Kein Platz für säkulare Interessen in der SPD

Lars Klingbeil
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil will nicht, dass die "Säkularen Sozis" sich weiterhin "Sozialdemokraten" nennen.

Nach wie vor unterbindet die Partei das Engagement der "Säkularen Sozis" und gestattet ihnen keinen eigenen Arbeitskreis – im Gegensatz zu Christen, Juden und Muslimen. Jetzt dürfen sie sich nicht einmal mehr "Sozialdemokraten" nennen.

Seit Jahren versuchen religionsfreie Menschen in der SPD einen Arbeitskreis zu gründen, wie der hpd schon mehrfach berichtete. Erst im vergangenen Jahr wurde ihr Antrag erneut abgelehnt. Nun hat Generalsekretär Lars Klingbeil den "Säkularen Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen" – kurz "Säkulare Sozis" – erneut eine Absage erteilt: Sie dürfen sich nicht "Sozialdemokraten" nennen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und beruft sich dabei auf einen Brief Klingbeils, den er am 5. März an die nicht-religiöse Vereinigung seiner Partei richtete.

Die "Säkularen Sozis" haben mehrere hundert Mitglieder, darunter prominente Personen aus der säkularen Szene wie die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Ingrid Matthäus-Maier und Lale Akgün, die sich für einen aufgeklärten Islam stark macht, sowie der ehemalige Staatsminister und Staatssekretär Rolf Schwanitz. Das nicht anerkannte Bündnis setzt sich für die Belange Konfessionsfreier und einen weltanschaulich neutralen Staat ein.

Andere Weltanschauungen haben Arbeitskreise, die von der Partei akzeptiert werden: Sowohl Christen, Menschen jüdischen Glaubens und seit 2014 auch Muslime. Der Antrag der Nicht-Religiösen zur Gründung eines Arbeitskreises wurde hingegen abgelehnt, der damalige Chef der SPD, Sigmar Gabriel, begründete dies seinerzeit damit, dass die strikte Trennung von Kirche und Staat das Kernanliegen der Laizisten, nicht aber Mehrheitsposition der SPD sei.

Aktuell existieren die "Säkularen Sozis" in erster Linie im Internet. Doch auch das will der Generalsekretär jetzt unterbinden: "Auch für öffentliche Auftritte, zum Beispiel im Internet" gilt das Verbot, die Bezeichnung "Sozialdemokraten" zu verwenden. Er verlangt Respekt für die "Entscheidung, dass der Parteivorstand keinen säkularen Arbeitskreis einrichten wird und dass Ihr daher den Namen 'SozialdemokratInnen' nicht weiter verwenden könnt."

Auf die Bitte des hpd um eine Stellungnahme, welche Gründe es dafür gibt, einen säkularen Arbeitskreis nicht zuzulassen und wie die Partei das mit ihrem Selbstverständnis und dem Gleichbehandlungsgrundsatz in Einklang bringt, kam folgende Antwort des Parteivorstands: "Als SPD bekennen wir uns zum jüdisch-christlichen und humanistischen Erbe Europas und zur Toleranz in Fragen des Glaubens. Grundlage und Maßstab dafür ist unsere Verfassung. Kernanliegen der 'Säkularen Sozis' ist die strikte Trennung von Kirche und Staat. Das ist eine legitime Position. Es ist allerdings nicht die Position der SPD, so wie es auch nicht die Position des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ist."

Dass Konfessionsfreie in der SPD diskriminiert werden, ist jedoch nichts Neues: Im vergangen Jahr berichtete der hpd über einen Fall aus Augsburg, bei dem Aktionskünstler David Farago der Eintritt in die Partei verwehrt wurde – wegen seiner religionskritischen Haltung.

Der Artikel wurde am 22.03.2019 um 15:05 Uhr inhaltlich um das Statement des SPD-Parteivorstands erweitert.

Kommentare (71)

Stefan Dewald (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 13:16

»Die Geschichte des Pfaffentums aller Nationen und aller Konfessionen ist ein ununterbrochener Kampf gegen den aufstrebenden menschlichen Geist, eine ununterbrochene Reihe von Attentaten gegen Vernunft und Humanität.«

Wilhelm Liebknecht (Mitbegründer der SPD)

Stefan Dewald (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 13:16

»Die Religion der Liebe, die christliche, ist seit mehr als achtzehn Jahrhunderten gegen alle Andersdenkenden eine Religion des Hasses, der Verfolgung, der Unterdrückung gewesen. Keine Religion der Welt hat der Menschheit mehr Blut und Tränen gekostet als die christliche, keine hat mehr zu Verbrechen der scheußlichsten Art Veranlassung gegeben; und wenn es sich um Krieg und Massenmord handelt, sind die Priester aller christlichen Konfessionen noch heute bereit, ihren Segen zu geben, und hebt die Priesterschaft der einen Nation gegen die feindlich ihr gegenüberstehende Nation flehend die Hände um Vernichtung des Gegners zu einem und demselben Gott, dem Gott der Liebe, empor.«

