Angriff mit unsachlichen Zuordnungen

(hpd) Der Berliner Philosophie-Professor Richard Schröder formuliert in seinem Buch „Abschaffung der Religion? Wissenschaftlicher Fanatismus und die Folgen" seine Einwände gegen die Gentheorie und Religionskritik von Richard Dawkins. Durchaus überzeugenden Argumenten zu Auffassungen, Lücken und Widersprüchen im Werk des Evolutionstheoretikers stehen aber unangemessene Polemiken, Unterstellungen und Verzerrungen aus religiöser Sicht gegenüber.

Humanistische Gedenkfeier

STUTTGART. Am gestrigen Totensonntag, 23. 11, veranstalteten Die Humanisten Württemberg eine eindrücklich gestaltete musikalische Feierstunde. Im Mittelpunkt stand das Gedenken an die 62 in diesem Jahr verstorbenen Mitglieder des Verbandes, deren Namen auch verlesen wurden.

Weltliche Totengedenkfeier

BRAKE. (hpd) Auch in diesem Jahr fand in Brake zum Totensonntag eine öffentliche weltliche Totengedenkfeier statt. Der Humanistische Verband Wesermarsch trat als Veranstalter auf und kam damit dem breiten Bedürfnis in der Bevölkerung nach, an den „traurigen Tagen“ im November der Toten zu gedenken.

Berichte über Flüchtlingskinder frei erfunden?

MEDIEN. (hpd) Seit einigen Wochen bereist die österreichische Buchautorin Maria Blumencron (*1965) die Lande, um auf groß angelegter Lesetour ihr im Frühjahr 2008 bei Dumont erschienenes Werk „Auf Wiedersehen, Tibet" vorzustellen. Sie berichtet darin von ihren Erlebnissen als Fluchthelferin in Tibet. Wer sich die Details ansieht, gewinnt schnell den Eindruck, dass da etwas nicht stimmen kann.

Notizen aus Belgien

BELGIEN. (hpd) Unter anderen mit Berichten darüber, wie in den USA der belgische Bierteufel ausgetrieben wird, warum nur niederländischsprachige Tote bestattet werden dürfen, weshalb Imame nur schwer auszubilden sind, wie Antwerpen sich über den Sankt Nikolas streitet, dass das christliche C überall verschwindet, wie Darwin gegen Gott verteidigt wird und warum Vater Samuel vor Gericht steht.

Zugeschnittene besondere Papst-Logik

(hpd) Hans Albert, der bedeutendste deutsche Vertreter des Kritischen Rationalismus, formuliert in seiner Schrift „Joseph Ratzingers Rettung des Christentums" eine vehemente Kritik an den theologischen Werken des heutigen Papstes, die mit einer selektiven und zweifelhaften Inanspruchnahme der Vernunft zur Legitimation von Glaube und Gottesvorstellung dienen sollen.

Jugendweihe Deutschland begrüßt „KORSO"

HAMBURG. (jwd/hpd) Der Vizepräsident K.G. Neumann sowie der Bundesvorsitzende, Dr. K.-P. Krause, von Jugendweihe Deutschland e.V. begrüßten übereinstimmend den Zusammenschluss von elf säkularen Verbänden, Stiftungen und Akademien zum „Koordinierungsrat säkularer Organisationen".

Totengedenken

(hpd) Am 23. November ist Totensonntag. Schon zu „Allerheiligen“ am 1. November richteten Angehörige von Verstorbenen deren Gräber, in den Wochen darauf wurde der Volkstrauertag begangen. Die Bestattungs- und Friedhofskultur ist in Bewegung geraten. Der Wandel besteht vor allem darin, dass „pflegeleichte“ und einfache Gräber heute gefragt sind.

Bundesprüfstelle an der Nase herumgeführt

BONN. (hpd) Anfang September 2007 waren zwei Bücher von Rudolf Steiner knapp der Indizierung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien entgangen - weil der Verlag zusicherte, alsbald kommentierte Neuauflagen herauszubringen und bis dahin das Buch nur mit einer Beilage auszuliefern. Doch nach über einem Jahr ist noch immer nichts geschehen.

„Naturalismus - Leben ohne Geister, ..."

FRANKFURT/M. (hpd) Am 14.11.2008 um 20 Uhr, dem zweiten Vortragstermin der Säkularen Humanisten Rhein-Main, sprach der 49-jährige Diplom-Psychologe und Systemanalytiker Volker Dittmar über die naturalistische Weltsicht.

