500 Jahren geschrieben.
Der Inhalt der Bibel befasst sich mit vielen gegensätzlichen Themen. Trotzdem ist die Bibel eine Einheit. Von Anfang bis Ende entfaltet sich die Geschichte von Gottes Plan zur Errettung der Menschheit.
Sie ist kein vorübergehendes Phänomen. Gottes Wort ist ewig. Ich vergleiche den Glauben an Jesus Christus nicht mit anderen Religionen. Er ist damit nicht vergleichbar.

"Ich vergleiche den Glauben an Jesus Christus nicht mit anderen Religionen. Er ist damit nicht vergleichbar." - Warum nicht?

Warum wurde die Bibel genau da "vom Heiligen Geist eingeflüstert"? Und warum nicht schon vorher?

Zur Besonderheit des Glaubens an Jesus Christus:
Ist ihnen noch nicht aufgefallen, dass in allen anderen Religionen die Menschen etwas tun müssen (Askese, Opfer, irgendwelche andere Übungen etc...) um vermeintlich mit Gott in Berührung zu kommen.
Beim Gott der Bibel ist es grundsätzlich anders: Die Menschen müssen nichts tun um mit Gott in Berührung zu kommen. Gott selbst hat bereits alles getan. Er ist selbst als Jesus in unsere Welt gekommen. Wir müssen ihn nur annehmen und an ihn glauben.

Es gibt 3 Glaubensrichtungen; Glaube an einen Gott, Glaube an einen Jesus und den Glauben an der Heiligen Geist. Entscheiden Sie sich! Man kann nur einem Herrn dienen. Carlo Goldoni.

Glauben heißt, nicht wissen wollen, was wahr ist.

Friedrich Nietzsche

"... unter Anleitung des Heiligen Geistes..." Jetzt musste ich tatsächlich herzlich lachen.
Selbst meine christlichen Freunde und Bekannte sind hier weiter und akzeptieren dieses alte Buch als das was es ist, eine Geschichtensammlung von Hirtenvölkern aus dem nahen Osten in der Bronzezeit mit eben dem beschränkten und eingeschränkten Weltbild, das zu dieser Zeit vorherrschte. Man muss sich das mal überlegen, der allmächtige, allwissende "Gott" braucht einen Plan zu Errettung der Menschheit, statt dass er sie einfach errettet und vor all dem Leid und Elend befreit. Wie sehr muss man sich verbiegen um hier einen Sinn zu erkennen?
Sie sind so in ihrem Korsett und einfältigen Glauben gefangen, dass Sie die einfachsten Vergleiche, Hinweise und Fakten nicht checken oder anerkennen.
Da kann man wirklich nur sagen: Frei nach Pippi Langstrumpf "Ich mach' mir die Welt wie sie mir gefällt". - Punkt.
Btw: selbstverständlich sind Religionen vergleichbar, ausserdem gab es Religionen, die viel älter wurden, als das Christentum und doch verschwanden. So wie tausende Religionen davor und ziemlich sicher auch noch danach. Amen.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 19:06

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Ich bezweifle ob ihre christlichen Freunde und Bekannte hier wirklich weiter sind. Wenn sie auch ein so tiefes Verständnis für die Rettung durch Jesus haben wie sie, dann wundert es mich jedefalls nicht.
Ich muss mich übrigens nicht verbiegen um den Sinn zu erkennen. Ich denke hier vielleicht etwas weiter.
Und über die Zukunft des Glaubens an Jesus Christus (ich sage hier bewusst nicht Religion) mach ich mir keine Sorgen.

40 Autoren? 1500 Jahre? Rettung der Menschheit? Heiliger Geist? Haben Sie mit ihm gesprochen? [Persönlich beleidigende Elemente wurden von der Redaktion entfernt]

Evil Ernie (nicht überprüft)

Do. 16 Feb 2023 - 13:45

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Wohl eher "alternative Fakten". Wären diese Fakten existent, wären sie für alle sehr einfach verständlich, weil offen und nachvollziehbar. Aber so machen Sie sich mal sieder die Welt, wie sie Ihnen gefällt. Da bleiben Fakten auch gerne mal auf der Strecke, oder alte Geschichten müssen neu interpretiert werden, weil diese nicht mehr zur Realität und den Fakten der Gegenwart passen.

