Tonaufnahmegerät

Gerichtsanordnung im Block-Strafprozess

Eingriff in die Pressefreiheit

Im Zusammenhang mit dem spektakulären Strafverfahren gegen Christina Block gibt es eine neue bedenkliche Entwicklung − den Eingriff des Landgerichts Hamburg in die Pressefreiheit. Ein Kommentar.

Tanzparkett

Heidenspaß statt Höllenqualen

In vielen deutschen Städten gab es am Karfreitag Heidenspaßpartys. In anderen wurde der Film "Das Leben des Brian" vorgeführt. Über die Veranstaltungen in Bochum und Stuttgart berichtete der hpd bereits. Aber auch in Berlin, Karlsruhe, Erlangen und vielen anderen Orten wurde gefeiert.

King auf dem Marsch auf Washington (1963)

Zum 50. Todestag

Martin Luther Kings "I have a Dream"

Martin Luther Kings Rede "I have a Dream" ist das Aushängeschild der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und steht wie keine andere für die Übel der Rassentrennung und Ungleichheit. Zitate aus ihr sind im politischen und gesellschaftlichen Leben der Vereinigten Staaten allgegenwärtig. Sie gilt (zusammen mit einer Rede Präsident Lincolns aus dem Jahr 1863) als die Beste der wichtigsten 100 politischen Reden Amerikas. Im Jahr 2008 konnten laut einer Umfrage 97 Prozent der amerikanischen Schüler Auszüge aus ihr korrekt King und seinem Anliegen zuordnen. Woran liegt es, dass sich gerade diese Rede ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat?

Rolf Dietrich Herzberg

Offener Brief von Rolf D. Herzberg an Manfred Lütz

"Der Skandal der Skandale"?

Manfred Lütz hat mit "Der Skandal der Skandale – Die geheime Geschichte des Christentums" einen weiteren Bestseller vorgelegt, der die Kirchengeschichte in apologetischer Weise umdeutet. Der bekannte Strafrechtsprofessor Rolf Dietrich Herzberg, der im Beirat der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung gerne mal den "advocatus dei" spielt und dabei kirchliche Sichtweisen verteidigt, hat nach der Lektüre des Buchs einen "Offenen Brief an Manfred Lütz" verfasst, den der hpd nachfolgend veröffentlicht.

10 Jahre Säkulare Humanisten Rhein-Main

Herausforderung Aufklärung

Im Jahr 2004 wurde die Giordano Bruno Stiftung (gbs) gegründet. Kurz darauf entstanden deutschlandweit auch Regionalgruppen der gbs. Eine der ältesten kann jetzt auf eine 10-jährige Geschichte zurückblicken.

Seit einem Jahr: Cannabis auf Rezept

Bis vor einem Jahr brauchten Patienten noch eine besondere Erlaubnis dafür. Seit dem 10. März 2017 ist die Verschreibung von Cannabis-Medizin auf Kassenrezept dank eines neuen Gesetzes leichter geworden. Doch es gibt noch erhebliche Widerstände.

"Das Leben des Brian" Bochum 2018

Erste legale Brian-Filmvorführung am Karfreitag

Bereits im sechsten Jahr in Folge zeigte die Initiative Religionsfrei im Revier am Karfreitag den Film "Das Leben des Brian", dessen öffentliche Vorführung am Karfreitag deutschlandweit verboten ist. In diesem Jahr war die Filmvorführung in Bochum erstmals legal. Für die Organisatoren ist das jedoch kein Erfolg, da sie den Film nur wegen einer Ausnahmegenehmigung, nicht jedoch aufgrund einer Änderung des Feiertagsgesetzes legal aufführen durften.

Hauptgebäude der Universität Leipzig

Eine Replik auf die Replik von Horst Junginger

Der Abfall des Katholizismus vom Christentum

Horst Junginger, Professor für Religionskritik, kritisiert Karlheinz Deschners Ansicht, die katholische Kirche würde das vom Christentum eigentlich Gemeinte verfälschen und stuft diese Meinung als "wissenschaftlich unsinnig und historisch vollkommen daneben" ein. Man sähe an diesem Beispiel aber auch, wie notwendig es sei, "seine Quellen kritisch zu hinterfragen und den Stellenwert der darauf aufbauenden Interpretation an diese Prüfung zu koppeln".

