Protestaktion im Juni 2018, hier vor der Bayerischen Staatsoper

Teilerfolg vor dem Verwaltungsgericht München:

"Kreuzerlass" stellt Eingriff in Religions- und Weltanschauungsfreiheit dar

Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) München und der bfg Bayern zeigen sich erfreut über den Beschluss des Verwaltungsgerichts München vom 27. Mai zum sogenannten "Kreuzerlass" der bayerischen Staatsregierung. Unter anderem hat das Gericht festgestellt, dass der Kreuzerlass einen Eingriff in die Religions- und Weltanschauungsfreiheit darstellt und dass dieser "gezielt darauf gerichtet (ist), jeden Behördenbesucher mit dem Kreuz zu konfrontieren".

Ausweitung und Eingrenzung des Rassismusverständnisses

Eine Kritik an einem neuen Menschenrechtsrelativismus

Betrachtet man die öffentliche und wissenschaftliche Debatte über das Rassismusverständnis, so lässt sich eine bedenkliche Ausweitung wie Eingrenzung konstatieren. Da werden Einwände aus menschenrechtlicher Perspektive als rassistisch diffamiert, gilt dies doch als eurozentrischer und überlegener Standpunkt. Gleichzeitig leugnet man rassistische Praktiken, wenn die Betroffenen einer angeblichen Dominanzkultur angehören.

Offener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel

"Rollen Sie keinen roten Teppich für islamische Verbrecher aus!"

In einem Offenen Brief wendet sich Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, an die Bundeskanzlerin und kritisiert die Einreise des sich derzeit in Deutschland aufhaltenden iranischen Richters Gholamreza Mansouri. Die Menschenrechtsaktivistin fordert dessen Verhaftung und dass er für seine Taten vor Gericht gestellt wird. Der hpd veröffentlicht ihr Schreiben im Wortlaut.

Erste britische Richterin mit Hijab sieht sich als Pionierin

Mit Kopftuch auf der Richterbank

Raffia Arshad ist die erste Richterin mit Kopftuch in Großbritannien. Während der Hijab in säkularen Kreisen als Symbol für ein menschenverachtendes Frauenbild gilt und das Tragen im öffentlichen Dienst in Deutschland heftig debattiert wird, präsentiert sich Arshad als Vorkämpferin für gesellschaftliche Vielfalt. Sie wolle Frauen ermutigen, Karriere zu machen, auch mit Kopftuch, erklärt die 40-Jährige im Zeitungsinterview.

Certosa di Trisulti, Provinz Frosinone, Latium

Eine Spurensuche:

Steve Bannons "jüdisch-christliche Gladiatorenschule" in Italien

Ein Gespenst geht um in Italien. Es ist das Gespenst des Nationalismus, in Gestalt des ehemaligen Beraters des US-Präsidenten: Steve Bannon. Ihm zur Seite steht Benjamin Harnwell, Kopf des katholisch-konservativen Think Tank Dignitatis Humanae Institute. Seit letztem Jahr streitet sich das Institut mit der italienischen Verwaltung um eine Klosterruine, die Kartause Trisulti, 100 Kilometer von Rom.

Wissenschaft - was ist das?

Aufgrund der Corona-Krise steht die Wissenschaft aktuell so sehr im gesellschaftlichen Fokus wie noch selten zuvor. Zudem steht sie ungerechtfertigt in der Kritik. Ein Großteil der Kritik beruht auf zwei grundsätzlichen Missverständnissen. Zum einen werden Wissenschaftler und Wissenschaft oft gleichgesetzt und verwechselt. Und zum anderen fehlt es zuweilen an einem Verständnis, was man unter Wissenschaft versteht und wie sie funktioniert.

Statement des Humanistischen Verbandes Österreichs (HVÖ)

Einführung des Ethikunterrichtes wäre ein Rückschritt

Die Humanisten des Humanistischen Verbandes Österreich (HVÖ) sind wütend. "Die Regierungsvorlage zum Ethikunterricht zwingt Nicht-Religiöse zu einem Ersatz von etwas, was nicht ihre Sache ist." Das sagt Gerhard Engelmayer, der Präsident des HVÖ. "Gleichzeitig betont sie die Wichtigkeit von Ethikunterricht, schließt aber alle Religiösen dabei aus."

Giordano-Bruno-Stiftung und Hans-Albert-Institut reichen Stellungnahme zur Neuregelung der Suizidhilfe ein

Sterbehilfe: Keine Aushöhlung des Karlsruher Urteils!

