Grab

Die Säkularisierung erreicht auch die Friedhöfe

Geißbock und Fußballschuhe statt Kruzifix

Unsere Friedhöfe werden bunter und weltlicher. Manch ein Grabstein lobpreist kein höheres Wesen, sondern erinnert liebevoll und emotional an den Verstorbenen. Die Grabinschriften können dabei höchst originell (und inspirierend) sein. Wir präsentieren hier einige eindrucksvolle Beispiele.

Rezension

Briefe ins Nichts

Das Buch "Briefe ins Nichts?" von Thomas Ebersberg ist ein kleines Taschenbuch, das Briefe des Autors an prominente Journalisten, Rundfunkredakteure, Philosophen oder etwa Theologen und Kirchenvertreter zusammenstellt und auch ausführliche Briefwechsel mit einigen von ihnen dokumentiert.

Kommentar

Humanistische "Seelsorge"? Nein Danke.

Religionsgemeinschaften bieten Seelsorge in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen an. Humanistische Organisationen diskutieren darüber, inwieweit analog zur religiösen Seelsorge in diesen Bereichen auch eine nicht-religiöse, humanistische Lebensberatung angeboten werden sollte – und wie man diese nennen soll. Thomas Heinrichs plädiert dafür, eine solche humanistische Lebensberatung keinesfalls "Seelsorge" zu nennen.

Initiative gegen Massentierhaltung

Am 25. September wird in der Schweiz über eine Volksinitiative gegen Massentierhaltung abgestimmt. Die Initiative wird von einer breiten Allianz aus Tierschutz-, Tierrechts-, Landwirtschafts- und Umweltorganisationen unterstützt. Mit einer Pressekonferenz wurde gestern die Kampagne des JA-Komitees gestartet.

Femizide müssen als Mord geahndet werden

Im August 2021 erwürgte ein Mann seine Ex-Partnerin Birke K. in ihrer Wohnung. Nach der Tat positionierte er leere Flaschen neben ihrem Bett und versuchte ihren Tod als Suizid zu inszenieren. Die Richterschaft am Landgericht Göttingen sah den Straftatbestand Mord als erwiesen an.

Königreichssaal der Zeugen Jehovas in Karlsruhe

Den Zeugen Jehovas sollte der Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts entzogen werden

"Aggressive Entfremdung von Gesellschaft und Staat"

"Die Zeugen Jehovas haben im Anerkennungsverfahren falsche oder beschönigende Angaben gemacht. Die Verleihung des Körperschaftsstatus an die Zeugen Jehovas in den deutschen Bundesländern muss folglich rückgängig gemacht werden." Zu diesem Fazit gelangt das Institut für Weltanschauungsrecht (ifw) in einem juristischen Kommentar, der gestern veröffentlicht wurde.

Skeptiker 2/2022 erschienen

Adieu, Psychoanalyse!

Jahrzehntelang unterhielt die Frankfurter Goethe-Universität einen Lehrstuhl für Psychoanalyse, doch bald ist damit Schluss. Warum die umstrittene Seelenlehre wissenschaftlich unhaltbar ist und die Hoffnungen vieler Menschen auf die Bewältigung ihrer psychischen Probleme enttäuscht, schildern Bianca Holtschke und Timm Bölke in der aktuellen Ausgabe des Skeptiker. Weitere Beiträge im Heft befassen sich mit einer groß angelegten Studie über Astrologie in der Personalauswahl und berichten von der Premiere eines neuen Event-Formats am Pfingstwochenende in Leipzig. Der Titel: "WTF!? – Wissenschaft trifft Freundschaft".

Opera incognita: Große Oper auf kleiner Bühne

Mascagnis "Cavalleria Rusticana" als Mafia-Thriller

Der Regisseur Francis Ford Coppola ließ sich nicht zuletzt von Pietro Mascagnis "Cavalleria Rusticana" zu "Der Pate – Teil III" inspirieren – die Opera incognita servierte mit ihrer Neuproduktion (Regie: Andreas Wiedermann) in der Allerheiligen Hofkirche München eine Hommage an beide Meister der Darstellenden Künste und bescherte wieder einmal einen intensiven und kurzweiligen Opernabend.

Parade der hindu-nationalistischen RSS

Kurz vor 19:33 Uhr: Braut sich in Indien ein faschistischer Genozid zusammen?

Indien steht kurz vor der gewaltsamen Eruption eines religiösen Konflikts. Gegenüber stehen sich Jahrzehnte der Säkularisierung und ökonomischen Entfaltung, die das Kastensystem herausgefordert haben, und die radikale politische Ideologie "Hindutva", die sich rapide steigenden Zuspruchs erfreut. Der hpd hat hierüber mit Susanna McIntyre, CEO von Atheist Republic, gesprochen.

