Rezension

Colin Goldners kleiner Sammelband "Vegan's Digest"

Colin Goldner, ein durch Esoterik-Kritik bekannt gewordener Wissenschaftsjournalist, hat den kleinen Sammelband "Vegan's Digest" veröffentlicht. Darin werden in 28 Kommentaren viele gegenüber dem Veganismus bestehende Zerrbilder widerlegt. Außerdem nimmt er esoterisch geprägte Auffassungen auch und gerade zu gesundheitlichen Fragen ins Visier. In aufklärerischer Absicht werden damit immer wieder polemische Formulierungen mit informativen Sachargumenten verbunden.

Deutsch-Iraner von Hinrichtung bedroht

Einem deutsch-iranischen Regimekritiker droht im Iran die Todesstrafe. Ein Revolutionsgericht in Teheran wirft dem 67-jährigen Jamshid Sharmahd "Verdorbenheit auf Erden" sowie die Beteiligung an einem Bombenanschlag vor. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International befürchtet, dass ein Todesurteil jederzeit erfolgen kann.

Pakistan: Wegen Blasphemie zum Tode verurteilt

Weil er auf die Bezahlung seiner Arbeitsleistung pochte und keinen Religionsrabatt einräumen wollte, wurde der heute 34 jährige Mechaniker Ashfaq Masih 2017 nach einer Blasphemie-Anschuldigung verhaftet. Nun hat ein Gericht in Lahore ihn zum Tode verurteilt. Ein Anwaltsteam will Masihs Fall nun vor Lahores Obersten Gerichtshof bringen.

Zürich

Schweizer Gericht verurteilt homophoben Hassprediger

Ein Lehrstück säkularer Rechtsprechung

Diskriminierende Äußerungen über Homosexuelle sind Schweizer Richtern zufolge auch dann eine Straftat, wenn sie im Wortlaut einer angeblich "heiligen Schrift" entsprechen. Dies hat nun das Züricher Bezirksgericht festgestellt und einen schwulenfeindlichen Straßenprediger zu 15.200 Franken (etwa 15.600 Euro) Geldstrafe verurteilt. Zur Verteidigung hatte der Mann angegeben, dass er nur aus der Bibel zitiert habe.

Nicolai Sprekels in Nürnberg

Veranstaltungsbericht

Inside Nordkorea: Menschenrechte mit Stacheldraht, Frieden mit Atombomben?

Am 21. Juli war Nicolai Sprekels, Experte für Menschenrechte in Nordkorea und Vorstandssprecher der Stiftung SARAM, für einen Vortrag im Marmorsaal des Presseclubs Nürnberg zu Gast. Die Veranstaltung fand als Kooperation des Bund für Geistesfreiheit (bfg) Nürnberg, dem Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes sowie SARAM – Stiftung für Menschenrechte in Nordkorea statt.

Kommentar

UN erklärt eine saubere Umwelt zu einem Menschenrecht

Die UN-Vollversammlung hat das Recht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt als eigenständiges Menschenrecht anerkannt. Am Donnerstag vergangener Woche wurde eine entsprechende Resolution in New York von 161 Staaten bei keiner Gegenstimme und acht Enthaltungen (unter anderem von Russland, China und dem Iran) angenommen.

USA

Kansas: Knapp 60 Prozent stimmen für die Möglichkeit legaler Abtreibung

Nachdem der Oberste US-Gerichtshof Ende Juni das Roe v. Wade-Urteil, welches das Recht auf den legalen Schwangerschaftsabbruch festlegte, gekippt hatte, fiel den Bundesstaaten eine Entscheidung über neue Regeln und Verbote zu. Am Dienstag entschieden sich die Menschen im Bundesstaat Kansas bei einem Referendum für den Schutz der legalen Abtreibung: Nach dem vorläufigen Auszählungsergebnis stimmten 58,8 Prozent der Wähler*innen gegen einen massiven Eingriff in reproduktive Rechte.

Eindrücke vom "Camp Quest" 2022

Auf Einladung der Freidenker:

40 Kinder aus ukrainischen Flüchtlingsfamilien im Wissenschaftssommerlager "Camp Quest"

Seit 2013 findet es jährlich statt, das Sommerlager "Camp Quest", bei dem Kinder und Jugendliche von 9 bis 15 Jahren die Welt als kleine "Forschende" entdecken können. Dieses Jahr dreht sich fast alles ums Thema Energie – und das mehrsprachig. Als kleinen Beitrag zur Integration boten die Freidenker ukrainischen Flüchtlingsfamilien an, dass ihre Kinder unentgeltlich am "Camp Quest" teilnehmen können. Die Nachfrage war so groß, dass das Camp erstmals an zwei Wochen stattfindet.

Termine

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Analyse

Kinderehen in Baden-Württemberg: 358 Fälle, nur acht Aufhebungen

358 Fälle von Kinderehen, aber nur acht rechtskräftige Aufhebungen: Zahlen aus Baden-Württemberg werfen Fragen zum Schutz minderjähriger Betroffener auf. Wie gehen die Behörden mit solchen Fällen um, und welche Rolle spielen rechtliche Hürden, gesellschaftliche Strukturen und religiöse Traditionen? Ein Blick auf die Hintergründe eines Problems, bei dem der Schutz von Kindern im Mittelpunkt stehen sollte.

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Die Ergebnisse des historischen Forschungsprojekts liegen vor

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Das von der Max-Planck-Gesellschaft geförderte unabhängige Verbundprojekt zur Identifizierung von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und anderen Formen der NS-Verfolgung, von denen Hirnpräparate in zwei Max-Planck-Instituten (vormals Kaiser-Wilhelm-Instituten) zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt wurden, ist nach neun Jahren abgeschlossen. Anlass waren Funde von Hirnschnitten im Archiv der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie im Historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

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