Da muss ich sie leider enttäuschen, genau das selbe steht auch im Koran, auch dieser ist in ca. 1500 Jahren geschrieben worden und enthält ähnliche widersprüchliche Anweisungen.
Lesen sie doch bitte auch mal was anderes als die Bibel, z.B. das Buch ISLAM von einem kompetenten muslimischen Autoren, der den Irrsinn in dessen Buch der Bücher aufdeckt und
beweist, wie viel davon einfach übernommen wurde von der Bibel. Der Koran ist das selbe Blendwerk zur Unterdrückung der Menschen, wie es die Bibel ist.
Jeder logisch denkende Mensch kann die Lügenmärchen darin erkennen, es sei er ist, wie vermutlich sie, tiefen-indoktriniert und nicht mehr in der Lage logisch zu denken.
Versuchen sie es doch einfach einmal, ohne Vorurteil und ganz entspannt.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 19:22

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Über den Koran brauchen sie mich nicht aufzuklären. Den lese ich nicht, dazu habe nicht das geringste Bedürfnis.
Ich lese die Bibel und höre mir dazu gut fundierte Predigten an, alles ganz entspannt. Mit Blick auf mein Leben bin ich dann immer wieder von der Wahrheit der Bibel überzeugt.

Und solche -Entschuldigung- verbohrten Leute haben in früheren Jahrhunderten leider die Macht besessen, alle anderen mit ihnen in einem Dorf oder Stadt Lebenden zu zwingen, so zu tun, als ob sie diesen ganzen Unsinn glauben würden, mussten sonntags in den Gottesdienst, die damals viel strengeren Fastenregeln einhalten (wie heute noch in manchen islamischen Ländern), das regelmäßige Beichten nachweisen durch vom Priester ausgehändigte "Beichtbildchen".

Und Kinder werden heutzutage oft immer noch mit dem Unsinn schikaniert! Eine Kandidatin zur Pfarrgemeinderatswahl brüstete sich in der "Bewerbung" damit, dass sie ihre 2- und 3-jährigen Kinder bereits jeden Sonntag mit in die Kirche nimmt.

Und noch eins dazu, wieso muss Gott die Menschheit retten, wenn er diese doch selbst geschaffen hat ?? hat er dabei einen gravierenden Fehler gemacht? wenn ja, dann ist er nicht vollkommen, oder ein sadistischer Gott, der sich ein Spielzeug schafft um es dann zu verdammen. Was für ein sinnloser Unfug.
Und warum hat er die Erde erschaffen, obwohl es auf dieser dann Erdbeben gibt welche
zigtausende von Unschuldigen Menschen tötet.
Dies ist für mich ein Beweis dafür, dass es keinen Gott gibt, sondern NUR die Natur mit ihren Gesetzen.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 19:29

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Zur Situation der Rettung der Menschen müssen sie eigentlich nur den Beginn der Bibel mit dem Sündenfall lesen und verstehen. Wenn sie dann unsere Welt sehen mit all den Problemen müsste es eigentlich klar werden, dass tatsächlich nicht alles Bestens ist.
Ohne dies Rettung durch Jesus wartet auf uns nur der ewige Tod. Wenn sie damit zufrieden sind, dann ist für sie ja alles gut.

Eine andere Frage: Woher kommt die Natur mit ihren Gesetzen?

Auch Sie wahren zig Milliarden von Jahren tot, vor ihrer Zeugung, da sind auch Sie aus dem Mikrokosmos entstanden, wie das funktioniert muss ich Ihnen nicht weiter erklären, und dann durch Nahrungszufuhr langsam zu dem Menschengeworden, der Sie jetzt sind.

Nach Ihrem Ableben auf der Erde, werden Ihre Bestandteile wieder in den Mikrokosmos der Atome zerlegt werden und vermutlich ernährt sich daraus auch einmal wieder ein Lebewesen,
ein Tier, z.B.ein Wurm, eine Kakerlake, eine Fliege, eben etwas was sich von Mikroteilen ernährt, eine Pflanze, was auch immer, dies hat dann leider kein Gehirn wie ein Mensch und das ist gut so, das kann dann schon nicht indoktriniert werden.
Diese Kleintiere werden dann von größeren Tieren oder Menschen gefressen, so schließt sich der Kreislauf der Atomaren Teilchen wieder.

