Blick in den Eingangsbereich des Willy-Brandt-Hauses

Essay

Die SPD und der Politische Islam: Ein Repräsentationsproblem mit Folgen?

Die SPD verliert seit Jahren an Zustimmung. Besonders dramatisch ist der Bruch mit ihrer klassischen Wählerschaft. Könnte dabei auch ihr Umgang mit konservativ-religiösen muslimischen Verbänden eine Rolle spielen und zugleich säkulare Muslime vor den Kopf stoßen? Der Artikel untersucht, ob hinter dem Niedergang weniger eine „Unterwanderung“ als vielmehr ein politisches Repräsentationsproblem steckt: die Verwechslung organisierter Milieus mit der Vielfalt der Wähler.

7.500 gegen staatliche Überwachung

BERLIN.(hpd) Gestern fanden sich in Berlin siebentausendfünfhundert Menschen ein, um gegen den immer massiver werdenden Eingriff des Staates in die Privatsphäre der Bevölkerung zu protestieren. Mit einer Kundgebung am Potsdamer Platz begann die Demonstration. Mit einer Schweigeminute für die Opfer des 11. September endete sie an gleicher Stelle.

Missionierung und Machtanspruch, egal wie...

ERFURT. (hpd) Um ihren Einfluß auf die Politik und auf die Menschen nicht nur zu verlieren, sondern um diesen sogar noch zu erhöhen, ist der katholischen Kirche jedes Mittel recht. Das zeigte sich dieser Tage im Thüringischen wieder einmal besonders deutlich.  

Warum ich kein Christ sein will (2)

(hpd) Der frühere Bildungsinformatiker Uwe Lehnert legt mit seinem Buch eine Begründung zur Ablehnung von Christentum und Religion aus moralischer und naturwissenschaftlicher Sicht vor. Es handelt sich um eine überaus informative Gesamtdarstellung zum Thema, die mit Ausnahme der langen Ausführungen zu einem naturalistischen Weltbild auch gut als Einführung oder Gesamtdarstellung zum Thema genutzt werden kann.

Pilger Mu (93)

(hpd) Die Bildgeschichten des „Pilger Mu“ sind eine Kreation des Malers und Zeichners Alex Ignatius. Vier Bilder sagen manchmal mehr als viele Worte.

Miteinander statt Gegeneinander in Neukölln

BERLIN. (hpd) In der Richard Grundschule in Neukölln haben die Klassen der vierten Jahrgangsstufe an einem Projekt zum Thema „Respekt“ teilgenommen. Unter Beteiligung des humanistischen Lebenskunde - sowie des islamischen und christlichen Religionsunterrichtes - tauschten sich die Schüler mehrere Monate lang über Respekt aus.

Die Osterburg Weida und die Aufklärung

WEIMAR. (hpd) Der zweite Sonntag im September wird seit 1993 in der Bundesrepublik als „Tag des offenen Denkmals“ begangen. Zu den Einrichtungen, die an diesem Tag ihre Tore weit für interessierte Besucher öffnen, zählt die Osterburg im ostthüringischen Weida. Hier wird heuer zugleich das 80jährige Museumsjubiläum begangen.  

Atheistin Gillard bleibt Premierministerin

CANBERRA. (hpd) Die australische Premierministerin Julia Gillard von der Labor-Partei gewann nach der Wahlschlappe am 21. August den Machtkampf gegen ihren konservativen Rivalen Tony Abbott und regiert nun mit knapper Stimme das Land. Gillard ist nicht nur bekennende Atheistin, sondern auch Feministin. Ihr Lebenswandel wie auch ihre Ansichten sind Konservativen ein Dorn im Auge.  

Unterwegs zu einem neuen Menschenbild

FRANKFURT/M. (sh/hpd) Vortrag von Prof. Dr. Thomas Metzinger über Neuro- und Bewusstseinsethik im Saalbau Bornheim/Frankfurt am Main, im Rahmen der fünften Vortragsreihe der Säkularen Humanisten – Regionalgruppe Rhein-Main des Förderkreises der Giordano Bruno Stiftung (GBS) - in Zusammenarbeit mit DiKOM e.V.

Japans Wirtschaft leidet unter Suiziden

JAPAN. (hpd) Einer AFP-Meldung zufolge leidet die japanische Wirtschaft unter der extrem hohen Suizidrate seiner Arbeitnehmerschaft. Bereits zum zwölften mal hintereinander hätten sich pro Jahr mehr als 25.000 werktätige Japanerinnen und Japaner umgebracht, was sich nachteilig auf die Wirtschaft des Landes auswirke.

