NRW: Lebenskunde wird kommen!

DORTMUND. (hpd) Die Humanistinnen und Humanisten Nordrhein-Westfalens führten gestern, am 2. November, ihre Wahlversammlung durch und bestimmten Jürgen Springfeld erneut zu ihrem Präsidenten. Die Landesversammlung des HVD NRW bekräftigte die Forderung nach Einführung des weltanschaulichen Schulfaches „Humanistische Lebenskunde“.

„Gottesgabe" für Untergangspropheten

USA. (human.nl/hpd) Der Humanistische Verband der Niederlande, der im Radio-Programm "OBA Live" wöchentlich einen Tag Sendezeit bekommt, sendete Mitte Oktober einen Beitrag zu der Finanzkrise. In ihm werden die kontroversen theologischen Ansichten der USA-Gläubige und Kirchen zu der Krise illustriert.

Eine Rückkehr der Verstummten ...

MÜNCHEN. (ikufo) In der Hochschule für Musik und Theater München ist seit vergangenen Donnerstag die Ausstellung „unerhörte Musik" zu sehen - zum Gedenken an 106 Musiker/innen, die von den Nazis wegen ihrer jüdischen Familienherkunft verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden und deren Musik verstummen musste.

Diese braven Atheisten (3)

Im Anfang war die Finsternis. Nach über 1000 Jahren christlicher Tyrannei fand endlich jemand den Lichtschalter. Philosophen zertrümmerten religiöse Wahnideen und führten den Menschen aus einem Sklavendasein unter Gott zur Freiheit und Selbstverantwortung. Kuschelatheisten ernähren sich von den Früchten der Aufklärung, ohne den Baum zu gießen. Der Fanatismus ist zurück, seine Gegner sind auf dem Rückzug.

Religion als Schwarzmarkt für Irrationalität

Sam Harris über die gegenseitige Glaubensversicherung von Religiösen. "Wenn einer glaubt, er wäre Napoleon, dann ist es verrückt, aber wenn es alle glauben, dann ist es eine Religion", wie Richard Dawkins es formulierte. Außerdem im Angebot: Eine Anleitung zum Gottesglauben in nur sechs einfachen Schritten.

Notizen aus den Niederlanden

In Gottes Namen darf man mehr...rauchen. Juli - September, 2008 - Seit Juli kämpft die „Einheitliche und Universale Raucherkirche Gottes" für ihre Existenz. Sie predigt (siehe Video) für den Glauben an einen Gott, der das Rauchen zu einem Gebot macht und will Kneipen zu ihren Kirchen machen.

Hauptversammlung und Neuwahlen

HAMBURG. (pfw/hpd) Am vergangenen Wochenende trafen sich die Delegierten der DFW-Mitgliedsverbände in Hamburg zur Hauptversammlung, die alle zwei Jahre stattfindet. Auf der Tagesordnung stand neben den Berichten der einzelnen Präsidiumsmitglieder eine intensive Diskussion über die künftige Arbeit des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW).

Pilger Mu (8)

(hpd) Die Bildgeschichten des „Pilger Mu" sind eine Kreation des Malers und Zeichners Alex Ignatius. Vier Bilder sagen manchmal mehr als viele Worte.

Weltanschauungsgemeinschaften

(hpd) Thomas Heinrichs hat hier im hpd das jüngst erschienene voluminöse Werk von Christine Mertesdorf, Mitarbeiterin an der Juristischen Fakultät der Universität Trier, vorgestellt.Der Rezension ist nichts Grundsätzliches hinzuzufügen. An ihr ist nichts zu korrigieren. Einiges ist sogar zu bekräftigen durch Wiederholung. Der folgende Kommentar lässt das gleiche Buch als „Ratgeberliteratur“ unter verbändepolitischen und sehr praktischen Gesichtspunkten noch einmal Revue passieren.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

Termine

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Eisberg

Klimaschutz: Eine Frage der Weltanschauung

Das 1,5-Grad-Ziel droht zu scheitern. Mit diesem Fazit führt der jüngste Bericht des UN-Umweltprogramms abermals vor Augen, wie bedrohlich die Klimakrise für uns alle ist. Dennoch stoßen konkrete Maßnahmen in der Bevölkerung oft auf Widerstand. Eine neue Studie der Universitäten Bonn und Mannheim zeigt nun: Wer einer universalistischen Ethik folgt, ist eher bereit, persönliche Einschnitte für den Klimaschutz hinzunehmen.