»Genau genommen ist aber ein Arbeiter, der Kloaken auspumpt, um die Menschen vor gesundheitsgefährdenden Miasmen zu schützen, ein sehr nützliches Glied der Gesellschaft, wohingegen ein Professor, der gefälschte Geschichte im Interesse der herrschenden Klassen lehrt, oder ein Theologe, der mit übernatürlichen transzendenten Lehren die Gehirne zu umnebeln sucht, äußerst schädliche Individuen sind.«

»Christentum und Sozialismus stehen sich gegenüber wie Feuer und Wasser. Der sogenannte gute Kern im Christentum, den Sie, aber ich nicht darin finde, ist nicht christlich, sondern allgemein menschlich, und was das Christentum eigentlich bildet, der Lehren- und Dogmenkram, ist der Menschheit feindlich.«

August Bebel (Mitbegründer der SPD)

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 23:18

Antwort auf von Stefan Dewald (nicht überprüft)

Lieber Stefan, da hast du mit den beiden vorangegangenen und dem nachfolgenden Kommentar(en) schön belegt, dass die Grundfesten der SPD von ihren aktuelleren Leitfiguren spätestens seit Schröder verraten wurde.
Schade um eine einst große Volkspartei...

Die Anbiederung der SPD an die Kirchen läuft schon lange, spätestens seit den späten 70ern.
Inzwischen ist die SPD-Führung von Kirchengetreuen unterwandert, siehe Nahles, Steinmeier, Klingbeil, Schwesig, ... , Platzek, Stolpe. Die sorgen schon dafür, dass die Säkularen in den Parteigremien keinen Fuß auf die Erde bekommen. Einen ähnlichen Kampf führe ich in der FDP.

"spätestens seit den späten 70ern" - spätestens seit Brandt via Ehmke die 'Empfehlung' gab, Gesetzestexte vor Debatte im Parlament den Kirchenbüros zwecks Editierung zuzuleiten.
Und die Kämpfe in C, S oder F sind m.E. vergebens.

Stefan Dewald (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 13:20

»Verlierer des Tages…

… sind die Atheisten in der SPD. Die dürfen nämlich, anders als Christen, Muslime oder jüdische Genossen, keinen eigenen, offiziellen Arbeitskreis in der Partei bilden. Die „Säkularen Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen“ mit mehreren Hundert Mitgliedern würden ihr bisher informelles Netzwerk gern innerhalb der SPD institutionalisieren, aber, so berichtet es die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, Generalsekretär Lars Klingbeil will ihnen sogar verbieten, öffentlich als Sozialdemokraten aufzutreten. Dabei heißt es doch in der Internationalen:

Es rettet uns kein höh’res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun,
Uns aus dem Elend zu erlösen,
können wir nur selber tun!

Warum man den weltlich gesinnten Genossen die parteiinterne Anerkennung verweigert, um die sie sich im Übrigen schon seit Jahren bemühen, darauf hatte eine Parteisprecherin gegenüber der Zeitung keine wirkliche Antwort.«

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-donald-trump-jair-bolsonaro-utrecht-christchurch-spd-brexit-a-1258403.html

Kay Krause (nicht überprüft)

Fr. 22 Mär 2019 - 07:49

Antwort auf von Stefan Dewald (nicht überprüft)

Stefan Dewald: Was wäre denn nun (rein theoretisch gesehen), wenn die säkular- sozial-demokratisch bemühten Herrschaften dieses "Verbot" einer auf dieses Ziel hinarbeitenden Gruppe einfach ignorieren, sich trotzdem privat oder in einem angemieteten Raum wöchentlich zur Diskussion treffen würden?(was ich ihnen empfehlen möchte und sofort dabei wäre!)Verbieten kann man es ihnen sicherlich nicht, denn sozialdemokratisch ist kein geschützter Begriff, sondern eine Weltanschauung. Immerhin wäre es eine Möglichkeit der Präsenz sowie der schrittweisen Vergrößerung der Gruppe. Bei beitragsfreier Mitgliedschaft, und ehrenamtlichen Tätigkeiten kann selbst der Staat nichts dagegen haben?

Unglaublich, leider wahr.

"Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann werd ich um den Schlaf gebracht".....Was kommt als nächstes ? Grundsicherung und AlG2 für "Ungläubige" auf die Hälfte gekürzt ?

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 13:20

Die SPD weiss wie man sich aus der aktuellen Politik rausschießt und beschleunigt damit
Ihren Abgang von der Bühne.

