Kommentar

Antivegane Religioten

Und schon wieder erschien ein Artikel auf dem hpd, der sich um das Thema "Veganismus" dreht. Sehr zum Missfallen all jener Leserinnen und Leser, die es lieber sähen, wenn der hpd bei seinen "Kernthemen" bliebe, sich also mit Atheismus, Religionskritik, Trennung von Staat und Kirche und dergleichen befasste, anstatt in nachgerade sektenhaft anmutendem Glaubenseifer vegane Ernährung zu einer Art Ersatzreligion zu stilisieren.

Ich selbst, der ich vor knapp einem Jahr in einem Artikel "Vegan Religion?" eben diesen Vorwurf aufgriff und dabei in einem Nebensatz erwähnte, seit gut 25 Jahren vegan zu leben, musste mich von einem Leserbriefschreiber belehren lassen, dass die "eifrigsten Veganverfechter", zu denen er offenbar auch mich zählt, "nicht wahrhaben wollen oder können, dass ihre Ideologie deutliche Züge einer missionarischen Heilslehre zeigt"; ganz abgesehen davon, dass "all die hier immer wieder auftauchende penetrante Werbung in veganer – und somit in letzter Konsequenz inhumaner – Sache nervt." Anderweitig erboste sich ein Leser, dass schon wieder "Veganismus" thematisiert werde, obwohl doch kürzlich erst "massenhaft dagegen Einspruch erhoben wurde, dass ein dem Rationalismus verpflichtetes Forum ständig dafür mißbraucht wird, für eine sektenähnliche Minderheit Propaganda zu machen". Echt jetzt? Der hpd als Plattform für eine Art Vegansekte, die in penetrant-missionarischer Manier Propaganda macht für ihre irrational-inhumane Minderheitensache?

In der Tat scheinen die Artikel Daniela Wakoniggs, Armin Pfahl-Traughbers, Falko Pietschs und anderer zum Thema "Veganismus" einen Nerv zu treffen, was sich nicht zuletzt an der jeweils überdurchschnittlich hohen Zahl an Leserzuschriften zeigt, die die Redaktion erreichen; einschließlich einer überdurchschnittlich hohen Zahl an Beschwerden, dass ausgerechnet in einem säkularen Medium wie dem hpd (quasi-)religiös besetzte Unsinnsthemen wie "Veganismus" – oder in weiterem Sinne: Beiträge zu Tier- Arten-, Natur- und Klimaschutz – sich breitmachten.

Beyond Meat

Als hpd-Autor Sebastian Hackauf unlängst über den Megahype berichtete, den der rein pflanzliche "Beyond Meat"-Burger in den USA auslöste – ein fleischloses Burger-Pattie, das in Aussehen, Textur und Geschmack von echtem Fleisch kaum mehr zu unterscheiden ist – beklagte sich einer der Dauerleserbriefeschreiber darüber, auf hpd immer wieder parareligiös verkleisterte oder schlicht antihumanistische Veganpropaganda lesen zu müssen, nach dem Motto: "Werdet gefälligst vegan oder wir unterstützen euch nicht mehr! Unterstützt gefälligst die Tierrechte oder wir unterstützen keine Menschenrechte mehr! Wer Tiere nutzt, ist ein Nazi!"

Und das, obgleich Autor Hackauf, in aller journalistischen Redlichkeit und Sorgfalt, lediglich die eminenten Vorteile von "Beyond Meat" aufgezählt hatte, allem voran: die im Vergleich zu herkömmlicher Fleischproduktion sehr viel geringere Emission von Treibhausgasen, der sehr viel geringere Energie-, Wasser- und Flächenverbrauch, dazu die unbestreitbaren Vorteile mit Blick auf die eigene Gesundheit (zum Beispiel null Cholesterin) sowie die Versorgung der rasant anwachsenden Weltbevölkerung mit Protein; ganz zu schweigen von der Reduktion des namenlosen Tierleides, das mit konventioneller Fleischproduktion einhergeht.

Aus welch düsterer Hirnregion sich der Vorwurf speiste, der Hackaufsche (oder irgendeiner der sonst auf hpd zum Thema zu lesenden) Artikel stelle antihumanistische Veganpropaganda dar und/oder schmähe Tiernutzer als Nazis, ließe sich allenfalls psychologisch erschließen.

Rick Wiles (Screenshot aus einer seiner Shows)
Rick Wiles (Screenshot aus einer seiner Shows)

Luziferische Kräfte

Aus noch weitaus düsterer Hirnregion und selbst psychologisch kaum mehr zu erschließen speist sich das Fanal, mit dem der US-amerikanische Fernsehevangelist Rick Wiles gegen Veganismus im Allgemeinen und "Beyond Meat" im Besonderen zu Felde zieht. Der fundamentalchristliche Rechtsaußenreligiot, der in seinen TV- bzw. Youtube- und Radiopredigten regelmäßig über Schwule, Muslime, Juden, Atheisten, Immigranten, Abtreibungsbefürworter und die Pornoindustrie herzieht, verkündete vor ein paar Tagen in seiner als "TruNews" bezeichneten Sendung, bei fleischloser Ernährung handle es sich um den Versuch luziferischer Kräfte, sich in "Gottes Schöpfung" einzumischen. Ihr Ziel sei es, die menschliche DNA so umzumodeln, dass Menschen nicht mehr als Menschen zu klassifizieren seien und insofern nicht mehr von Christus gerettet werden könnten. Sie würden sozusagen zu Tieren werden und könnten daher nicht mehr im Geiste wiedergeboren, sprich: des göttlichen Heils teilhaftig werden. Wiles skizziert eine "Albtraumwelt", in der es um nichts anderes gehe, als Satan immer noch mehr Menschen zuzuführen. Unnötig zu erwähnen, dass Wiles zu den prominenten Unterstützern von US-Präsident Trump zählt.

Machet sie euch unterthan …

Und aus christlicher Sicht hat er nicht einmal Unrecht: Das biblische Diktum aus dem 1. Buche Moses, in dem Gott selbst seinen Ebenbildern befiehlt, sich die Erde untertan zu machen und zu beherrschen, gilt als zentrale Maßgabe christlichen Selbstverständnisses:

"VND Gott schuff den Menschen jm zum Bilde / zum Bilde Gottes schuff er jn / Vnd schuff sie ein Menlin vnd Frewlin. Vnd Gott segenet sie / vnd sprach zu jnen / Seid fruchtbar vnd mehret euch vnd füllet die Erden / vnd machet sie euch vnterthan. Vnd herrschet vber Fisch im Meer / vnd vber Vogel vnter dem Himel / vnd vber alles Thier das auff Erden kreucht." (1.Mose 1,27-28, übs. v. M. Luther)

Und gleich noch einmal:

"Furcht und Schrecken vor euch vber alle Thiere auf Erden und vber alle Vogel vnter dem Himel, vber alles, was auf dem Erdboden kreucht, und vber alle Fisch im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, das sey eure Speise." (1. Mose 9, 2-3)

Es ist dies, wie der Kirchenkritiker (und Fleischverächter) Karlheinz Deschner schrieb, das "umfassendste Unterjochungs- und Todesverdikt der Geschichte, infernalischer Auftakt der Deformierung eines Sterns zum Schlachthaus."

Und es gilt dieses Verdikt unverändert bis heute und besetzt das kollektive Bewusstsein wie kein zweites: In einem "Hirtenschreiben" (!) von 1980 beispielsweise teilt die Deutsche Bischofskonferenz mit, Tiere hätten, im Unterschied zum Menschen, "kein unantastbares individuelles Lebensrecht". Folglich seien "wir Menschen berechtigt, Leistungen und Leben der Tiere in Anspruch zu nehmen". Unmissverständlicher noch erklärt der aktuell gültige Weltkatechismus der Katholischen Kirche, federführend herausgegeben im Jahre 1993 durch den seinerzeitigen Kurienkardinal und heutigen Expapst Joseph Ratzinger: "Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen."

Gott selbst, wie die Bibel berichtet, ließ sich von Anfang an Tiere opfern. Gleich nach dem Ende der Sintflut tötete Noah zum Wohlgefallen Gottes einen Teil der zuvor in der Arche geretteten Tiere und verbrennt sie auf einem Opferaltar:

"VND Noah baute dem HERRN einen Altar; und er nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar / Und der HERR roch den wohlgefälligen Geruch." (1. Mose, 8,20–21)

Wie ja das gesamte Alte Testament durchzogen ist von ständigen Dank-, Sühne-, Buß- oder sonstigen Opfern – sprich: Legionen rituell getöteter Rinder, Ziegen, Schafe, Tauben usw. – für einen Gott, der offenbar den Geruch verbrannter Tiere liebt: schon vor der Geschichte um Noah sieht er gnädig auf das geopferte Lamm Abels und verschmäht die Ackerfrüchte des Kain (Vgl. 1. Mose, 4,3–5). Biblischen Berichten zufolge seien anlässlich der Einweihung des Tempels Salomons 22.000 Rinder und 120.000 Schafe geschlachtet und geopfert worden.

"VND Salomo schlachtete als Heilsopfer, das er dem HERRN darbrachte, 22 000 Rinder und 120 000 Schafe. So weihten der König und alle Söhne Israel das Haus des HERRN ein." (1. Koenige, 8,63)

Vermutlich wäre der HERR mit einem Beyond-Meat-Patty aus Erbsenprotein nicht zufrieden gewesen. Noch Fragen, was Fleischkonsum mit Religion zu hat?

Kommentare (183)

René (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 14:15

1. Wer schreibt?

2. Was sind das für wirre Zusammenhänge, die hier hergestellt werden? Was hat zum Beispiel dieser US-Pfaffe mit dem hiesigen Streitthema zu tun?

3. Wie können religiöse Grundzüge des Veganismus damit widerlegt werden, Beispiele für Fleischgebote in irgendeiner anderen Religion zu nennen?

4. Im Zusammenhang mit dem Erbsenburger-Artikel erinnere ich mich nicht an Vorwürfe gegen den Autor, er würde Fleischesser als Nazis hinstellen! Wohl aber werden *wiederkehrend* Kommentatoren von Veganisten mittels NS- oder KZ-Vergleichen diffamiert. Das ist offen für jeden sichtbar, somit nicht abzustreiten und außerdem nicht tolerierbar!

Andreas Lichte (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 16:05

Antwort auf von René (nicht überprüft)

@ René Schreiben Sie eigentlich immer überflüssige Kommentare? Hatte ich auch schon, hier: https://hpd.de/comment/50872#comment-50872

René (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 12:20

Antwort auf von Andreas Lichte (nicht überprüft)

@Andreas Lichte:
Um Deine Frage zu beantworten: Nein.

Was die Form Deiner "Kritik" angeht: Was soll dieser Querverweis in ein anderes Thema? Dort hattest Du offenbar keine Notwendigkeit zur Reaktion gesehen. Vermutlich weil meine Bewertung dort zu offensichtlich richtig und von allen Lesern direkt nachvollziebar war.

Aber dort wie auch hier: Gaaanz schlechter Stil. Beleidigend, unter der Gürtellinie, substanzlos. Schade.

Andreas Lichte (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 15:53

Antwort auf von René (nicht überprüft)

@ René Duzen wir uns? Kenne ich jemanden, der sich hinter einem "Vornamen" verbirgt?

Apropos "substanzlos. Schade.": Wenn Sie etwas zu sagen haben, können Sie ja noch einmal schreiben ...

Zu Frage 1: "Siezen" wir uns. Keine Ahnung, warum das "Ihnen" so viel bedeutet. Ich wollte "Ihnen" nicht zu nahe treten, finde aber dieses sprachliche Element und die damit verbundenen Distanz- und Hierarchiespielchen dumm.

Zu Frage 2: Das weiß ich nicht. Mein Vorname ist aber bloß ein Vorname und kein "Vorname". Dumme Anspielung schon wieder, mit der Sie mein Posting unter Synonym zu diskreditieren versuchen.

Zu Ihrer Aussage am Ende: Das gehört erstens in nicht unter diesen Artikel, zweitens: Warum? Sie haben dort doch auch nicht reagiert. Wie schlecht und angriffig Sie dort auf Kommentatoren reagieren, kann jeder sehen. Da brauche ich doch nicht alle Stellen zusammenkopieren. Ich finde es im übrigen richtig dumm von Ihnen, wie Sie Sich ihre Freunde (im Geiste) selber mit Ihrem Gepolter zu Feinden machen.

@ René Ich habe HIER kommentiert, weil Sie auch HIER dem Autor – Colin Goldner – mit einem – überflüssigen – Kommentar "in den Rücken fallen": niemand braucht "friendly fire". Da von "Freunde (im Geiste)" zu sprechen, ist "...".

Ich sieze in der Regel Menschen, die ich nicht kenne. Menschen, die Andere angreifen, sieze ich immer. Ob Ihr "Vorname" Ihr realer Vorname ist, kann ich nicht wissen ...

René (nicht überprüft)

Mo. 1 Jul 2019 - 11:28

Antwort auf von Andreas Lichte (nicht überprüft)

@ Andreas Lichte:

Zum ersten Absatz:

Sie vermischen beide Threads, merken offenbar nicht, was auf Sie bezogen ist und was auf den Artikel von Colin Goldner. "In den Rücken Fallen" ist wohl eine ziemlich unsinnige qualifizierung für meinen "überflüssigen" Kommentar.

Zum zweiten Absatz:

- Ist mir doch egal, wen Sie siezen. Das tut auch gar nicht zur Sache.
- "Menschen, die Andere angreifen, sieze ich immer." - Na sicher. LOL.
- Es ist HIER mein Name. Auf den kann jeder sich im Thread beziehen. Mehr ist nicht wichtig.

@ Redaktion: Wieso moderiert Ihr sinnlose dreiwortige persönliche Anfeindungen nicht? Widerspricht das nicht Euren eigenen Vorgaben? https://hpd.de/inhalt/kommentar-netiquette

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mi. 3 Jul 2019 - 18:43

Antwort auf von René (nicht überprüft)

@Andreas Lichte

Es ist halt kennzeichnend für Leute, die aus Prinzip oppunieren, daß sie als erste was kommentieren müssen, ohne dabei auf inhaltliche Substanz und fundierte Aussage, zu achten. Also nicht so viel Bedeutung bemessen, Kommentaren wie von Leuten mit Vornachnamen, oder so ähnlich.

Daher ist das Buch von Michael Schmidt Salomon eben so wichtig :
"KEINE MACHT DEN DOOFEN"

An Sie, Andreas, Dank für das Engagement, darauf mit Geduld und Sachlichkeit, zu reagieren.

Liebe Grüße.

Bei den ganzen Assoziationsfetzen und Andeutungen, die Ute Soltau hier zum Besten gibt, gerät selbst das eigene Lager schon ins Rätseln über die Bedeutung.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mi. 3 Jul 2019 - 11:22

Antwort auf von René (nicht überprüft)

Merkwürdige Rhetorik. Typisch für Leute, denen die sachlichen Argumente fehlen bzw. ausgehen, werfen dann mit haufenweise Projektionen um sich, und möchten sehr gerne erreichen, daß die Fetzen fliegen. Daran kann man sie erkennen.
Das eigene Lager.. befindet sich der Herr im Krieg?
Wie gesagt, ich polarisiere nicht, sondern differenziere, was um so wichtiger wird, je mehr eine Diskussion bzw. AUSEINANDERSETZUNG INS UNSACHLICHE abgeleitet.
Natürlich muß man ein halbwegs intelligenter Mensch sein, um geistreiche Kommentare zu verstehen, was ich grundsätzlich bei jedem. rTeilnehmerInn voraussetze.
Dazu gehört selbstverständlich auch Andreas Lichte.
Schon mal gemerkt, warum er es nicht sofort verstanden hat..und ich das Missverständnis klar gestellt hatte?
Ansonsten keinerlei Kommentar.
Die sehr deutlich überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer lässt sich doch nicht verdummen, und von Inhalten und Thema, ablenken.
Das ist doch wirklich erfreulich. Vielen Dank für dafür.

@Andreas Lichte

Die.. von dem Herrn René natürlich.
Und ganz richtig erkannt :
Langeweile.. und der Versuch, Aufmerksamkeit zu bekommen.
Leider weit gefehlt..

Andreas!
Cheers!

Hans-Detlev v… (nicht überprüft)

Do. 18 Jul 2019 - 13:34

Antwort auf von René (nicht überprüft)

"Beleidigend" kann nach Rspr. u. Lit. zu §185 StGB schon das pure Duzen einer erwachsenen Person sein, die dem nicht vorab ausdrücklich zugestimmt hat. Es wundert schon, wie sich derlei laxe Umgangsformen in den fälschlicherweise so genannten "sozialen" Medien ausgebreitet jnd in den Alltag eingemeindet haben.

René (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 13:50

Antwort auf von Andreas Lichte (nicht überprüft)

Nachtrag @ Andreas Lichte: In dem von Dir unsinnigerweise *hier* beantworteten und verlinkten Kommentar hatte ich lediglich sehr sanfte Kritik an Deiner dortigen unterirdisch schlechten "Verteidigung" Deines eigenen Artikels geübt. Das kannst Du "überflüssig" finden oder nicht. Ich tu's trotzdem.

Ganz lieber Mensch (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 17:47

Antwort auf von René (nicht überprüft)

Sie geben mit ihrem Kommentar ein Beispiel für die Art Menschen ab, über die es im Artikel geht.

Der Artikel ist sehr gut und gibt auch meine Erfahrung wider.

Michael Andreas (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 18:17

Antwort auf von René (nicht überprüft)

Fleischgebote anderer Religionen sagen nichts über die religiösen Züge des Veganismus aus. Was jedoch sind diese religiösen Grundzüge?

Den Holocaustvergleich finde ich unangebracht, weil zum Holocaust auch Hass und Vernichtungswille gehört. Die industrialisierte Ausbeutung bietet allerdings Ähnlichkeiten zur Tierhaltung. Bevor man den Vergleich als unpassend beiseite legt, sollte aber kurz über Entmenschlichung gesprochen werden:

Opfer des Holocaust berichten "wie Tiere behandelt" worden zu sein und auch Täter bezeichnen ihre Opfer als Ungeziefer oder andere nichtmenschliche Tiere. Zur Zeit liest man auch von vielen hasserfüllten Kommentaren, in denen es anscheinend nicht reicht von "Volksverrätern" zu reden, sondern von "vaterlandslosen Schweinen" oder "Ratten".

Meinolf (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 23:00

Antwort auf von René (nicht überprüft)

Auch ich finde den Artikel nicht sonderlich gelungen, auf den angeblichen Religionscharakter des Veganismus wird nicht eingegangen, lediglich auf die Einwände gegen Veganismus durch religiöse Menschen.

Ich hätte bei dem Titel eher an die Bekanntmachung des Begriffs „Karnismus“ gedacht: Statt die Denkweise, dass Tiere dem Menschen zur Speise dienen dürfen als normal zu sehen und ihr keinen Namen zu geben, hat eine amerikanische Veganerin diesen Begriff erfunden. Sie sieht diese Denkweise wiederum als irrational religiös, jedoch als so tief in den Menschen verwurzelt, dass sie sich dessen nicht mehr bewusst sind und keinen Namen für diese Denkweise haben, sondern eben nur für abweichende.

Ich wüsste nicht inwiefern Veganismus einer Religion ähneln sollte, allenfalls gibt es eine Schnittmenge zwischen spirituellen und veganen Kreisen, die ich mir aus meiner Sicht vielleicht aus einer höheren Sensibilität und einer Tendenz das Konventionelle hinter sich zu lassen erklären könnte.
Es interessiert mich sehr, wo Sie im Veganismus religiöse Grundzüge sehen.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 23:03

Antwort auf von René (nicht überprüft)

Kann mich deinem Kommentar nur anschließen, René; hatte gleiche Gedanken.
1. Der Autor wurde kurz nach Erscheinen des Artikels nachgereicht (hätte lt. des einführenden Artikel-Zitats auch Claudia G. sein können).
2. Der ganze Abschnitt nach "Luziferische Kräfte" ist in dem Thema m.E. völlig fehl am Platz (wobei die Bibel-Zitate wohl den Artikel-Titel stützen sollen?).
3. Dito.
4. Nicht der "Erbsenburger-Artikel" bemüht 'Nazis'; aber die kommentierende Diffamierung von 'Allesfressern' als 'faschistoid', 'faschistisch' oder 'Faschisten' ist absolut jenseitig - selbst (oder gerade wenn) der *wiederkehrende* Dauer-Kommentator Thomas R. mitunter meint, etwas 'tricksen' (aka indirekt formulieren) zu müssen, weil das sonst gelöscht werden würde...

Und der Artikel-Titel "... Religioten" ist in plumper Umkehrung der Vorwürfe - ja, was?
Extrem billig.

Ich rechne aber auch hier wieder mit 50+ Kommentaren. Fröhliches Schlachten!