Aber ein ewiges Leben gibt es zum Glück nicht, ich kann mir nichts Langweiligeres als das
vorstellen.

Glauben Sie weiterhin an ein ewiges Leben für Sie, Sie können nicht enttäuscht werden, da
Sie nach ihrem Tod genau da wieder sind wo Sie hergekommen sind, nämlich, im Mikrokosmos und von ihrem irdischen Leben wissen Sie nichts mehr.
Das ganze nennt man den ewigen Kreislauf des Lebens und der besteht im gesamten Universum, auch unser Planet wird eines Tages nicht mehr existieren, da ihn unser Lebensspender, die Sonne auch wieder einmal vernichten wird.

So und nicht anders funktioniert das Leben, dass Sie sich nicht damit zufriedengeben können ist m.E. Ihrer ängstlichen Natur zuzuschreiben.
Was mich betrifft, so finde ich das genau so wie es ist in Ordnung, denn anders währe Leben nicht möglich.

Auf Ihre Frage, woher kommen die Naturgesetze, kann ich nur antworten, Das wissen weder Sie noch ich oder sonst jemand, es ist wie es ist und auch keine Religion der Welt kann dies schlüssig beantworten.
Ich weiss nur, dass auf Grund von unterschiedlichen Religionen im laufe der Geschichte
der Menschheit, Milliarden von Menschen ihr Leben lassen mussten für einen erfundenen Gott und das ist noch lange nicht beendet.

Gottes Wort ist ewig? Lateinisch?. hebräisch? Sächsisch? Die Kirche ist schon längst mit ihrem Latein am Ende, hebräisch versteht kaum einer und sächsisch klingt nicht nach einer
Gottessprache.
Wenn ich ein Leiden habe, gehe ich zum Arzt. Oder ist es authentisch nachgewiesen, das z.B einer mit einer Blinddarmentzündung in einer Kirche gerettet wurde???

Erst schmeißt uns "Gott" aus dem Paradies und dann macht er einen Plan zur Errettung der
Menschheit, was für ein perfides Spiel ist das denn?
Sie machen keinen Vergleich zu anderen Religionen, da ja Ihre Religion die einzig richtige
und wahre ist, das behaupten alle Religionen, besonders der Islam, dabei liegt ihr alle falsch,
jede Religion ist Nur eine Erfindung zur Unterdrückung der jeweiligen Anhängerschaft und
keine davon wird sich auf Dauer gegen die Vernunft behaupten können.
Es sei denn diese schaffen es, die Religionen gegeneinander zu hetzen und sich dabei gegenseitig auszurotten.
Das währe dann ein Pyrrhussieg.

Ja, so ist es ich kann es nicht ändern, und ihre Kritik ist ja auch nicht so neu. Deshalb glaube ich nicht, dass sich hier je was ändern wird.
Ich habe zufällig heute im letzten Kapitel der Apostelgeschichte gelesen. Da steht: Geh hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren werdet ihr’s hören und nicht verstehen; und mit Augen werdet ihr’s sehen und nicht erkennen.
Das passt irgendwie zu unserer Diskussion. Ihre Kritik und Unverständnis regt mich daher nicht sonderlich auf.

Woher nehmen Sie die Aussage, alle "mehr als 40 verschiedenen menschlichen Autoren" hätten "unter Anleitung des Heiligen Geistes" geschrieben? Wer sagt das? Wo ist das BEZEUGT?

Ersetze "konditioniert" durch "indoktriniert".

Herr Edler, das ist immer derselbe Zirkelschluss: "in der Bibel steht es geschrieben, also ist es wahr, und warum ist es wahr, weil es in der Bibel steht"

Andere Religionen haben andere heilige Bücher und sind überzeugt, dass deren Inhalt "wahr" und "stimmig" ist. Wo ist bitte der Beweis, WELCHES heilige Buch wahr ist?

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 16:15

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Also lassen wir das, wenn ihnen nichts Besseres dazu einfällt.
Meinen Hinweis auf das Gebot der Nächstenliebe haben sie anscheinend nicht verstanden.