Nackte Frauenstatue und Eiffelturm

Keine Frauen auf dem Eiffelturm

Eine hinduistische Besuchergruppe verlangte, dass weibliche Beschäftigte, die auf dem Eiffelturm Dienst tun, während ihres Besuchs nicht zu sehen sein dürfen. Die Betreibergesellschaft kam der Forderung nach. Das sorgt in Frankreich für Empörung und hat einen Streik der Beschäftigten ausgelöst.

Taliban-Fahrzeug

Mehr Taliban für mehr Abschiebungen

Die Merz-Regierung hat sie geöffnet, die Taliban haben ihren Fuß in die Tür bekommen und jetzt stoßen die Islamisten sie auf: Für mehr Abschiebungen nach Afghanistan brauchen die Taliban mehr Personal in Deutschland. Die Bundesregierung erlaubt mehr Glaubenskriegern die Einreise nach Deutschland, obwohl sie das Taliban-Regime in Afghanistan offiziell nicht als Regierung anerkennt.

Generationen

Welttag der Suizidprävention zur Verhinderung von Selbsttötungen

Zum heutigen Welttag der Suizidprävention wird wieder die weitestgehende Verhinderung von Suiziden propagiert. Die nationale Kampagne verfolgt traditionsgemäß ausschließlich das Ziel, ein „Zeichen für das Leben“ zu setzen. Dabei sollte es in Deutschland verfassungsgemäß längst integrative Ansätze geben: Eine verantwortliche Hilfe zum wohlüberlegten Suizid muss einhergehen mit dem Schutz vor einer Selbstgefährdung von Menschen in akuter Krise, die nicht einsichts- und entscheidungsfähig wären.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Urania Wien bei Nacht

Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

Die nun geschlossene "Blaue Moschee" in Hamburg

Kein Zurück zum IZH

Der Verein Säkularer Islam Hamburg, die Säkulare Flüchtlingshilfe Hamburg, das Säkulare Forum Hamburg, die Giordano-Bruno-Stiftung Hamburg und die Partei Frau in Führung wenden sich entschieden gegen eine Wiedereröffnung des ehemaligen Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) und der Imam-Ali-Moschee in ihrer bisherigen Funktion. Damit wird der Vorschlag des Arbeitskreises Politischer Islam aufgegriffen und unterstützt.

Bedrohte Demokratie

Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz

Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

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„Das Grundgesetz gilt auch in Sachsen-Anhalt, auch nach einer Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten.“ Das hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach dem Wahlsonntag in dem Bundesland gesagt, wo die AfD 43,8 Prozent der Stimmen holte. Und weiter: „Die von mir geführte Bundesregierung wird dafür sorgen, dass das Grundgesetz durchgesetzt wird.“ Der Kanzler nahm das Wort „Bundeszwang“ nicht ausdrücklich in den Mund. Aber das Grundgesetz sieht genau das vor: ein Durchgreifen des Bundes auch auf Länderebene.

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Autoritäre Kräfte nutzen das Zerrbild einer „dunklen Zukunft“, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren. Dass sie dabei, wie US-Milliardär Peter Thiel, auf die biblische „Apokalypse“ („Offenbarung des Johannes“) zurückgreifen, unterstreicht den religiösen Charakter dieser Strategie. Seit jeher versucht die Giordano-Bruno-Stiftung, dem apokalyptischen Denken entgegenzuwirken, was auch das Titelthema des aktuellen bruno.-Magazins erklärt: „Go Future! Die offene Zukunft und ihre Freunde“.

Plakat C2C Congress 2026

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Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.