Die Kunst des Zweifelns

ZÜRICH. (fvs/hpd) Viele Menschen wollen Gewissheit, nicht Wissen. Diesem Umstand verdanken wir abstruse Verschwörungstheorien, Erlösungsmythen genauso wie Heilsversprechungen unterschiedlichster Provenienz. Pseudowissenschaft und Esoterik sind absolute Boom-Branchen. Dem setzen nun die Zürcher Freidenker das „Denkfest“ entgegen.

Katholische Realsatire auf K-TV

(hpd) Niveaulosigkeit ist ein häufiger Vorwurf in der Auseinandersetzung zwischen Atheisten und Gläubigen. Wenn es um die Missionierung geht, ist aber den Verkündern des Christentums kein Niveau zu niedrig, um auch noch die letzten hirnlosen Schäfchen einzufangen. Der absolute Tiefpunkt scheint nun von Pfarrer Hans Buschor im Fernsehsender K-TV erreicht zu sein.

hpd-podcast 6/2011 mit Volker Panzer

BERLIN. (hpd) Die Giordano Bruno Stiftung freut sich über einen prominenten Neuzugang: der Journalist und Moderator Volker Panzer (ZDF Nachtstudio) ist seit kurzem Mitglied im Beirat der Stiftung. Hier im Gespräch mit Philipp Möller.

Erster Lehrstuhl für „Würdevolles Lebensende“

BRÜSSEL. (iheu/hpd) DeMens.nu, die Schirmorganisation der Humanisten in Flandern und Brüssel, hat den weltweit ersten Universitätslehrstuhl für das „Würdevolle Lebensende“ geschaffen. Der neue Lehrstuhl befindet sich an der Fakultät für Medizin und Pharmazie an der Freien Universität Brüssel (VUB). Er wird alle Themen um das Lebensende herum thematisieren, ohne Vorurteile in Bezug auf Optionen wie Sterbehilfe.

Der Papst kommt – Wir sind schon da

BERLIN. (hpd) Nun beginnen die Veranstaltungen anlässlich des Papstbesuches in Berlin, mit denen die verschiedensten Organisation des Bündnisses „Der Papst kommt“ gegen die menschenverachtende Politik des Vatikans und des Papstes protestieren und informieren.

„Tag der Patientenverfügung“

BERLIN. (hpd) Am 1. September 2009 trat das Patientenverfügungsgesetz in Kraft. Für die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) war das Anlass, diesen 1.9. zum „Tag der Patientenverfügung“ zu erklären und auf dem Alexanderplatz in Berlin einen Informationsstand aufzubauen.

Was ist bloß los mit Gott?

WEIMAR. (hpd) Die Stadt ist immer einen Besuch wert – nicht nur wegen der alten Geistestitanen oder der aktuellen Liszt-Euphorie. Das Autonome Cultur Centrum ACC hat in Weimar eine bemerkenswerte Ausstellung auf die Beine gestellt. Ursprünglich sollte sie Ende August zu Ende sein, jetzt wurde sie um zwei Monate verlängert: „What happened to God?“

Ohne Gott ist alles erlaubt? - Zahlen

(hpd) Das Argument, laut dem Atheisten die schlimmsten Mörder der Geschichte seien, kommt oft, wenn die historischen Verbrechen des Christentums oder anderer Religionen in einer Diskussion aufgezählt werden. Doch religiös motivierte Völkermorde waren in der Menschheitsgeschichte weltweit verbreitet. Hier sind einige Beispiele.

Spannend: Die Hand Gottes

(hpd) Der irischstämmige amerikanische Richter MacClary ist einem perfiden Verbrechen mit welthistorischen Dimensionen auf der Spur. Thore D. Hansens Romandebüt schickt die Leser von Österreich über Irland nach Washington und in den Vatikan, der durchweg als verbrecherische Organisation dargestellt wird, dessen Interesse seit 1700 Jahren allein seinem Machterhalt gilt.

Religiöse Rechte – Notizen August 2011

USA. (hpd) Im August wurden in der Christlichen Rechten erneut die üblichen Themen wie Islam, Homosexualität oder der Nahostkonflikt diskutiert, jedoch warfen auch große Ereignisse ihre Schatten voraus. Wie zu erwarten war, nutzte der texanische Gouverneur Rick Perry die von ihm geplante Gebetsveranstaltung „The Repsonse“ als Sprungbrett für die Präsidentschaftskandidatur und heizt damit den Wahlkampf weiter an.

An den Rand gedrängt? Kirche in den Medien

MICHENDORF (hpd) Gestern Abend referierte die Redaktionsleiterin von „Christ & Welt“ in Michendorf bei Berlin zum Thema: „An den Rand gedrängt? Kirche und Christentum in den Medien“. Sollte dort in der Provinz über die Kirche als Opfer in der säkularen Welt geklagt werden? Nein, ganz das Gegenteil war der Fall.

Wegbereiterinnen – 2012 im zehnten Jahr

BERLIN. (hpd) Der Kalender „Wegbereiterinnen“ ist jetzt erschienen, für das Kalenderjahr 2012. Die Herausgeberin Gisela Notz, langjährige Bundesvorsitzende von pro familia und aktiv für die Frauenbewegung, erläutert die Entstehung und Philosophie des Kalenders.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Transparent der Stadt Augsburg

Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Die stille Standhaftigkeit der FDA

Es gibt Phasen politischer Überhitzung, in denen Institutionen nicht durch das, was sie sagen, sondern durch das, was sie tun, sichtbar werden. In den USA ist das derzeit die Food and Drug Administration. Während die CDC unter der neuen Administration einen politisch verordneten Maulkorb trägt – inhaltlich wie kommunikativ –, arbeitet die FDA weiter, als sei die politische Großwetterlage nicht ihr Thema. Und genau darin liegt eine bemerkenswerte Pointe.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Urania Wien bei Nacht

Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

Skeptics in the Pub

Judäische Volksfront oder Volksfront von Judäa?

Der Konflikt innerhalb der Skeptikerbewegung ist zurück. Nachdem sich die Auseinandersetzungen zuletzt beruhigt hatten, entzündete sich der nächste Konflikt an der Marke „Skeptics in the Pub“. Dahinter steht der mutmaßliche Versuch, Deutungshoheit über eine seit Jahrzehnten bestehende Graswurzelbewegung zu gewinnen.

Bedrohte Demokratie

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Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Sascha Adamek

„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung sieht aktuell die Frauenrechte in Gefahr. Zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat der Verband einen Flyer veröffentlicht. Der soll aufklären, warnen und die Stellschrauben identifizieren, die eine Landesregierung drehen könnte, um antifeministische Politik durchzusetzen. Ines Scheibe vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung erklärt im Interview, wie die Fundamentalisten arbeiten.

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Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?