Unterwerft Euch, Frauen!

Die Bibel vertritt ein klares Frauenbild: Das Weib hat sich dem Manne unterzuordnen. Diese und andere Peinlichkeiten versuchen Theologen gern wegzudeuten, sobald sie dem Zeitgeist widersprechen. Die christliche Jung-Youtuberin Jana geht einen anderen Weg: Sie findet es total okay, dass die Frau sich dem Mann unterordnet.

Das Tolle an der Bibel (oder ähnlichen "heiligen" Büchern) ist, dass praktisch alles drinsteht, was man so brauchen kann. Mag man etwa göttlich durchgeführten Massenmord, so hat sie was zu bieten, mag man aber einfach alle Menschen nur lieb haben, so geht das, wählt man andere Bibeltexte, natürlich auch. Will man Märchen mit sprechenden Schlangen, so hält sie welche vor, ebenso kann man sich, bei Neigung, aber auch am wirren Weltuntergangstrip der Apokalypse erfreuen, oder an den unsterblichen Zeilen vom Hohelied der Liebe. Die Bibel enthält alles, ganz egal, ihre Zielgruppe ist so breit und hoch und tief wie die Menschheit, sie ist wie Google oder Facebook, sie kriegt alle.

Zudem, und das erst macht sie zum Dauerbestseller, kommt die Bibel nicht unbegleitet daher. Sonst wäre sie aufgrund mangelnder Kohärenz wohl längst schon vergessen worden, zumal ihr Unique Selling Point – eine allmächtige Gottheit habe diesen obskuren Wust geschrieben – ja schon lange nicht mehr glaubwürdig ist. Die Bibel aber hat sich gehalten, und das liegt daran, dass sie von Armeen von Schmackhaftmachern verkauft wird, den Theologen. Theologie bedeutet, dass man mit Hilfe von halbgarer Rhetorik aus dem eklektischen Werk immer wieder aufs Neue, Jahr für Jahr, Epoche, auf Epoche, ein sinnvolles Werk höherer Einsichten zu machen versucht. Theologie bedeutet, die offensichtlichen Mängel des "göttlichen" Werks in einen doppelten Vorteil umzumünzen: Erstens macht man sich selbst unverzichtbar, da die Bibel ja ohne kluge Erklärungen überhaupt keinen Sinn ergäbe. Zweitens hat man sich selbst so in die Nähe der Gottheit gerückt, als Mittler zwischen ihr und dem Rest der Menschheit. Wäre der Gott irgendwann mal auf die Idee gekommen, etwas nachvollziehbar Göttliches zu schreiben, so bräuchte es keine Theologen mehr.

Um ihre Aufgabe erfüllen zu können, ist die Theologie vor eine unüberwindbare Aufgabe gestellt: Die Bibel ergibt keinen Sinn, und die vorgeblich gute Botschaft ist eine ziemlich abstoßende: Eine Art Vater im Himmel habe uns fehlerhaft, "sündhaft", in die Welt gesetzt, und wir sollten ihm nun dafür dankbar sein, dass er uns dennoch lieb habe. Das sind schon schwere Brocken, die uns da zu schlucken gegeben werden sollen. Mit Logik und Verstand sind ihre Widersprüche nicht aufzulösen, die Theologie will aber ihren Status verteidigen statt den Laden dichtzumachen, und ist also auf eine gewisse argumentative Skrupellosigkeit verwiesen. Im Extremfall muss sie jederzeit in der Lage sein, ein Wort oder einen Sinnzusammenhang in sein genaues Gegenteil umzumünzen. "Freiheit" etwa: Die hat die Kirche geschafft, durch intensives Gequatsche umzudefinieren in eine Unterwerfung und Hingabe an den nach wie vor leider unbewiesenen und per se unbeweisbaren Gott und seine seltsamen Gesetze. Freiheit bedeutet also den freiwilligen Verzicht auf kritisches Denken, aber auch auf Selbstbestimmung und Lust, Dinge, die uns maßgeblich zum erwachsenen Menschen machen. Gewollt aber sind Kinder, die Kinder Gottes.