Inmitten der Corona-Krise hat Gesundheitsminister Jens Spahn einen Expertenkreis um Vorschläge zur Neuregelung der Suizidassistenz gebeten, der überwiegend aus einstigen Befürwortern des verfassungswidrigen § 217 StGB besteht. Die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) und das Hans-Albert-Institut (HAI) erläutern in ihrer heute veröffentlichten Stellungnahme, wie eine alternative Regelung aussehen könnte, die dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts gerecht wird.

Rezo

Rezos wichtiger, aber unvollständiger Impuls

Mit einem neuen Beitrag über das Vertrauen in die Presse erzielt ein bekannter YouTuber eine hohe Reichweite. Die in weiten Teilen richtige und wichtige Kritik hätte allerdings noch umfassender ausfallen können. In einem Kommentar erläutert Constantin Huber, weshalb das Anliegen, das Vertrauen in die Medienlandschaft zu verbessern und mehr Menschen dazu zu bewegen, dass sie seriöse Zeitschriften guten Gewissens konsumieren können, unterstützenswert ist und durch welche Veränderungen dies womöglich noch besser erreicht werden kann.

Taufe bei den Zeugen Jehovas

Jahresbericht der Zürcher Sektenberatungsstelle InfoSekta dokumentiert Segmentierung der Sektenszene

Die Sektenlandschaft in der Schweiz hat sich verändert

Die Sektenlandschaft wurde in den letzten 20 Jahren in der Schweiz fundamental umgepflügt. Das gilt auch für Europa und weite Teile der Welt. Beherrschten früher totalitäre Grossgruppen und Sektendramen die Schlagzeilen, wird die Sektenszene heute vor allem von kleinen Gruppen geprägt. Mit dem Resultat, dass Sektenthemen in den Medien nur noch selten aufscheinen.

Was unterscheidet Floyd von Aïcha, Romina, Rima und Loujain?

Rassismus ist universal

Weshalb gab und gibt es keinen großen weltweiten Protest, als drei Tage nach Floyds Ermordung im Iran die 13-jährige Romina von ihrem Vater im Schlaf enthauptet wurde. Oder als vier Tage später in Algerien die 10-jährige Rima so brutal bei einem Exorzismus gefoltert wurde, dass sie ums Leben kam. Oder weshalb begehrte die Welt nicht auf für die seit zwei Jahren eingesperrte saudische Frauenrechtlerin Loujain Al-Hathloul?

Cover

Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

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EU-Parlament in Straßburg

EU-Parlament fordert „Strategie gegen islamistische Unterwanderung“

Das Europäische Parlament hat sich mit 381 zu 167 Stimmen für eine Strategie "zur Bekämpfung islamistischer Unterwanderung und zur Eindämmung des Einflusses des Netzwerks der Muslimbruderschaft" ausgesprochen. Einer der Auslöser war die Untersuchung des AK Polis und des Pariser Forschungszentrums CERIF zur verdeckten Förderung des Forum of European Muslim Youth and Student Organisations (FEMYSO), das als Kaderschmiede der Muslimbrüder gilt. Auch „Linke“ sollten sich am wachsenden Widerstand gegen den Politischen Islam beteiligen.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Titelblatt

Freidenker*innen-Kalender 2027 erschienen

Gegen den Strom

Geschichte nicht nur als Rückblick zu verstehen, sondern danach zu fragen, was sie mit unserer Gegenwart zu tun hat. Diesen Anspruch verfolgen die Freidenker*innen Ulm/Neu-Ulm mit ihrem Kalender für das Jahr 2027.

Rentner, alte Menschen

Was die amerikanische Rentendebatte mit dem New Deal zu tun hat und warum sie auch für Deutschland interessant ist

Sozialversicherung: Ein überraschender Blick in die USA

Bernie Sanders, der Senator aus Vermont, will die amerikanische Rentenversicherung, die Social Security, langfristig finanziell absichern und zugleich ihre Leistungen verbessern. Dazu schlägt er vor, ihre Finanzierungsbasis zu verbreitern und insbesondere hohe Einkommen stärker heranzuziehen.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

Marburg

Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

Die Angst vor der Hamas

Der hpd hatte über Extremisten im Parteiumfeld der Berliner Die Linke berichtet. Der Spiegel macht nun Details aus einem Interview mit der Berliner Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp öffentlich, die zeigen, wie weit der Einfluss dieser Kreise reicht.