Dollarzeichen in den Augen

ROSSDORF (gwup/hpd) Einfach schön, zu den Auserwählten zu gehören. Denn tatsächlich wurde ich “zwischen dem 8. Juni 1932 und dem 26. November 1969 geboren”. Das ist insofern gut für mich, weil eine gewisse Maria Duval mir “ganz wichtige Dinge offenbaren” möchte.

Religionsunterricht und Kreationismus

BERLIN. (EHHB/hpd) Evolutionäre Humanisten warnen vor Kreationismus an Berliner Schulen. Kreationismus an staatlichen Schulen ist kein ausschließlich US-Amerikanisches Problem. Auch an deutschen Schulen wird Kindern die Schöpfungslehre der Bibel als unumstößliche Wahrheit vermittelt – lange bevor Evolution im Unterricht auftaucht.

Kirchenaustrittsgebühr: Beschwerde gescheitert

STRASSBURG/HAGEN. (ibka/hpd) Die vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten unterstützte Beschwerde gegen die Kirchenaustrittsgebühr beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ist als unzulässig zurückgewiesen worden.

Fishy: Bachblüten-Kosmetik und DNA-Forschung

ROSSDORF. (gwup/hpd) Zwei Beispiele, die zeigen, wie sehr die Kosmetikbranche daran interessiert ist, als medizinisch-wissenschaftliche Branche zu gelten. Der Punkt ist: beide suggerieren, die Forschung und ihre Produkte hätten Zugriff auf DNA bzw. Stammzellen.

Sie wollen dieses Produkt kaufen

(hpd) Lassen sich Menschen dazu bringen, etwas zu kaufen, dass sie nach reiflicher Überlegung gar nicht würden kaufen wollen? Das kommt darauf an, wie gut sie mit den psychologischen Tricks vertraut sind, mit denen man versucht, sie zu beeinflussen. Im folgenden erkläre ich diese Tricks anhand der Werbung für mein eigenes Buch. von Andreas Müller

Politische Ökologie – Vom Strippenziehen

(hpd) In politische ökologie (117) sind spannende und kritische Artikel zu Lobbyismus und Korruption vor allem in Deutschland zu lesen. Eine konstruktive und detaillierte Kritik wird an Justiz, politischer Öffentlichkeit, Wirtschaft, Politik und an den Medien geübt, auch wenn es zu romantischen Ausrutschern kommt. So dürfte auch der Artikel zu islamisch-motivierten Umweltschutz von den Lesern und Leserinnen des hpd als kitschig empfunden werden.

Film: Sell The Vatican, Feed The World

(hpd) Zukünftig wird der hpd in loser Folge Filme präsentieren, die in irgendeiner Weise geeignet scheinen, mit einem Augenzwinkern eine säkulare, humanistische, atheistische, rationalistische, naturalistische Weltsicht voranzubringen.

Der Weg eines demokratischen Sozialisten

(hpd) Richard Löwenthal (1908-1991) gehörte in den 1960er und 1970er Jahren zu den bedeutendesten Intellektuellen und Politikwissenschaftlern der Bundesrepublik Deutschland. Als journalistischer Autor und politischer Betrater nahm er auch Einfluss auf die Tagespolitik.

Darwins Kosmos

FRANKFURT. (hpd) Im „Darwin-Jahr“ wird die Auseinandersetzungen um Darwins wissenschaftliche Revolution intensiv geführt. Franz M. Wuketits leistet mit seinem neuen Buch „Darwins Kosmos. Sinnvolles Leben in einer sinnlosen Welt“ seinen Beitrag dazu. Ab dem 14. Oktober stellt er seine Thesen auf einer Lesereise zur Diskussion. Peter Menne ist von der einen Hälfte begeistert – und formuliert Einwände gegen die andere Hälfte.

