Blick in den Vortragssaal

Das Symposium Kortizes 2026 in Nürnberg

Künstliche Intelligenz: Werkzeug, Partner oder Bedrohung?

Wie funktioniert künstliche Intelligenz? Welche Auswirkungen hat ihr Einsatz auf unsere Gesellschaft? Und wie gelingt es uns, die Maschinen klug zu nutzen? Diesen Fragen widmete sich Anfang Oktober das Kortizes-Symposium im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

Deutsches Kinderhilfswerk

Steigende Kinderarmutszahl in Deutschland kommt nicht überraschend

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert angesichts der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Armutsgefährdungsquote von Kindern und Jugendlichen in Deutschland an die Parteien, das Thema Kinderarmut in der neuen Legislaturperiode endlich zur Priorität zu machen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Armutsgefährdungsquote der unter 18-Jährigen in Deutschland von 2015 auf 2016 erneut angestiegen. Damit liegt die Kinderarmutsquote weiter deutlich über dem der Gesamtbevölkerung. Hier muss aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes dringend gehandelt werden.

Lutherstatue

Aufruf gegen einen Martin-Luther-Platz

Kein Platz für Antisemitismus!

Die Evolutionären Humanisten Trier sprechen sich gegen das Vorhaben aus, einen Platz in Trier nach dem Reformator Martin Luther zu benennen. Martin Luther war einer der wirkmächtigsten Judenhasser der Geschichte und ist deshalb als Namenspate für Straßen, Plätze und öffentliche Einrichtungen ungeeignet. Mit der Unterzeichnung des Aufrufs kann man das Anliegen unterstützen.

Homöopatische Globuli

Kommentar

Wenn der "Reinkarnationstherapeut" gegen Aufklärung wettert

Auf diversen Plattformen wird seit Tagen heiß diskutiert, wie es mit der Heilpraktikerei weitergehen soll. So auch beim hpd. Allerdings mischen sich in die Debatte auch "Heiler" ein, die – wie ein Kommentator beim hpd – eine "bioenergetische Blutdiagnose" anbieten. Oder unter einem Artikel in der Süddeutschen kommentieren und vergessen, zu erwähnen, dass sie für "nur 499 Euro" (anstatt 750) fünf "Sitzungen Reinkarnationstherapie/Rückführungen in frühere Leben" anbieten.

Rezension

Die Neue Rechte und die Achtundsechziger

Der Journalist Thomas Wagner will in seinem Buch "Die Angstmacher. 1968 und die Neuen Rechten" das widersprüchliche Verhältnis der im Untertitel genannten Akteure erörtern. Der Autor bleibt dabei aber meist einer beschreibenden Darstellung verhaftet, wobei er in seiner kenntnisreichen Monographie gelegentlich auch den Schwerpunkt aus dem Auge verliert.

Es flirrt.

Papstporträtist Triegel attackiert Gerhard Richters atheistisches Domfenster

Ein Pinsel für Gott

Der katholische Papstmaler Michael Triegel greift Gerhard Richters Kölner Domfenster an: Es "bleibe im Vagen". Hossa, da hat ja mal der richtige Löwe gehustet! Warum man als Glaubensverfechter lieber schweigen sollte, wenn es um unklare Aussagen geht.

Atheismus als größte Gefahr?

Wo Herr Hirte irrt

Der Bundestagsabgeordnete Heribert Hirte (CDU) hat in einem Interview mit katholisch.de mitgeteilt, dass er nicht das Erstarken des Islam, sondern die Ausbreitung des Atheismus als die größte Gefahr für das Abendland sieht. Hirte leitet den "Stephanuskreis", ein überkonfessionelles Gesprächsforum des Deutschen Bundestags.