Klaus D. Lubjuhn (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 13:39

SKANDALÖS

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 13:57

Ich war einst, zu Zeiten von Willy Kniefall von Warschau Brandt, ein glühender Verehrer der SPD, die eine deutliche Alternative zur stockkonservativen CDU bot. Doch ihr schleichender Niedergang scheint Parteiprogramm geworden zu sein. Selbstzerfleischung als Ausdruck der Entdeckung der christlichen Leidensphilosophie? Welchen Blumentopf will die SPD denn noch gewinnen? Den stetig schrumpfenden Teil der christlich konfessionellen Bevölkerung krallt sich so gut es geht die Union und die AfD. Dort kann die SPD immer schwerer Wähler herausquetschen, zumal auch die Grünen ihre Gottesaffinität entdeckt haben.

Der SPD bliebe doch nur der Weg, sich für die einzige deutlich wachsende Gruppe der Bevölkerung zu engagieren: für die Konfessionsfreien. Da ist die Zukunft Deutschlands, nicht ihm Geisterglauben aus einer glücklicherweise längst vergangenen Welt.

Ich wünschte mir die SPD zurück, die sich einst voller Tatendrang für die Gleichberechtigung von Mann und Frau gegen katholische Verbände, gegen CDU und FDP durchsetzte.

Ich wünschte mir eine SPD, deren Vorsitzende einen symbolischen Kniefall vor den konfessionsfreien Steuerzahlern hinbekommt, die noch immer - 100 Jahre nach Weimar - für die üppigen Bischofs- und Kardinalsgehälter aufkommen müssen.

Ich wünschte mir eine SPD, die sich die real existierende Kirche mit ihrer Unfähigkeit zu Reformen und Selbsterkenntnis genauer anschaut und sie entsprechen kritisiert.

Ich wünschte mir eine SPD zurück, die für alle Menschen da ist - und die ich irgendwann wieder wählen kann...

Kay Krause (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 07:49

Antwort auf von Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Moin,B. Kammermeier!Und nicht nur Willy Brandt war für mich "dieSPD", sondern in meiner Zeit als aktiv tätiger Handwerker (sprich: Arbeiter) war es einfach eine Selbstverständlichkeit für mich, Mitglied in der Gewerkschaft sowie in der SPD(sprich: Arbeiterpartei) zu sein.
Relativ früh habe ich allerdings erkannt, dass beide Organisationen (ähnlich wie die Kirchen!) mehr ihrem Selbstzweck dienen als den reale Werte schaffenden Menschen in diesem Lande, und habe beide Einrichtungen wieder verlassen.
Mit Ihren Wünschen nach einer neuen/anderen SPD gehe ich absolut konform, lieber Herr Kammermeier, aber es wird ein Traum, eine Uthopie bleiben. Im Moment sind die Leute in der Überzahl, die die SPD sehenden Auges den Bach hinuntergehen lassen. Irgendwelche ernst zu nehmenden Reformwilligen sind nicht in Sicht. Und da kommt mir der Gedanke: Was zahlen die Kirchen der SPD für deren Kirchenschmuse-Politik? Und: wie verbucht die SPD diese Gelder?

Helmut Lambert (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 14:07

Es ist unglaublich wie weit sich diese Partei, die einmal für Aufklärung stand, von ihren Wurzeln entfernt, ja, diese Wurzeln kappt! Stattdessen erhofft sich die Führung ausgerechnet durch abgestandene Jusopositionen Rettung.

Stefan (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 14:09

Da ist man wirklich sprachlos! Die Begründung von Sigmar Gabriel, den säkularen Arbeitskreis abzulehnen, lautet quasi: Das Grundgesetz ist nicht Mehrheitsposition der SPD, wird also abgelehnt.

Und wenn Lars Klingbeil Respekt einfordert „für die Entscheidung, dass der Parteivorstand keinen säkularen Arbeitskreis einrichten wird“, ist das an Leute-Für-Dumm-Verkaufen kaum zu überbieten, fordert er doch Respekt für Gesetzesbruch und Diskriminierung einer einzelnen bestimmten Gruppe. Das stellt dreist die Realitäten auf den Kopf: In Wahrheit geht es um Respekt der Gruppe der Säkularen und Schutz vor solcher Willkür. Und um Respekt vor dem Grundgesetz.

Was kann da der Hintergrund sein? Ich vermute, dass einerseits die religiöse Lobby in der Partei (allen voran Frau Nahles) ihren Privatglauben allen aufzwingen bzw. Nichtgläubige gezielt unterdrücken wollen (man beobachtet ja in der politischen Landschaft mitunter erstaunliche Allianzen unterschiedlicher Religionen gegen säkulare Bestrebungen). Andererseits wird wahrscheinlich auch einfach weiter Rücksicht genommen auf potentielle christliche Wähler – damit diese sich möglichst nicht genötigt fühlen, weiter blind das „C“ des politischen Gegners wählen … man will ja Volkspartei sein ...

Bin mal wieder tief beeindruckt, wie weit es auch bei der SPD her ist mit demokratischen Werten, wenn es jenseits von Festtagsreden drauf ankommt. Schlimm, was aus der sozialdemokratischen Partei geworden ist - ich würde es längst Etikettenschwindel nennen. Also meinetwegen weiterschmoren in der selbstgeschaffenen Prozentehölle!