Beim Hinbiegen ihrer göttlichen Botschaft ist die Theologie dabei immer mit der Zeit gegangen, hat sich Moden und Trends angepasst: Ein Trend zur Ökologie kann dabei jederzeit aus der Bibel herausgedeutet werden wie etwa ein Hang zum autoritären Regime, irgendwann waren dann ja sogar Menschenrechte und Wissenschaft gottgefälliges Treiben. Weil sie sich nicht aufhalten ließen. Die vielleicht härteste für Theologen ist dabei die Frage nach der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern: Dass die Kirche in dieser Frage eine regelrechte Extremistin ist, lässt sich bei jedem Blick in die Bibel und beim Anblick einer Papstwahl leicht erkennen. Die Unterordnung der Frau unter den Mann, ihre Behandlung als Mensch zweiter Klasse zieht sich durch, entweder als göttliche Weisung oder gottgegebene Selbstverständlichkeit. Und ulkig ist es zu sehen, wie sich doch immer wieder Frauen finden, die aus der biblischen Botschaft eine Botschaft der Emanzipation herauszupressen versuchen, eine Aufgabe, an der vermutlich sogar Fischvermehrer und Weinwandler Jesus gescheitert wäre. Denn die Bibel ist die Bibel, und die Kirche ist die Kirche. Ihre eigentliche, grundlegendste Botschaft ist eine Vergöttlichung des Patriarchats, und immer wieder nimmt es einen wunder, dass aufgeklärte, glaubensaffine Frauen und Männer nicht endlich einfach eine neue Religion gründen, die es ernst meint mit der Gleichberechtigung, statt sich am vorhandenen, antiken Machoquatsch abzuarbeiten.

Beispielbild
Jana diskutiert auf Youtube über das christliche Frauenbild. (Screenshot Youtube)

Neulich etwa ging es bei der immer aufgekratzten, immer stocknaiven Kirchen-Youtuberin Jana (wir berichteten) um die Frage, ob die Frau sich etwa dem Mann unterordnen soll und ob Kirchenvater Paulus das etwa so angeordnet habe. Die relativ offensichtliche Antwort wäre dabei seid knapp zweitausend Jahren: Ja logo. Paulus hat ein Ding nach dem anderen rausgehauen, das aus Frauen einen minderwertigen Mob machte, der gefälligst die Klappe zu halten hat. Die Bibel ist nach hinten raus voll davon, man muss das gar nicht alles wieder aufrufen. Das hat die Bibelzurechtleger in den letzten Jahrzehnten reichlich ins Schwitzen gebracht, denn dass das keine zeittaugliche Position ist und man damit 50 Prozent der potenziellen Kundschaft vergrätzt, war ihnen auch klar. So haben sie immer wieder Übersetzungsdeutelei geübt und haben, sehr beliebt, Paulus "in den Kontext seiner Zeit" gestellt, was für eine göttliche Offenbarung schon eine recht merkwürdige Messlatte ist, und immer ein Joker, zu sagen: Jaaa, er hat das schon so gesagt. Und er hat es auch so gemeint. Aber wenn er das heute noch mal sagen würde, würde er etwas anderes sagen. Er musste sich eben dem Zeitgeist annähern, um die Leute da abzuholen, wo sie standen. (Was als theologisches Argument tief blicken lässt.)  

Die stets aufgekratzte Jung-Youtuberin Jana ("Ich glaube, dass ich eine sehr großen Außenwirkung habe") hat nun einen mutigen anderen Weg der Bibelnutzung beschritten, im Jahr des Herrn 2019 ist es ihr krachend gelungen, ein wenig mehr Aufmerksamkeit für ihren chronisch unterklickten Channel zu generieren: Jana hat nämlich die revolutionäre Idee, es total okay zu finden, dass die Frau sich dem Mann unterordnet! Jana möchte von einem in ungewisser Zukunft vorhandenen Gatten geführt werden, dem sie sich unterstellt, so lange er sie genau so sehr liebt wie Jesus seine Gemeinde geliebt habe – und lieben, oha, das konnte der! Der Jesus! In Lieben sei der schon echt eine Hausnummer. Sie wünscht sich einen Mann, der sie auch mal zurechtweist, und der alle gemeinsamen Entscheidungen nach außen hin vertritt, so ähnlich wie sie das bei ihrem Vati gesehen und für toll befunden habe, und man dürfe eben nicht Macht verwechseln mit Machtmissbrauch! Sie wünsche sich einen Mann, der sie näher hinführe zum Kreuz.

Damit ist die Bibel also einmal mehr aus dem Schneider, dieses Mal auf ungewöhnlichem Wege: Einfach mal ja zu allem sagen! Macht ist gar nicht Macht! Sich zu unterwerfen, bedeutet ja auch irgendwo eine Freiheit! Die Freiheit vom Erwachsenwerden. Und dafür hat Youtube-Jana sich entschieden. Vati wird sicher stolz auf sie sein.