Leopard mit erlegtem Buschbock im Krüger-Nationalpark

Forscher analysieren die unterschiedlichen Strategien, mit denen Tiere zusammen jagen

Auf Beutefang: Gruppenjagd im Tierreich

Löwen, Piranhas, Schwertwale und Ameisen haben etwas gemeinsam: Sie alle jagen in Gruppen. Dabei verfolgen sie unterschiedlichste Strategien. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell haben herausgefunden, dass sich die Jagdstrategien von Art zu Art unterscheiden, beispielsweise hinsichtlich der Stabilität ihrer Gruppen und der Rolle der Individuen darin oder wie sie die Beute untereinander aufteilen.

Immer öfter: Tiere als Akteure in der neuen Gegenwartsliteratur

Das Flusspferd auf dem Balkon

Wenn heute Natur – Sonne, Wolken oder Tiere – in der Literatur auftaucht, dann geschieht das auf ganz andere, nachdenklichere Weise als noch vor zehn, zwanzig Jahren. Drei Neuerscheinungen, "Der Atem der Vögel" von Klaus Böldl, "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo Agualusa und Yoko Ogawas "Der Herr der kleinen Vögel", sind dafür beispielhaft. Selbstverständlich ist nichts mehr.

Globuli

Alternative Heilsversprechen

Den Irrsinn nicht länger hinnehmen

Wer ist Prof. Bettina Schöne-Seifert von der Uni Münster? Eine Ärztin, Aufklärerin und Medizinethikerin, die auch schon zu anderen Themen im humanistischen Sinne klare Stellungnahmen bezogen hat. Der hochkarätig besetzte "Münsteraner Kreis", der nun das Heilpraktikerwesen eindämmen will, wurde von ihr initiiert. Der Appell an den Gesetzgeber lautet: Es darf nicht länger einfacher sein, staatlich anerkannter Heilpraktiker zu werden als Krankenpfleger. Der Irrsinn dürfe nicht länger hingenommen werden.

Karosseriebau im BMW Werk Leipzig

Das Ende der deutschen Autoindustrie?

Vor dem Infarkt

Die Autoindustrie ist das Herz der deutschen Wirtschaft. Mehr als 750.000 MitarbeiterInnen, darunter zahlreiche AkademikerInnen, arbeiten direkt in dieser Branche. Millionen sind in Zulieferbetrieben wie Metallverarbeitung, Textilindustrie oder im weiteren Umfeld beschäftigt. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass die Politik das Geschehen auf dem Automarkt sehr genau verfolgt und darauf bedacht ist, alles zu verhindern, was Arbeitsplätze gefährden könnte.

Termine

Mehr aus den Rubriken

Cover

Rezension

Miteinander reden, auch wenn es weh tut

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour sorgt sich um die Debattenkultur in Deutschland. In seinem neuen Buch „Haltung ohne Hass“ beschreibt er, wie und warum politischer Streit eskaliert und was geschehen muss, damit Menschen wieder verschiedene Meinungen aushalten.

Demonstration in Berlin

Kommentar

Gen Z regelt: Und was kommt nach dem Protest?

Unter dem Motto „Gen Z regelt“ sind am 31. Oktober junge Menschen in zahlreichen deutschen Städten auf die Straße gegangen. Sie fordern bessere Bildung, ein bezahlbares Leben und mehr Mitsprache bei Entscheidungen über ihre Zukunft. Viele Medien berichteten jedoch vor allem über Ausschreitungen am Rande einiger Demonstrationen, kaum aber über die Forderungen der jungen Menschen.

Cover

Eine interessante journalistische Monographie

„Wie die Demokratische Partei Trump großmachte“

Welchen indirekten Anteil die Demokraten selbst an Trumps Wahlsiegen hatten, wird in Berichterstattungen und Diskussionen häufig ignoriert. Dass sie sich zugunsten des großen Geldes von den kleinen Leuten abgewandt haben, ist in einem Buch zum Thema die zentrale These: „Die Undemokraten“ von Jörg Wimalasena.