Karol Dittel (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 14:23

Tja... raus aus der SPD und rein in die Humanistische Union beispielsweise.

"... rein in die Humanistische Union ..."
Die Humanistische Union, ist das nicht der Verein, der Sex mit Kindern entkriminalisieren wollte und der sich für die Legalisierung der Genitalverstümmelung von Jungen ausgesprochen hat?

A.S. (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 14:30

Antwort auf von Gerhard (nicht überprüft)

Ja. Als FDP-Mitglied empfehle ich ein Engagement bei den Liberalen. Auch in dieser Partei haben die Religiösen viel zu sagen, aber die Trennung von Staat und Kirche ist immerhin offizielle Beschlusslage dieser Partei.

Karol Dittel (nicht überprüft)

Fr. 22 Mär 2019 - 15:43

Antwort auf von Gerhard (nicht überprüft)

Die Frage kann ich ihnen nicht beantworten, weil mich die Details jeder einzelnen Organisation die hier so existiert, nur dann brennend interessiert, wenn ich mich gerade mit der Organisation beschäftige. Die HU kenne ich nur grob. Ich nutzte auch das Wort "beispielsweise".

Worum es mir geht ist ein konsequentes Handeln. Wenn in der SPD die Gründung einer solchen "Arbeitskreises" nicht Möglich ist sollte man nicht lange zögern und einfach wichtige Entscheidungen treffen. Entweder man wechselt oder Gründet etwas komplett eigenständiges. Ich verstehe nicht wozu man dafür das Wohlwollen der restlichen SPD braucht ? Selbst wenn man verheiratet ist kann man sich scheiden lassen. Die Mitgliedschaft in irgendeiner Organisation ist kein Lebenslänglich. Nur die Zugehörigkeit zu einer Mafia bedeutet Lebenslänglich.

Ich werde mir das mit der HU noch mal anschauen. Haben sie recht wäre das verstörend. Sollte das nicht stimmen... tja... dann sind Sie ein Schwätzer. Mal sehen.

Eckhardt Fritsche (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 14:23

Schade. Als langjähriger SPD-Wähler werde ich meine Stimme jetzt wohl einer anderen Partei geben.

Ich war bis zuletzt, wenn auch nicht mehr so ganz überzeugt, SPD-Wähler. Aber ab jetzt ist das vorbei. Fast schäme ich mich dieser inzwischen konservativ-christlichen Partei nahgestanden zu sein.
Die SPD verrät ihren Ursprung und verabschiedet sich von ihren aufgeklärten Wählern.

Axel Stier (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 14:25

Was erwarten Sie von einer Partei, die mehr an der Macht, als am Gemeinwohl interessiert ist?
Wie wäre es mit säkularer Ethik?

Wer hat denn "Säkulare Ethik" vorzuweisen? Wass soll das sein?
Mir persönlich genügt die Maxime: "Behandele Deine Mitmenschen so, wie Du von ihnen behandelt werden willst." und "Gerecht ist eine Regelung, wenn Du bereit bist, mit dem anderen Deine Rolle zu tauschen."

Joachim Bertram (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 14:28

Wenn ich aus dem Frömmlerverein nicht schon längst ausgetreten wäre - jetzt würde ich es tun...

Gerhard Lein (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 14:35

1. Wir geben nicht auf.
2. Säkulare Bürger sind in unserem Land dabei die Mehrheit zu gewinnen. In vielen großen Städten sind sie es längst.
3. Der Sprecher*innerkreis des bundesweiten Netzwerkes säkularer Sozialdemokrat*innen trifft sich am 23.3. im SPD-Haus in Hannover.
4. Vorwärts!

Andreas E. Kilian (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 13:55

Antwort auf von Gerhard Lein (nicht überprüft)

Lieber Herr Lein, wenn Sie in die CDU eintreten und versuchen, das „C“ aus der Partei zu bekommen, dann sind Sie lediglich ein „dummes Zahlvieh“ für den Vorstand, welches die Machtansprüche seine Hirten finanziert. Sie würden sich zum Idioten machen, ändern würden Sie aber nichts.

Was wollen Sie also in der SPD ändern, wenn die Richtung „christlich“ feststeht. Sie finanzieren als Mitglied lediglich Ihre Unterdrücker! Treten Sie aus und gründen Sie eine neue, eine andere „SPD“, die zu ihren alten Werten zurückfindet.

A.S. (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 14:40

Antwort auf von Gerhard Lein (nicht überprüft)

Ein Vorschlag aus dem Süden dieser Republik:
Säkulare, outet Euch und fordert genauso offensiv Eure Rechte ein, wie es vor 33 Jahren die Schwulen und Lesben taten!

Achim (nicht überprüft)

Fr. 22 Mär 2019 - 15:03

Antwort auf von Gerhard Lein (nicht überprüft)

Sehr geehrter Herr Lein, viel Erfolg!