Kommentare (49)

Thomas R. (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 14:36

"Aufgeklärt" UND "glaubensaffin"? Wie jehtn ditte?
-
"Sie wünsche sich einen Mann, der sie näher hinführe zum Kreuz."
-
Oh, das übernehme ich gern. Hammer und Nägel bring ich auch gleich mit.

Udo Zeitvogel (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 14:49

Selbstunterwerfung hat auch eine sexulle Komponente, die für viele attraktiv ist. Fremdunterwerfung - gegen den Willen der Person - ist nochmal eine ganz andere Sache. Das relevante Koordinationsprinzip ist die indiviuelle Selbstbestimmung der menschlichen Person sowie die Einvernehmlichkeit von Beziehungen und köperlichen Interaktionen. Das Recht, eine Beziehung mit Machtgefälle auch ablehnen bzw. wieder beenden zu können, spielt hier die tragende Rolle.

Patrick (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 15:05

Wieso wird ein bdsm Foto mit reaktionärer Ideologie zusammen gelegt?

@Patrick: Das habe ich mich auch gefragt. Das Bild hat allerdings offenbar viele Leute dazu verleitet, diesen langweiligen, nicht auf den Punkt kommen wollenden Artikel zu lesen. Werbung funktioniert. ツ

Deniz Y. Dix (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 15:06

Man möge religiöses, frauenverachtendes Geschwurbel bitte nicht in Zusammenhang mit BDSM rücken, und sei es nur ein fahrlässig unbedacht gewähltes Symbolbild. Solch ein Zusammenhang besteht nicht.

Bernd Kammermeier (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 15:19

"Sie wünsche sich einen Mann, der sie näher hinführe zum Kreuz."

Dann sollte sie sich einen Römer nehmen. Die konnten das mal ganz gut...

Ulf (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 15:39

Die relativ offensichtliche Antwort wäre dabei seid knapp zweitausend Jahren: Ja logo.

Hier wäre seid durch seit zu korrigieren.

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 17:17

An alle Gläubigen ALLER Glaubensrichtungen-weltweit!

Ihr alle, bzw. euere Glaubensverwalter fordern von uns Nichtgläubigen ständig den Beweis,
dass es KEINEN Gott gibt, aber selbst sind sie nicht in der Lage uns zu beweisen, dass es
jemals EINEN Gott gegeben hat oder je geben wird. Seit vielen Jahrtausenden erdenken sich die Menschen Götter und halten, entgegen aller Wissenschaft, noch immer an diesem Aberglauben fest. Dabei hat noch kein Mensch mit einem seiner 5 Sinne jemals einen Gott
gesehen, gehört, gefühlt, gerochen oder geschmeckt. Dieser Aberglaube wird einzig nur von den Menschen weiter aufrecht erhalten und verbreitet, die davon profitieren, nämlich alle Geistlichen "Würdenträger"... Diese bekommen dadurch Macht über die Menschen und
unendlichen Reichtum. Allein das ist der währe Grund für das festhalten an den Lügen und
Märchen der Bibel und aller "Heiligen Schriften".
Mit diesen angehäuften Reichtümern könnte man die Armut auf der Erde beseitigen.
Noch NIE hat ein auch noch so inbrünstig geflehtes Gebet irgendetwas geholfen oder verändert. Denkt man nur an die Gebete der Juden in den Gaskammern der Nazi, oder das
vergebliche anflehen eines Gottes bei Naturkatastrophen.
Allein diese Tatsachen sollten schon als Beweis genügen, dass es KEINEN realen Gott geben kann.
Noch NIE hat irgend ein Gott ein Unglück verhindert oder ein "Wunder" erwirkt, alles was geschieht, geschieht auch ohne Gott..... Im Gegenteil, da ein Gott erfunden wurde, ist
unsägliches Leid über die Menschheit gekommen, welches ohne eine Gottheit NIE geschehen wäre.
Jeder Mensch der halbwegs logisch und rational denkt, müsste das genau so sehen.
Die Kirchen aller Richtungen haben Ihre Herrschaft auf Lügen, Betrug, Angstmache vor einer erdachten Hölle sowie grausamster Gewalt aufgebaut. Millionen von Menschen wurden im Namen des Glaubens abgeschlachtet, verfolgt, verbrannt und erniedrigt.
Noch immer geschehen solche archaischen Grausamkeiten auf unserer Erde.
Durch Jahrhunderte lange Indoktrination der Menschen von Kindheit an, hat sich ein Denksperre entwickelt, welche verhindert dieses Wahnsystem zu hinterfragen und mit dem Stand der Wissenschaft gleichzuziehen... Dies wird noch immer wissentlich von den Kirchen ( Moscheen ect.) verhindert durch Taufe, Religionsunterricht, Kommunion, Konfirmation, Beschneidung von Mann und Frau, sowie der permanenten Diskriminierung von Frauen und deren Unterdrückung.
Angesichts der beschriebenen Fakten wird der 90 jährige in der Intensivstation sowie der 25 jährige mit dem Sprenggürtel nie die Chance bekommen seinen Lebensweg zu bereuen,
den er verschwendet hat mit dem Glauben und der Hoffnung an ein ewiges Leben im Paradies, welches Ihm seine Religion vorgegaukelt hat und er hat auch nie die Chance es zu wiederholen, da jedes Leben einmalig und wertvoll ist.