Thomas R. (nicht überprüft)

Sa. 22 Jun 2019 - 09:58

Antwort auf von Hans Trutnau (nicht überprüft)

"aber die kommentierende Diffamierung von 'Allesfressern' als 'faschistoid', 'faschistisch' oder 'Faschisten' ist absolut jenseitig"
-
Nö, ganz im Gegenteil. Jeder Faschist sucht sich irgendwelche empfindungsfähigen Wesen aus, deren Interessen er nach Belieben mißachtet. Was dem Egoisten alle übrigen Tiere, dem weißen Rassisten die People of Colour, dem männlichen Sexisten die Frauen, dem Nationalisten die Ausländer oder dem Nazi die Juden, Sinti, Roma, Homos, Kommunisten etc., das sind dem Allesfresser die nichtmenschlichen Tiere. Nicht nur gibt es keinen rationalen Grund, die Fleischfresserei vom Faschismusvorwurf auszunehmen, es wäre sogar logisch- und damit ABSOLUT falsch. Das unkorrigierbare Festhalten an falschen Überzeugungen ist wahnhaft, und hier schließt sich denn auch der Kreis zur Religiotie.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mi. 26 Jun 2019 - 14:05

Antwort auf von Thomas R. (nicht überprüft)

Lieber Thomas R.

Das ist doch bei weitem nicht nur das Problem von sogenannten Religioten..
Ist Ihnen das denn noch nicht aufgefallen?
Oder sind Sie auch schon im Elfenbeinturm eines dogmatisch verstandenen Humanismus gelandet, der sich über Religioten auslässt, ohne Weitsicht auf die sogenannte Art von Atheismus sozusagen im eigenen Haus?
Bitte hierzu auch meine anderen Kommentare lesen.
Ansonsten bin ich d'accord:
KARNISMUS trägt in jedem Fall, definitiv FASCHISTOIDE gewalttätige, Elemente.
Da braucht sich niemand über die Religionen zu erheben und Kehr vor seiner Tür..

VEGANE GRÜßE AN ALLE!

Thomas R. (nicht überprüft)

Sa. 29 Jun 2019 - 10:16

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

"Das ist doch bei weitem nicht nur das Problem von sogenannten Religioten.."
-
Hab ich auch nicht behauptet.
-
"Oder sind Sie auch schon im Elfenbeinturm eines dogmatisch verstandenen Humanismus gelandet,"
-
Ich bin kein Humanist, sondern Ethizist und als solcher selbstverständlich auch anti-Irrationalist. Daher meine ÄUSSERST entschiedene Ablehnung jedweder Religion.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mi. 3 Jul 2019 - 18:31

Antwort auf von Thomas R. (nicht überprüft)

Schön, da haben wir auf jeden Fall mal wieder ein paar grandiose Begriffe.

Evolutionäre vegane und unkonventionelle Grüße an den Ethizisten.

Gabriele Wruck (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 00:05

Antwort auf von René (nicht überprüft)

Ein Konzentrationslager ist ein Ort, an den Individuen deportiert und dort brutal freiheitsberaubt, entwürdigt, gedemütigt, ausgebeutet, gequält, getötet und abgeschlachtet werden.

Traditionell gern mit der Begründung, das ginge wegen ihrer Minderwertigkeit - weil es irgendwo geschrieben steht bzw. weil man halt einfach dieser "Meinung" ist - schon in Ordnung.

DAS ist nicht tolerierbar.

Thomas R. (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 04:45

Antwort auf von René (nicht überprüft)

"Wohl aber werden *wiederkehrend* Kommentatoren von Veganisten mittels NS- oder KZ-Vergleichen diffamiert."
-
Nicht alle Fleischfresser sind Nazis, und nicht alle Nazis sind Fleischfresser, aber sie alle teilen das ethisch entscheidende Merkmal, willkürlich bestimmten empfindungsfähigen Wesen die Anerkennung ihrer ethischen Objekthaftigkeit teilweise oder vollständig zu verweigern, bzw. Wesen von gleichartiger ethischer Objekthaftigkeit willkürlich ungleich zu behandeln. Ich werbe mit äußerster Entschlossenheit für systematisches und lückenloses leidvermeidendes Verhalten NACH DEM ETHISCHEN GLEICHHEITSGRUNDSATZ, weil das JEDE willkürliche Ungleichbehandlung und somit ALLE Formen des Faschismus ausschließt (unter ihnen Nazismus UND Speziesismus).

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mi. 26 Jun 2019 - 13:01

Antwort auf von Thomas R. (nicht überprüft)

Eine Diffamierung ist es definitiv nicht, wer soll sich diffamiert fühlen, wenn er sich nicht angesprochen fühlt, weil er sich so nicht verhält.
Es zeigt immerhin die verständliche Wut über derartige Gewaltbereitschaft und Abwertungen, von Teilen in unserer Gesellschaft, gegenüber hilflosen Geschöpfen und der Mitwelt.
Diese Gesellschaft mit dieser Geschichte muß gerade daher, unbedingt und notwendig Veränderungen, herbeiführen.
Peaceful
Peacefood!

Evolutionäre vegane Grüße!

Unbequeme Wahrheit (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 12:00

Antwort auf von René (nicht überprüft)

Zahlreichen Holocaust-Überlebenden, die selbst den Vergleich KZ/Holocaust zu dem Holocaust der Tiere in den Tierqualindustrien-/KZs herstellen und ihn sogar noch als weitaus fürchterlicher bezeichnen als den Holocaust den sie persönlich er-/überlebten, wollen Sie das Wort verbieten? Wie unfassbar schäbig und zutiefst arrogant!!!

Zu „ihrer“ Toleranz, a) über dieses Wortes sollten Sie sich vielleicht erst mal Gedanken machen, bevor Sie es „missbrauchen“! Und b) zudem darüber, was (auch) Sie, als (mutmaßlich) Omnivore, alles tolerieren: Jahr für Jahr etwa 900 Millionen (Deutschland) / 70-75 Milliarden (weltweit) von Vergewaltigung, Qual, Folter, Kindesraub und Mord gepeinigte nichtmenschliche Tiere (allesamt Kinder: Kuh, Schwein, Schaf, Ziege, Huhn... und Säuglinge: Kalb, Ferkel, Lamm, Zicklein, „Küken“...), als Folgen (Hauptursache) der „Produktion“ und des Konsums von Tierqual„produkten“ (Fleisch, Milch/Milchprodukte, Eier, Fisch, Tierhaut: Leder, Pelz, Federn, Wolle...): Jahr für Jahr rund 1 Milliarde hungernde/verhungernde und etwa 20 Millionen verhungerte Menschen, Millionen aussterbende Arten, Verseuchung allem mit antibiotikaresistenten Keimen, Verseuchung der Grundwässer mit Nitrat, Verseuchung der Böden und Gewässer mit Gülle, Zerstörung sämtlicher (restlicher) Regenwälder, Klimakrise-/katastrophe... kurz: Zerstörung sämtlicher Lebensgrundlagen allen Lebens, damit verbunden: Zerstörung der Lebensgrundlagen von Abermillionen Menschen, damit verbunden: Abermillionen flüchtende Menschen aus ihren Ländern in denen die Lebensgrundlagen zerstört wurden... und in immer höherer Geschwindigkeit zerstört werden... (sämtliche katastrophalen Folgen durch die/den „Produktion“/Konsum von Tierqual„produkten“ aufzuzählen, würde hier an dieser Stelle den Platz-, darüber hinaus auch den Zeitrahmen bei Weitem sprengen!!!

„Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.“ – Thomas Man

Thomas Baader (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 19:01

Antwort auf von Unbequeme Wahrheit (nicht überprüft)

Nachdem ich einige Kommentare gelesen habe, bin ich wirklich nicht überzeugt, dass die Unsachlichkeit und Emotionalität tatsächlich einseitig bei den "Anti-Veganern" zu finden ist... da scheinen mir doch auf der anderen Seite einige Äußerungen über das Ziel hinaus zu schießen.

@Thomas Baader: Sie verwechseln da leider etwas, auch wenn (auch) Sie es womöglich nicht wahrhaben möchten, nämlich "Äußerungen" mit Fakten!

Hans-Detlev v… (nicht überprüft)

Do. 18 Jul 2019 - 13:51

Antwort auf von Unbequeme Wahrheit (nicht überprüft)

Nennen Sie mir einen einzigen "Holocaust-Überlebenden", der diesen Vergleich, diese Gleichsetzung, formuliert hätte. Nun gehört es freilich spätestens seit dem 9. Mai 1945 zu den Standardinstrumentarien geschichtsrevisionistischer und apologetischer Argumentation, sich auf, meist unbenannte, "jüdische Kronzeugen" zu berufen.

Ernst-Günther Krause (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 14:49

Danke für diesen Kommentar mit rational gut nachvollziehbaren Schlussfolgerungen aus Tatsachen, mit denen Menschen, die das Geschehen um sich herum mit offenen Augen verfolgen, tagtäglich konfrontiert werden.

Rainer Bolz (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 15:55

Ich frage mich schon lange, was dieses ganze vegane Geschwurbel hier auf hpd zu suchen hat. Veganer sind in meinen Augen zu wenig Genussmenschen, wobei die Tierhaltung unbedingt als Massentierhaltung in jetziger Form inakzeptabel ist.
Ein wunderbares Steak auf dem Grill, dazu ein tolles Craft-Bier oder Wein im Freundeskreis mit einer „Priese“ zotiger Witze und das Leben ist sooo, unanständig schön.
Bis dahin werde ich meine Spendenbereitschaft weiter aussetzen.

@Bolz

Wenn hier jemand schwurbelt dann Leute wie sie. Tolles Wort, schon ziemlich angegriffen.
Aber
Egoismus und Arroganz hat der Welt schon immer geschadet.
Wenn Sie nicht erkennen wollen oder können, was Vegane Lebensweise mit Humanismus zu tun hat, sollten Sie sich zurückhalten und nicht immer weiter diesen egomanen Nonsense zum Besten geben, den kennen wir inzwischen zu Genüge.
Man muß sich dagegen die Frage stellen, was Leute mit dieser Grundeinstellung überhaupt mit dem Humanismus und dem Hpd zu tun haben.
Angeblicher Atheist zu sein?
Das reicht bei weitem nicht aus, um eine gerechte und humaner Welt zu schaffen.
Daran haben Leute wie Sie auch gar kein Interesse, Hauptsache Genuss, SUV und Sekt. Kinder sind ja sowieso überflüssig oder?
Verschonen Sie doch bitte diese Plattform des Hpd mit Ihrem langweiligen Egoismus.
Genießen Sie Ihr Leben gern, aber nicht auf Kosten anderer Menschen und der Mitwelt.

Mit veganen Grüßen, fundierten Kenntnissen zum Thema Humanismus und dessen Gesamtzusammenhängen,
vegan gekeltertem Sekt und gut gekühlt, ganz ohne Kühlschrank.

U. S.

Rainer Bolz (nicht überprüft)

Di. 25 Jun 2019 - 11:35

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

Wieso glauben eigentlich so viele, dass sie die Wahrheit gepachtet haben?
Die Geschichte der Menschheit ist geprägt von Menschen, die sich grundsätzlich auf der Seite des Richtigen sehen und dabe die Freiheit der anderen unterdrücken. Dies führte zu Konzentrationslagern, Zwangsumsiedelungen und Mauerbau.
Aber diese Geisteshaltung steckt genauso hinter Genfelderzerstörung, Hausbesetzung, Molotow-Cocktails, jahrzehntelanger Fernsehfolter durch <<Das Wort zum Sonntag>> sowie Veganismus.
Ich werde mit meiner lieben Frau gleich zur italienischen Eisdiele fahren,- in unserem SUV natürlich, - dabei fällt mir ein, Veganer dürfen doch kein Milcheis schlecken oder?
Für einen kurzen Augenblick überkam uns ein wenig Mitleid.
Und Wassereis ist nun mal nur der halbe Genuss.
Mit hedonistischen Grüßen RB

Es ist Fruchteis. Erfrischend und ohne belastende Fette. Eine Sache des feinen Geschmacks. Den muß man dazu natürlich erstmal haben.
Übrigens war sogenanntes Wassereis auch mal sehr beliebt, CapriEis, in den 70ern.
Weil das sehr erfrischend ist. Kommt alles wieder. Gerade bei Kindern sehr beliebt, gut selbst zu machen, und sehr gesund.
Zum Schluß noch ein Wort : Veganer dürfen alles, aber sie wollen nicht alles.
Das nennt man auch Entwicklung.

Danke allen Menschen, die Rücksicht auf ihre Mitmenschen und ihre Mitwelt nehmen.

Mitleid sollten egoistische Menschen mit denen haben, auf deren Kosten sie leben. Es ist aber ja das Problem von Egomanen, daß sie gerade dazu nicht in der Lage sind.
Was das allerdings noch mit Humanismus zu tun hat, sollte sich ernsthaft die Giordano - Bruno - Stiftung, fragen.. zumindest in Bezug auf ihre Sponsoren und Förderer.

Unabhängige Grüße.

U. S.

Wenn ich ein wunderbares zartes, gut abgehangenes Steak auf den Grill lege und mir dann langsam diese Röstaromen in die Nase steigen, - dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft, - frage ich mich ob es bei Veganern auch zum Speichelfluss kommt wenn die ihren Rasen mähen.

@Bolz

Und was ist so mit Ihnen??
Was haben Sie gepachtet oder sich gar angeeignet?
Wenigstens! ein bisschen mehr Bescheidenheit nach außen und eine realistische Selbstwahrnehmung vielleicht?
Wie geht es Ihrer Frau, von der so oft die Rede ist, in ihren! Kommentaren, denn so damit?.. Intern gemeint natürlich.
(Ist selbstverständlich private Angelegenheit.)

Hedonist kann man übrigens sein, oder ist man, und dennoch sozialer Humanist, dennoch fern von Egomanic.
Epikur - zum Beispiel, hat in seinem Garten mit seinen Freunden Philosophie studiert, und hat niemanden dabei geschadet. Im Gegenteil.

@Bolz

Von Ihnen würde ich sowieso keine Spenden annehmen!
Ebenso sieht es hoffentlich und vermutlich auch der Hpd.
Darauf kann man wirklich gut verzichten.
Ebenfalls auf Ihre Kommentare zu Craft Bier und Zoten.
Bleiben Sie damit und mit Ihrer Wichtig. tuerei besser in Ihren Kreisen, da ist es sicher besser aufgehoben, als beim Hpd.

U. S.

Peter Hemecker (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 16:24

Der Autor wehrt sich gegen die unsachliche Kritik, der Vegetarier und Veganer in Beiträgen zu diesem Thema hier auf der Plattform regelmäßig ausgesetzt sind. Das Thema Veganismus vs. Fleischkonsum ist in der Tat zunehmend ideologisch befrachtet, zumal beide Seiten meist aggressiv die jeweils andere Seite anfeinden. Auch gegenseitige Toleranz scheint nicht mehr üblich zu sein, nach dem Motto „jeder nach seiner Fasson“, sondern man will nicht nur selber Veganer (oder Fleischesser) sein, sondern will den jeweils anderen auch dazu nötigen.

Aber genau diese Unsachlichkeit, die Colin Goldner seinen Gegnern vorwirft, befällt ihn, als er – nach einem halbwegs sachlichen Anfang – im Laufe des Artikels beginnt, seine Gegner mit der Psychologiekeule zu pathologisieren. Danach werden die Veganismus-Kritiker von ihm mit durchgeknallten amerikanischen Sektenpredigern, mit Apologeten alttestamentarischer ‚Weisheiten‘ und mit rückständigen Kirchenfürsten verglichen. Es fehlt eigentlich nur noch die Nazi-Keule, die dann jede andere Meinung totschlägt.

Sachlichkeit auf beiden Seiten wäre gerade auf dieser Seite dringend vonnöten. Das gemeinsame Ziel von Trennung von Staat und Kirche, von Säkularismus, von Widerstand gegen den Einfluss von Religionen und Kirchen und gegen die Aufrechterhaltung und Ausbreitung verzopfter und auch gefährlicher religiöser Ansichten sollte auf dieser Plattform das Hauptthema sein. Alles was innerhalb der konfessionsfreien Szene zu Streit und Spaltung führt, sollte in den Hintergrund treten. Unser gemeinsamer Gegner ist sowieso schon stark genug, er muss sich nicht noch darüber amüsieren, dass wir uns die Köpfe einschlagen.

Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 16:49

Antwort auf von Peter Hemecker (nicht überprüft)

Ich habe hier noch nie erlebt, dass Fleischesser Veganer vom Fleischessen überzeugen wollen. Sie bauen eine falsche Symmetrie auf, die so nicht existiert: Nicht Fleischesser haben hier verlangt, dass vegane Produkte staatlich verboten werden, sondern die Veganer hier haben verlangt, dass Fleisch staatlich verboten wird. Suchen Sie einfach mal nach dem Stichwort "Fleischverbote" auf hpd. Außerdem waren es nicht die Fleischesser, die die Menschenrechte von Veganern infrage gestellt haben, sondern die Veganer haben die Menschenrechte von Fleischessern wiederholt infrage gestellt, um ein "Gleichbehandlungsprinzip" mit Tierrechten rhetorisch zu erzwingen. Die Feindseligkeit meinerseits kam einzig und allein aus der Reziprozität dieser Feindseligkeit. Warum sonst sollte es mich interessieren, wenn jemand nur Pflanzen isst? Schließlich war ich selber jahrelang Vegetarier. Die Unsitte, Ungleiches als gleich zu behandeln, war genau das, was ich kritisiert habe.

#Udo Zeitvogel: Ich gebe Ihnen vollständig recht. Ich kenne auch keinen Fleischesser, der einem Veganer/Vegetarier etwas vorschreiben möchte.

Aber ich habe beim Schreiben einen möglichst neutralen Standpunkt vertreten wollen, daher diese Gleichsetzung. Wie Sie aus dem Ende meines Kommentars ersehen können, ging es mir um Deeskalation, der gemeinsamen Sache des Säkularismus willen.

Menschenrechte??? Äußerst fragwürdige Sache!!
In welcher Zeit lebt denn dieser Vogel!
Archaische Strukturen des Mittelalters!!??

Mit zivilisierten fortschrittlichen und veganen Grüßen!

"Ich habe hier noch nie erlebt, dass Fleischesser Veganer vom Fleischessen überzeugen wollen."
-
Das wäre ja genauso hirnrissig wie der Versuch, ex-religiotische Atheisten wieder zum Theismus zu bekehren. Sogar die Dummheit der Leichenfresser hat Grenzen.

Thomas R. (nicht überprüft)

Sa. 22 Jun 2019 - 10:02

Antwort auf von Peter Hemecker (nicht überprüft)

„jeder nach seiner Fasson“
-
Hier geht es nicht um Geschmack oder persönliche Präferenz, sondern um ETHIK! Und ob der Humanismus ein strikt antifaschistisches Überzeugungssystem sein soll oder nicht, ist ja wohl keine nebensächliche Frage.

Was beim Zeus hat jetzt 'Antifaschismus' damit zu tun. Hier scheint mittlerweile alles durcheinander zu gehen.

Ich würde auf dieser Plattform lieber beim Thema 'Trennung von Staat und Kirche' bleiben. Sonst laufen irgendwann die Leser weg, was mehr als schade wäre. Die Kirchen allerdings würden sich freuen.

Thomas R. (nicht überprüft)

Di. 25 Jun 2019 - 08:14

Antwort auf von Peter Hemecker (nicht überprüft)

"Was beim Zeus hat jetzt 'Antifaschismus' damit zu tun."
-
Diese Frage habe ich schon in meinen Kommentaren vom 21. Juni, 4:45 und 22. Juni, 9:58 beantwortet.

Peter Hemecker (nicht überprüft)

Di. 25 Jun 2019 - 19:57

Antwort auf von Thomas R. (nicht überprüft)

Ach so: Ein antifaschistischer Kampf gegen Schnitzel und Koteletts ...

Ja nee, ist klar !

Thomas R. (nicht überprüft)

Mi. 26 Jun 2019 - 17:39

Antwort auf von Peter Hemecker (nicht überprüft)

"Ein antifaschistischer Kampf gegen Schnitzel und Koteletts ..."
-
Nein, ein antifaschistischer Kampf gegen willkürliche Ungleichbehandlung - zum Wohle ALLER leidensfähigen Wesen.

@Thomas
@all
Zum WOHLE/Wohlergehen aller leidensfähiger Wesen.
DANKE Thomas R. für diesen Satz!
Tierliebe Grüße!

Manuel (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 17:18

Meine Erfahrung als Vegetarier ist eine ganz andere: Ich hab noch nie jemanden ungefragt auf auf meine Essgewohnheiten hingewiesen. Aber natürlich merken Leute, die mit mir zusammen irgendwo essen gehen, dass ich eben vegetarisch bestelle. Und dann geht nicht selten die Diskussion los, jedoch ausgelöst durch die anwesenden Nicht-Vegetarier. "Warum isst du kein Fleisch?", "Aus gesundheitlichen oder moralischen Gründen?", "Dein Essen isst meinem Essen das Essen weg, hahaha".
Ich hab kein Problem damit, wenn neben mir jemand Fleisch isst. Ich muss darüber nicht diskutieren, bekomme die Diskussion aber manchmal aufgezwungen.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass manche Fleischesser sich alleine durch die Tatsache angegriffen fühlen, dass ich Fleisch-Essen ablehne. Und als Reaktion wird dann präventiv eine Reihe an Gegenargumenten aufgetischt.