Sie müssen dann allerdings anscheinend beachten, dass Sie sich unter irgend einem Geheimnamen treffen müssen.

Sascha Larch (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 14:51

Und ich Depp habe die früher mal gewählt....
Gut daß ich schon vor Jahren damit aufgehört habe!

Erst Agenda 2010, dann die nicht enden wollende Groko und jetzt das.
Diese Partei hört einfach nicht damit auf am eigenen Ast zu sägen.
Die 5%-Hürde kommt näher und näher...

Den säkularen Sozis kann ich nur den Wechsel zur PDH nahelegen!

Ernst-Günther Krause (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 16:01

Ich bin traurig über so viel Borniertheit in der SPD-Spitze. Eine Partei, die säkular denkende Menschen, die mehr als ein Drittel der Bevölkerung bilden, auf eine solch intolerante Art und Weise ausschließt, verdient es nicht gewählt zu werden.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 16:06

Tja, mit der espedeh ist kein säkularer Staat zu machen.
Und wie muss ich mir "einen aufgeklärten Islam" vorstellen, Lale Akgün - wie ein bisschen schwanger?
Ganz oder gar nicht, Leute. Raus aus jeder Religion. Und raus aus jeder Partei, die mit Religionen ins Bett geht.

Sehr richtig, Herr Trutnau, aber fragen Sie bitte auch mal bei der Giordano-Bruno-Stiftung nach, warum die immer noch Personen wie Frau Ates und Herrn Kochide unterstützen.

Was weiß ich, Frau Sander, wen oder was die gbs unterstützt; ich bin nicht die gbs und will da auch nicht nachfragen - warum nicht Sie?
Und außerdem tangiert das meinen Kommentar nicht wirklich.

Rene Goeckel (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 16:09

Seltsam, wenn Parteien verkommen, wie einst auch die Grünen, dann immer in Richtung Religion.

A.S. (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 14:46

Antwort auf von Rene Goeckel (nicht überprüft)

Die Systematik haben Sie zutreffend erkannt, Herr Goeckl. Der Grund ist, dass die Religiösen systematisch die demokratischen Parteien unterwandern um dann mit parteiübergreifenden Seilschaften in den Parlamenten die Kirchen-Interessen durchzusetzen.
Darum mein Appell:

Wählt keine Gottgläubigen! Religiöse Spinner haben noch jeden Staat an die Wand gefahren.

Frans Joris Fabri (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 16:21

Anscheinend hat die Bundespartei nach Ansicht des Vorstandes immer noch viel zu viele Mitglieder und ich muss mich doch sehr wundern, dass ich als offen bekennender Säkularer im vergangenen Herbst zum Ehrenmitglied gemacht werden konnte! Wie lange wollen wir konfessionslose Mitglieder uns das eigentlich noch gefallen lassen?

Marianne Mauch (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 22:56

Antwort auf von Frans Joris Fabri (nicht überprüft)

Na, angesichts dieser offiziellen Äußerungen der Partei würde ich meinen, dass man als säkularer Mensch da unbedingt sofort(!) austreten sollte. Was soll diese rhetorische Frage?

Norbert Schnitzler (nicht überprüft)

Mo. 25 Mär 2019 - 03:16

Antwort auf von Frans Joris Fabri (nicht überprüft)

Die SPD hat sowieso zu viele Mitglieder, solange dort mehr Männer als Frauen sind. Zwar verstehe ich den Wunsch, mehr Frauen in die Politik zu bringen, aber das kann doch vor allem von unten aufgebaut werden. Wenn drei Fünftel der Mitglieder Männer sind, warum soll dann die Hälfte aller Kandidaturen weiblich sein? Und wenn es dafür einen Grund gibt, dann sollte die Partei damit bei sich selbst anfangen. Einerseits könnte sie mit dieser "Gleichstellung" dann ein Argument haben, dass AfD und Union nicht haben, aber andererseits müssten sich die drei Fünftel der Mitglieder fragen, ob sie dafür Wahlkampf treiben wollen.

Nun ist das zwar nicht das Thema, aber es verwundert doch, dass mit der Gleichstellung dann schon Schluss sein soll. In diesem Jahr wird im Osten gewählt, wo es ein großes Potential Gottloser gibt. Die könnte man umwerben, wenn rechtzeitig der Arbeitskreis erlaubt worden wäre, so treibt man sie zu politischen Gegnern.

Das wäre gut, wenn es etwas brächte. Leider hat man aber den Eindruck, dass religiöse Mitglieder sogar bei der Linken an Einfluss gewinnen und dort z.B. Leute um Ramelow schon einiges verhindern konnten. Die FDP mag Aktivitäten innerhalb der Partei eher tolerieren, hat aber auch wenig für Gottlose oder gegen die Macht von Religionen getan. Die Piraten hatten mal Ideen, sind aber weg vom Fenster.