Ich hoffe das die nächsten 5-10 Generationen in der Lage sein werden sich von diesem Wahnsinn und damit der Geisel der Religionen zu befreien und die Lügenwelt des Glaubens zu durchschauen, um sich der Realität mit allen seinen Träumen zuzuwenden, damit diese ihr EINMALIGES Leben, das jeder Mensch nur hat, in Frieden und Harmonie mit der Umwelt leben kann.
Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern nur ein kleiner unbedeutender
wenn auch wunderschöner Planet irgendwo im endlosen Universum.

Das Sie das nicht verstehen ist mir schon klar, da Sie ja nicht einmal meinen Namen richtig schreiben können.
Das Sie mein Kommentar langweilt zeigt mir, dass es Ihnen nur um Ihre eigene Profilierung geht und nicht um das Thema den Menschen klar zu machen wie diese seit Jahrhunderten
von den Kirchen betrogen werden. In meinen Augen sind Sie kein überzeugter Atheist, sondern
nur ein Zyniker der sich daran ergötzt die ernsthaften Sorgen eines anderen lächerlich zu machen.

Hans Trutnau (nicht überprüft)

Di. 2 Apr 2019 - 12:56

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Gott ist tot, Herr Bäuer..., ähm, Baierchen. Ja und? Lesen Sie lieber noch die Antwort von René v. 1.4. hier unten.

René (nicht überprüft)

Mo. 1 Apr 2019 - 15:48

Antwort auf von Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Der Artikel war offenbar so langatmig und abschweifend, dass am Ende "Gegen-Artikel" geschrieben werden, die nicht mal was mit der (vermuteten) Kernaussage des Artikels zu tun haben. Lustig.

Hans Strohschein (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 17:38

Schade, Herr Ungerer, Sie wären vielleicht sogar ein guter Theologe geworden! Denn Sie scheinen sich für Theologie zu interessieren und haben sogar einiges von theologischer Arbeit verstanden. Denn die Bibel ist ja in der Tat nicht fertig vom Himmel gefallen, sondern ist in über 1000 Jahren von verschiedensten Autoren geschrieben worden und enthält sehr unterschiedliche und auch teils widersprüchliche Glaubenszeugnisse und Glaubenserfahrungen. Da haben Sie Recht: Mit der Bibel kann man - wenn man will - zu ganz unterschiedlichen Sichtweisen kommen.

Und wir armen Theologen haben nun die Aufgabe, uns mit diesem alten und schwierigen Buch herumzuschlagen und aus den historischen Texten Antworten für heute zu finden. Aber glauben Sie mir: Das macht richtig Spaß! Das macht richtig Spaß, Antworten zu suchen auf die existentiellen Fragen der Menschen nach dem Sinn ihres Lebens. Denn Theologie ist im Kern ein Suchen, weil es eben keine allgemeingültigen Antworten für alle Zeiten gibt, sondern mögliche Antworten sich in der Jetztzeit und im eigenen Leben immer wieder neu bewähren müssen.

Da ist doch dieses Gespräch zwischen dieser „Jung-Youtuberin Jana“ und dieser ebenfalls noch jungen evangelischen Pfarrerin aus Essen ein gutes Beispiel. Da sind zwei junge Christinnen auf der Suche nach einer für sie akzeptablen Rolle der Frau in einer Partnerschaft. Sie ergänzen sich und korrigieren sich sogar. Ich frage mich nur, warum Sie die etwas progressivere Theologin einfach unterschlagen? Wäre doch redlicher gewesen, die andere Position auch zu erwähnen.