Es gibt sicherlich auch die militanten Veganer aber ich habe es bisher nur in der anderen Richtung erlebt und diese Beobachtung auch von einigen anderen Veganern so erzählt bekommen. Das fällt manchen dieser Fleischesser nur scheinbar nicht auf, dass sie vielleicht selber auch nicht weniger militant sind.

Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 18:33

Antwort auf von Manuel (nicht überprüft)

Absurd. Veganer waren diejenigen, die auf hpd staatliche Fleischverbote eingefordert haben. Ich habe noch nie erlebt, dass Fleischesser staatliche Vegan-Verbote eingefordert hätten. Veganer sind hier diejenigen, die Hauptartikel gegen das Fleischessen verfassen und die Nutzer der Plattform in irreführender Weise zitieren, um sie dann im Hauptartikel beleidigen zu können. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Fleischesser auf hpd einen Hauptartikel zum Thema eröffnet hat, nur um vegane Nutzer zu beleidigen und irreführend ihre Kommentare zu zitieren.

Thomas R. (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 07:51

Antwort auf von Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

"Ich habe noch nie erlebt, dass Fleischesser staatliche Vegan-Verbote eingefordert hätten."
-
Warum sollten sie auch? Ihr verbrecherisches Verhalten ist legal, normal, bequem und auch noch billiger als der ethische Veganismus. Mit dem Versuch, etwas Antimoralisches in Gesetzesform gießen zu lassen, würden sie sich nur unmöglich machen.
-
"Veganer hier haben verlangt, dass Fleisch staatlich verboten wird"
-
Tja, das wäre gar nicht nötig, wenn die Menschen freiwillig moralisch handeln und unterlassen würden. So ist jedes strafbewehrte Gesetz, das sich gegen leiderzeugendes Verhalten richtet, ein ethisches Armutszeugnis für seine Adressaten. Potenzielle Verbrecher aller Art müssen sich von jeher mit Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit arrangieren, und auch Karnisten dürfte das mehrheitlich gelingen, sobald sie die Rechtslage dazu zwingt. Leider ist vorläufig kein ethischer Entwicklungssprung und daher auch keine demokratische Mehrheit für ein Fleischverbot in Deutschland zu erwarten, weshalb Ihre Hysterie ganz und gar lächerlich wirkt.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 19:40

Antwort auf von Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

Kein Wunder, das wäre ja auch Schwachsinn. Denn mit veganer Nachhaltigkeit schadet man niemandem. Argumente, wie mit Früchten und Samen esse man den Menschen auch was weg. Oder Pflanzen seien auch Lebewesen, sind Totschlag. argumente von Fleischkonsumenten.
Das durchschaut doch inzwischen jeder vernünftige Mensch.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Welch unsinnige Argumentation also.
Leider kann man nicht dem Einzelnen den Fleischkonsum verbieten, genauso wie in unserer Gesellschaft jeder das Recht hat, sich mit beispielsweise Zigaretten zu ruinieren, auch das auf Kosten der Gesellschaft und dem solidarischen Prinzip einer Versichertengemeinschaft.
Eine tolle freiheitliche Gesellschaft haben wir da, in der alles möglich und erlaubt ist, vor allem denjenigen, die das Geld dafür haben, sei es auf Kosten der Mitwelt oder anderer.
Genau das ist ja das Problem.
Aber man kann politische Vorgaben machen und Standards. Jeder der Fleisch, Fisch, Milch oder Eier konsumiert, sollte mal in einen Schlachthof gehen oder in MassentierStälle, dann wird ihm garantiert schon schlecht, ja informiert euch, macht es euch bewusst.Auch Fischfang ist eine Großschlachterei auf hoher See!
Da sollte sich JEDER VON UNS im eigenen Interesse informieren und sich aufklären lassen.
ARIWA Animals right watch fordert die Schließung aller Schlachthöfe.
Und es SIND! schon viele geschlossen worden von behördliche Seite!
Tiere essen und benutzen ist ein Akt der Aggression und der Gewalt, da liegt ein Vergleich an den Holocaust gar nicht so fern. MENSCHEN die Tiere achten, achten natürlich auch Menschen..
Der HumanMediziner Dr. Rüdiger Dahlke hat es treffend benannt auf den Punkt gebracht : PEACEFOOD. VORTRAG AUF YouTube.
Und das Verhalten eines jeden Einzelnen trägt zu Veränderungen bei.
Für mich und viele andere Menschen kommt Mitgschöpfe, also jegliche Tiere essen, einfach nicht mehr in Frage, das wäre unmöglich. Auch benötige ich nicht die vielen Ersatzprodukte, da kann ich gut drauf verzichten. Es gibt eine Fülle an Nahrungsmitteln und tolle Zubereitungen, es ist köstlich, abwechslungsreich und gesund.
Wer Anregungen braucht, schaue mal nach bei Albert - Schweitzer - Stiftung für unsere Mitwelt, unter vegane Rezepte..

Guten Appetit.. und gesunden Genuss!!

Freiheit ist nicht das Recht des Einzelnen, zu tun und lassen, was er will.
Freiheit in einer humanen Welt und einer aufgeklärten Gesellschaft, ist immer verbunden mit Solidarität und Verantwortung.
Das sollten auch die Grundprinzipien
des CHRISTENTUMS
UND DES HUMANISMUS im 21.Jahrhundert, sein.

Matthias Stich (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 18:24

Veganismus sei eine Art Sekte, bekommt man als Veganer von Fleischessern oft zu hören. Er sei so eine Art Ersatzreligion mit quasireligiösen Vorschriften, Einschränkungen, Ge- und Verboten etc.... Bullshit. Es gibt beim Veganismus weder vegane Götter, noch heilige (Koch-)Bücher, ein Glaubensbekenntnis und auch keine veganen Tempel, Kirchen oder ähnliche Orte. Es gibt kein veganes Mekka, Jerusalem oder Rom.
Vegan zu werden fühlt sich genau genommen grade umgekehrt an, nämlich wie aus einer Sekte aus- statt in eine einzutreten. Man könnte auch sagen, man steigt, wenn man sich den Veganismus zu eigen macht, aus dem allgegenwärtigen Glaubenskonstrukt, der Glaubensüberzeugung, der Glaubensgewissheit aus, welche die angeblich (bei Religioten) gottgegebene bzw. (bei Humanisten) evolutionäre Überlegenheit der Menschen über den Rest der Erdenbewohner garantiert. Veganer sehen die Menschen schlicht nicht länger als Krone der Schöpfung an, und zwar ganz egal, ob uns diese Krone vermeintlich von Gott aufgesetzt wurde oder ob wir uns diese selber aufgesetzt haben. (Was im Grunde ja noch eine Ecke peinlicher ist.) Tiere sind nicht für sondern mit uns auf dieser Welt. So die vegane Überzeugung.

Humanisten machen sich ja häufig und völlig zurecht lustig über die sog. Religioten (wie ich übrigens auch), weil diese für rationale Gegenargumente zu ihrem Glauben einfach nicht (mehr) zu kriegen sind. Da kann man noch so viele naturwissenschaftliche Studien von welchem Experten oder welcher Universität auch immer anführen, zitieren, wiedergeben, wie man will. Hartgesottene Religioten davon zu überzeugen, dass sie lediglich einer Wahnvorstellung unterliegen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Wie formulierte Mark Twain sinngemäß so treffend ? „Es ist leichter, jemanden zu belügen, als ihn davon zu überzeugen, dass er belogen wurde.“

Übertragen auf das Thema Fleischessen/Veganismus heißt das: es ist nach wie vor leichter, die Menschen glauben zu machen, es sei gesund und natürlich und normal etc., Tiere bis sprichwörtlich aufs Blut auszubeuten, als sie davon überzeugen, dass sie von der tierausbeutenden Industrie belogen wurden, respektive werden. Nämlich über die wahren ökologischen, sozialen, medizinischen Folgen und Kosten (die die Nachwelt zu tragen hat) und vor allem über die unfassbare Gewalt, die diesem pervertierten System innewohnt. Man ahnt zwar, will aber dann doch lieber nicht wissen. Man würde ja Gefahr laufen, sich am Ende gar eine Lebenslüge eingestehen zu müssen.

Dass nun aber ausgerechnet Humanisten, die ja erstens in der Regel nicht grade auf den Kopf gefallen sind und es zweitens geschafft haben, sich trotz religiöser Gehirnwäsche in Kinder- und Jugendzeiten vom Glauben und der Religion loszusagen, nicht durchschauen, wie die gesamte Tierausbeutungsindustrie versucht, uns seit Jahrzehnten mit ähnlichen betrügerischen Mitteln zum Fleisch-, Eier-, Milchkonsum zu bewegen bzw. fast schon zu nötigen, das erstaunt und irritiert schon gewaltig. Schon zu Kindertagen wird man ja auf Fleischverzehr konditioniert („Darf ich ihrem Kleinen ein Rädchen Wurst geben ?“), obwohl doch alle Kinder in der Regel Tiere lieben. Ist das nicht der Fall, gelten sie denn auch sofort als verhaltensauffällig. Man gebe einem dreijährigen Kind einen Hasen und einen Apfel. Mit wem würde das Kind wohl spielen, wen oder was wird es aufessen wollen ? Kein Kind wäre damit einverstanden, das geliebte Haustier Hund, Katze oder Kaninchen eines Tages auf dem eigenen Teller wiederzufinden. Die natürliche Empathie gegenüber den nicht-menschlichen Tieren ist angeboren, wird einem aber mit zunehmendem Alter sukzessive abtrainiert, vor allem gegenüber unseren sog. Nutztieren. Diese darf man, ach, diese soll, diese muss man nämlich nutzen, wie der Name ja schon sagt: benutzen, ausnutzen, vernutzen. Dafür sind sie schließlich da. Und mit der Zeit glauben wir dann tatsächlich und frei von jeglichen Zweifeln: die Bestimmung des Schweines ist das Schnitzel. Und bestimmt freut es sich auch schon auf den Schlachthof.

Und so werden die Profiteure der Tierqualindustrie auch weiterhin nicht müde, uns weißmachen zu wollen, dass Fleisch-, Eier-, Milchkonsum natürlich, normal und notwendig seien. Und alle drei n stimmen schon lange nicht mehr, haben vielleicht sogar noch nie gestimmt. (Siehe dazu Melanie Joys Buch „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“, in welchem sie die drei n in aller Klarheit und Ausführlichkeit auseinandernimmt und widerlegt.)

Wer, wenn nicht die Humanisten wäre dafür prädestiniert, diese analogen Strategien der Gehirnwäsche der Kirchen/der Tierqualindustrien zu durchschauen und dementsprechend abzulehnen und zu bekämpfen ? Dahinter steht sowohl hier als auch da einzig Profit und Gier. Ich staune deshalb gewaltig über viele angebliche Humanisten - und noch mehr über Humanistinnen, die genau wie die Religioten nicht in der Lage oder nicht willens sind, ihre eigene Überzeugung, ihr eigenes Handeln zumindest einmal vorurteilsfrei auf den ethischen, ökologischen, sozialen Prüfstand zu stellen. Wie formuliert man nochmal das Gegenteil von „chapeau“ ?

„Wir erleben gerade den Anfang vom Ende der Fleischindustrie“ titelte vor kurzem „Die Welt“. Denn das vegane Zeitalter hat begonnen. Und das hoffe ich nicht nur inständig, sondern ich bin inzwischen sogar fest davon überzeugt, das die Zukunft vegan sein muss ! Oder sie wird nicht mehr sein. Zumindest nicht länger für uns Menschen. Was für den Planeten Erde ja auch eine Lösung wäre. Vielleicht die Er-Lösung.

Was für ein unglaublich schlechter Kommentar. Gefasel von "Bestimmung". Tiere wären "für Menschen da", würden sich auf's Schlachten freuen... Wer bitte behauptet denn diesen Unsinn, den Du hier suggerierst? Eine Scheibe Wurst anzubieten sei frühkindliche Manipulation, was für ein grober Unfug. Unsere Großeltern haben zu Hause geschlachtet, um ihre Kinder anzulügen und Profit zu machen, nicht wahr? "Das vegane Zeitalter hat begonnen"? Das ist ja eine aberwitzige Behauptung. Kein Veganer scheint in der Lage zu sein, eine vollständig vegane Welt wirklich zu Ende zu denken. Der Versuch würde zu absurdesten Konstallationen führen. Veganismus ist allenfalls ein Lifestyle, in dem man sich baden kann, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, würden es alle nachmachen.

Matthias Stich (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 16:59

Antwort auf von René (nicht überprüft)

Das Zitat "Die Bestimmung des Schweines ist das Schnitzel." ist O-Ton von Karl Heinz Funke, Bundes-Landwirtschaftsminitser (CDU) von 1998 -2001.

Thomas R. (nicht überprüft)

Di. 25 Jun 2019 - 08:49

Antwort auf von René (nicht überprüft)

"Kein Veganer scheint in der Lage zu sein, eine vollständig vegane Welt wirklich zu Ende zu denken."
-
Eine im Zuge ethischer Entwicklung von sämtlichen Faschismen befreite und daher auch veganisierte Welt ist eine, in der weder menschliche, noch nichtmenschliche Tiere vermeidbarerweise leiden und sterben müssen - was für eine "Horrorvision"!

Matthias Stich (nicht überprüft)

Di. 25 Jun 2019 - 13:36

Antwort auf von René (nicht überprüft)

1. Kann mich nicht erinnern, Ihnen das Du angeboten zu haben.
2. Kinder werden innerhalb einer „normalen“ d.h. Fleisch essenden Familie selbstverständlich auf genau das konditioniert: aufs Fleischessen. Ob man das nun Manipulation, Indoktrination, Konditionierung oder wie auch immer nennt. Kinder machen in der Regel einfach das nach, was ihre Eltern ihnen vorleben. Vergleichbar etwa den Kindern in einer religiösen Familie. Diese kommen auch nicht christlich, muslimisch oder jüdisch auf die Welt sondern einfach nur als Säuglinge ohne jede Vorstellung von irgendwelchen Werten. Der jeweilige Glaube wird diesen dann in Familie und Grundschule eingetrichtert.
3. Es macht wenig Sinn, Ihre idyllische bäuerliche Vergangenheit (außer für die geschlachteten Tiere) mit der heutigen Situation der Tierausbeutungsindustrie zu vergleichen. Dazwischen liegen Welten, was die Größenordnung anbelangt. Das ethische Grundproblem, ob wir Tiere für unseren Fleischverzehr töten dürfen, bleibt davon jedoch unberührt.
4. Ob das vegane Zeitalter begonnen hat oder nicht, ist letztlich die grundsätzliche Frage danach, ab wann genau man einen Beginn von etwas konstatiert. Ist das bei ein, fünf, zehn oder doch erst bei fünfzig Prozent gerechtfertigt ? Ich sehe deutliche Anzeichen für einen Beginn. Und es ist mir dabei sehr egal, ob Sie das anders sehen oder auch nur anders sehen wollen.
5. Beschreiben Sie doch einfach mal die absurden Konstellationen, die entstehen würden, wenn man den Veganismus zu Ende denkt !
6. Veganismus ist alles andere als ein Lifestyle. Wenn Sie das tatsächlich glauben, dann haben sie entweder keine Ahnung von Ethik oder zuviel Udo Pollmer und Klaus Alfs gelesen.
7. Welches wären denn die Konsequenzen, wenn das „alle nachmachen würden“ ?

1. Oh-je, schon wieder so einer, der sich von einer allgemein einheitlichen Du-Anrede angepisst fühlt. Bedauernswert. Ich bitte um Verzeihung.

2. Ja, genau. Kinder ahmen Ihre Erziehungs- und sonstigen Bezugspersonen zunächst nach. Später lehnen sie sich meist auch gegen deren Verhaltensmuster mehr oder weniger stark auf. So funktioniert das mit der Kindesentwicklung. Und "wie man das nennt", genau das ist entscheidend und verleiht der Sache eine entsprechende Wertung.

3. Mutmaßungen über meine Idylle geschenkt. Sinn macht es aber als Wiederlegung des Vorwurfs, das Angebot von fleischlicher Nahrung wäre per se ein Mittel der profitgierigen Manipulation.

4. Ja, genau. Darüber hätten wir ja dann jetzt unsere divergierenden Ansichten ausgetauscht.

5. Nö. Zu komplex. Keine Lust auf den Recherche- und Zeitaufwand um Dir /"Ihnen" ein Modell zu bauen. Wir können kein Gras fressen, wir mögen nicht so gerne Soja-Expeller, wir können nicht alle Tiere überreden, keine Tiere mehr zu fressen, selbst wenn, könnten wir nicht genug und passende Pflanzen für diese bereitstellen, es gibt für viele Tierprodukte keinen gut funktionierenden Ersatz, auch außerhalb der Nahrungsbeschaffung, ... Die Erde ist mehr als ein Simulationsspiel mit 10 Parametern und einer lustigen zusammenklickbaren Spielwelt.

6. Veganismus ist schon ein Lifestyle, der nur in einer kleinen Wahrnehmungsblase wirklich konsequent funktioniert. Das "keine Ahnung von ..."-Argument lasse ich mal einfach unbeantwortet stehen. Und nö, die genannten Autoren habe ich sicher nicht "zu viel" gelesen.

7. Siehe 5. Keine Lust, keine Zeit. Ernstzunehmende Effekte würde ich mit dem Aufwand eh nicht erzielen. Ich spiele in der Zeit lieber irgendeine lustige Simulation. Außderdem findet sich darüber bestimmt längst genug Sachliteratur.

Primitive Rhetorik und! Inhalte sind nicht viel anderes.
Wirklich schade für die Plattform des Hpd.

Danke allen für die vielen geistreichen und qualifizierten Beiträge.

Matthias Stich (nicht überprüft)

Fr. 28 Jun 2019 - 15:40

Antwort auf von René (nicht überprüft)

So wirklich bin ich nicht überrascht, dass Sie substantiell nicht all zu viel Neues anzubieten haben und auch auf ganz konkrete Fragen ausweichend antworten. Auf ein paar Dinge will ich aber trotzdem eingehen.

<Nö. Zu komplex. Keine Lust auf den Recherche- und Zeitaufwand um Dir /"Ihnen" ein Modell zu bauen>

Wenn Sie hier, wie es scheint, als einziger weit und breit in der Lage sind, „Veganismus zu Ende zu denken“, dann benötigen Sie doch gar keine Zeit und Recherche mehr, dies hier kurz zu erläutern, zu skizzieren, ein „Modell zu bauen“. Sie wissen doch schon alles darüber, warum und weshalb das nicht funktionieren kann. Warum also noch zeitaufwendig nachforschen ? Dann lassen Sie uns doch an ihrer Weisheit teilhaben, und damit verhindern, dass wir uns am Ende durch den Veganismus ins Verderben stürzen. Sie retten die Menschheit vor dem Untergang. Der Friedensnobelpreis dürfte Ihnen so gut wie sicher sein.

<wir können nicht alle Tiere überreden, keine Tiere mehr zu fressen>
Wir brauchen auch keine Tiere zu überreden, andere Tiere nicht zu fressen. Das wäre erstens sinnlos, weil diese selbstverständlich nicht in ethischen Dimensionen leben und agieren, und zweitens ist das auch gar nicht das zentrale Anliegen des Veganismus. Für all die, die etwas länger brauchen, um Zusammenhänge zu verstehen, formuliere ich Ihnen das aber gerne nochmals gaaaanz laaaangsaaaam in ein paar einfachen Sätzen: Veganismus bedeutet, aus ethischen Gründen Leid zu vermeiden, wo und wann immer es MÖGLICH ist. Und das nicht nur gegenüber Menschen sondern auch gegenüber allen nicht-menschlichen jedoch empfindungsfähigen Lebewesen dieser Erde. Jetzt verstanden ?

<selbst wenn, könnten wir nicht genug und passende Pflanzen für diese bereitstellen>
Zur Information: Tiere fressen Tiere nur in der Wildnis. Das nennt man Natur und Sie werden es kaum glauben, dagegen haben selbst Veganer nichts einzuwenden.
Wissen Sie aber überhaupt, wieviel wild lebende Landtiere wir noch auf unserer Erde haben ? Laut ZDF heute-Journal sieht die Verteilung der Säugetiere (und biologisch zählen wir Menschen da dazu) ungefähr so aus: 36% homo sapiens, 60% Nutztiere, 4% Wildtiere. Erkennen Sie vielleicht jetzt die Problematik ? Es geht beim Veganismus nicht um die Wildtiere. Die leben ihr eigenes freies, allerdings von den Menschen mehr und mehr eingeschränktes Leben. Es geht um die völlig überflüssig gezüchteten, gequälten Nutztiere, die jedes Jahr milliardenfach für unseren Fleischhunger ermordet werden. DIESES völlig ÜBERFLÜSSIGE Leid gilt es abzuschaffen.