Kallisto (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 16:35

Jetzt brauche ich nicht einmal mehr zu überlegen, ob ich die SPD wählen kann oder mich doch eher für eine andere Partei entscheiden sollte.
Diese SPD existiert für mich als Humanistin nicht mehr !

Roland Weber (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 16:40

Dies bedarf keines Kommentares!

Kay Krause (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 16:49

Und damit - liebe SPd, sind wir doch genau bei meinem Kommentar vom (vor drei oder vier Tagen) angekommen!) Sagt mal, alte sozialdemokratische "Freunde" (?) merkt Ihr's denn wirklich nicht, dass Ihr genau so reformbedürftig seid wie die christlichen Kirchen? Weckt mal Eure Frau Nales auf! Sie glaubt immer noch, den Schlaf des Gerechten zu schlafen! Das kann doch nicht alles unbemerkt an Euch vorbeigehen? Weckt auch mal unseren Finanzminister Scholz auf, diesen USA- Vasallen! Noch mehr Geld in eine korrupte, marode Militär-Struktur? Na ja, wir ham's ja! Schmeißt unser Geld nur zum Fenster hinaus mit vollen Händen! Der sinnvoll produktiv arbeitende Bürger bringt frisches!

Kay Krause (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 17:48

Liebe säkulare S-P-Disten! Nun verstehen Sie sicher meinen gestrigen Kommentar?!
Mit dieser SPD ist es ein brotloses Unterfangen. Sie ist einfach zu sehr kirchlich unterwandert! Überall streckt die Kirche ihre langen, schmutzigen Finger hinein, wo sie nichts zu suchen haben. Bevor Ihr diese Verküpfungen nicht anprangert und beseitigt, wird Euch kein Erfolg beschieden sein!

Udo Endruscheit (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 17:55

Sigmar Gabriel hat 2012 erklärt, dass sich die SPD mit Godesberg von einer säkularen Interessenvertretung im Interesse eines "Pluralismus" verabschiedet habe. Fragt sich nur, wo dieser "Pluralismus", der ja "Vielfalt" bedeutet, hier bleibt. Ebenfalls 2012 hat Siggi die Gründung eines AK "Laizisten in der SPD" mit der Begründung (im Namen des Vorstandes) abgelehnt, die Trennung von Staat und Kirche sei kein politisches Ziel der SPD. Echt.

Der Bogen muss aber weiter geschlagen werden. Insgesamt hat sich nach meinem Eindruck das gesamte linke Spektrum (bitte keine Debatten, ob die SPD zu einem "linken Spektrum" gehört... ich ziele nur auf die Tradition) von der linken Grundprämisse der Religionskritik abgewandt hat, die ja nach Marx die Grundlage jeder Gesellschaftskritik ist. Die Anbiederung der LINKEN an religiöse Gruppen und Religion allgemein ist nahezu unerträglich, auch im programmatischen Bereich, siehe z.B. die Äußerungen von Christine Buchholz und die Verteidigungsschriften dazu, die Helge Meves beim hpd veröffentlicht hat und die dort enormen Gegenwind erfuhren.

Ich bin nun wahrlich nicht so etwas wie Traditionalist, auch schon länger nicht mehr SPD-Mitglied und der Linken allenfalls gelegentlich nahestehend. Aber für mein Verständnis gibt hier das im weitesten Sinne als links anzusehende Spektrum eine Kernbegründung ihrer gesellschaftspolitischen Grundposition preis. Umso unverständlicher zu einer Zeit, wo die Gruppe der Konfessionslosen in der Bevölkerung inzwischen die größte Einzelgruppe darstellt. Insofern kann man Ereignisse wie aktuell das "Abbürsten" der Säkularen durch die SPD nur als Machterhaltungs-Schulterschluss mit den immer irrelevanter werdenden, aber sich immer relevanter gebärdenden Religionen und Religionsgemeinschaften deuten. Wie ich immer gern frage: Wo sind wir eigentlich gelandet?

A.S. (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 14:50

Antwort auf von Udo Endruscheit (nicht überprüft)

In einem Kirchen-gesteuerten Demokratie-Theater. Merkel, Steinmeier, Göring-Eckhart, Ramelow und Nahles sei Dank!

Anke Zimmermann (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 17:56

Na, dann weiß ich ja jetzt Bescheid. Für Aufklärung und Humanismus, ist die SPD nicht zu haben. Können die sich auch leisten, haben ja Wähler in Hülle und Fülle. Mental noch im Mittelalter, nur Krieg und Waffenlieferungen im Kopf, Konflikte schüren, statt zu befrieden. Aber Seit an Seit mit archaischen Religionen, mit ihren seltsamen Werten und ihren befremdenden Aktivitäten um die Genitalien kleiner Kinder und der Unterdrückung und Abwertung von Frauen. Es wird Zeit für dein Aussterben SPD, du hast kein Interesse daran, das Leid aus der Welt zu vertreiben.