Noch eins: Der „Fischvermehrer und Weinwandler Jesus“ ist an dem Thema Emanzipation nicht gescheitert, sondern war damals schon in erstaunlicher Weise seiner Zeit voraus. Herzliche Grüße!

Thomas R. (nicht überprüft)

So. 31 Mär 2019 - 14:30

Antwort auf von Hans Strohschein (nicht überprüft)

"Das macht richtig Spaß, Antworten zu suchen auf die existentiellen Fragen der Menschen nach dem Sinn ihres Lebens."
-
Na, dann suchen Sie mal schön. Aufgeklärte Menschen brauchen zum Glück keine antiken und mit allerlei Widerwärtigkeiten angefüllten Märchenbücher, um diese Fragen für sich zu beantworten
-
"Ich frage mich nur, warum Sie die etwas progressivere Theologin einfach unterschlagen?"
-
Wohl deshalb, weil alle religiotischen Überzeugungen gleichermaßen irrational sind und es darum absurd ist, sie nach rationalen Kriterien unterscheiden zu wollen. Allein die MÖGLICHKEIT, ganz ohne theologische Winkelzüge zu Janas Schlüssen zu kommen, disqualifiziert die Bibel als "Quelle normativer Inspiration".

Konrad Schiemert (nicht überprüft)

Mo. 1 Apr 2019 - 10:52

Antwort auf von Hans Strohschein (nicht überprüft)

"...aus den historischen Texten Antworten für heute zu finden"
Die Theologen wollen also in in der Bibel Antworten auf solche Fragen finden, die damals noch gar nicht existiert haben und nicht einmal die Voraussetzungen für solche Fragen existiert haben. Das hat nichts mit Wissenschaft oder Forschung zu tun, das kann nur Phantasieren sein.

Kay Krause (nicht überprüft)

Di. 2 Apr 2019 - 09:22

Antwort auf von Hans Strohschein (nicht überprüft)

Das ist die wahre Kunst, Herr Strohschein: sachlich gerechtfertigte Kritik so zu drehen, dass man damit noch selbst für die eigene Sache werben kann!
Davon abgesehen zeigen mir Meldungen und Artikel wie dieser immer wieder auf, dass Theologie eben doch KEINE Wissenschaft ist, sondern lediglich eine (meist auch noch staatlich finanzierte) Glaubens-/ Religionslehre darstellt, die auf den Universitäten nichts zu suchen hat. Hier könnte allenfalls Religions-Historie ein denkbares (privat zu finanzierendes) Studienfach sein!

awmrkl (nicht überprüft)

Do. 11 Apr 2019 - 08:38

Antwort auf von Hans Strohschein (nicht überprüft)

"Und wir armen Theologen ..."

Na Sie tun mir ja sooooo leid! Nicht.
Suchen Sie sich einen Beruf/eine Berufung, wovon Sie dauerhaft, ohne Ihr jetziges Schmarotzertum, leben können, und pressen Sie nicht u.A. Menschen aus, die mit Ihnen und Ihren Hirnfürzen GAR nix zu tun haben wollen (Atheisten, nur zB).

Oh, bitte, gern geschehen, nix zu danken.
Und mein Kommentar war nicht mehr ironisch, sondern *ziemlich* sarkastisch, evtl gar *drastisch* sarkastisch.

Hans Strohschein (nicht überprüft)

Mo. 15 Apr 2019 - 12:38

Antwort auf von awmrkl (nicht überprüft)

Ich denke eher, das sind unkontrollierte Reflexe auf niedrigstem Niveau! Verstanden haben Sie von meinem Beitrag nichts, wahrscheinlich ist das auch zu viel verlangt.

awmrkl (nicht überprüft)

Sa. 20 Apr 2019 - 02:31

Antwort auf von Hans Strohschein (nicht überprüft)

Welchen "Beitrag"?
Ihr unkontrolliertes Geschleime Richtung Rechtfertigung dessen, was nicht zu rechtfertigen ist? Dessen, was diese beiden Religiot*Innen unter gewissenhafter Ausschaltung aller Hirnwindungen vor sich hinlabern? Oder ihr ironisch "freundlicher" Gruß?
Wo war da eigentlich was zum "Verstehen" dabei?
Ich hab da nur "apologie" aus unterster Schublade gelesen. Da müßen Sie schon mehr und v.a. Besseres auspacken. Wesentlich Besseres. Aber ich weiß längst, da ist nix. Weil eben nix da ist. Außer hochtrabend daherkommenden, aber lediglich geschwafeltem Gelaber. Attraktiv? Nein, betörend und betäubend allenfalls für religiotisch Verseuchte und Infizierte. Für jeden anderen gräßlich abstoßend, wie auch für mich.