Muslimischer Antisemitismus – eine Auswertung von 70 Interviews

Der Kultur- und Politikwissenschaftler David Ranan legt mit seinem Buch "Muslimischer Antisemitismus – Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland?" eine Auswertung von 70 Interviews mit höher gebildeten Muslimen zum Thema vor. Auch wenn immer wieder reflexionswürdige Anmerkungen gemacht werden, neigt der Autor doch häufig zu etwas vorschnellen kritischen Verallgemeinerungen.

Kommentar

Friede auf Erden – aber bitte nur mit göttlichem Segen!

Beim Ostermarsch für Frieden zu demonstrieren, ist eine Tradition bei linken Parteien. Kein Wunder also, dass die Partei DIE LINKE in ihrem Newsletter für die Ostermärsche wirbt. Was wundert ist jedoch, dass sie den Slogan "Friede auf Erden" auf dem Titelbild des Newsletters mit einem biblischen Zitathinweis versieht. Noch dazu mit einem Hinweis auf ein Bibelzitat, das in voller Länge Nicht-Bibelgläubige dezidiert ausschließt. Ein Kommentar vom LINKEN-Politiker Ralf Michalowsky zu religiösen Tendenzen in seiner Partei.

Termine

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Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

Demonstration in Berlin

Kommentar

Gen Z regelt: Und was kommt nach dem Protest?

Unter dem Motto „Gen Z regelt“ sind am 31. Oktober junge Menschen in zahlreichen deutschen Städten auf die Straße gegangen. Sie fordern bessere Bildung, ein bezahlbares Leben und mehr Mitsprache bei Entscheidungen über ihre Zukunft. Viele Medien berichteten jedoch vor allem über Ausschreitungen am Rande einiger Demonstrationen, kaum aber über die Forderungen der jungen Menschen.

Cover

Eine interessante journalistische Monographie

„Wie die Demokratische Partei Trump großmachte“

Welchen indirekten Anteil die Demokraten selbst an Trumps Wahlsiegen hatten, wird in Berichterstattungen und Diskussionen häufig ignoriert. Dass sie sich zugunsten des großen Geldes von den kleinen Leuten abgewandt haben, ist in einem Buch zum Thema die zentrale These: „Die Undemokraten“ von Jörg Wimalasena.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Janosch

Erinnerungen an Janosch

„Falsche Propheten schreiben sich mit f wie Fogel…“

Der Zeichner, Schriftsteller und Kinderbuchautor Janosch („Oh, wie schön ist Panama“) ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Giordano-Bruno-Stiftung erinnert an ihren ehemaligen Beirat („Herr Jott“, wie er sich manchmal nannte, verließ die Stiftung 2023 aus Altersgründen) mit dem Beitrag, den Michael Schmidt-Salomon 2021 zum 90. Geburtstag von Janosch verfasst hat.

Sparschwein

Die stille Umdeutung des Unterhaltsvorschusses

Politische Debatten verraten oft mehr durch ihre Begriffe als durch die konkreten Maßnahmen, über die gestritten wird. Das gilt auch für die aktuelle Diskussion um den Unterhaltsvorschuss. Nachdem Bundesfamilienministerin Karin Prien ihren ursprünglichen Vorschlag, den Unterhaltsvorschuss für 16- und 17-Jährige zu streichen, teilweise zurückgenommen hat, wird nun über eine Einkommensgrenze für Alleinerziehende diskutiert.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

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Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

historischer Marktplatz

Der Einfluss der abrahamitischen Religionen auf das Wirtschaftswachstum

„Warum sind manche Länder reich und andere arm?“ – Das war die Ausgangsfrage, die sich drei Ökonomen gestellt haben. Zur Beantwortung der Frage wählten sie jedoch einen für die Ökonomie unüblichen Ansatz, denn sie interessierten sich dezidiert für den Einfluss der Religion auf die historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Sie kamen zum Ergebnis, dass Religion das Wachstum sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

El-Zayat wiegelt ab

Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer" berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal Farouk El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.