Evil Ernie (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 12:26

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Wie gesagt, die Bibel versteht sich selbst nicht richtig, wurde über Jahrhunderte ständig anders interpretiert und kostete deshalb unzählige Opfer. Und Sie denken wirklich Sie verstehen die Bibel richtig? Da kann man wirklich nur sagen: Frei nach Pippi Langstrumpf "Ich mach' mir die Welt wie sie mir gefällt". - Punkt.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 16:20

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Lieber "Evil", ich belaste mich nicht mit der Vergangenheit, so wie sie sich wahrscheinlich nicht mit den Gräueltaten der Nazis belasten.
Zu meinen Verständnis der Bibel: Ich verstehe nicht alles, aber das Wichtigste habe ich bereits verstanden und ich erkenne täglich mehr, weil ich mich damit beschäftige.

Evil Ernie (nicht überprüft)

Di. 14 Feb 2023 - 09:10

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Sie sollten sich nicht mit der Vergangenheit belasten, sondern im besten Falle aus ihr lernen.
Deshalb hängen wir, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht mehr der Ideologie des Nazionalsozialismus an, oder der Ideologie des Christentums. Ich empfehle Deschners "Kriminalgeschichte des Christentums". 10 Bände zum allgemeinen, christlichen Verständnis und Auslegung der Bibel innheralb der Geschichte der letzten Jahrhunderte.
Vielleicht beschäftigen Sie sich auch mal damit.

Franz Edler (nicht überprüft)

Di. 14 Feb 2023 - 16:54

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Tut mir leid, aber das bringt gar nichts. Mir ist klar, dass in der Vergangenheit viele Menschen der Versuchung Macht über andere Menschen auszuüben erlegen sind. Das brauche ich nicht.
Und noch eine Klarstellung: Das Christentum ist vielleicht eine Ideologie, aber der Glaube an Jesus Christus lebensrettend.
Und was die Auslegung der Bibel betrifft habe ich andere wunderbare Quellen.

Ja, das sollte Ihnen wirklich leid tun, dass Sie nicht willens sind, aus der Vergangenheit zu lesen und zu lernen. Auf der anderen Seite hängen Sie einem alten Buch nach, das völlig überholte Lebenskonzepte von vor 2000 Jahren propagiert.
Und noch eine Klarstellung, der Glaube an Jesus Christus rettet gar nichts. Die Feuerwehr rettet, Ärzte retten und im besten Falle auch der Nachbar, wenn er erste Hilfe kann.

Wo ist bitte der Neuigkeitswert den ich aus der Vergangenheit lernen könnte?
Der Vergleich mit der Feuerwehr und Ärzten zeigt, dass sie die Botschaft der Bibel nicht verstanden haben.

Evil Ernie (nicht überprüft)

Do. 16 Feb 2023 - 13:42

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Hier ist der Beweis, Sie sind hoffnungslos verloren. Wo ist denn der Neuigkeitswert aus alten Geschichten von Hirtenvölkern aus der Bronzezeit. Sie haben nichts mit der Gegenwart gemeinsam. Und im Allgemeinen lernt man aus der Geschichte um im besten Falle Fehler aus der Vergangenheit nicht zu wiederholen.
Die Bibel hat keine Botschaft, diese Geschichtensammlung lebt von den sich ständig ändernden Interpretationen, die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder und meist auch zum Negativen für die Menschen gemacht wurden. Dass Sie in dieser Sache weiter sind darf, auf Grund Ihrer Aussagen hier und vor allem mit Blick auf die Geschichte, den Sie ja nicht haben, bezweifelt werden.

Ok, das ist ihre Sicht. Ich teile dies Ansicht nicht.
Es geht nicht um einen Neuigkeitswert, sondern um eine rettende Botschaft. Und die hat sich seit ca. 2000 Jahren nicht geändert.

Wissen Sie, Ihre Sturheit nicht tatsächlich auf Fragen einzugehen, ist schon beeindruckend.
Das Erdbeben von Lissabon kennen Sie? Ja ??? Und dass da dieser dämliche Satz von irgendeinem Philosophen "Die existierende Welt ist die Beste aller Welten, weil sie von Gott geschaffen wurde", also die Theodizeefrage kennen Sie auch?
Ihr Glaube ist nicht nur einfach und platt sondern schon lange durch historische Untersuchungen widerlegt.
Das jetzige Erdbeben in der Türkei können sie als in der Wolle gefärbter Katholik doch sehr gut so interpretieren:
"Jetzt haben die Menschen, die an den Koran glauben endlich mal ihr Fett weggekriegt. Es wird Zeit, dass sie sich zum Christentum bekehren."