Roland Fakler (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 20:07

In einer Diktatur können sich viele Leute den Luxus leisten, nicht zu denken und nicht entscheiden zu müssen. Aber gab es schon mal einen guten und weisen Diktator, dem man blind vertrauen konnte, der ein richtiger Papi war? Wer sich mit Geschichte beschäftigt hat, weiß, dass es den fast nie gegeben hat. Deswegen ist Kontrolle der Macht ganz wichtig für das Wohl der Bürger. Demokratie lebt von der Mündigkeit seiner Bürger, weil sie entscheiden, wer sie regiert. Wenn alle nur dem lautesten Schreier nachlaufen, ist das eine große Gefahr für das ganze System der Demokratie.

Wolfgang Schaefer (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 20:58

Sie findet es total okay, dass die Frau sich dem Mann unterordnet.

Auch dumme Frauen wird es immer geben. Ein armer Mann, der sich auf so etwas eingelassen hat. Ist auch so ein Kreuz!

Yael Schlichting (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 21:25

Die Bibel vertritt tatsächlich ein klares Frauenbild, aber ich lese die Tora und im Judentum sind Frauen und Männer vollkommen gleichwertig. Sie haben unterschiedliche Rechte und Pflichten, weil sie eben von unterschiedlicher Natur sind,
ABER
die Frau ist dem Manne NICHT untertan!

Ich empfehle Ihnen allen, das Alte Testament wegzuschmeißen und sich eine Tora in Jüdischer Auslegung zu besorgen. Gibt's bei Amazon - ISBN 3579054910

Lesen hilft! Das Werk würde viele Christliche Falschverständnisse über die Tora aus der Welt schaffen, wenn es nur gelesen würde.

Andrea Pirstinger (nicht überprüft)

Sa. 30 Mär 2019 - 23:53

Antwort auf von Yael Schlichting (nicht überprüft)

Yael Schlichting: Sie widersprechen sich.

"... im Judentum sind Frauen und Männer vollkommen gleichwertig."
Die weltweite Praxis zeigt immer wieder in vielen Fällen das Gegenteil.

"Sie haben unterschiedliche Rechte und Pflichten, weil sie eben von unterschiedlicher Natur sind."

Abgesehen davon, daß kein Mensch mit Vernunft und Verstand im Bewußtsein (Hirn) bestreiten wird, daß Frauen und Männer rein biologisch unterschiedlich sind, haben sich alle in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Menschen an das Buch mit dem Titel "Grundgesetz" zu halten.
Und in diesem Buch ist zu lesen: Frauen und Männer sind gleichberechtigt!

Das Wort "gleichberechtigt" beinhaltet das Wort/Substantiv RECHT; also gleiches Recht resp. (Plural) gleiche Rechte. Und demensprechend auch gleiche Pflichten.
Unabhängig vom Geschlecht!

Paul Ben (nicht überprüft)

So. 31 Mär 2019 - 05:42

Antwort auf von Yael Schlichting (nicht überprüft)

Ja stimmt Lesen hilft:

https://hpd.de/artikel/orthodoxe-bespucken-frauen-an-klagemauer-16582

https://hpd.de/artikel/israel-klage-gegen-ikea-katalog-ohne-frauen-eingereicht-16593

Du verharmlost eine Ideologie die Frauen unsichtbar machen will, ihre Präsenz unterdrücken. mal abgesehen vom üblichen abrahamitischen Sexismus wo Menschen gezwungen werden so oder so zu sein und Dinge zu tun bloß wegen ihres biologischen Geschlechts.
Welche Aufgaben sieht die Tora für Intersexuelle und Homosexuelle vor? Ich tippe mal auf: Unsichtbar machen. Wahrscheinlich sind sie schon in der Tora selbst unsichtbar. Weil sie so gleichwertig sind.