Focus Iran

BERLIN. (hpd) Das Netzwerk Junger Iraner in Berlin lud am Samstag, dem 10. Oktober, zu einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde ein: Focus Iran! - Podiumsdiskussion zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Iran. Das Hebbel am Ufer (HAUS1) war gut besucht und nicht nur von Exiliranern.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

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Eisberg

Klimaschutz: Eine Frage der Weltanschauung

Das 1,5-Grad-Ziel droht zu scheitern. Mit diesem Fazit führt der jüngste Bericht des UN-Umweltprogramms abermals vor Augen, wie bedrohlich die Klimakrise für uns alle ist. Dennoch stoßen konkrete Maßnahmen in der Bevölkerung oft auf Widerstand. Eine neue Studie der Universitäten Bonn und Mannheim zeigt nun: Wer einer universalistischen Ethik folgt, ist eher bereit, persönliche Einschnitte für den Klimaschutz hinzunehmen.

Nackte Frauenstatue und Eiffelturm

Keine Frauen auf dem Eiffelturm

Eine hinduistische Besuchergruppe verlangte, dass weibliche Beschäftigte, die auf dem Eiffelturm Dienst tun, während ihres Besuchs nicht zu sehen sein dürfen. Die Betreibergesellschaft kam der Forderung nach. Das sorgt in Frankreich für Empörung und hat einen Streik der Beschäftigten ausgelöst.

Taliban-Fahrzeug

Mehr Taliban für mehr Abschiebungen

Die Merz-Regierung hat sie geöffnet, die Taliban haben ihren Fuß in die Tür bekommen und jetzt stoßen die Islamisten sie auf: Für mehr Abschiebungen nach Afghanistan brauchen die Taliban mehr Personal in Deutschland. Die Bundesregierung erlaubt mehr Glaubenskriegern die Einreise nach Deutschland, obwohl sie das Taliban-Regime in Afghanistan offiziell nicht als Regierung anerkennt.

Generationen

Welttag der Suizidprävention zur Verhinderung von Selbsttötungen

Zum heutigen Welttag der Suizidprävention wird wieder die weitestgehende Verhinderung von Suiziden propagiert. Die nationale Kampagne verfolgt traditionsgemäß ausschließlich das Ziel, ein „Zeichen für das Leben“ zu setzen. Dabei sollte es in Deutschland verfassungsgemäß längst integrative Ansätze geben: Eine verantwortliche Hilfe zum wohlüberlegten Suizid muss einhergehen mit dem Schutz vor einer Selbstgefährdung von Menschen in akuter Krise, die nicht einsichts- und entscheidungsfähig wären.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Urania Wien bei Nacht

Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

Die nun geschlossene "Blaue Moschee" in Hamburg

Kein Zurück zum IZH

Der Verein Säkularer Islam Hamburg, die Säkulare Flüchtlingshilfe Hamburg, das Säkulare Forum Hamburg, die Giordano-Bruno-Stiftung Hamburg und die Partei Frau in Führung wenden sich entschieden gegen eine Wiedereröffnung des ehemaligen Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) und der Imam-Ali-Moschee in ihrer bisherigen Funktion. Damit wird der Vorschlag des Arbeitskreises Politischer Islam aufgegriffen und unterstützt.

Bedrohte Demokratie

Die Demokratie und die Überforderung durch das Netz

Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Grundgesetz

Bundeszwang gegen ein AfD-regiertes Bundesland?

„Das Grundgesetz gilt auch in Sachsen-Anhalt, auch nach einer Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten.“ Das hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach dem Wahlsonntag in dem Bundesland gesagt, wo die AfD 43,8 Prozent der Stimmen holte. Und weiter: „Die von mir geführte Bundesregierung wird dafür sorgen, dass das Grundgesetz durchgesetzt wird.“ Der Kanzler nahm das Wort „Bundeszwang“ nicht ausdrücklich in den Mund. Aber das Grundgesetz sieht genau das vor: ein Durchgreifen des Bundes auch auf Länderebene.

bruno. 2026

„Apocalypse no!“

Autoritäre Kräfte nutzen das Zerrbild einer „dunklen Zukunft“, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren. Dass sie dabei, wie US-Milliardär Peter Thiel, auf die biblische „Apokalypse“ („Offenbarung des Johannes“) zurückgreifen, unterstreicht den religiösen Charakter dieser Strategie. Seit jeher versucht die Giordano-Bruno-Stiftung, dem apokalyptischen Denken entgegenzuwirken, was auch das Titelthema des aktuellen bruno.-Magazins erklärt: „Go Future! Die offene Zukunft und ihre Freunde“.

Plakat C2C Congress 2026

Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.