Was will man von einem Verein erwarten, deren Vorsitzende Nahles Jesus als ihr Idol ansieht. Oder eine Frau Griese, für die die Würde des Menschen bedeutungslos ist. Äußerungen von Thierse oder Gabriel sind völlig verdummbibelt etc. Was sollen überhaupt religiöse Arbeitskreise in einer solchen Partei? Der einzige denkbare und sinnvolle Ak wäre ein säkularer. Man sehe sich nur mal die namentlichen Abstimmungsergebnisse von Knabenverstümmelungsgesetz und Sterbehilfegesetz an. SCPD sollte der neue Name für diese Partei sein. Nein, das "S2" wäre genauso Betrug wie das "D" -passt auch für die "C" Parteien. Schon die Namen lügen .

Dieter Bauer (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 20:39

Diese Vorgehensweise seitens der "Heiligen Sozis" zeigt nur ihr gestörtes Verhältnis zur Wirklichkeit, zur rationalen Denkweise, das ihnen offenbar noch nicht bewusst ist.

Bernhard Zaugg (nicht überprüft)

Mi. 20 Mär 2019 - 23:05

So ein Armutszeugnis für eine einst große Partei! Die SPD ist tief im 20. Jahrhundert sitzen geblieben. Ihrem totalen Niedergang sollte man keine Träne nachweinen.

Hans-Otto lang (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 09:05

Ds Fass ist jetzt voll! Ein Grund mehr, nicht mehr die SPD zu wählen!

A.S. (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 14:34

Mit Religion dressiert man Menschen.
Die SPD hätte gerne gut dressierbare Menschen. Dieses Interesse eint sie mit Monarchen, Diktatoren und der CDU/CSU.

A.S. (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 14:55

Die verschiedenen religiösen Arbeitskreise in den politischen Parteien sind Instrumente der Demokratie-Unterwanderung durch die Religionsgemeinschaften.
Schaut Euch an, wer dort mitarbeitet, und Ihr wisst, wer die Feinde der Aufklärung in der Politik sind.

Andreas Leber (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 15:55

Wenn die SPD die Stimmen der mit knapp 40% größten weltanschaulichen Gruppierung nicht haben will, dann ist das ihr Problem, sicher nicht meins. Irgendwie hat die SPD ein Intelligenzproblem.

Einer solchen SPD weine ich keine Träne nach.

G. Hantke (nicht überprüft)

Do. 21 Mär 2019 - 22:57

So um 68 herum war ich in die SPD eingetreten. Nach ca 3 Monaten war ich wieder draußen, nachdem die SPD damals die einzige kritische Jugend-Radio-Sendung in NRW abserviert hatte. Was sich diese Partei seitdem noch so alles geleistet hat, übertrifft meine schlimmsten Erwartungen gegenüber der CDU.
Wie bemerkte noch Georg Schramm vor einigen Jahren: In der SPD habe sich ein neuer Arbeitskreis gebildet, „Sozialdemokraten in der SPD“.

Diesen Arbeitskreis würde Klingbeil doch nie genehmigen. "SPD" und "Sozialdemokrat" sind geschützte Marken und dürfen nicht einfach so verwendet werden!

Alfons (nicht überprüft)

Fr. 22 Mär 2019 - 15:36

Auch die FDP ist nicht mehr die säkulare Partei die sie mal war.

Mein Eindruck ist zudem, dass der Anteil der Kirchenmitglieder in der Bevölkerung ständig abnimmt, der Anteil der einer christl. Kirche angehörenden Mandatsträger auf allen Ebenen ständig zunimmt.

Heinz Fey (nicht überprüft)

Fr. 22 Mär 2019 - 17:11

Ist doch klar, Deutschland hat kein säkulares Staatswesen. Die Präambel zum Grundgesetz/Verfassung beginnt "In Verantwortung vor Gott und den Menschen". Damit ist eindeutig der religiöse Vorrang verbrieft , insofern ist die BRD auch ein Gottesstaat. Schaeun wir uns die Verfassungen der Bundesländer an, z.Bsp. von Rheinland-Pfalz, dann wird es noch eindeutiger!

Bodo E. Zündorff (nicht überprüft)

So. 24 Mär 2019 - 10:46

Die Angst vor dem Verlust von Wählerstimmen bestimmt die Geschäftsleitung der SPD. Was wollen wir eigentlich noch verlieren? Es reicht eine Nachfrage bei destatis (Statistisches Bundesamt), um zu erkennen, dass Religionslose auch ein erhebliches Wählerpotential darstellen. I.Ü. halte ich eine Namensänderung in Laizisten in der SPD für angebracht. Die Trennung von Staat und Kirche ist immer schon ein Grundanliegen der Partei gewesen, auch wenn der General hier die Unwahrheit sagt.
Übrigens sollte die politische Kaste nach über 100 Jahren endlich die Forderung der Weimarer Verfassung, die ins Grundgesetz übernommen wurde, die Staatsleistungen an die Kirche abzulösen, nachkommen. Noch ist das GG das in Deutschland wichtigste und höchste Gesetz...