Thomas R. (nicht überprüft)

So. 31 Mär 2019 - 14:33

Antwort auf von Yael Schlichting (nicht überprüft)

"Ich empfehle Ihnen allen, das Alte Testament wegzuschmeißen und sich eine Tora in Jüdischer Auslegung zu besorgen."
-
Wieso? Der jüdisch-christliche Gott existiert nicht, also ist auch all das hinfällig, was um ihn herum phantasiert wird. Und um zu erkennen, wo irrationales Denken und Handeln hinführt, braucht man nur ein paar Geschichtsbücher zu lesen oder Nachrichten zu schauen. Hätte ich 148 € übrig, würde ich sie eh lieber an nichtkonfessionelle Hilfsorganisationen weiterleiten, als mir ausgerechnet religiöse Verblödungsliteratur zuzulegen.

Lieber ThomasR.! Können Sie mir einen einzigen vernünftigen Grund nennen, warum ein Mensch, der als Kleinstkind in eine Religion gezwängt und seine ganzen jungen Jahre von dieser indoktriniert wurde, nun aber - als Erwachsener - zur Vernunft gekommen ist, das alte Testament zusammen mit seiner gesamten Indoktrination über Bord geworfen hat, nun endlich frei ist von all diesem Glaubens-Unfug, warum ausgerechnet dieser Mensch sich nun eine Thora kaufen und sich von einer ebenso mittelalterlichen Religion erneut einfangen, indoktrinieren und gefangen halten lassen soll, und das Ganze dann auch noch freiwillig?? Nur EINEN vernünftigen Grund, bitte! Ich bin gespannt

Thomas B. Reichert (nicht überprüft)

So. 31 Mär 2019 - 14:39

Antwort auf von Yael Schlichting (nicht überprüft)

@Yael
Ich empfehle Ihnen einfach mal rational zu denken. Selbstverständlich sind Monogötter ausgedachte Figuren - Personifikationen der Lichtenergie, aber eigentlich ging und geht es darum einfachen Menschen ein kollektives Über-Ich einzureden.
Zur Tora: Mose 2 - 5 ist ein Anleitungsbuch wie man Menschen ködern, führen, verdummen, formen, trösten, programmieren ... wie man Sozialstrukturen aufbauen und von denen profitieren kann.
Mose ist eine fiktionale Figur - eine Personifikation des religiösen Führers. Ich empfehle Ihnen das Buch "Handbuch zur rationalen Bibelauslegung".

Gerhard Baierlein (nicht überprüft)

Di. 2 Apr 2019 - 10:02

Antwort auf von Yael Schlichting (nicht überprüft)

Deshalb wurden Frauen an der Klagemauer von betenden Juden angespuckt, ist das Gleichberechtigung ?

Emma L (nicht überprüft)

Fr. 29 Mär 2019 - 22:37

Danke für diesen schönen Beitrag, der respektlose Ton tut mir in der Seele gut. Solche youtuberinnen gibt es wohl häufiger wie ich aus dem Deutschlandfunk erfuhr. Dort durfte ein Theologe das falsche Bibelverständnis einer jungen Frau kritisieren, die der Bibel entnommen hatte, dass Sex vor der Ehe ebenso wie Homosexualität nicht erlaubt sei. Die Bibel sei doch keineswegs wörtlich zu nehmen, weiss der Theologe. Woher eigentlich?

cource (nicht überprüft)

So. 31 Mär 2019 - 08:38

der feind des kapitalismus/sozialismus/religionen sind nur die autonomen, die ihr einmaliges leben hier auf der erde selbstbestimmt führen wollen, deshalb sind z.b. alle obdachlosen die sich nicht für wertloses geld versklaven lassen die echte avantgarde der autonomen freiheitsbewegung---die 68er hippie-bewegung 2.0 wird kommen

Frank Frei (nicht überprüft)

So. 31 Mär 2019 - 10:04

Freiheit ist nicht das Recht seinen Willen gegen andere durchzusetzen. Freiheit ist der Schutz vor Zwang durch andere.
Ich halte das für Karma. Jeder Mensch ist heute in unserer Gesellschaft grundsätzlich frei selbst zu tun und zu lassen was sie will und nicht will. Nur die Frauen verwechseln das Recht auf Freiheit mit dem (nicht vorhandenen) Recht auf Durchsetzung gegenüber anderen.
Jede Frau hat das Recht eine eigene Kirche, ein eigenes Unternehmen etc. zu gründen, indem sie dann tun und lassen kann was sie will.
Niemand hat das Recht in ein Unternehmen, in eine Kirche einzutreten (die ich für eine private Einrichtung, eine Art Firma halte) und zu bestimmen, was deren Besitzer zu tun und zu lassen haben.