<es gibt für viele Tierprodukte keinen gut funktionierenden Ersatz, auch außerhalb der Nahrungsbeschaffung>
Auch hier wäre es wünschenswert, wenn Sie ein bisschen konkreter werden würden.
An was denken Sie dabei ?
Aber ich helfe Ihnen gerne ein bisschen:
Daunen ? Synthetikfasern, synthetische Schaumstoffe, pflanzliche Fasern, Baumwolle.
Leder ? Synthetikgewebe. Kork. Zunehmend lederähnliche Gewebe aus Pflanzen. Es gibt inzwischen Unmengen an lederfreien „Leder“-waren (Schuhe, Taschen, Gürtel), die richtigem Leder in Aussehen und Funktion in nichts nachstehen.
Pelz ? Kunstfasern. Sowieso völlig überflüssig und meistens nur Accessoire.
Elfenbein ? Schon lange verboten. Perverserweise müssen dafür immer noch Elefanten sterben. .........

<Veganismus ist schon ein Lifestyle, der nur in einer kleinen Wahrnehmungsblase wirklich konsequent funktioniert.>
Verraten Sie uns doch endlich, warum dieser „Lifestyle“ außerhalb dieser „kleinen Wahrnehmungsblase“ nicht funktionieren kann. Warum enthalten Sie uns denn so beharrlich die Gründe dafür vor ? Wir Normalsterblichen würden es auch gerne wissen. Die Menschheit lechzt geradezu nach ihrem Wissen. Sie können doch die Menschheit vor dem veganen Verderben retten.

<Keine Lust. Keine Zeit.>
Wirklich sehr schade. Sie könnten der Menschheit doch solch einen großen Dienst erweisen, wenn Sie sich nicht so trotzig weigern würden, uns an ihrer Erleuchtung teilhaben zu lassen.

<Ich spiele in der Zeit lieber irgendeine lustige Simulation.>
Gibt es denn schon Computersimulationen darüber, wie der Veganismus, sollte er sich denn durchsetzen, die Erde ruinieren würde ? Bisher dachte ich ja immer, der drohende Weltuntergang läge vielleicht an der ungebremsten Verbrennung von Kohle mit der Folge der Erderwärmung, an der Vermüllung der Meere, am Anstieg des Meeresspiegels, am Abschmelzen der Gletscher und der damit verbundenen Trinkwasserversorgungprobleme, an der Vergiftung der Böden und Gewässer, an der Ausrottung der Arten, am ungebremsten Bevölkerungswachstum, an der Ungleichverteilung der Nahrung mit daraus resultierenden Kriegen und Migrationsströmen, an der atomaren Verseuchung...............

Aber vielleicht ist ja doch der aufkeimende Veganismus die Wurzel allen Übels. Ich denke drüber nach. Ich werde darüber recherchieren. Versprochen.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mo. 1 Jul 2019 - 18:14

Antwort auf von Matthias Stich (nicht überprüft)

@all
Dank an Matthias Stich, der sich die Zeit genommen, und die Mühe gemacht hat, auf solche substanzlosen Kommentare überhaupt noch, einzugehen.
Daher hier meine besondere Anerkennung, für die differenzierende Antwort.
Hier noch eine unterstützende Ergänzung : Leinen - auch aus unseren Breiten - , Hanf und Kapok sind gute Beispiele für Alternativen , besser noch als Baumwolle, die relativ viel Wasser braucht.
Ich habe mir mal etwas höhere Schnürschuhe aus Hanf bestellt zum Ausprobieren, und mit öko Olivenspray imprägniert, die sehen sehr gut aus, und so man kann diese Schuhe auch im Wald und bei Nässe tragen.
Bei Avocadostore gucken, aber immer mehr auch schon im guten normalen Handel.
Menschliche Grüße aus dem Tierschutz.

Phil (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 18:24

Danke! Schöner, natürlich bei Weitem nicht ausreichender Kommentar zu diesem enorm großen 'Tabu'-Thema. Leider ist es tatsächlich ein Tabu und zugleich ist es eines unserer aktuell größten Probleme, die wir als Menschheit dringend lösen müssen. Ethisch (absolute Dominanz und Ausbeutung anderer fühlender Lebewesen), gesundheitlich (viele unserer heutigen Zivilisationskrankheiten sollen durch Tierprodukte hervorgerufen werden), sozial, Ressourcenverschwendung (50% der weltweiten Ernten wird an Nutztiere verfüttert - meist wird Futter aus ärmeren Ländern importiert. Man könnte die Welt damit locker ernähren, auch bei 8,9,10 mrd) und natürlich einer der größten Faktoren für die Klimakatastrophe (CO2, Methan) und hauptverantwortlich für Rodung (91% geht auf Nutztiere), Böden- und Wasserverschmutzung etc..... Das sind wird alles in angesehen wissenschaftlichen Studien (Oxford 2018, die bis dato größte in diesem Feld & Harvard diverse) und Institutionen wie die UN angesprochen, von uns aber völlig ignoriert. Diese Institutionen sehen eine pflanzenbasierte Ernährung als absolut notwendig an, um die Zerstörung unserer Existenz zu verhindern und einen Wechsel zum Veganismus gilt als effektivste Maßnahme eines durchschnittlichen Menschen gegen den Klimawandel. Naja, das ist jetzt halt etwas unangenehm für uns, da wir unseren eigene Lifestyle hinterfragen müssen und nicht nur auf die Politik und Wirtschaft zeigen können. Berichte über all diese Studien gibt es kaum, um uns wirklich aufzuklären.
Aber was steht gegen diese Argumente aus Wissenschaft und moralischem Denken? 1. Ein paar Minuten Spaß in meinem Gaumen - kulturell geprägt und 2. Die hier eben zitierte Bibel. Etwas dürftig, oder gibt es noch mehr? Da sollte sich jeder, der über solche Artikel schimpft erst einmal wirklich mit diesem Thema befassen und dann gegen die beiden einzigen (mir bekannten) Pros Gaumen & Bibel stellen. Es gilt eben auch hier - auch wenn es schwer fällt - sich selber zu hinterfragen, und sich zu überlegen, was denn von größerer Wichtigkeit ist. Mein Gaumen/Glauben oder der Planet mit seinen Lebewesen. Die Abwehrhaltung ist übrigens durch typische neuronale Vorgänge im Gehirn zu erklären. Wenn Lebensstil oder starke politische Meinung in Frage gestellt werden, die sich in der 'Persönlichkeitszone' im Gehirn befinden, wird dies als Angriff auf meine Persönlichkeit empfunden und davor geschützt und Argumente nicht mehr rational betrachtet, sondern alles als reiner Angriff auf mich persönlich gewertet, auch wenn die reinsten Fakten und Zahlen auf dem Tisch liegen...
Auf jeden Fall ein enorm wichtiges Thema, über das man aus allen möglichen Winkel berichten kann und auch sollte und eben auch hier. Es geht schließlich um einiges...

Tobias Michael (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 18:46

Ein Artikel auf dem Niveau von "Hitler war Vegetarier".

Nur weil sich Leute auf einer Seite der Diskussion zu Idioten machen, muss man dem doch nicht nacheiefern.

Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 18:47

Lieber Colin Goldner,

da Sie an der Unsitte leiden, Nutzerkommentare aus dem Kontext herausgerissen zu zitieren, nur um einen Strohmann aus diesen aufbauen zu können - wie es auch schon Armin Pfahl-Traughber auf hpd getan hat, muss ich mich leider Ihrem Unsinn direkt stellen, da Sie mich unsäglicherweise zitiert hatten.

Ich habe Ihren hpd-Beitrag zum Thema Beyond Meat in keiner Weise kritisiert. Ich habe sogar in meinem ersten Kommentar themenbezogen darauf geantwortet, indem ich die Qualität und das Kosten-Nutzen-Verhältnis evaluiert habe. Den Kommentar, den Sie von mir zitieren, fanden Sie in einer Antwortkette von anderen Nutzerkommentaren, und auf deren Kommunikation bezog ich mich. Speziell der Satz, den Sie zitiert haben ("Werdet gefälligst vegan oder wir unterstützen euch nicht mehr! Unterstützt gefälligst die Tierrechte oder wir unterstützen keine Menschenrechte mehr! Wer Tiere nutzt, ist ein Nazi!") war eine Antwort auf Matthias Stichs Aussage, den Humanismus nicht mehr unterstützen zu wollen, da der Veganismus für Ihn verpflichtender Anteil sei: "Ich war lange Zeit Fan des Humanismus. Inzwischen erlebe ich jedoch - speziell auch auf der Plattform hpd - beim Thema Veganismus dermaßen viele Egoisten, die sich für grandiose Humanisten halten, und das selbst nicht mal merken, dass ich mich mehr und mehr, teilweise angewidert vom rein anthropozentrischen Humanismus verabschiede."

Darauf habe ich geantwortet, dass Stich auch niemand zwingt, Humanist zu sein, und dargelegt, warum auch mein Interesse am Humanismus *aufgrund* der Tierrechts-Propaganda geringer geworden ist. Darauf wurden mir vom Fanatiker Thomas R., der tatsächlich alle Fleischesser regelmäßig als Nazis und Faschisten bezeichnet, wieder einmal sämtliche Menschenrechte abgesprochen: "Im Übrigen bleibt es bei dem, was ich Ihnen und anderen Leuten Ihrer Sorte schon mehrfach erklärt habe: wer sich nicht bestmöglich leidvermeidend nach dem Grundsatz der gleichen Berücksichtigung gleicher Interessen verhält, darf das auch von niemand anderem erwarten und sich auch nicht über vorsätzliche oder fahrlässige Interessenverletzungen beklagen. So würde ich z.B. herzlich über alles lachen, was Ihnen von anderen ethischen Crétins zugemutet wird - ganz besonders, wenn Sie dann auch noch vor Gericht gegen sie scheitern. Allein die Vorstellung amüsiert mich ungemein."

Wie Sie, lieber Colin, auf die Idee gekommen sind, dass es guter Stil ist, Nutzerkommentare aus dem Kontext zu reißen, sich in einem Hauptbeitrag als Strohmänner an ihnen abzuarbeiten und den tatsächlichen Stand der monatelangen Diskussionen dabei hier komplett zu ignorieren, ist mir schlichtweg unbegreiflich. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Verteidigung der Tiernutzung bei Ihnen wohl "einen Nerv getroffen" hat, wie Sie das so schön ausgedrückt haben.

Ich finde es komplett absurd, dass ich mich jetzt gegen solche Misrepräsentationen meiner Kommentare, durch hpd-Autoren zeitaufwändig erneut zur Wehr setzen muss. Verrückte Extremisten wie Thomas R. kann man notfalls ignorieren, aber das hier hat dann doch noch mal eine ganz neue Qualität intellektueller Unredlichkeit.

Thomas R. (nicht überprüft)

Sa. 22 Jun 2019 - 10:14

Antwort auf von Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

"Thomas R., der tatsächlich alle Fleischesser regelmäßig als Nazis und Faschisten bezeichnet,"
-
(Zur Hälfte) falsch! Tun Sie endlich etwas gegen Ihre Lese- und Denkschwäche (und nölen Sie nicht über "Mißrepräsentationen" Ihrer Kommentare, solange Sie selbst es nicht besser machen)!
-
"wieder einmal sämtliche Menschenrechte abgesprochen:"
-
AUCH falsch! Wann werden Sie endlich den Unterschied zwischen Recht und Ethik begreifen und zur Kenntnis nehmen, daß ich hier AUSSCHLIESSLICH ETHISCH argumentiere?!? Der zitierte Abschnitt meines Kommentars ist in dieser Hinsicht sogar von ganz besonderer Klarheit!

Verarschen können wir uns auch selber, lieber Vegan-Extremist Thomas R. Wenn hier staatliche Fleischverbote eingefordert werden, wie Sie es getan haben, ist das eine politische Forderung. Wenn Sie davon reden, dass es Sie sehr amüsieren würde, wenn meine Rechte verletzt werden und ich keine juristische Handhabe dagegen habe, dann ist das eine politische Forderung. Ein ethisches Gleichbehandlungsprinzip von Menschenrechten und Tierrechten einzufordern und zu sagen, dass jemand der die Interessen von Tieren nicht mit denen von Menschen gleichsetzt, sich auch nicht über die Verletzung seiner eigenen Interessen beschweren darf, ist eine politische Aussage. Generell sind öffentliche Diskussionen um Normen und Werte immer automatisch politisch, da sie selbstverständlich auf die Änderung von Recht und Gesetz indirekt hinarbeiten. Dies ist völlig offensichtlich für jeden klar denkenden Menschen, und Sie haben obendrein ja auch ganz unverhohlen nach der Staatsgewalt gerufen, um die "Verbrecher" (gemeint waren alle Fleischkonsumenten) von ihren "Verbrechten" (gemeint war die Fleischindustrie) abzuhalten.

Das eigentliche Problem hier ist nicht, dass ein einzelner verrückter Extremist wie Sie existiert, sondern dass die Leitung der Plattform hpd diesem Populismus nun ein grünes Licht gegeben hat, Hauptartikel zu verfassen, Nutzerkommentare der Plattform irreführend zu zitieren und sogar zu beleidigen, nur um Konformität mit der Vegan-Ideologie zu erzwingen.

An diesem Punkt ist dann auch die Plattform effektiv verloren, man kann nicht die Debatte "gewinnen", wenn die Führung, die die Autorität über Veröffentlichungen hat, einen solchen populistischen Bias bewusst und absichtlich forciert.

Ich halte nun in der Konsequenz fest, dass die deutschsprachige humanistische Bewegung nicht nur keine politischen Verbündeten darstellt, sondern aktive Feinde gegen die Kerninteressen der freien Bürger im deutschsprachigen Raum. Als Folge werde ich nun hpd nicht mehr nutzen und fortan den Zielen der pseudo-humanistischen Vegan-Extremisten in reziproker Feindschaft entgegen arbeiten. Diese Echokammer könnt ihr nun haben, aus meiner Sicht ist sie nun obsoleter Müll.

Thomas R. (nicht überprüft)

Di. 25 Jun 2019 - 08:33

Antwort auf von Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

"Wenn hier staatliche Fleischverbote eingefordert werden, wie Sie es getan haben, ist das eine politische Forderung."
-
Ja und? Ich bin Demokrat, d.h. ich kann und muß darauf warten, daß meine Forderungen zuerst von gesellschaftlichen und dann auch von politischen Mehrheiten mitgetragen werden - zur wohl noch lange anhaltenden Freude von Karnisten, Religioten und anderen geistigen Tieffliegern.
-
"Wenn Sie davon reden, dass es Sie sehr amüsieren würde, wenn meine Rechte verletzt werden"
-
Das habe ich nie! Lesen und durchdenken Sie den Abschnitt meines Kommentars so oft und gründlich, bis Sie den Unterschied zwischen Recht und Ethik ENDLICH begriffen haben!
-
"Ein ethisches Gleichbehandlungsprinzip von Menschenrechten und Tierrechten"
-
Der ethische Gleichheitsgrundsatz bezieht sich nicht auf Rechte, sondern auf LEIDENSFÄHIGKEITEN und die mit ihnen verbundenen INTERESSEN - explizit unabhängig von ethisch irrelevanten Eigenschaften wie Spezieszugehörigkeit, Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung etc.!
-
"einzufordern und zu sagen, dass jemand der die Interessen von Tieren nicht mit denen"
-
...den jeweils GLEICHEN!!!...
-
"von Menschen gleichsetzt, sich auch nicht über die Verletzung seiner eigenen Interessen beschweren darf, ist eine politische Aussage."
-
Falsch! Daß Antimoralisten ethisch nicht kritikberechtigt sind, hat mit Politik überhaupt nichts zu tun. Die ist nämlich nur auf stumpfe Gesetzestreue aus.
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"Generell sind öffentliche Diskussionen um Normen und Werte immer automatisch politisch,"
-
Hier geht es gerade nicht um irgendwelche mehr oder weniger beliebigen "Normen" und "Werte", sondern um ETHIK!
-
"da sie selbstverständlich auf die Änderung von Recht und Gesetz indirekt hinarbeiten."
-
Ethische Entwicklung mag AUCH zu Gesetzesänderungen führen, aber da Ethik strukturell anarchistisch ist, kann das nicht ihr eigentliches Ziel sein. Wer sich bestmöglich moralisch verhält, braucht keine Gängelung oder gar Erpressung durch Gesetze.
-
"Sie haben obendrein ja auch ganz unverhohlen nach der Staatsgewalt gerufen, um die "Verbrecher" (gemeint waren alle Fleischkonsumenten) von ihren "Verbrechten" (gemeint war die Fleischindustrie) abzuhalten."
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Wirres Gefasel. Sammeln Sie sich, und reformulieren Sie.
-
"man kann nicht die Debatte "gewinnen", wenn die Führung, die die Autorität über Veröffentlichungen hat, einen solchen populistischen Bias bewusst und absichtlich forciert."
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Quatsch! Man kann eine Debatte nicht gewinnen, wenn man keine ARGUMENTE hat. Auch das sollten Sie endlich einsehen.
-
"Als Folge werde ich nun hpd nicht mehr nutzen"
-
Yesss! Ich werde Ihre ethischen Korruptionsversuche nicht vermissen, aber leider gibt es hier ja noch mehr Nervensägen.
-
"und fortan den Zielen der pseudo-humanistischen Vegan-Extremisten in reziproker Feindschaft entgegen arbeiten."
-
Haben Sie doch eh schon immer. Außer, daß Sie statt uns nun Anderen auf den Keks gehen wollen, wird also alles beim Alten bleiben.

Krümel (nicht überprüft)

Di. 30 Jul 2019 - 20:10

Antwort auf von Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

@ Udo Zeitvogel:

"werde ich nun hpd nicht mehr nutzen"

Verständlich, wenn auch schade.
Wieder eine Stimme der Vernunft, die ich vermissen werde.

Zum Thema Leseschwäche: Thomas, lies deine Kommentare!
Du bezeichnest sehr wohl Fleischesser als Nazis!
Zitat: "Hier geht es nicht um Geschmack oder persönliche Präferenz, sondern um ETHIK! Und ob der Humanismus ein strikt antifaschistisches Überzeugungssystem sein soll oder nicht, ist ja wohl keine nebensächliche Frage."

also doch alles Nazis, wie?

...und blöd: Zitat: "Sogar die Dummheit der Leichenfresser hat Grenzen."

und da wundert sich Colin, dass mache Menschen solche Aussagen mit religiöser Radikalität gleichsetzen?

Thomas R. (nicht überprüft)

Mi. 26 Jun 2019 - 09:23

Antwort auf von meise (nicht überprüft)

"also doch alles Nazis, wie?"
-
Nein. Alle Nazis sind Faschisten, aber nicht alle Faschisten sind Nazis. Lesen Sie meine Beiträge aufmerksamer und lernen Sie, differenzierter zu denken!
-
"...und blöd"
-
Ja, wenn man nicht vermeidbarerweise leiden will, ist es tatsächlich blöd, sich an der Verbreitung schwersten Leides zu beteiligen, indem man nichtmenschliche Tiere aus niederen Beweggründen quält und tötet, bzw. quälen und töten läßt und die Umwelt möglicherweise irreparabel zerstört.

René (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 14:29

Antwort auf von Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

@ Udo Zeitvogel: Danke für die Klarstellung. Diese veganistische (Un-)Redlichkeit hier auf hpd ist wirklich lästig.

struppi (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 21:45

Antwort auf von Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

Auch von mir ein Danke.
"Verrückte Extremisten wie Thomas R." - durfte ich auch gerade erleben, jetzt ist mir einiges klarer geworden.

Für mich sind viele Veganer näher an religiösen Haltung, als das biblische Erklärung für den Fleischkonsum tatsächlich eine Ausrede für Massentierhaltung wäre. Aber letztlich ist es doch schön, dass wir diese Diskussion führen können. Essen hatte bis vor wenigen Jahrzehnten nichts mit "Ethik" zu tun, viele Menschen hatten einfach nicht genug. Heute werden für jede (Essens-)Glaubensrichtung eigene Tempel gebaut und jeder kann sich erhaben und über anderen stehenden fühlen.

Mit ist diese Diskussion fremd, ich esse weil ich essen muss. Ich brauche kein Fleisch. Bin aber froh, dass ich es mir heute jederzeit leisten kann, dass war vor 50 Jahren nicht so. Und wenn es in 20 Jahren Laborfleisch aus der Petrischale gibt, braucht es auch nicht mehr diese Produktionstätten.

Dann sind alle wieder Glücklich und das wollen wir doch.

