Menschenfeindlichkeit in Deutschland, Folge 9

(hpd) Das Bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung legt den Jahresbericht 2010 zur Verbreitung von Einstellungen im Sinne „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ vor. Darin konstatieren die Sozialwissenschaftler einen Anstieg der Muslimenfeindlichkeit und eine stärkere Verbreitung von Vorurteilen auch in höheren gesellschaftlichen Schichten.

Ehemalige Heimkinder im Griff der Institutionen

BERLIN. (hpd) Gestern, am Freitagnachmittag, ging die 10. und letzte Tagung des Runden Tisch Heimerziehung zu Ende und: "... man lag sich in den Armen". Ja, wirklich und warum? frage ich mich. Weiter wird von Blumen und Sekt und einem einstimmigen Beschluss gesprochen. Die drei ehemaligen Heimkinder haben also wie bisher zugestimmt, ihre drei anwesenden ständigen Vertreter hatten keine Stimmberechtigung, so ist das Procedere.  Ein Kommentar von Evelin Frerk

In Thüringen hängt der Haussegen schief

ERFURT. (hpd) Ungeheuerliches ist am 10. Dezember 2010 im Thüringer Landtag geschehen: Gegen den erklärten Widerstand der christlichen Kirchen beschloß das Hohe Haus mit der von zwei evangelischen Pastoren (Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Bildungsminister Christoph Matschie) geführten CDU-SPD-Koalition ein neues „Gesetz über Schulen in Freier Trägerschaft“. 

Menschenrechtspreis für indischen Arzt

WEIMAR. (hpd) Der Arzt Dr. Lenin Raghuvanshi aus Indien ist diesjähriger Träger des Menschenrechtspreises der Stadt Weimar. Diese Auszeichnung ist ihm am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, im Festsaal der Musikhochschule „Franz Liszt“ überreicht worden. Der Preis ist mit 2.500 Euro und einer künstlerischen Beigabe der Bauhaus Universität Weimar dotiert.  

Dauerhunger auf Schweinefleisch: Broder

(hpd) Der eine nimmt zu, der andere ab. Am Ende ihrer 30.000 Kilometer langen Deutschland-Safari sind sich die zwei Beute-Deutschen näher gekommen, der Jude Henryk M. Broder und der Moslem Hamed Abdel-Samad, beide vollkommen integriert. Und Wilma. Und Kurt. Und ich.

„Gib mir ein Kind…“

WIEN. (hpd) Seit Monaten diskutieren Politik und Medien in Österreich über die Zukunft des heimischen Schulsystems. Spätestens seitdem die jüngsten Ergebnisse der PISA-Studie bekannt wurden, wird überall akuter Reformbedarf gesehen. Allein, von einem Konsens ist man meilenweit entfernt. Zu sehr geht es um Ideologie – vor allem bei den Rechtsparteien.

Heimkinder kämpfen um Entschädigung

BERLIN. (hpd) Im Haus der Bundespressekonferenz finden am kommenden Montag zwei Veranstaltungen zum gleichen Thema statt: Zunächst stellt der „Runde Tisch Heimerziehung“ seinen Endbericht vor, im Anschluss moderiert die ehemalige SPD-Spitzenpolitikerin Ingrid Matthäus-Maier die Pressekonferenz der ehemaligen Heimkinder, die sich „von Staat und Kirche verraten“ fühlen.

Sakineh Ashtiani weiterhin im Gefängnis

(hpd) Der gestrige Hoffnungsfunken, geschürt durch eine AFP-Meldung, dass Sakineh Ashtiani, deren Sohn und der Anwalt frei sind, hat sich nicht bestätigt. Entgegen den Meldungen der BILD und von krone.at konnte Mina Ahadi dem hpd gegenüber die Freilassung nicht bestätigen. Sie beruft sich dabei auf den iranischen Sender Press TV.

Wikileaks - Gut oder Böse?

INTERNET. (hpd) Derzeit wird der erste tatsächlich ernstzunehmende Cyberwar in der Geschichte des Internet ausgefochten. Auf der einen Seite steht die Enthüllungsplattform Wikileaks, auf der anderen Seite die US-Regierung.

KI.KA beantwortet eine Mail

(hpd) Während die Kirche den Fernsehsender KI.KA feiert, fühlen sich andere von der Bibelserie "Chi Rho“ einfach nur genervt. Sie schreiben erboste Mails an den Sender. Und bekommen Antwort, die daran zweifeln läßt, ob es sich bei KI.KA tatsächlich noch um öffentlich-rechtlichen Rundfunk handelt.

Oh, wie schön ist Panama

OBERHAUSEN. (hpd) Ich habe die Eintrittskarte in der Hand und komme in den ersten Raum. Das erste was mir natürlich auffällt ist das Bild mit dem Bär, dem Tiger und seiner Tigerente. Die Drei sind echt das beste Werk von Janosch, denke ich. Dachte ich. Das war einmal. Die Ausstellung war eine Überraschung für mich.

Gegen die Todesstrafe - nicht nur in Iran

(hpd) Vor wenigen Tagen verabschiedete der Bundestag eine Resolution gegen die Hinrichtung von Sakineh Mohammadi Ahstiani. Dies ist definitiv ein wichtiges und bedeutendes Anliegen. Denn kein Mensch sollte durch die Hand eines anderen Menschen sterben. Oder durch einen Gerichtsbeschluss.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Wenn öffentliche Stellen ein Bild von Musliminnen zeichnen, das Islamisten in die Karten spielt

„Wir müssen uns diversitätssensibel aufstellen. Unsere Angebote sollen Migranten und Muslime ansprechen.“ − „Stimmt. Lass uns ein Bild mit einer Frau mit Hijab auf unsere Homepage setzen!“ Doch dies wird weder der Realität von Migration noch der von Musliminnen gerecht. Letztlich erweist es der Gleichberechtigung einen Bärendienst. Und Islamisten werden sich die Hände reiben.

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Diffamiert die Linkspartei evangelikale Christen?

Aufregung im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt: Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel wirft der Partei Die Linke vor, in ihrem Wahlprogramm den christlichen Glauben zu diffamieren und evangelikales Christentum mit Jihadismus gleichzusetzen. Bei genauer Lektüre erweist sich jedoch weniger das Wahlprogramm, denn Rachels Interpretation als fragwürdig.

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Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

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