Botschaften an Papst und Kirche

BERLIN. (hpd) „Keine Macht den Dogmen“ – Das offizielle Motto der Proteste wegen Benedikts XVI. Auftritt in Berlin war nicht die einzige Botschaft, für welche die rund 15.000 Teilnehmer der Demo gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes und andere heikle Ideen eingetreten sind. Deshalb zeigten sie auf unzähligen Schildern und Plakaten, was sie darüber wirklich denken. hpd präsentiert eine Auswahl. Alle Fotos: Arik Platzek / Wawa

„Es ist ein deutlicher Schaden entstanden“

BERLIN. (hpd) Am Wochenende begeht die Humanistische Union (HU) das Bestehen im 50. Jahr. Die 1961 gegründete HU war auch Partner des Berliner Protestbündnisses zum Papstbesuch. Johann-Albrecht Haupt, Verwaltungsjurist und HU-Vorstandsmitglied, sprach am Donnerstag über Perspektiven der Bürgerrechtsvereinigung und die Kritik am Treffen der Bundesverfassungsrichter mit Benedikt XVI.

Evolutionären Humanismus verstehen…

GRAZ. (hpd) Was ist Evolutionärer Humanismus? Wo liegen seine historischen Wurzeln und wissenschaftlichen Quellen? Welche Ziele verfolgt er, welche Bedeutung ist ihm als „Leitkultur für Humanismus und Aufklärung“ mit seinen Eckpfeilern „Wissenschaft – Philosophie – Kunst“ beizumessen? Dies und noch mehr wurde in Graz referiert und intensiv diskutiert.

Benedikt XVI. am Pranger der Zivilgesellschaft

BERLIN. (hpd) Rund 15.000 Menschen demonstrierten am Donnerstag friedlich in Berlin gegen Benedikt XVI. und die menschenverachtende Politik der katholischen Kirche. Während der Papst im Olympiastadion feierte, wurde auf der Abschlusskundgebung der Demo gefordert, die Entscheidungsträger in der Kirche der internationalen Strafgerichtsbarkeit zuzuführen.

Nun hat ER gesprochen.

BERLIN. (hpd) Viel Aufregung im Vorfeld: Deutsche Kardinäle haben sich - was sollten sie, Kreaturen des Papstes, sonst tun - für ihn in die Bresche geworfen: Die Wortwahl entlarvte, sie reichte von „schäbig“ bis zum „hässlichen Deutschen“. Das dürfte eine deutschkatholische Spezialität sein: Wer über allgemeine Steuern die Papstkirche mit subventioniert, der wird beschimpft. Ist das nicht charakterlos, schäbig, hässlich?

Deutschland im September. Eine Außensicht.

WIEN. (hpd) Die deutsche säkulare Szene hat geschafft, wovon ein Ösi nicht mal träumen würde. Der Heilige Stuhl kommt nach Berlin und das ganze Land merkt, dass bei allem Pomp der Besuch Minderheitenprogramm ist. Die Papst-Verteidiger diskreditieren sich laufend selbst.

Benedikt im Bundestag – was steckt dahinter?

BERLIN. (hpd) Ich bin beeindruckt von der Weisheit der Fraktionen im Deutschen Bundestag, Staatsoberhäupter europäischer Kleinstaaten zum Vortrag vor dem Hohen Hause einzuladen. Die Vortragsreihe wird diese Woche vom Oberhaupt des Staates der Vatikanstadt eröffnet – wegen eines Nebenamtes dieses Herrn ein wenig umstritten.

"Papst" und "Hitler" in Berlin

BERLIN. (hpd) Zwei Künstler wandelten als Hitler und Papst verkleidet durch Berlins Zentrum, um auf das Reichskonkordat von 1933 zwischen dem Vatikan und dem Deutschen Reich hinzuweisen, das bis heute gilt. Damit lösten sie sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Vor dem Bundestag wurde das Künstler-Duett schließlich von der Polizei kurzzeitig abgeführt und einer strafbaren Handlung beschuldigt.

Plakataktion klärt über Kirchenfinanzen auf

BERLIN. (hpd) Seit gestern zieren die Berliner Straßen Großplakate, die den Blick der Berlinerinnen und Berliner auf die kirchlichen Finanzen lenken sollen. Entworfen wurde das Motiv der Plakate von Jacques Tilly. Auf Ihnen ist zu sehen, wie ein Kleriker sich mit Geldsäcken auf die Arche Noah gerettet hat, während hilfesuchende Menschen in den Fluten untergehen.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Thomas Rachel

Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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