Jugendweihe 2022

4.200 Berliner und Brandenburger Jugendliche im Kreis der Erwachsenen begrüßt

Mit dem Ende des Schuljahres finden morgen auch die diesjährigen Jugendweihen ihren Abschluss. Seit dem 2. April nahm der Jugendweiheverein Berlin/Brandenburg im Rahmen von 74 Festveranstaltungen 4.200 Jugendliche feierlich in den Kreis der Erwachsenen auf. Beim großen Finale im FEZ-Berlin stehen am 9. Juli noch einmal 140 angehende Erwachsene im Mittelpunkt.

Interview

"Vertuschung beginnt nicht erst im Generalvikariat"

Der Missbrauchsskandal der katholischen Kirche ist noch längst nicht vollständig aufgearbeitet. Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass die Strukturen der Kirche selbst den Missbrauch begünstigten. Das ist auch das Ergebnis der jüngst vorgestellten Studie zum Missbrauch im Bistum Münster. hpd-Redakteurin Daniela Wakonigg sprach hierüber mit dem Leiter der Studie, Prof. Thomas Großbölting.

Termine

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Kind im Hochzeitskleid

Analyse

Kinderehen in Baden-Württemberg: 358 Fälle, nur acht Aufhebungen

358 Fälle von Kinderehen, aber nur acht rechtskräftige Aufhebungen: Zahlen aus Baden-Württemberg werfen Fragen zum Schutz minderjähriger Betroffener auf. Wie gehen die Behörden mit solchen Fällen um, und welche Rolle spielen rechtliche Hürden, gesellschaftliche Strukturen und religiöse Traditionen? Ein Blick auf die Hintergründe eines Problems, bei dem der Schutz von Kindern im Mittelpunkt stehen sollte.

Gehirne

Die Ergebnisse des historischen Forschungsprojekts liegen vor

Hirnforschung und NS-Verbrechen

Das von der Max-Planck-Gesellschaft geförderte unabhängige Verbundprojekt zur Identifizierung von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und anderen Formen der NS-Verfolgung, von denen Hirnpräparate in zwei Max-Planck-Instituten (vormals Kaiser-Wilhelm-Instituten) zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt wurden, ist nach neun Jahren abgeschlossen. Anlass waren Funde von Hirnschnitten im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie im Historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

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Schutzbrief gegen FGM in Österreich

In Österreich gibt es seit dem 15. Oktober einen Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung, in Deutschland gibt es den Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung bereits seit Februar 2021. Eva Matthes fasst für den hpd Unterschiede und Gemeinsamkeiten zusammen.

Stipendiat*innen-Treffen des Bertha von Suttner-Studienwerks

Das Bertha von Suttner-Studienwerk bekommt zum Oktober zehn neue Stipendiat*innen

Wissenschaftliche Exzellenz trifft auf humanistisches Engagement

Das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) begrüßt seine neuen Stipendiat*innen. Die Auswahlkommission hatte auch in diesem Jahr keine leichte Aufgabe: Aus mehr als 170 Bewerbungen galt es, die zehn überzeugendsten Kandidat*innen auszuwählen. Ab Oktober werden sie vom Studienwerk gefördert und in das stetig wachsende BvS-Netzwerk aufgenommen.

Festivalleiterin Sabrina Kürzinger

Filmfest „FrauenWelten“ stellt Programm vor

Vom Jemen bis in die Arktis

Unmittelbar vor dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen lädt das Filmfest „FrauenWelten“ vom 18. bis 24. November 2026 ins Kino in der KulturBrauerei in Berlin ein. 32 Filme aus 29 Ländern, drei Themenschwerpunkte und 27 Premieren zeigen, wie Frauen sich patriarchaler Macht widersetzen.

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Schluss nach 50 Jahren

Die EMMA geht in den Ruhestand

Heute teilte die prominente Feministin Alice Schwarzer mit, dass „nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten“ die feministische Zeitschrift EMMA „die Bühne verlässt“. Ein Rückblick.

Familie beim Herbstspaziergang

Angesichts geplanter Einkommensteuer- und Wohngeldreform

Deutsches Kinderhilfswerk warnt vor weiteren finanziellen Belastungen und Ungleichbehandlungen von Familien

Da sich durch die geplanten Reformen die Schere zwischen der maximalen Entlastungswirkung des Kinderfreibetrages und dem Kindergeld immer weiter öffne, entstehe eine finanzielle Schieflage zulasten von Familien aus dem unteren und mittleren Einkommenssegment. Das Deutsche Kinderhilfswerk findet daher, dass die geplanten Anpassungen in die völlig falsche Richtung gehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.