Franz Edler (nicht überprüft)

Fr. 10 Feb 2023 - 17:39

Antwort auf von Christian Nentwig (nicht überprüft)

Es freut mich, wenn ich sie beeindrucken kann, aber was ist die Frage auf die ich nicht eingegangen bin?
Hab ich was übersehen?

Für dämliche Sätze von Philosophen kann ich jedenfalls nichts.
Und die Theodizee-Frage kenne ich natürlich. Sie lässt sich nur nicht in zwei Sätzen beantworten, aber die Basis für jegliche weitere Diskussion darüber ist, dass wir von Gott in seinem Zorn in diese Welt dahin gegeben wurden. Da kann nun jeder seine Schlüsse ziehen. Ich habe jedenfalls die Rettung durch Jesus Christus angenommen. Das muss man aber nicht. Er zwingt nicht.

Ihre Mutmaßung ich sein ein "in der Wolle gefärbter Katholik" ist jedenfalls falsch. Ich mache mir selbst meine Gedanken und habe nicht nach der Formel "Katholik = Bibel = Unfug" alles über Bord geworfen.

Sie beten also zu einem zornigen Gott? Gratuliere.
Btw: Ist Jesus Christus nicht selbst dieser zornige Gott?

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 15:44

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Na einer von den dreien wird wohl dafür verantwortlich sein, Vater, Sohn, oder der heilige Geist, was auch immer das ist.

wolfgang (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 15:49

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Scharfsinn, der Ihnen leider fehlt. Ein Leiden. Hilft da Ihr Gott?

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel aber nicht alle haben den gleichen Horizont.

Konrad Adenauer

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 16:28

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Da haben sie aber das wesentlichste des Christ-Seins noch nicht verstanden.
Ich staune immer über soviel Unkenntnis, die dann aber meistens mit Agression kompensiert wird. Da helfe ich gerne weiter.
Also einfach zum mitschreiben:
- Jesus = Gott
- Gott hat in seinem Zorn die Menschen aus der heilen Welt des Paradises verstoßen.
- Dann hat er seinen Sohn in unsere "bucklige" Welt gesandt um uns mit ihm zu versöhnen.
- Wenn wir sterben haben wir 2 Möglichkeiten:
a) Wir kommen in das Gericht und müssen uns vor Gott (in seinem Zorn) rechtfertigen (z.B. 10 Gebote)
b) Wir haben Jesus angenommen. Dann haben wir in Jesus einen Anwalt und Gott ist barmherzig.

So steht es in der Bibel.

Zweiflerin (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 20:11

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Bei rund 160.000 Todesfällen pro Tag - wie darf man sich das praktisch vorstellen? Sind die Wartezeiten bis zum persönlichen jüngsten Gericht mit denen für Termine auf Berliner Bürgerämtern vergleichbar? Da haben die ja ganz schön was zu tun, der Gott und der Jesus, die ja auch noch die gleiche Person sind, und sich die Arbeit nicht aufteilen können... und dann noch die ganzen Gebete, die alle erhört werden wollen!

Ein Tag hat bekanntlich 86400 Sekunden, also für jeden Verstorbenen beim "Jüngsten Gericht" eine HALBE Sekunde. Für die von Ihnen erwähnte "Rechtfertigung vor Gott" bleibt da wohl keine Zeit.

Liebe Zweiflerin, wie stehen Sie zu der Formulierung: "Gott existiert nur in der menschlichen Fantasie, so wie Hexen. Erfundene Götter lassen sich nicht beweisen und sind auch an nichts schuld." ?

Die Ironie sah ich schon, aber Ironie in religiösen Fragen vertragen Gläubige gar nicht.
Deshalb halte ich eine sachliche Entgegnung in Form einer andern Ansicht, betont nüchtern formuliert, für zweckmäßiger. Ein reines Aufzeigen von Widersprüchlichkeiten in den Religionen liefert keine neue Theorie.
Mit der These: "Gott und Götter sind Produkte der menschlichen Fantasie" kann man sich sachlich auseinandersetzen. Außerdem gibt es ausreichend historische Beispiele für "vermeintliche Wahrheiten", die sich später als Irrtum entpuppten.

wolfgang (nicht überprüft)