Ulrike Ludy (nicht überprüft)

Mo. 25 Mär 2019 - 02:01

Die SPD diskriminiert niemanden, auch nicht Humanisten. Der Antrag auf Bildung eines Arbeitskreises säkulare Sozis würde abgelegt, weil er zum Ziel hat den Laisimus in Deutschland einzuführen. Das ist aber nicht mit dem Grundgesetz vereinbar und somit auch nicht mit den Grundsätzen der SPD. Also liebe säkulare Humanisten lehnt euch zurück, atmet tief durch und verbreitet nicht weiter diesen Unsinn. Glück auf!

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Mo. 25 Mär 2019 - 12:41

Antwort auf von Ulrike Ludy (nicht überprüft)

Es geht vordergründig aus meiner Sicht nicht um Diskriminierung von Humanisten. Nicht nur. Denn: Erst ein wirklich neutraler Staat kann sich völlig gleich den einzelnen Gliedern der Gesellschaft gegenüber verhalten. Nur so wird staatlich geduldete oder sogar geförderte Diskriminierung von jedermann und jederfrau verhindert.

Das GG wurde geschrieben zu einer Zeit, als Deutschland noch zu ca. 95% christlich war. Heute ist es um die 50% christlich, Tendenz sinkend. Den Rest des Kuchens teilen sich Konfessionsfreie, Muslime, Juden, Buddhisten, Hinduisten, Mormonen, Schamanen und SPD-Anhänger. Darauf MUSS eine Volkspartei (auch wenn die SPD aktuell wohl nur in Lummerland eine Volkspartei wäre) reagieren.

Die Zukunft sollte demokratisch und plural sein. Da sind Säkularisierung und Laizität Pflicht...

Achim (nicht überprüft)

Mo. 25 Mär 2019 - 19:47

Antwort auf von Ulrike Ludy (nicht überprüft)

"Der Antrag auf Bildung eines Arbeitskreises säkulare Sozis würde abgelegt, weil er zum Ziel hat den Laisimus in Deutschland einzuführen."

Oh, Sie haben anscheinend Insiderwissen. Kann diese Debatte in der SPD irgendwo nachlesen?

"Das ist aber nicht mit dem Grundgesetz vereinbar und somit auch nicht mit den Grundsätzen der SPD."

Da wäre ich für eine genauere Erklärung dankbar.
- Welche Teile des Laizismus sind mit welchen Teilen des Grundgesetzes nicht vereinbar?
- Wann ist etwas eigentlich "nicht mit dem Grundgesetz vereinbar" - eine Unvereinbarkeit mit einzelnen Artikeln kann nicht gemeint sein, denn die SPD hat in der Vergangenheit oft Grundgesetzänderungen zugestimmt.

Thomas Göring (nicht überprüft)

Mo. 25 Mär 2019 - 21:32

Antwort auf von Ulrike Ludy (nicht überprüft)

Aha.

Das Ziel der Einführung des Laizismus ist also verfassungswidrig - in der sozialdemokratisch gestützten Kirchenrepublik Deutschland.
Und säkulare Humanisten sollen das gefälligst schweigend hinnehmen.

Wer das aber anders sieht, "verbreitet Unsinn".

Geht's noch platter?

Norbert Schnitzler (nicht überprüft)

Mo. 25 Mär 2019 - 03:28

In der SPD findet man schnell welche, die Kritik am Islam aufbrausend zurückweisen, Vielfalt statt Einfalt, bunt statt braun und ähnliches proklamieren, aber schnell verstummen, wenn die Vielfalt und Buntheit auf AtheistInnen und AgnostikerInnen ausgedehnt werden soll.

Thomas Göring (nicht überprüft)

Mo. 25 Mär 2019 - 22:19

Antwort auf von Norbert Schnitzler (nicht überprüft)

Genau. Das freundschaftliche Band zwischen Kirchen & Islamverbänden & linksbürgerlichen Parteien ist festgezurrt. Wer weiß, was all diesen Herrschaften in der Zukunft noch so alles einfallen wird, um gemeinsam den "Unglauben" sowie den "aggressiven Atheismus" in der Gesellschaft zu bekämpfen bzw. auszuradieren.

Je unberechenbarer & brutaler die Verhältnisse in Wirtschaft & Politik, desto gefragter offenbar die Geistesdroge Religion - von den Einen als "Opium" und von den Anderen als "Kokain".

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Di. 26 Mär 2019 - 17:29

Ich traue keiner einzigen Partei und traue demnach auch keiner einzigen Religion!

Gisa Bodenstein

Die Autorin studierte Kulturgeographie mit den Wahlfächern Politische Wissenschaft, English and American Studies und Physische Geographie in Erlangen. Danach war sie für die Erlanger Nachrichten und die Berliner Morgenpost tätig. Seit 2017 arbeitet sie für den hpd und hat im April 2025 den Posten der Chefredakteurin übernommen.

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