Wahlzettel

Der Wahl-O-Mat stellt säkulare Themen zur Diskussion

Soll der konfessionelle Religionsunterricht abgeschafft werden? Soll das Tragen religiöser Symbole bei Justiz und Polizei verboten bleiben? Säkulare Themen wie diese finden mittlerweile Eingang in die Thesen des Wahl-O-Mat. Der Ruf nach einer Trennung von Staat und Kirche gewinnt politisch an Gewicht. Die Parteien müssen sich auch vor den anstehenden Landtagswahlen entsprechend positionieren.

Bundespräsident: Showdown in den Medien

BERLIN. (hpd) Bundespräsident Christian Wulff hat die Bitte von Bild-Chef Kai Diekmann abgelehnt, einer Veröffentlichung der vieldiskutierten Mailbox-Nachricht zuzustimmen. Und wer gestern noch glaubte, man dürfe nicht den Bundespräsidenten lästern, sah sich bald eines Besseren belehrt. Kurze Nachlese zum großen Spektakel um den "Wulff im Schafspelz".

Ecos Scheitern an „dunkler Geschichte“

(hpd) Umberto Eco schildert in seinem neuesten literarischen Werk die angebliche Entstehungsgeschichte der „Protokolle der Weisen von Zion“. Eine ehrenwerte Absicht, die jedoch in der vordergründig bleibenden Psychologisierung der Protagonisten stecken bleibt und nicht zu überzeugen vermag.

Regensburger „Freier Geist 2011“

REGENSBURG. (hpd/bfg) Etwa 30 Mitglieder und Freunde des Bundes für Geistesfreiheit Regensburg feierten bereits Ende November 2011 im „Gravenreuther“ die Verleihung des Ehrentitels „Freier Geist 2011“ an den Maler Frank Scholz aus Regensburg.

Konfessionsfreie sollen Kirchenbudget sanieren

LINZ. (hpd) Wie in allen EU-Staaten wird in Österreich über die Budgetsanierung diskutiert. Einen interessanten Vorschlag liefert ein oberösterreichischer Regionalpolitiker: Er fordert eine Sondersteuer für „Kirchensteuer-Flüchtlinge“. Damit soll zumindest das Budget für den Denkmalschutz entlastet werden. Oder wahlweise das der katholischen Kirche.

Konfessionsfrei, weiblich, ehrlich?

BERLIN. (hpd) Bundespräsident Christian Wulff steht wie nie zuvor am Pranger der Öffentlichkeit. Der schon vor seiner Wahl in das Amt wegen der Förderung religiöser Fundamentalisten umstrittene CDU-Politiker befindet sich auf der alles entscheidenden Kippe. Anlass genug für die Frage, ob sein Amt überhaupt noch eine Bedeutung hat und was Vertreter säkularer Organisationen hier in Zukunft erwarten.

Arabien und die Zukunft des Westens

BERLIN. (hpd) Als Hamed Abdel-Samad kürzlich in Berlin über das Buch sprach, war er in vielerlei Hinsicht um einiges pessimistischer als er es noch beim Verfassen des Buches war. Die Gefahr, dass aus der Revolution in Ägypten keine Demokratie erwächst, sondern eine Theokratie entstehen könnte, ist leider größer geworden.

Islamischer Religionsunterricht in NRW

BERLIN.(hpd) Die Nordrhein-Westfälische Regierung wird einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht einführen. Eine entsprechende Ergänzung des Schulgesetzes wurde Ende Dezember von den Regierungsfraktionen von SPD und Grünen zusammen mit der CDU im Düsseldorfer Landtag beschlossen. Prof. Dr. Uwe Lehnert kommentiert diesen Vorfall.

In eigener Sache: Kurze Rückschau

TRIER. (hpd) In der Winterpause des hpd hat sich in der säkular-humanistischen Welt das eine oder andere getan. Die „Winterpause“ war nur kurz, daher erfolgt eine entsprechend kurze Rückschau auf Erwähnenswertes und dazu noch kommende Beiträge.

In eigener Sache: „Winterpause“

(hpd) Die Redaktion des Humanistischen Pressedienstes hat bis einschließlich 3. Januar 2012 „Winterpause". Wir wünschen Ihnen bis dahin ebenfalls ein paar ruhige und fröhliche Tage mit Freunden. Nehmen Sie es auch gelassen. Wir werden versuchen das Liegengebliebene aufzuräumen und neue Vorhaben zu strukturieren.

Was sind Evolutionstheorien?

KASSEL. (hpd/ake) Theologen, Soziologen, Historiker u.a. Geisteswissenschaftler, die keine praktischen Erfahrungen als forschende Biologen haben, verwenden noch heute das Wortpaar "Die Evolutionstheorie". Im 19. Jahrhundert wurde in der Tat angenommen, eine Evolution der Lebewesen sei theoretisch möglich, aber nicht tatsächlich zu belegen. Heute wissen wir mehr.

Ehrfurcht – weichgespült

DÜSSELDORF. (hpd) Im Landtag NRW wurde in einer ersten Debatte über den Antrag der Linksfraktion hinsichtlich einer Verfassungsänderung beraten, Grundpositionen wurden dabei verdeutlicht. Dann wurde der Antrag einstimmig an die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Es geht um die „Ehrfurcht vor Gott“ - in der Verfassung.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Transparent der Stadt Augsburg

Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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Fremde Feinde

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