Pilger Mu (11)

(hpd) Die Bildgeschichten des „Pilger Mu" sind eine Kreation des Malers und Zeichners Alex Ignatius. Vier Bilder sagen manchmal mehr als viele Worte.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

Weitere Rezensionen

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Eisberg

Klimaschutz: Eine Frage der Weltanschauung

Das 1,5-Grad-Ziel droht zu scheitern. Mit diesem Fazit führt der jüngste Bericht des UN-Umweltprogramms abermals vor Augen, wie bedrohlich die Klimakrise für uns alle ist. Dennoch stoßen konkrete Maßnahmen in der Bevölkerung oft auf Widerstand. Eine neue Studie der Universitäten Bonn und Mannheim zeigt nun: Wer einer universalistischen Ethik folgt, ist eher bereit, persönliche Einschnitte für den Klimaschutz hinzunehmen.

Nackte Frauenstatue und Eiffelturm

Keine Frauen auf dem Eiffelturm

Eine hinduistische Besuchergruppe verlangte, dass weibliche Beschäftigte, die auf dem Eiffelturm Dienst tun, während ihres Besuchs nicht zu sehen sein dürfen. Die Betreibergesellschaft kam der Forderung nach. Das sorgt in Frankreich für Empörung und hat einen Streik der Beschäftigten ausgelöst.

Taliban-Fahrzeug

Mehr Taliban für mehr Abschiebungen

Die Merz-Regierung hat sie geöffnet, die Taliban haben ihren Fuß in die Tür bekommen und jetzt stoßen die Islamisten sie auf: Für mehr Abschiebungen nach Afghanistan brauchen die Taliban mehr Personal in Deutschland. Die Bundesregierung erlaubt mehr Glaubenskriegern die Einreise nach Deutschland, obwohl sie das Taliban-Regime in Afghanistan offiziell nicht als Regierung anerkennt.

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Zum heutigen Welttag der Suizidprävention wird wieder die weitestgehende Verhinderung von Suiziden propagiert. Die nationale Kampagne verfolgt traditionsgemäß ausschließlich das Ziel, ein „Zeichen für das Leben“ zu setzen. Dabei sollte es in Deutschland verfassungsgemäß längst integrative Ansätze geben: Eine verantwortliche Hilfe zum wohlüberlegten Suizid muss einhergehen mit dem Schutz vor einer Selbstgefährdung von Menschen in akuter Krise, die nicht einsichts- und entscheidungsfähig wären.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

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Ein ORF für alle?

Der ORF soll reformiert werden. Beim Zukunftsforum in zehn Tagen sind 200 Teilnehmer:innen eingeladen, zusätzlich 400 zur Onlinekonsultation, allerdings keine Humanist:innen, Atheist:innen und Konfessionsfreie, während Religion durchaus ein Thema sein soll. Der Humanistische Verband Österreich hat daher eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt.

Die nun geschlossene "Blaue Moschee" in Hamburg

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Der Verein Säkularer Islam Hamburg, die Säkulare Flüchtlingshilfe Hamburg, das Säkulare Forum Hamburg, die Giordano-Bruno-Stiftung Hamburg und die Partei Frau in Führung wenden sich entschieden gegen eine Wiedereröffnung des ehemaligen Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) und der Imam-Ali-Moschee in ihrer bisherigen Funktion. Damit wird der Vorschlag des Arbeitskreises Politischer Islam aufgegriffen und unterstützt.

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Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

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„Das Grundgesetz gilt auch in Sachsen-Anhalt, auch nach einer Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten.“ Das hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach dem Wahlsonntag in dem Bundesland gesagt, wo die AfD 43,8 Prozent der Stimmen holte. Und weiter: „Die von mir geführte Bundesregierung wird dafür sorgen, dass das Grundgesetz durchgesetzt wird.“ Der Kanzler nahm das Wort „Bundeszwang“ nicht ausdrücklich in den Mund. Aber das Grundgesetz sieht genau das vor: ein Durchgreifen des Bundes auch auf Länderebene.

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Autoritäre Kräfte nutzen das Zerrbild einer „dunklen Zukunft“, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren. Dass sie dabei, wie US-Milliardär Peter Thiel, auf die biblische „Apokalypse“ („Offenbarung des Johannes“) zurückgreifen, unterstreicht den religiösen Charakter dieser Strategie. Seit jeher versucht die Giordano-Bruno-Stiftung, dem apokalyptischen Denken entgegenzuwirken, was auch das Titelthema des aktuellen bruno.-Magazins erklärt: „Go Future! Die offene Zukunft und ihre Freunde“.

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