Thomas R. (nicht überprüft)

Mi. 26 Jun 2019 - 09:26

Antwort auf von struppi (nicht überprüft)

"Essen hatte bis vor wenigen Jahrzehnten nichts mit "Ethik" zu tun,"
-
Doch, das hatte es schon immer - wie überhaupt jegliches Verhalten, das sich auf leidensfähige Wesen auswirkt. Damals hat es nur kaum jemanden geschert (und traurigerweise sind die meisten Menschen über diesen Geisteszustand bis heute nicht hinausgekommen).

Peter Hunold (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 21:47

Die Logik dieses Artikels erschließt sich mir nicht.

Da könnte man genauso gut alle Menschen, die kein Schweinefleisch mögen, mit IS-Terroristen vergleichen.

Und was ist bitte mit Menschen, die aus religiösen Gründen kein Fleisch essen, bspw Hindus?

Ist das jetzt aus humanistischer Sicht gut oder schlecht?

Und: gibt es aus humanistischer Sicht momentan keine wichtigeren Themen als fleischlose Buletten?

Bastius (nicht überprüft)

Do. 20 Jun 2019 - 23:38

Ich teile viele Werte mit der Veganszene. Tierschutz, ökologische / klimatische Aspekte und sich mehr pflanzenbasiert zu ernähren täte einem Großteil der Bevölkerung gesundheitlich sicher gut.
Jedoch gibt es andere Vereine und Interessengruppen die dies als primäres Ziel verfolgen. Ich glaube auch nicht das es eine Kernkompetenz des Humanismus darstellt. Mehr Kopfzerbrechen bereitet mir aber, das Veganismus als Aussage absolut ist. Ich formuliere es mal bewusst etwas schärfer: mit dogmatischen Verbotseinstellungen habe ich Probleme.
Ist dies mit Humanismus vereinbar?
Darum fände ich es klasse wenn wir Veganismus als als alternative Lebens- und Ernährungseinstellung unterstützen, es aber nicht zu einem Hauptanliegen machen. Vielleicht versöhnliche Worte zum Schluß vom veganen Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau: “wenn sich die Bevölkerung zu 75% pflanzenbasiert ernähren würde, dann wäre viel erreicht“

Es ist auch hier keine Szene, ebensowenig wie Religion oder Lifestyle, sondern eine Lebenseinstellung und humanistisch geprägte Weltsicht.
Wieso muß alles und Jedwedes in unsere Gesellschaft ein oberflächliches Stigma verpasst bekommen.
Warum wohl????
Weil es eine populistischer Versuch in Form von Verdummung ist, und alles andere als intelligent. Vor allem nützt es nur bestimmten Gruppen und Schichten der Bevölkerung.
HARALD LESCH hat es ganz zutreffend benannt :
Wir leben nicht im ANTHROPOZÄN sondern im KAPITALOZÄN..

Vegane und humane Grüße.

Gott sei Dank fallen die meisten Menschen nicht mehr auf so was herein, sondern setzen sich auf wissenschaftliche und soziale Weise mit den drängenden Themen des 21. Jahrhunderts, auseinander.

Dank an alle, die mit Kompetenz und Wissen, beitragen.

user unknown (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 06:32

Veganismus als Religion zu betrachten ist nicht sehr stichhaltig. Weder treffen sie sich um vor irgendwas niederzuknien, sie haben keine hl. Schriften oder sonstigen Fetische, keine Glaubenshäuser, keine Initiationsriten usw.

Es gibt missionarische Veganer und 100%ige und viele sind gar nicht missionarisch, wobei auch viele Religionsangehörige nicht missionarisch sind. Über die Mittagspause in der Firma über Restaurant-/Cafebesuche kann aber der Veganer auch schlecht verheimlichen, dass er Veganer ist - wieso sollte er auch?

Wir Fleischesser reagieren manchmal übersensibel - oh, man will mir das grillen verbieten! Wollen wahrscheinlich wirklich ein paar, aber nüchtern betrachtet sieht es halt nicht danach aus, das daraus so bald was wird.

Alles, wofür sich jmd. engagiert, Zeit und Geld opfert, wird als Religion diffamiert: Rauchen und Nichtrauchen, Fußballfan sein und Fußballverachter. Atheisten sind natürlich besonders getroffen, wenn sie der Religiösität geziehen werden.

Lasst uns das ganze entspannter diskutieren. Ich habe oft mit Veganern zu tun, die oft ganz liebe Menschen sind. Wenn sie gegen die Tottieresser polemisieren polemisiere ich zurück, aber bitte im Rahmen bleiben. :)

Genau! Im Rahmen bleiben. Genau das machen Kommentatoren wir Thomas R. nicht. Genau solche Kommentatoren macht sich Colin Goldner zueigen, in dem er ihre Worte hier zusammenhanglos zu einem Artikel über christliche Bibelzitate und fernwestliche Pfaffen zusammenklaubt.

"Genau solche Kommentatoren macht sich Colin Goldner zueigen, in dem er ihre Worte hier zusammenhanglos zu einem Artikel über christliche Bibelzitate und fernwestliche Pfaffen zusammenklaubt."
-
Herr Goldner hat sich "mich" (?) "zueigen" gemacht und meine Worte "zusammengeklaubt"? Drehen Sie jetzt total ab???

Witzig, dass Du darauf so anspringst. Ja, okay. Das war mir beim Schreiben leicht durcheinander geraten. Ich hatte es sogar direkt nach dem Absenden bemerkt, aber da war's zu spät. Deine Reaktion mitsamt Beleidigung und Rudelsatzzeichen ist allerdings schon auch (mal wieder) etwas extrem, nicht wahr? Was würde bloß Terry Pratchett dazu sagen? ;o)

"Das war mir beim Schreiben leicht durcheinander geraten. Ich hatte es sogar direkt nach dem Absenden bemerkt, aber da war's zu spät."
-
Wer oberflächlich denkt und seine Kommentare flüchtig hinschmiert, sollte wenigstens mal korrekturlesen...
-
"Deine Reaktion mitsamt Beleidigung und Rudelsatzzeichen ist allerdings schon auch (mal wieder) etwas extrem, nicht wahr?"
-
Nö, bzw. Geschmackssache. Und Ihr Geschmack ist mir wumpe.

Natürlich sind es liebe Menschen, Naturgesetze.
Hier wird gleichzeitig eine Realität und Wahrheit gesagt, die ein paar Leute nicht ins Bild paßt. Daher gefällt manchem auch nicht die diese Dokumentation und Diskussion an sich.
Wenn einem nichts Vernünftiges mehr einfällt, dann bedient man sich gerne der psychologischen Matrix und dem Programm von Projektion und Polemik, das ist doch ganz einfach zu durchschauen.
Es lenkt auch so gut ab, von sich selbst und möglicherweise auch der Giordano Bruno Stiftung und deren Bedeutung für die Religionskritik.
Ja, es ist ist einfach, von Religioten zu sprechen, als sich selbst zu reflektieren.
Vergesse man nicht : das
evolutionäre Denken!
Vegetarisch und vegane Grüße.
Ohne Religion und mit menschlichhumanem Verstand, und Verantwortung.

Danke an den Hpd für Bemühungen um Achtsamkeit und geistigen Fortschritt.
Dank an alle Beteiligten für sachliche und konstruktive Beiträge.

Tobias Stricker (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 17:16

Antwort auf von user unknown (nicht überprüft)

Veganismus gleicht einer klassischen Sekte in Struktur, Organisation, Fanatismus, Abschottung gegen die Realität und missionarischem Eifer.
An der Spitze befinden sich eine handvoll Gurus, deren Botschaft von tausenden Priestern in der Welt verbreitet werden und eine große Anhängerschaft um sich versammeln, die sich ständig gegenseitig versichern wie erleuchtet und moralisch überlegen sie sind, und sich so gegen die Realität immunisieren.

Orthodox (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 09:26

Als Christ der hier ja nur mitliest ämüsiert es mich sehr, dass Atheisten die sich auf die Vernunft berufen sich eben im Namen dieser Vetnunft sich Gegenseitig Dogmatismus und Irrglauben vorwerfen. Ähneln daveim bischen dem Protestantismus. Aber ich finde es gut

Christen verherrlichen in ihrem Gott den Urheber sämtlichen Leides im Universum, das personifizierte Böse und Perverse. Sie sind die Letzten, denen es zusteht, sich über ethische Auseinandersetzungen unter Atheisten zu "amüsieren".

orthodox (nicht überprüft)

So. 23 Jun 2019 - 19:14

Antwort auf von Thomas R. (nicht überprüft)

"Christen verherrlichen in ihrem Gott den Urheber sämtlichen Leides im Universum, das personifizierte Böse und Perverse. Sie sind die Letzten, denen es zusteht, sich über ethische Auseinandersetzungen unter Atheisten zu "amüsieren"."

Ämüsieren ist ein Gefühl, wieso sollte es mir zustehen oder nicht zustehen etwas zu fühlen?
Ich gebe ja zu das ich die Religionsfeindlichkeit des HPD sehr sehr unsympathisch finde und umso freudiger nehme ich zur Kenntnis das Atheisten sich im Namen der Vernunft und Ethik gegenseitig auf das übelste Beschimpfen und wilde Intrigen schmieden. Das es schon nach kurzer Zeit zu jede Menge Abspaltungen kommt.Das die Atheisten weltweit ein eher trauriges Bild abgeben und offensichtlich auf dem absteigenden Ast sind.
Kann zum Schaden der Religion nicht sein.

"Ämüsieren ist ein Gefühl, wieso sollte es mir zustehen oder nicht zustehen etwas zu fühlen?"
-
Das können Sie naturgemäß nicht wissen, aber als Rationalist prüft man seine Emotionen auf ihre Berechtigung, damit sie nicht unversehens zu falschem Verhalten führen. Hätten Sie das getan, wäre uns Ihr überflüssiger Kommentar erspart geblieben.
-
"Das die Atheisten weltweit ein eher trauriges Bild abgeben und offensichtlich auf dem absteigenden Ast sind."
-
Typisch religiotisches Wunschdenken...

So ist es! Das ist hier nicht witzig! Und über Veganisten amüsiert man sich schon gar nicht, erst recht nicht als Christ! ツ

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 20:20

Antwort auf von Thomas R. (nicht überprüft)

@alle

Jeder und Jede sei sich darüber im Klaren, daß es sich um ebenfalls um einen MYTHOS handelt, Fleisch sei wichtig für die Gesundheit und so weiter..
Es ist genauso ein Mythos wie die christliche Religion selbst und ebenso dieser "Fleischspeise Mythos" .
Und das dient immer nur einem Zweck :
Dinge aufrechterhalten, die gewissen Menschen dienen.
Dasselbe Prinzip von MACHTERHALT wie in den christlichen Kirchen.
Aufgeklärter intelligenter Humanismus, so sollte man annehmen, sollte das eigentlich durchschauen.
Auf geht's!!
CHRISTENTUM, UND!
Humanisten und Religionskritiker, überprüft mal auch euren Mythos, den mit dem Fleisch..
Empfehlung :
VEGANES KOCHBUCH FÜR KINDER.
POMMES FRITES UND POMMES FRIDA.
VON Barbara Rütting. Auch Videos auf YouTube.

Schöne vegane Grüße!

U. S.

@orthodox (keinen Mut zum Namen?)

Schön wäre nicht nur ein Mitlesen, sondern auch ein MITDENKEN.

ZUDEM. KEIN GRUND ZUM LÄSTERN, NICHT WAHR?

Unorthodoxe Grüße aus der geistigen Denkfabrik des Hpd.

orthodox (nicht überprüft)

Do. 4 Jul 2019 - 06:57

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

"@orthodox (keinen Mut zum Namen?)"

Warum sollte irgendetwas was ich geschrieben habe Mut erforden?

"Schön wäre nicht nur ein Mitlesen, sondern auch ein MITDENKEN."

Sie sind vermutlich der Meinung wer wirklich denkt denkt genauso wie sie?

"ZUDEM. KEIN GRUND ZUM LÄSTERN, NICHT WAHR?"

Aber ja doch, die modernen christlichen Kirchen (ich war grade auf dem Kirchentag) machen mir keinerlei Vorschriften wie ich so rumvögle und was ich so esse, die Christen haben ihre Neurotizismen ziemlich abgebaut.

Währenddessen bauen Teile des Humanismus reichlich behämmerte Ernährungsregeln auf und sind was so das neurotische angeht hart am Rande einer Esstörung unterwegs.

Modernes Christentum:
Sex so wie man will
Lecker steak auf dem Grill ohne Schuldgefühle

Moderner Humanismus
Sex so wie man will
Kein steak auf dem Grill oder Steak nur mit Schuldgefühlen

Muahaha, DAS find eich wirklich HÖCHST amüsant.

Wobei die Katholiken nach dem rumvögeln wenigstens noch die Beichte haben.
Den humanisten bleibt nach dem Steak Genuss nur die ewige Schuldqual.

Schön, daß Sie sich aber doch noch ganz unorthodox angesprochen fühlten.
Es war mir leider nur möglich, den orthodox Kommentar kurz zu überfliegen, das passiert intuitiv immer dann, wenn sich die Qualität der Inhalte schon auf die Schnelle, erkennen lässt.
Da so auffallend viel etwas von Vögeln drin vorkommt, passt das Überfliegen denn ja auch.
Das Gute ist, dass man auf diese Weise schnell selektieren kann, was ist tiefgründig und wert ist, es genau zu lesen. Ornithologisches Fachwissen ist mir da lieber.
Daher ist es mir leider nicht möglich, auf die Kommentierung weiter, einzugehen.

Geistreiche Wünsche.

Der Artikel zeigt einmal mehr, deutlich erschreckend klar, die "Geisteskrankheit" der christliche Religion beziehungsweise Monotheismus und deren Absurdität, in diesem Fall, ihrer biblischen Grundlage. Mit heiligem Geist hat das absolut nichts zu tun.
Diese Mentalität hat schon immer, in jeder Hinsicht, Unfrieden in die Welt gebracht.
Für Menschen und die gesamte Mitwelt.
Im Übrigen ist Karnismus ebenfalls kein Thema ausschließlich für "Religioten". Auch Atheismus schützt, per se vor Dummheit, nicht.
Pflanzenbasierte Ernährung ohne Tierleid, ist eine vernünftige Alternative und in jeder Hinsicht gerechte Lösung, für die Menschheit, die Erde und die gesamte Mitwelt. Mit Religion hat das definitiv nichts zu tun, es ist die Wissenschaft, die Wissen schafft. Und vernünftige Menschen, die ihr Leben danach gestalten.
Dank auch nochmal, an Andreas Lichte für die vernünftigen, geistreichen Kommentare.
Und natürlich an den Autor oben, vom Hpd.
U. S.

Frank (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 09:27

Beyond Meat verkauft kein gesundes nachhaltiges Ersatzfleisch, es verkauft den Kunden nur die Illussion eines gesunden Produktes. Die Proteinmasse wurde verarbeitet, mit Ersatzstoffen vermischt und kann nicht als gesund gelten. Wer wirklich ein Veggieburger haben will, sollte selber eins zubereiten,aber die Illussion wäre nicht bei weiten so perfekt wie bei dem was Beyond Meat verkauft.

Tobias Seyb (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 10:49

Getroffene Hunde bellen.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten sind eine Mehrzahl heutiger Vegetarier an Fakten und Argumenten orientiert, weniger an Weltanschaung oder Ideologie, die missionarisch zu verteidigen war.

Heute erlebe ich, dass eher die Fleischesser ihr Weltbild offensiv verteidigen. Oft reicht es schon aus, dass man beim Bestellen auf Fleischgerichte verzichtet, dass man belehrt wird oder die Fleischesser eine Diskussion vom Zaun brechen.
Ist mir schon klar, warum.

René (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 14:48

Antwort auf von Tobias Seyb (nicht überprüft)

@ Tobias Seyb: "Getroffene Hunde bellen."

Ein superdummer Spruch, nur merken das meist weder Anwender, noch "Getroffene", weswegen er noch immer recht verbreitet ist. Genau genommen "jaulen" getroffene (oder getretene) Hunde übrigens eher, aber sei's drum. Ich will ja hier nicht spitzfindig sein. Das Dumme am Spruch ist natürlich inhaltlicher Natur:

Wenn ein Hund "getroffen" ist, dann hat er allen Grund, zu "bellen" (meint hier: "sich zu wehren"). Dieses sprachliche Bild als Diskreditierung einer Abwehrreaktion nach erfolgtem "Treffer" zu verwenden, ist also absolut unsinnig. Just saying.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Di. 2 Jul 2019 - 00:18

Antwort auf von Tobias Seyb (nicht überprüft)

@Tobias

Sehr kurz ..und !gut auf den Punkt gebracht!
Danke.

Tierliebe Grüße!

karin reinhardt (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 12:00

Bin mit dem Inhalt voll und ganz einverstanden.

Petra (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 12:42

„Wer die Kirche verlässt: ein Lichtblick für mich; wer kein Tier mehr isst: mein Bruder.“
Karlheinz Deschner 1924-2014

Im Zusammenhang mit Veganer Lebensweise von Veganer Religion zu sprechen, zeigt mal wieder die Dummheit der Menschen, alles in irgendeine Schublade stecken zu müssen, was natürlich taktische Gründe und vor allem wirtschaftliche Interessen hat.
Eine pflanzenbasierte Lebensweise ist wissenschaftlich erwiesenermaßen, die gesündere überhaupt.
Fleisch und tierische Produkte sind für den Menschen nicht geeignet und sollten auch nicht mehr verzehrt werden.
Dann sinkt das Krebsrisiko, Herz Kreislauf Erkrankungen, Allergien und Nebenwirkungen aus der Massentierhaltung wie Antibiotika und andere Skandale.
Außerdem ist es die allererste Ursache für den Welthunger sowie die Gefährdung der Ökosysteme Regenwälder und Urwälder.

U. S.

Sein Wort in Gottes Ohr ;-) und in meinem ein Wohlklang
Ein wahrer Seelen Bruder - noch nie von ihm gehört - danke für das Zitat!

Cheers, Rob

Karlheinz Deschner (1924-2014) war ein Historiker, Literaturwissenschaftler, Philosoph, Kirchenkritiker und mehrfach preisgekrönter Autor, von ihm stammt die Kriminalgeschichte des Christentums (10 Bände) und er war Vegetarier, in diesem Zusammenhang gibt es viele gute Zitate von ihm z.B. :
„Gegenüber dem Tier ist der Mensch Gewohnheitsverbrecher.“
„Die Speisekarte- das blutigste Blatt, das wir schreiben.“
„Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet, ist selber schlachtreif.“
„Verdient eine Menschheit, die Trilliarden Tiere tötet, nicht eben das, was sie dem Tier antut?“

Tobias (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 14:24

Und wieder vegane Propaganda ohne jeden Bezug zur Realität. Fleisch ist nicht die Ursache des Methan in der Atmosphäre, sondern der Ackerbau, insbesondere Reisanbau, und das Abbrennen der Regenwälder, wie die NASA durch Messungen gezeigt hat. Und alleine die Düngemittelproduktion setzt mehr Methan frei als alle Rinder zusammen.
Der Wasserverbrauch bei der Fleischproduktion ist der Regen auf einer Wiese über die Lebenszeit einer Kuh, während für den Ackerbau Grundwasser aus großer Tiefe abgepumpt wird. Und für eine Schüssel Müsli sterben ein Vielfaches an Wildtieren als für mein Steak. Und sie sind sogar bereit ihre eigenen Kinder im Namen des wahren Veganismus zu opfern und verhungern zu lassen.

Man sieht, blind für die Realität verbreiten die Missionare des Veganismus ihre gefühlte, von den Gurus vorgegebene Wahrheit. Ihre Abkapslung und Selbstimmunisierung gegenüber der Realität durch das sich ständige gegenseitige versichern, wie erleuchtet und moralisch überlegen sie doch sind, sind ganz klassische Zeichen einer Sekte.

Vegane Propaganda vorbei an der Realität?
Allein in dieser populistischen und zudem noch falschen Aussage zeigt sich schon eine von bestimmten wirtschaftlichen Interessen gesteuerte gefährliche Dummheit.
Nichts lassen diese Leute unversucht, um die einzig richtige Lösung gegen ANTHROPOZÄNEN Klimawandel Welthunger, Tierleid und Zivilisationskrankheiten, anzugehen.
Gott sei Dank ist die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr so dumm und unmündig, um auf unwissenschaftliche Propaganda hereinzufallen.
Hören Sie auf, Unsinn zu verbreiten, vor allem, wenn Sie keine Ahnung haben, vor allem in einer solchen Form von Populismus.
Es ist ganz einfach falsch, was da unsachlich verbreitet werden soll.
Ich rate jedem, sich auf ernsthaften Plattformen und bei kompetenten Naturschutz Verbänden zu informieren und sich das Wissen zugänglich zu machen.
Greenpeace, NABU, Peta, Tierschutz Büros, Ärzte wie Rüdiger Dahlke, Wissenschaftler wie Harald Lesch, Astrophysiker und Naturwissenschaftler.