Skeptiker 3/2010 erschienen

ROSSDORF. (gwup/hpd) Die Skeptiker der Gesellschaft für die wissenschaftliche Untersuchung von Parawissenschaften haben sich in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift „skeptiker“ wieder mit Aberglaube, magischen Denken und paranormalen Überzeugungen beschäftigt.

Stoppt Bibel-TV

MÜNCHEN. (bfg/hpd) Seit Anfang August wird Bibel-TV in die terrestrische Fernseh-Grundversorgung in München und Umgebung eingespeist. Bibel-TV darf man als Propagandasender einstufen, der wissenschaftsfeindlich und fundamentalistisch ist und mittelalterliche Desinformation verbreitet.

Ja, wo beten sie denn?

BERLIN. (hpd) Die im Datenarchiv der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) jetzt bis 2009 aktualisierten Zahlen des kirchlichen Lebens in der katholischen Kirche verweisen auf einen fortgesetzten Trend der Schwächung in der Mitgliedsbindung. Rückkehr der Religionen – Wo?

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

Termine

12.09.2026

Ideologiekritik & Film 7: Sieben Winter in Teheran

Dokumentarfilm von Steffi Niederzoll im Metropol Kino Düsseldorf (weiter...)

16.09.2026

Wie viel Religion verträgt und braucht die Demokratie?

Streitgespräch zwischen Philipp Möller und Volker Andres in Heilbronn (weiter...)

17.09.2026 - Fr 18.09.2026

»Lösungen für eine bessere Zukunft«

10. Internationaler «Cradle to Cradle-Congress« vom 17. bis 18. September an der TU Berlin (weiter...)

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Eisberg

Klimaschutz: Eine Frage der Weltanschauung

Das 1,5-Grad-Ziel droht zu scheitern. Mit diesem Fazit führt der jüngste Bericht des UN-Umweltprogramms abermals vor Augen, wie bedrohlich die Klimakrise für uns alle ist. Dennoch stoßen konkrete Maßnahmen in der Bevölkerung oft auf Widerstand. Eine neue Studie der Universitäten Bonn und Mannheim zeigt nun: Wer einer universalistischen Ethik folgt, ist eher bereit, persönliche Einschnitte für den Klimaschutz hinzunehmen.

Der islamische Faschismus

Zeit, das Islamgesetz aufzuheben

Das Zurückdrängen des gefährlichen politischen und gesellschaftlichen Einflusses von Religion beginnt mit ihrer Privatisierung: Das Islamgesetz gehört aufgehoben, das Konkordat gekündigt.

Taliban-Fahrzeug

Mehr Taliban für mehr Abschiebungen

Die Merz-Regierung hat sie geöffnet, die Taliban haben ihren Fuß in die Tür bekommen und jetzt stoßen die Islamisten sie auf: Für mehr Abschiebungen nach Afghanistan brauchen die Taliban mehr Personal in Deutschland. Die Bundesregierung erlaubt mehr Glaubenskriegern die Einreise nach Deutschland, obwohl sie das Taliban-Regime in Afghanistan offiziell nicht als Regierung anerkennt.

CDC

Wenn die Evidenz nicht widerlegt werden kann, wird die Institution delegitimiert, die sie formuliert

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Urania Wien bei Nacht

Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

Skeptics in the Pub

Judäische Volksfront oder Volksfront von Judäa?

Der Konflikt innerhalb der Skeptikerbewegung ist zurück. Nachdem sich die Auseinandersetzungen zuletzt beruhigt hatten, entzündete sich der nächste Konflikt an der Marke „Skeptics in the Pub“. Dahinter steht der mutmaßliche Versuch, Deutungshoheit über eine seit Jahrzehnten bestehende Graswurzelbewegung zu gewinnen.

Bedrohte Demokratie

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Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Sascha Adamek

„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

bruno. 2026

„Apocalypse no!“

Autoritäre Kräfte nutzen das Zerrbild einer „dunklen Zukunft“, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren. Dass sie dabei, wie US-Milliardär Peter Thiel, auf die biblische „Apokalypse“ („Offenbarung des Johannes“) zurückgreifen, unterstreicht den religiösen Charakter dieser Strategie. Seit jeher versucht die Giordano-Bruno-Stiftung, dem apokalyptischen Denken entgegenzuwirken, was auch das Titelthema des aktuellen bruno.-Magazins erklärt: „Go Future! Die offene Zukunft und ihre Freunde“.

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Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?