David Z (nicht überprüft)

So. 31 Mär 2019 - 12:24

"Jana hat nämlich die revolutionäre Idee, es total okay zu finden, dass die Frau sich dem Mann unterordnet! Jana möchte von einem in ungewisser Zukunft vorhandenen Gatten geführt werden, dem sie sich unterstellt,..."

Ok, und wo ist das Problem?

Sven F (nicht überprüft)

Mi. 10 Apr 2019 - 13:43

Antwort auf von David Z (nicht überprüft)

"Ok, und wo ist das Problem?"

Kennen Sie unser Grundgesetz? Finden Sie darin irgendetwas, das suggeriert, dass der Gesetzgeber ist sinnvoll findet, dass (a) sich Frauen Männern unterordnen oder (b) Frauen und Männer gleichberechtigt sind?

Kleiner Tipp: Nur eine Antwort ist richtig.

Unser Grundgesetz ist keine moralische Gesinnungsfibel. Es gibt vor, dass sich innerhalb der Gesetze jeder zu dem entscheiden kann, wozu er Lust hat. Und wenn sich jmd seinem Partner unterordnen möchte, dann ist das sein gutes Recht - ob Ihnen das passt oder nicht.

Offensichtlich sind Sie es, der unser Grundgesetz nicht verstanden hat.

Herr Z: Selbstverständlich bin ich damit einverstanden, dass Jana das für sich entscheidet, ich weiß nicht, wie Sie auf die Idee kommen, dass dem nicht so wäre.

Man sollte aber darauf aufmerksam machen dürfen, dass die "Werbung", die sie damit bei youtube betreibt, dem Geist des Grundgesetzes zuwidergeht (das bedeutet nicht, dass sie *gegen* das Gesetz handeln würde - bevor sie mich wieder falsch verstehen), d.h. eine Einstellung vertritt, die in unserer Gesellschaft zumindest als "Option für alle" gerade durch das Grundgesetz versucht wurde, zu vermeiden.

Wie gesagt, das Grundgesetz ist keine Gesinnungsfibel. Somit beinhaltet es auch keinen "Geist" bzw. Intention, bestimmte Lebenstile zu bevorzugen oder abzulehnen, insbesonders letzteres nicht vor dem Hintergrund, dass es in einer Zeit verfasst wurde, in der die Sicht der youtuberin durchaus mainstream war.

A.S. (nicht überprüft)

So. 31 Mär 2019 - 22:00

Sich gegen die Zusicherung der Versorgung Männern zu unterwerfen und schwängern zu lassen, ist eine erfolgreiche Strategie zur Weitergabe der eigenen Gene. Eine (zulässige) Spielart evolutionär herausgebildeten Verhaltens...neben vielen anderen.

Takani (nicht überprüft)

Mo. 1 Apr 2019 - 08:23

Hier ist die Gretchenfrage, die gestellt werden muß!

Wie stehst du zur RELIGION?

Bist du der gleichen Überzeugung wie der Großscheich von Kairo oder bist du ein Mensch der Aufklärung?!

Der Großscheich von Kairo lehnt die Aufklärung ab

... der wichtigste theologische Führer des Islam, der Großscheich der Al-Azhar-Universität in Kairo, al-Tayyeb“.

Und der habe ... gesagt: „Hören Sie bitte auf, mit mir darüber zu reden, dass der Islam durch die Aufklärung muss.

Wir wollen nicht durch die Aufklärung, denn

bei der Aufklärung ist das Ergebnis gewesen, dass

der Staat über der Religion steht

und bei uns muss

die RELIGION über dem Staat stehen …“

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article159945720/Volker-Kauder-der-Grossscheich-und-das-Nein-zur-Aufklaerung.html

M. Landau (nicht überprüft)

Mo. 1 Apr 2019 - 22:21

https://www.youtube.com/watch?v=DMhtNangLtg

Das Mittelalter ist immer überall

Resnikschek Karin (nicht überprüft)

Mi. 3 Apr 2019 - 10:39

Frauen wollen sich unterordnen - manche. Und manche sagen: ich trage Kopftuch und Burka freiwillig. Selber schuld! Auch viele Menschen ordnen sich freiwillig unter. Unter Diktatoren und die Macht riesiger Konzerne. Darum hat es die Demokratie und der soziale Rechtsstaat auch heute noch schwer. Sich auf eine Vaterfigur (und sei es Gott) zu verlassen ist halt bequemer als Emanzipation. Aber es besteht noch Hoffnung! Hoffen und schreiben wir weiter. Karin Resnikschek, Tübingen

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