U. S.

hehe, PETA als "Tierschutzorganisation" anzuführen ist echt ein starkes Stück.
Kompetent sind die vor allem beim Eigenimage. PETA ist wohl eine der grössten Tiermörderorganisationen auf diesem Planeten.
googeln kannste selber?

Tobias Stricker (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 17:05

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

Die einzigen die keine Ahnung haben sind die Veganer. Man hat z.b. Mal nachgemessen wie viel Methan bei der Düngemittel Produktion freigesetzt wird. Nicht die gesamte Prozesskette, sondern nur die Fabriken. Das Ergebnis ist, das die allein mehr ausstoßen als alle Rinder rülpsen. Muss man da noch mehr Argumente bringen?

Susa (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 15:04

Toller Artikel, es gibt doch noch intelligente Journalisten, wie schön!

Andreas Leber (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 15:42

Der Humanismus stellt dem Namen nach den Menschen in den Mittelpunkt. Der einzelne Mensch - und am anderen Ende - die Menschheit sind sein zentrales Anliegen. Damit stellt er sich in Gegensatz zu all den Ideologien (insbes. Religionen), welche Menschengruppen (Familie, Stamm, Nation, Religion, Rasse, Firma, ..., Veganer, Fleischesser, ...) gegen andere ausspielen.

Das Thema des Humanismus ist somit Individuum vs. Gruppen, nicht die eine Gruppe vs. die andere. Es gibt viele gute Argumente für den Veganismus, und es gibt sie auch für den Fleischkonsum. Beides sind daher ethisch akzeptable Positionen. Die Entscheidung trifft wie immer bei ethischen Fragen der Einzelne.

Die GBS ist ein Thinktank für den Evo-Humanismus. Sie hat sich bisher nicht auf eine Seite der Veganismus-Diskussion geschlagen, und ich hoffe, das bleibt so.

Matthias Stich (nicht überprüft)

So. 23 Jun 2019 - 22:41

Antwort auf von Andreas Leber (nicht überprüft)

... „Es gibt gute Gründe für den Veganismus.“.....
Richtig. Nämlich gesundheitliche, ökologische und vor allem ethische.

„Und es gibt sie auch für den Fleischkonsum.“
Falsch. Es gibt zwar Gründe dafür, aber keine guten !
Aus Sicht der Verbraucher: vor allem Genuss, Gewohnheit, Bequemlichkeit, Status ...
Aus Sicht der Produzenten: vor allem Profit.

Wer diese Gründe gegeneinander abwägt und zu dem Schluss kommt, Veganismus und Fleischverzehr wären beide „ethisch akzeptable Positionen“, hat entweder nicht verstanden, worum es in der Ethik überhaupt geht (Stichwort Leidvermeidung) oder weiß nicht was Akzeptanz bedeutet (= gutheißen, annehmen, billigen). Wie kann man allen Ernstes das unermessliche Leid, welches unser Fleischkonsum generiert, gutheißen, annehmen oder billigen ? Wo und wann genau, frage ich Sie deshalb, ist Ihre Empathie für empfindungsfähige Lebewesen verloren gegangen ?

Leidverursachende und leidvermeidende Weltanschauung als gleichwertige ethische Positionen anzusehen, ist für mich ein typisches Anzeichen unserer kranken oder zumindest blinden Gesellschaft. Der überwiegende Teil der Bevölkerung sieht die allgegenwärtige Gewalt gegenüber den nicht-menschlichen Tieren - falls sie denn überhaupt hinsieht - als völlig „normal“ an. Gewaltfreiheit gegenüber diesen Mitbewohnern unseres Planeten, die der Veganismus praktiziert und propagiert, wird dagegen als „extrem“ empfunden. Wie verquer ist das denn ? Fällt der Groschen noch immer nicht, dass hier in der Wahrnehmung etwas granatenmäßig schief läuft ?

Nehmen wir mal an, es wären nicht Tiere sondern Menschen, welche für den Fleischverzehr gezüchtet, gemästet und getötet würden, dann würden hier sämtliche selbsternannten Humanisten augenblicklich vom Sofa aufspringen, und keine Ruhe geben, bis dieses Unrecht sofort(!) und in Gänze gestoppt würde. Aber wieso einen Aufstand machen wegen einigen hundert Milliarden getöteten Tiere jährlich ??? (Fische mit eingerechnet)

Und genau das, liebe Möchtegern-Humanisten, nennt man Speziesismus. Und der steht bekanntlich auf der gleichen untersten Stufe wie die anderen hinlänglich bekannten willkürlichen Ausgrenzungs-ismen der Weltgeschichte. 

(By the way, auch wenn es sich beim Fleischkonsum primär um Tiere handelt, die bis aufs Blut ausgebeutet werden, so entsteht ZUSÄTZLICH auch noch unermessliches menschliches Leid z.B. in Form von Hunger aber auch in zahlreichen anderen Formen der Gewalt gegenüber Menschen. Dass sich Humanisten jedoch nicht einmal davon beeindrucken lassen, irritiert und verstört fast noch mehr, da ihnen Menschen angeblich doch so am Herzen liegen.)

Thomas R. (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 07:53

Antwort auf von Andreas Leber (nicht überprüft)

"Die GBS ist ein Thinktank für den Evo-Humanismus. Sie hat sich bisher nicht auf eine Seite der Veganismus-Diskussion geschlagen, und ich hoffe, das bleibt so."
-
Wikipedia: "Darüber hinaus grenzt sich der evolutionäre Humanismus von speziesistischen und sozialdarwinistischen Weltbildern ab, welche den Interessen von verschiedenen Spezies oder Individuen prinzipiell ein unterschiedliches Gewicht einräumen möchten."

@T.R.

Warum eigentlich so gespreizte Anglizismen, die Giordano - Bruno- Stiftung nennt sich doch auch einfach "Denkfabrik" , da besteht keine Notwendigkeit, mit irgendwelchen englischen Begriffen Eindruck machen zu wollen.
Apropos Denkfabrik.
Ist es nicht gerade ein Zeichen von einem nicht beschränkten oder beschränkendem Denken, wenn hier alles angesprochen wird, was nicht in das beschränkte Weltbild oder Verständnis mancher Zeitgeister menschlicher Spezies, passt?
Ich begrüße eine Stiftung wie die GBS und den Hpd, die zwar Grundlagen und Grundsätze vertritt, sich aber dennoch offen begreift, jedenfalls theoretisch.
Diesen Wert tatsächlich zu bewahren und zu erhalten, bedarf immer einer großen Selbstreflexion und selbstverständlich der Bereitschaft, zu einem evolutionären Denken.
Wie könnte es auch anders sein.

Evolutionärvegane Grüße und vieles mehr.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 11:31

Antwort auf von Andreas Leber (nicht überprüft)

@alle
Humanismus meint weit mehr, als den Menschen selbst, mit seinem Ego im Mittelpunkt, zu stellen.
Das würde den Humanismus nicht sehr von den Religionen und Kirchen unterscheiden, insoweit, als dass auch dort sich alles um den Menschen dreht, mit einer Wichtigkeit, die er in diesem unendlichen Universum gar nicht hat. Vielmehr bildet der Mensch, die Menschheit, sich ein, im Mittelpunkt der Welt zu stehen und sich die Erde untertan machen zu dürfen.
Michael Schmidt Salomon stellt das in sehr schöner und anschaulicher Weise dar, was diese zufällige Affenart Mensch eigentlich für eine Bedeutung hat, im universellen Geschehen, sowohl räumlich als auch zeitlich.
In der Entwicklung des Universums und dem winzigen Planeten Erde, stehen wir im Verhältnis höchstens 2 Minuten in der Geschichte und werden genauso wieder vergehen, wie auch die Dinosaurier.
Man muß sich mal die ernsthafte Frage stellen, wer sich hier als Humanist bezeichnet und wer sich hier tatsächlich wie einer verhält.
Sich einfach nur von den sogenannten Religioten zu unterscheiden mit einer Form von Atheismus, reicht ja wohl bei weitem nicht aus.
Das wäre ja allzu peinlich für die Giordano - Bruno - Stiftung und alle anderen, die im Humanismus eben weit mehr, als das Menschsein und den Existenzialismus verstehen, sondern sich begreifen, als zur Empathie fähigen Wesens, in Verantwortung gegenüber der gesamten! Mitwelt.
Humanismus bedeutet, Achtung vor allen anderen Lebewesen, alles andere ist der Bezeichnung Humanismus nicht würdig, und schadet dessen Ansehen.
Hier melden sich die größten Egomanen zu Wort. Das dumme daran aber ist vor allem, mit welcher Anmaßung, Überheblichkeit und Arroganz gegen die Religionen und Kirchen dabei Kritik geübt wird.
Solche Vertreter der Menschheit fangen dringend erstmal bei sich an, bevor sie andere kritisieren.
Meine Auffassung als Naturalistin und Agnostikerin steht einer kritischen Haltung Auseinandersetzung gegenüber den Religionen und Kirchen keineswegs entgegen. Das gilt auch für Atheisten. Denn auch Atheismus schützt vor Dummheit nicht.

Mit humanen und veganen Grüßen, hochachtungsvoll gegenüber allen Lebewesen, der Natur und dieser wunderbaren Erde.
Wer sie schützt und respektvoll behandelt, steht auf der höchsten Stufe des Lebens.
ZITAT.

U. S.

Jochen Beck (nicht überprüft)

Mi. 26 Jun 2019 - 16:28

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

Ich schlage vor, dass die hiesigen Vertreter radikaler Tierethik die Bezeichnung Humanismus nicht in Anspruch nehmen, sondern stattdessen den Begriff "Animalismus" für sich etablieren. Das ist redlicher als den alten positivbesetzten Begriff in Beschlag zu nehmen dessen Anthropozentrische Orientierung doch eigentlich schon im Wort "Humanismus" enthalten ist. Dann haben wir eine saubere Trennung.
Übrigens ich kenne Michael Schmidt-Salomon persönlich. Er ist keineswegs Veganer, sondern bestenfalls Flexitarier. Gegen den Verzehr z. B. von Rindfleisch hat er nichts einzuwenden, solange das Tier nicht unter qualvollen Bedingungen gehalten wurde.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Fr. 28 Jun 2019 - 11:25

Antwort auf von Jochen Beck (nicht überprüft)

Bevor hier redlich moralisiert werde :
Niemand nimmt hier was in Anspruch.
Eine hohe humane Ethik verbunden mit einer Tierethik ist weder radikal noch extrem.
Sie ist einfach konsequent und entspricht einer menschlich hochwertigen Form von Wissen und Gewissen.
Dabei ist es nicht wichtig, ob hier persönlich Herr Schmidt - Salomon vorgeschoben wird.
Vielleicht möchte er ggfs. sich auch lieber gerne selbstständig zu Einzelheiten aus seinem Leben, äußern.
Eben genau das ist es, was man lieber nicht tue :
Mit Begriffen dogmatisch Stigmatisierungen hervorrufen.
Genauso wenig, wie es um Etablierungen geht.
Daher ist es mir nicht möglich, vermeintliche Vorschläge in diese Richtung anzunehmen.
Allerdings entnehme man Absicht und Hintergrund, die in solchen harmlos anmutenden Vor.chlägen, steckt, wahr.

Mit freundlichen Grüßen.

Thomas R. (nicht überprüft)

Sa. 29 Jun 2019 - 10:13

Antwort auf von Jochen Beck (nicht überprüft)

"Vertreter radikaler Tierethik"
-
"Tierethik" ist ein tautologischer Begriff, denn alle Bezugsobjekte der Ethik sind Tiere. Und der Zusatz "radikal" ist lediglich eine Diffamierung von Menschen, die es mit der Leidvermeidung genauer nehmen als ... z.B. SIE.
-
"dessen Anthropozentrische Orientierung doch eigentlich schon im Wort "Humanismus" enthalten ist."
-
"Anthropozentrisch" ist nur ein anderes Wort für "speziesistisch". Es bestätigt sich immer wieder, daß man als Antifaschist und Antispeziesist kein Humanist sein kann.
-
"Übrigens ich kenne Michael Schmidt-Salomon persönlich. Er ist keineswegs Veganer, sondern bestenfalls Flexitarier."
-
Falls das stimmt, wäre also auch er ein Speziesist, denn ich gehe davon aus, daß er es strikt ablehnt, menschliche Babies und Kleinkinder als "Nutztiere" zu betrachten und auf entsprechende Weise zu töten, um sie zu irgendwelchen Konsumgütern zu verarbeiten.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mo. 1 Jul 2019 - 10:32

Antwort auf von Thomas R. (nicht überprüft)

Na toll, allenfalls wurden hier mal wieder ein paar grandiose Begriffe zum Besten gegeben.
Wenig beeindruckend.

Mit Wünschen für Intelligenz und Würde.

Richtigerweise sei auch aber noch gesagt, dass der Punkt zum " DIFFAMIERUNG" sehr zutreffend argumentiert wird.
Kein Mensch wird von und durch Vegetarismus oder Vegane Lebensweise diffamiert.
Das ist - wie immer - eine Art der Projektion von Vertretern gewisser menschlicher Spezies, die ihre Gewohnheiten nicht aufgeben und nichts dazulernen wollen.
Keine Flexibilität im Denken.

Human. evolutionäre und tierfreundliche Grüße.

Ralf B. (nicht überprüft)

Fr. 21 Jun 2019 - 15:48

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass es in der Bibel auch Stellen gibt, wo Gott den Menschen eine vegane Ernährung empfiehlt bzw. das Darbringen von Tieropfern kritisiert. Damit wäre jedoch nur wieder einmal bewiesen, dass man mit der Bibel alles rechtfertigen kann – und auch noch das genaue Gegenteil. Die Geschichte zeigt, dass sich die Schriftgelehrten, Kirchenväter und Päpste wie auch Luther bei mehreren alternativen Bibelstellen meistens für die Aussage entschieden haben, die ihrem Streben nach Anerkennung, Reichtum und Macht am wenigsten entgegenstand. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie in früheren Zeiten auch dafür gesorgt haben, dass für jeden Bedarf die passende Bibelstelle zur Verfügung steht.

"Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise." (1. Mose 1, 29-31)

"Ich aber habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte,
nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern; sondern dies habe ich ihnen geboten: Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; wandelt ganz auf dem Wege, den ich euch gebiete, auf dass es euch wohlgehe." (Jeremia 7, 22-23)

Matthias (nicht überprüft)

Sa. 22 Jun 2019 - 00:15

Hier wurden einige Kommentar- und Lieserbriefschreiber ja ordentlich angeprangert.

Das finde ich schade -- die persönliche Fehde zwischen dem Autor und einigen Lesern interessiert mich wirklich herzlich wenig.

Viel mehr hätte mich interessiert, was denn die Gründe für diese vermeintliche Verteufelung des Veganismus sind.
Ob es da nachvollziehbare Gründe gibt, und woher die weniger nachvollziehbaren kommen.

Und was denn nun an dem Klischee ist, Veganismus geselle sich gern zum New Age.
Gibt es da Statistiken? Studien? Was kann man aus journalistischer Sicht dazu sagen?

Außerdem wäre es sinnvoll gewesen, einmal kurz vernünftig festzustellen, dass der Veganismus als Begriff sich ausschliesslich auf die Frage der Ernährung bezieht. So wie sich der Atheismus sich ausschliesslich auf die Frage nach dem Glauben an Gott bezieht. Beides ist keine Weltanschauung.

Für mich liest sich der Artikel ein wenig wie ein Teil einer Kommentar-Fehde, nur dass eben dieser Kommentar als Artikel präsentiert wird. Warum dies als journalistische Veröffentlichung meine Aufmerksamkeit wert sein soll, erschliesst sich mir nicht.

Nun, mir muss auch nicht jeder Artikel hier gefallen. Ich würde aber zu Bedenken geben, dass neben dem freien Lauf der Äußerung von persönlicher Meinung und Verdruss auch noch eine gute Portion Journalismus und Recherche nicht fehl am Platze gewesen wären. Dann hätte der Artikel auch einen Wert für jene Leser, die sich nicht für diese Schlammschlachten interessieren.

Zustimmung. Es wirkt schon etwas unredlich, wenn die Autorenschaft beim hpd ausgenutzt wird, um Kommentarfehden so asymmetrisch auszutragen, statt an Ort und Stelle gleichberechtigt mitzukommentieren.

In diesem Artikel zeigt sich schlicht der missionarische Eifer des Autors. Sie verschließen sich auch wie die religiösen der Realität. Z.b. das vegane Ernährung eine Mangelernährung ist oder das für ihr Müsli mehr Tiere sterben als für mein Steak.

Gabriele Wruck (nicht überprüft)

Do. 27 Jun 2019 - 15:09

Antwort auf von Tobias Stricker (nicht überprüft)

Hier kurz einige Gelegenheiten zur Information, die Sie offenkundig bitter nötig haben.

Wegen Ihres Irrtums mit der sogenannten Mangelernährung:

https://hpd.de/artikel/grundlegende-informationen-zum-veganismus-aufklaererischer-weise-15959

https://graslutscher.de/unterernaehrte-kinder-sind-der-presse-egal-es-sei-denn-die-eltern-sind-vegan-lebende-hardcore-esoteriker/

Wegen Ihres Irrtums, für meine Tamari-Erbsen müssten angeblich mehr Tiere sterben als für Ihr Leichenteil:

https://der-artgenosse.de/hey-veganer-fuer-euch-muss-man-viel-mehr-pflanzen-anbauen/

Tobias (nicht überprüft)

Fr. 28 Jun 2019 - 12:28

Antwort auf von Gabriele Wruck (nicht überprüft)

LOL.
Graslutscher, die Ernährungswissenschaftliche Autorität der deutschen Veganerscene ...
Fehlt nur noch "Vegan ist Ungesund" ...

Sorry, das ist ein aufgeblasener Dummschwätzer allerersten Güte.

In veganer Ernährung fehlen über 15 wesentliche Nährstoffe. Deshalb kann man den körperlichen Verfall auch in Echtzeit beobachten.

Hier mal echte Wissenschaft, welche die extreme Notwendigkeit von Fleisch in unserer Ernährung demonstriert. Sie haben einen Versuch an einer Grundschule in Kenia gemacht, wo sie den Kindern bei der Schulspeisung einfach 2 Löffel Hackfleisch extra gegeben haben. Die haben sich in allen gemessen Parametern (physisch, psychisch, akademisch) besser entwickelt als alle Vergleichsgruppen, inkl. einer Gruppe, welche 1 Glas Milch zusätzlich erhielt. https://academic.oup.com/jn/article/137/4/1119/4664672?searchresult=1&fbclid=IwAR3eVIJY-eL590s31w-6upBhPw9E4SrYqGt_wnm9PypD8YIp-U_frYiUg0M

Und wer bestreitet, dass mehr Tiere qualvoll durch den Ackerbau sterben als durch Tierzucht, der hat nicht nur keine Ahnung von Landwirtschaft, sondern ist in vollständiger Verleugnung der offensichtlichen Realität. Dies ist dann sogar schon pathologisch.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Fr. 28 Jun 2019 - 15:01

Antwort auf von Tobias (nicht überprüft)

Der Hass auf eine menschliche vegane Evolution.. Bewegung ist hierbei.. unverkennbar. Pathologischen Charakters.

Denkfrage in der geistigen Denkfabrik des Hpd :

Worum geht es solchen Leuten in
dieser Gesellschaft wirklich?

Um Vernünftiges Handeln doch wohl kaum.

Humane als auch freigeistige, sowie tierliebe Grüße.

Matthias Stich (nicht überprüft)

Fr. 28 Jun 2019 - 16:13

Antwort auf von Tobias (nicht überprüft)

<Sie haben einen Versuch an einer Grundschule in Kenia gemacht, wo sie den Kindern bei der Schulspeisung einfach 2 Löffel Hackfleisch extra gegeben haben. Die haben sich in allen gemessen Parametern (physisch, psychisch, akademisch) besser entwickelt als alle Vergleichsgruppen, inkl. einer Gruppe, welche 1 Glas Milch zusätzlich erhielt.>

Selbst wenn das tatsächlich der Fall wäre, was ich bezweifle, wäre das aus ethischer Sicht völlig IRRELEVANT. Weshalb sollten wir das Recht haben, Tiere zu töten und sie durch den Fleischwolf zu drehen, nur weil oder damit wir Menschen uns angeblich durch täglich 2 Löffel Hackfleisch „physisch, psychisch, akademisch“ besser oder schneller entwickeln ? Das wären rein egoistische Gründe, die ethisch und moralisch aus der untersten sozialdarwinistischen Schublade stammen.
Nach der gleichen Logik könnte ich auch meinem Nachbarn seinen Porsche klauen, weil ich damit „physisch, psychisch und akademisch“ flotter unterwegs wäre als mit meiner alten Kiste. Ist aber leider verboten. Der Porsche gehört nämlich ihm und nicht mir.
Und so ähnlich verhält es sich mit den Tieren. Deren Leben gehört nämlich ihnen und nicht uns, selbst wenn wir uns mit der Verspeisung ihrer verwesenden Körperteile „physisch, psychisch, akademisch“ weiterentwickeln würden.
Und im übrigen:
In unseren westlichen Industrieländern wird Hackfleisch tonnenweise verspeist und ich erlebe trotzdem haufenweise Menschen, die physisch, psychisch und akademisch unterirdisch unterwegs sind. Wieviel Hackfleisch haben denn Sie schon - völlig wirkungslos übrigens - zu sich genommen ?