Di. 14 Feb 2023 - 08:06

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Das wesentliche im Christen-irr-tum setzt vorraus, jeden Mist zu glauben, der in der Bibel steht. Ich möchte Sie doch einmal bitten, Ihren Gott zu beschreiben: Wie sieht er aus? Welche Augenfarbe hat er, was für ein Gewand (Von Aldi oder C&A trägt er?) Wie alt ist er und warum hat er seinen Sohn nicht selbst gezeugt? Kein Spaß an der Zeugung?
Es ist doch erstaunlich, das von meinen 40 Mitschülern auf dem kirchlichen Gymnasium nur noch 9 auf Erden leben und ich als Atheist gehöre wohlwollend dazu?
Auf einem Domhof fiel direkt neben mir ein eisernes Kreuz vom Dach des Domes, da wo ich gerade noch gestanden habe. Ich brachte das gute Stück in das Büro des Domes und die Dame sagte als erstes zu mir: "Da haben Sie aber einen großen Schutzengel gehabt!"
Ich sagte: "Wie ist das möglich, ich bin Atheist!" So ein verdutztes und ratlosen Gesicht sah ich selten wieder.
Noch Fragen, lieber Franz Edler?

Zu ihrer Frage wie Gott aussieht kann ich nur sagen: Eines der 10 Gebote lautet "„Du sollst dir kein Bild Gottes machen."
Und zu ihrer Antwort "Wie ist das möglich, ich bin Atheist!" kann ich nur sagen: Es zeigt, dass sie eine Micky-Maus Vorstellung vom Gott der Bibel haben.

Evil Ernie (nicht überprüft)

Di. 14 Feb 2023 - 09:04

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Der selbe Gott, der massenweise Kinder umbringt, Städte verwüstet und am Ende die gesamte Erde mit allem Leben darauf ertränkt, überlegt es sich plötzlich anders und ist der liebe, verständnisvolle Kerl?
Um das unter einen Hut zu bringen muss man sich schon ganz schön verbiegen.
So einen will man doch nicht mal als Nachbarn haben, geschweige denn möchte ich solch einen zornigen, rachsüchtigen, menschenfeindlichen Gott anbeten.

Übrigens haben Sie 2 weitere Möglichkeiten nicht genannt.
c) wir stehen vor einem ganz anderen Gott, z.B. vor Xolotl, Odin, o.a.
d) es passiert gar nichts, wir sind einfach Tod und wir werden zu Humus, Futter/Energie für Planzen und andere Lebewesen.

Franz Edler (nicht überprüft)

Di. 14 Feb 2023 - 17:06

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Also woher haben sie das "und ist plötzlich der liebe, verständnisvolle Kerl?
Und zu den weiteren von ihnen genannten Möglichkeiten: Die gibt es in meiner Sicht nicht.

"der liebe und verständnisvolle Kerl", wenn man das AT und das NT vergleicht.
Das soll der selbe Gott sein? Aber wie soll man so einem Vertrauen, der in einen Moment die Welt absaufen läßt und im nächsten Moment etwas von Nächstenliebe faselt.
Und wie soll man einem Gott vertrauen, der von uns Nächstenliebe fordert, aber nicht bereit ist diese uns entgegenzubringen?
Und dass Sie weitere plausible Möglichkeiten einfach ausblenden, ohne Sie in Betracht zu ziehen zeugt einmal mehr von Ihrem beschränkten Weltbild - beschränkt von Schranken und sicher nicht böse gemeint.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 20:18

Antwort auf von Evil Ernie (nicht überprüft)

Er ist auch nicht "liebe und verständnisvolle Kerl", sondern der allmächtige und ewige.
At und NT sind zwei Teile eines wunderbaren Buches. Wenn man das nicht verstehen will versteht man es auch nicht.
Von ihren "weitere plausible Möglichkeiten" habe ich keine Ahnung. Sie fehlen mir wahrscheinlich nicht.

wolfgang (nicht überprüft)

Di. 14 Feb 2023 - 09:21

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"Mir will nicht einleuchten wie irgendjemand wünschen kann, das Christentum sei wahr. Denn der [biblische] Text sagt unmissverständlich, dass Ungläubige bis in alle Ewigkeit bestraft werden, und dies schlösse meinen Vater ein, meinen Bruder und fast alle meine besten Freunde. Eine abscheuliche Lehre!" Charles Darwin

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Di. 14 Feb 2023 - 11:23

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Was für ein widersprüchlicher Schwachsinn, merken Sie denn nicht auf was Sie da reingefallen sind??

