Zur Kapitalismuskritik der NSDAP

(hpd) Manfred Weißbecker legt eine Sammlung von historischen Betrachtungen zur Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1920 und 1945 vor. Leider zeigt er sich über weite Strecken immer noch der marxistisch-leninistischen Deutung des Faschismus verbunden, was auch einige analytisch interessante Interpretationen letztendlich entwertet.

„I’m your neighborhood atheist“

KÖLN. (hpd) Am vergangenen Wochenende fand in Köln die diesjährige Atheist Convention statt. Eingeladen hatten die Atheist Alliance International (AAI) und der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Kooperation mit der Giordano Bruno Stiftung (gbs). Der hpd war dabei und berichtet in drei Teilen über die Veranstaltung; heute von Tanya Smith bis Lukas Mihr.

Kirchenkritik und Verfassungsschutz

STUTTGART. (hpd) Wer gemeint hat, dass der Papstbesuch vorbei sei, der irrt. Das kirchenkritische Geschehen in Freiburg wurde auch vom Verfassungsschutz beobachtet und „Freiburg ohne Papst“ im Verfassungsschutzbericht 2011 genannt. Das ist immerhin wiederum neu, dass Kirchenkritiker als Verfassungsfeinde gelten.

Der Mann der reinen Zahlen

BERLIN. (hpd) Vor einer Woche hatte sein Verlag zur Präsentation des neuen Buches ins Hotel Adlon eingeladen. Bereits im Vorfeld kochte die Stimmung gegen Thilo Sarrazin hoch, den Autor von “Deutschland schafft sich ab”. Spannendes und Kontroverses ist aber anderes, das einzig Verstörende war der Klingelton von Sarrazins Handy.

Kontrolle rechtswidriger Polizeigewalt

BERLIN. (hpd) Fünf Organisationen für Menschenrechte und Bürgerrechte haben sich mit einem innenpolitischen Problem beschäftigt und Mindestanforderungen für eine tatsächlich unabhängige und kompetente Kontrollinstanz zur Untersuchung von rechtswidriger Polizeigewalt vorgelegt.

Jugendliche gestalten Jugendfeier

HAMBURG. (hpd) Moderne und jugendgerechte Jugendweihefeiern: Mit anhaltendem und begeistertem Beifall belohnten die jeweils etwa 2.000 Gäste der beiden Jugendweihefeiern von Jugendweihe Hamburg e.V. im Großen Saal der Laeiszhalle das Engagement von Jugendlichen für Jugendliche.

Dröges dreiste Desinformation

BERLIN. (hpd) In der Debatte um Kirchenfinanzen fordert der Berliner Landesbischof Markus Dröge „Versachlichung“ und wirft Kirchenkritikern „wenig Ahnung“ vor. Tatsächlich scheint es allerdings so, als sei Bischof Markus Dröge derjenige, der Nachhilfe benötigt. Ein Kommentar von Matthias Krause.

Der Dalai Lama, Dieter und das Wasser

WIEN. (hpd) Ganz Wien schwelgt im Dalai-Lama-Glück. Der Vortrag des Oberhaupts der tibetischen Gelbmützen-Sekte in der Wiener Stadthalle am Freitag war ausverkauft. Ganz Wien? Zumindest eine kleine Gruppe hielt im Meer der Begeisterung das Fähnchen der Säkularität hoch.

AHA! Belletristik

(hpd) „Wir sind hier, um Bier zu trinken.“ „Muttergottheiten sind ebenso blödsinnige Vorstellungen wie Vatergottheiten.“ – Heute stellt der hpd AHA! Belletristen vor, die eloquent ihre Meinungen zum besten geben. Einer von ihnen schreibt preisgekrönte religionskritische Kinderbücher, ein bekennender Ex-Muslim verfasst nicht nur Romane, sondern auch Bollywood-Drehbücher und eine Südafrikanerin erhielt den Literatur-Nobelpreis.

Drei Fragen an ... Leo Igwe

KÖLN. (hpd) Ab heute findet in Köln unter dem Titel „Die Atheistische Perspektive“ die Atheist Convention statt. Im Vorfeld stellt der hpd zwei der internationalen Referenten und ihre zentralen Thesen in Kurzinterviews vor. Heute Leo Igwe. Er ist der Begründer der humanistischen Bewegung in Nigeria und der Vertreter des afrikanischen Kontinents unter den Referenten.

Nazi-Terror: Made in Thüringen?

(hpd) Der Sammelband enthält 25 Texte mit unterschiedlichen Inhalten zum Thema. Einerseits verdienen die meist gut recherchierten Beiträge zur Entwicklung der ostdeutschen Neonazi-Szene Interesse, während die Betrachtungen zur Arbeit der Sicherheitsbehörden nicht genug zwischen angeblichen und tatsächlichen Fehlern unterschieden.

"Ärztetag sollte Sorgen ernst nehmen!“

BERLIN. (hpd/dghs) Die Forderung des zur Zeit in Nürnberg stattfindenden 115. Deutschen Ärztetags, jede Form der organisierten Sterbehilfe durch ein Gesetz zu verbieten, hält die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. für realitätsfremd. „Damit verschließen die Delegierten die Augen vor den tatsächlichen Sorgen der Menschen in Deutschland“, sagt Elke Baezner, Präsidentin der DGHS.

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Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

Blut-Test

Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Präsentation „Religionsunterricht für alle“

Konfessioneller Religionsunterricht – ein Dauerproblem

Das Land Niedersachsen führt aktuell einen „Christlichen Religionsunterricht“ ein, der Anlass für kritische Rückfragen bietet. Begrüßenswert ist es, dass das Bundesland neben dem bekenntnishaften Religionsunterricht nun auch in den Grundschulen das Fach Ethik anbieten wird. Zu einem solchen Schritt hat sich der benachbarte Stadtstaat Hamburg bis heute nicht entschließen können. Eine Petition der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt jedoch den Impuls, dass der Hamburger Senat dies nachholt.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

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Judäische Volksfront oder Volksfront von Judäa?

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Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

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Am Montag fand in Saarbrücken die Gründungsversammlung der Initiative „ISAH Saarland“ statt, auf der sich ein bisher informeller Kreis säkularer Humanisten als Verein organisierte. Die „Initiative Säkularität, Aufklärung und Humanismus Saarland“ (ISAH Saarland) hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig die Interessen konfessionsfreier, humanistisch orientierter Menschen im Land öffentlich zu vertreten.

Plakat C2C Congress 2026

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?