Was Sie hier offenbaren ist, dass Sie lieber Menschen umbringen als eine Kuh. Was hat dies mit Ethik und Humanismus zu tun?

Hinzu kommt ja, dass Ihr Müsli mehr Tieren das Leben gekostet hat als mein Steak. Ich muss im ganzen Jahr nicht mehr als 2 Kühe schlachten, aber auf jedem Hektar Ackerland werden alleine 6 Feldhamster zerquetscht. Was macht die 6 Feldhamster weniger wert als die 2 Kühe?

Und was Sie offenbaren, ist die Tatsache, dass Ihnen Ihr jahrelanger Hackfleischkonsum ganz offensichtlich wesentlich mehr geschadet als genützt hat.

Wo um alles in der Welt wollen Sie aus meinen Posts herausgelesen haben, dass ich lieber „Menschen umbringe als eine Kuh“ ??? Habe ich mich jemals zu dieser konstruierten Problematik explizit geäußert ?
Fest steht: Ich will überhaupt niemanden umbringen. Kein Veganer, der seine fünf Sinne beieinander hat, will jemals irgendjemanden irgendwann irgendwo umbringen. (Das ist übrigens auch verboten. Kommt man nämlich in den Knast dafür. Und wer will das schon ? Da gibt es nämlich bestimmt noch keine veganen Knastmahlzeiten.)

Nochmals ganz langsam für alle Hackfleischgeschädigten:
Der Veganismus beruht auf absoluter Gewaltlosigkeit und versucht, wo und wann immer das MÖGLICH ist, Leid zu vermeiden. (Und manchmal ist das leider nicht möglich.)
Auch Veganer hinterlassen, wenn sie denn leben bzw. überleben wollen, einen wie auch immer gearteten ökologischen Fußabdruck. Kein Veganer ist davor gefeit, selbst auch Tiere zu töten, wenn auch meistens nur ungewollt, unbeabsichtigt, aus Versehen.
Es gibt nunmal - leider - unvermeidbares Leid. Der überflüssige Fleischkonsum gehört da aber eindeutig nicht dazu.

Und was ihre Rechnung „Steak versus Müsli“ betrifft:
die allermeisten Schlachtrinder sehen so gut wie nie eine Weide, sondern werden in Stallhaltung, oft genug noch in Anbindehaltung mit Heu und Getreide gefüttert. Wieviele Mäuse, Maulwürfe, Rehkitze werden da wohl dran glauben müssen, wenn der Acker umgepflügt oder das hohe Gras gemäht wird, um das Gras und das Getreide für die Kühe, die später mal zu ihrem Steak werden, zu säen und zu ernten ?
Außerdem gehe ich mal davon aus, dass auch Sie als unbelehrbarer Fleisch(fr)esser Brot, Getreide, Gemüse, Obst (übrigens alles vegane Nahrungsmittel) zu sich nehmen. Auf jedem Hektar Ackerland werden also auch für Sie Feldhamster getötet, nicht nur für die gewalttätigen Müslifresser alias Veganer. Ich kenne übrigens haufenweise Leute, die sowohl Fleisch als auch Müsli essen. Sind das dann Doppelmörder ?

Um auf Ihre an den Haaren herbeigezogene Anfangshypothese zurückzukommen, mir wären Tiere grundsätzlich näher als Menschen, sei Ihnen anhand von folgendem theoretischen Fall, der hoffentlich nie eintreten möge, gesagt:
Sollte mein Haus brennen, und ich stünde vor dem Dilemma, entweder meine Frau oder meinen Hund zu retten, würde ich ohne zu zögern versuchen, meine Frau vor den Flammen zu retten. (....und mir trotzdem bis zum Rest meiner Tage vorwerfen, dass ich nicht auch noch versucht habe, meinen Hund ebenfalls zu retten)
Wenn ich jedoch die Wahl hätte, entweder meinen geliebten Hund oder eine Person, die mir zutiefst zuwider ist, zu retten, wüßte ich wohl ebenfalls, wie ich mich entscheiden würde.

"Der Veganismus beruht auf absoluter Gewaltlosigkeit und versucht, wo und wann immer das MÖGLICH ist, Leid zu vermeiden." - und wer das nicht kapiert, kriegt Euer aller Fäuste zu spüren! ツ

Die „Fäuste“ des Veganismus heißen: Fakten, Tatsachen, Wahrheiten.
Die Motivation dazu lautet: Ethik.
Die Zutaten: Empathie, Intelligenz, Logik. (Gewalt gehört definitiv nicht dazu.)

An Ihrer Stelle hätte ich auch so langsam Angst vor dem veganen Zeitalter. Wie so viele vermeintliche Humanisten hier auf dem hpd.

Letztlich setzt sich die Wahrheit immer durch. Es ist nur eine Frage der Zeit. Und die scheint langsam aber sicher gekommen zu sein.

Wie immer sind auch hier mal wieder unsachliche, populistische und inkompetente Leute unterwegs, dennoch ist es notwendig, überfällig und höchst zeitgemäß, dieses gravierende Thema zu thematisieren, wobei der Autor nicht alles wissen muß, dafür gibt es dann ja viele kompetente Menschen auf dieser Plattform und man kann sich ergänzen.
Schlammschlacht ist in der Tat nur der Karnismus. Blutschlacht.
Und wem das Wort Leichen(fr) esser unangenehm ist, der möchte leider an den Realitäten vorbeikommen.
Ja, es sind in Verwesung begriffene Tierkörper, deren Verwesungsprozess nur mittels Kühlschrank aufgehalten wird..
Einfach ekelhaft, stimmt. Macht euch das ruhig mal klar, alle! christlichen und! atheistischen Karnismus. verfechter.

Dem Autor und dem Hpd Dank für geistige Weitsicht.

Humane Grüße aus dem Tierschutz.

U. S.

Nessy (nicht überprüft)

Sa. 22 Jun 2019 - 10:33

Schaut mal, es gibt auch andere verse:

Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.

1 Mose 1:29

Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben. Allein das Fleisch mit seinem Leben, seinem Blut, esst nicht!

1 Mose 9:3-4

Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.

2 Korinther 9:10

Also so gesehen kann man es nur "falsch" machen. Danke für den tollen Beitrag

Robert J. (nicht überprüft)

So. 23 Jun 2019 - 12:12

Steht in der Bibel nicht auch irgendwo geschrieben "Ihr sollt euch ernähren von den Früchten der Bäume und der Felder"?? Unabhängig davon, dass man nicht mehr nachvollziehen kann, wie oft die diversen Schriften von den Mächtigen umgeschrieben wurden, um den Pöbel möglichst gut nach ihren Vorstellungen leiten und mit diversen Schuldgefühlen klein halten zu können - wie sieht es aus mit den Grundwerten, die in den meisten Religionen in etwa überein stimmen, wie Nächstenliebe, Mitgefühl und Liebe im weitesten Sinne? Sollten wir uns als Spezies nicht weiter entwickeln in Richtung Mitgefühl und Liebe, oder sollen wir weiter machen wie vor Jahrtausenden mit Blutopfern, Auge um Auge Philosophien und uns die Erde weiterhin in dem Maße untertan machen wie wir das in zerstörerischer Weise gerade in Rekord Tempo betreiben, bis nichts mehr übrig ist und wir uns letzten Endes selbst ausradieren - so wie wir es gerade mit der "restlichen Schöpfung" tun..?
Ich weiß nur eines: Ein liebender Gott kann nicht gut heißen, was mit seiner Schöpfung passiert!

Ach Robert, ein liebender Gott hätte vor einer Schöpfung intensiv nachgedacht und alle Leiderzeugenden Umstände ausgeschlossen. Aber vielleicht ist dein Gott ein wenig pervers und erfreut sich am Leid der Geschöpfe.

Robert J. (nicht überprüft)

Mo. 24 Jun 2019 - 22:39

Antwort auf von Rainer Bolz (nicht überprüft)

Der kotzt wahrscheinlich gerade auf eine Wolke, nachdem er bemerkt hat wohin das mit dem freien Willen geführt hat ;-D

Die Bibel enthält historische vielfältige Formen von unterschiedlichen Übersetzungen.
Die vegane Form der Ernährung wird merkwürdigerweise meistens verleugnet, damit auch die sogenannten Christen weiter ihren Opfergeschichten und Allesfresser Theorien, folgen können.
Allerdings war Jesus allen historischen Belegen nach, selbst Vegetarier.
Daran kann man sehen, wie wenig nahe die heutigen Christen ihrem angeblichem Vorbild sind, da kenne ich als Non. theistin vermutlich mehr von der Lehre Jesu.
"Ich aber habe jetzt das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft , daher ist es uns nicht mehr gestattet, das Fleisch der Tiere zu essen." Alpha und Omega, das ist mein Wort. Das Evangelium Jesu.
Als Humanisten und Agnostiker, Naturalisten und Realisten, sollte jeder von uns wissen und in der Lage sein, zu erkennen, daß Karnismus eine Form vin Kannibalismus ist und eines aufgeklärten und zivilisierten Menschen unwürdig.
Alles andere verfolgt nur die Interessen von Egomanen und der Industrie.
Das erkennen sogar schon viele Christen und die Kirche, insbesondere mal die katholische.
Das LAUDATE SI - DIE SPIRITUALITÄT DIESER ERDE, von Papst Franziskus, ist da ein guter Ansatz. Sollte man ruhig mal lesen.
Auch als Atheist. Vergibt man sich nichts.
Sogenannte Atheisten und Humanisten, erhebt euch hier nicht über die christlichen Kirchen und Menschen, denn wer im Glashaus sitzt, werfe erfahrungsgemäß - nicht - mit Steinen.

Vegane Grüße!

Hallo Ute, danke für die Zitate - die kannte ich nicht so genau und kann ich jetzt vorbringen, wenn das wieder mal zur Sprache kommt ;-) Ich habe auch schon gehört, bzw. gelesen, dass Jesus und die Essener Vegetarier waren und glaube das auch. Ich bin zwar schon vor Jahrzehnten aus der Kirche ausgetreten, hatte aber immer "einen guten Draht" zu Jesus und der "wahren Lehre", die man gelegentlich noch in der heutigen Abstraktion der heiligen Schriften durchblitzen sieht
Dein Beitrag spricht mir jedenfalls aus der Seele - danke! ;-)

Vegan Grüße zurück

Ute Soltau (nicht überprüft)

Di. 25 Jun 2019 - 19:22

Antwort auf von Robert J. (nicht überprüft)

Ja, es ist schön das zu hören.
Ich bin gegen jeglichen Jesus Mythos, zumindest muß man wissen, dass es eben nur ein Mythos ist, und das ist viel, was die späteren Menschen aus diesem Mann gemacht haben.
Zum Beispiel hat dieser Jesus nie selbst getauft, er hat auch NICHT Christen niemals missioniert, sondern nur für seine Anhänger gepredigt. Er ist als Wanderprediger unterwegs gewesen. Leider ein bisschen verrückt, denn es ist schon ziemlich vermessen, sich als Sohn Gottes und König der Juden zu bezeichnen. Damit hat er natürlich die Herrschenden provoziert.
Die Legende und der Mythos vom ERLÖSER DURCH STERBEN AM KREUZ, ist auch eine Erfindung und Deutung des Christentums.
EIGENTLICH war es ja eine Niederlage, der Tod am Kreuz, aber man hat daraus eine Glorifizierung gemacht und für das neue Christentum benutzt.
Man sollte den Menschen Jesus als eine historische Person betrachten, die möglicherweise gute Eigenschaften hatte, jedenfalls ist es eher belegt, dass er Vegetarier war, als all die anderen Mythen aus der Bibel. nicht mehr und nicht weniger.
Paulus spielte da eine gewaltige Rolle, eigentlich hat er sich zum Christus gemacht, eine Anmaßung, der gerade in der christlichen Religion und Kirche, unglaublich viel beigen wird. Leider.
Es gibt zum Beispiel studierte Theologen, die sind Atheisten geworden, dennoch bezeichnet man sich als Jesuaner.
Das finde ich völlig legitim.
Die Bibel enthält viele Mythen, Lügen und Verfälschungungen, das ist wissenschaftlich und zuverlässig belegt. Die Evangelien, die Evangelisten, alles fragwürdige Dichtungen.
Der größte Irrtum ist allerdings der, das der Mensch sich als etwas besonderes heraushebt, getrennt von der übrigen Schöpfung, im Alten Testament.
Das ist eine große Schizophrenie und hat genau zu dem geführt, was wir heute vorliegen haben. So auch das mit dem Opfer und Fleischmythos machthungriger menschlicher Spezies.
Mit göttlicher Essenz, Einssein mit der Natur hat das nichts zu tun. Die Dreifaltigkeitslehre schon gar nicht.
Ich setze mich daher vor allem für Aufklärung ein, und habe dabei die Erfahrung gemacht, dass Erfahrungen, Kompetenz und Wissen, hohe Anerkennung findet - auf allen Seiten.
Genau das sage ich zum Beispiel auch über Michael Schmidt - Salomon. Das ist wertvoll und realistisch für die Gesellschaft.

Danke auch für deine positive posthume Rückmeldung.

U. S.

Najaaa... der Autor wollte doch jetzt aber halt die religiotische Legitimierung des "Antiveganismus" mittels der christlichen Schrift belegen. Da kann man jetzt nicht einfach behaupten, in der Bibel stände (auch) das Gegenteil. ;o)

Man kann schon!
Das Problem ist nicht der Artikel und der Autor, im Gegenteil, dabei stellt sich nämlich heraus, das ein "Gegen Vegan sein" , bei weitem nicht das Problem der Religionen und der Kirchen ist.
Wie man vielleicht schon bemerkt hat, polarisiere ich nicht, sondern nenne ausdrücklich differenziert! die Dinge beim Namen.
Ich sehe dabei nicht, daß es nur ein Problem - der hier gern so bezeichneneten Religioten ist, sondern genau so ein Ding der sogenannten egomanic Atheististen, sollte man die vielleicht dann Humanidioten nennen?
Egal. Es gilt erfahrungsgemäß der Satz : Erhebe dich nicht über andere, wenn du es selbst nicht besser kannst.
Vielleicht trägt diese Diskussion möglicherweise aber dazu bei, daß manch! einem zunächst einmal eine kritische Selbstreflexion gelingt. Sowohl in der christlichen Religion und Kirche als genauso bei den angeblichen Vertretern des Humanismus.

Mit freundlichen veganen und humanen Grüßen und Dank an alle Beteiligten, die mit sachlich und kompetenten Beiträgen ausschließlich der Sache dienen.

U.S.

Ich muß bemerken, dass mal wieder die Fähigkeit zur Differenzierung fehlt.
Meine Beiträge polarisieren nicht, sondern differenzieren.
Dazu gehört die Auseinandersetzung mit allen! Fragen und Thesen.
Eigentlich sollte es meinen Kommentaren zu entnehmen sein.
Die unterschiedlichen Interpretationen in der Bibel waren natürlich an die Religionen und Kirchen gerichtet, das ist doch eigentlich klar.
Darüberhinaus! richten sich meine Beiträge an alle! Menschen, die sich nicht anders verhalten, als der Mythos Bibel und Religion es vorzugeben meint, obwohl sie sich als Atheisten bezeichnen und die sogenannten Religioten kritisieren.
Wie gesagt, die Kirchen und christlichen Religionen zu kritisieren, setzt ein grundlegend anderes Denken und Verhalten voraus. Dazu ist offensichtlich bei weitem nicht jeder in der Lage.
Jemand, der Kritik übt, muß erstmal selbst Vorbild sein.
Davon sind manche Vertreter der Menschheit leider noch weit entfernt.

Mit aufgeklärten und humanveganen Grüßen!

Ist aber so - fragt sich nur, welcher Teil davon jetzt DER Wahrheit entspricht? Es gibt wissenschaftliche Studien darüber, die eindeutig beweisen, dass die "Erzeugung" von Fleisch einen der Hauptfaktoren von Umwelt Problemen darstellt, die unter anderem unmittelbar mit dem Klima Wandel zu tun haben, aber auch Böden, Grundwasser, ganze Ökosysteme (Regenwald) etc. in einer Weise belasten, dass uns das in wenigen Jahren an den Rand, bzw. zur gänzlichen Ausrottung führen kann.
Da wäre dann doch wohl was schief gelaufen mit den angeblichen Anweisungen aus der Bibel, dass wir uns von allem ernähren sollten was so kreucht und fleucht -
ebenso wie mit diesem "mehret euch und macht euch die Erde untertan"...?

Wir leben nun mal auf einem endlichen Planeten und irgendwann ist Schluss, wenn jeder zehn Kinder bekommt - auch wenn von denen dann in vielen Ländern gleich mal die Hälfte wieder verhungert.

Also jaaaaa - die Bibel, der Koran, etc. sind sicher zig male umgeschrieben worden - so wie es den Herrschern gerade gepasst hat, um die Hohlköpfe da draußen besser unterjochen, versklaven und ausbeuten zu können.

Was denkst du denn, warum die meisten der Schriftrollen von Qumran unter Verschluss gehalten werden?
Ein mal darfst du raten ;-)

Der Kommentar von Ute (eins oberhalb) ist gut und lesenswert, auch bezüglich echter Bibel Zitate!

Cheers, Rob

Helga Baumann (nicht überprüft)

So. 23 Jun 2019 - 22:25

Grundsätzlich schließe ich mich Matthias Stichs Argumentation an. Andererseits aber stellt er Behauptungen über die Humanisten auf, die völlig abwegig sind. Wie kommt er nur darauf, dass sie die "evolutionäre Überlegenheit der Menschen über den Rest der Erdenbewohner" begründen, propagieren...??
Die Humanisten sehen den MENSCHEN - genauso wie die TIERE und PFLANZEN - nicht als GESCHÖPFE GOTTES, sondern als das ERGEBNIS DER EVOLUTION. Und diese ist natürlich noch in vollem Gange.
Zu den Humanisten und ihren Vorstellungen hat M. Stich daher noch großen Informationsbedarf.
Dass es auch Menschen gibt, die sich als Humanisten ausgeben und trotzdem Tiere nicht als fühlende Mitkreaturen ansehen und achten wollen, ist leider genauso wenig auszuschließen, wie es Politiker gibt, die den Menschen schaden, statt ihnen zu helfen... .
Es entspricht den Tatsachen, was Gabriele Wruck weiter oben schreibt: "Ein Konzentrationslager (ich: implizit für Mensch UND Tier) ist ein Ort, an den Individuen deportiert und dort brutal freiheitsberaubt, entwürdigt, gedemütigt ausgebeutet, gequält , getötet und abgeschlachtet werden". Viele - egal welcher Weltanschauung - können diesen Vergleich einfach nicht wahrnehmen/akzeptieren, sie sehen sich immer noch - wie es in der Bibel heißt - als die, die entsprechend dem Befehl "Gottes" sich alle Lebewesen Untertan machen sollen. Dies ist meine Auffassung, obwohl ich noch weder volle Vegetarierin noch Veganerin bin.

Sie haben nicht ganz unrecht mit Ihrer Kritik zu meinem Informations- bzw. Nachholbedarf zum Stichwort Humanismus. Diesen Nachholbedarf könnte man aber sehr vielen Kommentatoren hier auf dem hpd and Herz legen. Der Begriff selbst ist in sich aber auch so schwammig bzw. vielseitig, dass es gar nicht so einfach ist, diesen in seiner Gänze zu erfassen und dementsprechend richtig zu benutzen.
Wikipedia listet zum Schlagwort Humanismus auf: idealistischer, existenzialistischer, liberaldemokratischer, marxistischer, integraler, biblischer ..... Humanismus. Und ein jeder davon hat wiederum seine Kritiker. Die GBS propagiert zudem den evolutionären Humanismus. Der Philosoph Bernhard Taureck dagegen den veganen Humanismus. Von welchem Humanismus sprechen wir also in Bezug auf das Thema Veganismus ? Ich selbst sehe mich weniger als Humanisten sondern in erster Linie als Antispeziesisten. Ich habe zwar lange mit dem Humanismus geliebäugelt, aber der weitverbreitete Speziesismus speziell hier auf der Plattform hpd schockiert mich zunehmend. Deshalb distanziere ich mich wieder mehr und mehr davon. Bei sehr vielen Kommentatoren erlebe ich denn auch ihren zur Schau gestellten Humanismus lediglich als Anthropozentrismus, im Volksmund auch als Egozentrismus oder noch schlichter als Egoismus bekannt.

Wenn Sie sich in vielen Punkten meiner Argumentation grundsätzlich anschließen, wie sie oben geschrieben haben, warum essen Sie dann noch immer Fleisch ? Von den anderen Tierqualprodukten ganz zu schweigen ?