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 18:33

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Von Ihnen habe ich noch keine Vernünftige Antwort erhalten, sondern nur Ihre einseitige
Sicht auf die Dinge des Lebens.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 14:56

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Langsam komme ich zu dem Schluß, Sie sind vermutlich Zeuge Jehovas oder einer ähnlichen Sekte im evangelischen Spektrum, anders kann ich mir Ihre Verbissenheit nicht erklären.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 20:27

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mit evangelisch haben sie recht, und zwar evangelisch reformiert - ganz überzeugt.
Ändert das was für sie?

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 15:52

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

Na ja über Bord geworfen nicht, aber auch nicht logisch darüber nachgedacht.

Warum sollte ausgerechnet der christliche Glaube der einzig richtige sein, wo doch alle anderen, besonders der Islam, der festen Überzeugung sind die einzig wahre Konfession zu sein.
Meiner über 50 jährigen privaten Studien zu Folge, sind alle Religionen nur erfunden und haben alle nur die selbe Absicht, nämlich Macht und Reichtum zu generieren.

Das schlimme daran ist nur, dass viele, meist unsichere Menschen darauf hereinfallen, in der Hoffnung, dass doch etwas daran stimmig ist.

Franz Edler (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 21:43

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Da scheinen sie sich aber nicht wirklich mit der Bibel beschäftigt zu haben, sonst würden sie erkennen, dass ein fundamentaler Unterschied zwischen der Offenbarung durch Jesus Christus und den übrigen Religionen besteht.
Für mich ist die Bibel noch dazu stimmig und gibt mir ein klares Bild auf alles, was hier passiert, abgesehen von der Zukunftshoffnung.

Paul München (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 18:57

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"Für mich ist die Bibel noch dazu stimmig und gibt mir ein klares Bild"

Sehr geehrter Herr Edler, Sie haben die gesamte Bibel gelesen? Am liebsten würde ich mit Ihnen ein Experiment machen: drei verschiedene Texte Ihnen vorlegen, nur einer original aus der Bibel, die beiden anderen inhaltlich verändert.

Ob es Ihnen gelänge, die beiden veränderten herauszufinden, WEIL diese nicht "stimmig" sind? So, wie ein Konzertpianist sofort die Veränderung z.B. einer Sinfonie von Mozart oder Beethoven erkennen würde. (Falls Sie es nicht wissen sollten, die besten Pianisten spielen komplette Sinfonien auswendig, ohne Notenblätter.)

Haben Sie sich denn mit anderen Religionen beschäftigt, sodass Sie in der Lage sind, Vergleiche zu ziehen?

Ich habe natürlich bei weitem nicht die gesamte Bibel gelesen und alles verstanden. Das ist kaum möglich, weil man bei wiederholtem Lesen desselben Abschnittes auf neu Aspekte draufkommt.
Ich lese aber täglich einige Texte, höre dazu bibeltreue Auslegung (Predigt), und das ergibt für mich eine klares Bild.
Dass ich heute andere Religionen nicht als Konkurrenz zu meine Glauben sehe, liegt an der Besonderheit des christlichen Offenbarungsglaubens.
Aus Gründen der Algemeinbildung studiere ich auch andere Religionen, aber zugegeben nicht mehr intesiv. Früher während meiner Studentenzeit war das anders. Damals dachte ich auch ich muss vergleichen und mir dann ein Urteil bilden. Das brauche ich heute nicht mehr.

Paul München (nicht überprüft)

Mo. 13 Feb 2023 - 18:55

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

"dass wir von Gott in seinem Zorn in diese Welt dahin gegeben wurden."

Und wie verträgt sich das mit dem angeblichen Bild von Gott als "allgütigem Vater"?

Da müssen sie die fragen, die ihnen das erzählt haben.
Deshalb zitiere ich wieder einmal aus dem Evangelium (Johannes 3:36): "Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm."
Wo sehen sie hier den "allgütigem Vater"?

Ich frage mich, was soll ein Gott mit Ihnen machen, sollten Sie in das "Paradies" kommen?
Ich frage mich, wie ein Stück abgehangenes Fleisch von Ihnen als Religion zelebriert wird?
Ich frage mich, sollte es tatsächlich ein Gott gewesen sein, der Ihnen den Weg auf Erden zeigte? Ach du lieber Gott!