Millionen für die katholische Kirche

Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Renovierungskosten für Bekenntnisschule

Nein, wir geben nichts

Die katholische Kirche erfreut sich an den knapp 800 katholischen Bekenntnisschulen in Nordrhein-Westfalen, werden sie doch zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand bezahlt. Wenn aber eine verschuldete Stadt eine solche Schule für viele Millionen Euro renoviert und die Kirche um Hilfe bittet, wird diese Bitte wortreich zurückgewiesen. Das zeigt ein Fall aus dem nordrhein-westfälischen Städtchen Haan.

Janosch

Erinnerungen an Janosch

„Falsche Propheten schreiben sich mit f wie Fogel…“

Der Zeichner, Schriftsteller und Kinderbuchautor Janosch („Oh, wie schön ist Panama“) ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Giordano-Bruno-Stiftung erinnert an ihren ehemaligen Beirat („Herr Jott“, wie er sich manchmal nannte, verließ die Stiftung 2023 aus Altersgründen) mit dem Beitrag, den Michael Schmidt-Salomon 2021 zum 90. Geburtstag von Janosch verfasst hat.

Sparschwein

Die stille Umdeutung des Unterhaltsvorschusses

Politische Debatten verraten oft mehr durch ihre Begriffe als durch die konkreten Maßnahmen, über die gestritten wird. Das gilt auch für die aktuelle Diskussion um den Unterhaltsvorschuss. Nachdem Bundesfamilienministerin Karin Prien ihren ursprünglichen Vorschlag, den Unterhaltsvorschuss für 16- und 17-Jährige zu streichen, teilweise zurückgenommen hat, wird nun über eine Einkommensgrenze für Alleinerziehende diskutiert.

Säkularer Stand beim Tag der Deutschen Einheit

„Bremen hat uns mit offenen Armen empfangen”

Drei Tage, zwei Zelte auf der Einheitsmeile und ein Publikum, das zugewandt stehen blieb: Der Zentralrat der Konfessionsfreien blickt auf ein Bürgerfest zurück, das einen riesigen Zuspruch brachte. Mit Lesungen, Präsentationen und Diskussionen am Informationsstand stellte er in direkter Nachbarschaft mit dem AK Polis säkulare Politik und die Aufklärung über die Gefahren des Politischen Islam zur öffentlichen Debatte. Auch der hpd präsentierte sich am Stand.

Bundesadler im Bundesverfassungsgericht

75 Jahre Bundesverfassungsgericht

Erfolgreich, aber mit getrübter Bilanz

Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zu einer Institution geworden, die hohes Ansehen genießt. Ihm sind wegweisende Entscheidungen zu verdanken. Darüber sollte allerdings nicht übersehen werden, dass gleichfalls kritische Rückfragen geboten sind. Anlass zur Kritik bieten nicht nur die Entscheidungen, die das Karlsruher Gericht zu den Vorrechten der Kirchen getroffen hat.

Marburg

Ein Humanistenpreis an Islamisten?

Die geplante Verleihung des „Marburger Leuchtfeuers 2026“ an Bilal Farouk El-Zayat sorgt für Kontroversen. Im Zentrum der Debatte stehen seine dokumentierten Verbindungen zu islamistischen Milieus und der Umgang der Humanistischen Union Marburg mit der Kritik an ihrer Preisträgerwahl.

historischer Marktplatz

Der Einfluss der abrahamitischen Religionen auf das Wirtschaftswachstum

„Warum sind manche Länder reich und andere arm?“ – Das war die Ausgangsfrage, die sich drei Ökonomen gestellt haben. Zur Beantwortung der Frage wählten sie jedoch einen für die Ökonomie unüblichen Ansatz, denn sie interessierten sich dezidiert für den Einfluss der Religion auf die historische Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Sie kamen zum Ergebnis, dass Religion das Wachstum sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

El-Zayat wiegelt ab

Der hpd hatte über die geplante Verleihung der Auszeichnung „Marburger Leuchtfeuer" berichtet. Es ging vor allem um die Verbindungen des Preisträgers Bilal Farouk El-Zayat zu islamistischen Milieus, über die bereits 2018 berichtet worden war.