Itamar Ben-Gvir

Kommentar

Kein Beweis für Völkermord, aber ein Warnsignal

Itamar Ben-Gvir fordert die gezielte Tötung von Palästinensern in Gaza und spricht ihnen offen ihre Menschlichkeit ab. Seine Äußerungen sind kein Beweis für einen Völkermord, offenbaren aber eine erschreckende politische Verrohung. Warum gerade diese Unterscheidung zwischen politischer Haltung, Kriegsverbrechen und Genozid entscheidend ist.

"Zwei Welten treffen aufeinander"

BERLIN. (hpd) „Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren". Montag, 13. Dezember 2010, Schiffbauer Damm 40. Ein gemeinsames Thema und zwei voneinander unabhängige Termine waren der Anziehungspunkt für Menschen, um auch aus weit entfernten Teilen der Bundesrepublik anzureisen. Nein, nicht wirklich alle 800.000 der von der Heimerziehung Betroffenen, so hoch wird die Anzahl in der alten Bundesrepublik geschätzt.

Das Schwert des Wortes in der Brust Singapurs

(hpd) Er ist 76 Jahre alt, britischer Journalist, Buchautor, Anti-Todesstrafenaktivist und wird von der singapurischen Justiz gegen seinen Willen an der Ausreise gehindert. Alan Shadrake hat ein Buch über die Anwendung der Todesstrafe in dem südostasiatischen Inselstaat geschrieben. Jetzt soll er dafür ins Gefängnis.

Kultur? Welche Kultur?

WIEN. (hpd) Das christlich (-jüdische) Abendland muss in Mitteleuropa mal wieder für einen Identitätsfindungsdiskurs herhalten. Allein, welche Kultur ist mit dem Begriff gemeint? Und was soll mit ihm gerechtfertigt werden? Eine Analyse.

Skeptiker 4/2010 ist erschienen

ROSSDORF. (gwup/hpd) Vom Schneematsch dieser Tage lassen sich leistungsbewusste Freizeitsportler ebenso wenig bremsen wie von dem klirrenden Frost, der uns in den nächsten Tagen heimsuchen soll. Ob im Wald oder im Studio, die Meister werden im Winter gemacht, heißt es. Mancher belässt es nicht bei Sit-ups und Ausdauertraining, sondern vertraut zusätzlich der Kraft der Hologramme.

„Eine weitere Demütigung“

BERLIN (hpd). Der Verein der ehemaligen Heimkinder (VeH) hat in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung „in aller Entschiedenheit gegen den Abschlussbericht des „Runden Tisch Heimerziehung“ (RTH) protestiert. Dessen Empfehlungen seien „beschämend für ein reiches Land wie Deutschland“.

Geschenktipps zum Jahresende

ASCHAFFENBURG. (hpd) Es ist inzwischen bereits eine gute Tradition, dass der Humanistische Pressedienst in Zusammenarbeit mit seinem Kooperationspartner denkladen.de zum Jahresende Geschenktipps für ein gewisses Fest zusammenstellt, das gerüchteweise auch von Christen gefeiert wird. Dabei sind diesmal lesenswerte Bücher, schmucke Postkarten, ein philosophischer Kalender und ein sehenswerter Film.

Menschenfeindlichkeit in Deutschland, Folge 9

(hpd) Das Bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung legt den Jahresbericht 2010 zur Verbreitung von Einstellungen im Sinne „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ vor. Darin konstatieren die Sozialwissenschaftler einen Anstieg der Muslimenfeindlichkeit und eine stärkere Verbreitung von Vorurteilen auch in höheren gesellschaftlichen Schichten.

Ehemalige Heimkinder im Griff der Institutionen

BERLIN. (hpd) Gestern, am Freitagnachmittag, ging die 10. und letzte Tagung des Runden Tisch Heimerziehung zu Ende und: "... man lag sich in den Armen". Ja, wirklich und warum? frage ich mich. Weiter wird von Blumen und Sekt und einem einstimmigen Beschluss gesprochen. Die drei ehemaligen Heimkinder haben also wie bisher zugestimmt, ihre drei anwesenden ständigen Vertreter hatten keine Stimmberechtigung, so ist das Procedere.  Ein Kommentar von Evelin Frerk

In Thüringen hängt der Haussegen schief

ERFURT. (hpd) Ungeheuerliches ist am 10. Dezember 2010 im Thüringer Landtag geschehen: Gegen den erklärten Widerstand der christlichen Kirchen beschloß das Hohe Haus mit der von zwei evangelischen Pastoren (Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Bildungsminister Christoph Matschie) geführten CDU-SPD-Koalition ein neues „Gesetz über Schulen in Freier Trägerschaft“. 

Menschenrechtspreis für indischen Arzt

WEIMAR. (hpd) Der Arzt Dr. Lenin Raghuvanshi aus Indien ist diesjähriger Träger des Menschenrechtspreises der Stadt Weimar. Diese Auszeichnung ist ihm am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, im Festsaal der Musikhochschule „Franz Liszt“ überreicht worden. Der Preis ist mit 2.500 Euro und einer künstlerischen Beigabe der Bauhaus Universität Weimar dotiert.  

Dauerhunger auf Schweinefleisch: Broder

(hpd) Der eine nimmt zu, der andere ab. Am Ende ihrer 30.000 Kilometer langen Deutschland-Safari sind sich die zwei Beute-Deutschen näher gekommen, der Jude Henryk M. Broder und der Moslem Hamed Abdel-Samad, beide vollkommen integriert. Und Wilma. Und Kurt. Und ich.

„Gib mir ein Kind…“

WIEN. (hpd) Seit Monaten diskutieren Politik und Medien in Österreich über die Zukunft des heimischen Schulsystems. Spätestens seitdem die jüngsten Ergebnisse der PISA-Studie bekannt wurden, wird überall akuter Reformbedarf gesehen. Allein, von einem Konsens ist man meilenweit entfernt. Zu sehr geht es um Ideologie – vor allem bei den Rechtsparteien.

Cover

Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Es ist ein ganz großes Rad, an dem da gedreht wird. Immer wieder. Beim jährlich stattfindenden Kirchentag, abwechselnd katholisch und evangelisch, wird für eine fünftägige Veranstaltung ein zweistelliger Millionenbetrag bewegt. So wie auch beim nächsten Evangelischen Kirchentag, der vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf stattfinden wird. Trotz der mit fast 14 Millionen Euro öffentlich subventionierten Veranstaltung fehlt die öffentliche Transparenz der Mittelverwendung.

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Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?