Und im übrigen, das Johannes-Evangelium wurde schon lange als Fälschung bekannt!

Zur ersten Frage: Warum macht ihnen das Sorgen?
Zur zweiten Frage: Die versuche ich nicht zu verstehen. Ist besser so.
Zur dritten Frage: Ja, er ist es. Und er ist nicht immer lieb.
Zum Johannes Evangelium: Was sie nicht alles wissen. Es stört mich nicht.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mi. 15 Feb 2023 - 18:26

Antwort auf von Franz Edler (nicht überprüft)

@ F.Edler
Sie gehen auf keine konkreten Fragen ein, sondern weichen ständig mit irgendwelchen
Geschwurbel aus.
Sie sind sich selbst der beste und klügste und absolut Lernresistent, auf bewiesene Argumente gehen Sie nie ein, sondern weichen ständig und fluchtartig aus.
Kann es sein, dass Sie sich einen Spaß damit erlauben hier zu provozieren, oder haben Sie
dadurch eine Genugtuung, dass Ihre Kommentare die meisten Antworten erreichen.

Franz Edler (nicht überprüft)

Do. 16 Feb 2023 - 14:15

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Eine gute Frage. Ich selbst habe nicht den Eindruck dass ich Fragen ausweiche. Manchmal muss ich dabei auf die Bibel zurückgreifen, was sie offenbar Geschwurbel nennen.

Was sie die bewiesenen Argumente gegen die Bibel nennen ist ihre Sicht, aber es gibt hier auch einen andere Sicht. Sie berufen sich hier offensichtlich auf die historisch-kritische Methode der Theologie.
Diese Methode geht von einer falschen Grundannahme aus, nämlich die Bibel so zu lesen, als ob es Gott nicht gibt. Das Resultat dieser Herangehensweise ist dann die Bestätigung der Annahme.
Dass es zu einem überraschend anderen Ergebnis führt, wenn man diese Befangenheit ablegt, zeigt das Buch von Prof. Dr. Eta Linnemann "Original oder Fälschung". Sie war Professorin für Theologie und ist mit der historisch-kritische Theologie aufgewachsen.
Nach mehr als 20 Jahren hat sie von der historisch-kritischen Methode losgesagt und darum gebeten, ihre bisherigen Veröffentlichungen zu vernichten. Was ist hier wohl passiert?
Das ist der Grund, warum ich bei Aussage wie "bewiesene Argumente" vorsichtig bin. Wenn es sie wirklich interessiert kann ich ihnen einen Download-Link des Buches von Prof. Dr. Eta Linnemann zur Verfügung stellen.

Und nun zur Frage warum ich hier bei hpd manchmal kommentiere und dabei ein Flut von Kommentaren lostrete. Ich mache es nicht aus Spaß zu provozieren. Ich habe lange Jahre (katholisch sozialisiert) darum gerungen, die Wahrheit des Glaubens an Jesus Christus zu finden. Hier hat die katholische Kirche leider sehr viele Steine in den Weg gelegt, sodass es nicht leicht ist, die wahre Basis des Glaubens in der Bibel zu finden. Ich bin letztlich auch aus der katholischen Kirche ausgetreten und habe zwei großartige evangelisch reformierte Prediger gefunden, die das Wort Gottes schlüssig und aufrichtig erläutern.
Aus dieser Erfahrung heraus nemhe ich mir die Zeit und kommentiere, wenn ich falsche Sichtweisen richtig stellen kann. Das sind meistens die sehr abgegriffenen Argumente, was die Kirche alles verbrochen hat und auch heute noch tut. Das hat aber mit dem Glauben an Christus nichts zu tun, und das kommentiere ich dann auch. Der Shitstorm der dann oft kommt zeigt mir allerdings, dass diese Kommentare meistens unerwünscht sind. Ich mache dann aber trotzdem weiter, wo ich das Gefühl habe es könnt jemand zum Überdenken seiner Sicht führen.

wolfgang (nicht überprüft)

Do. 16 Feb 2023 - 07:03

Gott, dich gibt es nicht –
oder würdest du unschuldige Kinder im Kugelhagel sterben lassen?

Hugo Stamm

Der Autor befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene. Er schreibt zudem für watson.ch.

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