Ganz richtig!
Deshalb kritisiere ich hier auch pseudo. humanistische EGO Ausformungen.
Ohnehin bin ich gegen jegliche Art von Schubladendenken.
Wenn man dem Agnostiker Michael Schmidt- Salomon folgt, hat man schon eine sehr differenzierte Definition von Humanismus, mit wenig Dogmatismus, vor sich. Entstanden ist diese ja auch als Aufklärung und Gegenbewegung zum fundamentalen Christentum und den Religionen.
Gerade deshalb ist es wichtig, auf der Plattform des Hpd der Giordano - Bruno - Stiftung, sehr wohl kritisch und diffenziert, zu sein, und zu bleiben.
KEINER Weltanschauungen gebe man ausschließlich dogmatischen Inhalt , das drückt auch Michael Schmidt Salomon sehr sympathisch aus.
Immer bereit für Veränderungen und Entwicklungen.
PHILOSOPHISCHE OFFENHEIT.
Eine Evolution des Denkens =
Evolutionäres Denken und Handeln.
WAHRHEIT IST HANDELN.
WAHRHEIT DURCH ENGAGEMENT.
Natürlich kann ich Grundlagen und Prinzipien und gewisse Zuordnungen haben , bleibe aber letztlich immer einzigartig authentisch im SELBST. Wirklich selbst ist ein Mensch bloß erst dann, wenn er sein Ego, seine falsche Konditionierung, abgelegt hat. Das trifft besonders auf Religionen, genauso aber auch auf andere, sich - für was ganz besonderes haltende Vertreter menschlicher Spezies, zu.

SELBST- UND EIGEN VERANTWORTUNG ALS NON. THEISTIN, AGNOSTIKERIN, HUMANISTIN IM WEITESTEN SINNE
PRAGMATISCHE PERMANATURALISTIN.

Evolutionäre Grüße.

Es ist einfach erfreulich, welches ernsthaftes und kompetentes Interesses dieser Thematik beigemessen wird. Inkompetent und populistische Kommentare können wir dabei vernachlässigen.
108 Kommentare, wow!
Darüberhinaus hat es wohl bislang nur die Plattform
LÜGENFASTEN
der Evangelischen Kirche, geschafft, mit 180 Beiträgen.
Aber wir entwickeln uns noch.
Evolution des humanistischen Denkens!
Die Menschheit ist noch unterliegt doch keiner vollständigen Degeneration.
Vielen Dank für den Artikel des Hpd und die Vielzahl kompetenter Beiträgen.

Evolutionäre vegane Grüße.

Rainer Bolz (nicht überprüft)

Fr. 28 Jun 2019 - 17:07

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

Hallo Frau Soltau, in wenigen Wochen werde ich mit meiner lieben Ehefrau mal wieder eine Kreuzfahrt unternehmen. Zur Diskussion stellen werden wir diesmal, ob ein Veganes Leben möglich, aber sinnlos ist.
Das Ergebnis könnte ich schon vorab berichten, aber schauen wir mal.
Mit hedonistisch - dionysischen Grüßen

@Bolz
VEGANES LEBEN MÖGLICH
aber sinnlos?? (Und für wen)??
Möglich oder (aber) sinnlos. Wäre durchaus im Rahmen einer alternativen offenen und toleranten Diskussion.
Es verwundert hier aber sicherlich niemanden, wenn in Ihrer Community von vornherein alternativlose Diskussionen stattfinden, deren Ergebnis von vornherein vorgegeben ist.
Auch das widerum hat /hätte, mit Freigeistigkeit und Demokratie, nicht im Entferntesten, zu tun.
Genauso wenig wie vermutlich die Fahrt in einem dieser qschwimmenden Hochhäuser für spezi. ellen Massentourismus
Merkwürdig scheint ebenfalls, daß Themen von Ihnen, ebenfalls, vorgegeben werden.
Vorschlag :
Versuchen, eine offene Diskussion über alternative Ernährung, zu beginnen.
Das wäre doch durchaus geistreich und für die Gesundheit ebenso.
Wer weiß, vielleicht kommt ja doch noch was Vernünftiges dabei heraus, immerhin ein halbwegs guter Denkanstoß.
Mit Wünschen für ein Bewusstsein, für Ihre und die der anderen, Zukunft.

Ute Soltau (nicht überprüft)

So. 30 Jun 2019 - 19:54

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

@all

Empfehlung :

Gleichklang, vegane Lebensweise, hier insbesondere zu Beyond Bürger Burger und Co.
YOUTUBE Wissenschaften

Intelligente Wünsche für eine friedliche und humanere Mit.Welt.

U.S.

Ute Soltau (nicht überprüft)

Mo. 1 Jul 2019 - 11:36

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

Tipps & Tricks für eine vegane Ernährung - vegan werden

I. SCHRITT : BILDE DICH

YOUTUBE anschaulich

Tobias (nicht überprüft)

Mo. 1 Jul 2019 - 09:26

Man muss sich lediglich die Kommentare der veganen Diskutanten hier durchlesen, um den Ausgangsartikel zu widerlegen. Der religiöse Fanatismus ist derartig offensichtlich.

Wo haben Sie das denn gelesen?
Auf dieser Plattform doch wohl nicht.
Einzigartig offensichtlich ist, daß es hier bei weitem nicht nur um antivegane Religioten geht. Die Idioten sind auch anderswo vertreten.
Es wird Ihnen aber nichts nützen, wenn vernünftige Menschen sich entscheiden, anders zu leben, und sich Bewusstheit gegen Dummheit durchgesetzt.
Vegan, menschlich und vor allem sachlich orientierte Grüße.
Empfehlung :
Buch von Michael Schmidt Salomon "Keine Macht den Doofen" .

Gerade vom Check up beim Internisten und Kardiologen gewesen.
Der war geradezu und nachgerade begeistert, ob der vorliegenden körperlichen Konstitution, insbesondere der Gefäße und Blutwerte. Wie bei einer 20-jährigen.
Oh mann o man, definitiv cool, und das in einem Alter, mehr als 3 mal so hoch..
Er führt es - als Facharzt -u. a. jedoch insbesondere! auf meine langjährige vegetarische und seit Jahren zunehmend vegane Lebensweise, zurück.
Solche Blut. Werte könne man bei anderen nicht mal mit hochdosierten Cholesterin - Senkern, erzielen..
Was sagt man dazu.
Jedenfalls bin ich mächtig stolz, gerade als Frau möchte man doch sein Alter nicht immer so ganz für wahr an. nehmen.
Allerdings sind Männer viel mehr gefährdet, was speziell alters - und ernährensbedingte Erkrankungen anbetrifft.
Also : Die Aussage,
Vegane Ernährung wäre nicht vollwertig, ist ebenso ein Mythos, wie die Religionen - zum Beispiel auch, und dient einzig der Wirtschaft und der Industrie, nützt dem Menschen gar nichts, und verursacht Welthunger und Tierleid, sowie Umweltbelastungen.
Allerdings ist -überall, eben, wie bei allem, eine abwechslungsreiche, also niemals einseitige, Ernährung, wichtig.
Das ist bei dem vielfältigen Angebot an frischen Bioland Produkten, Gemüse und Obst und Getreidesorten, in unseren Breiten, absolut möglich.
Und kreative Rezepte gibt es auch in Fülle.
Vieles ist einfach auf schlechte An. Gewohnheiten zurückzuführen, und bedarf einfach nur einer Bereitschaft zum Umdenken.
Und schließlich entwickelt man sich ja oder? , und ist in der Lage, mit zunehmendem Alter, ein anderes Bewusstsein zu entwickeln und anders zu denken und zu handeln.
Nur Mut zum Um. denken.
Das ist wirklich cool und macht gerade im Sommer, die Fülle an reifen Früchten bewußt, in der man geradezu schwelgen kann.

Evolutionäre vegane Grüße!

René (nicht überprüft)

Do. 4 Jul 2019 - 15:37

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

Die Leer Zeichen in Komposita, fehlende Statz Struktur und Punkte mitten in Worten nerven etwas. Ist das mit den Punkten Stilgebung oder nur ein Tic? Ansonsten: Schöne Anek. dote. Draus schließen lässt sich bloß gar nichts.

Na, dann bin ich ja nicht die Einzige, was Inhalt und Stil mancher Kommentare angeht...
Insofern freut es mich ganz besonders, dass ich einige solcher Vertreter auf der Plattform offenbar erreichen konnte - und.. möglicherweise. .insoweit. . zu geistigen Denkanstößen,
beitragen konnte.
Anders als Sie es bemerkt zu haben scheinen, besitzt die "Anekdote" drüberhinaus eine entscheidende - und - deutliche Aussagekraft, nämlich die eines Mediziners, der damit einen MYTHOS widerlegt, und einer VEGANEN - PFLANZEN. BASIERTEN ERNÄHRUNG , eine ausschließlich wichtige Voraussetzung, für eine gesunde Lebensweise, zuspricht.

Tierisch liebe Grüße.

Unser langjähriger Freund und Mediziner ist gegenteiliger Meinung.
Seiner Meinung nach, sollten wir die komplette uns zur Verfügung stehende Bandbreite nutzen. ( Notfalls gehört dann auch die Katze zum Speiseplan).

Empfehle dringend: wissenschaftlich, ärztlich/ medizinisch hochkarätige Beiträge von
DR. RÜDIGER DAHLKE : VEGANE ERNÄHRUNG - PEACEFOOD,
HARALD LESCH : VEGANE ERNÄHRUNG

YOUTUBE

Thomas R. (nicht überprüft)

Do. 18 Jul 2019 - 07:21

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

Liebe Frau Soltau, es dient "unserer" Sache nicht, wenn Sie auf das Geschwätz eines üblen Eso-Scharlatans wie Herrn Dahlke verweisen. Man muß den Boden der Rationalität nicht verlassen, um für den Veganismus zu werben.

Lieber Thomas R.
Wie kommen Sie dazu, Herrn Dahlke zu diffamieren ; mag sein, daß es in mancher Hinsicht teilweise und möglicherweise, für manchen ins Esoterische geht, aber was heißt das schon. Ich halte das für eine vollkommen überzogene, und der Sache unangemessene, Kritik.
Ich habe Dr. RÜDIGER DAHLKE im Zusammenhang mit pflanzenbasierter Ernährung empfohlen, und zwar besonders für in dieser Richtung uneinsichtige Vertreter menschlicher Spezies, wie Sie sehen können.
Ich "kenne" die langjährige Arbeit von Mediziner Dr. Dahlke recht gut, und es liegt völlig in meiner äußerst bewußten Verantwortung, dass ich ich diese Empfehlung geben kann und gebe.
Ihrem Kommentar kann ich daher leider nichts abgewinnen und sehe erst recht darin keinen Sinn im Dienste der veganen Sache. Peacefood.

Peaceful.
Ute S.

Thomas R. (nicht überprüft)

Sa. 20 Jul 2019 - 16:32

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

"mag sein, daß es in mancher Hinsicht teilweise und möglicherweise, für manchen ins Esoterische geht, aber was heißt das schon."
-
Das heißt: seine Urteilsfähigkeit ist so schwer eingeschränkt, daß man ziemlich alles, was er sagt, erstmal anhand solider Quellen gegenchecken müßte - eine kolossale Vergeudung von Zeit und Energie.
-
"Ich halte das für eine vollkommen überzogene, und der Sache unangemessene, Kritik."
-
Ist sie aber nicht. Zitat Wikipedia:
"Colin Goldner bezeichnete die in dessen Buch geäußerten Ansichten Dahlkes zur Lichtnahrung als „hochgefährlichen Unsinn“. 2013 erhielt er den Negativpreis Goldenes Brett vorm Kopf für sein Lebenswerk, insbesondere für seine Praxis der Homöopathie. Zudem hieß es in der Laudatio, es gebe, „ob Homöopathie, Bach-Blüten, oder die Kunst des Hand- und Fußlesens, ob Erdstrahlen, Astrologie oder Lichtnahrung, kein pseudowissenschaftlich-esoterisches Gebiet der Alternativmedizin, das von ihm noch nicht mit wohlwollender Aufmerksamkeit bedacht worden wäre“. Um es ganz deutlich zu sagen: Dahlke hat mächtig einen an der Waffel. Wer ernstgenommen werden will, bezieht sich besser nicht auf wissenschaftlich ahnungslose Schwachköpfe wie ihn.
-
"Ihrem Kommentar kann ich daher leider nichts abgewinnen und sehe erst recht darin keinen Sinn im Dienste der veganen Sache."
-
Die vegane Sache werden wir nur voranbringen und nachhaltig gestalten können, wenn wir rational und evidenzbasiert argumentieren, denn: was ohne gute Gründe behauptet worden ist, das kann man auch ohne gute Gründe verwerfen.

Lieber Thomas R. Mag sein. Mit, was heißt schon esoterisch, war gemeint, die eigentliche ethymologische Bedeutung des Wortes. Dieser wird von einem sogenannten Esoterik Markt einerseits dann so einiges zugemutet, andererseits, aber eben gerade deshalb auch wieder als überzogene Esoterik, kritisiert.
Ich wiederhole daher nocheinmal : Was Dr. DAHLKE 'S Vortrag zur pflanzenbasierten, veganen Ernährung, anbetrifft, so findet dieser meine volle! Zustimmung, gerade die Bezeichnung PEACEFOOD ist im komplexen Zusammenhang in jeder Hinsicht schlüssig und logisch nachvollziehbar.
Man muß damit nicht gleich allem anderen etwas abgewinnen, was Herr Dahlke zu anderen Dingen sagt beziehungsweise alles andere verurteilen.
Ich bin nicht, wie Sie, der Meinung, daß jemand wie er, "mächtig einen an der Waffel hat" , trotz Themen wie Hand und Fuß sowie Erdstrahlen, nicht. Der Ausdruck LICHT NAHRUNG ist ja wohl in einem vernünftigen Kontext zu sehen und zu stellen.
Man muß sicherlich nicht unbedingt alles glauben, was daran allerdings gefährlich ist, erschließt sich hierbei nicht.
Wie Sie inzwischen, vielleicht auch von anderen Beiträgen und Plattformen , zu anderen Themen, wissen, bin ich eine äußerst realitätsbewusste Naturalistin, Nontheistin beziehungsweise Agnostikerin.
Ich unterscheide dabei aber stets und immer gefährliche 'Religionen' und esoterischen Scharlatanerie von Menschen, die sich auch von anderen Dingen, als nur wissenschaftlich materiell beweisbaren, leiten lassen. Dem liegt eine ähnliche Grund Haltung zugrunde, wie der eben, eines /rAgnostikers/in.
Ich glaube etwas zwar nicht, aber ich weiß es eben auch nicht. Eine Sokratische Haltung, die, meine ich, auch Michael - Schmidt - Salomon, einnimmt, was ihn mir, übrigens, sehr sympathisch macht.
Ich übernehme weiterhin die Verantwortung für meine Empfehlung zu Herrn Dahlke, ob es Ihnen nun passt oder nicht.
Übrigens bin ich ebenfalls zumindest sehr kritisch, was Wissenschaft angeht, da bin ich keinesfalls 'hörig", insbesondere was beispielsweise die Folgen der Innovation Weltraumforschung angeht.

Verbindliche und vielleicht erhellende Grüße.

Ute S.

Zunächst :
Für Vergeudung von Zeit und Energie halte ich vor allem die - ausschließlich von den männlichen Vertretern unserer menschlichen Spezies geübte Praxis - , Abschnitt für Abschnitt der Inhalte der Vorredner zu kopieren. (Mach ich hier doch auch nicht).
Man kann sich auch auf diese Weise beziehen! , indem man Inhalte verarbeitet und
in einen neuen Kontext setzt, nämlich den eigenen.
Das muß mann natürlich auch können.

Zum Inhaltichen gibt es noch einen gesonderten Kommentar.

Thomas R. (nicht überprüft)

Di. 23 Jul 2019 - 07:07

Antwort auf von Ute Soltau (nicht überprüft)

"Man muß damit nicht gleich allem anderen etwas abgewinnen, was Herr Dahlke zu anderen Dingen sagt beziehungsweise alles andere verurteilen."
-
Lassen Sie mich das hier abkürzen: Herr Dahlke ist ein wissenschaftlicher Trottel. Nur als solcher konnte er zu den Überzeugungen kommen, die ihm das Goldene Brett vorm Kopf eingebracht haben. Natürlich ist nicht jede einzelne seiner Aussagen falsch, aber sein Denken ist entschieden zu defekt, als daß man ihn vernünftigerweise zu irgendeiner relevanten Frage konsultieren oder seine Äußerungen als Informationsquelle empfehlen könnte.
-
"Man muß sicherlich nicht unbedingt alles glauben, was daran allerdings gefährlich ist, erschließt sich hierbei nicht."
-
Das liegt doch auf der Hand! Wer keine Nahrung mehr zu sich nimmt, weil er der absurden Meinung ist, von Licht leben zu können, zerstört seine Gesundheit und bringt sich im Extremfall um. ALLE falschen Überzeugungen bergen die Gefahr, direkt oder indirekt zu selbst- oder fremdschädigendem Verhalten zu führen. Daher gibt es keine "harmlose" Form des Irrationalismus.
-
"wie Sie inzwischen [...] wissen, bin ich eine äußerst realitätsbewusste Naturalistin, Nontheistin beziehungsweise Agnostikerin."
-
Vor allem ist mir Ihre Philosophiefeindlichkeit in Erinnerung, derzufolge Sie kein durchreflektiertes Verständnis von der Wissenschaft haben können, was wiederum zu einer Leichtgläubikeit führt, die Sie empfänglich für falsche Autoritäten und eine philosophisch unausgegorene Position wie den Agnostizismus macht. Dagegen sollten Sie dringend etwas unternehmen, aber wie Sie bereits im April verdeutlicht haben, werden Sie das nicht tun.
-
"Ich unterscheide dabei aber stets und immer gefährliche 'Religionen' und esoterischen Scharlatanerie von Menschen,"
-
Diese Unterscheidung ist überflüssig, denn falsche Überzeugungen sind falsche Überzeugungen, und ex falso sequitur quodlibet. Auch die Ethik kann nicht verläßlich funktionieren, wenn sie von unzutreffenden Vorstellungen über die Beschaffenheit und den Zustand der Welt ausgeht. Es ist also ethisch unabdingbar, gegen SÄMTLICHE Formen des Irrationalismus vorzugehen.
-
"Übrigens bin ich ebenfalls zumindest sehr kritisch, was Wissenschaft angeht,"
-
Grundsätzlich ist auch nichts dagegen einzuwenden. Bevor man Kritik an dem übt, was Wissenschaftler tun und sagen, sollte man allerdings gelernt haben, wie die Wissenschaft funktioniert, warum sie nur so funktionieren KANN und was nicht zuletzt deshalb den besonderen Wert ihrer Erkenntnisse ausmacht, denn anderenfalls wird man sich früher oder später der Lächerlichkeit preisgeben.
-
"Für Vergeudung von Zeit und Energie halte ich vor allem die - ausschließlich von den männlichen Vertretern unserer menschlichen Spezies geübte Praxis - , Abschnitt für Abschnitt der Inhalte der Vorredner zu kopieren."
-
Wie ich meinen schriftlichen Austausch organisiere, hat rein GAR NICHTS mit meinem Geschlecht zu tun, ermöglicht mir aber eine genaue Bezugnahme auf die Aussagen meiner GesprächspartnerInnen. Gewöhnen Sie sich daran, denn über formale Fragen dieser Art verhandle ich nicht.

Sicherlich nicht.
Es ist mithin aber Vieles gesagt, vielmehr, als es manch einem hier lieb war - und bei Weitem- kein Geschwurbel darstellt.
Wenn dieser Beitrag veröffentlicht wird, hat das VEGANE THEMA die! Anzahl von Kommentaren erreicht, die es bislang wohl nur auf der Plattform LÜGENFASTEN der evangelischen Kirche, gab.
18 1 Kommentare zu diesem Thema, das zeigt,
welche Bedeutung die Abkehr vom Verzehr tierlicher und leidensfähiger Mitgeschöpfe - und ihrer "Produkte", die ja ihnen selbst gehören, - genauso,
wie die Tiere auch um ihrer selbst willen leben, -
hat, -
ja,
welcher Stellenwert einer pflanzenbasierten Nahrung und Ernährung, zukommt.
Vielen Dank für alle sachlichen Beiträge und Informationen.

Peaceful Peacefood.

Colin Goldner

Der Autor ist klinischer Psychologe, Sachbuchautor und Wissenschaftsjournalist. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Sekten, Psychokulte, sogenannte Alternativmedizin und sonstige Heilslehren aus aller Welt. Er wurde insbesondere aufgrund seiner Arbeiten über Tendzin Gyatsho (den gegenwärtigen Dalai Lama) sowie Bert Hellinger und dessen Familienaufstellungen bekannt. Sein Buch über die Psychoszene setzte Standards für die Beratungsarbeit. Seit 1988 schreibt er u. a.

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